Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Das Hindernis in den Punkt im Herzen einkleiden

Frage: Was bedeutet die Aussage: „ein Hindernis in den Punkt im Herzen einkleiden“?

Meine Antwort: Die Hindernisse erscheinen infolge des Zerbrechens der Gefäße, des Verlangens. Im Herzen gibt es den Funken, der von diesem Gefäß geblieben ist und der sich hinter einer großen Menge trennender Verhüllungen versteckt. Sie werden allmählich, nacheinander offenbart, damit du daraus die dicken Wände des korrigierten Gefäßes, zumindest die ersten zehn Sefirot, aufbauen kannst.

Wenn der Mensch die Probleme dieser Welt richtig wahrnimmt und nutzt, und zwar indem er sich mit dem Schöpfer sogar bei den schwersten Hindernissen verbindet, dann baut er im Endeffekt sein Gefäß, das Verlangen mit solchen Eigenschaften und Fähigkeiten auf. Folglich beginnt er zu fühlen, wo genau er sich befindet.

Gleich dem Kleinkind, das direkt nach der Geburt nichts oder wenig wahrnimmt. Die Zeit vergeht: ein Tag, zwei Tage, eine Woche, und es beginnt seine Umwelt zu entdecken. Plötzlich hört es Stimmen, reagiert auf das eingeschaltete Licht, beginnt zu sehen. Ebenso brauchen wir auch die spirituellen Gefäße, die Entwicklung der Wahrnehmung, um die höhere Welt empfinden zu können.

Die Hindernisse sind somit keine äußerlichen Probleme, sondern nur meine zerbrochenen Gefäße. Es ist ein Fehler, sie als Hindernisse zu bezeichnen. Welche Hindernisse können in der Schöpfung existieren? Wir steigen einen Berg zum Palast des Königs hinauf, weil wir diesen Berg selbst brauchen. Das ist eben der Berg des Hasses, den wir in Liebe umwandeln sollen, damit der Berg Sinai (Hass) zum Berg des Schöpfers wird.

Die unkorrigierten Verlangen heißen die Hindernisse, und es gibt keine anderen Hindernisse. Das, was mich vom Punkt der Verschmelzung, vom Ziel entfernt, ist eben ein Hindernis, das ich mit dem Punkt im Herzen verbinden soll. Wenn der Mensch sich nicht verwirren lässt, und sich ständig auf das Ziel ausrichtet, dann offenbart er gerade dieses Bild der Realität.

Wenn aber plötzlich schwerwiegende Probleme mit dem Geldverdienst oder mit der Gesundheit entstehen, dann soll man diese auf dem materiellen Niveau lösen. Ich sah am Beispiel meines Lehrers Rabash, wie schwer er gearbeitet hat, um das Brot für die Familie zu verdienen. Man soll dennoch gleichzeitig in zwei Richtungen gehen. Einerseits habe ich ein Problem, das ich verpflichtet bin zu korrigieren, indem ich alle Kraft zu hundert Prozent einsetze, als ob „mir niemand außer mir selbst helfen würde“. Gleichzeitig soll ich mich daran erinnern, dass dieses Hindernis von oben und nicht von den Menschen in meiner Umgebung kommt.

Ich vollziehe diese Arbeit aus Leibeskräften und richte sie in dieselbe Richtung, auf den Schöpfer aus. In diesem Fall binde ich dieses Hindernis an die Heiligkeit an und komme mit ihrer Hilfe voran.

Hat der Schöpfer nicht genug Geld, will Er, dass der Mensch in seinen Lebensproblemen versinkt? Aber diese Situationen sind für unsere Entwicklung notwendig, und für jeden Mensch gehen sie in eine bestimmte Richtung: Finanzprobleme, Gesundheitsprobleme, Probleme in der Familie. Denkt  nicht darüber nach, ob jemand mehr und jemand weniger Glück hat. Jeder erlebt die optimalsten, die besten Zustände für die Entwicklung seiner Seele, wir haben nichts zu befürchten.

Deshalb soll man nicht darum bitten, dass der Schöpfer dieses Hindernis entfernt und das Schicksal ändert, sondern man soll die Verbindung mit Ihm suchen, den eigenen Kopf beugen, um in der Verschmelzung mit Ihm alles zu durch leben, was uns gegeben ist. Vor dem Anfang der Handlung soll ich sagen: „Niemand wird mir helfen, außer ich selbst!“ und nach Vollendung der Handlung: „Es gibt Niemanden außer dem Schöpfer“.

