Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Der Schöpfer erhört das Gebet aller Menschen

Frage: Was bedeutet: „Der Schöpfer hört das Gebet aller?

Antwort: Der Schöpfer ist das höhere System, das System von Bina, genannt Elokim. Dieses System hört alle unsere Bitten, da wir dessen Folge sind; wir leben innerhalb von Bina – nicht auf diesem Niveau, aber innerhalb davon – wir werden darin geboren, werden dort beschützt und unsere Existenz wird dort unterstützt. Wir erhalten dadurch das Verlangen genauso zu werden. Dieses System ist vollkommend gebend, wir alle sind die Empfänger. Wir sind so geschaffen worden. Bina hat uns zur Welt gebracht, kümmert sich um uns und so erlangen wir nach und nach einen Zustand, in dem wir feststellen, dass wir ihr entgegengesetzt sind. Uns ist es egal, dass wir dem entgegengesetzt sind; wir erkennen es nicht einmal, aber in uns erwacht das Streben, diese Stufe von Bina zu erreichen.

Diese Sehnsucht wird der Punkt im Herzen genannt. Dieser Punkt erweckt uns, da die Stufe von Bina immer an uns arbeitet. Dies geschieht so lange, bis wir uns ihr zuwenden und ihr näher kommen wollen. Plötzlich fühlen wir die Wichtigkeit. Wir trachten danach, als wollten wir nach hause zurückkehren, um unseren Ursprung zu erreichen.

Nach was streben wir? Nach der Wurzel unseres Lebens, nach dem Ort an dem es entsteht. Nach unserer Quelle, um Antworten auf unsere Fragen zu bekommen, wie: „Woher komme ich? Warum existiere ich? Für welches Ziel?“ Die Wurzel beinhaltet alles. Wir wissen nichts über unsere Zukunft, aber die Wurzel existiert zweifellos. Aus diesem Grund streben wir zu Bina und von dort erhalten wir einen Funken. Dieser Funke verbindet uns mit der Stufe Bina. Unser Wille zu empfangen, welcher von Bina geboren wurde, befindet sich vollständig auf der Stufe von Malchut.

Wir existieren in einer inneren Empfindung zwischen zwei Welten: zwischen der Stufe von Bina, der höheren Welt und der Stufe von Malchut, der niederen Welt. Dies ist bereits in uns enthalten. Es ist unsere Aufgabe, diesen Funken zu respektieren, ihn zu erwecken und wachsen zu lassen. Das ist es, was wir mit Hilfe der Gruppe machen.

 

Vom dritten Teil des täglichen Morgenunterrichts 5.12.17 “Arbeiten mit Störungen“

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Übergang in die Höhere Welt

Das Hauptgesetz der Tora lautet: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Und alle anderen Regeln, Gesetze und Bedingungen sollen darauf ausgerichtet werden, alle Menschen in ein gemeinsames System zu verwandeln, das „Adam“ genannt wird.
Als Folge der so genannten „Sünden des Baumes der Erkenntnis“ ist dieses System in viele kleine Teilchen – Wünsche aufgespaltet worden, von denen jeder in jedem Menschen existiert, und so wandern diese Wünsche von Körper zu Körper, von Organismus zu Organismus.
Von nun an müssen wir diese zerbrochenen Teile allmählich untereinander vereinigen, bis sie so eng miteinander verbunden sind, dass sie einen einzigen Wunsch darstellen.

Frage: In der Tora steht geschrieben, dass die Bedingung, sie zu empfangen, darin besteht, wie ein Mensch mit einem Herzen zu werden. Das Herz ist ein Wunsch. Und was bedeutet „wie ein Mensch“? Immerhin ist jeder noch individuell.

Meine Antwort: Hier gibt es keine Individualität. Das sollte sich durch die Tatsache manifestieren, dass ich vom Standpunkt meiner Individualität aus wie alle anderen zum selben Ziel gehe.
Wir sind alle verschieden, aber wir gehen zum selben Ziel – zur Einheit. In der Verbindung zwischen uns, selbst wenn es nur zehn Menschen sind, finden wir den Übergang in die nächste Welt.

