Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Ein Gebet um das Unmögliche

Unity Kongress. Vorgespräch

Der Unterschied zwischen allen Handlungen besteht nur darin, ob sie zum Schöpfer führen oder nicht. Der Schöpfer kann nicht enthüllt werden, wenn davor keine Verbindung unter allen stattgefunden hat, ohne jegliche Unterschiede, zum allgemeinen Wohl von allen, so dass ich selbst nicht mehr existiere – ich führe nur diese Handlungen aus und denke nicht mehr an mich selbst. Und ich sehe und weiß noch nicht einmal, was genau ich gemacht habe. Ich brauche das nicht, anderenfalls könnte ich womöglich damit beginnen, einen Genuss aus meinen Verdiensten zu ziehen.

Das spiegelt ein wenig wider, was Geben bedeutet. Und natürlich ist es nicht möglich, solche Eigenschaften zu erlangen. Indem wir es immer mehr für uns klären, vergewissern wir uns dessen Unmöglichkeit und beginnen allmählich zu verstehen, dass es zu uns von irgendwo außerhalb kommen muss.

Je mehr wir uns anstrengen und sehen, dass wir dazu nicht in der Lage sind, desto offensichtlicher wird es für uns, dass hier nur die höhere Kraft, etwas Unreales, helfen kann. Und dann verlangen wir, dass es geschieht. Das ist bereits ein Gebet.

Auszug aus dem Gespräch vor dem Kongress, 20.09.2012

Solange er nicht zum Menschen wird

Die Methode der Kabbala ist für die Veränderung des Menschen vorherbestimmt, bis er zum Menschen, zum Adam wird, was dem Schöpfer „ähnlich“ (dome) bedeutet. Jeden Augenblick, tagtäglich soll man an der Erhöhung der Wichtigkeit dieser Methode arbeiten. Denn wir werden ständig von der Spiritualität abgelenkt, als ob der Schöpfer sich vor uns verhüllen würde.

Uns scheint es so zu sein, dass unsere Zustände sich die ganze Zeit verändern: mal fühlen wir uns dem Schöpfer näher, dann wieder weiter entfernt von ihm. Aber verständlicherweise geschieht es nur in unserer Empfindung. In Wirklichkeit erwachen in uns die neuen informativen Gene, die wir korrigieren sollen.

Im Menschen gibt es 613 Verlangen bezüglich des Schöpfers. Es handelt sich nicht um die materiellen Wünsche dieser Welt, sondern um die Verlangen, die zum Schöpfer gerichtet sind. Gerade diese soll der Mensch korrigieren, denn er soll sich wie der Schöpfer verhalten, das heißt vollständig auf das Geben ausgerichtet sein, um dadurch dem Schöpfer die Freude zu bereiten.

Der Schöpfer hatte von vornherein, noch im Vorhaben der Schöpfung beabsichtigt, den Geschöpfen Genuss zu bereiten. Der Mensch soll also auch einen solchen Zustand erreichen, in dem das Hauptziel die Bereitung des Genusses für den Schöpfer ist.

Die Gleichheit der Eigenschaften mit dem Schöpfer erhebt den Menschen auf die Stufe des Schöpfers, so dass er die Verschmelzung mit Ihm, die vollkommene Vereinigung erreicht, was auch das Endziel ist.

Und auf dem Weg zum Ziel gibt es eine Menge der Etappen des Aufstiegs. Auf der ersten Etappe entwickelt der Mensch im Laufe der tausendjährigen Geschichte und vielen Lebenskreisläufen den Genuss seines gewöhnlichen, irdischen Verlangens. Die Kreisläufe des Lebens werden ersetzt, da das Verlangen die ganze Zeit wächst und immer mehr und mehr erreichen will, darin werden in jedem Augenblick die neuen informativen Gene (Reshimot) offenbart.

