Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Sich an die Quelle anzuschließen

Der Kontakt mit dem Lehrer und mit der Gruppe gibt uns die Möglichkeit allmählich die Beziehung zum Schöpfer an den Tag zu bringen.

Dabei arbeitet man mit der Gruppe direkt, und was den Lehrer betrifft – man muss ständig die Wichtigkeit seiner Worte, seiner Absicht erhöhen. Anderenfalls kann man das erwünschte Ziel nicht erreichen.

Hierfür ist nicht nur die theoretische Forschung, sondern auch die praktische Realisierung wichtig, die bis jetzt „klemmt“.

Und außerdem soll sich der Schüler vor der Verachtung der Gruppe und des Lehrers hüten. Denn sie gibt ihm zweifellos keine Möglichkeit voran zu kommen, wirft ihn für die Jahre zurück. Ich bedauere sehr, wenn ich solche Fälle sehe.

Die Verachtung selbst ist natürlich, aber wenn der Mensch dagegen nicht kämpft, dann ist das ein großes Problem. Hier gibt es die Möglichkeit für die Analyse, denn das Maß der Verachtung zum Lehrer und zur Gruppe, ist auch ein Maß der Verachtung zum Schöpfer. Nur, im Falle des Schöpfers ist sie verborgen.

Wenn der Mensch gegen die Verachtung nicht kämpft, sie nicht überwindet, dann kommt er nicht voran, so dass es manchmal schade ist, dass er sich überhaupt hier befindet. Denn es scheint ihm so zu sein, als ob er vorankommt, und außerhalb der Gruppe hätte er verstanden, dass er vom Weg abgekommen ist. Dann würde er sein Fehler begreifen und auf den Kurs zurückkehren.

Die Verachtung – ist das schlimmste, was passieren kann. Es ist schade um die Menschen, die dadurch auf Abwege geraten. Wir sind so zusammengebunden, dass zu ihnen nur durch mich der ganze Überfluss kommt. So ist die spirituelle Welt geschaffen: ich bekomme von meinem Lehrer, und sie – von mir.

Man darf nicht die Verachtung der Quelle zulassen. Im Gegenteil, muss man die Quelle mit dem Herz und der Seele anstreben. Ich sage es, weil wir anders das Erwünschte nicht erreichen werden. Hierfür sind die gegenseitige Arbeit und die erstarkende Einheit notwendig.

Es wird immer mehr gezeigt werden. In den vorigen Jahren waren wir nicht so fest miteinander verknüpft, verstanden nicht, dass wir unsere Seelen verbinden sollen. Und unsere jetzigen Zustände verpflichten uns immer mehr dazu.

Üblicherweise werden die Probleme, Schwierigkeiten, Abkühlung und Missachtung weiterhin bestehen. Wir sollen an diesem „Material“ arbeiten und darüber hinaufsteigen.

Aus dem Unterricht nach dem Gespräch über Baal HaSulam, 19.11.2010

Tore zur Hölle

Das Buch Sohar. Vorwort; Artikel „Während der Nacht der Braut“: „Bei der Rückkehr haben sich unsere Sünden gesühnt und wurden zu Fehlern, denn es bleibt noch ein dünner Faden, der uns zu dem bösen Gedanken führen kann…

Für David wurde die Sünde zu einem Fehler… Aber die anderen sollen Angst haben, denn sie werden vor dem Engel nicht sagen können, dass dies ein Fehler war und kommen in die Hände von Duma in die Hölle“.

Wenn wir einen Teil von Malchut korrigieren, dehnt sich von ihr immer ein dünner Faden zu den Teilen aus, mit denen wir noch nicht arbeiten können.

Wir müssen ihnen eine Nahrung, ein Recht auf Existenz geben, damit wir sie später korrigieren können.

Diese Verbindung lässt einen Anker für den Egoismus, sie ist wie die Tore zur Hölle, durch welche man plötzlich in die egoistische Absicht eintauchen kann. Gerade hier verbirgt sich das Problem.

