Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Geh, finde es heraus

Frage: Hat Ihnen Ihr Lehrer Rabash gleich als Sie zu ihm kamen über den Sinn des Lebens erzählt?

Antwort: Ich wünschte er hätte mir diesen Weg erklären können… Als ich das erste Mal zu meinem Lehrer kam, fragte ich ihn nach zwei oder drei Lektionen, ob ich am richtigen Ort bin, um den Sinn des Lebens zu erlangen. Ich hatte schon an vielen Plätzen zuvor gesucht und ich wollte nun wissen, ob ich mein ganzes Leben mit ihm studieren sollte.

Seine Antwort war sehr einfach: „Geh und finde es heraus. Ich nehme dich weder in meine Obhut noch jage ich dich weg; du sollst wissen, dass du selbst überprüfen und herausfinden sollst, ob du wirklich am richtigen Platz bist“. Er versuchte nicht, mich davon zu überzeugen, dass ich am richtigen Platz bin, um meinen Körper und meine Seele zu füllen – was ich ihm ohnehin nicht geglaubt hätte. Daher sagte er: „Geh und finde es heraus“.

Dies machte mir verständlich, dass ich wirklich am richtigen Ort war, an dem ich nicht betrogen würde und die wahre Methode der Spiritualität erlernen konnte. Später würde ich für mich feststellen, ob es  tatsächlich so war oder nicht. So ist die Wissenschaft der Kabbala, sie gibt dir Werkzeuge, aber alles andere liegt an dir.

Kabbalalektion in Russland 10/25/15

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Blitz Tipps

Frage: Ist es möglich, die richtigen Ergebnisse in einer Gruppe zu bekommen, die  nur aus zwei Personen besteht?

Antwort: Es ist sehr schwierig, aber möglich.

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Frage: Wie können wir mit dem auf uns zukommenden Alter und der damit verbundenen Angst tun?

Antwort: Es gibt kein Alter; es gibt einen Übergang zu einem anderen Zustand. Es ist nur notwendig, es gut zu machen. Mach dir keine Sorgen! Fange an zu studieren, und  du wirst in viele Dingen erfolgreich sein und wirst  keine Furcht vor dem Alter haben.

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Frage: Warum Anstrengungen investieren, wenn alles vorherbestimmt ist?

Antwort: Das ist richtig; alles ist vorherbestimmt. Aber bis wir die notwendigen Anstrengungen aufbringen, um diese Bestimmung selbst (aus eigener Kraft) zu erreichen, wird alles nur vorherbestimmt sein.

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Frage: Was sagt die Weisheit der Kabbala über den Messias?

Antwort: Der Messias ist eine Kraft, die einer  Person hilft sich zu entwickeln und das Gefühl der höheren Welten zu erreichen. „Messias“ ist von dem Wort „Limshoch“ (Ziehen) abgeleitet und bedeutet, einen Menschen aus dem Gefühl dieser Welt herauszuziehen.

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Frage: Warum verlassen Menschen die Lehre der Weisheit der Kabbala?

Antwort: Das passiert, wenn sie unterschätzen, was sie aufgeben. Wo kann er denn sont hingehen? Zurück ins übliche tierische Leben?

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Frage: Ist spiritueller Fortschritt unter komfortablen Bedingungen möglich? Oder ist es, für unser „Tier“ notwendig zu leiden?

Antwort: Es ist nicht notwendig zu leiden! Die Weisheit der Kabbala spricht nicht von Askese.

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Frage: Wenn man die Weisheit der Kabbala studiert, geht der Wunsch nach mehr Geld und so weiter verloren. Wie ist es möglich, mich zu zwingen, zumindest zu beginnen, etwas zu ändern?

Antwort: Warum? Sie werden intern reicher, nicht von außen. Und das Externe, das Äußere  kommt und geht noch. Du verschwendest viel Zeit und Energie um  Gewinn zu erzielen. Frage dich: Warum tust du das? Wird es in den Augen der Menschen in Ihrer Umgebung erfolgreich scheinen? Sind sie all diese Bemühungen wert?

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Frage: Wie ist es möglich, eine Seele zu retten, wenn du selbst verwirrt bist oder du die anderen verwirrst?

Antwort: Das richtige Umfeld ist dafür notwendig. Es ist auch unerlässlich für die schnelle Weiterentwicklung.

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Frage: Meine Kinder sind im Alter von 9 und 11. Welche Antwort sollte ich ihnen auf die Frage: „Was ist der Sinn des Lebens“ geben?

Antwort: Das Leben ist uns gegeben worden, um die ewige und unendliche Welt in dieser Welt zu erfahren.

Aus der Kabbalah Lektion auf Russisch 10/25/15, [170609]



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Woran erinnert sich die Seele?

