Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Weisheit oder Allwissenheit?

Wenn wir uns an die Werke von Kabbalisten machen, können wir entweder die Wissenschaft oder aber die Tora (die Korrekturmethode) studieren.

Mit der „Wissenschaft“ sind herkömmliche Wissenschaften gemeint: Physik, Chemie, Geschichte, Geographie usw.

So verhält man sich der Kabbala gegenüber in den akademischen Kreisen. Ihrer Meinung nach ist das Buch Sohar im mittelalterlichen Spanien und nicht in Israel vor 2000 Jahren geschrieben worden.

Die Wissenschaftler versuchen, Wissen, Informationen aus den kabbalistischen Quellen zu gewinnen. Sie diskutieren über den Stil, führen Textanalysen durch, versuchen eine Verbindung zwischen dem Text und den historischen Ereignissen herzustellen.

Diese rationale Herangehensweise hat nichts mit dem „Studium der Tora“ zu tun. Denn die Tora ist die Methode der Korrektur unserer Natur zur Ähnlichkeit der Eigenschaften mit dem Schöpfer. Und in dem Maße der Ähnlichkeit enthüllt sich der Schöpfer in uns.

Das Ziel von allen „heiligen“ Büchern ist die Enthüllung des Schöpfers dem Menschen. Doch solche Urquellen wie der Pentateuch, der Talmud, die Mischna sind in der irdischen, materiellen Sprache geschrieben und beschreiben die höhere Welt mit Hilfe von irdischen Bildern. Es fällt uns schwer, in deren Erzählungen die spirituellen Handlungen zu erkennen.

Die Sprache von kabbalistischen Büchern jedoch hilft uns, von der Ausrichtung auf die Korrektur und die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer nicht abzuschalten. Denn sie selbst enthält Informationen darüber, wie man sich mit Hilfe der Verbindung korrigiert, um den Schöpfer zu enthüllen.

Das ist der Grund, warum die Sprache der Kabbala sich am besten für die Erreichung des Ziels, um dessen willen die Tora gegeben wurde, eignet. Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb und erschuf die Tora, weil ihr Licht zur Quelle zurückführt“. Für uns ist die Tora die Korrekturmethode, nicht die Wissenschaft, sondern das Licht, das zum Schöpfer zurückführt.

Es steht geschrieben, dass man, bevor man sich mit der Tora beschäftigt, sie preisen soll, sonst bekommt man einen Fluch statt Segen. Das bedeutet, dass man sich auf die Korrektur einstimmen muss. „Die Tora zu preisen“ bedeutet, dem Schöpfer für die Möglichkeit zu danken, sich mit Hilfe des Lichts, das in ihr verborgen ist, zu korrigieren.

Das Buch Sohar beschreibt unsere Korrektur der Verbindung – dessen, was zwischen uns zerbrochen wurde. Deshalb, während wir es studieren, müssen wir nach der Einheit streben und auf das Licht warten – auf die Kraft, die unsere Verbindung korrigiert. Erst dann, im Maße unserer Einheit und Bürgschaft, wird der Schöpfer sich zwischen uns enthüllen.

Also lasst uns „die Tora preisen“ – an die Erschaffung des gemeinsamen Kli denken, während wir uns an das Buch Sohar wenden.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 16.11.2010. Das Vorwort.

Und der Nachschlag?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum zeichnen sich die Abstiege in unseren Empfindungen stärker als die Aufstiege ab?

Meine Antwort: Weil wir Egoisten sind. Wir sind aus dem Verlangen zu genießen erschaffen, und dieses nimmt nur Genuss oder Leiden wahr.

Es gibt keinen Mittelweg dazwischen, und darum geht es mir selbst in einem neutralen Zustand, beim Fehlen sowohl des Genusses als auch des Leidens, schlecht. Es mangelt am Genuss. Ich verlange immer nach dem Positiven, Null genügt mir nicht.

Das ist der Grund, warum der Mensch unzufrieden ist. Er hat ein Zuhause, einen Job, genug zu essen – und trotzdem fehlt irgendetwas. Entweder ist der Rasen beim Nachbar saftiger oder das Leben hat keinen Sinn…

Unser egoistisches Verlangen gibt sich damit, was es hat, nicht zufrieden. Letztendlich leiden wir am fehlenden Nachschlag, und dieser Nachschlag muss ständig wachsen, wie auch der Egoismus selbst wächst.