Es ist deshalb sinnvoller, nicht die Körper zu beachten, die leben und sterben, sondern diese informativen Gene, die sich im Verlangen zu genießen offenbaren, und dem Menschen eine Illusion der Empfindung seiner Existenz im Körper geben.

Auf der zweiten Etappe der Entwicklung, welche die Verlangen betrifft, erscheint bei einigen Menschen das Streben, den Schöpfer zu offenbaren, den Sinn des Lebens zu erkennen. Adam Rischon bekam als erster ein solches Streben, weshalb er als erster Mensch bezeichnet wird, und nach ihm, die anderen. Solche Menschen heißen Kabbalisten, weil sie die Methode der Korrektur übernehmen, dank welcher sie die Enthüllung des Schöpfers entsprechend der Ähnlichkeit ihrer Eigenschaften mit Seinen Eigenschaften erreichen.

Die Kabbalisten gehen eine Menge Etappen von Entwicklung und Lebenskreisläufen durch, aber es sind schon andere Kreisläufe – die das Begreifen des Schöpfers, und der lenkenden Naturkraft beinhalten.

Nachdem man das erste Erwachen zum Spirituellen erlangt hat, gehen wir in die so genannte Periode der Vorbereitung ein. Auf dieser Etappe machen wir viele Zustände durch, entsprechend der Methode, inwieweit wir sie verstehen. Denn obwohl sie für das Studium zugänglich ist, wurde sie in den Seelen noch nicht offenbart.

So kommen wir voran, bauen die Gruppe auf und bemühen uns die ganze Zeit, einander zu begeistern. Die Hauptarbeit besteht darin, die Wichtigkeit der Methode zu erheben und in der eigenen Veränderung.
Nichts muss man in unserer Realität verändern, außer dem Menschen, wobei man nur ihn auch tatsächlich verändern kann.

Und im Menschen selbst soll man noch klären, was genau verändert werden kann, nämlich nur die Absicht unserer Verlangen. Und die Verlangen selbst sollen konstant bleiben. Der Mensch verfügt über 613 Verlangen bezüglich des Schöpfers, und er soll ihre egoistische Absicht auf das Geben korrigieren.

In Wirklichkeit, fühlt er nicht, dass in seinem Inneren die 613 Verlangen existieren, dass sie egoistisch sind, und dass er den Schöpfer nur ausnutzen will. Der Mensch hat noch keine Beziehung zum Schöpfer, keine Verbindung zu Ihm. Aber allmählich wird diese Verbindung, sowie unser böser Anfang offenbart. Und wenn sich der Mensch in der Selbstsucht befindet, dann braucht er die Korrektur, die Tora, „ein Gewürz“. Und wenn er mit ihrer Hilfe seine Absicht verändert, d.h. anstelle des eigenen Wohls auf das Wohl der Höheren Kraft gerichtet ist, dann bedeutet es, dass er ein Gebot erfüllt hat.

Auf diese Weise begeht er 613 Korrekturen, befolgt 613 Gebote, wodurch sein Gefäß vollständig korrigiert wird und er darin den ganzen Genuss empfindet, welchen der Schöpfer für ihn vorbereitet hat. Diese Empfindung bringt den Menschen folglich an die Quelle zurück. Folglich erreicht der Mensch sein Ziel.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 07.09.2012

Gebet für den Aufbau der Seele

Frage: Welches Gebet ist nötig, um die Hindernisse zu überwinden?

Meine Antwort: Zuerst sollte man den Segen, und dann die Bitte erreichen. Die Bitte soll so formuliert sein, dass sie dem Schöpfer Genuss bereitet. Das bedeutet, dass es hier eine ganze Reihe der Handlungen und der Verlangen gibt, in dem das Eine auf dem Anderen aufgebaut ist, bis sich alle Kettenglieder schließen.

In dieser Kette sind eingebunden: die Größe des Schöpfers, meine eigene Nichtigkeit und die Bitte mir die Kräfte zu verleihen um mich zu korrigieren. All das ist die Arbeit des Schöpfers und nicht meine Arbeit. Das alles ist deshalb notwendig, damit ich den korrigierten Zustand erlangen kann, womit ich dem Schöpfer Freude bereiten werde.