Wenn ich aber sage, dass „Mir Niemand helfen wird“, bedeutet das eben nicht, dass ich vom Schöpfer abgetrennt werde, als ob es Ihn nicht geben würde. Ich erledige alles selbst „als ob Er nicht dabei sein würde“, aber tue alles in der Verschmelzung mit Ihm. Ich gehe zur Arbeit und verdiene Geld, denke dabei aber ständig an den Schöpfer. Ich beachte nicht die Tatsache, dass Er mich ständig begleitet, und denke nur daran, dass ich alles selbst ausführe.

Als ob wir mit Ihm gute Partnern wären: wenn ich etwas ausführe und dabei verdiene, dann nimmt Er daran passiv teil. Er ist mein Partner und Er begleitet mich ständig, führt in diesem Moment aber keine Handlungen aus. Auf diese Weise korrigiere ich mich, meine Teilnahme.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 19.02.2013



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Das Schicksal ändert sich infolge des Aufstiegs

Das Schicksal verändert sich gewaltig gemäß dem Aufstieg. Jedem werden seine eigenen Hindernisse gegeben, so dass man die anderen nicht beneiden soll. Es gibt solche inneren Probleme, die von außen nicht sichtbar sind, und es kommt einem so vor, als ob der Mensch das Beste besitzen würde, dass ihn lebenslang nur der Erfolg begleiten würde, dass er niemals finanzielle Schwierigkeiten hätte. Aber wir wissen nicht, welche inneren oder äußeren Hindernisse er überwindet, die dem fremden Auge nicht sichtbar sind. Darin gibt es keine Nachsicht für Niemanden.

Je mehr es um die innere Korrektur geht, desto qualitativer wird sie, weshalb ihre Kraft mächtiger ist als die Korrektur durch äußere Probleme. Das kann man mit einem Arbeiter vergleichen, der eine ganze Woche hindurch arbeiten muss, um dasselbe wie eine  Fachkraft zu verdienen, die dieselbe Summe für lediglich einen Tag bekommt. Alles hängt von der Wurzel der Seele ab.

Wir beschäftigen uns gerade mit den wichtigsten Arbeiten. Es ist eine niedrige, eine grobe Arbeit – die Arbeit für die Korrektur der Welt auf ihrer untersten Stufe, dort wo sie sich jetzt befindet. Diese Arbeit ist aber etwas Besonderes und Ehrenvolles. Man muss das fühlen, verstehen und dafür danken.

Wir arbeiten an unserem Gefäß. Alle offenbarten Probleme sind Mittel für die Korrektur der zerstörten Einheit. Ich wiederhole jeden Tag, dass die Verbreitung für euch wichtig ist, dass es dabei um eure eigenen Gefäße geht, dass ihr dadurch niemandem einen Gefallen tut. Der Schöpfer braucht eure Arbeit nicht – ihr selbst braucht sie zu allererst, wo sonst werdet ihr die Offenbarung empfinden?

Wenn der Mensch aber innerhalb des Zerbruchs versumpft und von da aus die Welt wahrnehmen will ohne sich zu korrigieren, dann gleicht er einem Kind, das nicht wachsen will und fordert, dass man ihm im Alter von zwei Jahren alle Sachen gibt, über die die Erwachsenen verfügen. Das bedeutet, dass es sich in seiner Entwicklung verspätet und die Möglichkeiten, die ihm gegeben werden, nicht nutzt.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 19.02.2013



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Die wohltuenden Purim-Tage

Die Purim-Feiertage sind sehr gut und wohltuend. Das sind die Tage, an welchen in unserer Welt die guten Kräfte – die Kräfte der Vereinigung wirken, die uns  helfen, mit der Verbindung sowie mit den Problemen zurechtzukommen.

Wir haben nur ein Problem: zwischen uns ein solches Netz der Kräfte, eine solche Verbindung zu finden, in der sich der Schöpfer offenbaren kann. Mehr als das ist nicht notwendig! Das Wichtigste für uns ist es, den Schöpfer zu offenbaren. Das ist unsere Hauptaufgabe, die nur in der Verbindung zwischen uns gelöst werden kann.

Sobald wir untereinander das Netz der Beziehungen in minimaler Qualität aufbauen, werden wir darin den Schöpfer sofort fühlen können.

