Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Im gemeinsamen Netzwerk der Verbindungen

In der Weisheit der Kabbala wird studiert und dann offenbart, dass die gesamte Schöpfung, alles, was in unserer Welt und in der Welt der Kräfte um uns herum existiert, die wir spirituelle Welt nennen, nur ein gemeinsames Netzwerk von Verbindungen ist.

Dieses gemeinsame, sich gegenseitig unterstützende, sich ergänzende Netzwerk von Verbindungen wird die Seele genannt. Wir sprechen nur darüber: wie wir es zwischen uns offenbaren, wie wir es vergrößern, wie wir es mit unserem Verstand und unseren Gefühlen betreten und wie wir es kontrollieren können. All dies ist die Erlangung der Seele.

Indem wir diese Verbindung enthüllen, beginnen wir, die Kraft der Selbsthingabe und Liebe zu entdecken, die man den Schöpfer nennt. Das ist im Prinzip alles, womit sich die Weisheit der Kabbala beschäftigt, und im Allgemeinen alles, was ein Mensch tun kann: während seines Lebens in dieser Welt den Schöpfer zu erlangen, die Seele zu erlangen, d.h. das Netzwerk der Kräfte, in dem wir alle existieren und durch das wir vollständig miteinander verbunden sind.

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Aus KabTV „Spirituelle Zustände“ 17.12.2018

Es werde Licht!


Jeder Mensch ist wie ein die Sonne reflektierender Spiegel.

Ein Lichtstrahl steigt hinab, die Reflexionen einer Seele, und zieht sich in den Raum zurück.

Die Menschheit, die Zivilisation von Egoisten, ist wie eine große Ansammlung von Spiegeln, das Licht in verschiedene Richtungen reflektierend, ein Meer das chaotisches Licht erzeugt.

Mische diese reflektierenden Lichtstrahlen als wären sie Segmente eines riesigen Parabolspiegels, was bekommst du? Zuerst sieht es aus, als ob alle Strahlen unterschiedlich ausgerichtet sind, aber als ein Ganzes, streben die Lichtstrahlen ein gemeinsames Licht in einem gemeinsamen Zentrum an. Ihr korrekter Zusammenschluss entzündet eine kritische Temperatur, bringt eine neue Substanz hervor – Plasma – und explodiert in Flammen. Und auf diese Weise wird das Licht jedes Menschen im Feuer der Liebe unter den Freunden erweckt. Sie vereinigen sich miteinander, zusammen mit ihrer Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel, eine neue Stufe hervorbringend die unvorstellbar und unerreichbar ist, unser gemeinsames Bewusstsein benutzend: Hingabe zum Schöpfer, ein Aufstieg auf die Stufe des Schöpfers. Solch eine Stufe ist unvorstellbar, ehe man sie erreicht, weil sie erst dann geschaffen wird, wenn sich alle vereinigen.

Der Legende nach setzte Archimedes feindliche Schiffe in Brand, in dem er polierter Bronzespiegel auf sie richtete. Seine Zeitgenossen waren so erstaunt über dieses Phänomen, dass auch heute, tausende Jahre später, die Menschen noch darüber sprechen.

Kabbala Akademie

Zwei Stufen der Auslegung der Tora

Frage: Macht es Sinn, dass die Bedeutung des hebräischen Wortes „evel“ sowohl in eine Richtung („das Geben“) und in die andere Richtung („Eitelkeit“) geht?

Antwort: Natürlich! Denn so entfaltet sich unser Egoismus. Dieser Begriff ist falsch übersetzt und zwar egoistisch. Jedes Wort hat zwei Bedeutungen, bezogen auf die spirituelle und auf der materiellen Ebene.

Da wir uns auf der materiellen Stufe befinden, interpretieren wir alles, da wir es mit unseren irdischen Augen betrachten, für uns selbst und deshalb haben alle Worte nur eine irdische Bedeutung. Wenn man es von der Stufe des höheren Lichts, von der Stufe des Schöpfers ansieht, dann bekommt das alles eine ganz andere Bedeutung.