Außerdem ist unsere Quelle der Schöpfer, der uns erschaffen hat. Er ist der Alleinige, der Einzige und der Einzigartige – und genauso empfindet jeder von uns sich selbst. Wo findet man denn die Erfüllung für ein solches Unikum?

Also kriegen wir niemals genug – weder von den Genüssen noch von der Selbstverwirklichung. So ist die Natur des Egoismus. Es reicht ein kleiner Abstieg und unser Heldentum verflüchtigt sich. Alles, nur nicht diese Leere im Inneren spüren!

Das Verlangen zu genießen hängt voll und ganz vom Licht ab. Solange es angeleuchtet wird, ist es voller Kraft, selbst wenn es nicht versteht, woher sie kommt. Doch sobald das Licht sich auch nur ein wenig entfernt, fühlst du dich hilflos und bist zu allem bereit, um die Situation nur irgendwie zu verbessern.

Wirf einen Blick auf die Welt: Terror, Mord, Diebstahl, Lügen… Man sollte meinen, lass jeden haben, was er will, und niemand wird etwas Böses mehr tun.

Wer ist nun schuld daran? Der Schöpfer, der sich nicht enthüllt und dadurch schlechte Taten hervorruft. Was bleibt, ist nur, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 16.11.2010. Das Vorwort.

„Wenn zur Abendzeit Licht sein wird““

Der Sohar. Einleitungen. Artikel „Die Nacht der Braut“: „Während des Siwug am Ende der Korrektur wird das Licht des Mondes dem Licht der Sonne gleich werden, wie es gesagt ist:“ Wenn zur Abendzeit Licht sein wird“.

Es ergibt sich, dass ihre Stufen verdoppelt werden, weil sie im Laufe von 6000 Jahren in der Eigenschaft des Mondes war, wie es gesagt ist: „Da ward aus Abend und Morgen der Tag“.

Im Endeffekt schließen sich alle unsere Abstiege, alle dunklen Nächte an das Licht des Tages, an die Enthüllung des Lichtes an. Der Tag und die Nacht werden ein Ganzes. In Wirklichkeit handelt es sich nicht um „die Verdopplung“, sondern um die 620 -fache Multiplikation, wie darüber gesagt wird.

Zunächst hat der Schöpfer mir nur einen kleinen Funken gegeben und nichts mehr. Indem ich an diesem Wunsch arbeite, wende ich mich an den Schöpfer, an das Licht, und fordere die Korrekturen. Dank diesen Korrekturen gleiche ich meine Eigenschaften an die des Lichtes an, und es kleidet sich in mich ein.

In meinem Wunsch wird das Licht unendlich, unermesslich empfunden. Warum?

Wenn der Wunsch der Genüsse in uns zu wachsen beginnt, baut er sich selbständig auf. Die vorige Empfindung kam infolge der Reschimot zustande, die von oben nach unten herunterstiegen – und jetzt werden die anderen Reschimot realisiert.

Infolge des Aufstiegs, realisiert sich der Mensch auf jeder Stufe laut den vorigen Reschimot, welche er um das Streben und die eigenen Bemühungen ergänzt. Er eröffnet den Zerbruch zwischen ihm und dem Licht – den Zerbruch, der niemals zuvor sichtbar wurde.

Der Mensch ist vom Licht abgeschnitten und strebt es an. Das Licht kommt, aber später folgt das Fallen, wieder und wieder, um dank dieser Emotionen die neuen Details in diesem Wunsch zu finden.

Er entdeckt eine neue Tiefe, das neu Kli, den selbständigen Antrieb, die unglaubliche Bestrebung zum Licht.

Früher bezog sich kein Wunsch, kein Reschimo, auf diese Berechnung, und jetzt, dank seinen Bemühungen, wird im Menschen das neue Kli gebildet.

Deshalb ist das Licht, das jetzt eröffnet wird, nicht mit dem Licht vergleichbar, das den Wunsch bis zum Zerbrechen, bis zu unserer Arbeit auf dem Weg nach oben erfüllte.