Deshalb ist es sehr gut, dass wir uns an diesen Tagen miteinander treffen. Versucht das alles zu tun! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie überaus notwendig das für uns  ist! Sobald die allgemeine Kraft beginnt, sich zwischen uns zu offenbaren, werden wir das mächtigste Werkzeug, das starke Mittel für die Korrektur der Welt empfangen. Folglich können wir beginnen, damit zu arbeiten.

Denn andernfalls wissen wir nicht, wohin damit, wie alles zu lenken ist, was man zu tun hat. Und die Offenbarung des Schöpfers öffnet uns vollständig die Augen, gewährt uns Handlungsfreiheit und zeigt uns den Weg auf.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 24.02.2013



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Lernt von der Königin Ester

Frage: Ich studiere seit zwei Jahren Kabbala. Wie kann ich meinem Mann helfen, sich ins Studium der Kabbala einzureihen, wenn er sich ständig weigert, dies zu tun?

Meine Antwort: Sie können ihm nur in Einem helfen: ihn in Ruhe lassen und in keiner Weise auf ihn Druck ausüben. Lassen Sie ihn einfach fühlen, dass Sie ihm dafür dankbar sind, dass er es Ihnen erlaubt, sich damit zu beschäftigen. Anderenfalls wird alles nur schlechter werden.

Man darf den Menschen nicht zwingen, man darf keinen Druck auf ihn ausüben. Wenn er sich damit nicht beschäftigen will – dann ist es auch nicht notwendig. Das Einzige, was von ihm gefordert wird – dass er Sie nicht daran hindert. Es wird genügen, wenn er selbst allmählich beginnt, sich in diese Richtung zu bewegen. Wenn Sie keinen Druck auf  ihn ausüben, dann werden Sie sehen, dass er selbst beginnen wird, sich dafür zu interessieren, womit Sie sich beschäftigen.

Geben Sie ihm ein Buch, das von Kabbala entfernt ist, aber über unsere irdischen Probleme spricht, damit er versteht, dass es sich um keine Mystik oder etwas in dieser Art handelt.

Im Allgemeinen handeln Sie unsichtbar, wie es die Königin Ester getan hat: nicht umsonst symbolisiert sie die besondere weibliche Eigenschaft, das besondere Herangehen an den Mann, welchem er nicht ausweichen kann.

Die Männer sind direkter, und die Frauen können sie leise, ruhig, so einstimmen, wie sie es wünschen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 24.02.2013



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Europa vereinigen

Frage: Viele europäische Länder befinden sich jetzt im Prozess der wachsenden gegenseitigen Absonderung. Was können unsere europäischen Gruppen tun, um diese Tendenz zu verhindern?

Meine Antwort: Es handelt sich darum, dass diese Absonderung fortdauern wird. Europa wird den Weg des Protektionismus beschreiten, da die Wirtschaftsprobleme und die Arbeitslosigkeit wachsen werden.

Die Tatsache, dass jetzt die Probleme der gegenseitigen Entfernung größer werden, zeigt uns die Eigenschaft von Haman, d.h. die egoistischen Eigenschaften, gegen welche man nur die entgegengesetzte Eigenschaft, die Eigenschaft der Verbindung zwischen uns, offenbaren soll.

Ihr werdet sehen, wie die Menschen plötzlich  verstehen werden, dass sie sich durch Trennung und Entfernungen sehr schaden.

Denn es wird in diesem Fall von Europa nichts übrig bleiben, d.h. der zivilisierte Teil der Welt wird verloren gehen. Sie müssen trotz der gegenseitigen Abtrennungen nur den Weg der Annäherung gehen. Es gibt keinen anderen Rettungsweg. Darüber sollte man überall sprechen und solche Seminare organisieren.

Dafür müssen alle europäischen Gruppen in eine einheitliche Gruppe vereinigt werden.

Stellt euch vor, welche riesige Kraft es geben wird, wenn die Gruppen aller Länder und alle einzelnen Studenten, die in verschiedenen Winkeln Europas sitzen, vereinigt werden?

Ihr werdet sehen, dass alle Menschen beginnen werden, eure Worte nachzusprechen, sie werden euch plötzlich verstehen, und selbständig eure Ideen verbreiten. Es wird mit Hilfe des allgemeinen Netzes erreicht, das ihr innerlich untereinander aufbauen werdet. Deshalb hängt alles von uns ab.