Sobald ich das alles in eine richtige Kette zusammenführe, zeige ich, inwieweit ich den Prozess begreife, inwiefern ich mit ihm einverstanden bin und daran teilnehmen will, das ist eben mein spirituelles Gefäß.

Wenn alle Verlangen, Gedanken, Gründe und Folgen richtig geregelt sind, dann bilden sie ein solches Gebet, wie es im Gebetbuch formuliert ist, das von Kabbalisten geschrieben wurde. Sie haben uns auf diese Weise die Beispiele vorgeführt wie die Ansprache mit der Dankbarkeit, mit der Bitte und der Absicht dem Schöpfer einen Genuss zu bereiten aufgebaut werden soll – das heißt, das eigene Gefäß aufzubauen. Ein Gebet dient somit dem Aufbau des spirituellen Gefäßes.

Mehr als das wird von uns nicht verlangt. Damit die Handlung von oben begangen wird sollen wir verstehen, dass das Gefäß vom Licht aufgebaut wird, weshalb unsere Bitte dafür notwendig ist. Wenn wir das richtige Gefäß erlangen, dann können wir bereits mit seiner Hilfe die Handlungen die das Geben enthält, ausführen.

Es sind vor allem das Begreifen des Übels, seine Klärung, das Verlangen es zu beseitigen, die Bitte um die Korrektur notwendig. Zuerst wird das Geben für das Geben korrigiert und danach der Erhalt für das Geben erreicht. Dies alles ist in der Reihenfolge der Gebete im Gebetbuch widergespiegelt, welches für uns, den Mitgliedern der großen Versammlung, der Kabbalisten (Sanedrin) noch vor dem spirituellen Zerbrechen vorbereitet wurde.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabasch, 06.09.2012

Die Dressur der Selbstsucht

Kongress in Charkow. Seminar 2

Wird eine solche Zeit kommen, in der die Selbstsucht nicht gegen mich, sondern „für“ mich, zusammen mit mir, arbeiten wird?

Es wird dann geschehen, wenn ich die Selbstsucht von mir vollständig abtrennen und sie mir gegenüber stellen werde, wenn ich uns voneinander mittels der Kontraktion und des Schirms teilen werde. Dann kann ich beginnen, mit ihr wie mit der Hilfe zu arbeiten – nicht gegen, sondern „für“ mich.

Anders gesagt, es verwirklicht sich dann, wenn wir den Zustand erlangen, der als „Chafez Chessed“, die Eigenschaft der Bina genannt wird, und die dann weiter bis zur Eigenschaft Keter hinaufsteigt.

Nachdem ich die Eigenschaft Bina vollständig angeeignet habe und über einen Schirm verfüge, und sobald ich mit der Selbstsucht alles Mögliche tun kann, dann beginne ich sie positiv zu verwenden. Auf der ersten Etappe annulliere ich die Selbstsucht und auf der zweiten Etappe beginne ich mit ihr, für sich zu arbeiten. Dieses „Tier“ wird so gezähmt, dass ich es einfach für mich benutze, und die Finsternis wird zum Licht.

Auszug aus dem 2. Seminar des Kongresses in Charkow, 17.08.2012

Wie kann man in das fremde Verlangen eindringen?

Frage: Was bedeutet der gegenseitige Einschluss, den wir untereinander erreichen sollen?

Meine Antwort: Der gegenseitige Einschluss der Verlangen ineinander geschah einst als Folge ihres Zerbrechens. Der Einschluss in die fremden Verlangen ist auch ohne das Zerbrechen möglich, und zwar mittels der gemeinsamen Schirme.

