Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Was sieht ein Kabbalist?

mit hutFrage: In dem Artikel,“Die Essenz der Weisheit der Kabbala,“ schreibt Baal HaSulam, dass alle Welten in allen Details identisch sind. Was bedeutet das?

Antwort: Die gesamte Welt ist eine Kopie der höheren Welt. Das Material ist unterschiedlich, die Absichten sind anders, die Erfüllung und die Essenz sind anders, aber dennoch ist es eine Kopie des Höheren, mit den Charakteristika des Niederen.

Nehmen wir an, es gibt eine Blume in unserer Welt und es existiert eine „Blume“ in der höheren Welt. Eine „Blume“ in der höheren Welt ist eine Ansammlung von Charakteristiken, die solche Verbindungen untereinander herstellen, dass in unsere Welt eine Blume entsteht. Ein Kabbalist, dem sich die höhere Welt offenbart, öffnet die Augen und beginnt diese Verbindung zu sehen. Im Gleichklang mit diesem inneren Bild unserer Welt, das er in sich findet, beginnt er, die höhere Welt zu sehen und die Wurzeln dieser Weltanschauung zu erkennen. Er sieht, dass eine Blume in der unteren Welt das Resultat von speziellen Kräften der höheren Welt sind, die sich miteinander versammeln. Auf diese Art und Weise hat er nun „Wurzel“ und „Zweig“, die „Wurzel“ oben, den „Zweig“ unten und die Verbindung zwischen ihnen.

Er benennt diese höheren Prozesse mit irdischen Namen, wie zum Beispiel die „Rose“ mit ihren Dornen und Blättern. Er versteht, wie er Prozesse und Dinge benennen muss. Sonst hätte er keine Möglichkeit, dies zu tun. Die Sprache der Wurzel und Zweige kommt daher. Ohne diese Sprache könnten die Kabbalisten nicht über die höheren Welten sprechen, die nur aus Kräften besteht. Um sich untereinander auszutauschen, brauchen Kabbalisten keine Sprache, da sie in diese Kräfte einbezogen sind und diese aktivieren.

Um ihre Erkenntnisse von Generation zu Generation weiterzugeben und die Menschen zu lehren, brauchen sie die Sprache der Zweige. Diese Sprache ist sehr präzise, da sie jede Wurzel, für jeden Zweig kennen und da jeder Prozess einen Name hat, können sie die Verbindung zum Höheren dadurch herstellen. Für uns stellt das ein Problem dar. Wenn wir ein Kabbalistisches Buch öffnen, sehen wir, dass alles in unserer materialistischen Sprache geschrieben ist. Dies verwirrt uns und wir verwechseln die Prozesse mit jenen unserer Welt. Die Kabbalisten beziehen sich überhaupt nicht auf unsere Welt. Nur die Naturwissenschaften sprechen von unserer Welt.

Frage: Gibt es Wurzeln für jeden Zweig in unserer Welt?

Antwort: Ja. Für alles was in unserer Welt existiert, gibt es Wurzeln in der höheren Welt, aber diese sind uns noch unbekannt. Diese Frage könnte man auch anders stellen: Gibt es mehr Wurzeln in der höheren Welt als Zweige in unserer? Nein. Es gibt für jeden Zweig eine Wurzel. Es gibt kein Licht oder Phänomen in Olam Ejn Sof (die Welt der Unendlichkeit), das nicht den untersten Punkt dieser Welt erreicht.

In unserer Welt sehen die Kabbalisten sogar das Licht, das im Material wirkt, während wir nur die Verpackung und die Substanz sehen. Er sieht das Licht und die Energie, die alle Komponenten der Substanz antreibt, er sieht die Absicht des Geschaffenen, er sieht das Ziel der Schöpfung, den Schöpfungsgedanken.

Hinter all den Gesichtern, dem Unbelebten, Pflanzlichen und der tierischen Natur sieht er die Realisierung des Zieles der Schöpfung in jedem einzelnen Moment. Manches wird am Wege des Leidens sichtbar, in seiner Zeit (Beito), oder mehr in Richtung des Lichtes, „ich werde es beschleunigen“ (Achishena). Er sieht die permanente Entwicklung dieser Welt, als ob sie auf der Waage balancieren würde.

