Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Das Blut – die Lebenskraft des Organismus

Als Bilam Berater des Pharao in Ägypten war, riet er dem Herrscher der Ägypter, sich im Blut der jüdischen Kinder zu baden. Er drängte auch darauf, alle neugeborenen jüdischen Knaben in den Nil zu werfen (Der große Kommentar, Kapitel „Balak“). Der Egoismus muss vom Schöpfer die Lebenskraft bekommen, die durch das Blut fließt, weil das Blut die spirituelle Kraft des Organismus ist. Wie das Blut des Menschen eine Kraft ist, die dessen Organismus belebt, ist es das „höhere Licht“, welches das Leben in den spirituellen Organismus einhaucht. Deswegen rät die linke Linie, die Balak und alle Völker der Welt darstellt, dem Pharao sich gegen Israel aufzulehnen, das die rechte Linie darstellt und in Verbindung mit dem Schöpfer die mittlere Linie bildet.

Im Grunde stellt Pharao den Egoismus dar. Er will entweder seinen goldenen Hut aufsetzen oder seine Pyramide mit allem füllen, was er in der Welt der Toten brauchen wird, mehr will er nicht. Er ist mit dieser Welt mit all seinem Gold völlig zufrieden. Bilam ist dagegen nicht zufrieden. Spirituelle Kräfte sind in gewisser Weise über-egoistisch. Deswegen kann Bilam mit dem Schöpfer sprechen. Seine Wurzel entstammt der gleichen Quelle wie Moshes. Man kann sagen, dass sie einander gegenüber stehen: Moshe – Licht und Bilam – Verlangen. Und hier müssen sie sich vereinigen und übereinstimmen, und das kann nur durch den Kampf zwischen Gog und Magog geschehen. Und dann muss Bilam und alles, was unter ihm steht, besiegt werden. Mit anderen Worten: der Egoismus stirbt in seiner Absicht „für sich“ und kann diese Absicht nicht mehr nutzen oder in ihr bleiben.

Frage: Was bedeutet der Rat Bilans, sich im Blut der jüdischen Kinder zu baden?

Antwort: Der Egoismus muss anfangen, die Lebenskraft vom Schöpfer zu empfangen, die für die sogenannten „jüdischen Kinder“ bestimmt ist, und Bilam will diesen Weg des Lichtes von den Kindern auf sich und den Pharao lenken. Er drängt, sie in den Nil zu werfen. Die Knaben symbolisieren die Kraft, die den Egoismus überwindet, die männliche Seite. Ägypten symbolisiert den ganzen Egoismus und der Nil seine Lebenskraft.

Und wenn sich daher der Nil mit dem Blut füllt, bedeutet das, dass solche Eigenschaften des Gerichtes kommen („din“), in welchen der Egoismus nicht mehr existieren kann. Und dann stirbt im Nil alles Leben. So kommt es, dass die egoistische Lebenskraft sich mit der Eigenschaft des Gerichts füllt, es gibt nichts belebendes von oben, kein weißes Licht, und die Eigenschaft von Bina verschwindet. Hier endet Ägypten.

Aus dem TV Programm „Die Geheimnisse des ewigen Buches“.

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Aufstieg in die spirituelle Dimension

Egoistischer Tod bedeutet, sich selbst von der Selbstsucht zu befreien, da nur der Egoismus dem Tod unterworfen ist. Der ganze Rest kann nicht sterben! Daher ist der Tod in der Spiritualität nichts anderes als spirituelles Erwachen, Erleuchtung und Verstehen.

Die Weisheit der Kabbala sagt, wenn ein Mensch seine Mission erfüllt und sich selbst korrigiert hat, segnet er den Schöpfer durch das Rezitieren des Kaddish – ein Gebet über den Tod des Körpers. Dieses Gebet ist sehr tief und emotional. Es ist nicht nur die Manifestation der Gefühle der Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer für das, was eine Person in diesem Leben durch den Körper erleidet. In der Tat erreicht gerade durch das Leben im Körper eine Person die nächste Stufe ihrer Entwicklung, auf welcher sie anstelle der aktuellen Hülle in einem anderen Körper wiedergeboren wird. Und sie dankt dem Schöpfer für die Möglichkeit, Ihm näher zu kommen, indem sie seine körperliche Hülle verändert.