Sind wir in der Lage, dem Verlust des Schirmes vorzubeugen, und nicht um des Empfangens Willen zu genießen? Denn dann verschwinden die Lichter und wir bleiben in der Dunkelheit der „Hölle“.

Können wir ein so winziges Teilchen des Egoismus behalten ohne diese Tore dabei öffnen zu müssen und es mit einer minimalen Beleuchtung zu versorgen, die es für die Existenz braucht?

Das Buch Sohar erzählt uns wie wir das machen können. So korrigieren wir unsere Fehler, wobei die Sünden nur auf der letzten Etappe unserer Arbeit korrigiert werden können.

Das Ziel befindet sich nicht auf halbem Wege

Eine Frage, die ich erhielt: Was verbindet uns in Wirklichkeit – der Glaube an den Guten, der Gutes tut, dieses Ideal an sich?

Meine Antwort: Uns verbindet das Licht. Keines unserer Ideale, nichts von uns Erschaffenes wird funktionieren. Nur wenn wir das Licht darum bitten, uns zu verbinden, erfüllt es das. Eine einfache Handlung – ja oder nein. Nur das Licht!

Wir sind lediglich in der Lage, zu einer richtigen Bitte zu gelangen, und selbst das nur mit Mühe. Das ist unsere einzige Möglichkeit – unseren Zustand zu klären, zu verstehen, was gut und was böse ist, uns richtig auf die nächste Stufe, auf den Zustand des größeren Gebens vorzubereiten, in dem wir stärker miteinander verbunden sind – und das Licht zu bitten, uns die Kraft des Gebens zu schenken.

Doch während wir danach streben, uns zu verbinden, sollten wir in unserer Verbindung nicht das Ziel, sonder ein Mittel sehen – um an den Schöpfer zu geben. Vergiss nicht den Gastgeber!

Denn wenn du ständig an deine Korrektur, an deine unkorrigierten Eigenschaften denkst, wenn du den ganzen Tag damit verbringst: „Ich muss mich mit den Freunden verbinden! Warum sind wir nicht verbunden?! Bin ich unkorrigiert oder er?“, wozu tust du es letztendlich?

Du vergisst das Ziel und denkst nur an die halbe Arbeit! Du schreist, hetzt dich, sorgst aber lediglich für die Mittel. Was willst du also?…

Wir vergessen, dass wir durch unsere Verbindung das Geben an den Gastgeber erreichen müssen. Es gibt den Schöpfer, und wir müssen zu einem solchen Zustand gelangen, um an Ihn zu geben, solche Handlungen ausführen, damit Er durch uns genießt. Dafür verbinden wir uns.

Das Ende der Handlung liegt im ursprünglichen Gedanken. Du musst immer deinen Weg mit dessen Endpunkt beginnen. Auf diese Weise wird alles geplant.

Finde genau heraus, was du am Ende bekommen willst. Dann fange an, aufzuschreiben, welche Schritte dem vorangehen müssen, was du dafür brauchst: welche Kräfte, Mittel, Kenntnisse, Ausrüstung. Wir schreien aber um den halben Weg, als ob das alles wäre…

Es ist sehr wichtig, denn sonst werden wir noch nicht einmal die Hälfte des Weges erreichen können. Warum? Weil wir das Licht vom Endpunkt – vom eben jenem Schöpfer – beziehen. Darum kann ich jetzt nicht den halben Weg als Ziel vor mich stellen.

Ich kann lediglich ein kleineres Maß an Arbeit als Ziel anvisieren: ich will eine Verbindung von zehn Gramm zwischen uns erreichen, um dem Schöpfer zehn Gramm Genuss zu schenken. Gut! Dann hast du die komplette Handlung – Rosch (den Anfang), Toch (die Mitte), Sof (das Ende). Das funktioniert.

