Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Zeigen Sie mir die Höhere Welt!

Frage: Kann ein erfahrener Kabbalist seine Errungenschaften offenbaren, damit die Menschen danach streben, den Nächsten zu lieben, wie sich selbst?

Meine Antwort: Wie wollen Sie es denn machen? Das geht nicht. Wie kann man denn einem Kind die höhere Mathematik oder Physik beibringen? Um dies zu tun, muss das Kind erst reifer werden. Deswegen halten wir Vorträge, unterrichten, bieten Kurse an, erklären das System der Höheren Welten an Hand von Zeichnungen und Beispielen.

Sie wollen die Höhere Welt sehen? Denken Sie, dass sich der Himmel plötzlich offenbart und Sie die nächste Stufe der Existenz der Materie erkennen? Wie wollen Sie das denn wahrnehmen und mit welchen Eigenschaften? Dafür muss man seine egoistischen Eigenschaften etwas annullieren und sich selbst öffnen. Das Gebot „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“ existiert dafür, um sich selbst zu öffnen und die nächste Stufe der Welt zu erkennen.

Warum hat der Schöpfer alles in dieser schrecklichen Art und Weise erschaffen? Damit wir ausgerechnet in der Verbindung zwischen uns neue Sinnesorgane „entwickeln“, die uns ermöglichen, die Höhere Welt zu betreten. Aber wie wollen Sie es tun, wenn Sie das System der Wahrnehmung in den Koordinaten der Höheren Welt nicht kennen? Wie kann ich es Ihnen vermitteln? Gar nicht!

Zunächst einmal müssen Sie dieses Sinnesorgan der Wahrnehmung der Höheren Stufe entwickeln, erst dann sind Sie fähig, sie wahrzunehmen.

Aus der Lektion in Moskau, 24.11.2015

[# 175205]

Umweltschützer in Panik

Frage: Am Nordpol wurde kürzlich ein Grad unter Null gemessen, anstatt wie dort normalerweise üblich, 30 Grad unter Null. Die Ökologen behaupten, dass der Sturm Frank, welcher heftigen Regen und Überflutungen in England verursachte, eine tropische Warmluftströmung zum Nordpol brachte. Warum passiert das?

Antwort: Die Erde ist aus dem Gleichgewicht, da wir Menschen untereinander  völlig aus dem Gleichgewicht geraten sind. Bis zum ersten Weltkrieg waren die Natur und die Menschheit nicht „global“. Kurz nach dem ersten Weltkrieg folgte der zweite – erst Zerstörung, dann der Wiederaufbau der Welt und schließlich entwickelte sich das Internet. All dies führte zur Globalisierung, jedoch blieb die Entwicklung der Menschen dahinter zurück. Diese Entwicklung verursachte ein schreckliches Durcheinander, einen weltweiten vollendeten Zustand der Paradoxien; auf der einen Seite gibt es Widerstände untereinander, auf der anderen Seite absolute Abhängigkeit voneinander. Es ist wie in einer Familie, in der einer vom anderen abhängig ist, man sich untereinander aber nicht liebt und sich gegenseitig kritisiert.

Frage: Würden Sie die Konflikte zwischen den Menschen mit den Geschehnissen in der Natur in Zusammenhang bringen?

Antwort: Mit Sicherheit ist die Menschheit die höchste Stufe der Natur! Wir glauben, dass sich die Natur nur aus den Stufen unbelebt, pflanzlich und tierisch zusammensetzt; ist die Menschheit nicht ein Teil der Natur? Wir und die gesamte Natur mit uns sind gemeinsam in einer schrecklichen, wechselseitigen Aggression eingeschlossen. Wir alle bekommen nur ein einziges Instrument – ein System, das komplett zerbrochen ist und sein inneres Gleichgewicht verloren hat. Wir befinden uns bereits 40 bis 50 Jahre in diesem Zustand; es ist ein gewaltiges Problem, welches weiter wächst. Das Jahr 2015 war eine Demonstration unseres Ungleichgewichts und das Jahr 2016 wird ein Jahr der Prüfung sein; wird die Menschheit verstehen, was mit ihr geschieht, warum dieses Ungleichgewicht besteht und wie man einen Ausweg finden kann?