Frage: Warum erinnert sich die Seele nicht an die vorigen Leben?

Antwort: Weil sie nichts mit dem physischen Leben zu tun hat. Die Seele ist das, was wir in andere investieren, wenn wir uns mit ihnen auseinandersetzen und unser ewiges Sein durch sie spüren – in dieser Welt, in diesem Leben un din diesem Körper. Die Struktur der Seele besteht aus Zehn Sefirot. Wir müssen lernen, wie wir uns zusammentun und diesem System Leben einhauchen können, damit alle Seelenteile einander ergänzen. Wenn sich z.B. zehn Leute versammeln und in eine solche Beziehung eintreten wollen, können sie miteinander verschmelzen und jeder kann aus sich heraus gehen und muss kein kleiner Egoist bleiben. Wenn jeder dazu bereit ist, entsteht ein Netzwerk aus Verbindungen unter uns und wir empfinden uns mitten drin.

Dies ist das Gefühl des Überschreiten des Machsom (Grenze). In mir bin ich ein Egoist, doch wenn ich mich in die anderen begebe, bin ich ein Altruist. Und dann wird das allgemeine Verlangen und die Absicht, die wir in uns erschaffen, als Seele bezeichnet. Das Netzwerk der gegenseitigen Beziehungen mit der Eigenschaft des Lebens wird als „Kli der Seele“ bezeichnet. Und die besondere Form des Höheren Lichtes, die sich darin enthüllt, nennt man Schöpfer.

Aus den Kabbalah Unterrichten in Russisch 11/1/15

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Hirnforschung

Kommentar: An der Universität von Tel Aviv wird eine Studie geleitet, die zu dem Schluss gelangte, dass es keinen Unterschied zwischen dem männlichen und dem weiblichen Gehirn gibt.

Antwort: Sicher, da das Gehirn einer Maschine, einem Computer gleicht. Es gibt keine Unterschiede zwischen den Strukturen vom männlichen und weiblichen Gehirn. Alles hängt von dem Verlangen, oder wie sie sagen, vom Herz ab. Das Herz ist nur ein Motor, eine Pumpe. Das Verlangen einer Person findet man nicht in einer physikalischen Formel.

Es gibt in unserem Körper keinen Urheber für Verlangen, dies wird außerhalb von uns gefunden, der Körper ist der Empfänger, welcher das Verlangen aufnimmt, den Prozess einleitet und auf eine spezielle Art reagiert. Männer erhalten eine eigene Art des Empfangens und Frauen eine andere, in dieser Weise werden ihre Hirne aktiviert. In sich selbst haben ihre Gehirne keine Unterschiede.

Verlangen entsteht durch ein Netzwerk zwischen uns, wir fühlen es jedoch nicht. Alle unsere Aktionen funktionieren so:  mentale, physische, moralische, ethische usw.. Alle unsere Reaktionen, auf allen Ebenen gehen auf dieses Netzwerk zurück. Ich bekomme Stimuli von diesem Netzwerk, reagiere darauf und diese Reaktionen gehen wieder zum Netzwerk. Das Problem ist es, wie wir die Signale die uns erreichen, akzeptieren und begreifen können, wie wir auf sie richtig reagieren und sie korrekt weiterleiten können.

Wenn ich das schaffe, kann ich das Netzwerk als eine neue Welt empfinden, eine höhere Welt enthüllen. Die Wissenschaft der Kabbala spricht sehr präzise darüber, wie man dieses System korrekt benützen und regeln kann. Die Kybernetik der Zukunft ist die Weisheit der Kabbala.

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Das zentrale Ziel der Kabbala

Das Leben ist laut Kabbala das Dasein im Licht, in der Eigenschaft des Gebens. Es wird als unbegrenztes Dasein empfunden, wenn man in diesem Zustand mit schwimmt und seine ewige Strömung erkennt. Dabei wird die Empfindung unserer Realität verschwinden; das Empfinden der Zeit, des Raums, der Begrenztheit – verschwindet. Man tritt in ein völlig anderes System ein. Dort erscheinen andere Begrenzungen, in welchen man sich bezüglich der anderen misst.

Wir müssen uns daran gewönnen und in dieses System eintreten. Manchmal vergehen Jahre, bevor der Mensch anfängt, die höhere Welt zu empfinden. Unser Ziel ist es, in die Empfindung der höheren Realität zu kommen, bevor wir uns von dieser Welt verabschieden. Das ist im Prinzip das zentrale Ziel der Kabbala.

Aus dem Unterricht vom 01.11.2015, [#170872]

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >  Kabbala Akademie



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Derjenige, der die Vernunft erschafft.