Wenn du aber sagst: „Ich will meine ganze Kraft darauf verwenden, mich mit der Gruppe zu verbinden!“, dann wirst du nichts bekommen, weil das lediglich die Hälfte ist.

Darum erklärt Baal HaSulam in seinem Artikel, dass Israel (derjenige, der nach dem Schöpfer strebt), die Tora (das Licht) und der Schöpfer sich in jedem Zustand befinden müssen, sonst kommst du vom Weg ab und bewegst dich nicht dem Ziel entgegen. Aus diesem Grund muss das Ende der Handlung in dem ursprünglichen Gedanken enthalten sein.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 21.11.2010

Die Transplantation meiner Seele

Indem ich mich der Gruppe anschließe, verpflanze ich quasi meine Seele von einem Ort an den anderen: aus meinem Körper, in dem ich mich im Moment befinde, in einen anderen Körper.

Ich verlagere meine Seele von der Empfindung dessen, dass sie sich im Moment in diesem Körper befindet, zu der Empfindung, dass ich sie in einen anderen Körper einsetze. Und dieser andere Körper ist die Gruppe.

Doch die Gruppe bedeutet nicht die Gesichter meiner Freunde, einzelner Menschen, die mehr oder weniger miteinander verbunden sind. Das ist ein neues System, noch nicht einmal ein System, sondern ein neues Verlangen, welches sich außerhalb von mir befindet.

Und das ist das am meisten korrigierte Verlangen, welches sich in der Endkorrektur befindet. Es gibt keinen Mangel darin – dort ist der Schöpfer anwesend, der es vollkommen ausfüllt.

Das ist ein riesiges vollkommenes Verlangen, es fehlt nur eins: dass ich mich ihm anschließe, dass ich mich dort „hineinpflanze“, wie ein Transplantat, das einen Prozess der schrittweisen Anheilung an den neuen Körper durchlaufen, dessen andere Teile wahrnehmen, sich vor ihnen annullieren, sich durch seine ein- und ausgehenden Gefäße mit ihnen verbinden muss.

Auf diese Weise lernt das transplantierte Organ immer besser dieses System kennen, ordnet sich in dieses ein und beginnt, zusammen mit diesem System zu funktionieren, weil es versteht, dass alles von ihm abhängt, von dem, inwieweit es sich dort „eingelebt“ hat und zu einem untrennbaren Teil davon geworden ist, indem es sich buchstäblich darin verloren hat. Und das heißt, dass es Malchut der Welt der Unendlichkeit, die letzte Korrekturstufe, erreicht hat.

In dem Maße, in dem ich mich in dieses neue Verlangen (in die Gruppe), das als „Schechina“, der Ort der Anwesenheit des Schöpfers, bezeichnet wird, hineinbringe, enthülle ich Ihn dort.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 05.11.

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Wenn die Finsternis aufkommt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie behält man Freude während des Abstiegs?

Meine Antwort: Alles hängt davon ab, welches Ziel du hast. Ich kann mich daran erinnern, wie wir als Kinder auf einen Berg gestiegen und heruntergeschlittert sind. Dabei empfanden wir Freude nicht beim Aufsteigen, sondern gerade beim Herunterfahren.

Also hängt alles vom Ziel ab. Wenn du weißt, dass der Abstieg neues Material mit sich bringt, mit dessen Hilfe du deine nächste Stufe aufbauen kannst, bereitet dir das etwa keine Freude?

Wenn das Durcheinander und das Unverständnis aufkommen, wenn alles vor den Augen „verschwimmt“, freue ich mich. Denn in Anschluss an die Finsternis werde ich neues Wissen, ein neues Gefühl, eine neue Annäherung, eine neue Enthüllung erlangen.

In der auf mich niedergestiegenen Finsternis, in der Gefühls- und Geistesverwirrung schaue ich mich von der Seite an, löse mich von dem Wirrwarr und der Wehmut und messe den bevorstehenden Aufstieg daran.