Es liegt an uns, das Problem zu erkennen und die Dringlichkeit zu verstehen, dass wir die Natur in aller Eile retten müssen. Wenn wir die Harmonie in der Natur, die zwingend notwendig für das Überleben ist, nicht schnellstens wiederherstellen, wird unsere Welt zerbröckeln.

Frage: Was ist damit gemeint, die Natur in aller Eile retten zu müssen?

Antwort: Erstens ist es nötig, dass wir uns untereinander verbinden, und zweitens alles zu tun, um das Gleichgewicht der Natur nicht weiter zu stören. Wir haben keine Zeit; wir haben bereits die rote Linie überschritten.

Frage: Denken Sie, dass das Jahr 2016 ein Wendepunkt sein wird?

Antwort: Nein, wir haben bereits die rote Linie überschritten; dies ist stufenweise geschehen. Wir haben von der menschlichen Stufe aus die Möglichkeit, die restlichen Stufen der Natur auszugleichen, da die menschliche Stufe die Höchste ist. Wenn wir alle damit beginnen, uns in unseren Gedanken auszurichten und uns in Einheit zu verbinden, werden wir in der Lage sein alles wiederherzustellen. Wenn es unsere Aufgabe ist, uns gegenseitig zu ergänzen und alles zu erleiden was passiert, dann werden wir auf diesem Planeten fortbestehen.

Frage: Was würde eine egoistische Person dazu zwingen, sich so zu verhalten?

Antwort: Es müsste eine unvermeidliche Gefahr für die Menschheit und besonders für diese Person bestehen! Wir müssten einen Status erreichen, in der die UN tatsächlich zu einer vereinten Nation werden könnte, die sich um die Rettung der Menschheit kümmert und sich mit der engstirnigen Politik einiger weniger Nationen kritisch auseinandersetzt. Alles hängt von den Menschen ab. Die Frage ist, wie viel Blut das kosten wird. Entweder geschieht es schnell, mit wenig Blutvergießen oder es wird noch viele Jahre der Kriege, Leiden und zusätzlichen Probleme geben, bis die Menschheit zur Besinnung kommt und ihr inneres Gleichgewicht erlangt. Das Gleichgewicht der Menschen stellt das Gleichgewicht der Natur her und dies wird benötigt, um den Garten zur Blüte zu bringen – ansonsten wenn dies nicht geschieht, wird es Schnee und Eis geben.

 

Von Kab TV „Neuigkeiten von Michael Laitman“ 1/1/16

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Das Leben besteht aus der Kombination von zwei Kräften

Je nach der Bewegung zum spirituellen Ziel entstehen für den Menschen immer größere Hindernisse und immer größere egoistische Kräfte, die in der Tora Balak, Bilam u.a. heißen. Wenn wir sie überwinden, erhöhen wir uns und beginnen, die Struktur der Lenkung der Welt zu verstehen. Gerade wegen der Widersprüche und Probleme, die ähnlich wie Schul-Hausaufgaben vor uns liegen und die wir allmählich lösen, werden wir weise und stark in der Vernunft, im Wunsch und im Verständnis. Wir können die Zügel der Lenkung des Höheren Systems übernehmen.

Auf dem Weg zum Gipfel stoßen uns die egoistischen Kräfte immer stärker und stärker ab; wir korrigieren zuerst die Wünsche, die aus der Welt Bria hinaufsteigen, später aus der Welt Jezira, dann aus der Welt Assia, und wir erheben sie alle allmählich auf die Welt Azilut. Die Korrektur geht immer von den leichten Problemen zu den schwereren.

Mit Hilfe von zwei entgegengesetzten Kräften beginnen wir unsere Eigenschaften zu manipulieren und bauen aus beiden Systemen (der rechten und linken Linie) ein Ganzes – wie bei der Elektrizität: Plus und Minus, Kondensator und Spule, usw. Alles in der Natur entsteht aus der richtigen Kombination von zwei einander entgegengesetzten Kräften.