 

Aus dem Unterricht in russisch, 08.10.2017

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Wie erhebt man sich über die Zeit?

Frage: Wie erhebt man sich über die Zeit?

Meine Antwort: Um sich über die Zeit zu erheben, musst du dir sagen, dass es keinen nächsten Moment für dich gibt, alles geschieht in diesem Augenblick. Und so lebe weiter, nur im Augenblick. Du kannst nicht in den nächsten Augenblick übergehen, sondern du beginnst und endest in diesem Augenblick, als ob das Leben wirklich enden würde.

Dann nimmst du plötzlich wahr, dass dieser Augenblick beginnt sich auszudehnen und in ihm befinden sich eine gewaltige Anzahl von Handlungen, Gedanken und Taten, aber die Zeit an sich verschwindet, weil die Zeit nicht existiert. Das ist unsere subjektive Wahrnehmung.

Frage: Was ist dann die Zukunft?

Meine Antwort: Die Zukunft hat mit der Zeit nichts zu tun. Die Zukunft ist das, was nach der Handlung, die ich jetzt unternehme, geschieht. Die Rede ist von einer anderen Dimension, in der es keine Zeitachse gibt. Die Zeitachse geht davon aus, dass unabhängig davon, ob ich existiere oder nicht, etwas unternehme oder nicht, die Zeit von alleine fließt, unabhängig von mir.

Aber die Wissenschaft der Kabbala besagt, dass dem nicht so ist. So eine Einstellung zum Leben solltest du aufgeben und entscheiden, dass nur du deine Zustände bestimmst. Wenn du sie aber nicht bestimmst, steht die Zeit still, nichts passiert von einem Augenblick zum nächsten von alleine. Von einem Augenblick spricht man, wenn du in diesem Moment etwas getan hast, und so weiter, in jedem weiteren Augenblick.

Wir leben in einer Welt, die nach der Wissenschaft der Kabbala als eine erfundene oder erdachte Welt bezeichnet wird. Die Hauptlüge, in der wir leben, ist die, dass wir innerhalb der Zeit existieren.

Deswegen hat Einstein wirklich eine Revolution in Gang gesetzt, indem er gesagt hat, dass die Zeit ein rein subjektiver Begriff ist und dass sie nichts Absolutes enthält, was mit dem Menschen oder ohne ihn fließen würde. Die Zeit ist eine innere Empfindung des Menschen. Wenn wir über unseren Egoismus aufsteigen, dann gibt es keine Zeit.

 

Aus einem Gespräch über die Zeit

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Das Seminar: Man spricht nicht über seine Gefühle

Frage: Wieso darf ich während des Seminars nicht über meine Gefühle reden? Heißt das, dass ich sie verbergen soll?

Meine Antwort: Du musst sie nicht verbergen. Es ist einfach so, dass deine egoistischen Gefühle keinen interessieren; mit ihrer Hilfe kannst du uns nicht korrigieren, du kannst uns nicht erheben.

Wenn du wie aus einem Buch sprichst, mit gebrochenen Phrasen, wirst du die Freunde wenig begeistern können, weil alle wissen, dass du das auswendig gelernt hast. Es ist auch nicht empfehlenswert von ganzem Herzen zu sprechen, denn wenn wir alle (die Egoisten) das empfinden werden, was du empfindest, können wir dir damit schaden.

Gewöhnlich sprechen die Kabbalisten über die allgemeine Erhebung, über die Erhabenheit des Schöpfers, mit eigenen Worten. Im Prinzip aber ist es am besten über die Gruppe zu sprechen: Wie besonders dieses System ist, wie wir mit seiner Hilfe die Verschmelzung mit dem Schöpfer erreichen und die ganze Welt zu einem neuem Zustand bringen, den sie auch braucht.