Der Abstieg der Welten und alle Bemühungen stellen nur die allgemeine Vorbereitung auf die wirkliche Korrektur dar. Darin wurde das kleine Licht Nefesch gezeigt.

Wie Baal HaSulam schreibt, wurden früher nur sehr kleine Lichter enthüllt, aber jetzt, wo unsere Generation beginnt, sich zu korrigieren, zieht sie das größte Licht in allen Welten – NARANCHAJ heran.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 16.11.2010

In die Spiritualität durch diese Welt hindurch

Der Sohar, Abschnitt „Beschalach“, Punkt 470: …wie geschrieben steht: „Da Ich sicherlich die Erinnerung von Amalek auslöschen werde“. „Auslöschen“ ist oberhalb, „Ich werde auslöschen“ unterhalb. „Erinnerung“ bedeutet die Erinnerung oberhalb und unterhalb.

„Oberhalb“ und „unterhalb“ – damit ist nicht unsere Welt gemeint. Denn unsere Welt unterliegt keiner Korrektur, in ihr gibt es nichts zu korrigieren.

Diese ganze Welt, in der wir unser normales Leben, in den Körpern, wie alle anderen Menschen, führen, bevor in uns der Punkt im Herzen erwacht und wir in die Gruppe, zu der Verbindung mit der Spiritualität kommen, hat nichts mit der Korrektur und der spirituellen Welt zu tun.

Es geht hier um das Verlangen, welches mit dem Punkt im Herzen beginnt und sich dann der Gruppe anschließt, d.h. der Versammlung von anderen Punkten im Herzen, die zusammen verbunden werden müssen.

Der Sohar spricht nur davon. Und die ganze übrige Realität, die wir um uns herum sehen, unterliegt keiner Korrektur und hat nichts mit der Spiritualität zu tun.

Im Moment sehen wir vor uns eine riesige materielle Welt, doch in der Spiritualität gibt es sie nicht. Sie ist uns nur gegeben, um von hier das spirituelle Leben zu beginnen.

In Bezug auf die Spiritualität existiert unsere Welt nicht. Das ist eine gewisse imaginäre Realität, aus der heraus wir selbständig und unabhängig in die Spiritualität hineintreten können.

Der Schöpfer gibt uns den Punkt im Herzen, und mit ihm gehen wir weiter. Wenn wir unseren jetzigen Zustand durch ein besonderes Filter, welches nur das durchlässt, was wirklich mit der Spiritualität, mit der wahren und nicht imaginären Welt zu tun hat, hindurchführen ließen, würden nur Punkte im Herzen durchgehen können.

Alles Andere wäre von dem Filter absorbiert worden und verschwunden, denn es existiert einfach nicht.

Das heißt, die imaginäre Realität dieser Welt ist nur dazu da, damit wir von hier an beginnen, mit unseren Punkten im Herzen in die spirituelle Welt einzutreten.

Obwohl wir gezwungen sind, in dieser imaginären Realität zu leben, bis wir alle Punkte im Herzen zu einer spirituellen Realität verbunden haben, bis zur vollständigen Korrektur (Gmat Tikun). Dann verschwindet dieses imaginäre Bild unserer Welt.

Und bis dahin verschwindet unsere Welt nicht, denn in jeder Korrekturhandlung, bis zur allerletzten, müssen wir uns doch in dem imaginären Bild unserer Welt befinden, weil wir eine neue Korrektur jedes Mal von dieser Welt an beginnen.

Über Rabbi Schimon, den Verfasser des Buchrs Sohar, steht geschrieben, dass er sich vor seiner letzten Korrektur als „Schimon vom Markt“ gefühlt hat, d.h., er ist bis zu unserer Welt hinabgestiegen und hat gespürt, dass er nur in ihr existiert. Und von hier an vollbringt er bereits die letzte, die höchste Korrektur.

Aus diesem Grund ist diese imaginäre Realität, die wir als „unsere Welt“ bezeichnen, sehr wichtig, weil sie uns das Gefühl der Trennung von der Spiritualität gibt.

Gerade durch diese Trennung, indem wir jedes Mal noch eine weitere Portion des sich in uns enthüllenden unkorrigierten Verlangens zu korrigieren beginnen, korrigieren wir es selbständig und unabhängig – aus dieser Welt, die in der Spiritualität nicht existiert, aus dem „Nichts“ heraus.