Das Leben befindet sich immer in der richtigen Zusammenwirkung von entgegengesetzten Eigenschaften. Deswegen besteht die Weisheit der Kabbala darin, wie man zwischen den positiven und negativen Kräften existieren kann. Nur so kann der Mensch den Schöpfer, das System und die höchste Kraft, die über allem steht, enthüllen.

Aus dem TV-Programm „Die Geheimnisse des ewigen Buches“, 08.07.2015

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Warum heiraten?

Meinung: Britische Wissenschafter haben eine soziologische Studie in Sachen Familienverhältnisse durchgeführt und entdeckt, dass sich seit Anfang der 90er Jahre die Paare weniger trauen, sondern unverbindlichen Sex der Ehe vorziehen. Verglichen mit dem vorigen Jahrhundert, als Frauen durchschnittlich mit 20 Jahren geheiratet haben, tun sie es heutzutage erst mit 30.

Antwort: Der Egoismus wächst und passt sich ständig an die Bedingungen an, die ihm den größten Vorteil bringen. Deswegen beobachten wir solche Wandlung. Früher waren die Frauen bereits mit 20 Jahren verheiratet, sie waren ihr ganzes Leben lang mit einem einzigen Mann zusammen und kümmerten sich nur um den Haushalt; sie waren glücklich und zufrieden; heutzutage möchten sie die Welt sehen und viele Männer kennenlernen.

Genauso sind die Männer auch. Sie denken überhaupt nicht übers Heiraten. Es ist bequemer für sie, bei ihrer Mutter zu bleiben. Ich spreche mit vielen jungen Männern zwischen 30 und 35 Jahren. Sie sagen: „Wofür brauche ich das? Ich habe einen interessanten Job und gute Freunde. Ich verbringe viel Zeit mit ihnen, fahre mit ihnen in den Urlaub. Wenn ich eine Frau brauche, kann ich in jedem Nachtclub ein schönes Mädchen kennenlernen und das reicht mir für eine Nacht. Beim nächsten Mal wird es ein anderes Mädchen sein. Und alles ist so einfach und frei. Wozu also heiraten? Vielleicht später einmal.“ Heute ist das Verhältnis zu dieser Frage ganz anders als es früher war. Der Egoismus ist mutiert. Ein Mensch verlangt nicht viel von anderen und von sich selbst. Und weil er immer mehr schnell vergehenden Vergnügen nachjagt, braucht er keine seriöse Beziehungen: „Gib mir jetzt, und was morgen geschieht– ist mir egal“.

Nichtsdestotrotz gelangen wir zu einem wichtigen und richtigen Zustand – wenn der Mensch erkennt, dass nur vergehenden Vergnügen ihm Befriedigung bereiten und er ihnen hinterher läuft. Und alle großen und tiefgründigen Pläne sind ihm egal. Er glaubt nicht mehr an die Familie, an die Zukunft der Welt und an seine eigene Zukunft. Das, was er jetzt verdienen kann, was ihm in dieser Sekunde Freude bereitet, ist das wichtigste. Und morgen? Morgen könnte schon alles weg sein. Das ist die Einstellung zum Leben: So wenig Enttäuschung wie möglich.

Wir befinden uns jetzt in der Zeit der Erkenntnis des Bösen. Das zeigt uns, dass wir im Prinzip nur hinter dem schnellen Genuss her sind. Wir sehen das am steigenden Rauschgiftkonsum, Antidepressiva-Konsum und Scheidungen. Der Mensch will nichts mehr. Nur das Mobiltelefon braucht er. Er freut sich über jeden Film, der ihn ablenkt und er bezahlt Geld, um sich zu erfüllen. Und danach wird vielleicht etwas Neues produziert: Vielleicht gibt es Elektroden, über die man das Gehirn reizen kann, sodass der Mensch mit idiotischem Grinsen auf der Couch liegen und sich gut fühlen wird..

Wie unterscheidet sich unser Leben davon? Vielleicht nur darin, dass wir noch rackern müssen, damit wir diese kleine Vergnügen bezahlen können. Doch wenn der Mensch erkennt, in welcher Situation er sich befindet, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass er sich bereits in die richtige Richtung entwickelt.