Somit ist es unmöglich, sich miteinander aufgrund der Verlangen zu verbinden. Wenn ich etwas Süßes und du etwas Salziges willst, dann sind es zwei verschiedene, unvereinbare Forderungen. Sie können sich irgendwie aufeinander einkleiden, aber keine von ihnen hebt die andere auf. Jedes Verlangen hat seine Stelle, die sich zeigt und die Füllung empfängt.

Das Licht hat jedes Verlangen bewirkt und hält es in jener Art fest, in welcher es geschaffen ist. Deshalb entsteht eine sehr große Frage: Was bedeutet in diesem Fall der Einschluss, die Durchdringung in das fremde Verlangen, und wie ist dies überhaupt möglich?

Der Einschluss ist nur in den äußeren Formen, die wir annehmen, möglich, wobei wir in unserem Inneren die Gleichen bleiben. Wir können uns nicht mittels unserer Verlangen verbinden, denn sie sind bei jedem Menschen anders. Es wird gesagt: „Genauso wie ihre Gesichter nicht ähnlich sind, unterscheiden sich auch ihre Gedanken und Verlangen voneinander“. Wir können unsere Verlangen nicht verbinden, da jedes einzelne Verlangen bestimmt und von den übrigen abgetrennt ist.

Jeder ist mittels seines eigenen, besonderen Lichtes geschaffen. Aber wenn unsere Verlangen die Form des Gebens bezüglich einer Quelle annehmen, dann können sie beginnen, sich zu vereinigen sowie sich ineinander einzureihen. Dieser Einschluss erfolgt gerade dank dieser allgemeinen Quelle – das Verlangen einer für alle. Wenn sich alle Verlangen danach richten, dann beginnen sie durch ihr allgemeines Streben, ineinander durchzudringen.

Und anders ist der gegenseitige Einschluss unmöglich. Nur die allgemeine Quelle verpflichtet uns, sich miteinander zu verbinden und verknüpft uns untereinander. Anderenfalls würden wir getrennt blieben. Und nur auf diese Weise können wir die wahre Vereinigung verwirklichen. Wir sind eben nicht die Bande der Verbrecher, die sich für den allgemeinen egoistischen Gewinn einsetzt, wo jeder mit dem eigenen Verlangen bleibt und mit Hilfe der Vereinigung auf die egoistische Füllung hofft.

Wenn wir uns aber in die Verlangen der anderen Menschen einreihen möchten, dann ist es nur im widergespiegelten Licht möglich, das auf eine Quelle gerichtet ist, die uns untereinander verbindet. Wie es gesagt ist: „Derjenige, der Frieden im Himmel schafft, wird es auch zwischen uns verwirklichen“.

Die Verlagen werden sich niemals verbinden können, jedes bleibt an und für sich bestehen. Und wenn es nicht so wäre, und sie wieder in einen Wunsch zusammengezogen würden, dann hätten wir am Ende der Korrektur keine um 620 Mal grössere Erkenntnis erlangt, als es davor vorhanden war. Diese 620-fache Vergrößerung geschieht eben deswegen, weil jedes Verlangen seine ursprüngliche Form behält, weil jedes Verlangen sich in der eigenen Schale (Klipa), in der Hülle befindet. Und wenn sie sich dennoch in eine Frucht, unter einer Schale, wie die Kernchen des Granatapfels, vereinigen, dann geschieht das 620-fache Begreifen der Vollkommenheit, die Verschmelzung mit dem Licht und seine Klärung.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sefirot“ „, 02.09.2012

Gebet und die Überzeugung

Auszug aus dem Brief von Baal HaSulam №24: Ein Gebet wird nur zusammen mit der Überzeugung erreicht. Man muss eben vollständig daran glauben, dass der Schöpfer jedem Gebet zuhört. Mittels eines solchen Glaubens wird die Überzeugung von der Hilfe seitens des Schöpfers erlangt, und in diesem Fall wird unser Gebet mit der Überzeugung der vollkommenen Befreiung stattfinden. Dann werden wir den ganzen Tag in dieser Freude und Überzeugung bleiben können, als ob die Erlösung schon gekommen wäre.