Jeder Mensch ist verpflichtet die Wurzel seiner Seele zu erreichen. Das heißt, dass es das wünschenswerte und erwartete Ziel der Schöpfung ist, die Verschmelzung mit dem Schöpfer in den Eigenschaften: „Wie Er barmherzig ist, so auch du…“ zu erreichen. Wie wir schon wissen, sind die Eigenschaften des Schöpfers die Sefirot. Darin verbirgt sich das Geheimnis der funktionierenden Vernunft, die ihre Welt regiert und mithilfe des Guten, das vom Schöpfer kommt, diese Sefirot ausmisst.

Aber man sollte verstehen, wieso es Verschmelzung mit dem Schöpfer heißt. Ich erkläre es an einem Beispiel: An jeder Handlung, die in der Welt geschieht, beteiligt sich der Verstand und bleibt in dieser Handlung. So wird an einem Tisch der Verstand des Tischlers erkannt, seine Emsigkeit und sein Können (groß oder klein), weil während des Erschaffens benutzte er seinen Verstand und seine Eigenschaften. Und derjenige, der auf die Handlungen achtet und seinen Verstand benutzt, (weil dieser im Moment der Handlung  mit dem Verstand verschmolzen ist), vollbringt diese Handlung, d. h. alles ist wirklich miteinander verbunden.

Tatsächlich gibt es keinen Abstand und keine Trennung zwischen den spirituellen Objekten. Und auch wenn sie uns als getrennte Körper erscheinen, kann man das Vernünftige, das in ihnen steckt, nicht getrennt von ihnen erklären. Wie? Mit welchem Messer kann man das Spirituelle abschneiden und abgetrennt lassen?

Der Sinn des Unterschiedes im Spirituellen liegt im Unterschied der Ebene, d. h. ob sich das spirituelle Objekt auf einer höheren oder niederen Ebene befindet, und auch in den Bestandteilen. Weil derjenige, der sich mit der Astronomie beschäftigt, eine andere Vernunft besitzt als die, die sich mit Naturwissenschaften beschäftigen. Sogar innerhalb einer Wissenschaft gibt es komplizierte Strukturen, wobei eine die andere übertrifft. Sogar im Rahmen einer Wissenschaft unterscheidet sich im Spirituellen ein Mensch von einem anderen. Wenn aber zwei Weise sich mit einer Wissenschaft beschäftigen und auf einem Niveau sind, im Verhältnis zum Grad ihrer Entwicklung, sind sie wirklich verbunden, denn worin sollten sie dann getrennt sein?

Und deswegen, wenn einer die Handlungen der anderen überdenkt und die Vernunft der Weisen versteht, haben sie beide die gleiche Kraft und Vernunft und sind jetzt miteinander verbunden. Uns das ähnelt einem Menschen, der auf dem Markt seinen liebsten Freund trifft, er umarmt und küsst ihn, und es ist unmöglich, die beiden infolge des großen Verbindungsgrades zwischen ihnen zu trennen.

Und deswegen gibt es eine Regel, wonach die Vernunft der „Sprechenden“ mehr dazu geeignet ist; aus der Sicht des Verhältnisses zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen, weil es ein Zwischenglied ist – er erschafft ein Funken von so einer Kraft, dass alles zurück zu Ihm kehrt. Man sagte: „Hat alles mit der Weisheit erschaffen“, d.h. alles in der Welt hat der Schöpfer mit größter Weisheit erschaffen.

Und deswegen verschmilzt derjenige, der auserwählt wurde, um zu begreifen, auf welche Art und Weise der Schöpfer die Welt und ihre Ordnung erschaffen hat, mit dem Schöpfer. Und hier liegt das Geheimnis des Ausgesprochenen, dass die Tora alle Namen des Schöpfers beinhaltet, die zum Geschöpf gehören und mit dessen Hilfe kann das Geschöpf die Vernunft, die alles schafft, begreifen.

Weil der Schöpfer in die Tora blickte, als Er die Welt erschuf. Und mithilfe des Lichtes, das durch das Geschöpf begreifbar wird, verschmilzt es mit dieser Vernunft für immer und es heißt, dass es mit dem Schöpfer verschmilzt. Daraus wird verständlich, wieso uns der Schöpfer auf das Kli seiner Kunst hingewiesen (erleuchtet) hat – damit wir die Welten erbauen, weil Er uns seine Ordnung gezeigt hat, damit wir wissen, wie wir uns an Ihn anheften können, was bedeutet – „Verschmelzen in den Eigenschaften“.