Frage: Wird das auch mit unserer Nahrung geschehen?

Antwort:  Mit allem! Von 8 Milliarden Menschen auf der Erde werden 7 Milliarden arbeitslos sein. Und wir müssen sie ernähren. Wie? Mit Medikamenten und Drogen, die die Realität verzerren. Das Ego erzeugt in uns eine klare Haltung in Bezug darauf, was in der Welt heute passiert. Wenn wir diese Haltung ändern wollen, müssen wir uns selbst ändern und auch unsere Perspektive. Dann erhalten wir andere Genüsse und Eindrücke vom Leben. Doch dafür benötigen wir eine andere Methode, um mit dem Ego zu arbeiten. Zunächst muss sich der Mensch der Erkenntnis des Bösen bewusst sein und sein Leben als kurzes vorübergehendes Vergnügen erkennen. Da aber das Ego eine „ewige Erfüllung“ anstrebt, muss man es transzendieren und es auf umgekehrte Weise nutzen: Von der Erfüllung der eigenen Bedürfnisse in die Richtung der Liebe und des Gebens. Dann wird sich das  Ego dauerhaft und vollkommen füllen. Wir werden dieses Stadium erreichen.

Aus dem TV Programm „News mit Michael Laitman“ 23.12.2015

[#172908]

Tu biShewat – Das jüdische Neujahrsfest der Bäume

Der Mensch durchbricht die Grenzen seines Kreises

Der Mensch ist nicht der physische Körper, sondern der Wunsch, die Grenzen dieser Welt zu überschreiten bzw. sich von den materiellen Grenzen zu lösen. Tiere, Pflanzen (oder Bäume) oder Steine sind unbelebte, pflanzliche und belebte Stufen in Bezug auf den spirituellen Menschen. Wir sehen, dass der Unterschied zwischen dem Stein, der Pflanze, dem Tier und dem Menschen in dieser Welt durch die Kraft des Verlangens, das in jedem Geschöpf innewohnt, bestimmt wird. Und das Wichtigste ist nicht die Größe dieses Verlangens, sondern ihre Qualität.

Obwohl der Mensch nicht das stärkste Geschöpf auf der Erde ist, ist er im Vergleich zu den anderen Stufen fortgeschritten. Das Geheimnis seines Erfolges verbirgt sich darin, dass er alles Nützliche an sich zieht und alles Schädliche von sich entfernt. Der Mensch kann in die Zukunft planen. Er ist im Stande, die Geschehnisse, die in seiner gewöhnlichen Umgebung geschehen, zu verstehen. Der Mensch bricht im Gegensatz zum Tier alle Grenzen und will alles erobern. Und er kann richtig handeln und sich vor Gefahren schützen.

Das menschliche Streben ist nicht instinktiv wie beim Tier, sondern wächst und kann sich entwickeln. Aufgrund des Wunsches des Menschen zu leben und mehr und mehr Erfolg, Komfort, Gemütlichkeit und Sicherheit zu erzielen, kann man diese Eigenschaft als egoistischen Fortschritt bezeichnen. Diese Gabe ist nur dem Menschen gegeben. In unserer Welt schließt der Mensch das ganze Universum in sich ein und beeinflusst es; auf der anderen Seite befindet er sich selbst unter dem Einfluss der Realität. Letztendlich gelangt der Mensch jedoch zur Erkenntnis, dass solch eine egoistische Betrachtungsweise ihm kein Glück bringt. Er sieht plötzlich, dass die ganze Realität begrenzt ist und niemand glücklich machen kann. Im Menschen, der sich den vollen materiellen Überfluss leistet, erwacht plötzlich ein neues Verlangen, das nicht zur tierischen Ebene gehört und sich nicht auf weltliche Güter bezieht: Essen, Familie, Geld, Ehre und Wissen. Er will von diesem Leben fliehen, um ewiges Leben zu erlangen.

Frage: Ein Baum erhält Nährstoffe von der Erde und von der Sonne. Und was speist den Menschen, der sich innerlich entwickeln will? Wonach sucht er?

