Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Wenn sich die Frau entschieden hat – dann tut sie auch alles dafür

Frage: Die Frauen nehmen um vieles weniger als die Männer an dem politisch-ökonomischen Wirrwarr teil, den die Welt momentan durchmacht. Was können sie für die allgemeine Genesung tun?

Meine Antwort: Die Frauen können die Männer zur Vereinigung, Gegenseitigkeit und Geschlossenheit verpflichten. Dann wird das Leben sowohl in einem Land, als auch in der gesamten Welt besser werden. Wenn es den Frauen gelingt, sich zu vereinigen, dann werden sie die Männer auch dazu veranlassen.

Einerseits ist die Vereinigung für die Frau schwieriger zu verwirklichen und andererseits müssen die Frauen damit beginnen. Kaum wird die Frau sich dafür entschieden haben, wird sie sofort mit der Strömung in die richtige Richtung rudern.

Bei den Männern erfolgt alles umgekehrt: es ist leichter für sie, sich ins Wasser zu werfen, aber schwierig zu schwimmen, da auf dem Weg zahlreiche Hindernisse auftauchen, die Korrekturen erfordern. Lasst uns die Frauen darum bitte, uns Vorbild zu sein und uns die Kraft zur Vereinigung zu geben.

Im Allgemeinen wird nur die Geschlossenheit zwischen uns allen zum Schlüssel für den Erfolg in allen Sphären des Lebens werden. Man sagt nicht von ungefähr, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine Frau steht. Liebe Frauen stoßen sie die Männer mit allen Kräften zur Einheit – es gibt kein anderes Mittel dafür.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Einführung zum Buch Sohar“, 07.03.2013

Was bekommen wir „gefüttert“?

Frage: Warum haben die Kabbalisten kein Handbuch für das Leben geschrieben, so dass jeder Mensch in der Lage wäre, es zu benutzen?

Meine Antwort: Wenn es in diesem Buch darum ginge, wie man sich einen Vorteil verschafft und wie man etwas gewinnt, würden es die Menschen lesen, aber in dem Buch würde es um das Verzichten, das Schenken gehen. Also wem willst du es anbieten?

Wenn ich etwas hätte, wofür ich gewöhnliche Menschen interessieren könnte, dann hätte ich es schon längst getan.

Alle führenden TV-Sender hätten mich für Interviews eingeladen: „Er hat ein Rezept für ein umfassendes, unendliches Vergnügen!“ Aber im Gegensatz dazu gibt es hier eine psychologische Barriere: Wir müssen unsere Natur transzendieren und auf die nächste Stufe erheben, und dann werden wir Genuss erhalten.

Wie kann ich mich über die „Schwelle des Würgegriffs“ des Todes erheben? Die Leute glauben, dass sie die nächste Welt erreichen, gemeint ist die spirituelle Welt,  nachdem der Körper stirbt.

Ich verstehe nicht, warum ihnen der Körper im Weg ist, aber so sehen sie die Dinge: Der Körper wird in der Erde vergraben und die Seele steigt „aufwärts“.

Wie kann ich mir einen Zustand vorstellen, in dem ich mein Ego töte? Es wird gesagt, „wer leben will, sollte
sich selbst töten,“ erst dann kann ich wirklich beginnen zu leben. Wie kann ich das erfüllen? Wie kann ich das den Menschen erklären?

Hier bieten wir das Heilmittel vor der Erkrankung an. Zuerst informieren wir die Menschen, dass sie krank sind, was bedeutet, dass wir wie der Schöpfer handeln, der die menschliche Krise enthüllt. Heute fühlt jeder in einem bestimmten Ausmaß Probleme, also was ist die Diagnose? Unser Ego ist krank, das ist jedoch nicht genug, es muss ein Spezialist kommen und so mit dem Patienten sprechen, dass er zuhört, denn wenn die Menschen nicht zuhören, wird sich die Krankheit weiterentwickeln bis der Schmerz ihr Gehör schärfen wird.