Deshalb ist diese Welt sehr wichtig. Und darum sagen wir, dass der Mensch in dieser Welt, in allen ihren Systemen normal eingerichtet sein muss – eine Arbeit, eine Familie haben, studieren, alles tun, was sich gehört.

Ohne all das wird er nicht nach der Ähnlichkeit mit der Spiritualität ausgerichtet und wird sich nicht korrigieren können, indem er richtig in die spirituelle Welt eintritt.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 15.11.2010

Die feine Neigung der feinfühligen Seele

Wir haben eine große Arbeit hinter uns! In den nächsten Tagen, Wochen und Monate wird uns klar sein, welchen sprungartigen Fortschritt wir gemacht haben.

Wir haben noch nie solche Fragen gestellt, sprachen noch nie so offen über die Einheit, die das Hauptthema dieses Kongresses war.

Wir haben zum ersten Mal das Herz der Korrektur, die Wissenschaft der Kabbala, unsere Seele getroffen. Es ist in Wirklichkeit die prinzipielle Veränderung, und wir werden nie mehr so, wie früher sein.

Jetzt sind wir untereinander verbunden, aber müssen noch daran arbeiten und offenbaren, dass der Schöpfer uns in jeder Minute immer mehr ausfüllt, dass der ganze Raum, diese ganze Welt mit dem Höheren Licht ausgefüllt ist, und wir halten uns darin auf.

Alle Welten, in denen wir untereinander in einem Netz verbunden, verschlungen sind, beginnen, sich zu offenbaren. Wir werden noch diese Erkenntnis erlangen!

Es gibt die Zeit des Gebens – und die Zeit des Empfangens. Das Geben existiert oben und soll offenbart werden, es fehlt uns nur ein wenig an der Feinfühligkeit, um zu empfinden, dass der Schöpfer, die Welt, die Luft zwischen uns, die ganze Realität ausfüllt.

Würden wir den anderen Menschen mehr Begeisterung, mehr Aufnahmefähigkeit und Offenheit zeigen, würden wir alle Feinheiten sehen und die Enthüllung erlangen können.

Ich denke, dass jeder folglich beginnt zu fühlen, dass es auch nicht nur in irgendwelcher Phantasie möglich ist, dass es dank unserer Bemühung den Schöpfer zu suchen und Ihn zu enthüllen, geschieht.

Bemühen Sie sich also, die innere Feinfühligkeit zu erreichen. Was ist der Glaube? Der Glaube ist eine Empfindung des Gebens. Im Buch „Der Glaube und die Hoffnung“ ist gesagt, dass „der Glaube eine feine Neigung, die Eigenschaft der feinen und auserlesenen Seele ist“. Es ist genau das, was uns fehlt: die feine Neigung der empfindlichen Seele.

Wir sollen fühlen, dass zwischen uns diese höhere Kraft anwesend ist. Als ob wir versuchen würden, etwas zu sehen, und nach dem es plötzlich gelingen würde, wird uns klar sein, dass es schon lange existierte, und wir es nicht schon früher sahen!

Aber wenn du wieder wegsiehst, und den Brennpunkt verlierst, dann wird es wieder schwierig sein es, zu finden, wobei du jetzt wenigstens weißt, dass es tatsächlich existiert.

Das Problem besteht darin, es zum ersten Mal zu sehen. Wir sollen versuchen, die Sehkraft, bzw. das Herz noch mehr zu fokussieren.

Aus der 8. Lektion des Kongresses, 11.11.2010

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Gibt es noch jemanden?

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn es niemanden, außer Ihn gibt, warum soll ich dann am Kongress physisch teilnehmen, mich mit allen verbinden, sie alle zu lieben?

Meine Antwort: Damit man zur Wahrnehmung der wahrhaften Realität in den Empfindungen kommt.

Genau deshalb sollst du ankommen und verstehen, dass wir alle existieren, du sollst alle Handlungen erfüllen, damit wir „aufhören, weiterhin zu existieren“.

