Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Entwickelnde Kraft, die uns vor der Fehlgeburt behütet

Die schöpferische und die behütende Kraft sollen zusammen auf das spirituelle Embryo  wirken. Bezüglich der schöpferischen Kraft muss ich ständig prüfen, inwiefern ich die Verbindung mit allen und in welcher Form unterstützen kann.

Jede beliebige Form, die meiner Selbstsucht, meinem Verlangen unangenehm ist, bin ich verpflichtet, mit der behütenden Kraft zu ergänzen, die mich vor dem Abstieg, vor einer Fehlgeburt schützen wird. Diese Zustände kommen leider sehr oft vor und geben uns fast keine Hoffnung darauf, dass wir einst wachsen werden.

Wir sind verpflichtet, einander mittels der bildenden und besonders mittels der behütenden Kraft festzuhalten, in den Freunden die Größe des Ziels zu unterstützen, die Eigenschaften des Gebens über dem Wissen zu erhöhen. Diese Form ist meiner egoistischen Natur unangenehm, wenn ich aber die Größe des Ziels, die Größe des Schöpfers schätze, dann genieße ich die Nähe zum Schöpfer, wenn  meine Selbstsucht leidet.

Wenn der Schöpfer in meinen Augen groß ist, dann werde ich den eigenen Vorteil, für Seinen Nutzen vernachlässigen. Auf diese Weise gebe ich mich Ihm, der höheren Kraft hin, bis ich beginne, die Bewegungen und die Handlungen zu erkennen, die zusammen mit Ihm und in der Übereinstimmung mit Seinem Vorhaben realisiert werden. Ich muss also immer sensibler versuchen, den Höheren in diesen Monaten meiner Entwicklung als Embryo zu empfinden.

In den ersten vierzig Tagen der Bildung des Embryos, bis zur Höhe Bina, fühlen wir kaum den Schöpfer.  Aber danach, wenn Bina in Aktion tritt, nimmt das Embryo die Form des Menschen an und lernt den Höheren aus eigenen Empfindungen kennen.

Die engste Verbindung zwischen dem Höheren und dem Unteren findet gerade in der Entstehungsperiode statt. In dieser Zeit befindet sich der Mensch innerhalb des Schöpfers, um sich später von Ihm zu entfremden. Es geht allerdings nur um die äußere Entfernung, denn in Wirklichkeit erfolgt eine größere Durchdringung in den Höheren, bis zur vollen Verschmelzung mit Ihm.

Man muss verstehen, dass die Form des Embryos nur innerhalb des Höheren zustande kommt. Stellt euch vor, was es bedeutet, wenn sich alle unsere Empfindungen, Verlangen, Gedanken im Höheren einleben, sich Darin auflösen. Bezüglich dieser Empfindung der Auflösung im Schöpfer, müssen wir die behütenden und bildenden Kräfte prüfen. Vor allem – die schöpferische Kraft prüfen, das heißt wie man den Schöpfer noch weiter durchdringen kann, um an Ihn mit allen Empfindungen “angeklebt” zu werden.

Obwohl diese Empfindungen unangenehm sind, da ich an das Geben “angeklebt” werden muss, das heißt, an etwas das für die Interessen meiner Selbstsucht unwichtig ist, wird die behütende Kraft mich beschützen. Ich soll mich ständig in einem solchen Gebet  befinden, mich in der Bitte um die Korrektur, um das Licht, das zur Quelle zurückführt aufhalten. [127679]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 14/02/14

Riesiger Unterschied

Frage: Welcher Unterschied liegt zwischen dem Greis, welcher die Mängel heraussucht, und dem Dummen, der an sich selbst nagt?

Antwort: Der Dumme, der sich mit der Selbstkritik beschäftigt, bewegt sich nicht vorwärts, sondern sitzt und leidet, weil ihn die eigene Selbstsucht aufisst.

Der Weise, der niedergebeugt ist und eigene Mängel analysiert, mit deren Hilfe er weiter hinaufsteigen kann, arbeitet ständig und steigt höher hinauf. Der Unterschied ist riesig. [127670]

Auszug aus dem russischen Unterricht, 10/02/14

Stärkung der inneren Verbindung

Frage: Was ist der Zustand des ununterbrochenen inneren Seminars?