Daher kann jedes Wort in jede beliebige Richtung gedreht werden. Sowohl die Tora als auch die Schriften der Propheten und die Heilige Schrift, alle drei Bücher sind so geschrieben, dass deren Verständnis von der Stufe der Person abhängt, die sie liest. Für den einen sind es nur Geschichten, die alle möglichen materiellen Handlungen des damaligen Volkes beschreiben, für den anderen sind es spirituelle Handlungen, die in den Seelen stattfinden und nicht unter den irdischen Menschen. Sie beziehen sich auf die Eigenschaft des Gebens und der Liebe und nicht in Kämpfen und Kriegen.

Wenn man die Tora liest, scheint es einem, dass es einen ewigen Kampf zwischen dem auserwählten Volk und dem Schöpfer gibt, endlose Kriege und Frustrationen, da man die Geschichte in seinen irdischen egoistischen Eigenschaften wahrnimmt.

Wenn man diese Eigenschaften verändert, wird man alles ganz automatisch anders verstehen. Man fängt plötzlich an zu verstehen, dass es darum geht, wie wir uns verbinden müssen. Wenn wir uns verbinden, werden wir mit dem Wissen des Schöpfers, mit dem Gefühl des ewigen, vollkommenen Lebens erfüllt sein.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Sohar“ Nr.12

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Verschmelzen mit der Unendlichkeit

Frage. Gibt es einen Unterschied zwischen „ Ich“ und  „mein Bewusstsein“?

Antwort: Es hängt von Ihnen ab. Womit identifizieren Sie sich? Identifizieren Sie sich mit einem Teil des höheren Bewusstseins oder nur mit dem, was Sie in Ihrem vergänglichen Körper spüren? Identifizieren Sie sich als Teil eines „Organismus“, z. B. einer Gruppe? Das hängt von Ihrer Einstellung zu sich selbst ab.

Wie sonst? Wer kann Ihnen eine solche universelle Definition geben? Selbst wenn die Kabbala das sagt, bedeutet das noch nichts. Es kommt darauf an, wie Sie sich selbst definieren.

In der Tat, Sie sind das höchste Bewusstsein. Mehr noch, Sie sind nicht nur ein Teilchen in diesem Bewusstsein, denn indem Sie es offenbaren, erreichen Sie die Verschmelzung mit dem gesamten Bewusstsein – nennen Sie es den Schöpfer. Dies ist Ihr höchstes Verständnis, das mit ihm verschmilzt.

Frage: Und was ist die Individualität?

Antwort: Indem Sie damit das darstellen, was man „Adam“ nennt. Auf der einen Seite begreifen Sie den Gipfel der möglichen Offenbarung, über den hinaus in der Natur überhaupt nichts mehr gibt. Andererseits verstehen nur Sie es, aus Ihrer individuellen Sichtweise.

Frage: Das „Ich“ ist also etwas, das absolut alles umfasst, aber auch etwas sehr Individuelles, das kein anderer hat?

Antwort: Ihre Individualität geht nirgendwo hin. Es sind Ihre Urdaten aus einem allgemeinen System.

Aber aufgrund der Tatsache, dass Sie sich mit dem ganzen System über die Eigenschaft des Gebens verbinden, in das Sie eintreten wollen, ist es so, als ob Sie das ganze System erwerben würden. Es wird Ihnen individuell in Bezug auf Ihren Punkt zugeteilt. Und es stellt sich heraus, dass Ihre kleine, begrenzte, raue Individualität, die tatsächlich nur ein Punkt ist, mit dem ganzen System, das die Unendlichkeit ist, verschmilzt.

Aus dem Fernsehprogramm“ Begegnungen mit der Kabbala“, 29.03.2019

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Werden wir die ganze Welt durch Gewalt zerstören?

