Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Verbindung – Garantie des ewigen Lebens

Der Egoismus ist so gewachsen, dass er uns völlig entfremdet hat. Der Mensch ist nicht mehr in der Lage, mit sich selber Frieden zu schließen. Deswegen sind Drogen so in der Mode. Jeder braucht heutzutage einen Psychologen. Das alles zeigt uns, dass wir zurück zur Verbindung kehren sollten, weil die der zentrale Punkt unserer Genesung ist. Alle Krankheiten des Körpers entstehen infolge der falschen Verbindung zwischen seinen Organen. Das behindert die Systeme des Organismus, harmonisch zu arbeiten. Früher haben die Ärzte gerade so geheilt, mithilfe verschiedener Mitteln, die zur Harmonie führten. Die letzte 100 bis 200 Jahren aber, mit dem Anfang des technischen Fortschritts haben die Menschen die Harmonie des Körpers vergessen – das ist die Grundlage der Gesundheit. Die zeitgenössische Medizin bekämpft jede Krankheit separat. Für jede Krankheit benutzt man spezielle chemische Präparate, anstatt den Körper zurück zur Harmonie zu führen.

Und im Licht dieser Frage kommen wir auch zur Erkenntnis des Bösen, indem wir sehen werden, dass wir nur durch die Verbindung zwischen uns unsere Körper heilen können. Die Methode der Verbindung, die die Kabbalah anbietet, ermöglicht uns die Gesundheit des Körpers und der Seele, macht unsere Familien freundlicher, lehrt uns, wie wir unsere Kinder erziehen sollten und wie wir eine richtige und gute Welt organisieren. Und das Wichtigste: wir werden die höhere Kraft spüren, die in der Natur verborgen ist und wir erreichen eine neue Stufe unseres Daseins, indem wir uns zu einem Menschen verbinden. Und indem wir uns mit der Kraft, die uns erschaffen hat, als ein Verlangen, verbinden. Dann werden die Menschen nicht mehr sterben, weil der Tod das Ergebnis der trennenden Kräfte ist. Anstatt Tod wird der Mensch die Erhebung auf die nächste Stufe des Daseins spüren. Und aufgrund der Verbindung mit den anderen erreichen wir in der ewigen Wechselwirkung des Wissens Energie und das ewige Leben.

Das alles kann jeder von uns erreichen – hier, in dieser Welt und in diesem Leben! Wir sollten uns freuen, dass wir so eine einzigartige Wissenschaft in unseren Händen halten dürfen, die auf alle unsere Fragen Antworten hat und uns zur Vollkommenheit führt. Ich bin glücklich zu sehen, dass in unserer Welt so viele Menschen den Weg der höheren Kraft gewählt haben.

01.08.2015, 21:09 [#163754]

Die neue Sintflut

„Die Naturkatastrophen sagen uns, dass die Welt in eine Epoche der klimatischen Unstetigkeit eingetreten ist. Infolge der Verlangsamung des Erdkreises werden 1-2 Sekunden zum Sonnentag hinzugefügt. Gerade das ist der Grund der Störung der energetischen Balance der Weltkugel  – unsere gigantische elektrische Anlage. Die Erde kommt in das erste Stadium des globalen Übergangsprozesses. Die Abschwächung des Magnetfeldes der Erde wurde schon am Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt, und permanente die Verminderung der Erdumdrehungsgeschwindigkeitg am Anfang der 90er Jahre. Die Geschwindigkeitsverminderung der Erdumdrehung um 1 Sekunde pro Jahr erzeugt einen enormen Ausbruch der Wärmeenergie.“

Erwiderung: Wir sind dazu verpflichtet, ein Gleichgewicht zwischen uns zu erschaffen – und dadurch zu einer globalen Gesellschaft zu kommen. Das wird das Gleichgewicht der Weltkugel stabilisieren, weil die Energetik der Zivilisation höher als alle andere Systeme ist. Es liegt in unseren Händen, die Kraft der Verbindung zwischen uns zu regulieren, die über dem persönlichen und gemeinsamen Egoismus steht. Diese Kraft ist in der Lage, alle unsteten Prozesse auszugleichen.