Antwort: Der Zustand des ununterbrochenen Seminars ist ein ständiger innerer Kontakt mit den Freunden, als ob ich mich mit ihnen in der Verbindung, in der Polemik, im Gespräch befinden würde. Das ist eben die innere Verbindung zwischen uns. Diese Verbindung können wir erlangen, wir können sie realisieren – alles hängt von uns ab.

Im Prinzip sollen wir Milliarden Mal enger verbunden sein als im besten Augenblick des Kongresses. Wir werden diesen Zustand erreichen, man muss nur die ganze Zeit das Ziel anstreben. Es hängt, natürlich, weder vom Kongress, noch von der Entfernung ab. Lasst uns versuchen, diese Verbindung zu realisieren. [127667]

Auszug aus dem russischen Unterricht, 10/02/14

Arbeiten mit der Welt als Garantie für den spirituellen Fortschritt

Frage: Inwiefern kann meine Arbeit mit der Welt mich verändern, so dass ich schließlich den Schöpfer erlange?

Antwort: Das ist sehr einfach, ich habe das schon des öfteren erklärt.

Nehmen wir einmal an, wir streben danach, zum Schöpfer, zur Eigenschaft des Gebens, aufzusteigen. Wir können uns nicht einzig zu unserem Nutzen an den Schöpfer wenden, sogar wenn wir um Gewährung der Eigenschaft des Gebens bitten. „Gib mir die Eigenschaft des Gebens! Korrigiere mich!“ – Warum? Das klingt so, als ob man den Schöpfer dafür rügt, dass er einen „schlecht“ erschaffen hat und ihn nun bittet: „Korrigiere, was du getan hast!“

Es gibt hier sehr feine Nuancen. Erinnert euch – wir können den Schöpfer nicht mit unseren persönlichen Bitten belangen. Unser Verlangen muss allgemein sein und von allen Freunden kommen. Nur, wenn wir versuchen, uns in einer Gruppe zu vereinen und gemeinsame Eigenschaften zwischen uns erschaffen, können wir den Schöpfer anrufen, sich in uns zu manifestieren. Unser Aufruf an Ihn wird MaN und Seine Antwort an uns MaD genannt.

Doch selbst, wenn wir im Gegenzug dafür etwas erhalten, wird dies lediglich eine schwache spirituelle Empfindung sein, genannt Galgalta vw Ejnaim oder Chafez Chessed (einer, der nichts für seinen eigenen Nutzen begehrt), und nichts mehr!

Um wahrlich Spiritualität spüren und die Obere Kraft hervorrufen zu können, bedarf es nicht unserer eigenen, sondern der Verlangen der Nächsten. Andernfalls wird unser Begehren nach altruistischen Eigenschaften lediglich ein egoistischer Akt sein.

„Wozu brauchst du altruistische Eigenschaften? Sei zufrieden damit, wie ich dich erschaffen habe!“

Wenn sich jemand über seine Natur erheben will, sollte er nicht darum bitten, sie zu verändern.

Denkt darüber nach und versucht diese Zustände innerlich zu „verdauen“. Wenn wir den König rechtfertigen, dann erkennen wir alles an, was Er für uns macht, selbst wenn Er uns gefangen hält.

Wenn wir dem König nicht zustimmen, bedeutet das, dass unser Egoismus in uns schreit und dass wir alles aus unserer eigenen Wahrnehmung beurteilen.

Deshalb sollten wir uns gemeinsam an den Schöpfer wenden, um Ihn wahrlich zu enthüllen, anstatt nur für uns selbst zu beten. Wenn wir dies tun, werden wir eine „kleine Zugabe“ – sieben Milliarden Menschen, die gesamte Menschheit erfassen.

Wenn wir uns um die anderen sorgen, als ob sie unsere Kinder wären, dann werden wir beginnen, sie zu fühlen. Sobald unser Einfluss auf sie zu wirken beginnt, wird ihre Reaktion für uns plötzlich offenkundig werden. Wir werden beginnen, uns um sie zu kümmern. Wir werden sie verstehen und für sie empfinden, als wären sie unsere Kinder. Wir werden erkennen, was für sie gut und schlecht ist, weil wir ihren inneren Schmerz empfinden werden.