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600000 Seelen

Aus dem Buch „ Früchte der Wahrheit. Die Gespräche“

Es wurde gesagt, dass es 600000 Seelen gibt und jede Seele sich auf viele Funken geteilt hat. Wie soll man das verstehen? Das Spirituelle teilt sich nicht und es wurde ursprünglich nur eine Seele erschaffen – Adam haRishon. In Wirklichkeit gibt es nichts in der Welt außer einer einzigen Seel, wie es in „Bereshit“ gesagt wurde: „Und atmete in seine Nasenlöcher den Atem des Lebens ein“. Und dieselbe Seele befindet sich in jedem der Söhne Israels – in jedem vollkommen, als ob sie in Adam haRishon wäre. In 600000 Teile und jede Menge spirituellen Funken teilt sich die Seele mithilfe des Egoismus des Menschen. Am Anfang stößt der egoistische Körper das Licht der Seele ab und entfernt es von sich. Aber wenn es mithilfe der Kabbala der Körper korrigiert wird, fängt in dem Maß der Korrektur in ihm die gemeinsame Seele an zu leuchten.

Deswegen gibt es bezüglich der materiellen Körper zwei Zustände: Der Mensch fühlt seine eigene Seele und versteht nicht, dass diese die gemeinsame Seele für ganz Israel ist. Das ist eigentlich die große Untugend, die zur Trennung führt. In Wirklichkeit scheint ihm die gemeinsame Seele noch nicht in ihrer ganzen Kraft, sondern nur im Maß seiner Korrektur und Verbindung mit den Seelen. Und das ist das Zeichen der vollen Korrektur, wenn der Mensch fühlt, dass seine Seele sich in ganz Israel befindet. Deswegen fühlt er sich nicht mehr abgetrennt von den anderen, da sie voneinander abhängig sind. Dann wird er vollkommen, ohne jeglichen Mangel, und es scheint in ihm die Seele in voller Kraft wie in Adam HaRischon, wie gesagt wurde: „Der, in den Er den Atmen einatmete.“

Daraus ergeben sich drei Perioden des spirituellen Wachstums des Menschen: Der Funken der Seele, der entflammt oder erlischt. Darauf weist „ist erlaubt und verboten“ hin. Die einzelne Seele – wo man sich wie ein Teil der 600000 Seelen fühlt (ein Teil der gemeinsamen Seele), die für immer bei einem bleibt, aber noch nicht von seiner Untugend befreit ist. D. h. der Körper ist nicht in der Lage, die allgemeine Seele anzunehmen und fühlt sich abgetrennt, was in ihm die größten Leiden der Liebe erzeugt. Und danach nähert er sich der Vollkommenheit an, d.h. dem Geheimnis der gemeinsamen Seele, weil sein Körper (egoistisches Verlangen) sich voll korrigiert hat und nicht mehr als Maß der Beschränkung und der Abgrenzung dient und ihm erlaubt, mit dem Volk Israel zu verschmelzen. Es wurde gesagt: „und auch wenn ein Mensch zur völligen Rückkehr zum Schöpfer kommt,    kommt sofort der König Mashiach.“

Und es wird mit den Worten erklärt: „Moses allein gleicht den 600000 Seelen“. Und es ist so, als gäbe es zweimal 600000 Seelen: die Seele Moses’ und die Seele Israel? Es gibt aber in Wirklichkeit nichts außer einer eintigen Seele, wie es sich im Maß der Klärung der einzelnen Seele, die sich von ihrem Schmutz reinigt, rausstellt. Da man die Seelen nicht vorbereiten kann besteht eine Anziehung von Azilut. Denn das Geistige ist nicht teilbar, und dann „wird der Schöpfer über die ganze Welt herrschen“. Aber wenn nur eine einzelne Seele unkorrigiert bleibt, fehlt ihr das Licht aller Seelen Israels. Und auch zieht jede Seele mit ihrer Korrektur das ganze Licht der gemeinsamen Seele an, und damit erzeugt sie die Korrektur allen Seelen der Generation. Und so sind alle Seelen voneinander abhängig, wie gesagt wurde: „Wurde er würdig, dass Shechina in ihn eintrat – nur seine Generation war noch nicht dafür bereit.“ (Sanhedrin 11)

Jede Seele unternimmt Anstrengungen, nachdem sie korrigiert wurde, damit sie ihre Generation erheben kann; und sie bittet für letztere, bis sie diese bis auf ihr spirituelles Niveau erhebt. Und da verbirgt sich der Sinn des Gesagten: „Moses ist gleich 600000 Seelen.“ Weil er der Anführer für sie war, hatte er die Heiligkeit erlangt, die für die ganze damalige Generation vorausbestimmt war, und verstehe das. Und tatsächlich befindet sich in jedem einzelnen das Ganze, weil letztendlich verbinden sich alle Seelen zu Einer und kehren zu ihren spirituellen Wurzeln zurück. Und deswegen durchläuft jede einzelne Seele die gleichen hervorragenden Wunder und Abenteuer, die diese Welt innerhalb der 6000 Jahre durchgelaufen ist. Und eine gute Seele absorbiert in sich alle Eigenschaften der Heiligkeit, die vor ihr da sind und nach ihr da sein werden, die schlechte Seele aber umgekehrt.