 5.08.2015, 16:34 [#164193]

Die Lektionen der griechischen Tragödie

Frage: Abgesehen von allen Versuchen, die Situation zu entschärfen, war die griechische Regierung gezwungen, die Bedingungen der Kreditoren wieder anzunehmen. Was würde jetzt wirklich Griechenland helfen?

Antwort: Im Prinzip – der Geldzuschuss. Die Deutschen sind aber strikt dagegen, weil sie selber sehr hart und unermüdlich arbeiten,  und in allen Situationen alle Möglichkeiten nutzen. Und, als Folge dessen sehe ich keine weitere Lösung. Die Lösung ist nur dann möglich, wenn wir zu einem neuen Lebensparadigma kommen, wenn wir als  Ziel – die Verbindung zwischen uns setzen und nicht die allgemeine Konkurrenz.  Wenn das Ziel unseres Lebens die geistige Erhöhung sein wird, die Steigung auf die geistige Stufe, und nur die geistige Erlangung  das Wichtigste in unseren Augen sein werden.

Dann kommen wir zum Kernpunkt unseres Lebens: Wozu und wieso leben wir, was will die Natur von uns, was ist die Ursache dieser Welt und der Sinn unseres Daseins in dieser Welt? Wofür lebe ich: damit ich mein Bankkonto auffüllen kann und jedes Mal mehr Prozente herauspressen kann?

Und auch wenn das Unglaubliche geschieht und sie ausgezahlt werden – was dann? Währenddessen versinkt die Welt und die starken Länder mit ihr. Es ist an der Zeit, das neue Paradigma zu enthüllen. Vor allem sollten wir uns klar machen, wofür wir die EU brauchen? Dann, höchstwahrscheinlich, enthüllen wir für  uns das neue Ziel, das von uns die Gleichheit über alle unsere Unterschiede verlangen wird.

Wir werden aufhören, für die höhere Prozente zu leben, die letzten Krafttropfen aus der Natur und aus den EU-Ländern auszupressen.  Möglich ist auch das Gegenteil, dass wir allen eine Beruhigung anbieten und für alle ein  einigermaßen erträgliches Leben erbauen, das frei von dem höllischen Wettbewerb  ist. Daraus finden wir vielleicht neue Lösungen und neue Genussquellen. Sogar in Deutschland und in Frankreich habe ich keine richtig glücklichen Menschen vorgefunden. Im Gegenteil, die negativen Ereignisse wachsen auch da.

Und unter anderem, es gibt sehr richtige Aussagen der Weisen zu diesem Punkt: „Wenn die Unreinen  sich verbinden – wird es ihnen schlecht ergehen und der Welt auch.“ Die Unreinen sind die Egoisten, die sich nur um sich selber kümmern. Wenn jedes Land so weiter macht, bringt so eine Union nur Schaden.

Ein Schritt vom Krieg entfernt

Zuerst war alles vielversprechend: Keiner wusste, um welche Verbindung es überhaupt geht, die Menschen sind aber auf die Auflösung der Grenzen und politische Versprechen reingefallen. Am stärksten haben  die Banken diese Propaganda unterstützt – weil das in Wirklichkeit  für sie und für die Magnaten von Vorteil war.

Heute aber, da diese Idee des  verbundenen Europa nicht mehr lukrativ ist, können wir keinem eine Lösung  anbieten. Die heutige Regierung  hört einfach nicht in diesem Wellenbereich. Und deswegen, würde ich zuerst nur das neue System der integralen Bildung vorschlagen, damit bei allen Menschen wenigstens ein bisschen Verständnis des Lebensziels ankommt. Damit sie wissen, dass die Natur uns lenkt und wir haben keine andere Wahl haben, als auf sie zu  hören, von ihr zu lernen und zu versuchen, dieses Paradigma auf uns zu nehmen, die Idee und die Ansicht, die die Natur uns sendet.

Ob wir das wollen oder nicht, kommen wir zum Ziel. Wenn wir aber noch nicht bereit sind, wird diese Annäherung schmerzhafter, begleitet von verschiedenen Schicksalsschlägen und Kriegen. Wir haben keine andere Wahl, als uns vorzubereiten auf die neue Herangehensweise vorzubereiten, indem wir uns verbinden sollen und zwischen uns eine  gute und gleiche Verbindung schaffen. Die EU muss auf das neue Gleis umsteigen, sie muss aufhören, Bankunion und Versicherungsunion zu sein.