Wir werden ihre Reaktion, ihre Forderung, ihr MaN (Gebet) um Erlösung und Einheit, das an uns gerichtet ist, spüren.

Wir sind unfähig dies selbst zu tun. Also nochmal – können sie sich tatsächlich verbinden und eins werden, obwohl sie keine kabbalistische Gruppe sind? Sie wissen nichts noch wollen sie darüber studieren, weil sie dafür keine Neigung haben.

Um sich innerlich verbinden zu können, brauchen sie das Höhere Licht, den Schöpfer.

MaD wird durch uns hindurch an sie übergehen. Sie werden das spüren, weil wir, während wir sie „ausbilden“, für sie eine Energiequelle werden. Wir dienen für sie als Bindeglied. [124337]

Auszug aus der 5. Lektion des virtuellen Kongresses in Moskau, 15/12/13

Die aktuelle Aufgabe

Frage: Worin besteht unsere Aufgabe heute?

Antwort: Unsere Aufgabe besteht darin, die ganze Zeit daran zu denken, wie wir jede Sekunde gemeinsam mit allen Freunden die spirituelle Gebärmutter und das Embryo bilden – das heißt den Zustand der Schwangerschaft.

Man muss für sich klären, welche Absichten, Bemühungen, welche Art der Verbindung zwischen uns erforderlich sind, um den mütterlichen Schoss zu bilden, wonach wir das Embryo bilden können.

Außerdem muss man verstehen, welche Distanz zwischen Gebärmutter und dem Embryo existieren soll und wie es immer mehr wachsen kann? Durch diesen Unterschied klärt sich der Einfluss des umgebenden Lichts auf uns: je erhobener der Höhere in meinen Augen ist und je niedriger ich mir selbst vorkomme, desto stärker wirkt  das Licht auf mich ein, das zur Quelle zurückführt.

Innerhalb des umgebenden Lichts gibt es Sefirot und eine Menge von Lichtern, die, auf uns einwirkend, uns verschiedene Formen verleihen. Von vornherein verwenden wir das rohe, ungeformte Verlangen als Material. Es gleicht unserem materiellen Körper, der sich aus den Stammzellen entwickelt, die dann beginnen, sich untereinander zu verbinden und verschiedene konkrete Organe zu bilden: Hände, Beine, Gehirn, Herz, Leber, Lungen.

Sie beginnen, die kompliziertesten Vereinigungen zu bilden und von der Mutter verschiedene Funktionen, die Typen der Arbeit zu übernehmen, um eigenständig für den Organismus zu sorgen. Zuerst versorgte nur die Mutter das Embryo mit dem Blut, und jetzt beginnt sein Herz zu schlagen, und so reihen sich in die Arbeit alle Organe außer den Lungen ein. Das Embryo beginnt wie ein lebendiger Organismus zu funktionieren. Nur einige Systeme funktionieren noch nicht. Wir werden später lernen, warum diese erst nach der Geburt aktiviert werden.

Es ist schon von der Forschung bewiesen, dass das Embryo die Welt durch das mütterliche Fleisch wahrnimmt. Außen schaltet man das Licht ein, und das Embryo reagiert darauf. Erinnerst du dich denn nicht, wie du die Augen zugemacht hast als du im Bauch der Mutter warst?

Deshalb darf man die Stufe des Embryos nicht vernachlässigen, denkend, dass es die einfache Annullierung ist. Alles hängt davon ab, auf welche Stufen ich mich erhebe und somit viele Nuancen der Wahrnehmung verspüre. Bei mir kommt das Licht der Unendlichkeit an, in mir erwachen verschiedene Stufen des Verlangens (von 0 – bis 4). Und in dem Maß, in welchem ich mein eigenes Verlangen annulliere, um innerhalb des Embryos zu bleiben, erlange ich die Wechselwirkung mit dem höheren unendlichen Licht in jedem winzigen Detail.

Außer der Atmung, die sich zur Stufe Bina verhält, beginnen alle übrigen Stufen, noch vor der Geburt zu arbeiten. Das Embryo ist ein sehr weiser Zustand, die Grundlage der gesamten weiteren Entwicklung aller Stufen. Alles fängt mit dem unbelebten Niveau (Embryo) an. [127349]

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Vorwort zum Buch Sohar“, 12/02/14

Der Mensch, der in den Gewässern von Mutter Bina aufwächst

Frage: Wenn wir die Gruppe in Form der Gebärmutter für unser spirituelles Embryo bilden, ist es dann nötig, irgendwelche Freunde darin besonders zu behandeln?