Diese sind die Generationen, welche alle ihrem eigenen Richter und dessen Vernunft gehorchen. Diese Vernunft kommt von der Heiligkeit dieser Zeit. Deswegen ist jede Seele bereit, in sich die Seele Moses’ zu empfangen, die Seele Aarons, Shmuels, Davids und Shlomos, als ob sie die Zeiten durchliefe. Bei der Befreiung aus Ägypten und bei der Überreichung der Tora erwacht in ihm die Seele Moses’, des treuen Führers. Und in der sieben Jahren der Eroberung des Landes Israels —  die Seele des Jehoshuas Ben Nun. Und bei der Erschaffung des Tempels – die Seele des Königs Shlomo.

Es sind keine einzelnen Seelen gemeint, sondern die Gesamtheit der Seelen, weil es eine Regel gibt — dass das Spirituelle unzertrennbar ist. Und sobald der Mensch der Seele würdig wird, erlangt er die Seele Israels entsprechend seinem Platz und dem Grad der Korrektur. Und wenn dieses Wunder geschieht, erlangt er das ganze Licht der Enthüllung der Seele und deswegen wird er nach dem Namen des Entdeckers dieser Enthüllung genannt. Es wurde gesagt: „Ganz Israel – das sind die Söhne des Königs.“ Und „jeder aus Israel ist würdig, das Königreich zu erben“ (Jerusalem Talmud). Und darin ist das größte Geheimnis verborgen.

Denn in allen vorherigen Generationen wurde erst die Vorbereitung für das Königreich durchgeführt, weil besondere Kelim gebraucht wurden, damit sie in sich ihre Richter einschließen könnten – solche wie die Seele Moses’, Shmuels und der anderen.  Aber das Erreichen des Endziels ist von dem ganzen Volk Israel abhängig. Weil solange das winzigste Teilchen von dem kleinstem Funken fehlt, kann sich die endgültige Absicht nicht offenbaren. Und deswegen ist jeder aus dem Volk Israel des Königreiches würdig, weil aus dieser wahrhaften Sicht alle gleich sind und es keine besondere Kelim für das Erlangen der Vollkommenheit gibt, sondern jeder, der sich korrigiert und seine Seele reinigt, wird würdig, Malchut (das Königreich des Schöpfers) der Welt zu enthüllen und König David heißen. Und darüber wurde gesagt: „David, der König Israels – lebt und existiert!“ weil er nicht gestorben ist und sein Kli sich in jeder Seele Israels befindet. Wogegen die Seele Moses’ nur in den Kabbalisten der Generation existiert und auch in den Propheten und in den Hohepriester. Und deswegen wurde es gesagt: „Jeder aus Israel ist würdig, das Königreich des Königs zu erben“ und nimmt die Schulden von vielen Menschen.

„Und es vermehrt sich die Dreistigkeit vor dem Kommen Mashiachs“ und „es werden sich die Menschen gegenseitig unterdrücken —  und jeder seinen Nächsten, und es wird sich der Jungspund frech zum Greis benehmen und der Widerling zum ehrenwerten Menschen.“ (Prophet Ieshajagu). D.h. dass der Jungspund und der Widerling werden tapfer kämpfen in ihren Seelen, mit dem Ziel „Sein Reich über die Welt zu erschaffen“, als wären sie die Weisen und ehrenwerte Menschen der Generation. Der Widerling ist derjenige, der die niedrige und kleinste Seele entsprechend seiner Wurzel besitzt. Wenn er aber sein Herz zum Geben wendet und seine Taten auf würdige Weise korrigiert, zieht er zur seiner Seele die ganze Seele des heiligen Volkes, mit allen den Wundern, die das Volk bis zu heutigem Tag erlangt hat, weil all das nicht mehr als die Vorbereitung zum Erlangen dieser Vollkommenheit war.

Und deswegen ist die einzelne Seele verpflichtet, alles zu erfahren und ihre Welt zu erlangen und mithilfe der Kraft dieser Generation Keter von Malchut anzuziehen – die Krone des Königreiches des Schöpfers, in der sich alles verbirgt. Wie gesagt wurde: „Alles ist nötig, damit man der Sünde gegenübersteht, und diese Pflicht liegt auf jeder einzelnen Seele“. (Talmud, Bracht) Und darüber wurde gesagt: “Und wenn ein Mensch sich der völligem Rückkehr zum Schöpfer nähert, kommt sofort der König Maschiach.“ Das bedeutet, dass wenn ein Mensch in der Generation die gemeinsame Seele erreicht hat, kann er die ganze Generation korrigieren. Weil jeder, der sein Pflicht erfüllt hat, das Vergehen der Generation aufhebt und sein Gebet vermehren kann, bis er die Befreiung für die ganze Generation erlangt.