Genauso hat Rabbi Schimon, als er sich als „Schimon vom Markt“ gefühlt hat, begriffen, dass er vor dem Aufstieg zur Endkorrektur steht.

Und obwohl wir solche Höhen noch nicht erreicht haben, musst du trotzdem, wenn dich die Machtlosigkeit überkommt und ein Schleier die Sonne verdeckt, darin eine Vorbereitung sehen. Auf diese Weise kommt das Material der nächsten Stufe zum Vorschein, das noch nicht realisiert ist, noch nicht die richtige Form angenommen hat.

In einem solchen Moment darfst du nicht die Hände in den Schoß legen und sitzen bleiben, während du Kräfte sammelst, sondern musst im Gegenteil anfangen zu arbeiten. Versuche das Hindernis sofort zu überwinden und dich aus der Finsternis, selbst aus der kleinsten, herauszuziehen. Gerade dadurch wird das ganze Material, das sich am Prozess beteiligen muss, schneller in die Arbeit einbezogen.

Du hast die Möglichkeit, dich täglich systematisch mit Hilfe der Gruppe und des Studiums vorzubereiten. Bleibe jeden Tag in Verbindung, lasse den spirituellen Faden nicht los, selbst wenn er über Kopfhörer eines mp3-Players geht. Lass dich an das Ziel erinnern, denn während des Abstiegs schaltest du dich davon ab.

Wenn du dich ständig unter dem Einfluss einer richtigen Umgebung befindest, wirst du selbst beim Verstärken des Negativen deinen Zustand von der Seite betrachten und ihn analysieren können. Das wird dir erlauben, anders an die Geschehnisse heranzugehen. Die Freude geht daraus hervor, dass du den nächsten Zustand aufbaust.

Nur der völlige Abriss der spirituellen Verbindung, der durch eine ungenügende Vorbereitung ausgelöst wurde, nimmt dir die Möglichkeit, zu arbeiten. Auf alle Lebenssituationen kann man sich so vorbereiten, dass man niemals die gute Einwirkung verliert. Wenn du die Gruppe wirklich schätzt, wird die Freude dich niemals verlassen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 19.11.2010

Ich wähle aus, herrsche aber nicht

Eine Frage, die ich erhielt: Ich wählte tausend Male, dass in mir die Eigenschaft der Barmherzigkeit herrschen würde, und unveränderlich geriet ich in die Eigenschaft des Gerichtes. Ich bin schon satt davon. Wo ist das Problem?

Meine Antwort: Das Problem liegt darin, dass du nicht durch die Gruppe arbeitest und selber zurechtkommen willst. Anders gesagt, du willst an der Stelle der freien Wahl höchstpersönlich herrschen.

Aber das ist nicht möglich, weil du dich selbst unter der Gewalt einer der zwei Kräfte befindest: Bina oder Malchut – in der Regel Malchut.

Das mittlere Drittel von Tiferet ist die Stelle unserer Wahl, aber nicht unserer Macht. Hier entscheide ich, wer über mich herrschen wird. Auf jeden Fall: das werde nicht ich selbst sein, sondern etwas von außen. Und außen habe ich nur eine Auswahl – die Umgebung.

Mich kann „die Versammlung von Spöttern“ umgeben, wie in den Psalmen geschrieben steht, oder die Versammlung von Kabbalisten, d.h. von Menschen, die nach dem Schöpfer streben. Das ist eben meine Auswahl. Wenn ich mich an die richtige Umgebung anhefte, ziehe ich von dort die Kräfte heran, um mich vorwärts zu bewegen.

Ja, so einen schmalen Plattform für die Auswahl einer der zwei möglichen Umgebungen. Hier wird alles bestimmt; und das nicht nur einmalig, sondern ständig.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 19.11.2010

Eindrücke vom Kongress, 11.2010, T.3

Aus den erhaltenen Briefen mit Eindrücken vom Kongress:

…ich schreibe Ihnen, weil ich mich dieses mal nicht enthalten und schweigen kann!