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Aus dem 4. Teil der täglichen Morgenlektion. 15/12/2014, Schriften von Baal HaSulam

Irdische Liebe ist absolut wertlos

brilleFrage: (Lied der Lieder 1:1) In dem „Lied der Lieder“ ist König Solomon vermutlich das bemerkenswerteste Symbol für Liebe. Es reicht aus, all die Kunstwerken zu betrachten, die auf Zitaten aus dem „Lied der Lieder“ beruhen, um den Einfluss dieses Werkes, auf die Emotionen und Fantasien der Menschen zu beobachten. Es kommt sofort die Frage auf, für wen dieses wunderbare Lied geschrieben wurde?

Antwort: Es wurde für den Menschen verfasst, der bereits fühlt, dass sein ganzes Leben und die Natur Liebe ist und dass das generelle Gesetz „Du sollst deinen nächsten lieben, wie dich selbst“ eine Kraft ist, welche die Welt regiert. Es ist hier die Rede von einem Menschen, der bereits Verständnis und Bewusstheit darüber erlangt hat, dass ihn Güte umgibt. Er weiß bereits, dass alles auf das Endziel ausgerichtet ist, um Ganzheit zu erlangen. Gesamtheit agiert nicht unter dem Einfluss von Hormonen, was viele „Liebe“ nennen, wie das Wohlgefühl, das mich denken lässt, dass ich liebe. Ich liebe Fisch.

Wir können den Fisch nicht anders lieben, als ihn zu verspeisen. Wenn ein Mensch versteht, dass er mit seiner Essenz liebt, ohne den bösen Trieb miteinzubeziehen, dann ist dies naturgegebene irdische Liebe. Durch diese Liebe zerstört er die Welt, weil er alles anzieht, was ihm gefällt und alles Negative von sich wegstößt. Auf diese Art und Weise erhebt er sich nicht über egoistische Verlangen. Daraus ergibt sich, dass irdische Liebe absolut wertlos ist.

Ein Mensch muss sich zu einer ganz anderen Dimension der Liebe entwickeln: Der Verbindung. Er muss sich über seinen natürlichen Eigenschaften mit jedem verbinden, mit der Substanz des Unbelebten, Pflanzlichen, Tierischen und Menschlichen. Wenn ich an die Welt in dieser Weise herantrete, was absolute Liebe voraussetzt, bedeutet es, dass ich in den generellen Verlangen und Leiden involviert bin. Ich beginne zu fühlen, was dringlich für jedermann erforderlich ist und habe das Bedürfnis, diese Wünsche zu erfüllen, zu vervollständigen und die Regel “Du sollt deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“, anzuwenden.

Dies ist was „Liebe“ genannt wird und nicht das Bedürfnis, die umgebende Welt zu genießen, um unter diesem Gesichtspunkt zu urteilen, was mir gefällt und was nicht. Ich löse mich von dieser naturgegeben Liebe und erhebe mich darüber, um alle zu lieben, da ich dies entsprechend dem generellen Gesetz der Natur ausführen soll. Dies  erlangt man durch einzigartige Bildung, durch die ich das Bewusstsein der Verbindungen zwischen allen Elementen dieser Welt erarbeite. Es gibt ein ineinander verschränktes gemeinsames Schicksal für alle und wir zeigen den Umgang damit.

Wenn ich so eine Beziehung zur Natur anstrebe, kann ich erkennen, dass die Kraft der Liebe alles lenkt. Das „Lied der Lieder“ beginnt so: Lass ihn mich küssen, mit den Küssen seines Mundes“ Ich kann dadurch sehen, dass alles miteinander verwoben ist und beobachten, wie ich die Entwicklung meiner Verbindung in Liebe meistern kann.

Mit anderen Worten, ein „Lied“ katapultiert mich auf eine höhere Stufe. Ich verstehe, dass ich den Schöpfungsplan erfüllen und vervollständigen muss und dass der Mensch auf entgegengesetzte Weise existiert: „Die Vorstellung des Herzen eines jeden Menschen ist böse von Anbeginn an“ (Genesis 8:21). Dies bedeutet, anstatt die Welt außerhalb von mir zu nutzen, muss ich mich mit allem verbinden und es ergänzen, damit es gut für alle wird.

Die Liebe kann nur zum Ausdruck gebracht werden, wenn wir allen Gutes wünschen. So beziehen wir uns zu Kindern, indem wir ständig an sie denken und uns den Kopf zerbrechen, wie wir noch mehr Gutes hinzufügen können, um Ihre Entwicklung zu fördern. Erfüllend und eine gute Stimmung erschaffend. Ich genieße nicht die Dinge, die mir im Leben begegnen, sondern das Ausmaß, in dem diese Vorkommnisse gut für mein Umfeld sind. Von diesem Moment an, mit dieser Ausrichtung beginnt die Geschichte….

