Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Neues Leben 449 – Das Phänomen der Auswanderer aus Israel, Teil 1

Neues Leben 449 – Das Phänomen der Auswanderer aus Israel, Teil 1
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Das Volk Israel ist eine Gruppe von Menschen, die aufgrund ihrer Güte, Verbindung und Liebe mit unserem Vorfahren Abraham in Babylon verbunden sind. Sie waren eine Gruppe von Fremden, die mit der Liebe interagierten, um Yashar-El (direkt) zur höheren Kraft zu bringen . Das Land Israel ist ein spiritueller Ort, an den Menschen gezogen werden, die den Wunsch haben, sich mit anderen und mit einer höheren Macht zu verbinden. Menschen, die die Wichtigkeit aufgeben, mit anderen im Land Israel verbunden zu sein, wandern aus dem Land aus.

Das Volk Israel muss im Land Israel leben, aber um dies zu tun, muss es wieder in Verbindung und Liebe leben. Wenn wir „wie ein Mensch mit einem Herzen“ wären, würden sie das Gefühl haben, dass es in diesem Land eine Kraft gibt, die ihnen gehört. Wenn im Land Israel keine spirituelle Revolution stattfindet, wird das gesamte zionistische Unternehmen verschwinden.

Aus KabTVs „New Life 449 – Das Phänomen der Auswanderer aus Israel, Teil 1“, 11.11.14

Steht Amerika kurz vor dem Bürgerkrieg?

Amerika steht vor turbulenten Zeiten. Die Erstürmung des US-Kapitols hat den Alarm eines möglichen Bürgerkriegs ausgelöst, während die Demokraten den Druck für eine Amtsenthebung von Präsident Trump weniger als zwei Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit im Weißen Haus erhöhen. Wenn der interne Druck weiter eskaliert, könnte die Situation so sein, als säße man direkt auf einem Pulverfass, das in alle Richtungen explodieren könnte.

Die einzige Möglichkeit, eine Katastrophe zu vermeiden, besteht darin, eine gemeinsame Basis für die Interessen aller zu finden. Wenn die nächste Regierung eine Hexenjagd beginnt und versucht, positive Elemente, die ihr vorausgegangen sind, zu zerstören, dann könnten diese Aktionen eine Diktatur und keine Demokratie darstellen. Gewalt und Rache von irgendeiner Seite kann nicht die Lösung sein.

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Kinderkrankheiten der Kommunikation im Internet

Frage: Um besser zu erscheinen, als sie wirklich sind, lügen sich Menschen einerseits bei der Kommunikation in den sozialen Medien an, andererseits sind sie aufrichtiger als im persönlichen Kontakt. Das heißt, wenn ich Ihnen in die Augen schaue, ist es schwieriger für mich, die Wahrheit zu sagen. Wenn wir Kontakt über den Bildschirm haben, ist es viel einfacher.

Was haben wir verloren, als wir aufhörten physisch miteinander zu kommunizieren, indem wir uns in die Augen schauten?

Antwort: Direkte Kommunikation erfordert eine gewisse Vorbereitung, ich würde sagen, die Erhebung über sich selbst und das Hineinversetzen in den anderen. Die Kommunikation über einen Bildschirm ist zudem, wenn es auch noch inkognito erfolgt, keine wirkliche Kommunikation. Es ist nicht einmal ein Ausdruck der eigenen Gedanken oder Ansichten, sondern etwas, womit man den Bildschirm füllen will.

Das Problem ist, dass es im Internet keine Grenze für die Menge oder Qualität der Kommunikation gibt. So sind wir in einen Bereich eingetreten, in dem wir uns zurückentwickeln: Es ist uns egal, was andere denken, was als Folge unserer Beteiligung an der Internetkommunikation erreicht wird. Die Menschen verfälschen sich mit Unreinheiten.

Frage: Wie stellen Sie sich die virtuellen Gemeinschaften der Zukunft vor?

Antwort: Virtuelle Gemeinschaften der Zukunft werden über diese Kinderkrankheit hinauswachsen und klare, strenge Gesetze verabschieden. Sie werden darauf basieren, wie sich die Menschheit richtig entwickeln muss. Sie werden die Menschen verpflichten zu studieren und sie werden dafür ausreichend Zeit, Energie und Geld haben, um es umsetzen zu können.