Jetzt ist eine bemerkenswerte Zeit angebrochen! Versucht euch über alle vorigen Probleme zu erheben, umarmt euch, als ob davor nichts gewesen wäre! Lasst alle Probleme hinter euch, erhebt euch darüber. Man muss alles „durchstreichen“, und das neue Leben vom „leeren Blatt“ beginnen.

Das ist der besondere Zustand der höheren Sphäre, zu dem wir uns anschließen und unser neues Leben beginnen sollen. Ihr werdet sehen, dass ihr im nächsten Jahr aufsteigen werdet, man wird euch respektieren und schätzen. Ihr werdet für die Welt zum Führer auf dem Wege zu ihrem richtigen guten Zustand.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 24.02.2013



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Die notgedrungene Achtung

Frage: Es gibt Menschen, die uns angenehm und solche, die uns unangenehm sind. Es gibt Freunde und Feinde. Kann man im Kollektiv gute Beziehungen zu allen haben?

Meine Antwort: Man sollte im Kollektiv vor allem  die ungesunden Beziehungen zwischen den Menschen offenbaren.

Angenommen, mir gefällt irgendein Mensch nicht. Ich kann ihn einfach nicht leiden, wobei ich selbst nicht weiß warum. Es gibt in ihm etwas, was mich abstößt und ich kann dagegen nichts tun. Mein Hass fließt buchstäblich „über den Rand“, ich bin quasi „giftig“.

Deshalb wäre es hilfreich, wenn die Umgebung, sehr akkurat und beiläufig, ihre Bewunderung für diesen Menschen äußern würde, ein paar gute Worte sagen  könnte. Plötzlich würde ich von jemandem hören: „Weißt du, ich habe vor kurzem gesehen, was er getan hat. Das war einfach fantastisch!“.

Zuerst ist diese Information für mich unangenehm, und später ändert sich, unter dem Einfluss der öffentlichen Meinung, meine Einschätzung ihm gegenüber, weil die von mir verehrten Menschen von ihm begeistert sind. Ich beginne allmählich, ihn zu respektieren und mich ihm gegenüber höflich und ohne Hass zu verhalten.

Hier muss man erkennen, auf welche Weise diese Beziehungen sich verändern. Möglicherweise, werden wir lange noch keine Freunde werden, aber mein Vorurteil wird augenblicklich in eine respektvolle Achtung umgewandelt.

In mir beginnt die Beziehung zu ihm sichtbar zu werden, die sich ins Positive verändert, und mir behilflich ist, mit dem Vergangenen zurechtzukommen. Das geschieht in mir auf einem natürlichen Wege. Meine Beziehung zu diesem Menschen beginnt sich notgedrungen zu verändern.

Auszug aus dem TV-Programm „Die Stammgeheimnisse“, 08.02.2013



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Es ist eine Zeit der Schwierigkeiten für Jakob

Baal HaSulam, „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“: Obwohl der Schöpfer das Land aus den Händen der Nationen befreit und uns gegeben hat, haben wir es noch nicht erhalten. Wir finden keinen Gefallen daran. Jedoch hat der Schöpfer uns damit eine Chance für die Erlösung gegeben, um geheiligt und gereinigt  zu werden und das Werk Gottes in der Tora und Mizwot Lishma anzunehmen.

Frage: Die Menschheit betritt eine neue Ära der Evolution, wo sich die Wünsche ändern und die Menschen anfangen nach dem Sinn im Leben zu suchen, ist das auch in Israel geschehen?

Meine Antwort: Das ist schwer zu sagen. In der Tora heißt es, dass die Juden eine „eigensinnige Nation“ sind. Diese Nation entwickelt sich nicht wie die anderen Nationen. Heute, gemäß externen Faktoren, kann man nicht behaupten, dass sie durch das Fehlen von einem Sinn im Leben gestört wurde. Es ist eigentlich umgekehrt: Sie ist in Bezug auf unsere Sicherheit, Gesundheit und die wirtschaftliche Situation gleichgültig gegenüber aktuellen Problemen. Es wird viel geredet, aber es gibt kein wirkliches Engagement. Solange das so weiter geht, werden Gleichgültigkeit und Unempfindsamkeit wachsen. Auch wenn wir noch vor zwei Jahren hunderttausende Menschen auf die Straße bringen konnten, um während der sozialen Protestbewegungen zu demonstrieren, können wir das heute nicht mehr, nicht einmal, wenn die Dinge noch schlimmer werden.