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Aus KabTv´s „Ein Neues Leben“ 28/5/14

Die Spirituelle Kategorie von „Die Erschaffung der Welt“

rav schaut lustig

Frage: Nach Adam kam die Flut, die nur Noah und seine Familie überlebten. Können wir behaupten, dass wir von beiden Linien abstammen, von Adam und Noah?

Antwort: Alles was in der Tora erzählt wird, als Geschichte unseres Volkes, ist als Innerer Aufstieg zu verstehen. Adam war nicht der erste Mensch in der Welt; es gab Menschen vor ihm. Der Mensch stammt von den Affen ab, was Zehntausende Jahre zurückliegt. Die Kabbala sagt das auch. Zum Beispiel 600 Jahre vor dem Darwinismus, im Buch Etz Hayim (Baum des Lebens), hat der große Kabbalist ARI bereits geschrieben, dass der Mensch vom Affen abstammt.

Die Erschaffung der Welt ist eine Spirituelle Kategorie. Die Tora spricht nur über die spirituelle Entwicklung des Menschen, seinen Aufstieg. Noah und all die anderen Charaktere in der Tora sind spirituelle Entwicklungen von Adam.

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Aus KabTv`s “ Eine spezielle Meinung“12/8/14

Du sollst nicht Rache üben, noch Groll hegen

Rav erklärt

Die Tora, „Leviticus“,  19:18: Du sollst nicht Rache üben, noch Groll hegen, gegen deine Leute; du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst. Ich bin der Herr. Die Gebote, die uns anweisen, was zu tun ist, sollen vom Ende gelesen werden und nicht vom Beginn: „Ich bin der Herr und ich erscheine dir, um dir Schwierigkeiten im Leben zu bereiten, damit du lernst, dich darüber zu erheben und dadurch einen Zustand der vollständigen Liebe und des Gebens zu erlangen. Akzeptiere nichts, als ob es das Resultat von etwas wäre.

Du musst verstehen, dass jeglicher Zustand, den du durchläufst, egal wie schrecklich er zu sein scheint, dennoch von mir kommt und du sollst dich darin zu mir emporheben. Deshalb kann es hier keine Rache geben, geschweige denn Vergeltung, im Bezug zu den Botschaftern und Mittlern, durch die ich auf dich wirke. Du sollst all das auf mich beziehen.

Lass uns beobachten, wie du alle Schwierigkeiten, die ich dir Zeit deines Lebens auferlege, als Hilfe nutzen kannst, um meine Handlungen zu enthüllen, um stärker zu werden und dich selbst zu verändern. Lass uns sehen, wie du dich ständig auf mich ausrichtest, während du verschiedene Zustände des Grolls durchlebst, um dich permanent selbst zu korrigieren. Dann wirst du wachsen. Dies ist das gesamte Studium.“

Frage: Es wird gesagt: „Du sollst nicht Rache üben, noch Groll hegen, gegen deine Leute“. Wie kann ich dies ständig in Gedanken halten? Woher kommt es?

Antwort: Es ist die erste Phase, die „Chafetz Chessed“ genannt wird, in welcher ich nichts für mich selbst empfangen will und in welcher ich neutral existiere oder überhaupt nicht zu existieren scheine.

„Du sollst nicht Rache üben, noch Groll hegen“ ist ein Zustand, in dem der Mensch innerlich nichts wahrnimmt oder aufnimmt. Es ist eine große Korrektur, da die Innerlichkeit die eines großen Egoisten ist, der ein klares und präzises Gefühl von allem in sich trägt, das gegen ihn wirkt.

Er fühlt, wie er angestossen, geschubst und von allen Seiten verletzt wird. Wenn er sich allerdings über sein Ego erhebt, erwirkt er so bedeutende Korrekturen, dass er höchste Freude und Genuss empfängt.

Deshalb sagt er am Schluss: „Ich bin der Herr“, was die Eigenschaft unendlichen Genusses bedeutet.

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Aus KabTV´s „ Geheimnisse des Ewigen Buches“ 9/4/14

Das Gebet, das den Anstrengungen folgt.

Rabash, Brief No.57: „Ich habe dir diese Wahrheit nicht offenbart, damit du nicht wegläufst oder an der Gnade verzweifelst. Wenn du nichts erkennen kannst, selbst wenn die äußerste Anstrengung vollzogen wurde, so ist es Zeit für das Gebet.“

Frage: Ist das Gebet Teil der Anstrengung oder kommt es unabhängig davon?