Im Großen und Ganzen muss die Menschheit das Wichtige hören: Das ganze Problem ist die falsche Verbindung untereinander. Der Grund dafür ist, dass sie nicht wissen, wie man in der integralen Welt richtig lebt, wie sie ihre Kinder erziehen und richtige Beziehungen aufbauen. Sie müssen erkennen, dass das ganze Problem unser Ego ist. Später werden wir in der Lage sein, dieses Gespräche weiter zu führen und erklären, wie sich die Menschen durch die integrale Erziehung verbinden sollten, dann werden sie endlich verstehen, was los ist;

Sie werden verstehen, warum sie sich in allen möglichen Situationen wie die Verrückten verhalten, warum man von ihnen verlangt, dass sie 14 Stunden täglich arbeiten, sodass sie keine Zeit mehr haben, um über irgendetwas nachzudenken. Kinder werden in der Schule absichtlich auf diese Weise erzogen. Fernsehsender, die Mordenserien und Vergewaltigungen ausstrahlen und das alles dient dazu, einen Menschen in eine Null, in ein „Tier“ zu verwandeln, sodass er keine Lösung für sein Leben finden kann.

Frage: Warum starten die Kabbalisten keine Kampagne gegen das Ego, so wie die Kampagne gegen das Rauchen?
Warum schreiben sie nicht ein Buch darüber, wie das „egoistische Fieber“ verhindert werden kann.

Meine Antwort: Kabbalisten haben nicht die selbe Autorität und Macht wie Ärzte; Baal HaSulam versuchte bereits die Menschen zu warnen, aber niemand hörte. Was „effektive Kampagnen“ betrifft, auch sie haben ein egoistisches Motiv. Die Zigarettenhersteller können Geld verlieren, aber eine andere Gruppe zieht Gewinn daraus, zum Beispiel Hersteller von Lebensmitteln, die ungesundes Essen herstellen.

Sie profitieren, wenn die Leute nicht rauchen und früh an Krebs sterben, sodass sie ihre Produkte für viele weitere Jahre kaufen. Diese Produkte machen die Menschen krank und gleichzeitig machen sie die Pharmazie reicher. Die Hauptsache dabei ist, die Menschen wie Tiere in einem Käfig zu halten, in einem modernen System, welches ihnen nicht erlaubt, über die wichtigen Dinge zu viel nachzudenken.

Alles dreht sich um den Profit, den jemand in der Konsumgesellschaft macht. Das könnte alles immer so weiter gehen, wenn es nicht den Plan der Natur gäbe. Wir würden Sklaven bleiben, die das, was sie von Supermärkten und Medien „gefüttert“ bekommen, wahllos konsumieren.

Der Schöpfer hat andere Pläne, so nähern wir uns dem Zusammenbruch der aktuellen kapitalistischen Entwicklung.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel  „der Frieden“, 15.02.2013

Die wohltuenden Purim-Tage

Die Purim-Feiertage sind sehr gut und wohltuend. Das sind die Tage, an welchen in unserer Welt die guten Kräfte – die Kräfte der Vereinigung wirken, die uns  helfen, mit der Verbindung sowie mit den Problemen zurechtzukommen.

Wir haben nur ein Problem: zwischen uns ein solches Netz der Kräfte, eine solche Verbindung zu finden, in der sich der Schöpfer offenbaren kann. Mehr als das ist nicht notwendig! Das Wichtigste für uns ist es, den Schöpfer zu offenbaren. Das ist unsere Hauptaufgabe, die nur in der Verbindung zwischen uns gelöst werden kann.

Sobald wir untereinander das Netz der Beziehungen in minimaler Qualität aufbauen, werden wir darin den Schöpfer sofort fühlen können.

Deshalb ist es sehr gut, dass wir uns an diesen Tagen miteinander treffen. Versucht das alles zu tun! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie überaus notwendig das für uns  ist! Sobald die allgemeine Kraft beginnt, sich zwischen uns zu offenbaren, werden wir das mächtigste Werkzeug, das starke Mittel für die Korrektur der Welt empfangen. Folglich können wir beginnen, damit zu arbeiten.

Denn andernfalls wissen wir nicht, wohin damit, wie alles zu lenken ist, was man zu tun hat. Und die Offenbarung des Schöpfers öffnet uns vollständig die Augen, gewährt uns Handlungsfreiheit und zeigt uns den Weg auf.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 24.02.2013

Europa vereinigen

Frage: Viele europäische Länder befinden sich jetzt im Prozess der wachsenden gegenseitigen Absonderung. Was können unsere europäischen Gruppen tun, um diese Tendenz zu verhindern?

Meine Antwort: Es handelt sich darum, dass diese Absonderung fortdauern wird. Europa wird den Weg des Protektionismus beschreiten, da die Wirtschaftsprobleme und die Arbeitslosigkeit wachsen werden.

Die Tatsache, dass jetzt die Probleme der gegenseitigen Entfernung größer werden, zeigt uns die Eigenschaft von Haman, d.h. die egoistischen Eigenschaften, gegen welche man nur die entgegengesetzte Eigenschaft, die Eigenschaft der Verbindung zwischen uns, offenbaren soll.