Die Menschen werden sich, nicht nur aus moralischen Beweggründen weiterbilden, sondern auch auf der spirituellen Ebene, die sie erreichen müssen. So wird sich das gesamte Internet weiterentwickeln.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfertigkeiten“, 07.10.2020

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Moral = Liebe deinen Nächsten

Frage: Was ist für Sie Moral?

Antwort: Moral ist eine klare Umsetzung des Prinzips „Liebe deinen Nächsten“.

Frage: Welche Assoziationen haben Sie mit dem Wort „Moral“?

Antwort: Die Verwirklichung des Prinzips „Liebe deinen Nächsten“.

Frage: Welches der moralischen Prinzipien ist aus Ihrer Sicht am wichtigsten?

Antwort: Liebe deinen Nächsten.

Frage: Die absolute Abwesenheit von moralischen Prinzipien ist unmöglich. Selbst die primitivsten Menschen haben eine Vorstellung davon, was erlaubt ist und was nicht. Und welches moralische Prinzip kann nicht übertreten werden?

Antwort: Das, was Sie daran hindert, das Gesetz der Nächstenliebe zu erfüllen.

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Neues Leben 1285 – Wie man Mobbing verhindert, statt es zu heilen

Neues Leben 1285 – Wie man Mobbing verhindert, statt es zu heilen

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Kinder mobben sich gegenseitig, weil es den Menschen angeboren ist, andere zu verletzen, zu beherrschen, zu dominieren und zu kontrollieren.

Gemobbte Kinder wollen nicht darüber sprechen, weil sie Angst haben, dass ihre Eltern auf sie herabschauen und sie noch mehr Ärger mit den Mobbern bekommen.

Um Mobbing vorbeugen zu können, sollten Lehrer im Rahmen einer ganzheitliche Erziehung im Unterricht verstärkt Rollenspiele einsetzen. Dadurch werden die Schüler lernen, dass die Eigenschaften jedes einzelnen Menschen auch in allen anderen enthalten sind und dass sie jeder Charakter sein können, ob stark/schwach, klug/dumm, groß/klein, böse/gut, ehrlich/verlogen und im späteren Verlauf des Spiels auch Mobber/in oder Gemobbte/r.

Alle müssen sich in ihren Rollen hinterfragen, miteinander reden und sich aufeinander beziehen. Die Rollen werden dabei immer wieder gewechselt, damit sie lernen, dass es noch weitere Ausprägungen gibt und sie sich in alle integrieren können. Sie werden aus ihren „Schneckenhäusern“, Ängsten und Rollen, in denen sie sich eingesperrt fühlen, herauskommen. Durch gute Zusammenarbeit werden sie ein gemeinsames Ziel (im Rollenspiel) erreichen und in den anderen eine gute Einstellung hervorrufen, bis alle sich als Einheit fühlen und lernen somit, die sie trennenden Mauern niederzureißen.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1285 – Wie man Mobbing verhindert, anstatt es zu heilen“, 23.10.2020

Neues Leben 1284 – Familienzusammenhalt über allen Meinungsverschiedenheiten

Neues Leben 1284 – Familienzusammenhalt über allen Meinungsverschiedenheiten 

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Es ist unmöglich zu wachsen, wenn wir nicht Konflikte annehmen, uns über unser Ego erheben, gegenseitige Zugeständnisse machen und Liebe für die anderen empfinden.

Liebe muss mir wichtiger sein als meine eigene Meinung und jeder Wettstreit zwischen uns. Ich lasse meine Wahrheit stehen, verlange aber nicht das Gleiche von den anderen; ich gehe nur mit gutem Beispiel voran. Es ist unmöglich, Liebe zu erzwingen. Wenn wir heikle Themen anschneiden, ist das für mich nur eine Gelegenheit, zu zeigen, inwieweit ich bereit bin, für die Verbindung zu zahlen. Als Ergebnis fühle ich eine warme Umarmung, ein Gefühl des Gebens und der Verbundenheit. Wenn wir das tun, wird keine Krankheit mehr ausbrechen.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1284 – Familienverbindung jenseits aller Meinungsverschiedenheiten“, 16.10.2020

Moralische Normen und Naturgesetze

Frage: Soziale Normen können in mehrere Kategorien unterteilt werden. Es gibt moralische Normen, z.B. den Vortritt für ältere Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Es gibt gesetzliche Normen, z. B. ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen. Es gibt religiöse Normen – z.B. die Erfüllung von Geboten. Es gibt politische Normen z.B. das Befolgen von bestimmten Gesetzen. Es gibt ästhetische Normen, etc.