Kommentar: Es ist interessant, dass die Römer den sterbenden Kaiser im Tod stehen ließen, als würde er den Göttern trotzen.

Antwort: Die Römer hatten keine tiefen ethischen Konzepte. Wie die Griechen waren sie sehr materialistisch. Der Widerstand der Juden gegen die Römer und Griechen definiert die Welt von heute.

Die Römer eroberten ganz Europa und förderten dessen materialistische Entwicklung, während die Griechen diese Entwicklung mit ihrer Philosophie und wissenschaftlichen Einblicken in die Welt füllten. All dies geschah, damit die Welt sich letztlich auf die Ebene des Schöpfers erheben würde, sowohl über den Materialismus wie auch über die Entwicklung der modernen Wissenschaft.
So sehen wir heute, dass Reichtum und Luxus nicht mehr im Mittelpunkt beim Streben nach Glück stehen. Und Philosophie ist bereits jetzt Geschichte, denn Philosophen und Philosophie sind praktisch schon verschwunden. Das bedeutet, wir nähern uns einer neuen Etappe – der Erhebung in die spirituelle Dimension.

Von KabTV „Geheimnisse des Ewigen Buches“ 7/1/15

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Gute Taten und spirituelle Entwicklung

Frage: Sie haben einmal in einem Ihrer Vorträge gesagt, dass selbst einer alten Dame zu helfen, die Straße zu überqueren, in einem Menschen spirituelle Kelim (Gefäße) entwickelt. Sagen Sie damit, daß gute Taten einen positiven Einfluss auf die gesamte Existenz eines Menschen (einschließlich aller seiner Inkarnationen) haben, und dieser Mensch vom Schöpfer Barmherzigkeit empfängt?

Antwort: Absolut! Obwohl es dadurch keine Enthüllung des Schöpfers gibt, wird es dieser Mensch zu einer Gruppe bringen, welche die Voraussetzungen für die Offenbarung des Schöpfers schafft.

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Eingriff in die Zukunft

Frage: Neulich wurde ein Artikel über die Vorhersagen der berühmten bulgarischen Wahrsagerin Baba Wanga veröffentlicht. Sie hatte vorhergesagt, dass im Jahr 2010 der arabische Konflikt in Syrien beginne, und im Jahr 2016 würden die Muslime Europa angreifen, chemische Waffen benutzen und Europa verwüsten. Sie hat auch gesagt, dass der 44. USA Präsident ein Farbiger sei und er der letzte Präsident wäre. Diese Vorhersagen klingen nach Apokalypse. Erlaubt die Wissenschaft Kabbala, die Zukunft vorherzusagen?

Antwort: Die Wissenschaft Kabbala kennt alle Pläne der Natur (=Schöpfer) und den ganzen Weg, den wir gehen müssen. Denn die Balance zwischen den positiven und negativen Kräften auf allen Niveaus entwickelt sich gemäß den Formeln, die die Kabbalisten kennen. Und in diesen Formeln gibt es einen kleinen Koeffizient, der „freier Wille“ heißt. Das bedeutet, dass wir in diese Formeln eingreifen und erkennen können, in welcher Form wir von der Gegenwart zur Zukunft gelangen.

In jeder Sekunde des Daseins, die sich augenblicklich in die Vergangenheit verwandelt, kann ich für den nächsten Augenblick oder für längere Zeit bestimmen, wie ich von einem Zustand zu dem anderen kommen kann. Unsere Zustände müssen in die Richtung des allgemeinen Gleichgewichts, das wir zwischen uns erreichen sollen, voranschreiten. Die ganze Natur strebt zum Gleichgewicht, die menschlichen Systeme inklusive. Aber wie genau können wir uns zu diesem Gleichgewicht bewegen, zu diesem Zustand, den wir als Endzustand bezeichnen? Es hängt von der Menschheit ab. Wir können mithilfe des guten Weges oder des schlechten Weges dorthin kommen, abhängig von unserem Eingreifen in das Geschehen.