Meine Antwort: Der Mensch sucht nach der Ewigkeit. Der Unterschied zwischen unbelebt, pflanzlich, belebt und menschlich besteht darin, dass der Mensch die Lebensgrenze durchbricht. Er will nicht mehr von den Beschränkungen der Zeit, des Raums und der Bewegung abhängig sein und träumt davon, diese Grenzen zu überschreiten, um zu der ewigen und vollkommenen Dimension zu gelangen. Solch ein Verlangen im Menschen bringt ihm enorme Entwicklungsmöglichkeiten auf der nächsten Ebene. Nachdem er alles erlangt hat, entsteht in ihm ein Gefühl der Leere – er fühlt das Verlangen der neuen Stufe, die dem spirituellen Menschen entspricht, der hinter die Grenzen seines Körpers gelangen will. Der Mensch will nicht mehr altern und sterben, sondern will mehr und mehr verstehen. Das führt ihn zu Offenbarung der neuen Welt und der nächsten Stufe seiner Entwicklung.

Aus den Gesprächen über das neue Leben, 14.01.2016

[#175337]

 

 

Der Mensch und der Schöpfer sind Partner

Frage: Scheitere ich systematisch bei der Jobsuche, genauso wie bei meiner Hochzeit aufgrund meiner eigenen Wahl, oder ist das von der Höheren Kraft vorherbestimmt?

Antwort: Du solltest alles tun, was dir möglich ist, um deine Situation zu verbessern, aber gleichzeitig musst du verstehen, dass alles von der Höheren Kraft abhängt. Das bedeutet, dass du einerseits glauben sollst, dass alles von derselben Kraft kommt, und gleichzeitig musst du dich anstrengen und deinen Teil zur Korrektur beitragen. Auf diese Weise werden der Schöpfer und du Partner, und diese Zusammenarbeit bestimmt deinen Weg.

Frage: Was soll ich tun, wenn ich kein Interesse am Studium der Weisheit der Kabbala habe, aber das Leben bringt einen Schlag nach dem andern mit sich und führt mich zum Studium?

Antwort: Dafür solltest du dankbar sein, denn gäbe es die Schläge nicht, die das Leben mit sich bringt, wärst du nicht zur Weisheit der Kabbala gelangt. Das ist eine sehr gute Diagnose deines Zustandes. Es gibt Leute, die Kabbala studieren und die das Studium und die Kabbalisten hassen, aber sie fühlen sich dazu verpflichtet weiter zu studieren. Später bekommen sie ein tieferes Verständnis darüber, was für ein Schatz ihnen gegeben wurde und warum sie die Höhere Kraft zwingt, weiter zu studieren. Und das Studium verändert sie.

Aus der Kabbalalektion in Russland 11/15/15

[173651]

Eine Chance, die Welt zu einem besseren Ort zu machen

Frage: Kann ein Mensch, den ein Schicksalsschlag trifft und der dessen Ursache nicht versteht, wieder eine falsche Wahl treffen oder zwingt ihn die Führung der Korrektur dazu, sich mittels richtiger Wahl zu entwickeln?

Meine Antwort: Es gibt Menschen, welche den Sinn des Lebens finden, genau wie Sie, als Sie zur Weisheit der Kabbala gebracht wurden. Und es gibt Solche, welche nicht die Weisheit der Kabbala nicht finden, obwohl sie dadurch mehr leiden als andere. Es hängt von der Wurzel der Seele eines Menschen ab. Es ist unmöglich, Menschen miteinander zu vergleichen. Es gibt solche, die leiden und solche, die es nicht tun und sogar das Leben genießen.

Wir wissen nicht, warum etwas in der Welt passiert. Man kann nicht alle, ohne zu wissen wie die Dinge ablaufen, vom gleichen Standpunkt aus betrachten und behaupten, dass die Welt richtig oder falsch ist. Man kann nur von sich selbst sprechen. Man kann im Leben die Chance erhalten, sich und die Welt glücklicher zu machen. Man erhält eine Belohnung und einen Preis, die Kenntnis der höheren Welt der Unendlichkeit. Man ist dafür geeignet, wenn es die Wurzel der Seele ist, später wird man erkennen, warum es so ist und warum es einem selbst und nicht den anderen 8 Milliarden Menschen gegeben wurde. Es ist kein besonderes Privileg, es ist einfach nur die richtige Zeit gekommen, wenn eine Seele geboren wird und diese Mission erfüllt; das ist der Grund warum man hier ist.