Zuerst muss man die Wünsche der Menschen verbinden, damit alle sich als Europäer ansehen und nicht als Franzosen, Deutsche, Italiener und andere Nationen, die verzweifelt miteinander kämpfen. Diese Konflikte n sind so angespitzt, dass es nur eines Streichholzes braucht, um alles zum Weltkrieg zu entflammen. Wie lange können wir noch mit dem Feuer spielen?

 

Zwei Wege zu einem Ziel

Frage: Wenn die Natur sowieso macht, was sie muss, wieso sollten wir dann dagegen kämpfen? Wir erreichen doch ohnehin unser Ziel.

Antwort: Die Propheten haben uns unsere Zukunft vorhergesagt. Ein Prophet ist ein Mensch, der in einer offenen Beziehung mit dem Schöpfer ist, da er die Eigenschaft des Gebens und der Liebe erreicht hat. Und er kann zwischen sich und den anderen eine Verbindung schaffen, die dem Schöpfer ähnelt. Und in der Gleichheit der Form mit dem Schöpfer empfängt er alles, was in der höheren Welt existiert: Der Plan des Schöpfers. Deswegen existiert für ihn keine Zeit und er weiß im voraus, was passiert. Wenn es so ist, wieso spielt es eine Rolle, was wir machen und was wir tun oder lassen sollten? Weil es zwei Wege zum Ziel gibt.

Der eine Weg ist der Weg des Leidens, wenn wir nicht nach der richtigen Verbindung zwischen uns streben, um diese Methode der Bindung an die Völker der Erde weiterzugeben und so zum Licht für sie zu werden. Dann übt die Natur Druck auf uns aus, mit Katastrophen und anderen Schlägen.

Der zweite Weg ist der Weg der Tora. Wenn wir uns mit der Hilfe des Lichts korrigieren, das auf uns herabstrahlt und das uns zum Guten und zur Liebe führt.

Die beiden Wege führen uns zu einem vollkommenen, ewigen  Zustand – aber auf unterschiedliche Weise. Und wir können selber sehen, wie wir darauf zusteuern und was uns erwartet. Deswegen versuche ich alle zu erreichen, damit wir vom Weg des Leidens auf den Weg der Tora umsteigen. Die Propheten haben uns den Weg gezeigt, der nicht von unseren Taten abhängig ist; mit anderen Worten all die schrecklichen Geschehnisse, die uns zustoßen, wenn wir den guten Weg nicht wählen. Wir können aber fortschreiten, wenigstens etwas korrigierend. Und das wiederum hängt von uns ab! Deswegen lasst uns am tragischen Tag des 9. Av gemeinsam in unseren Herzen nachdenken, damit dieser schreckliche Tag zu einem der fröhlichsten Tage für alle wird.

Drei Generationen – Drei Stufen

„Sie brachen vom Berg des Herrn auf und zogen drei Tagesmärsche weit. Die Bundeslade des Herrn zog drei Tage lang vor ihnen her, um einen Rastplatz für sie zu erkunden. Die Wolke des Herrn war bei Tag über ihnen, wenn sie vom Lager aufbrachen.“ Num 10:33-10:34

Die Bundeslade bedeutet die Absicht des Menschen, darauf folgen die Wünsche. Die Absicht geht drei Tage voraus, weil nach drei Stufen die Verbindung zwischen der Absicht und den Wünschen völlig verschwindet. Dieser Abstand muss gehalten werden, damit der noch unkorrigierte Wunsch der Absicht folgt. Hier wird von dem inneren, geistigen Fortschritt des Menschen geredet. Im ständigen Wandel seiner Wünsche in Richtung immer grösser werdende altruistische Absichten.

Frage: Was würde passieren, würde der Abstand zwischen der Bundeslade und dem Volk etwas kleiner?