Antwort: Das Gebet ist das Resultat aller Anstrengungen. Wenn Du absolute Anstrengung investierst und deine Möglichkeiten erschöpft sind, wird das Gebet geboren. Du musst alles tun, was in deiner Hand und Kraft liegt, um zu erkennen, dass nur der Schöpfer seinen Plan vollenden kann. Dann wirst du dich an ihn wenden!

Frage: Was bedeutet es, absolute Anstrengungen zu investieren ?

Antwort: Es bedeutet, alles zu versuchen, um sich mit den Freunden zu verbinden, damit der Schöpfer Freude hat. Du verzweifelst wahrhaftig daran, nicht die richtige Qualität des Gebens zu erreichen und dann erst bricht das Gebet aus dir heraus. Am Anfang hörst du ständig, dass es gut ist, gebend zu werden, aber du musst erst einen Zustand erlangen, in dem du derjenige sein willst, der gibt; du bettelst geradezu darum, gebend zu werden, als ob du ohne diese Eigenschaft nicht weiter existieren könntest.

Du kannst dein Gefäß nicht messen und einzig danach urteilen, das es leer bleibt. Du entscheidest, ob du das Mass deiner Anstrengungen erfüllt hast. Aus diesem Zustand, der dir aufgedrängt wird, erwächst ein Gebet, für welches du sofort Antwort bekommst und die Veränderungen finden statt. Entsprechend dieser Veränderungen verstehst du, dass du die maximale Anstrengung erreicht hast.

Das Gebet entsteht erst, wenn der Mensch an einen Punkt gelangt, an dem ihm klar wird, dass er selbst nichts verändern kann, sondern dass alles in den Händen des Schöpfers liegt. Dies bringt ihn zur Anhaften an den Schöpfer.

Du sollst dieses Gebet nicht künstlich erschaffen. Ganz natürlich wird aus deinem Inneren der Schrei geformt, der dein Gebet sein wird. Das Gebet ist die Arbeit im Herzen.

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Aus dem 1. Teil der täglichen Kabbala Lektion 26/11/14, Schriften von Baal HaSulam

Liebe fühlen und nicht mich selbst.

rav empfängt

Frage: Einer der Verse „des Liedes der Lieder“ beinhaltet folgende Worte: „Ich bin liebeskrank.“ Über wen spricht diese Frau? Über sich selbst?

Antwort: Wenn ich mich zur  Natur und der gesamten Realität mit Liebe beziehe, erhalte ich dadurch eine warme und liebevolle Einstellung. Dies umhüllt, beschützt und umgibt mich mit angenehmen warmen Wellen des Wohlwollens, die mich permanent unterstützen.

So spreche ich nicht aus der Perspektive eines „Mannes“, sondern aus der Sicht einer „Frau“, die eine liebevolle Einstellung als Antwort erhält. Automatisch sprechen wir hier über einen Menschen, der fühlt, dass er gibt und empfängt.

Derjenige, der erfüllt, wird „Mann“ genannt. Derjenige, der von anderen im Gegenzug empfängt, wird „Frau“ genannt. Es stellt sich heraus, das der Zustand, in einem zufriedenen Verhältnis zur Welt zu stehen, „Mann“ genannt wird und die Wellen von Wärme und Liebe der Welt nennen wir „Frau“.

Frage: Ist es von Bedeutung, ob ich ein Mann oder eine Frau bin?

Antwort: Selbstverständlich. Wir sprechen über eine Person, die den bösen Trieb in sich selbst korrigiert hat und somit den guten Trieb durch die Gruppen Arbeit und die Integrale Erziehung erlangt hat.

Nun fühlt er das Geben und das Empfangen in Relation zur gesamten Natur und zur gesamten Menschheit. Dieses Gefühl bringt ihm eine Wahrnehmung der Unendlichkeit und ermöglicht ihm, sich über alle Schwächen zu erheben, womit sich die Konzepte von Zeit, Raum und Bewegung auflösen.

Frage: Was bedeutet es, „liebeskrank“ zu sein?

Antwort:  Eine neue Wahrnehmung entsteht in ihm und hinterlässt einen so starken Eindruck, dass er sich selbst nicht mehr fühlt.

Er fühlt Liebe, die ihn erfüllt, aber es ist nicht mehr er selbst, der diese Liebe empfängt. Er steigt zu einem Gefühl der generellen Natur auf, er verlässt sich selbst und ist nicht mehr present.