Man kann sich nicht mit anderen vergleichen. Man kann nicht wissen, was mit den anderen Seelen geschieht, welchen Stufen sie angehören, wo sie in dem allgemeinem spirituellen System sind – darüber gibt es keinen Anhaltspunkt.

Durch deine Selbsterfüllung wirst du alles entdecken.

Von der russischen Kabbala-Lektion 08/11/15

(173376)

Alles ist offen, alles ist frei

Frage: Wo liegt der Unterschied zwischen einer kabbalistischen Gruppe aus 10 Personen und einer Sekte, die mich ausnutzen will?

Meine Antwort: Die kabbalistische Gruppe beruht auf dem Prinzip der absoluten Liebe und in dieser Gruppe unterwerfen sich die Beteiligte nicht den Führern, sondern nur ihrer spirituellen Berufung. Sekte? Aufgrund von welchen Kriterien kann man eine Gruppe als Sekte bezeichnen? Geheim?  Diese Gruppe ist nicht geheim. Besondere Prinzipien?  Nur die Prinzipien der gegenseitigen Liebe, Verschmelzung und Hilfe werden angewandt. Rituale, besondere Gebete, Zeremonien? Nein! Die einzige Zeremonie, die gefördert wird, ist der physische Kontakt im Rahmen von Gruppentreffen und gemeinsamen Mahlzeiten (wenn es sich nicht um eine virtuelle Gruppe handelt).

Ansonsten gibt es keine weiteren Voraussetzungen. Jeder Mensch aus jeder Nation, jeder Hautfarbe, jeder Herkunft, der in eine kabbalistische Gruppe kommen will, wird in diese Gruppe aufgenommen. Wenn er gehen will, geht er. Alles ist offen und frei. Alle Studienmaterialien sind im Internet in allen Sprachen verfügbar und es gibt keine Geheimaktivitäten.

Eine Sekte ist etwas Abgeschlossenes, in dem eine eigene Ideologie herrscht. Eine Sekte hat besondere Formen der Verbindung und physischen Handlungen: Gebete, Meditationen und anderes. Das alles existiert in der Kabbala nicht. Die Kabbala will, dass die ganze Welt in gegenseitiger Liebe verbunden ist, mithilfe von Integration, ohne jeglichen Zwang und in einer Gleichstellung aller Beteiligten.

Aus dem russischen Unterricht vom 29.11.2015

[#174496]

Die Lebensenergie vervollständigen

Frage: Ist es möglich, dass ein Mensch seinen Verlust an Vitalität durch die Nutzung einer höheren Kraft  oder anderer Quellen ausgleichen kann?

Meine Antwort: Es ist möglich und nötig! Wenn ein Mensch beginnt, sich für die  Entwicklung seiner Seele zu engagieren, erhält er enorme Energie von der höheren Kraft der Natur. Natürlich durchlebt er dabei auch schwierige Stadien  wie Enttäuschungen, Schwäche, etc. Schließlich erwirbt er aber aufgrund  seiner Ausdauer und der Wichtigkeit des Ziels, genannt „Liebe deinen Nächsten“ und der Notwendigkeit, für das Wohl der anderen zu existieren, eine ungeheure Kraft. Ein Mensch fühlt, dass er die körperlichen Begierden dieser Welt satt hat und erkennt gleichzeitig seine Verbindungen zu den Menschen aus der Liebe zum Nächsten, die er erworben hat. Er entwickelt sich und kann weiterhin in dieser Welt leben, zusammen mit dem Gefühl der höheren Welt.