Bemerkung: Oleg schreibt: „Nachdem ich Ihren Clip über den Umgang mit dem Bösen gesehen habe, weiß ich nicht mehr, was ich denken soll. Was bedeutet es, das Böse nicht zu zerstören? Könnten Sie in diesem Fall die Worte eines uns bekannten Liedes kommentieren: „Wir werden die ganze Welt der Gewalt bis auf die Grundmauern zerstören und dann werden wir unsere neue Welt aufbauen.  Wer ein nichts war, wird alles werden“.

Antwort: Das ist falsch. Man darf nichts zerstören, man muss etwas hinzufügen, auf der Vergangenheit aufbauen – „alle Vergehen werden durch die Liebe überdeckt“. Bei allen Problemen, muss die Hässlichkeit der vergangenen Welt durch eine gute Einstellung und Liebe überdeckt werden. Wenn wir hingegen zerstören, machen wir es doppelt so schlimm. Das ist es was wir haben.

Frage: Wie wird das gemacht? Wie überdeckt man es mit Liebe?

Antwort: Wir dürfen das Böse auf keinen Fall berühren! Versuchen Sie es weder zu verstärken noch zu reduzieren. Wir sollten ausschließlich das Gute darüber bauen. Wir verbinden uns miteinander durch das Gute. Das Böse existiert, um uns anzutreiben. Das heißt, wir werden plötzlich feststellen, dass das Böse uns dazu zwingt, Gutes zu tun.

Frage: Bleibt also die „Welt der Gewalt“? [Rest des Beitrags lesen →]

Tora – Offenlegung der Naturgesetze

Frage: Es gibt viele Kontroversen über das Datum, an dem die Tora geschrieben wurde, ihre Autorenschaft und verschiedene Ansätze zu diesem Thema: religiös, akademisch und kabbalistisch.

Die religiöse Herangehensweise erklärt es ganz einfach: Der Schöpfer, Gott selbst gab dem Volk durch Moses (Moshe) die Tora.

Nach dem akademischen Ansatz gab es, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Tora im 6. Jahrhundert v. Chr. geschrieben wurde keinen Auszug aus Ägypten.

Interessanterweise heißt es im Buch Sohar: „Als der Schöpfer die Welt erschaffen wollte und sie sich in einem Verlangen vor Ihm manifestierte, schaute Er in die Tora und erschuf sie.“ Das bedeutet, dass die Tora bereits vor der Erschaffung der Welt existierte.

Was sagt die Kabbala dazu? Was ist die Tora, und wer hat sie geschrieben?

Antwort: In der Tat gibt es völlig unterschiedliche Definitionen dessen, was die Tora ist.

Ich vertrete eine absolut klare, allgemein akzeptierte halachische (religiöse) Herangehensweise an alles, was die Niederschrift nicht nur der Tora, sondern auch des Tanach, des Talmuds und andere Quellen betrifft.

Der einzige Unterschied aus Sicht der Kabbala ist, dass die Tora eine Offenlegung von Naturgesetzen ist. Es wird so beschrieben – wie es auf einen Mensch angewendet wird. Im Prinzip sind es die Gesetze der Natur.

Deshalb erfüllen Menschen, die im Verständnis des Schöpfers sind diese Gesetze. Sie spüren sie in sich. Sie haben sich innerlich verändert, für sie sind diese Gesetze die Gesetze ihres Lebens, ihres Verhaltens, ihrer Anpassung an die Welt, ihrer Wahrnehmung der Welt.

Für sie ist die Tora kein Buch, in dem sie blättern, lesen, etwas von dem, was darin steht tun und irgendwie danach handeln, sondern das Gesetz, nach dem sie innerlich existieren, da es ihnen erklärt, wie sie ganz im Einklang mit der Natur sein können. Die Natur oder der Schöpfer ist ein und dasselbe.