Anders war es aber in allen anderen Befreiungen, die nur als Vorbereitung dienten und sich nicht auf jede einzelne Seele bezogen. Z.B. das Schenken der Tora bezog sich genau auf die Generation der Wüste und ihres Führers Moses, und alle andere Generationen, die reiner sein könnten, haben dieses Licht nicht angezogen wie kein anderer Mensch außer Moses, weil eine von dem anderen abhängig ist. Aber die Kraft des Mashiachs ist für jede Generation bereit und deswegen ist sie auch für jede einzelne Seele vorbereitet, damit sie das Licht des Mashiachs anziehen kann und dazu ist jeder verpflichtet. Und der Sinn der Sache liegt darin, dass das Licht des Mashiachs zu der allgemeinen Korrektur gehört und für ihn sind alle Kelim gleich, weil sie sich nur in ihren Kelim ChaBaD unterscheiden (Chochma, Bina, Daat), ihrem Grad.



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Der Krieg gegen den Terror wird nicht mit Waffen gewonnen


Der Krieg gegen den Terror wird nicht mit Waffen gewonnen, sondern mit dem Geist.

Das Problem

Acht Männer reichen, um eine starke, stolze Nation in die Knie zu zwingen. Keine Armee oder Polizei der Welt kann die Sicherheit der Bürger garantieren, wenn entschlossene, gehirngewaschene Radikalsten am Werk sind, deren einziges Ziel es ist, so viele Nicht-Muslime wie möglich zu ermorden, bevor sie selbst sterben. Jetzt, wo zahllose Flüchtlinge nach Europa strömen, wird klar, dass das Europa, so wie wir es kennen, Vergangenheit ist.

Der Islamismus kämpft nicht mit Gewehren und Kanonen. Man kann die militärische Schlagkraft beispielsweise des IS wirklich nicht mit der Militärmacht der westlichen Welt wie der NATO, USA oder Russland vergleichen. Doch der IS macht sich breit, wo auch immer er seinen Fuß hinsetzt, denn heute werden Kriege nicht mit Waffen gewonnen, sondern mit Geist und mit einer Ideologie, die zu diesem Geist passt.

Die Ideologie des radikalen Islam ist sehr einfach: Entweder konvertieren und einer von ihnen werden oder sterben. Die Islamisten haben keine Angst vor dem Tod, denn sie glauben, ein Shahid zu werden (ein Mensch, der während der Verbreitung oder zum Schutz des Islam stirbt), welcher mit ewigem Glück im Himmel belohnt wird. Im schmerzvoll leeren post-modernen Europa, das mehr auf den Euro als auf die Europäer setzt, kann so eine scheinbar einfach strukturierte Idee großen Einfluss haben, denn sie verleiht dem Leben eine Bedeutung und die Gewissheit auf ewige Glückseligkeit.

Die Lösung

Um den Krieg gegen jeglichen Radikalismus, nicht nur gegen den islamistischen Fundamentalismus zu gewinnen, muss sich der Westen seinerseits bemühen, dem Leben eine Bedeutung zu verleihen. Der Verlust des Lebenssinns treibt Millionen Jugendliche zu Extremen, sei es religiöser Fundamentalismus, Rechtsextremismus, Depression oder Selbstmord.

Momentan pflegt der Westen die „der Gewinner kriegt alles“ Strategie. Jene, die sich über alle anderen erhoben haben, werden zu Vorbildern, egal wie viel Leichen in ihren Kellern vergraben sind. Egal wie viele Menschen ihrer Ruhm- und Gewinnsucht zum Opfer gefallen sind. Wir müssen dieses Paradigma in Richtung eines anderen ändern, das Menschen eher umarmt als eliminiert.

Die Welt ist bereits untrennbar miteinander verbunden und einer ist vom anderen abhängig, daher müssen wir nur lernen, wie wir diese Integration schaffen und wie wir davon profitieren können. Wir sind bereits eine „Einheit“ auf buchstäblich jedem Niveau – sozial, wirtschaftlich und emotionell – doch wir verhalten uns noch immer so, als wären wir es nicht. Wir verfolgen eine selbstzentrierte Haltung und benehmen uns geradewegs wie ein Krebsgeschwür, das sich gegen seinen Wirtsorganismus stellt, bis er letztendlich zusammen mit diesem untergeht.