Frage: Warum sagt Baal HaSulam, dass die heutige Zeit unsere Chance für die Erlösung ist?

Meine Antwort: In Jeremia 12 heißt es: „Es ist eine Zeit der Schwierigkeiten für Jakob und davon wird er erlöst werden.“ Auch in der schlimmsten Situation, wenn die Tür vollständig verschlossen ist, öffnet sie sich plötzlich. Damit dies geschieht, muss es genug Druck geben, dieser Druck ist zurzeit nicht vorhanden. Es ist ein Zeichen, dass die Frucht noch nicht reif ist und noch Zeit zum Reifen braucht.

Hier hängt alles von uns ab. Die Nation insgesamt ist nie für einen Aufstieg bereit, bis Moses, der die Nation nach oben erheben wird (aus der gleichen hebräischen Wurzel), bereit ist. Es werden sogar die Sorgen und die Schläge, die als „ägyptische Plagen“ bezeichnet werden, von der israelischen Nation nicht gespürt, aber diejenigen, die sie spüren, sind der Pharao und das ägyptische Volk. Es ist kein Zufall, dass gesagt wird, dass der Schöpfer an den Türen von Israel vorbei ging. Es kam die Plage des Todes des Erstgeborenen über Ägypten, jedoch berührte sie das nicht.

Dies sollte die Herzen von Israel noch härter machen. Das Ergebnis davon ist, dass eine Person, obwohl die Dinge nicht so gut funktionieren, keine Probleme mehr empfindet, das ist jedoch für andere viel schwerer.

Das ist ein sehr großes Problem, wir dürfen nicht warten, bis sich die Dinge in der Welt und in Israel verschlimmern. Das geht überhaupt nicht einher mit dem Plan der Natur, und stammt auch nicht aus der Liebe zu anderen. Wir müssen unser Bestes tun, wir müssen alle Mittel nutzen, die wir haben, um die Methode der Korrektur und zumindest die Botschaft, dass  jetzt die Zeit für die Korrektur der Welt gekommen ist, bekannt machen. Wenn die Menschen nicht das Gefühl der Notwendigkeit sehen, dann sollten sie wenigstens darüber Bescheid wissen, wie Schüler, die von der Schule abgehen und nur eine allgemeine Vorstellung  von dem Gelernten haben. Später wird diese Idee eine wesentliche Grundlage für sie werden.

Auszug aus dem Unterricht nach dem, „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“, 17.02.03



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Der richtige Hut

Frage: Könnte man sagen, dass das Wunder von Purim eine gewisse Abwendung von den unverbrüchlichen Gesetzen symbolisiert?

Meine Antwort: Das kleine Leuchten, welches von Mordechai verkörpert wird, rief ein großes Licht hervor. Hier sollte man in erster Linie verstehen, dass die Analyse mittels des Lichts Chochma und nicht mittels Chassadim durchgeführt wird. Gerade das Licht Chochma differenziert die Details, „schneidet“ das eine von dem anderen wie ein Messer ab: das ist gut und das ist schlecht, das ist so und das ist anders.

Ohne Haman ist diese Analyse auch nicht möglich. Doch Haman kommt mit Hilfe von Mordechai. Genauso genügt einfach nur eine Taschenlampe im Dunkeln nicht, zuerst muss sie fokussiert und auf die richtige Stelle gerichtet werden, d.h. das Verlangen muss im Voraus vorbereitet werden. Haman muss an Mordechai gebunden werden, damit er richtig gelenkt werden kann.

Was das Wunder von Purim betrifft, so ist es wie das Wunder des Auszugs aus Ägypten. Wenn das große Licht nicht kommt, können wir diese Gefäße nicht miteinander verbinden. Niemals gab es ein so großes Licht wie während des Purim-Festes – ein Licht, das die Extreme mit der Mittleren Linie verbindet und sie dann zur Ersten Einschränkung erhebt.

Frage: Warum musste Haman getötet werden?

Meine Antwort: Haman symbolisiert die egoistische Absicht zu empfangen. Darf diese Absicht etwa am Leben gelassen werden?