Antwort: Es kann keine Absonderung oder Ungleichheit weder im Embryo, noch in der Gruppe geben. Alle sollen gleich sein. Dank unserer Unterschiede, bilden wir gerade das allgemeine Ganze: ein Embryo und eine Gebärmutter. Indem wir uns in der Hervorhebung der Eigenschaft des Gebens vereinigen, bilden wir die Gebärmutter. Nach  gemeinsamem Begreifen der Geringfügigkeit unserer Natur, bilden wir das Embryo.

Keiner von uns kann sich über den anderen erheben, obwohl es im Embryo besondere Teile gibt, denn es hat die Form des Menschen – Adam. Auch die Gebärmutter hat ihre eigene Form. Aber diese Form beruht auf der Gesamtheit unserer Vereinigung,  worin jeder Einzelne verschwindet und die Form des Gebens annimmt.

Und außerdem befindet sich das Embryo in  einem „Gewässer“, das es von den Wänden der Gebärmutter trennt. Die Gebärmutter grenzt nicht unmittelbar an, gibt dem Embryo keine genaue Form vor. Die Gebärmutter – Bina, ist die vollkommene Form, und nicht die Form des Menschen. Wenn sich das Embryo in Chassadim, in Barmherzigkeit einwickelt, dann bekommt es von der Gebärmutter solch eine Einwirkung, die es in den Menschen umwandelt, ihm die Form Adams gibt, der dem Schöpfer „ähnlich“ (Dome) ist. [127337]

Auszug aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sefirot“, 12/02/14

Die Treppe zum schönen Gipfel

Sohar-Kongress – 2014. Lektion 1

Aus dem Artikel von Baal HaSulam „Vorwort zum Buch Sohar“: „Ich habe diese Kommentare „Sulam“ (Leiter) genannt, um zu zeigen, dass ihre Bestimmung einer Leiter gleicht.

Wenn vor dir ein schöner Gipfel zu sehen ist, dann fehlt es nur an einer Leiter, um dahin hinaufzusteigen, und alle Schätze der Welt  in Händen zu halten”

Wir beginnen unsere Arbeit mit der Bildung einer Gruppe aus zehn Menschen, die  eins werden wollen. Wenn wir diese zehn zu einem Menschen transformieren, dann beginnen wir, innerhalb dieser Verbindung die höhere Kraft zu offenbaren.

Danach beginnen wir, weitere äußere Kreise zu organisieren. Wir müssen diese Menschen so einschließen, dass sie sich auch als ein Ganzes verbinden.

Nach unserer Verbindung auf dem ersten Niveau, offenbaren wir das Licht Nefesh. Durch die Vereinigung im äußeren Kreis offenbaren wir das Licht Ruach.  Ruach offenbart sich aber  dann im innersten Kreis, wenn Nefesh in den äußeren Kreis übergeht.

Wenn wir in der Lage sind, uns an weitere äußere Kreise anzubinden, dann offenbaren wir im äußersten Kreis Nefesh, im mittleren – Ruach und im inneren – Neshama. (Angenommen, im ersten Kreis waren 10, im zweiten – 100, im dritten – 1000 Menschen.) Und so weiter, bis zum Licht Chaya und Yechida. Somit hängt unser Aufstieg also von der Ausweitung der äußeren Kreise ab.

Baal HaSulam bezeichnete dies in seinem Kommentar als „Leiter“. Denn je weiter wir voranschreiten und je mehr neue Freunde wir in uns aufnehmen, desto höher steigen wir die Leiter hinauf und verstärken unsere Verbindung. So verwandeln wir uns in ein größeres Gefäß, in dem sich das ganze Licht NaRaNChaY in unseren Gefäßen Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin, Malchut offenbart. Das Licht und die Gefäße werden zusammen in ein Ganzes vereinigt und mit dem Schöpfungsziel verbunden.