Oft sagen Sie, dass die Nächstenliebe ein Naturgesetz ist. Was ist der Unterschied zwischen moralischen Normen und den Naturgesetzen?

Antwort: Moralische Normen sind Gesetze des menschlichen Verhaltens zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wurden früher harte Methoden der Kommunikation, bis hin zum grausamen Umgang miteinander als richtig angesehen, so wurden diese Normen später anders- humaner. Noch später wurden sie noch freundlicher, und so weiter.

Mit der Entwicklung des Egoismus erschuf der Mensch immer wieder einen Kodex moralischer Normen, um besser koexistieren zu können. So sind wir zum jetzigen Zustand gekommen. Im Grunde ist das derselbe Egoismus, der uns steuert und alle Normen unserer Wechselbeziehungen bestimmt.

Frage: Wenn sich also die Normen im Laufe der Geschichte  ändern, dann können sie nicht auf ein Naturgesetz zurückgeführt werden? Dürfen sich Naturgesetze nicht verändern?

Antwort: Unser Egoismus ändert sich im Laufe der Zeit, also ändern wir uns mit ihm und setzen auf seiner Grundlage neue Gesetze.

Frage: Wer bestimmt, ob Nächstenliebe ein Gesetz ist oder nicht?

Antwort: Wir bestimmen nichts. Wir können dieses Naturgesetz lediglich entdecken und aufzeigen, dass es existiert. Sobald wir erkennen, wie allumfassend es ist, werden wir damit beginnen, es in unserem Leben anzuwenden.

Aber die Liebe zum Nächsten ist ein Gesetz. Es steht über uns. Es hängt von unserem Entwicklungsstand ab, inwieweit wir es verwirklichen wollen.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfertigkeiten“, 09.10.2020

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Eine egoistische Partnerschaft

Frage: Ich habe kürzlich einen Brief von einem Mann erhalten, der vor über 30 Jahren mit einem Freund ein Unternehmen gegründet hat. Er schreibt: „Als wir das Geschäft eröffneten, haben wir beschlossen, dass jeder den anderen ergänzt: mein Partner gibt Ideen, und ich setze sie um und löse alle Probleme. Wir teilen alles 50/50.

So haben wir über 10 Jahre gearbeitet, bis wir eine Menge Geld verdient hatten. Dann verlangte er 80% des Gesamterlöses und begründete alles damit, dass die Ideen von ihm stammten. An diesem Punkt bin ich ausgerastet und sagte, dass ich ihn all die Jahre hindurch unterstütze, ihn für die freien Tage bezahlte, wenn er nachdachte, ein Tief hatte, oder im Urlaub war, usw.

An diesem Tag wurde das Prinzip der Gleichheit verletzt und wir wurden zu Feinden. Einen Monat lang haben wir nicht miteinander gesprochen. Dann stellte sich heraus, dass er mich verklagt hatte. Einst waren wir die engsten Freunde, heute sind wir die größten Feinde“.

Wenn wir diese Situation durch das Prisma der Ganzheit der Natur betrachten – wie kann dann eine mögliche Einkommensverteilung aussehen und wie ist die Gleichheit zwischen diesen Partnern? Ist es richtig, dass sie anfangs alles geteilt haben? Schließlich hat dann einer von ihnen die Vereinbarung verletzt.

Antwort: Tatsache ist, dass ihre Partnerschaft rein egoistisch war, daher habe ich keine Ahnung, wie man dieses Problem lösen kann. Ich befasse mich nicht mit solchen Dingen.

Meine Aufgabe ist es, völlig andere Systeme zu erforschen. Es sind Systeme, die sich gegenseitig ergänzen und nach völlig anderen Prinzipien funktionieren, bei ihnen gewinnt man, indem man dem anderen etwas gibt.