Denn die Rede ist nicht von den Kelim des Empfangens, sie sind ewig, sondern eben von der Absicht, davon, wie Malchut benutzt wird: auf egoistische oder altruistische Art, um des Empfangens oder des Gebens willen. Wer wird über die Schätze des Königs, über das ganze Königreich (Malchut) zum Wohl des Königs regieren: Mordechai oder Haman?

Am Anfang sind alle meine Gefäße/Verlangen egoistisch (↓). Und das alles ist „Haman“. Andererseits gibt es „Mordechai“, die Absicht zu geben (↑). Wir müssen nur unsere Verlangen von einer Absicht zur anderen übertragen. Auf diese Weise töten wir „Haman“ und erheben „Mordechai“.

Dabei bleiben die Verlangen die gleichen, wir ändern lediglich deren „Bedeckung“, deren „Hut“ – die Absicht, die auch der Kopf (Rosh) des Parzuf ist. Die Schätze, das Königreich mit all seinen Gebieten bleiben, wir lassen lediglich Mordechai statt Haman regieren.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 22.02.2013



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Wo befindet sich der Schöpfer?

Frage: Ich verstehe immer noch nicht, wo, an welchem Ort, sich unsere Welt befindet sowie wo sich bezüglich unserer Welt die höhere, spirituelle Welt befindet? Wo befindet sich der Schöpfer?

Meine Antwort: Alles ist sehr einfach! Die gesamte Schöpfung ist ein Verlangen sich auszufüllen, zu genießen. Es empfindet alles, was man empfinden kann, empfindet in sich die eigenen Empfindungen. Solange das Verlangen egoistisch ist, empfindet es „diese Welt“. Wenn es altruistisch wird, dann wird es die „höhere oder die spirituelle Welt“ empfinden.

Das Verlangen besteht aus 5 Teilen oder 0-1-2-3-4 – Niveaus der Größe des Verlangens, sowohl nach der Anzahl als auch nach der Qualität. Wobei, je größer die Qualität ist, desto weniger die Anzahl – so wie es in unserer Welt viele gewöhnliche Steine gibt, aber wenige Edelsteine. Innerhalb dieser vier Arten der Verlangen empfindet der Mensch das unbelebte, pflanzliche, tierische Niveau, die Menschen. Der Nullteil bin ich selbst, der Ausgangspunkt.

Im Zentrum des Verlangens befindet sich mein “Ich”, aus dem der Mensch die Welt – das eigene Verlangen – empfindet, als ob dieses außerhalb seines “Ich” existieren würde. Die gewöhnliche Empfindung der Welt ist egoistisch (konsumierend). Wo befindet sich der Schöpfer? Dort, wo dein “Ich” für Ihn den Platz frei macht!



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Die Welt mit einem freien Punkt

Frage: Warum soll der Mensch öffentlich sagen: „Diese Welt ist für mich geschaffen“?

Meine Antwort: Der Mensch soll offenbaren, dass diese Welt für ihn geschaffen ist: dass alles, was in seinem Inneren und um ihn herum existiert, alle sichtbaren Eigenschaften und Handlungen zur Korrektur seiner Seele führen, falls er sie richtig anwendet – und es gibt nichts darüber hinaus.

Vor jedem befindet sich die Welt der Unendlichkeit und er nimmt diese Unendlichkeit wie das Bild dieser Welt wahr. Wenn er aber alle geschehenen Situationen auf die Welt der Unendlichkeit zurückführt, das heißt zum Prinzip: „Es gibt niemanden außer dem Schöpfer, Der gut und Gutes tuend ist“, und alle Zeiten in einem Punkt sammelt, weil sie alle ein Thema ansprechen und zu einer Wurzel führen, die uns zu einem Ziel zurückführt, dann kann er mit voller Überzeugung sagen, dass die ganze Welt nur für ihn geschaffen ist.

Und so soll das jeder Mensch tun: denn jeder hat seine eigene Welt, die er im eigenen Verlangen offenbart. Er offenbart, dass alle Menschen in Bezug auf ihn die Kräfte seiner eigenen Seele sind, wobei nur er alleine über die Freiheit des Willens verfügt. Jetzt scheint es so zu sein, als ob in der Welt auch andere Kräfte außer Ihm anwesend sind. Er hat diese Wahrnehmung, weil er das Begreifen noch nicht erreicht hat, dass sich die ganze Welt in seinem Inneren befindet, in ihn eingetragen und nur für ihn vorbestimmt ist, damit er darin die allgemeine Einheit offenbaren kann.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 20.02.2013



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