Frage: Ist für die letzte Korrektur eine gewisse Zeit gegeben?

Antwort: Die Zeit ist mit 6000 Jahren „berechnet“, und wir haben heute das Jahr 5776. Für die Menschheit bleiben 224 Jahre, um sich zu korrigieren und alle funktionierende Kräfte in Balance zu bringen: gute und böse. Diese zwei Kräfte muss man nur ausgleichen. Es gibt keine schlechte und gute Kraft – schlecht ist nur, dass zwischen den Kräften kein Gleichgewicht herrscht. Und wir Menschen sind verpflichtet, sie in Einklang zu bringen.

Wir müssen aber keine 224 Jahre abwarten! Man kann innerhalb von ein paar Monaten die Balance dieser Kräfte, die in der Menschheit herrschen, herstellen. Die Kraft des Bösen ist eine gewaltige Kraft – unser böse Trieb oder auch Egoismus genannt, der in jeder Handlung steckt. Und die gute Kraft ist sehr schwach. Sie gleicht nur minimal unseren Egoismus aus und erlaubt uns zu leben, ohne uns gegenseitig zu ermorden und aufzufressen. Aber grundsätzlich sind wir alle nur von unserem Ego gesteuert und jeder will höher, reicher und stärker als der andere sein. Wir müssen vor allem begreifen, dass unser Egoismus unser Feind ist und aus- oder angeglichen werden muss. Wir besitzen die gute Kraft, die den Egoismus ausgleichen kann – wir müssen sie lediglich entfalten.

Die Kraft des Guten und die Kraft des Bösen sollen richtig miteinander verbunden werden, um die sogenannte „mittlere Linie“ zu erreichen, die Integration von Gutem und Bösen. Durch die Balance der beiden Kräfte kommen wir zu einer guten und ausgeglichenen Welt.

Die ganze Natur ist auf diese beiden entgegengesetzten Kräften aufgebaut: Licht und Dunkelheit, Tag und Nacht, Plus und Minus, Wärme und Kälte, Elektronen und Positronen. Es gibt keine Kraft in der Welt, die keine Gegenkraft besitzt.

Man muss nur den Punkt des Gleichgewichtes in allen Aspekten zwischen den beiden finden und an diesem Punkt fühlen wir uns gut. Wenn wir diese beiden Kräfte  in Gleichgewicht bringen, werden wir spüren, dass wir in einer ewigen und vollkommenen Welt leben – im Garten Eden.

Aus dem Radioprogram 103FM vom 11.12.2015

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Geh, finde es heraus

Frage: Hat Ihnen Ihr Lehrer Rabash gleich als Sie zu ihm kamen über den Sinn des Lebens erzählt?

Antwort: Ich wünschte er hätte mir diesen Weg erklären können… Als ich das erste Mal zu meinem Lehrer kam, fragte ich ihn nach zwei oder drei Lektionen, ob ich am richtigen Ort bin, um den Sinn des Lebens zu erlangen. Ich hatte schon an vielen Plätzen zuvor gesucht und ich wollte nun wissen, ob ich mein ganzes Leben mit ihm studieren sollte.

Seine Antwort war sehr einfach: „Geh und finde es heraus. Ich nehme dich weder in meine Obhut noch jage ich dich weg; du sollst wissen, dass du selbst überprüfen und herausfinden sollst, ob du wirklich am richtigen Platz bist“. Er versuchte nicht, mich davon zu überzeugen, dass ich am richtigen Platz bin, um meinen Körper und meine Seele zu füllen – was ich ihm ohnehin nicht geglaubt hätte. Daher sagte er: „Geh und finde es heraus“.

Dies machte mir verständlich, dass ich wirklich am richtigen Ort war, an dem ich nicht betrogen würde und die wahre Methode der Spiritualität erlernen konnte. Später würde ich für mich feststellen, ob es  tatsächlich so war oder nicht. So ist die Wissenschaft der Kabbala, sie gibt dir Werkzeuge, aber alles andere liegt an dir.