Antwort: Dann würden wir unsere Wünsche mit der Absicht „für uns“ benutzen. Die drei Stufen – das ist der Abstand, durch den die Verbindung abgetrennt wird. In unserer Welt gibt es eine Verbindung zwischen drei Generationen: Wir, unsere Eltern und unsere Großeltern. Die Generation unserer Urgroßeltern aber fühlen wir nicht mehr. Wenn daher ein Mensch seinen Lebensbaum erforschen will, ist es ausreichend, seine Eltern und Großeltern zu kennen. Alles andere spielt keine Rolle. In unserer Welt geschieht dieser Verbindungsabbruch ganz natürlich.

Frage: Wieso kann nur die Absicht den Rastplatz bestimmen?

Antwort: Weil man nur mithilfe der Absicht feststellen kann, welche Orte in den Eigenschaften für die Korrektur bereit sind.

[#163217]

Die Leiter der Einheit

Frage:  Könnte man den Grad der Einheit eines Volkes messen und darauf basierend vorhersagen, wie weit wir von der Katastrophe entfernt sind?

Antwort: Mithilfe des Grades der Einheit zwischen uns können wir unseren Platz auf der geistigen Leiter messen – der sogenannten „Jacobs Leiter“ – wie wir aus unserer Welt durch die 125 Stufen, durch die fünf Welten aufsteigen, bis wir die unendliche Welt erreichen.

In jeder Welt gibt es fünf Parzufim, in jedem Parzuf gibt es fünf Sefirot, insgesamt 125 Stufen (5x5x5). Der Unterschied zwischen den Stufen besteht in der jeweiligen Stärke der Verbindung zwischen uns. Diese Verbindung erfolgt immer in einem 10er (minjan). Wenn wir uns richtig miteinander verbinden und wir uns annullieren, fangen wir an, die Verbindung zwischen uns zu spüren und die neue geistige Kraft, die in unserer Verbindung aufgeht.

Und je mehr wir uns verbinden, desto mehr fühlt jeder von uns, wie er auf die Leiter der geistigen Stufen aufsteigt, bis wir ihre Spitze erreichen.

Ausschnitt aus dem Radio 103FM, [#163008]

„Jenseits der Zeit“

Zeit. Sie ist eine innere, persönliche, psychologische, egoistische Wahrnehmung, wenn man die Zeit als Differenz misst, zwischen dem Moment, wenn man etwas will oder nach etwas strebt und dem Zeitpunkt, wenn der Wunsch in Erfüllung geht.  Man empfinde diese Zeitspanne als Mangel an Erfüllung.

Wenn man alles sofort erhalten würde, was man möchte, wenn jeder Wunsch sofort in Erfüllung ginge, dann würde man die Zeit nicht mehr spüren. Das nennt man „jenseits der Zeit“. Nehmen wir an, wir würden das Gewünschte mit Lichtgeschwindigkeit bekommen, dann wäre die Zeit auf null. Unsere ganze Natur existiert unterhalb der Lichtgeschwindigkeit und alle Prozesse geschehen mit begrenzter Geschwindigkeit. Und deswegen spüren wir die Zeit. Denn die Zeit, die Geschwindigkeit und die Entfernung sind miteinander verbunden.

Wenn wir theoretisch gesehen alles auf der Stelle bekommen würden, würden wir keine Zeit mehr fühlen.

Wie kann man einen Zustand erreichen, in dem die Zeit auf null ist, das heißt, wenn die Geschwindigkeit unendlich und die Entfernung auf null reduziert wäre, wenn der Raum sich zu einem Punkt zusammenzöge?  Wenn man eine Handlung durchführen könnte, in dem Augenblick, wenn sie einem in den Sinn käme?

Das ist nur mit der Eigenschaft des Gebens möglich, die vom Menschen abhängt.

Wenn wir von der heutigen Verbindung zu der Verbindung übergehen würden, wo jeder von dem anderen empfängt, wo jeder geben möchte und das auch kann, und jeder hat ja etwas zu geben, was der andere auch empfangen möchte, dann würden wir keine Zeit mehr wahrnehmen.

Zeit – es ist eine Gewohnheit, es ist ein rein psychologischer Parameter. Und unsere Wissenschaft spricht auch schon darüber.