Es existiert nur noch ein Gefühl der universellen Liebe. Das ist der Punkt seiner Vereinigung, die Anhaftung und die Erlangung  einer höheren Verbindung mit der Natur, mit dem Schöpfer. Die Schwäche beruht auf der Tatsache, dass die Liebe über allem herrscht.

Frage: Warum ist es eine Krankheit?

Antwort: Wenn etwas von außen kommt, mich erfüllt und dominiert, dann nennen wir diese fremde Kraft eine Krankheit. Das ist die Ausdrucksform der Liebe, die mich überwältigt und vollständig erfüllt.

Frage: Aber es ist doch gut, liebeskrank zu sein?

Antwort: Stimmt. Es sollte uns nur bewusst werden, dass es keine Begrenzungen darin gibt. Du befindest dich unter dem Einfluss dieser fremden Kraft in deinem eigenen Tempo, durch die Anstrengungen, die du permanent auf dich nimmst. Du hast diese Stufe erreicht und als Resultat dessen erlangst du die Kraft der Liebe.

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Aus Kab Tv´s „Neues Leben“ 28/5/14

Fragen und Antworten

RavIch sollte mich immer daran erinnern, dass der böse Trieb vom Schöpfer gegeben wurde, denn „Es gibt nichts außer Ihm“. Wie soll ich diesem bösen Trieb begegnen? Er wurde mir zur Korrektur gegeben, damit ich ihn zum Guten wende.

Wann wird der böse Trieb zu einem guten? Dann, wenn ich das Üble mit dem Schöpfer korreliere.

Wie kann man enthüllen, dass der böse Trieb korrigiert wurde? Licht betritt die Verlangen, zwischen welchen sich kein Schirm befindet (keine Verbindung, gemeinsame Absicht und gegenseitige Fürsorge). Und so verwandelt das Licht den bösen Trieb (Egoismus) ins Gute, das dann den Raum zwischen uns erfüllt. Durch unsere Anstrengung das Or Makif anzuziehen – das korrigierende Licht – rufen wir den bösen Trieb herbei (Egoismus, Pharao, die Gegenseite des Schöpfers), welches sich verwandelt (in Geben, Liebe und Enthüllung des Schöpfers).

Wie können wir unsere ganze Arbeit dem Schöpfer zuschreiben? Alles kommt vom Schöpfer. Exil bedeutet, dass der Schöpfer verborgen ist. Die Arbeit im Exil bedeutet die Enthüllung des Schöpfers; das Exil zu verlassen bedeutet zu enthüllen „Es gibt Nichts außer Ihm“.

Was ist der Grund, dass die spirituelle Stimmung eine Bürde ist? Wenn der Mensch vergisst, dass er alles vom Schöpfer erhält. Und sobald der Mensch sich daran erinnert, dann wird sofort klar, wie man sich diesem vom Schöpfer gegebenen Zustand gegenüber verhalten und auf ihn reagieren soll.

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Wer ist ein Kabbalist?

RavFrage: Warum behaupten Kabbalisten, dass die Weisheit der Kabbala eine Wissenschaft ist, heißt das, es ist eine Studie die auf Tatsachen und Beweismittel basiert?

Antwort: Ein Kabbalist ändert keine äußeren Bedingungen wie ein Wissenschaftler, sondern ändert seine inneren Eigenschaften und untersucht die sich ändernde innere Wahrnehmung der Welt. Ein Wissenschaftler untersucht noch immer die vegetative und belebte Natur, während ein Kabbalist die Natur auf der Ebene des Menschen studiert. Adam, von dem hebräischen Wort „Domeh“ abstammend – dem Schöpfer zu ähneln, wie gesagt wird, der Schöpfer schuf den Mensch nach seinem Bild und Ebenbild.

Deshalb, wenn wir den Menschen untersuchen wie es die Weisheit der Kabbala sagt, lernen wir durch das Studium über den Schöpfer und uns selbst, und als Ergebnis ändern wir uns bis wir wie er werden.

So erreichen wir den Gedanken, den Plan und das ultimative Ziel der Schöpfung, und die Welt wird klarer und überschaubarer….[146783]

 

Das Ideal der Liebe und des Gebens

Rav BlogDas Ideal der Liebe und des Gebens

Den Schöpfer, das Ideal der Liebe und des Gebens, sollten wir uns ständig in einer eindeutigen Art und Weise vorstellen. Wir sollten erkennen, dass wir dieses Ideal zu einem bestimmten Grad  verstehen und enthüllen sollen.