Ihr werdet sehen, wie die Menschen plötzlich  verstehen werden, dass sie sich durch Trennung und Entfernungen sehr schaden.

Denn es wird in diesem Fall von Europa nichts übrig bleiben, d.h. der zivilisierte Teil der Welt wird verloren gehen. Sie müssen trotz der gegenseitigen Abtrennungen nur den Weg der Annäherung gehen. Es gibt keinen anderen Rettungsweg. Darüber sollte man überall sprechen und solche Seminare organisieren.

Dafür müssen alle europäischen Gruppen in eine einheitliche Gruppe vereinigt werden.

Stellt euch vor, welche riesige Kraft es geben wird, wenn die Gruppen aller Länder und alle einzelnen Studenten, die in verschiedenen Winkeln Europas sitzen, vereinigt werden?

Ihr werdet sehen, dass alle Menschen beginnen werden, eure Worte nachzusprechen, sie werden euch plötzlich verstehen, und selbständig eure Ideen verbreiten. Es wird mit Hilfe des allgemeinen Netzes erreicht, das ihr innerlich untereinander aufbauen werdet. Deshalb hängt alles von uns ab.

Jetzt ist eine bemerkenswerte Zeit angebrochen! Versucht euch über alle vorigen Probleme zu erheben, umarmt euch, als ob davor nichts gewesen wäre! Lasst alle Probleme hinter euch, erhebt euch darüber. Man muss alles „durchstreichen“, und das neue Leben vom „leeren Blatt“ beginnen.

Das ist der besondere Zustand der höheren Sphäre, zu dem wir uns anschließen und unser neues Leben beginnen sollen. Ihr werdet sehen, dass ihr im nächsten Jahr aufsteigen werdet, man wird euch respektieren und schätzen. Ihr werdet für die Welt zum Führer auf dem Wege zu ihrem richtigen guten Zustand.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 24.02.2013

Die notgedrungene Achtung

Frage: Es gibt Menschen, die uns angenehm und solche, die uns unangenehm sind. Es gibt Freunde und Feinde. Kann man im Kollektiv gute Beziehungen zu allen haben?

Meine Antwort: Man sollte im Kollektiv vor allem  die ungesunden Beziehungen zwischen den Menschen offenbaren.

Angenommen, mir gefällt irgendein Mensch nicht. Ich kann ihn einfach nicht leiden, wobei ich selbst nicht weiß warum. Es gibt in ihm etwas, was mich abstößt und ich kann dagegen nichts tun. Mein Hass fließt buchstäblich „über den Rand“, ich bin quasi „giftig“.

Deshalb wäre es hilfreich, wenn die Umgebung, sehr akkurat und beiläufig, ihre Bewunderung für diesen Menschen äußern würde, ein paar gute Worte sagen  könnte. Plötzlich würde ich von jemandem hören: „Weißt du, ich habe vor kurzem gesehen, was er getan hat. Das war einfach fantastisch!“.

Zuerst ist diese Information für mich unangenehm, und später ändert sich, unter dem Einfluss der öffentlichen Meinung, meine Einschätzung ihm gegenüber, weil die von mir verehrten Menschen von ihm begeistert sind. Ich beginne allmählich, ihn zu respektieren und mich ihm gegenüber höflich und ohne Hass zu verhalten.

Hier muss man erkennen, auf welche Weise diese Beziehungen sich verändern. Möglicherweise, werden wir lange noch keine Freunde werden, aber mein Vorurteil wird augenblicklich in eine respektvolle Achtung umgewandelt.

In mir beginnt die Beziehung zu ihm sichtbar zu werden, die sich ins Positive verändert, und mir behilflich ist, mit dem Vergangenen zurechtzukommen. Das geschieht in mir auf einem natürlichen Wege. Meine Beziehung zu diesem Menschen beginnt sich notgedrungen zu verändern.

Auszug aus dem TV-Programm „Die Stammgeheimnisse“, 08.02.2013

Es ist eine Zeit der Schwierigkeiten für Jakob

Baal HaSulam, „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“: Obwohl der Schöpfer das Land aus den Händen der Nationen befreit und uns gegeben hat, haben wir es noch nicht erhalten. Wir finden keinen Gefallen daran. Jedoch hat der Schöpfer uns damit eine Chance für die Erlösung gegeben, um geheiligt und gereinigt  zu werden und das Werk Gottes in der Tora und Mizwot Lishma anzunehmen.