Die Lösung für unser Wehklagen liegt nicht im Kampf gegen den Terror. Ja, als erste Maßnahme vielleicht. Doch zum Frieden gelangen wir nur, wenn wir die Einheit über unsere Differenzen stellen. Einheit und Verbindung zwischen den Menschen triggern gute Gefühle, denn sie fördern das prosoziale Element in uns. So wie Entfremdung und Argwohn das selbstzentrierte Element in uns fördern, setzt das entgegengesetzte Element prosoziale Gefühle in uns frei, auch wenn diese zunächst „gespielt“ sind. Dies wiederum stärkt unsere Verbindung und unser Streben nach noch mehr Verbindung.

Verbindung ist die Basis jeglichen Lebens. Wir würden gar nicht existieren, gäbe es keine Verbindung zwischen unseren Zellen und Organen. Unser Planet wäre nie zu einem Ort des Lebens geworden, hätten sich nicht alle Teilchen zu einem globalen Ökosystem verbunden. Die Menschheit wird nicht überleben, wenn sie nicht endlich Verbindung über Trennung stellt. Die Verbindung gibt dem Leben Bedeutung, denn sie erweitert buchstäblich unsere Sinne.

Wenn wir Verbindung schätzen, winkt uns eine breitere Perspektive als Lohn. Eine Perspektive, die das Wohlergehen und den Wohlstand der ganzen Menschheit im Auge hat. Unter diesen Umständen wird auch die Freiheit grenzenlos, denn die Menschen setzen dann ihre einzigartigen Fähigkeiten und Talente für das Allgemeinwohl ein und tun sich und dem Rest der Welt Gutes damit. Man stelle sich eine Welt vor, wo jeder Mensch so agiert und die Vorteile eines solchen Arrangements versteht.

Wahre Einheit und Verbindung erfordern nicht, dass alle Menschen gleichgemacht werden, sondern dass jeder seine Einzigartigkeit zeigt und sich damit gleichzeitig um das Wohlergehen seiner Nächsten kümmert. Menschen, die in einer Umgebung leben, die ihr einzigartiges Potential erkennt und fördert, werden niemals unglücklich sein oder nach extremen Lösungen suchen. Denn in solch einer Wirklichkeit werden sie respektiert und für ihren Beitrag zur Gesellschaft gelobt.

Um also den spirituellen Krieg gegen jeglichen Fundamentalismus zu gewinnen, sollten wir den Geist der Einheit und Verbindung über unsere Unterschiedlichkeiten stellen und zur Einzigartigkeit ermutigen, damit wir alle davon profitieren.

The Jerusalem Post, 15.11.2015



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Auf der Spur der Pariser Tragödie: Freiheit und Erlaubnis

Frage: Nach dem verheerendem Terrorakt in Paris, der 129 Leben gekostet hat, reden viele über einen Dritten Weltkrieg…

Antwort: Es ist noch kein Dritter Weltkrieg, denn dieser wäre ein Atomkrieg und würde die Welt zerstören. Ich will diese Tragödie keinesfalls klein machen, eine Tragödie, die Frankreich und die ganze Welt betrifft. Zu unserem Bedauern werden diese Terrorakte schon zu alltäglichen Geschehnissen. Vor einer Woche wurde ein russisches Flugzeug mit mehr als 200 Menschen zerstört. Das ist zwar noch kein Weltkrieg, aber es sind erste Symptome. Wenn wir so weitermachen, werden wir in einer Katastrophe enden.

Frage: Frankreich ist die Mutter der demokratischen Begriffe wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – die Schlagworte der französischen Revolution. Wie ist es möglich, dass sich genau hier die dunklen Kräfte des Bösen enthüllen?

Antwort: Seit der französischen Revolution wurde die Demokratie derart „zurechtgebogen“, dass die Freiheit als Erlaubnis für alles und jedes verstanden wird. Das ist aber nicht gut. Alles soll in Balance bleiben, weil unsere Welt auf dem Gleichgewicht zweier Kräfte basiert – Licht und Dunkelheit, Plus und Minus, Kalt und Warm. Die ganze Natur besteht aus dem Zusammenspiel dieser beiden Gegensätze. Eine grenzenlose Freiheit kann zu verheerenden Folgen führen, die schlimmer als Sklaverei und Diktatur sind.

Solange die Menschheit keine Freiheit hatte, war klar, wie schrecklich die Sklaverei war. Aber es ist sehr schwer, denjenigen die Stirn zu bieten, die das Böse zulassen und es mit der Fahne der Freiheit und Demokratie verhüllen. Deswegen muss selbst die Freiheit richtig proportioniert werden.