DIESER KONGRESS WAR DAS UNGLAUBLICHSTE, MÄCHTIGSTE, ERSCHÜTTERNDSTE, DIE WAHRHEIT ENTHÜLLENDE UND HOFFNUNG GEBENDE EREIGNIS MEINES GANZEN vieljährigen LEBENS MIT DER KABBALA!

EINE RECHTFERTIGUNG VON UNENDLICHEM LEID: Alle vorige Kongresse waren für mich auch besonders, der eine warm, der andere bedeutend, usw. ABER HIER HABE ICH DAS GESPÜRT, WOVON SIE UNS ERZÄHLEN, vielleicht DURCH DEN KÖRPER, durch DEN GEMEINSAMEN PULS, GEMEINSAME TRÄNEN UND EIN VERLANGEN, eine nicht immer bewusste Empfindung seiner Anwesenheit, eben ZWISCHEN UNS…

NOCH NIEMALS UND NIRGENDWO HABE ICH GESPÜRT, dass WIR alle ZUSAMMEN MITEINANDER VERBDUNDEN SIND, UND DAS MAN DIES TATSÄCHLICH SPÜREN KÖNNTE – UND HIER WAR ES! – ich WUSSTE, OHNE DIES VERSTEHEN ZU KÖNNEN, alle die um mich herumstehen – DAS BIN ICH.

ES IST UNMÖGLICH DIES ADÄQUAT IN WORTE ZU FASSEN, ABER SIE HABEN NACH ALL DIESEN GEFÜHLEN IN DER LETZTEN KONGRESSLEKTION ALLES GESPÜRTE UND DURCHLEBTE AUSFÜHRLICHST ERKLÄRT!

Wie eine Wahrsagerin, WOHER WEIß SIE SO GENAU ALLES ÜBER MICH? Bis zur kleinste Nuance. Es ist auch klar, dass die Kraft des Kongresses nicht nur in dem dort erlebten liegt, sonder in unserem Erwarten und Streben, darin, dass die Menschen gesehen haben, wie die anderen, die sich neben ihnen befinden dasselbe wollen!

Dieses riesiges GEMEINSAME Verlangen – IN DEN AUGEN UND HERZEN VON ALLEN. Wie leuchteten die Gesichter, wie weinten die Menschen in dem Kongresssaal, jemand spürte, jemand anderes noch nicht, aber DAS WAR EIN SPIRITUELLES EREIGNISS VON EINER ENORMEN MACHT. Die Empfindungen DIESES GROßEN KONGRESSES WERDEN DIE MENSCHEN NOCH LANGE ERHALTEN… und nichts endete in diesem Saal… FÜR DAS ERLEBTE KANN ICH ALLES HERGEBEN!

ENORME LIEBE ERFÜLLTE DEN GANZEN SAAL, ALLE HERZEN, und es ist kein Problem wenn jemand das noch nicht spürt… das ist alles in uns drinnen.
Entschuldigen Sie bitte diesen Ausbruch…

Eine Anleitung zum Konservieren des Egoismus

Das Buch Sohar. Das Vorwort. Der Artikel „Während der Brautnacht“: „Die Sitra Achra hat nur ein dünnes Licht des Leuchtens von Malchut. Dies wird als Schoresch [Wurzel] angesehen und ist ausreichend für das Fortbestehen der Klipot.

Diese Schoresch wird ebenso „ein dünner Faden“ genannt, gemeint ist eine dünne Wurzel der Sünden. Darüber steht geschrieben, „Am Anfang ist es einem Spinnennetz ähnlich, und später wird es zu Wagensträngen“.

Klipa bedeutet Kelim, die wir noch nicht in der Lage sind, mit der Absicht zu geben zu korrigieren. Die Rede ist von den stärksten und den wichtigsten Verlangen, in denen später, bei der Endkorrektur, die größten Lichter enthüllt werden.