Baal HaSulam schreibt, dass sowohl das Gebet, als auch die Überzeugung aus aus ein und demselben Zweig stammen. Das ist eben ein sehr wichtiges Prinzip. Im gewöhnlichen Leben entsteht ein Gebet gerade dann, wenn es keine Überzeugung gibt und der Mensch verwirrt ist. Er spricht ein Gebet aus, wenn er die eigene, vollkommene Kraftlosigkeit, Angst und Besorgnis empfindet, und die Hilfe von Oben braucht, weil er in diesem Leben verlorengegangen ist und nicht begreift, in welche Richtung er gehen soll, und was zu tun ist.

In so einer Situation entsteht infolge der Aufregung und der Verzweiflung, beim Verlust der Hoffnung auf die Zukunft und des Halts im Leben, im Menschen ein Gebet.

Aber ein spirituelles Gebet entsteht im Gegenteil dann, wenn der Mensch fühlt, dass es einen „Gastgeber“ gibt, der die Welt, sowie das ganze Leben lenkt, und der alles korrigieren und in Ordnung bringen wird. Er versteht, dass der Schöpfer schon alles von Anfang an vorbereitet hat, und man sich nur mit Ihm verbinden soll. Das heißt, er ist in der höheren Kraft, vom Schöpfer überzeugt, weil es außer Ihm nichts gibt, und entsprechend dieser Überzeugung wendet er sich an Ihn, er bittet und fordert, dass der Schöpfer sein Herz und seinen Verstand öffnet und ihn vorankommen lässt.

Eine solche Herangehenweise ist den Vorstellungen, die in unserer Welt üblich sind, ganz entgegengesetzt, so wie geschrieben steht: „Die Meinung der Tora ist der Meinung der Spießbürger entgegengesetzt“.

Deshalb entsteht ein Gebet nur nach der Vorbereitung, nach dem ihm vorangehenden Gebet. Mit dem vorläufigem Gebet muss man sich zur Quelle ausrichten. Und wenn die Überzeugung und die Verbindung mit der Quelle erreicht sind, dann erhebt man zu Ihr die Bitte um Hilfe.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 02.09.2012

Ziehe dich nicht an den Haaren

Frage: Warum lässt uns der Schöpfer in nichts Erfolg haben, sondern zwingt uns, uns an Ihn zu wenden?

Meine Antwort: Er gibt dir diese ganze Welt, verpflichtet dich zu allen möglichen Handlungen und „stellt dir ein Bein“ – eben damit du dich an Ihn wendest. Wozu und worin sollst du sonst Erfolg haben? Denn die Anrufung des Schöpfers ist alles, was verlangt wird.

Wie kannst du dich sonst korrigieren und Ihm ähnlich werden? Du kannst dich nicht selbst aus dem Sumpf an den Haaren ziehen. Oder, wie die Weisen sagten, kann sich ein Gefangener nicht selbst aus dem Gefängnis befreien. Denn du stellst das pure Verlangen zu empfangen dar.

Und deshalb durchläufst du eine Reihe von Zuständen – genauso wie der Rest der Welt. Die Europäer versuchen z.B. verzweifelt ihre „Einheit“ aufrechtzuerhalten. Sie sehen wirklich wie Taube und Dumme aus – doch was soll man dagegen tun? Solange sie diesen Weg nicht zu Ende gegangen sind und die Arme nicht sinken haben lassen, wird nichts passieren. Ob vor dem Krieg oder danach – sie werden ihre Niederlage anerkennen müssen: „Das war es. Wir wissen nicht, was wir tun sollen“. Und dann werden sie auf uns hören.

Darum müssen wir im Vorhinein einen Brief mit Erklärungen vorbereiten und an sie schicken. Das ist unsere Pflicht. Es ist unwichtig, wer ihn entgegennimmt und liest. Es spielt keine Rolle, in welchem Mülleimer er landet, in welchem Ordner er „begraben“ wird. Wir müssen es tun.