Was brauchen wir, wenn wir über das wirkliche Leben sprechen, über die richtige Anwendung der Zeit, die uns gegeben ist? Wir müssen wissen, wie man die Eigenschaft des  Gebens  erreicht, um mit ihrer Hilfe die Stufe, die außerhalb von Zeit, Raum und Bewegung liegt, zu erlangen.

Denn wenn die Zeit auf null ist, dann gibt es keine Bewegung, keinen Raum und alles befindet sich an einem Punkt. Einen solchen Zustand können wir erreichen, wenn wir unsere Eigenschaft von Nehmen zum Geben korrigieren.

„New Life“, Folge 356, 22.04.2014  [# 160858]

Wenn ich hasse, existiere ich – stimmt das?

bildFrage: Manchmal scheint es, dass der Hass uns stärker, als etwas anderes vereinigt. Warum mag das jüdische Volk so gern hassen?

Antwort: Wenn ich gerade versuche, mich jemandem anzuschließen, decke ich plötzlich auf, dass ich ihn einfach so hasse. Es gibt keine realen Gründe.

Vielleicht ist er dunkler oder heller als ich. Vielleicht isst er gefüllten Fisch, und ich – Schuarma (Gericht aus Fleisch). Es ist doch klar, dass der Hass zwischen uns in Wirklichkeit mit dieser Welt nichts zu tun hat. Die Quelle liegt im Spirituellen: irgendwann wurde ein Parzuf Adam, eine Seele in viele Teile geteilt, und seitdem stehen wir einander gegenüber. Anders gesagt, wir sind während der Zerstörung des Zweiten Tempels von der Bruderliebe in den grundlosen Hass gefallen, und diese Umdrehung wurde zur Quelle einer weiteren Konfrontation.

Deswegen, wenn ich heute danach strebe, die Einheit und die Liebe zu erreichen, decke ich auf, dass derselbe grundlose Hass (Sina), der so hoch wie der Berg Sinaj ist, in mir selbst begründet ist.  Irgendwann habe ich den Treffpunkt der Mitmenschen über diesen Berg, auf seinem Gipfel, geschaffen; aber jetzt gibt es ihn nicht mehr.

So allmählich wird der immer größer werdende grundlose Hass zwischen uns offenbart werden, im Maß unserer Fähigkeit, ihn mit der Liebe „zuzudecken“. Und wir werden wieder als das Volk Israels wachsen, bis wir die absolute Liebe erreichen werden.

Aus dem 558. Gespräch über das neue Leben, 19.04.2015

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Die höchste Vorausbestimmung bestimmt alles

bildErwiderung: Sie haben erzählt, dass Ihr Lehrer, Rabash, als er in den Zuständen der Finsternis war, zu singen, zu tanzen begann, und so aus ihnen hinausging. Was machen Sie in den Zuständen der Finsternis?

Antwort: Wenn ich mich an die Beharrlichkeit von Rabash erinnere, seine Zielstrebigkeit, die Uneinigkeit mit nichts, außer dem Schöpfer, die Wahrnehmung nur der Methode seines Vaters, ruft es in mir eine Flut von Empfindungen hervor, wenn auch keiner Kräfte, so doch wenigstens die Geduld.

Ohne das könnte ich natürlich die Arbeit nicht fortsetzen, ich bin doch auch nicht aus Eisen: meine Schüler gehen weg, und ich reagiere natürlich gekränkt darauf.

Aber ich erinnere mich sofort an Rabash, und das gibt mir eine riesige Kraft. Er war wie ein Felsen! Deshalb rufe ich in mir die Empfindung der Zugehörigkeit zu diesem Felsen auf und ich bekomme die Kräfte. Er gibt sie mir!

Wenn es um meine Schüler geht, glaube ich, dass sie sehen, wie ich arbeite; und sie sollen es genauso machen. Rabash sagte mir nichts! Ich sah einfach einen Menschen, der sein Leben gegen das spirituelle Begreifen vollständig eingetauscht hat; dabei opferte er sich in jedem Augenblick des Lebens, nicht nachdenkend.

