Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Gesellschaft ohne Zukunft

Frage: In der Antike waren unmoralische Menschen in der Wissenschaft nicht zugelassen. Heute gibt es überhaupt keinen Zusammenhang mehr zwischen den moralischen Prinzipien eines Menschen und seiner Professionalität. Können wir diese Situation verbessern?

Antwort: Wir müssen das moralische Niveau des Menschen anheben, sonst werden wir gezwungen sein, unsere Zukunft aufzugeben. Am Ende werden wir uns dann selbst zerstören.

Es gibt eine Vereinbarung, die die Herstellung von giftigen Substanzen verbietet. Wer hält sich daran? Wir können uns nicht von allen möglichen Einschränkungen leiten lassen, die wir uns auferlegen.

Wir müssen die Menschen erziehen, damit sie sehen, dass solche Dinge in der Welt gegen sie arbeiten. Eine Gesellschaft, die Gifte produziert, zerstört sich selbst. Diese Gesellschaft hat keine Zukunft.

Frage: Menschen, die in der moralischen Selbstvervollkommnung weiter fortgeschritten sind als andere, sind von Natur aus bescheiden. Deshalb wollen sie andere nicht belehren.

Antwort: Falsch. Das ist ihr Egoismus. Sie sollten sich selbst überwinden und ihre Ideen, ihre Grundlagen, ihre Philosophien verbreiten, denn es ist zum Wohle der Gesellschaft. Es spielt keine Rolle, ob sich ein Mensch gut oder schlecht fühlt, ob er schüchtern ist oder nicht, er ist verpflichtet, es zu tun!

Aus dem Fernsehprogramm „Kommunikative Eigenschaften“ 09.10.2020

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Menschheit, wach auf, bevor die Wellen uns verschlingen

Die meisten Resümees von 2020 (die wenigen, die überhaupt versucht wurden) sprechen von 2020 als einer Tragödie, als sei ihr Leben gestohlen worden. Meiner Ansicht nach ist dies eine unreife Perspektive. Wenn ein kleiner Junge draußen mit seinen Freunden spielt und seine Mutter ihn hereinruft, damit er seine Hausaufgaben erledigt, glaubtt der Junge, sie sei eine schreckliche Mutter. Aber wir Erwachsenen wissen es besser. Wir sind wie dieser Junge, der einen Wutanfall bekommt, weil Mutter Natur darauf besteht, dass wir tun, was wir tun sollten. Die Natur hat der Menschheit nichts Böses angetan. Sie hat uns nur aufgefordert, unsere Hausaufgaben zu erledigen. Und wie wir alle wissen, wenn wir unsere Hausaufgaben nicht machen, werden wir den Test nicht bestehen. Und wenn es bei dem Test um unser Leben geht, sollten wir darin nicht versagen.

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Wie wähle ich Menschen für integrale Erziehungsgruppen aus?

Frage: Sollte die Auswahl von Menschen für integrale Erziehungsgruppen auf rassischen, nationalen und kulturellen Merkmalen basieren?

Antwort: Nein, das ist völlig falsch. Vielleicht sollten sie nach ihrem Entwicklungsstand und ihrer Mentalität ausgewählt werden, damit sie einander näher sind. Aber im Endeffekt werden sie alle gleich sein.

Einerseits ist es natürlich so, dass je ähnlicher die Menschen sich sind, desto leichter können sie Kontakt schließen. Andererseits, je gegensätzlicher sie sind, desto größer ist der Erfolg ihrer gemeinsamen Aktionen.

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Wie Kabbalisten mit Gerüchten umgehen

Ein Student fragte mich, wie Kabbalisten mit Gerüchten und falschen Anschuldigungen über sie umgehen: Ignorieren sie sie gänzlich oder gehen sie auf andere Weise damit um?

Das ist eine interessante Frage, denn seit den Anfängen der Kabbala, lange bevor sie überhaupt „die Weisheit der Kabbala“ genannt wurde, mussten Kabbalisten mit Verleumdung und Verachtung umgehen, und manchmal sogar mit Aggression und Gewalt gegen sie. Wie unangenehm auch immer, Kabbalisten haben dieses Phänomen immer mit Geduld und Verständnis behandelt, da sie wussten, woher es kam. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Spielregeln akzeptieren

Frage: Es stellt sich heraus, dass der Schöpfer das Spiel des Bösen für uns geschaffen hat und die Spielregeln, nach denen wir spielen sollen. Wo ist hier die Freiheit der Wahl? Was hängt von mir ab?