Kabbalalektion in Russland 10/25/15

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Blitz Tipps

Frage: Ist es möglich, die richtigen Ergebnisse in einer Gruppe zu bekommen, die  nur aus zwei Personen besteht?

Antwort: Es ist sehr schwierig, aber möglich.

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Frage: Wie können wir mit dem auf uns zukommenden Alter und der damit verbundenen Angst tun?

Antwort: Es gibt kein Alter; es gibt einen Übergang zu einem anderen Zustand. Es ist nur notwendig, es gut zu machen. Mach dir keine Sorgen! Fange an zu studieren, und  du wirst in viele Dingen erfolgreich sein und wirst  keine Furcht vor dem Alter haben.

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Frage: Warum Anstrengungen investieren, wenn alles vorherbestimmt ist?

Antwort: Das ist richtig; alles ist vorherbestimmt. Aber bis wir die notwendigen Anstrengungen aufbringen, um diese Bestimmung selbst (aus eigener Kraft) zu erreichen, wird alles nur vorherbestimmt sein.

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Frage: Was sagt die Weisheit der Kabbala über den Messias?

Antwort: Der Messias ist eine Kraft, die einer  Person hilft sich zu entwickeln und das Gefühl der höheren Welten zu erreichen. „Messias“ ist von dem Wort „Limshoch“ (Ziehen) abgeleitet und bedeutet, einen Menschen aus dem Gefühl dieser Welt herauszuziehen.

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Frage: Warum verlassen Menschen die Lehre der Weisheit der Kabbala?

Antwort: Das passiert, wenn sie unterschätzen, was sie aufgeben. Wo kann er denn sont hingehen? Zurück ins übliche tierische Leben?

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Frage: Ist spiritueller Fortschritt unter komfortablen Bedingungen möglich? Oder ist es, für unser „Tier“ notwendig zu leiden?

Antwort: Es ist nicht notwendig zu leiden! Die Weisheit der Kabbala spricht nicht von Askese.

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Frage: Wenn man die Weisheit der Kabbala studiert, geht der Wunsch nach mehr Geld und so weiter verloren. Wie ist es möglich, mich zu zwingen, zumindest zu beginnen, etwas zu ändern?

Antwort: Warum? Sie werden intern reicher, nicht von außen. Und das Externe, das Äußere  kommt und geht noch. Du verschwendest viel Zeit und Energie um  Gewinn zu erzielen. Frage dich: Warum tust du das? Wird es in den Augen der Menschen in Ihrer Umgebung erfolgreich scheinen? Sind sie all diese Bemühungen wert?

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Frage: Wie ist es möglich, eine Seele zu retten, wenn du selbst verwirrt bist oder du die anderen verwirrst?

Antwort: Das richtige Umfeld ist dafür notwendig. Es ist auch unerlässlich für die schnelle Weiterentwicklung.

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Frage: Meine Kinder sind im Alter von 9 und 11. Welche Antwort sollte ich ihnen auf die Frage: „Was ist der Sinn des Lebens“ geben?

Antwort: Das Leben ist uns gegeben worden, um die ewige und unendliche Welt in dieser Welt zu erfahren.

Aus der Kabbalah Lektion auf Russisch 10/25/15, [170609]

Woran erinnert sich die Seele?

Frage: Warum erinnert sich die Seele nicht an die vorigen Leben?

Antwort: Weil sie nichts mit dem physischen Leben zu tun hat. Die Seele ist das, was wir in andere investieren, wenn wir uns mit ihnen auseinandersetzen und unser ewiges Sein durch sie spüren – in dieser Welt, in diesem Leben un din diesem Körper. Die Struktur der Seele besteht aus Zehn Sefirot. Wir müssen lernen, wie wir uns zusammentun und diesem System Leben einhauchen können, damit alle Seelenteile einander ergänzen. Wenn sich z.B. zehn Leute versammeln und in eine solche Beziehung eintreten wollen, können sie miteinander verschmelzen und jeder kann aus sich heraus gehen und muss kein kleiner Egoist bleiben. Wenn jeder dazu bereit ist, entsteht ein Netzwerk aus Verbindungen unter uns und wir empfinden uns mitten drin.