Es ist das Gesetz der Kommunikation zwischen den Menschen und zwischen den Menschen und der Natur oder dem Schöpfer.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“, 03.06.2019

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Die Wahrnehmung der wirklichen Welt

Frage: Kann man sagen, dass das kollektive Bewusstsein eine neue Stufe ist und die Kabbala die Menschen lehrt, eine neue Stufe der Wahrnehmung der Wirklichkeit zu erreichen?

Antwort: Nein, das würde ich so nicht sagen. In diesem Fall müsste das kollektive Bewusstsein völlig entgegengesetzt zum irdischen Bewusstsein sein.

Wenn wir alles in uns und in unseren ursprünglichen, natürlichen Eigenschaften erhalten, erleben wir diese Abbildung, wie auf einem fotografischen Film, die kabbalistische Wahrnehmung ist völlig anders.

Sie bleibt für sich und der Mensch, der seinen Egoismus aufhebt und in die Wahrnehmung der Wirklichkeit, ohne sie zu stören, eintreten kann, fühlt sie, wie sie ist. Das heißt, nicht in seinen egoistischen Eigenschaften, sondern genau in dem Maß der Ähnlichkeit seiner Eigenschaften mit allen Arten von Eigenschaften und Handlungen, die außerhalb von ihm stattfinden.

Die Kabbala begreift eine Welt, die nicht durch unsere Sinne geht. Der Mensch, der sich entwickelt, unternimmt besondere Anstrengungen, um die kabbalistische Welt zu erfahren, um in einen Zustand eintreten zu können, in dem er absolut kein Egoist ist und alles, nicht in sich, sondern außerhalb von sich wahrnimmt. Er zieht sich praktisch von jeglicher Interaktion mit der Umwelt zurück.

Existiert die Umwelt um ihn herum von selbst? Sie existiert. Er nimmt sie in sich wahr, also nimmt er sie egoistisch wahr. Wir konstruieren unsere Wissenschaften auf der Grundlage dessen, was wir selbst oder durch Geräte die wir erfinden, wahrnehmen.

Und die Kabbala sagt: „Nein, lasst uns die Welt wahrnehmen, wie sie ist.“ Als erstes müssen wir einen Zustand erreichen, in dem wir uns selbst annullieren und uns fühlen, als ob wir nicht existieren würden und demzufolge die wahre Welt um uns herum erfahren.

Im Prozess der Annullierung empfinden wir alles, was in dieser Welt vor sich geht. Das ist die ganze Kabbala.

Aus der Fernsehsendung „Treffen mit der Kabbala“, 29.03.2019

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Zur Ultimativen Harmonie

Frage: Was bedeutet es, dass es in der Spiritualität keinen Zwang gibt?

Antwort: Es bedeutet, dass man sich die Ziele des Schöpfers zu eigenen Zielen macht. Dann wird es keinen Zwang mehr geben.

Bevor das geschieht, wird es natürlich Zwang geben. So funktioniert es. In der Natur gibt es keinen solchen Zustand, dass etwas nicht auf etwas anderes einen Druck ausübt. Das gilt nicht nur für die Kabbalisten, sondern auch für jeden Käfer, und jedes Lebewesen auf der Erde. Sogar die unbelebte Natur steht unter der Kontrolle von bestimmten Zwangskräften. Dies geschieht nur, um alle ins Gleichgewicht zu bringen.

Frage: Gibt es einen Zustand, in dem man durch nichts unter Druck gesetzt wird und sich in völliger Harmonie befindet?

Antwort: Ja: Der Zustand der absoluten Stille, des absoluten Ausgeglichenheit ist der Zweck der Schöpfung. Er wird genau durch den Ausgleich aller gegensätzlichen Kräfte erreicht.

Wir stehen unter dem Einfluss vieler Kräfte, sind gleichzeitig in Harmonie mit ihnen und halten diese ständig aufrecht. Gerade die Aufrechterhaltung der Balance ist unsere ultimative Harmonie, unsere höchste Freude.

Frage: Ist dies der Zustand der Stille?