Eine Frage, die ich erhielt: Aber Sie sagten doch eben, dass es hier niemanden gibt…

Meine Antwort: Dies aber habe ich gesagt! Und du sollst selbst ein solches Begreifen erlangen, sich darin überzeugen, dass es hier niemanden, außer Ihn gibt. Dann wirst du selbst zur Malchut der Welt der Unendlichkeit…

Aus der 6. Lektion des Kongresses, 10.11.2010

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Ersetze die Brille, und du wirst sehen…

Was bedeutet es eigentlich, die Unendlichkeit zu erreichen? Wenn ich die Unendlichkeit erreiche, dann verwandle ich mich in Malchut der Welt der Unendlichkeit – ich schließe somit alles ein.
Denn „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“ bedeutet, dass alles, was ich sehe und außen empfinde, zur unzertrennlichen Komponente meiner Seele wird.
Meine Seele bekommt all jene Teile zurück, die von ihr entfernt waren, so dass sie zur ganzen, vollkommenen Seele wird.

Und alles, dass mir außen zu existieren scheint: die unbelebten Objekte, (stelle dir vor, du würdest alle Sterne verschlucken!) – sind Bestandteile des unbelebten Niveaus deines egoistischen Wunsches, alle Pflanzen – des Pflanzenniveaus, die Tiere – des tierischen Niveaus.

Als ob der Abdruck deines egoistischen Wunsches dir gezeigt hätte, dass sich all die Objekte außen befinden würden.
Aber kaum beginnst du, das Organ des Gebens, die Eigenschaft des Gebens zu enthüllen, so wirst du alles in deinem Inneren empfinden. Sie sind – deine Bestandteile!
Und du wirst sie gerade auf diese Weise fühlen! Solange du aber innerhalb deines Egos lebst, ist es schwierig, das Gesagte zu verstehen!

Physiker behaupten, dass sogar infolge der Anschauung irgendwelchen Objektes, wird ihm ein gewisser Defekt zugetragen.

Und deshalb siehst du nicht das wahrhafte Bild, sondern den Mittelwert aus deinen Eigenschaften und dem wirklichen Wesen des Objekts.

Denn alles, was du siehst, wird von dir, entsprechend deinen Eigenschaften wahrgenommen. Alles hängt von deinen Sinnesorganen ab, von dem, wie du „das Gesehene“ entzifferst.
Aber irgendwann Einmal, infolge der langen Überlegungen, Fragen und Klärungen, wirst du plötzlich fühlen, dass die wahre Realität anders ist. Du wirst sie unter einem anderen Winkel betrachten und verstehen, dass nur diese Vision real ist. Du wirst eben die Brille ersetzen…
Aus der 6. Lektion des Kongresses, 10.11.2010

Das einzige Verlangen, welches das Ziel erreicht.

Einleitung in das  Buch Sohar, „Nacht der Braut“: „wenn Seir Anpin und Malchut sich vereinigt haben, sieht Malchut ihren Ehemann. Denn sie kann ihren Ehemann nicht sehen, bis sie sich alle versammeln, denn sie hängen voneinander ab“.

Malchut schließt alle Seelen in sich ein. Ohne sie, ist sie nur ein Punkt in der Welt Azilut, ein Punkt von Keter, der nichts eigenes hat.

Unten in der Welten BEA, befinden sich die zerbrochenen Seelen, in anderen Worten, ich und die Gruppe. Ich möchte mich mit meinen Freunden verbinden und meinen Wunsch steigern zu Malchut und von ihr aus noch höher zu der Unendlichkeit (Ein Sof). Und dann kommen zu mir, als eine Antwort darauf, die Kräfte für den Aufstieg.
So ist das einzelne was bei Malchut ankommt,mein Verlangen mich in die Gruppe einzuschließen, wenn ich mich hineinzwinge oder hineinstoße.

Ich will das immer stärker und dieser Drang steigt nach oben, um sich in Malchut von Azilut einzuschließen. Nur das ist ein MAN, eine echte Bitte nach Korrektur

Aus einem Unterricht über der Einleitung in das Buch Sohar, 15.11.2010

Der Anfang einer neuen Stufe

Der Sohar, Kapitel „Beschalach“, Punkt 441: … Darüber steht geschrieben: „Du sollst nicht mit einem Ochsen und einem Esel zusammen pflügen“, das heißt, man sollte den bösen Arten keinen (Frei)raum geben, da die Handlungen des Menschen erwecken, was nicht so sein muss. Wenn sie sich zusammen paaren, ist es unmöglich, ihnen standzuhalten.