Dies ist das Gefühl des Überschreiten des Machsom (Grenze). In mir bin ich ein Egoist, doch wenn ich mich in die anderen begebe, bin ich ein Altruist. Und dann wird das allgemeine Verlangen und die Absicht, die wir in uns erschaffen, als Seele bezeichnet. Das Netzwerk der gegenseitigen Beziehungen mit der Eigenschaft des Lebens wird als „Kli der Seele“ bezeichnet. Und die besondere Form des Höheren Lichtes, die sich darin enthüllt, nennt man Schöpfer.

Aus den Kabbalah Unterrichten in Russisch 11/1/15

[170771]

Hirnforschung

Kommentar: An der Universität von Tel Aviv wird eine Studie geleitet, die zu dem Schluss gelangte, dass es keinen Unterschied zwischen dem männlichen und dem weiblichen Gehirn gibt.

Antwort: Sicher, da das Gehirn einer Maschine, einem Computer gleicht. Es gibt keine Unterschiede zwischen den Strukturen vom männlichen und weiblichen Gehirn. Alles hängt von dem Verlangen, oder wie sie sagen, vom Herz ab. Das Herz ist nur ein Motor, eine Pumpe. Das Verlangen einer Person findet man nicht in einer physikalischen Formel.

Es gibt in unserem Körper keinen Urheber für Verlangen, dies wird außerhalb von uns gefunden, der Körper ist der Empfänger, welcher das Verlangen aufnimmt, den Prozess einleitet und auf eine spezielle Art reagiert. Männer erhalten eine eigene Art des Empfangens und Frauen eine andere, in dieser Weise werden ihre Hirne aktiviert. In sich selbst haben ihre Gehirne keine Unterschiede.

Verlangen entsteht durch ein Netzwerk zwischen uns, wir fühlen es jedoch nicht. Alle unsere Aktionen funktionieren so:  mentale, physische, moralische, ethische usw.. Alle unsere Reaktionen, auf allen Ebenen gehen auf dieses Netzwerk zurück. Ich bekomme Stimuli von diesem Netzwerk, reagiere darauf und diese Reaktionen gehen wieder zum Netzwerk. Das Problem ist es, wie wir die Signale die uns erreichen, akzeptieren und begreifen können, wie wir auf sie richtig reagieren und sie korrekt weiterleiten können.

Wenn ich das schaffe, kann ich das Netzwerk als eine neue Welt empfinden, eine höhere Welt enthüllen. Die Wissenschaft der Kabbala spricht sehr präzise darüber, wie man dieses System korrekt benützen und regeln kann. Die Kybernetik der Zukunft ist die Weisheit der Kabbala.

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600000 Seelen

Aus dem Buch „ Früchte der Wahrheit. Die Gespräche“

Es wurde gesagt, dass es 600000 Seelen gibt und jede Seele sich auf viele Funken geteilt hat. Wie soll man das verstehen? Das Spirituelle teilt sich nicht und es wurde ursprünglich nur eine Seele erschaffen – Adam haRishon. In Wirklichkeit gibt es nichts in der Welt außer einer einzigen Seel, wie es in „Bereshit“ gesagt wurde: „Und atmete in seine Nasenlöcher den Atem des Lebens ein“. Und dieselbe Seele befindet sich in jedem der Söhne Israels – in jedem vollkommen, als ob sie in Adam haRishon wäre. In 600000 Teile und jede Menge spirituellen Funken teilt sich die Seele mithilfe des Egoismus des Menschen. Am Anfang stößt der egoistische Körper das Licht der Seele ab und entfernt es von sich. Aber wenn es mithilfe der Kabbala der Körper korrigiert wird, fängt in dem Maß der Korrektur in ihm die gemeinsame Seele an zu leuchten.