Frage: Die Menschheit betritt eine neue Ära der Evolution, wo sich die Wünsche ändern und die Menschen anfangen nach dem Sinn im Leben zu suchen, ist das auch in Israel geschehen?

Meine Antwort: Das ist schwer zu sagen. In der Tora heißt es, dass die Juden eine „eigensinnige Nation“ sind. Diese Nation entwickelt sich nicht wie die anderen Nationen. Heute, gemäß externen Faktoren, kann man nicht behaupten, dass sie durch das Fehlen von einem Sinn im Leben gestört wurde. Es ist eigentlich umgekehrt: Sie ist in Bezug auf unsere Sicherheit, Gesundheit und die wirtschaftliche Situation gleichgültig gegenüber aktuellen Problemen. Es wird viel geredet, aber es gibt kein wirkliches Engagement. Solange das so weiter geht, werden Gleichgültigkeit und Unempfindsamkeit wachsen. Auch wenn wir noch vor zwei Jahren hunderttausende Menschen auf die Straße bringen konnten, um während der sozialen Protestbewegungen zu demonstrieren, können wir das heute nicht mehr, nicht einmal, wenn die Dinge noch schlimmer werden.

Frage: Warum sagt Baal HaSulam, dass die heutige Zeit unsere Chance für die Erlösung ist?

Meine Antwort: In Jeremia 12 heißt es: „Es ist eine Zeit der Schwierigkeiten für Jakob und davon wird er erlöst werden.“ Auch in der schlimmsten Situation, wenn die Tür vollständig verschlossen ist, öffnet sie sich plötzlich. Damit dies geschieht, muss es genug Druck geben, dieser Druck ist zurzeit nicht vorhanden. Es ist ein Zeichen, dass die Frucht noch nicht reif ist und noch Zeit zum Reifen braucht.

Hier hängt alles von uns ab. Die Nation insgesamt ist nie für einen Aufstieg bereit, bis Moses, der die Nation nach oben erheben wird (aus der gleichen hebräischen Wurzel), bereit ist. Es werden sogar die Sorgen und die Schläge, die als „ägyptische Plagen“ bezeichnet werden, von der israelischen Nation nicht gespürt, aber diejenigen, die sie spüren, sind der Pharao und das ägyptische Volk. Es ist kein Zufall, dass gesagt wird, dass der Schöpfer an den Türen von Israel vorbei ging. Es kam die Plage des Todes des Erstgeborenen über Ägypten, jedoch berührte sie das nicht.

Dies sollte die Herzen von Israel noch härter machen. Das Ergebnis davon ist, dass eine Person, obwohl die Dinge nicht so gut funktionieren, keine Probleme mehr empfindet, das ist jedoch für andere viel schwerer.

Das ist ein sehr großes Problem, wir dürfen nicht warten, bis sich die Dinge in der Welt und in Israel verschlimmern. Das geht überhaupt nicht einher mit dem Plan der Natur, und stammt auch nicht aus der Liebe zu anderen. Wir müssen unser Bestes tun, wir müssen alle Mittel nutzen, die wir haben, um die Methode der Korrektur und zumindest die Botschaft, dass  jetzt die Zeit für die Korrektur der Welt gekommen ist, bekannt machen. Wenn die Menschen nicht das Gefühl der Notwendigkeit sehen, dann sollten sie wenigstens darüber Bescheid wissen, wie Schüler, die von der Schule abgehen und nur eine allgemeine Vorstellung  von dem Gelernten haben. Später wird diese Idee eine wesentliche Grundlage für sie werden.

Auszug aus dem Unterricht nach dem, „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“, 17.02.03

Der richtige Hut

Frage: Könnte man sagen, dass das Wunder von Purim eine gewisse Abwendung von den unverbrüchlichen Gesetzen symbolisiert?

Meine Antwort: Das kleine Leuchten, welches von Mordechai verkörpert wird, rief ein großes Licht hervor. Hier sollte man in erster Linie verstehen, dass die Analyse mittels des Lichts Chochma und nicht mittels Chassadim durchgeführt wird. Gerade das Licht Chochma differenziert die Details, „schneidet“ das eine von dem anderen wie ein Messer ab: das ist gut und das ist schlecht, das ist so und das ist anders.