Im Prinzip haben wir keine Chance, irgendetwas gegen das Verlangen zu genießen zu tun. Wir können nur dessen einzelne Teile sortieren und für uns entscheiden, mit welchen davon wir im Moment unter diesen oder jenen Bedingungen arbeiten können.

Was die anderen Verlangen betrifft, so sind wir verpflichtet, sie zu „konservieren“ und ständig den Schutz aufrechtzuerhalten, damit sie nicht ausbrechen und sich nicht auf uns stürzen.

Alle möglichen Hasser von Israel, sprich diejenigen, die das Bestreben direkt zum Schöpfer hassen, sind jene großen egoistischen Verlangen, die wir noch nicht korrigieren können. In der Tora werden sie als Völker der Welt bezeichnet, die Israel ständig keine Ruhe lassen.

Selbstverständlich begreifen wir, dass ihre Kriege Erweckung des Egoismus sind, die dem Menschen zugute kommen.

Dank ihnen spürt er immer besser seine unkorrigierten Verlangen auf und „tötet“ sie, sozusagen, d.h. findet in ihnen immer neue Teile, die er korrigieren und an sich, an die Benutzung um des Gebens willen anschließen kann.

Also müssen wir uns um die egoistischen Teile des Verlangens, die der Korrektur noch nicht unterliegen, kümmern. Wir müssen ihre Existenz aufrechterhalten und um derentwillen eine besondere spirituelle Arbeit durchführen.

Denn immerhin spüre ich sie in mir. Es reicht nicht, sie einfach abzuschalten und sie nicht zu benutzen – im Moment korrigiere ich sie dadurch, dass ich ihnen ein kleines Leuchten ermögliche, welches durch den Buchstaben Kuf (ק) gekennzeichnet wird, dessen unterer Teil bis unter die Zeile reicht, womit ein dünnes Leuchten bis zu den Welten von BYA und bis zu den Klipot, die sich dort befinden, durchdringt.

Genauso wird ein Kranker auf der Intensivstation an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Ich tu nicht so, als ob ich diese Verlangen in mir nicht hätte, sondern akzeptiere im Gegenteil ihre Existenz und herrsche über sie. Also hängen sie von mir ab, denn ich erhalte einen kleinen Funken Leben in ihnen aufrecht.

Wir brauchen die Klipa, denn sie ähnelt der Schale, die die Frucht während ihrer Reifung schützt. Ohne diese Handlungen werden wir uns an die Korrektur von Malchut nicht machen können.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 18.11.2010. Das Vorwort.

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Vorbereitungen für die Arbeit von David

Frage : Wie zeigt sich die Geschichte von David und Bat – Sheva in der Gruppenarbeit.

Antwort : Eine berechtigte Frage. Wir arbeiten ja nicht an einem privaten Wunsch des Menschen, sondern an dem Wunsch,der in uns allen besteht. Gerade wurde er zerbrochen und nun müssen wir ihn korrigieren.

Jeder befindet sich im gemeinsamen Wunsch der Genüsse, in privater Selbstsucht, die überhaupt nicht berechnet wird.

In mir existieren Wünsche des tierischen, des pflanzlichen und des leblosen Niveaus, die der direkten Korrektur nicht nachgeben.
Sie werden, je nach dem Grad meiner Arbeit, auf der menschlichen Stufe korrigiert.

Wir müssen unsere Beziehungen korrigieren, die roten Fäden innerhalb unserer Verbindung. Unser gemeinsame Wunsch bringt jedoch auch die Darstellung des Bösen mit sich – unsere Absicht zu empfangen.

Alles andere lass in Ruhe – beschäftige dich nur mit dem Menschen in dir, mit Adam, der dem Schöpfer ähnlich (dome) sein soll.
Und alle übrigen Wünsche werden ihm automatisch folgen.