Deswegen gibt es bezüglich der materiellen Körper zwei Zustände: Der Mensch fühlt seine eigene Seele und versteht nicht, dass diese die gemeinsame Seele für ganz Israel ist. Das ist eigentlich die große Untugend, die zur Trennung führt. In Wirklichkeit scheint ihm die gemeinsame Seele noch nicht in ihrer ganzen Kraft, sondern nur im Maß seiner Korrektur und Verbindung mit den Seelen. Und das ist das Zeichen der vollen Korrektur, wenn der Mensch fühlt, dass seine Seele sich in ganz Israel befindet. Deswegen fühlt er sich nicht mehr abgetrennt von den anderen, da sie voneinander abhängig sind. Dann wird er vollkommen, ohne jeglichen Mangel, und es scheint in ihm die Seele in voller Kraft wie in Adam HaRischon, wie gesagt wurde: „Der, in den Er den Atmen einatmete.“

Daraus ergeben sich drei Perioden des spirituellen Wachstums des Menschen: Der Funken der Seele, der entflammt oder erlischt. Darauf weist „ist erlaubt und verboten“ hin. Die einzelne Seele – wo man sich wie ein Teil der 600000 Seelen fühlt (ein Teil der gemeinsamen Seele), die für immer bei einem bleibt, aber noch nicht von seiner Untugend befreit ist. D. h. der Körper ist nicht in der Lage, die allgemeine Seele anzunehmen und fühlt sich abgetrennt, was in ihm die größten Leiden der Liebe erzeugt. Und danach nähert er sich der Vollkommenheit an, d.h. dem Geheimnis der gemeinsamen Seele, weil sein Körper (egoistisches Verlangen) sich voll korrigiert hat und nicht mehr als Maß der Beschränkung und der Abgrenzung dient und ihm erlaubt, mit dem Volk Israel zu verschmelzen. Es wurde gesagt: „und auch wenn ein Mensch zur völligen Rückkehr zum Schöpfer kommt,    kommt sofort der König Mashiach.“

Und es wird mit den Worten erklärt: „Moses allein gleicht den 600000 Seelen“. Und es ist so, als gäbe es zweimal 600000 Seelen: die Seele Moses’ und die Seele Israel? Es gibt aber in Wirklichkeit nichts außer einer eintigen Seele, wie es sich im Maß der Klärung der einzelnen Seele, die sich von ihrem Schmutz reinigt, rausstellt. Da man die Seelen nicht vorbereiten kann besteht eine Anziehung von Azilut. Denn das Geistige ist nicht teilbar, und dann „wird der Schöpfer über die ganze Welt herrschen“. Aber wenn nur eine einzelne Seele unkorrigiert bleibt, fehlt ihr das Licht aller Seelen Israels. Und auch zieht jede Seele mit ihrer Korrektur das ganze Licht der gemeinsamen Seele an, und damit erzeugt sie die Korrektur allen Seelen der Generation. Und so sind alle Seelen voneinander abhängig, wie gesagt wurde: „Wurde er würdig, dass Shechina in ihn eintrat – nur seine Generation war noch nicht dafür bereit.“ (Sanhedrin 11)

Jede Seele unternimmt Anstrengungen, nachdem sie korrigiert wurde, damit sie ihre Generation erheben kann; und sie bittet für letztere, bis sie diese bis auf ihr spirituelles Niveau erhebt. Und da verbirgt sich der Sinn des Gesagten: „Moses ist gleich 600000 Seelen.“ Weil er der Anführer für sie war, hatte er die Heiligkeit erlangt, die für die ganze damalige Generation vorausbestimmt war, und verstehe das. Und tatsächlich befindet sich in jedem einzelnen das Ganze, weil letztendlich verbinden sich alle Seelen zu Einer und kehren zu ihren spirituellen Wurzeln zurück. Und deswegen durchläuft jede einzelne Seele die gleichen hervorragenden Wunder und Abenteuer, die diese Welt innerhalb der 6000 Jahre durchgelaufen ist. Und eine gute Seele absorbiert in sich alle Eigenschaften der Heiligkeit, die vor ihr da sind und nach ihr da sein werden, die schlechte Seele aber umgekehrt.