Dasselbe betrifft jeden von uns – nur müssen wir uns im Unterschied zu den Europäern an den Schöpfer wenden, weil Er die Quelle der Kraft ist. Wer hilft dir sonst? Denn du brauchst das Licht, das zur Quelle zurückführt, du brauchst, dass die Kraft des Gebens über die Kraft des Empfangens herrscht und sie genau nach ihrem Ebenbild „formatiert“.

Unsere ganze Arbeit besteht darin, uns an den Schöpfer zu wenden. Unsere ganze Wahl besteht darin, wie wir das schnellstmöglich tun können, um den Leiden zuvorzukommen. Wozu soll ich Jahr für Jahr Zeuge eigener Misserfolge sein, um letztendlich doch „einzuknicken“ und mich an den Schöpfer zu wenden?

Es steht geschrieben: „Ein Weiser sieht das Neugeborene im Voraus“. Also will ich jetzt schon weise sein! Wozu soll ich mich jahrelang quälen? Was bringt es mir? Ein solches Vorankommen nennt sich „der Weg der Leiden“. Und der gute Weg bedeutet, dass ich unverzüglich, mit Hilfe der Gruppe und anderer Mittel, das Licht anziehe und sofort verstehe, was ich tun und wie ich die Stufen hochsteigen soll. Wozu soll ich immer tiefer in diesen Sumpf von Leiden, Krankheiten, Katastrophen, Depressionen und ewiger Bedrohung sinken?

Frage: Wie kann ich es wollen, wenn der Schöpfer über mein Verlangen herrscht?

Meine Antwort: Er herrscht über dein Verlangen und verleiht ihm einen treibenden Impuls von der nächsten Stufe. Im Moment erscheint dir diese Stufe als Finsternis. Wende dich an die Gruppe, bitte um das Licht, das zur Quelle zurückführt, und sie wird erstrahlen. Sie ist in der Finsternis versunken, weil du sie aus den entgegengesetzten Eigenschaften heraus betrachtest.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Exil und Erlösung“, 29.08.2012

Warum ist es so schwer, die Absicht zu halten?

Frage: Warum ist es so schwer, die Absicht zu halten?

Meine Antwort: Weil bei der richtigen Absicht unser Verlangen zu genießen sofort korrigiert wird. Wenn du auch nur einen Augenblick mit der richtigen Absicht gedacht hast, hast du das in diesem Moment in dir entstandene Verlangen korrigiert, das durch ein neues, unkorrigiertes ersetzt wurde. Und nun musst du dir erneut eine vereinte Gruppe, alle Freunde als ein Ganzes vorstellen.

Wenn du es getan hast und dem Licht, das zur Quelle zurückführt, entgegen strebst, um innerhalb dieses Zustands ein wenig die Eigenschaft des Gebens zu enthüllen, hast du wieder dein Verlangen korrigiert und es wurde wieder ersetzt. Daraus folgt, dass jedes Mal, wenn du abschaltest, es bedeutet, dass du nicht abschaltest und dich entfernst, sondern dass in dir Verlangen wechseln – und auf diese Weise kommst du jedes Mal voran!

Auszug aus dem Sohar-Unterricht, 28.08.2012

Womit fängt ein Gebet an?

Kongress in Charkow. Lektion 6
Es gibt ein Gebet und es gibt ein Flehen. Das Gebet bedeutet, dass der Mensch sich an den Schöpfer mit einer formulierten Absicht wendet. Und das Flehen bedeutet, dass er zuerst den Schöpfer bittet, das Gebet zu formulieren.

Vor etwa zweieinhalbtausend Jahren hat der König David in den Psalmen geschrieben: „le-maan achai we-reai“. Das bedeutet: für meine Freunde bitte ich Dich und für Deine ganze Schöpfung (welche „das Haus des Schöpfers“ heißt, weil Er sie später mit Seinem Licht füllt). Für Dein Haus bitte ich, damit Du alles verbindest, weil Dein Haus alle Völker der Welt versammeln soll, wie es gesagt ist:“ Weil Mein Haus zum Gebetshaus für alle Völker wird „.