Jede dieser fünf Stufen, dieser fünf Kreise teilt sich auf fünf und noch weitere fünf auf,  so dass das Licht NaRaNCHaY de-NaRaNChAY de-NaRaNChaY  –  insgesamt 125 Stufen –  entsteht. Deshalb erklären alle Kommentare für das gesamte Buch Sohar, über seine ganze Größe bis zum Ende der Korrektur,  wie man mit Hilfe der Vereinigung aller offenbarten Verlangen auf  spirituelle Höhen hinaufsteigt. Gerade deshalb hat Baal HaSulam diesen Kommentar „Leiter“ genannt. [127123]

Auszug aus der 1. Lektion des Kongresses „Sohar – 2014“, 05/02/14

Butterbrot mit Liebe

Frage: Wenn ich keine professionelle Arbeit im Bau des neuen Zentrums leisten kann, und einfach nur Sandwiches vorbereite –  kann ich mich dadurch an das Zentrum der Gruppe anheften?

Antwort: Natürlich, warum nicht? Du bereitest die Sandwiches vor, um die Freunde zu befriedigen.

Beim Rabash war es üblich, Pessach nach den Regeln von Baal HaSulam durchzuführen, die sehr streng waren. Rabash trank viel Kaffee, etwa 10 Tassen pro Tag, so war es üblich bei den Bewohnern in Jerusalem. Um sich mit dem Kaffee für Pessach zu versorgen, musste man jede Kaffeebohne von allen Seiten prüfen. So musste man 15 Kilogramm Kaffee auslesen.

Ich bin in meinem Charakter furchtbar ungeduldig. Für mich war sitzen und die Kaffeebohnen auszulesen eine Qual. Ich habe mehr Zigaretten geraucht, als Bohnen ausgelesen. Dann hat Rabash zu mir gesagt: „Komm, ich werde dir beibringen, wie man es macht“. Es war noch im ersten Jahr, als ich bei ihm zu lernen angefangen habe.

Er hat sich vor mir an den Tisch gesetzt, auf dem der hohe Berg der Kaffeebohnen lag, hat eine Kaffeebohne genommen, sie angeschaut und gesagt: „Ich prüfe diese Kaffeebohne, damit meine Freunde eine Tasse Kaffee trinken können, ich will es für sie machen“ – und er hat die Bohne zur Seite gelegt. Dann hat er eine andere Kaffeebohne genommen und gesagt: „Und diese prüfe ich, damit mein Lehrer eine Tasse Kaffee trinken kann! Ich mache es für ihn“. Und so jede Kaffeebohne…

Und wenn du Sandwiches vorbereitest, hast du natürlich oft die Möglichkeit solche Worte zu sagen. Es hängt nicht von dir ab, ob du über irgendwelche professionellen Fertigkeiten verfügst oder nicht. Es steht geschrieben, dass „nicht der Kluge lernt“, deshalb spielt es, selbst wenn du keinen großen Verstand hast, keine  Rolle. Jedem sind alle ihm notwendigen Mittel gegeben, keiner soll über seine Fähigkeiten klagen. Alle seine  Eigenschaften sind richtig und sollen so sein, anderenfalls würden seine physischen und geistigen Fähigkeiten sowie seine Umgebung nicht der Wurzel seiner Seele entsprechen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 27/12/13

Tore des Begreifens der Weisheit

Buch Sohar. Das Vorwort. Artikel „Zwei Punkte“, Punkt 121:…Das ist die Bedeutung der Schlösser an den Toren. Zuerst trennen wir uns vom Schöpfer, all die vielen Widersprüche über Seine Einzigartigkeit, welche wir in dieser Welt schmecken. Dennoch, wenn man sich anstrengt die Tora und die Gebote mit Liebe einzuhalten, mit unserer Seele und Kraft, wie uns geboten ist—unserem Erschaffer Zufriedenheit zu geben—beeinflussen uns all jene Kräfte der Trennung nicht, irgendetwas von der Liebe zum Schöpfer mit unseren ganzen Seelen und unserer ganzen Kraft abzuziehen. Vielmehr wird in diesem Zustand jeder Widerspruch, den wir überwunden haben, zu einem Tor für die Erlangung Seiner Weisheit.

Frage: Was bedeutet „jeder Widerspruch, den wir überwunden haben, wird zu einem Tor für die Erlangung Seiner Weisheit“? Was bedeutet „Widerspruch“?