Diese sind die Generationen, welche alle ihrem eigenen Richter und dessen Vernunft gehorchen. Diese Vernunft kommt von der Heiligkeit dieser Zeit. Deswegen ist jede Seele bereit, in sich die Seele Moses’ zu empfangen, die Seele Aarons, Shmuels, Davids und Shlomos, als ob sie die Zeiten durchliefe. Bei der Befreiung aus Ägypten und bei der Überreichung der Tora erwacht in ihm die Seele Moses’, des treuen Führers. Und in der sieben Jahren der Eroberung des Landes Israels —  die Seele des Jehoshuas Ben Nun. Und bei der Erschaffung des Tempels – die Seele des Königs Shlomo.

Es sind keine einzelnen Seelen gemeint, sondern die Gesamtheit der Seelen, weil es eine Regel gibt — dass das Spirituelle unzertrennbar ist. Und sobald der Mensch der Seele würdig wird, erlangt er die Seele Israels entsprechend seinem Platz und dem Grad der Korrektur. Und wenn dieses Wunder geschieht, erlangt er das ganze Licht der Enthüllung der Seele und deswegen wird er nach dem Namen des Entdeckers dieser Enthüllung genannt. Es wurde gesagt: „Ganz Israel – das sind die Söhne des Königs.“ Und „jeder aus Israel ist würdig, das Königreich zu erben“ (Jerusalem Talmud). Und darin ist das größte Geheimnis verborgen.

Denn in allen vorherigen Generationen wurde erst die Vorbereitung für das Königreich durchgeführt, weil besondere Kelim gebraucht wurden, damit sie in sich ihre Richter einschließen könnten – solche wie die Seele Moses’, Shmuels und der anderen.  Aber das Erreichen des Endziels ist von dem ganzen Volk Israel abhängig. Weil solange das winzigste Teilchen von dem kleinstem Funken fehlt, kann sich die endgültige Absicht nicht offenbaren. Und deswegen ist jeder aus dem Volk Israel des Königreiches würdig, weil aus dieser wahrhaften Sicht alle gleich sind und es keine besondere Kelim für das Erlangen der Vollkommenheit gibt, sondern jeder, der sich korrigiert und seine Seele reinigt, wird würdig, Malchut (das Königreich des Schöpfers) der Welt zu enthüllen und König David heißen. Und darüber wurde gesagt: „David, der König Israels – lebt und existiert!“ weil er nicht gestorben ist und sein Kli sich in jeder Seele Israels befindet. Wogegen die Seele Moses’ nur in den Kabbalisten der Generation existiert und auch in den Propheten und in den Hohepriester. Und deswegen wurde es gesagt: „Jeder aus Israel ist würdig, das Königreich des Königs zu erben“ und nimmt die Schulden von vielen Menschen.

„Und es vermehrt sich die Dreistigkeit vor dem Kommen Mashiachs“ und „es werden sich die Menschen gegenseitig unterdrücken —  und jeder seinen Nächsten, und es wird sich der Jungspund frech zum Greis benehmen und der Widerling zum ehrenwerten Menschen.“ (Prophet Ieshajagu). D.h. dass der Jungspund und der Widerling werden tapfer kämpfen in ihren Seelen, mit dem Ziel „Sein Reich über die Welt zu erschaffen“, als wären sie die Weisen und ehrenwerte Menschen der Generation. Der Widerling ist derjenige, der die niedrige und kleinste Seele entsprechend seiner Wurzel besitzt. Wenn er aber sein Herz zum Geben wendet und seine Taten auf würdige Weise korrigiert, zieht er zur seiner Seele die ganze Seele des heiligen Volkes, mit allen den Wundern, die das Volk bis zu heutigem Tag erlangt hat, weil all das nicht mehr als die Vorbereitung zum Erlangen dieser Vollkommenheit war.