Antwort: Nein: Es gibt keine Stille! Stille ist eine endlose, kontinuierliche Bewegung, welche die gesamte Natur, alle Menschen, ständig in den optimalsten Zustand bringt.

Frage: Wenn ein Mensch einen solchen Zustand erreicht, bedeutet das, dass es für ihn keinen Zwang mehr gibt?

Antwort: Ja. Wenn ein Mensch sich zur Aufgabe gemacht hat, das Gleichgewicht der gesamten Natur ständig zu verbessern, dann bedeutet das, dass er nicht unter Zwang steht, sondern selbst die Natur bestimmt, erschafft und kontrolliert.

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Aus KabTV „Spirituelle Zustände. In der Spiritualität gibt es keinen Zwang.“

Kann ein Gedanke ein Verlangen entwickeln?

Frage: Können unsere Gedanken unser Verlangen entwickeln, und wenn ja, wie?

Antwort: Der Gedanke beeinflusst das Verlangen und das Verlangen beeinflusst den Gedanken. Wir sehen das durch unsere alltäglichen Lebensumständen.

Wenn ich ein sehr kleines Verlangen nach etwas habe, aber ich beginne, mehr und mehr darüber nachzudenken und so diese Gedanken ständig zu entwickeln und zu nähren, dann wächst mein Verlangen um ein Vielfaches. Und umgekehrt kann das Verlangen unsere Gedanken beeinflussen, und wenn sich das Verlangen ändert, kann ein bestimmter Gedanke verschwinden.

Das Wichtigste sind unsere Wünsche, während unsere Gedanken uns gegeben wurden, um die Wünsche zu vergrößern, sie zu lenken, zu formen und zu erfüllen.
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Aus KabTV „Grundlagen der Kabbala“

Stress bewältigen

Frage: In den letzten 50 Jahren ist das Thema Stress sehr aktuell. Menschen, die versuchen, sich selbst zu verbessern, gelangen im Prozess der Selbstentwicklung oft in stressige Zustände der Unzufriedenheit und Ohnmacht. Wie kann man mit Stress möglichst effektiv umgehen?

Antwort: Nur indem man in den richtigen Gemeinschaften, die auf das Gute, auf gegenseitige Unterstützung, die gegenseitige spirituelle Entwicklung ausgerichtet sind, tätig ist. Nur ein derartiges Umfeld kann einem Menschen die Kraft geben, alle Schwierigkeiten und Hindernisse zu überwinden. Er sollte sich in dieser Umgebung entwickeln wollen, sich einbringen, und sich wie ein Bestandteil, wie ein Rädchen darin fühlen.

Frage: Man muss im Prinzip, um von dieser Umgebung zu empfangen, anderen etwas geben?

Antwort: Genau im Maße seines Gebens, kann der Mensch darin etwas bekommen.

Frage: Spielt es eine Rolle, was primär und was sekundär ist, zuerst geben und dann kann man etwas erhalten, oder umgekehrt? 

Antwort: Es hängt von der Gegenseitigkeit in den Beziehungen ab. Es kann durchaus so sein, dass jemand zuerst wie ein Neugeborenes in diese Gemeinschaft kommt, und anfangs gibt sie ihm alles. Und dann fügt er sich allmählich ein und beginnt auch zu geben, oder umgekehrt.

Frage: Gibt es eine Formel dafür wie solche Gemeinschaften existieren können?

Antwort: Gegenseitiges Geben ohne jegliche Kritik, Überprüfung oder Messung, wer mir was gibt. Die Hauptsache ist, dass ich die Möglichkeit habe, zu geben.

Frage: Ist es wichtig, danach zu streben? Schließlich fällt es schwer, sich vorzustellen, dass sich Menschen zueinander finden, die dies von anfang an umsetzen können.

Antwort: Natürlich. Die höhere Lenkung gibt uns diese Chance.

Frage: Wenn man so einen Wunsch hat, kann man mit Hilfe von Oben rechnen.

Antwort: Ja

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