Dies bedeutet, dass der Schöpfer etwas ist, das wir außerhalb von uns fühlen. Es gibt keine Voraussetzung für die Enthüllung des Schöpfers, und wir fühlen ihn in unseren Eigenschaften und Verlangen.

Die höchste Eigenschaft ist die Eigenschaft von Keter, hier fühlen wir den Schöpfer; es ist die Eigenschaft der Liebe und des Gebens als Ergebnis der Arbeit der neun unteren Sefirot.

So haben wir uns nach dieser Stimmgabel abzustimmen, gemäß der zehnten oberen Sefira – und müssen uns ständig allen anderen Sefirot anpassen.

Das ist nicht einfach, da die richtige Absicht in der Gruppe während des Studiums des Oberen Lichts aus dem Punkt von Keter erreicht wird, und während des Gebrauchs aller anderen Eigenschaften. Alles, was wir in dieser Welt bei der Festigung der gegenseitigen Verbindung zwischen uns tun, ist notwendig um unsere Verbindung ständig zu überprüfen.

Der Oberste Teil von Keter muss sich von uns lösen. Wir müssen uns jedes mal mehr und mehr reinigen, um ihn zu erhöhen und von uns zu trennen. Dies muss mehr und mehr transparent in unseren Gefühlen werden.

Dann gibt es acht Sefirot: Hochma, Bina, Hesed, Gevura, Tifferet, Netzach, Hod und Yesod, unsere Verlangen, die korrigiert werden müssen, und Malchut, die nicht korrigiert werden kann.

Die oberste Sefira – Keter, die niedrigste Sefira Malchut, und alles, was wir uns zwischen Malchut und Keter vorstellen können, sind die acht Sefirot. Es ist in Bezug auf dieses System, in dem wir arbeiten.

Auf jeder Stufe dieser Entwicklung muss ein Mensch nur darüber nachdenken, wie er Keter durch die Enthüllung von Malchut mehr und mehr erhöhen kann, und es als Keter in den vorangegangenen acht Eigenschaften zu sehen.

Keter strahlt nach unten, und am Ende der Korrektur breitet sie sich in einer Weise aus, dass sie sich über Malchut leitet, mit der Hilfe der Arbeit in den acht Sefirot zwischen ihnen für 6.000 Jahre oder 125 Stufen. Die acht Sefirot zwischen Keter und Malchut sind das Netzwerk der gegenseitigen Verbindungen. [148742]
 

Kenne den Gott Eurer Väter und diene ihm

Rav BildDie Tora, „Leviticus“, Kedoshim, 19,4: Wende Dich nicht an Götzen und mach dir keine eigenen Götter:  Ich bin der Herr, Dein Gott. Ein Götze ist etwas, das wir ohne jeglichen Beweis im vornherein erhalten. Wir haben keinen Beweis dafür und müssen ihn akzeptieren ohne das ganze zu verstehen. Das kann auf der Stufe des Menschen nicht getan werden.

Ein Mensch muss das Niveau des Gebens und der gegenseitigen Liebe zwischen uns erreichen, offenbaren, studieren und mit diesem arbeiten. Er sollte es vollständig verstehen und das System mit Herz und Verstand fühlen. Nur dann kann er sagen, dass er keine Götzen anbetet und nichts nach dem Zufallsprinzip akzeptieren kann.

Trotz der Tatsache, dass dies ein sehr schwieriges Leben ist, stellt der Schöpfer solche Probleme vor uns, damit wir die Stufe von Adam (Mensch) erreichen, und nicht auf der tierischen Stufe bleiben.

So können wir es uns nicht leisten, alles als selbstverständlich anzunehmen. Der Schöpfer möchte, dass wir ihn studieren, „Kenne den Gott Eurer Väter und diene ihm“. Der größte Punkt unseres Aufstiegs ist die Wahrnehmung und das Erreichen des Schöpfers.

Kommentar: Manchmal möchte man von allem abgetrennt sein, damit man einfach so vorwärts getragen wird.

Antwort: So arbeitet unser Egoismus mit uns. Einerseits begleitet uns das Ego während der korrekten Entwicklung, andererseits gibt es eine Notwendigkeit für eine bestimmte spirituelle Verwirklichung, Entwicklung und Vertiefung, sonst würde man nicht seinen Durst stillen oder sich selbst fühlen.

Geben ist die Quelle reinen Wassers, das den  Durst stillt. [147912]

Aus KabTV’s “Geheimnisse des Ewigen Buches” 3/26/14