Und deswegen ist die einzelne Seele verpflichtet, alles zu erfahren und ihre Welt zu erlangen und mithilfe der Kraft dieser Generation Keter von Malchut anzuziehen – die Krone des Königreiches des Schöpfers, in der sich alles verbirgt. Wie gesagt wurde: „Alles ist nötig, damit man der Sünde gegenübersteht, und diese Pflicht liegt auf jeder einzelnen Seele“. (Talmud, Bracht) Und darüber wurde gesagt: “Und wenn ein Mensch sich der völligem Rückkehr zum Schöpfer nähert, kommt sofort der König Maschiach.“ Das bedeutet, dass wenn ein Mensch in der Generation die gemeinsame Seele erreicht hat, kann er die ganze Generation korrigieren. Weil jeder, der sein Pflicht erfüllt hat, das Vergehen der Generation aufhebt und sein Gebet vermehren kann, bis er die Befreiung für die ganze Generation erlangt.

Anders war es aber in allen anderen Befreiungen, die nur als Vorbereitung dienten und sich nicht auf jede einzelne Seele bezogen. Z.B. das Schenken der Tora bezog sich genau auf die Generation der Wüste und ihres Führers Moses, und alle andere Generationen, die reiner sein könnten, haben dieses Licht nicht angezogen wie kein anderer Mensch außer Moses, weil eine von dem anderen abhängig ist. Aber die Kraft des Mashiachs ist für jede Generation bereit und deswegen ist sie auch für jede einzelne Seele vorbereitet, damit sie das Licht des Mashiachs anziehen kann und dazu ist jeder verpflichtet. Und der Sinn der Sache liegt darin, dass das Licht des Mashiachs zu der allgemeinen Korrektur gehört und für ihn sind alle Kelim gleich, weil sie sich nur in ihren Kelim ChaBaD unterscheiden (Chochma, Bina, Daat), ihrem Grad.

Blitz-Antworten des Kabbalisten

Frage: Woher kommen die Gedanken zum Menschen?

Antwort: Aus dem System der Steuerung unserer Welt. Es gibt nichts zufälliges.

Frage: Was soll ich tun, wenn meine Verwandten schmarotzen, sich nicht entwickeln, und mich erpressen?

Antwort: Denken Sie nur über ihre eigene Entwicklung nach. Sie können die Andere nicht ändern.

Frage: Wie erklärt die Kabbalah die Entstehung der Krankheiten bei der Menschen?

Antwort: So funktioniert die höhere Steuerung, damit der Mensch zum Ziel der Schöpfung kommen kann; wenn aber nicht, dann wird er sterben.

Frage: Was sollte man tun, wenn es so scheint, als ob der Schöpfer einen vergessen hat?

Antwort: Anklopfen, damit Er sich erinnert. Kabbalah lehrt das.

Frage: Ich weiß nicht, wie ich dieses Leben leben soll.

Antwort: Sehr einfach. Sie haben kein Ziel. Man soll sein Leben so leben, dass man den Sinn, die Quelle, das Ziel des Daseins findet. Der Mensch ist nicht einfach so in diese Welt geboren, sondern mit einem Ziel. Sucht das Ziel!

Frage: Was hat Ihnen persönlich die Kabbalah gegeben?

Antwort: Mir hat die Kabbalah das Gefühl der Ewigkeit gegeben, das Gefühl der Vollkommenheit, der Höherer Kraft.

Frage: Gibt es Außerirdische?

Antwort: Nein. Warten sie nicht auf sie.

Frage: Kann man den Garten Eden auf der Erde bauen? Wo jeder das Leben genießt?

Antwort: Lasst uns das tun. Ich habe nichts dagegen. Nur dafür sollten wir unsere Natur von egoistisch auf altruistisch ändern. Ohne Kabbalah aber können wir uns nicht ändern, wir können uns nicht vom „nehmen“ auf „geben“ umpolen.

Frage: Können alle die Kabbalah verstehen?

Antwort: Absolut alle! Das ist zwar keine einfache Wissenschaft, sie gibt aber in jedem Augenblick ein Gefühl der Enthüllung, der Eingebung, der Inspiration. Sie ist eine göttliche Wissenschaft, weil der Schöpfer die Natur darstellt, die in sich absolut alles beinhaltet. Die Enthüllung des Schöpfers gibt dem Menschen den größten Genuss. Die Kabbalah ist die Grundlage, auch für Ihr glückliches Leben.

Aus dem Unterricht am 27.09.2015 [#169249]