Wir haben gesucht, mit welchen Worten wir uns an den Schöpfer wenden können. Und in Wirklichkeit sollen wir diese Worte von oben bekommen. Das Licht soll uns in seiner Sprache ausbilden – dass heißt “ in der heiligen Sprache“, die auf der Eigenschaft des Gebens und der Liebe basiert und unseren heutigen Empfindungen, sowie ihrem Ausdruck entgegengesetzt ist. In Wirklichkeit fängt unsere Ansprache mit der Bitte um die Korrektur, um die Veränderung unserer Bitte an.

In unserer Bewegung zum Schöpfer ist es sehr wichtig zu versuchen, die Gegenseitigkeit zu empfinden. Es gibt keinen Schöpfer ohne die Schöpfung, und es gibt keine Schöpfung ohne den Schöpfer. Als „Schöpfer“ wird die Eigenschaft des Gebens, die sich innerhalb unseres Wesens bildet, und die sich in uns einkleidet, genannt. Es ist das Feld, das anhand eines Materials empfunden wird. Und das Material sind wir. Nachdem wir die richtige „Unterlage“, den Ort vorbereiten, werden wir beginnen, den „Schöpfer“ zu offenbaren, zu empfinden. Es handelt sich nur um Seine Empfindung in unserem Inneren. Deshalb heißt der Schöpfer im Hebräischen „Bore“: von den Wörtern „Bo“ und „Re“ – „komme“ und „siehe“.

Der Mensch soll seine Bestrebung zum Schöpfer kontrollieren. Wenn sie richtig ist, dann empfindet der Mensch auch die Bestrebung des Schöpfers zu ihm. Die Gegenseitigkeit ist immer vorhanden: wenn seine Absicht richtig ist, dann wird darin sofort das Licht offenbart. Manchmal kommt es anders vor: der Schöpfer korrigiert uns, indem Er uns vorführt, dass wir uns nicht direkt nach Ihm ausrichten, dass wir es aus dem noch tieferen Punkt des Herzens tun müssen. Aber wir sollen immer danach streben, die Gegenseitigkeit zu empfinden.

Jede beliebige Bitte, jede beliebige richtige Ansprache soll unbedingt mit der Dankbarkeit anfangen, gerade wenn wir uns wünschen, die Eigenschaft des Gebens zu erlangen. Anderenfalls ist es einfach die egoistische Ansprache. Selbst wenn wir daran denken, von Ihm das Gebet formuliert zu bekommen, oder wenn wir uns an Ihn für unsere Freunde wenden wollen, wenn diese Ansprache auch richtig ist, soll sie immer mit der Dankbarkeit anfangen. Nur dann, kann man auf der Höhe dieser Dankbarkeit bitten – dann wird diese Bitte auf die Erweiterung des Gebens gerichtet sein.

Ich werde oft gefragt: „Was soll ich tun, wenn ich in mir nichts finden kann, wofür ich dankbar sein könnte?“ Denn der Mensch bittet in der Regel dann, wenn er sich im schlechten, schweren Zustand befindet.

Man muss sich mit den anderen vergleichen und erkennen, dass Sie besonders sind, weshalb Sie der Schöpfer gewählt hat. Sie sehen, was mit den übrigen Menschen geschieht, denen Er keine spirituelle Empfindung, keinen Punkt im Herzen gegeben hat.
Es ist nur der Punkt, weil wir darin noch nichts, außer der Zugehörigkeit zum Höheren empfinden. Deshalb richtet er uns vorwärts. Wenn dieser Punkt jedoch ausgedehnt wird, dann bildet sich darin die Empfindung, das Begreifen und die Offenbarung.

Sogar dieser kleine Punkt kann uns vorwärts führen. Und den Menschen, die keinen Punkt im Herzen haben, geht es leider um Vieles schlechter.

