Spirituelle und materielle Liebe
Krasnojarsk, Lektion 3 vor dem Kongress
Frage: Es steht geschrieben: „Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“. Wer ist dieser „Nächste“ für den Menschen mit dem Punkt im Herzen?
Meine Antwort: Im Prinzip nennen wir jeden beliebigen Menschen auf der Welt den „Nächsten“, jemand, der uns fremd war und der uns näher gekommen ist.
Gemäß der Hierarchie sind für die Menschen mit dem Punkt im Herzen jene nah, die mit ihm auf dem Weg sind, die Freunde in der Gruppe. Wir können zu ihnen offen sein, wir können uns mit der Vereinigung, der gegenseitigen Unterstützung beschäftigen, das geistige System der Verbindung realisieren. Doch wir sind nicht zufällig in der Gruppe – wir gehören zu einem inneren, höheren System, und deshalb werden wir zusammengebracht. Deswegen sollen wir in erster Linie solche Bedingungen wie die „Nächstenliebe“ untereinander schaffen.
„Nächstenliebe“ heißt, dass ich den Wunsch des Freundes, seine Bedürfnisse höher als meine eigenen zu empfinden beginne.
Der Begriff „Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“ bedeutet „Liebe den anderen stärker und mehr als dich selbst“. Heute liebe ich mich mehr als die ganze Welt. Das heißt, ich schätze meine Freunde als die Wichtigsten. Das ist die Beherrschung der Eigenschaft des Gebens, wenn ich ihren größten Wunsch – die Errungenschaft des Ziels, das Öffnen des höchsten Systems – persönlich wahrnehme und ihnen darin helfe. Und wenn die Spiritualität meiner Freunde für mich höher als die eigene ist, in diesem Moment kommt es zur Öffnung.
Die Liebe verstehen wir nicht so, wie die Liebe in unserer Welt, sondern wie eine Hilfe für diejenigen, die mit dir auf dem Weg sind, damit sie das Ziel erreichen. Liebe heißt die Erfüllung des Wunsches anderer.
Auszug aus der 3. Lektion vor dem Kongress in Krasnojarsk, 13.06.2013
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Dadurch, dass jeder seinen Egoismus annulliert und nach Wegen sucht, um sich mit den anderen zu verbinden – bemühen sich alle, sich gemeinsam zu verbinden.
Wenn das Unglück geschehen wird, dann wirst du die Seele für die Seele geben; das Auge für das Auge, den Zahn für den Zahn, die Hand für die Hand, das Bein für das Bein, die Brandwunde für die Brandwunde, die Wunde für die Wunde, den Stoß für den Stoß. [Tora, „Exodus“, „Mischpatim“, 21:23-21:25]
Kongress in Sankt Petersburg. Lektion vor dem Kongress
Kongress in St. Petersburg. Lektion vor dem Kongress
„Der Sklave“ ist ein Verlangen, das ich an mich auf die Art und Weise angebunden habe, dass es sich schon in meiner vollen Unterordnung befindet. Dabei beherrsche ich es so stark, dass es nicht mehr mein Sklave, sondern mein hundertprozentiger Partner ist.
Wenn der Mensch seinen Sklaven oder seine Sklavin mit dem Stab schlagen wird und diese dabei sterben werden, dann soll er dafür bestraft sein. Aber wenn sie noch einen Tag oder zwei Tage leben werden, dann soll man ihn nicht bestrafen, weil der Sklave – sein Geld ist. [Tora, „Exodus“, „Mischpatim“, 21:20-21:21]
Die Tora ist gegeben, damit der Mensch das Niveau des Schöpfers erreicht. Darin besteht ihr ganzer Sinn.
Frage:
Und wenn der Mensch seine Tochter in die Sklaverei verkaufen wird, dann wird sie im Unterschied zu den Sklaven nicht daraus befreit [Tora, Exodus, Mischpatim, 21:7]
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