Aus diesem Grund liegt unsere ganze Arbeit in der Gruppe.
Malchut, Bat – Sheva sind ein gemeinsames, zerbrochenes Kli, das wir korrigieren und vereinen sollen.

Es kommt das Licht von AB – SAG und nimmt uns einen Teil des Lichtes weg – so geht Urija weg – d.h. das Licht Jud – Kej,
und es bleibt nur Waw – Kej, mit welchem man arbeiten kann.

Dann nimmt David den Teil des Seir Anpin, der für die Korrektur von Malchut vorbestimmt ist, und arbeitet damit.

Er stellt den Massach mit der Absicht zu geben dar, und korrigiert Bat – Sheva. Dadurch kommt er zum richtigen Sivug,
zur Einheit mit ihr, um dem Schöpfer Genuss zu bereiten.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, Vorwort, 18.11.2010

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Ich möchte den Machsom überqueren!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn wir den Machsom ueberqueren, machen wir das gemeinsam oder jeder zu seiner Zeit?

Meine Antwort: Machsom ist eine potentielle Grenze. Wenn ich anstrebe, mich mit meinen Freunden zu verbinden und von der Trennung zwischen uns zu einer groesseren Verbindung kommen moechte, wenn ich mit all meiner Kraft diese Trennung vernichten moechte, aber dazu nicht in der Lage bin, rufe ich den Schoepfer zu Hilfe und ueberquere den Machsom.

Mit anderen Worten, mein Ego bleibt mir, abe ich erhebe mich darueber. Auf vorigen Etappen wollte ich das nicht wirklich und war mit seiner Existenz einverstanden.

So war es vor dem Machsom. Nach dem Machsom existieren zwei Verbindungsformen: Geben um des Gebens willen – Stufe von Bina, und Empfangen um des Gebens willen – Stufen Chochma und Keter.

Wo kann ich den Machsom umsetzen? Ich setze ihn in der Verbindung zwischen uns um. Und hier bin ich nicht von unseren äußeren Handlungen oder Sympathieäußerungen abhängig. Hier ist nur die innere Arbeit notwendig.

Ich bin verpflichtet, sich in unseren Wünschen zu verbinden, damit alle unsere Funken des Gebens sich zusammenschliessen. Sobald dies passiert, überquere ich den Machsom.

Aber alle unsere egoistischen Eigenschaften bleiben. Denn wir haben unser Ego noch nicht korrigiert, sondern haben uns darüber erhoben, in dem Versuch, unsere leidenschaftlichen Verlangen nach Spiritualität oder nach der Eigenschaft des Gebens zu vereinigen.

Und wenn unsere Funken des Gebens sind miteinander verbunden haben, ist das schon ein fertiges Gefäß für das Licht Chassadim, denn solch ein Gefäß hat die Eigenschaft Chafez Chessed (sich über dem Egoismus befinden). Dann beginnt der Mensch, das überall herrschende höhere Licht zu empfinden.

Unter dem Machsom erfuellt das gleiche höhere Licht die ganze Realität, aber wir empfinden es nicht. Und sobald sich unsere Punkte im Herzen zu verbinden beginnen, spüre ich in dieser Verbindung, in dieser Dichte, in der Kompression zwischen ihnen das alles erfüllende Licht. Und sie haben es schon entdeckt, sind zum Detektor des Lichtes geworden.

Wir befinden uns in dem gleichen Zustand. Wir müssen nicht zu anderen Galaxien, oder in höhere Dimensionen fliegen.

Das Licht befindet sich zwischen uns, und es fehlt uns nur an der Empfindsamkeit ihm gegenüber, an dem Sinnesorgan. Und je mehr wir uns einander mit unseren Herzen annähern, desto mehr enthüllen wir das Licht, das sich zwischen uns befindet. Wir kommen dazu im gegenseitigen Geben und wünschen uns, dass dies passiert…

Aus der zweiten Kongresslektion, 09.11.2010

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