 

Aus dem russischen Unterricht 

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Verbindung ohne Grenzen

Frage: Gibt es irgendwelche Grenzen, wenn wir behaupten, dass die Verbindung über allem steht?

Antwort: In der Verbindung gibt es keine Grenzen. Es kann auch keine Grenzen geben, denn sobald wir sie scheinbar erreichen, entstehen neue Störungen und so müssen wir uns wieder neuen Grenzen zuwenden. Das ist der Aufstieg auf den 125 Stufen.

Wir offenbaren in der Verbindung, die wir erreicht haben, den Schöpfer, d.h. die allgemeine Kraft, welche zwei entgegengesetzte Kräfte in Harmonie in sich vereint – positive und negative, die Kraft des Lichtes und die Kraft des Verlangens, Plus und Minus, Dunkelheit und Licht.

Und was wird zwischen Licht und Schatten passieren? Was verbindet sie miteinander, wie plus und minus bei einem kurzgeschlossenen Motor oder einem anderen Widerstand?

Dieser Widerstand ist unsere Anstrengung, die wir investieren, um alle Plus- und Minuspunkte, alle positiven und negativen Naturphänomene harmonisch miteinander zu verbinden, so dass sie uns nicht als Gegensätze erscheinen.

Wenn wir so versuchen sie miteinander zu verbinden, korrigieren wir uns selbst. Wir stehen zwischen positiven und negativen Kräften, dort verbinden wir uns mit dem Schöpfer und erreichen die Vereinigung mit ihm. Der Schöpfer ist die Harmonie aller Kräfte der Natur (einschließlich uns), d.h. einem Menschen, der diese Harmonie in sich selbst erschafft.

 

Aus dem Kongress in Vilnius „Vom Chaos zur Harmonie“, erster Tag 3.11.17, Lektion 1

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Gibt es Beweise für ein spirituelles Verständnis?

Frage: Haben Sie irgend einen Beweis für Ihr Verständnis oder das Verständnis Ihrer Schüler?

Meine Antwort: Und wer kann versichern, dass der Kabbalist etwas weiß oder nicht? Nur wenn Du den Unterricht besuchst, kannst du bestimmen, ob der Lehrer versteht, was er lehrt.

Frage: Gibt es äußere Zeichen, durch die man feststellen kann, ob eine Person die Kabbala versteht oder nicht?

Meine Antwort: Keine! Baal HaSulam vermerkt nur indirekte Zeichen: Ein anerkannter Lehrer lehrt anhand echter Quellen und bindet die Schüler nicht an sich. Anders kann es nicht sein.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 24.09.2017

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Zu wem sollte man beten?

Frage vom Facebook: Sie sagen, dass es keinen Gott gibt. Wenn Er nicht existiert, zu wem und wofür beten die Menschen?

Meine Antwort: Es handelt sich darum, dass ein Gott, welchen wir uns vorstellen und zeichnen können, nicht existiert.

Gott ist die Kraft des Gebens und der Liebe, die um uns herum existiert. Wir nehmen sie aber nicht wahr. Wir müssen sie in uns offenbaren in dem Maße der Übereinstimmung der Eigenschaften. Dann wird Gott für uns existieren.

Frage: Was ist für Sie das Gebet?

Meine Antwort: Das Gebet ist die Bitte an den Schöpfer, damit Er dich ändern und dich Ihm ähnlich machen soll, also zu einem Liebenden und Gebenden.

 

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit M. Laitman“

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Wie wird man zum Messias?

Frage auf Facebook: Sie behaupten, dass der Messias eine Kraft ist, und diese kann nicht zu einer Person werden.

Meine Antwort: Der Messias ist eine Kraft, die uns aus dem Egoismus in die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zieht.
Ein Mensch, der mit ihrer Hilfe die Eigenschaft des Gebens und der Liebe erlangt, erfährt eine absolute Korrektur bei sich selbst. Daher kann er, wenn er diese Stufe erreicht hat, auch Messias genannt werden.

Frage: Zu gegebener Zeit wurden die großen Kabbalisten, wie z.B. Ari so genannt?