Wir sehen, dass Frankreich innerhalb der letzten Jahrzehnte zu einem Asyl für Migranten aus Afrika und dem Nahen Osten wurde. Es ist nichts von dem Frankreich der Europäer übrig geblieben, das durch seine klassische Literatur und Kultur berühmt wurde. Man erinnert sich nur mehr vage daran.

Die früheren Schlagworte „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ sind zu schönen Worten mutiert, die nirgendwo realisiert werden. Es ist ja auch praktisch unmöglich, sie zu realisieren. Wir sollten realistisch bleiben. Es gibt die Demokratie, die wir schönreden und es gibt die bittere Realität, in der wir leben und die in der die Demokratie nicht mehr existiert.

Wir sollten Traumwelt und Realität trennen. Bei allem Respekt vor Frankreich, das als erstes Land die Welt zur Demokratie, Bildung und Kultur geführt hatte, muss man doch bedenken, dass damals die Zeit dafür gerade reif war und es nun Vergangenheit ist. Die Periode der Renaissance ist zu Ende.

Heute, nach 150 Jahren befinden wir uns in einer anderen Periode. In unserer Zeit herrschen Terror und Macht. Frankreich wurde statt Blau-Weiß-Rot zu Grün, und das beeinflusst sein öffentliches Leben. Man kann nicht mehr vom französischen Frankreich sprechen, wenn 10% seiner Bevölkerung Muslime sind.

Der Präsident von Frankreich stellt nicht Frankreich dar, sondern die Kraft, die es antreibt. Deswegen ist Frankreich in zwei Teile zersplittert. Die rechtsradikalen Anhänger Le Pens wollen das Land zum vorherigem Zustand zurückführen. Und obwohl es fast Faschisten sind, erscheinen sie den Franzosen nicht so schlimm und extrem wie der Terror, der in Frankreich herrscht. Die Franzosen sehen offenbar keine andere Wahl mehr als sich der rechten Linie anzuschließen.

Aus dem Radio-Programm 103FM, 15.11.2015

[170049]

 

 

 



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Antwort auf Terror: Bildung ist keine Utopie

Frage: Wie wollt ihr das Volk verbinden, wenn 40% der Bevölkerung Israels an die Ankunft des Maschiach glaubt, 40% glaubt, dass es möglich ist, mit dem Iran, dem Islamischen Staat und Palästina Frieden zu schließen und 20% davon träumt, sich ins Meer zu stürzen. Es ist eine Utopie, dass es zu einer Einheit kommen kann!

Antwort: Es ist klar, dass man bei so einer Zersplitterung, die nicht nur innerhalb des Volkes existiert, sondern auch in jedem Mensch, nur schwer zu einer Verbindung gelangt. Und daher halten wir uns an „die Liebe deckt alle Sünden zu“ – das wird die Basis der neuen Bildung.

Wir nehmen die Menschen so wie sie sind, ohne sie zu nötigen oder zu verändern. Und nur durch unsere gute Aufklärung werden sie verstehen, dass uns die Verbindung wichtig ist und sie alle Unterschiede wettmacht. Es ist sehr gut, dass das Volk Israel keine graue Masse ist, sondern es viele Richtungen und Meinungen gibt.

Das Volk kocht vor Hass, Abneigung und Bosheit und wir sollten diesen Umstand nicht verdrängen wie andere Methoden es tun. Wir sollen lernen, wie wir trotz unserer Unterschiede eine feste, gegenseitige liebevolle Verbindung bilden. Trotz deines Hasses zu allen Menschen, die dich umgeben, muss du sie lieben. Wir sollen lernen, uns zu verbinden und unseren Hass in Liebe zu verwandeln: die Liebe zu anderen, zum Schöpfer und zu sich selbst.

In dieser Weise verbinden wir zwei Welten: Wir hassen alles, was nicht zu unserem „ich“ gehört, und sind deswegen verpflichtet, uns mit dem, was uns entgegengesetzt ist, zu verbinden. Es ist unmöglich, alle nach deinem Geschmack zu verändern, damit es dir leicht fällt, dich mit ihnen zu verbinden. Du solltest die anderen nicht dafür lieben, dass die dir ähnlich sind, sondern dafür, dass ihr das gleiche Ziel habt: ein Volk, das eine Lösung für das gemeinsame Leben findet.

Wie soll man so eine Verbindung „jenseits des Egoismus“ erreichen? Dafür gibt es die Methode der Kreise, in welchen wir eine besondere Kraft generieren, die nicht in jedem einzelnen existiert. Wenn wir uns entsprechend den Regeln verbinden, die die Kabbalisten erstellt haben, generieren wir unter uns die Kraft der Einheit jenseits aller Unterschiede. Diese Kraft hilft uns, den Zustand „die Liebe deckt alle Sünden zu“ zu erreichen.

 

 

Aus dem Unterricht 5.11.2015 [#169404]



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