Ohne Haman ist diese Analyse auch nicht möglich. Doch Haman kommt mit Hilfe von Mordechai. Genauso genügt einfach nur eine Taschenlampe im Dunkeln nicht, zuerst muss sie fokussiert und auf die richtige Stelle gerichtet werden, d.h. das Verlangen muss im Voraus vorbereitet werden. Haman muss an Mordechai gebunden werden, damit er richtig gelenkt werden kann.

Was das Wunder von Purim betrifft, so ist es wie das Wunder des Auszugs aus Ägypten. Wenn das große Licht nicht kommt, können wir diese Gefäße nicht miteinander verbinden. Niemals gab es ein so großes Licht wie während des Purim-Festes – ein Licht, das die Extreme mit der Mittleren Linie verbindet und sie dann zur Ersten Einschränkung erhebt.

Frage: Warum musste Haman getötet werden?

Meine Antwort: Haman symbolisiert die egoistische Absicht zu empfangen. Darf diese Absicht etwa am Leben gelassen werden?

Denn die Rede ist nicht von den Kelim des Empfangens, sie sind ewig, sondern eben von der Absicht, davon, wie Malchut benutzt wird: auf egoistische oder altruistische Art, um des Empfangens oder des Gebens willen. Wer wird über die Schätze des Königs, über das ganze Königreich (Malchut) zum Wohl des Königs regieren: Mordechai oder Haman?

Am Anfang sind alle meine Gefäße/Verlangen egoistisch (↓). Und das alles ist „Haman“. Andererseits gibt es „Mordechai“, die Absicht zu geben (↑). Wir müssen nur unsere Verlangen von einer Absicht zur anderen übertragen. Auf diese Weise töten wir „Haman“ und erheben „Mordechai“.

Dabei bleiben die Verlangen die gleichen, wir ändern lediglich deren „Bedeckung“, deren „Hut“ – die Absicht, die auch der Kopf (Rosh) des Parzuf ist. Die Schätze, das Königreich mit all seinen Gebieten bleiben, wir lassen lediglich Mordechai statt Haman regieren.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 22.02.2013

Die Welt mit einem freien Punkt

Frage: Warum soll der Mensch öffentlich sagen: „Diese Welt ist für mich geschaffen“?

Meine Antwort: Der Mensch soll offenbaren, dass diese Welt für ihn geschaffen ist: dass alles, was in seinem Inneren und um ihn herum existiert, alle sichtbaren Eigenschaften und Handlungen zur Korrektur seiner Seele führen, falls er sie richtig anwendet – und es gibt nichts darüber hinaus.

Vor jedem befindet sich die Welt der Unendlichkeit und er nimmt diese Unendlichkeit wie das Bild dieser Welt wahr. Wenn er aber alle geschehenen Situationen auf die Welt der Unendlichkeit zurückführt, das heißt zum Prinzip: „Es gibt niemanden außer dem Schöpfer, Der gut und Gutes tuend ist“, und alle Zeiten in einem Punkt sammelt, weil sie alle ein Thema ansprechen und zu einer Wurzel führen, die uns zu einem Ziel zurückführt, dann kann er mit voller Überzeugung sagen, dass die ganze Welt nur für ihn geschaffen ist.

Und so soll das jeder Mensch tun: denn jeder hat seine eigene Welt, die er im eigenen Verlangen offenbart. Er offenbart, dass alle Menschen in Bezug auf ihn die Kräfte seiner eigenen Seele sind, wobei nur er alleine über die Freiheit des Willens verfügt. Jetzt scheint es so zu sein, als ob in der Welt auch andere Kräfte außer Ihm anwesend sind. Er hat diese Wahrnehmung, weil er das Begreifen noch nicht erreicht hat, dass sich die ganze Welt in seinem Inneren befindet, in ihn eingetragen und nur für ihn vorbestimmt ist, damit er darin die allgemeine Einheit offenbaren kann.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 20.02.2013

EU ist zahlungsunfähig und wird zerstört.

Meinung (D.Soros, Finanzfachmann): In der EU kann sich das Schicksal der UdSSR wiederholen, dessen falsche ökonomische Politik sie zum Bankrott gebracht hat. Der Euro kann die EU zerstören, die angebotene Lösung bezüglich der Finanzschwierigkeiten der EU schafft ein tiefes politisches Problem. Die Versuche der Führung der EU, eine einheitliche Eurowährung zu bewahren, führen zur Verstärkung der politischen und sozialen Probleme in der EU, die im Endeffekt drohen, sie zu zerstören. Deutschland soll verstehen, dass der Kurs zur harten Einsparung kontraproduktiv ist.