Meine Antwort: Ja. Das heißt, er ist ein Mensch, der die Kräfte hat, die ihm helfen, sich vollständig zu korrigieren. Aber das bedeutet nicht, dass er dabei die anderen korrigieren kann, denn der freie Wille bleibt, und jeder muss das selbst tun.

Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit  Michael Laitman“, 23.11.2017

 

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Was wäre, wenn die Welt an Wert verliert?

Frage: Was ist, wenn die Welt an Wert verliert? Ich sehe um mich herum ein unnützes Getue.

Meine Antwort: Du musst dem Schöpfer danken, dass er dir gezeigt hat, dass unsere Welt keinen Wert hat. Die Welt war schon so, und jetzt wurde es dir vor Augen geführt. Du hast das herausgefunden. Also sag Danke.

Frage: Was passiert mit einer Person, wenn sie ein solches Gefühl hat?

Meine Antwort: Sie versteht, dass es sich nicht lohnt, für unsere Welt zu leben.
Aber da ist die Höhere Welt, für die es sich zu leben lohnt. Und das du kannst entdecken, es heute verstehen!

 

Aus dem russischen Unterricht , 09.03.2017

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Rambam über die Gesundheit

Bemerkung: Der große Arzt und Kabbalist schrieb: „Sich um seine Gesundheit zu kümmern, ist ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg zum Schöpfer, denn wenn man krank ist, kann man nur schwer etwas verstehen und erreichen. Ein Mensch sollte sich von allem distanzieren, was für den Körper schädlich ist, und sich an das was für ihn gesund ist und sein Wohlbefinden aufbaut, gewöhnen.

Mein Kommentar: Rambams Worte können sowohl auf der spirituellen als auch auf der physischen Ebene interpretiert werden, beides ist richtig.

Er war ein großer Heiler, denn alles was von ihm geschrieben wurde, stammt von spirituellen Erkenntnissen. Seine medizinischen Traktate und Zeichnungen sind noch erhalten; sie zeigen, wie der Schädel, das Gehirn und Bereiche unseres Körpers, über die wir heute noch wenig wissen, behandelt werden. Man kann viel aus seinen Schriften gewinnen. Ich würde den Ärzten raten, von ihnen zu lernen.

Frage: Wäre es möglich, dass jemand ohne Unterricht, ohne Lehrer etwas aus Rambams Büchern versteht? Er schreibt über spirituelle Zustände.

Antwort: Relativ, ja. Bis heute überlebte ein Buch, es heißt `Rambams Rezepte´. Wer würde es benutzen? Es steht darin geschrieben, dass man eine Baumart nehmen, mit etwas anderem mischen und auf eine bestimmte Art benutzen soll usw. Heute gibt es Amateure, die sich damit beschäftigen, generell bevorzugen die Menschen eine Pille und sind dann damit fertig. Niemand wird nach verschiedenen Wurzeln, Zweigen oder Mineralien suchen.

Frage: Stimmt es, dass während einer Mahlzeit alle fünf Sinne eines Menschen angesprochen werden sollten? Also sollte es Musik und Aromen geben?

Antwort: In der Vergangenheit wurde es so gemacht. Ein normales Essen wurde mit Musik und Düften begleitet, während man die richtige Position einnahm, sich nach links lehnte usw. All das wurde durch unsere Physiologie unterstützt.

Rambam schrieb: „ Jedes Mal wenn ein Mensch isst, sollte er sitzen oder auf seiner linken Seite gelehnt liegen. Man sollte nicht gehen, reiten, arbeiten, heftige Bewegungen ausführen oder schlendern, bis das Essen verdaut ist.“

Anmerkung: Es ist schwer vorstellbar, so zu essen.

Mein Kommentar: Heute greifen wir allerdings auf der Straße nach einem Hamburger, atmen ein paar Abgase ein oder trinken eine Flasche Soda, die 20 Teelöffel Zucker pro 200 Gramm Wasser enthält und halten das für normal.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 20.8.17

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