Antwort: Es gibt keine Wahlfreiheit, sondern nur die Akzeptanz der Spielregeln des Schöpfers und nach ihnen spielen.

Man mag sie nicht akzeptieren, aber dann wird man von den Schicksalsschlägen dazu getrieben. Niemand behauptet, dass man frei ist.

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Naturgesetze und Rechtsnormen

Frage: Sie schreiben, dass Nächstenliebe und Bürgschaft die Gesetze der Natur sind. Ihre Nichtbefolgung verursacht alle Probleme und Katastrophen, mit denen die Menschheit im Laufe der Geschichte konfrontiert wird.

Ist es möglich, die Schäden der Nichteinhaltung dieser Rechtsnormen wissenschaftlich zu belegen, sie aufzuzeigen und sie dann als Gesetze einzuführen, so dass sie zumindest in einer äußeren Erscheinungsform vom Staat geschützt werden?

Antwort: Man kann der Gesellschaft keine Gesetze, und Verhaltensregeln auferlegen, denen sie nicht folgen kann, obwohl sie schön, korrekt und vielleicht sogar wahr sind. Es gibt sie in der Natur.

Die Menschheit ist noch nicht so weit, dass sie ihnen folgen kann. Sie kann nur das leisten, was sie erkennt und als Notwendigkeit ansieht. Sie muss verstehen, dass sie diese Gesetze in sich selbst umzusetzen und einen schützenden Rahmen dafür schaffen muss usw.

Wir wissen zum Beispiel, dass es ein Gesetz der Bürgschaft gibt, nach dem lebende Organismen auf niedrigeren Ebenen zusammenwirken. Wir können es dennoch nicht als Staatsgesetz einführen, da die Menschen ohnehin nicht in der Lage wären, es zu befolgen.

Wir offenbaren physikalische, chemische und andere Gesetze der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur, die vor uns liegt und in der wir uns befinden. Wenn wir diese Gesetze verstehen, erklären wir sie allen, da ihre Nichteinhaltung sofort mit Bestrafung verbunden ist. In der Natur gibt es jedoch auch solche Gesetze, deren Einhaltung oder Nichteinhaltung keine unmittelbare Belohnung oder Bestrafung nach sich zieht.

Frage: Wir sehen also nicht sofort die Konsequenzen? Oder wir sehen, aber können die Ursache nicht mit der Wirkung verbinden?

Antwort: Ja. Daher können wir diese Naturgesetze nicht als Gesetze für die Gesellschaft einführen. Wir müssen die Gesellschaft dazu bringen, ihr Handeln auf der Stufe der irdischen Wissenschaften zu erkennen, oder sie muss in sich die Gesetze des moralischen Verhaltens, den richtigen Umgang miteinander empfinden.

Erst dann kann man sie dort hinführen. Andernfalls wird man die Gesellschaft zerbrechen, Revolutionen auslösen und das bekommen, was in Russland geschah, als gute Beziehungen zwischen Menschen gewaltsam eingeführt wurden, obwohl sie als Egoisten überhaupt nicht verstanden was von ihnen verlangt wurde.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfähigkeiten“, 09.10.2020
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Schlechter Ruf

Frage: Es gibt Barrieren in der Kommunikation, z.B. ein schlechter Ruf. Es kann sein, dass Menschen wegen diffamierender Informationen, wegen einiger Fakten in ihrer Biographie, ihrer Lebensweise, nicht mit anderen kommunizieren wollen. Was würden Sie in diesem Fall raten?

Antwort: Wenn es sich um eine Gruppe von Anfängern in einer integralen Bildung handelt, ist es besser, dass die Menschen nichts voneinander wissen und nicht darüber reden. Man beginnt damit, dass man sagt: du bist ein Mensch- ich bin ein Mensch und es ist der Wille der Natur, dass wir ohne Vorbedingungen zu einer Verbindung kommen sollten.

Frage: Und wenn sie beispielsweise von den Medien wissen, dass so-und-so im Gefängnis war?

Antwort: Dann sollte dieser Mensch in einer Gruppe eingeführt werden, die bereit ist, ihn als eine absolut eigenständige Persönlichkeit wahrzunehmen.