Ich habe immer bewundert, dass er nie an die inneren oder äußerlichen Probleme nachdachte, seine Reaktion und Lösung waren augenblicklich. Kein Zweifel! Jedes  Problem bringt uns aus dem Gleise, und wir tauchen in die Zweifel ein. Und er hatte eine solche innere Kraft, dass er nur vorwärts ging, obwohl er äußerlich absolut ruhig war. Es ist unglaublich!

Deswegen ist die höchste Vorausbestimmung das Wichtigste für uns. Sie ist die höchste und bestimmt alles. Und ich bin ihr Sklave. Und mein idealer Zustand bedeutet, dass ich diesem System als ihr Element beitrete. Und obwohl ich ein lebendiges Element bin, möchte ich aber diesem System so beitreten, als ob ich kein eigenes Leben habe, und seine Gesetze unbedingt erfülle.

Ich wünsche mich so zu korrigieren, damit ich ein Rädchen werde, das sich zusammen mit dem höchsten System nicht nachdenkend bewegt! Es heißt „der Sklave des Schöpfers“, d.h. die volle Korrektur des Menschen. Dabei begreife ich Ihn ganz, das System und die Kraft, die es verwaltet.

Erwiderung: Das heißt – wenn der Gedanke kommt, folgst du ihm sofort …

 

Antwort: Nein, die Analyse, die Lösung, die Aufnahme der Lösung müssen sowieso sein,  aber alles geschieht nicht während der Erdzeit, auf solchen Frequenzen, in solchem Tempo, dass der Anfang und das Ende praktisch zusammengezogen werden.

Aus dem TV Programm „Geheimnis des ewigen Buches“, 12.11.2014

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Der Pharao ist die Quintessenz des Übels

bildFrage: Ich glaube, dass die Selbstsucht eine positive Eigenschaft ist, ohne die sich der Mensch nicht entwickeln kann. Wenn ein Kind keine Selbstsucht hat, strebt es nicht nach Lernen und nach Wachsen.

Antwort: Das Streben nach Wissen, Bildung, Kultur, die Welt zu sehen, in den Kosmos zu fliegen bedeutet nicht eine böse Selbstsucht. Der böse Trieb bedeutet schlechte Beziehungen zwischen uns, den Wunsch, den Nächsten zu benutzen, ihn zu unterdrücken.

Der Wunsch, einfach groß zu werden, ist kein Egoismus; vielleicht will ich damit der Menschheit doch etwas Gutes geben. Der Egoismus ist der Wunsch, andere zu unterdrücken , sie zu unterjochen.

Der Pharao, der Zar Ägyptens, ist eine Quintessenz des ganzen Übels. Es ist die besondere Kraft, die jeder Mensch von Natur aus hat; sie wird der böse Trieb genannt und schädigt unsere Beziehungen. Es geht nur um sie, und nicht um das Streben des Menschen nach Entwicklung.

Der Pharao ist der Zar Ägyptens; er beherrscht uns doch absolut, ohne nach unserem Wunsch zu fragen. Er befiehlt uns nur, was wir machen sollen, belastet uns mit der erschöpfenden Arbeit.

Der Pharao befiehlt uns zu bauen, das heißt, vereinigt zu werden. Aber, wenn wir nicht vereinigt werden wollen, steht er zwischen uns und verursacht Streit unter uns und hat Spaß daran.

Der heutige Mensch ist ein Sklave dieser besonderen Kraft, die Pharao heißt. In der Natur gibt es diese Kraft, die die ganze Welt durch die Evolution schiebt. Sie trägt zur allgemeinen Entwicklung der Technologie, der Wissenschaft, der Kultur, der Bildung bei.

Aber innerhalb dieser Entwicklung ist eine Kraft versteckt, die uns zwingt, uns schlecht und egoistisch zueinander  zu verhalten und zu genießen, dass wir höher als andere, erfolgreicher als andere sind, und sie unterdrücken können.

Jeder will Pharao werden und andere verwalten. Wenn er eine Möglichkeit hat, andere so zu kränken, dass sie keine Möglichkeit haben, zu fliehen, hat er daran Spaß. Es heißt, dass jeder von uns in seinem Inneren einen Pharao hat.

 

Aus dem 538. Gespräch über das neue Leben, 22.03.2015

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