Antwort: Ein Widerspruch ist etwas, was du zwischen jenem und diesem lösen kannst. Der Widerspruch bedeutet, dass ich nicht sehen, nicht dem zustimmen, und nicht verstehen kann, wie so etwas in der Welt geschieht. Er kann mit Seiner Einzigartigkeit, mit „Es gibt niemanden außer Ihm“, mit dem Guten und das Gute schaffende nicht verbunden werden, es kommt nicht zusammen.

Ich bekomme die Schläge von verschiedenen Seiten, ob es richtig oder falsch ist – ist mir nicht bekannt, ich soll sie aber rechtfertigen. Wenn mir klar wäre, dass dies die Strafe ist und ich für das andere Verhalten die Belohnung bekommen hätte, dann ginge es noch, aber es entspricht nicht meiner Logik. Wie gesagt wird: „dem Gerechten geht es schlecht“. Was kann man tun?…

Diese Zustände heißen „Widersprüche“ – die Widersprüche in der Höheren Lenkung.

Frage: Was macht der Gerechte, dem es schlecht geht?

Antwort: Der Gerechte rechtfertigt den Schöpfer, obwohl es ihm schlecht geht.

Frage: Aber das Schöpfungsziel – ist doch der Schöpfung einen Genuss zu bereiten. Wie wird es ihm helfen, wenn ihm schlecht ist, und er den Schöpfer rechtfertigt?

Antwort: Offenbar, geht es ihm gut. Es ist richtig, dass in ihm Böses ist.. Es ist richtig, dass er deswegen leidet. Aber es stimmt auch, dass er den Schöpfer rechtfertigt. Und deshalb heißt er „Gerechter“. [125828]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar. 13/01/14

Den Boden für den blühenden Garten vorbereiten

Frage: Was ist zu tun, wenn ich keine Freude empfinde? Ich empfinde, dass ein ganzer Berg meiner schlechten Eigenschaften gewachsen ist und ich innerhalb dieses Müllberges lebe.

Antwort: Man muss über dieses Müll hinaufsteigen, dann wirst du die Freude empfinden. Dagegen kann man nichts tun, alle gehen durch solche Zustände durch. Wir sind eine besondere Gruppe, die wie in einer Verarbeitungsfabrik arbeitet und die, die menschliche Selbstsucht in Dünger, den Kompost umwandelt. Darin besteht unsere Mission. Du musst dich einfach in dieser Maschine unterbringen, damit sie dich zermahlt und alles Notwendige macht.

Wenn du nur unter bestimmten Bedingungen zustimmst, dass es angenehm und fröhlich sein wird, dass auch du im Voraus alle Garantien bekommen wirst, dann wirst du niemals von der Selbstsucht abgetrennt.

Die schweren Perioden vergehen und werden, wenn sich der Mensch in der Euphorie befindet, durch Perioden der Begeisterung ersetzt, so liegt der Streifen hinter dem Streifen. Wichtig ist, dass unsere Gruppe jeden beliebigen Mann oder Frau aushält, nichts verbirgt, indem sie ihre Pflicht verstehen, an diesem egoistischen Material zu arbeiten, welches aus Müll besteht und in Heiligkeit umgewandelt wird.

Wenn die Gruppe dazu bereit ist, dann wird sie wirklich vorankommen. Anderenfalls war es nicht nötig, dieses neue Haus zu bauen. Ich sage es im Ernst, ihr sollt verstehen, dass uns nun die ernste Arbeitsperiode bevorsteht, in der sich unser Schicksal entscheiden wird. Die ganze Gruppe soll verstehen, dass wir die ernste Mission haben, für die wir verpflichtet sind, wie ein Mensch zu sein: eine Frau und ein Mann – nicht einer gegen den anderen, sondern einander unterstützend, sich in der allgemeinen Einheit richtig verbindend.

Man muss alle persönlichen Widersprüche und die kleinlichen Auseinandersetzungen vergessen und sich für das Ziel vereinigen. Wenn wir dies tun können, dann steigen wir hinauf und werden zur letzten Generation der egoistischen Welt und realisieren, was die höhere Kraft von uns erwartet. Ich wünsche uns viel Erfolg! [125842]

Auszug aus dem Gespräch während des Mahlzeit, 17/01/14