Aus dem Fernsehprogramm „Kommunikationsfähigkeiten“, 14.10.2020
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Tausendmal wirst du hinfallen und wieder aufstehen

Wenn ich mich noch daran erinnere, dass der Fall vom Schöpfer kommt dann ist das noch kein Fall. Der wirkliche Sturz ist eine völlige Abtrennung, bei der ich keine Verbindung, Gedanken, noch Verlangen zum Schöpfer habe. Die einzige Möglichkeit die bleibt, ist die Verbindung mit dem Zehner.

Deshalb sind wir in dem Zustand, den man „materielle Welt“ nennt, um hineinfallen und von vorne beginnen zu können. Dennoch werden wir ein Stück weit im Stich gelassen auch wenn wir in unserer Welt sind. In unserer Welt sind wir im System von Bnei Baruch in Verbindung mit der Weltgruppe, mit dem Zehner, mit den Unterrichten.

Selbst wenn ich völlig herausfalle und mich von der Spiritualität löse, habe ich immer noch eine materielle Verbindung mit dem spirituellen System: mit dem Zehner, mit dem Unterricht. Solange ich diese materielle Verbindung mit dem Zehner fühle und daran festhalte, solange der Schöpfer mich trotz meines Widerwillens, meines Hasses und meiner Ablehnung nicht gänzlich hinausgeworfen hat, wird das als Zustand des Sturzes aus der Spiritualität betrachtet. Aus diesem Zustand kann ich mich noch erheben. Deshalb heißt es: „Tausendmal wird der Gerechte fallen und aufstehen.“

Man muss sich an die Stürze gewöhnen und darf nicht in Panik geraten. Der Schöpfer gibt die Medizin immer zusammen mit dem Fall. Wenn jemand in der Gruppe gestürzt ist, gibt es bestimmt jemanden in der Nähe, der nicht gestürzt ist und helfen kann. Außerdem gibt es Gabai und Shatz – Menschen, die für die Verbindung in der Gruppe verantwortlich sind, die in jedem Zustand dafür sorgen die Freunde schnell aufzurichten. Alles hängt von der richtigen Organisation der Gruppe ab.

Aus dem Unterricht „Näher zum Schöpfer während des Falls“, 16.12.2020
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Neues Leben 451 – Die Juden in der Diaspora

Neues Leben 451 – Die Juden in der Diaspora
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Sowohl die Juden in der Diaspora als auch die in Israel lebenden Juden spielen eine wichtige Rolle, um ein Licht für die Nationen der Welt zu sein und sie zum Ziel der Schöpfung zu führen. Alle Juden auf der Welt müssen sich verbinden und so einen Kopf aufbauen, der die gesamte Menschheit zur Offenbarung der Kraft der Liebe und der Selbsthingabe in der Welt führt. Wir werden gehasst, solange wir das nicht tun. Was alle Juden zusammenhält, ist nicht, wo sie leben, religiöse Rituale oder die Vergangenheit, die schwindet, sondern die Zukunft, die uns und unser gemeinsames spirituelles Ziel verpflichtet.

Aus KabTVs „New Life 451 – Die Juden in der Diaspora“ vom 11.11.14

Neues Leben 450 – Das Phänomen der Auswanderer aus Israel, Teil 2

Neues Leben 450 – Das Phänomen der Auswanderer aus Israel, Teil 2
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Wenn wir aus dem Land auswandern, wird Hass kommen, der uns wieder hierher zurückbringen und uns zwingen wird, das geistige Israel aufzubauen. Das Problem heute in Israel ist, dass die Umwelt uns keine Unterstützung bietet. Die Jungen fühlen, dass die Umgebung grob ist und nicht mit ihrer Seele verbunden; sie kämpfen ständig. Die Lebenshaltungskosten, Sicherheitsprobleme, Unsicherheit für die Zukunft und schlechte Bildung bedeuten, dass sie keine Zukunft für sich selbst sehen.

Damit sich die Menschen mit dieser Nation verbunden fühlen und zurückkehren können, muss Israel eine einzigartige Kraft aufbauen, die auf Liebe und gegenseitiger Verantwortung beruht. Um die Auswanderung zu stoppen, ist eine neue allgemeine soziale Bildung erforderlich.

Aus KabTVs „New Life 450 – Das Phänomen der Auswanderer aus Israel, Teil 2“, 11.11.14