Wenn sie die Absicht der Natur verstehen würden, dann würde jeder so viel nehmen, wie er zum normalen Leben braucht und er würde den ganzen Überfluss der Gesellschaft schenken. Dies würde den tatsächlichen Gewinn abschätzen. Das heißt, die Lösung liegt auf einer anderen Ebene.

Frage: Das Traurigste ist, dass der Erziehungsprozess dieser beiden Geschäftsleute Jahrzehnte andauern kann. Was sollten sie machen, bevor es zur Offenlegung ihrer Topgehälter kommt? Wie können sie den Gewinn teilen? Gibt es irgendwelche Hilfestellungen?

Antwort: Ich denke, es ist viel einfacher, als man denkt. Nehmen wir an, ihr Reichtum ist verschwunden und es bleibt nur noch das Existenzminimum übrig. Lassen sie nun ihre Beziehung zueinander aufbauen. Das war es.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfertigkeiten“, 28.08.2020.

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Die kleinste Zelle der Gesellschaft ist ein Zehner

Frage: Für die Kommunikation sind Regeln für das Empfangen, Senden, Codieren und Decodieren von Informationen erforderlich. Was sind die Regeln, die Gesetze des Gebens und des Nehmens? Kann dies gelernt werden?

Antwort: Ja, das muss den Menschen beigebracht werden. Kommunikationsfähigkeiten unerlässlich. Wir sehen, inwieweit ihre Abwesenheit in jedem Menschen zu gegenseitigen Missverständnisse und zur Einsamkeit führt. Kommunikation ist praktisch alles.

Es ist eine Tatsache, dass wir alle, die wir ursprünglich als Egoisten geschaffen wurden, denken, dass wir bequem mit unserem Egoismus leben können und niemanden brauchen. Wenn wir doch jemanden brauchen, dann nur jemanden, den ich einigermaßen tolerieren und benutzen kann. Dies ist jedoch völlig falsch.

Wir müssen den Menschen erklären, dass die kleinste Einheit der Gesellschaft nicht die Familie ist, sondern ein Zehner. Die Familie ist die tierische Einheit. Die soziale Einheit ist ein Zehner, der aus Gleichgesinnten besteht, die ein gemeinsames Ziel im Leben haben und es umsetzen wollen. In diesem Fall kann sich der Mensch zu absolut unendlichen Zuständen entwickeln.

Frage: Kann sich dieser Zehner im Laufe des Lebens verändern?

Antwort: Ja.

Frage: Meinen Sie mit einem Zehner einen inneren  Begriff und nicht die Anzahl der Menschen – zehn Menschen?

Antwort: Zehn Menschen ist auch eine physikalische Zahl, aber sie enthält zehn verschiedene Verbindungen von individuellen Wünschen. In der Kabbala werden sie als Punkte im Herzen bezeichnet.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfähigkeiten“, 21.08.2020

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Zum höchsten spirituellen Leben

Frage: In unserer Welt empfindet ein Mensch Angst, Freude, Sicherheit etc., gibt es solche Gefühle auch in der spirituellen Welt?

Antwort: In der spirituellen Welt sind alle Gefühle, die wir in dieser Welt empfinden, tausendmal höher, tiefer, stärker und der Mensch kann sie kontrollieren. Wenn wir in unserer Welt mit bestimmten Sinnesorganen geboren werden und sie unter dem Einfluss unserer Welt allmählich, aber unbedeutend, entwickeln, dann können wir sie in der spirituellen Welt buchstäblich von Grund auf neu entfalten. Wir haben sie nicht, da sie sich in einem zurückgebliebenem Zustand befinden und wir sie so nicht benützen können.

Wenn wir damit beginnen, die spirituellen Sinnesorgane zu entwickeln, bringen wir sie in den Zustand, in dem wir die gesamte Höhere Welt, alle Kräfte die sich darin befinden, alle Variationsmöglichkeiten und ihren Einfluss auf uns, zu offenbaren.

Wir spüren, wie wir uns gegenseitig beeinflussen, wir treten in Interaktion mit ihnen und beginnen mit ihnen zu spielen: Wir beeinflussen die spirituelle Welt und sie beeinflusst uns. Diese Interaktion mit der Höchsten Welt wird das höhere spirituelle Leben genannt.

Aus der TV-Sendung „Spirituelle Zustände“, 12.11.2018

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