Aus der Kabbalah Lektion auf Russisch 11/08/15

[173519]

Wiedergeburt der Alten Welt

Frage: Das aktuelle Wirtschaftssystem wird den Bedürfnissen der Menschen nicht gerecht. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt unter prekären wirtschaftlichen Bedingungen und nur etwa eine Milliarde Menschen genießen den Wohlstand und Reichtum der Welt. Darüber hinaus  hat die wirtschaftliche Entwicklung, die die Grundlage der kapitalistischen Zivilisation ist, praktisch aufgehört zu funktionieren. Gleichzeitig gibt es eine andere Art von Wirtschaft wie Robotik, künstliche Intelligenz, usw. Kann man sagen, dass die alternative Wirtschaft die Grundlage für die neue Wirtschaft sein wird? Und wie wird die neue Menschheit nach der Transformation der alten Menschheit sein?

Meine Antwort: Ich denke, es wird ein Übergang bezogen auf Qualität sein. Es geht nicht um die Wirtschaft oder Ökologie, sondern um die Menschheit, die nach unterschiedlichen Prinzipien auf einer anderen Ebene existieren wird. Sie wird in einer anderen äußerlichen Dimension leben. Die neue Wahrnehmung wird nicht in unseren fünf leiblichen, egoistischen Sinnen offenbart werden, durch die wir die Welt um uns jetzt wahrnehmen. Wenn wir uns auf dem neuen Niveau vereinen, werden wir Gefühle entwickeln, die das Bild der Welt außerhalb von uns zeigen. Aber es wird nicht durch unsere körperlichen Sinne zu uns gelangen, die uns diese Welt nur schmal, verschwommen und begrenzt wahrnehmen lassen.

Die neue Welt wird vollkommen anders sein: Eine Welt der Kräfte und Eigenschaften, nicht Objekte und Phänomene, die in unserer egoistischen Phantasie dargestellt sind. Dann wird unsere Wirtschaft, unsere Kultur und unser ganzes Leben eine ganz andere Bedeutung bekommen – eine „außerkörperliche“ Bedeutung. Wir werden uns in Geschöpfe verwandeln, die keine materiellen Dinge brauchen werden wie Eigentum, Statussymbole, Umwelt usw. Wir werden durch Energie ernährt werden, die auf Synergie basiert,  auf gegenseitiger Fürsorge und  Zusammenarbeit, auf dem Gleichgewicht zwischen den positiven und negativen Kräfte der Natur – und wir werden zwischen ihnen existieren. Die nächste Stufe der Menschheit wird nicht körperlich sein, sondern eine Ebene der Gedanken, Absichten und Energien. Ich denke nicht, dass von unserer Wirtschaft, Umwelt oder unserer Gesellschaft, so wie wir sie jetzt kennen, etwas übrig bleiben wird. Wir müssen wieder geboren werden, und diese Wiedergeburt wird sich darin  ausdrücken, dass sie uns in eine neue Perspektive auf eine Welt außerhalb unserer körperlichen Wahrnehmung entlässt.

Kommentar: Wenn das so sein wird, dann macht es wohl keinen Sinn, über die zukünftigen technologischen Fortschritte zu sprechen.

Meine Antwort: Nein, sie werden alle untergehen und bedeutungslos werden. Sogar heute  sind wir in unseren Fähigkeiten nicht besonders eingeschränkt. Und was sagt uns das? Das einzige was der Menschheit wirklich gelingt, ist Leiden. Deshalb machen uns alle guten Dinge, die wir durch wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt erreichen, nicht glücklich. Wir fühlen keine Notwendigkeit für sie. Die Menschen von heute nehmen Drogen vor allem, um sich abzulenken; sie wollen nicht mehr heiraten, keine Kinder bekommen; es ist, als würde der Mensch innerlich schreien: „Lass mich in Ruhe mit all der Technologie und Technik. Ich bin nicht interessiert an diesem Leben!“ Ich hoffe, dass wir Menschen, die sich die Frage stellen, worum es im Leben wirklich geht, Antworten zur Verfügung stellen können. Zuerst sollte die Menschheit zuhören und verstehen und dann darüber nachdenken, wie das Leben neu zu organisieren ist… Denn sonst verlieren die Menschen ihre Lebenslust.

Von KabTV „News mit Michael Laitman“ 11/29/15

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