Somit ist hier die Dankbarkeit möglich. Nicht die egoistische Dankbarkeit, d.h. dafür, dass der Schöpfer mich einzigartig gemacht hat, sondern dafür, dass Er mich betraut, an andere zu denken. Er selbst befindet sich in der Eigenschaft des Gebens und kann deshalb der Schöpfung nicht noch näher kommen, weil sie dann mit Ihm einfach verschmelzen würde, am Licht, am Genuss gebunden sein und nicht die Eigenschaft des Gebens erlangen würde.

Deshalb ermöglicht Er durch solche Menschen wie wir, sich den anderen anzunähern, um ihnen allmählich zu erklären, was der Kontakt mit der Höheren Kraft als solcher ist.

Dennoch bleibt es für uns auch sehr schwer, vorwärts zu gehen, obwohl wir schon wissen, dass alles aus dem Schöpfer stammt und alles vom Schöpfer, vom Licht korrigiert wird. Nur unsere Ansprache zu Ihm soll von uns kommen, obwohl auch sie sich unter der Einwirkung unserer Bitte zu Ihm formuliert wird. Es heißt ein Gebet, welches dem wahren Gebet zuvorkommt: „Ermögliche uns die richtige Ansprache, das wahre Gebet. Ermögliche uns, nicht für sich zu bitten, sondern für die Sorgen der anderen Menschen empfindlicher zu werden, um in ihrem Namen bitten zu können“.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Charkow, 18.08.2012

Flug in die zukünftige Welt, sich nicht von der Stelle bewegend

Wir leben in einer einzigen Realität, obwohl wir ihr die Namen von verschiedenen Welten geben und denken, dass diese Welten abgesondert voneinander, an verschiedenen Orten, existieren. Als ob es solche Orte gäbe, welche „diese Welt“ oder „die zukünftige Welt“, die Welten Asiya, Jezira, Briya, Azilut, der Garten Eden und die Hölle, heißen würden. Uns scheint es so zu sein, dass das System der Welten wie unser Universum geordnet ist, in dem es eine Menge von fernen und nahen Galaxien an unterschiedlichen Orten gibt.

Der spirituelle Raum wird „der Ort“ genannt, dieser Ort ist das Verlangen zu Genießen, das sich je nach erlangten Eigenschaften verändert: Je nachdem, ob man sich näher an der Eigenschaft des Gebens, oder weiter weg von ihr, befindet. Jedoch bleibt dieses Verlangen beständig, obwohl es sich verändert und seine neuen Zustände als Welten bezeichnet werden. Deshalb kann der Mensch, der aus einem Zustand in den nächsten Zustand übergeht sagen, dass er den Ort seines Daseins gewechselt hat.

Von Anfang an ist uns der Zustand gegeben, der „diese Welt“ genannt wird. Und in diesem Zustand, in dieser Realität, sollen wir uns mit den anderen Menschen verbinden, welche diese Realität auch verändern wollen – das bedeutet sie wollen ihre Wahrnehmung auf eine neue, höhere Stufe bringen. Je nachdem, wie wir unsere Verlangen ändern werden, werden wir empfinden, dass wir von einem Ort zu einem anderen wechseln – als ob wir aus einem Raum innerhalb unserer Verlangen, in einen anderen Raum innerhalb unserer Empfindungen fliegen würden.

Außer Dem, gibt es in der Realität keine Veränderungen. Nur mit der Hilfe der Gruppe und des Lichtes, das zur Quelle zurückführt – also mittels der Wissenschaft der Kabbala, der Korrekturmethode, können wir unsere Wahrnehmung, unsere Empfindungen korrigieren und uns dabei physisch nicht von der Stelle rühren. Das heißt in denselben Verlangen, die korrigiert werden, werden wir uns ändern und uns dabei wie in anderen Welten wahrnehmen.
Auszug aus der Vorbereitung auf den Unterricht, 24.08.2012