Eine Klipa, die „Hund“ genannt wird, erscheint auf ihrer Seite, und diese ist die verbittertste von allen.

Der Sohar spricht auch darüber, dass mit jeder unserer Bemühungen und der Handlung sofort Klipa geöffnet wird und der Mensch den Misserfolg erlangt, in Klipa eintaucht, und dann die Korrektur begeht. So löst er sie auf, um sich darin nicht mehr befinden zu müssen.

Das heißt, der Aufstieg nach zu den Stufen fängt mit der Verwirrung, mit der Vermischung des Guten und des Übels an.
Jeder beliebige Zustand ist mir zuerst unklar. Aber gewiss gibt es darin das Gute und das Böse.

Ich soll in diesem Zustand das Licht heranziehen, das zur Quelle zurückführt. Das Licht, das in diesem Zustand gezeigt wird, lässt das Übel hinabsteigen, wobei ich mit dem Guten nach oben hinaufsteige.

Deshalb empfinde ich in einem beliebigen Zustand zunächst die Unklarheit, die dann infolge des Lichtes geklärt wird.

Vor allem öffne ich mit Hilfe des Lichtes das Übel, wie es gesagt ist: „Ich habe den bösen Anfang geschaffen“, – und werfe es nach unten (1). Und dann – „… Er hat die Tora für seine Korrektur geschaffen, weil das Licht (O“M), das darin eingeschlossen ist, zur Quelle zurückführt „. Dann steige ich nach oben mit dem guten Wunsch (2) hinauf.

Deshalb „gibt es keinen Gerechten auf der Erde, der das Gute getan hat, bevor er sündigte.“ Zuerst sollen wir das Übel öffnen und es von uns (1) wegwerfen, das heißt, sich darin aufzuhalten, zu verstehen, was dieses Böse ist, um dann das Gute zu erreichen (2).
So geschieht jede Klärung jedes winzigen Details
Deshalb sollen wir uns nicht erschrecken, dass es uns jede Minute passiert
Gerade im Gegenteil – je öfter, desto besser.

Aus dem Unterricht über den Buch Sohar, 14.11.2010

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Es gibt keine schlechten Wünsche

Der Sohar, Kapitel „Beschalach“, Punkt 444: Der erste, der kam und Krieg gegen Israel führte, war Amalek. Aus diesem Grund: „Sein Ende soll Zerstörung sein“, wie geschrieben steht: „Ich werde sicherlich das Gedächtnis von Amalek auslöschen.“

Jeder unserer Wünsche, sogar der größte und der schlimmste, hat seine eigene Mission. Deshalb sollen wir uns richtig zu allem – sowohl zum Guten als auch zum Bösen – verhalten.

Und obwohl wir das Böse in uns hassen, es nicht mögen und nicht wünschen und froh wären, wenn es verschwinden würde, verstehen wir nicht, wie viel wir dadurch gewinnen, dass es in uns gezeigt wird, weil jedes Öffnen des Übels unsere Selbstsucht, den Körper unserer Seele heilt, und uns zum Schöpfer näher bringt.

Dabei verschwindet das Böse nicht, obwohl wir es ablehnen, sondern kommt zur Korrektur. Das ganze Böse heißt das Übel, weil ich es noch nicht ins Gute umwandeln kann.

Ich kann es nur klären, indem ich einen Teil korrigiere, und den anderen Teil unten lasse. Darin besteht unsere Klärung. Und am Ende der Korrektur (Gmar Tikun) wird sich das ganze Übel ins Gute verwandeln – und dort werden wir alle unsere Wünsche benötigen.

Deshalb bekommen all jene Wünsche, die „Amalek“, „Aman“ heißen – unsere schlimmsten Wünsche, in denen es anscheinend unmöglich ist, sich mit dem Licht zu verbinden, am Ende der Korrektur die Absicht des Gebens und schließen sich an die allgemeine Seele an, an Malchut der Unendlichkeit.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 14.11.2010

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