Meinung (M.Schulz, der Chef des Europarlaments): Die Europäische Union war schon 2012 zahlungsunfähig, es hat sich der Mangel der Mittel in den Programmen der Gesellschaft für November und Dezember gezeigt. Von den benötigten neun Mrd. Euro gelang es, nur sechs zur Verfügung zu stellen, und es gibt schon ein Defizit von 16 Mrd. Euro im Budget dieses Rechnungsjahres. Die EU ist zahlungsunfähig und wird nach dem sowjetischen Drehbuch zerstört werden.

Mein Kommentar: Zweifellos wird jeder Versuch des gewaltsamen Bündnisses, ohne Vorbereitung und entsprechender Erziehung, sowie der Veränderung des Menschen von egoistisch zu integral, mit demselben Ergebnis in den verschiedenen Ländern und Systemen enden – denn wir haben mit dem System der Natur zu tun, d.h. mit der Wissenschaft, und deshalb müssen wir mit ihren Gesetzen leben!

Sich über die Frage erheben, auf die es keine Antwort gibt

Frage: Warum sind uns gerade „die Gebote“, d.h. die Befehle gegeben, wenn sich doch alles nach dem Verlangen und der freien Wahl verwirklichen soll?

Meine Antwort: Das stimmt, der Mensch nimmt das Gebot in Form eines Befehls wahr. Denn unsere Verlangen „befehlen“ uns auch, auf bestimmte Art und Weise zu handeln. Wir erfüllen die Gebote gerade in den Verlangen.

Wenn ich einem Menschen etwas befehle, dann kann er meinen Befehl entweder aus Angst, oder für eine Belohnung in dieser oder in der zukünftigen Welt  ausführen – oder aber, weil es sich einfach um das Gebot handelt. Somit ist ein „Gebot“ ein Befehl, der nicht aus Angst und nicht für eine Belohnung befolgt wird.

Wenn ich vor etwas Angst habe, oder mit einem Gewinn rechne, dann erfülle ich dadurch einen Vertrag, und nicht das Gebot. Ich habe die Möglichkeit zu verlieren oder, nach dem Willen des „Gastgebers“ zu gewinnen, wenn Er mir die freie Wahl entzieht und harte Bedingungen aufstellt: „Wenn du so handeln wirst, dann wirst du gewinnen, andernfalls – wirst du verlieren“. Folglich sehe ich, dass es keinen dritten Weg gibt, dass ich Seinem Willen nicht entrinnen kann. Möglicherweise bin ich so erzogen worden, oder es sind die Umstände, die mich dazu gebracht haben.

Andererseits bedeutet „Gebot“, dass ich vollkommen frei bin. Der Schöpfer ist vor mir vollständig verhüllt, so dass ich alles machen kann – und dennoch suche ich nach der Möglichkeit, Seine Verlangen zu verwirklichen. Warum? Auf diese Frage gibt es keine Antwort.

Du sollst deinen eigenen Grund finden. Wenn die Angst schon ein Zwang ist und die Belohnung eine Bestechung, dann gibt es darin nichts Spirituelles. Warum soll ich dann ein Gebot ausführen? Es gibt doch keinen Sinn darin. Aber nur ein Wahnsinniger oder ein kleines Kind kann ohne jeden Nutzen agieren, um das Übel zu vermeiden oder das Gute zu erreichen. Was ist hier zu tun?

Die Kräfte für die Handlung suchen. Denn ich gleiche darin „einem Wagen“, den man mit Benzin volltanken muss. Und ich suche dieses Benzin und finde keine Antwort auf die Frage: „Wozu?“

Wenn der Mensch den Glauben über dem Verstand erlangt, dann muss er kein Gebot erfüllen. Es wird darüber gesagt: „Er hat die Erde in der Leere aufgehängt“. Und der Mensch sucht nur den Brennstoff, nur darum bittet und nur den fordert er.

Und dann verhüllt er sich noch mehr, damit er weder das Zittern, noch die Belohnung erfährt. Mit anderen Worten, er macht  eine Einschränkung auf seine Verlangen, weil er den Schöpfer nicht enthüllen möchte. Folglich vermeidet er alles, was seine freie Wahl des Glaubens über dem Verstand stören kann.

Hier erlangen wir den Punkt, für den es in unserer Welt keine Berechnung, keine Möglichkeit für Messungen gibt. Denn wir wählen in unseren Verlangen immer das, was uns mehr Vorteile verspricht.

In diesem Mittelpunkt fängt die freie Wahl an. Vor uns entsteht die Frage: „Wofür handeln?“ Wer sich bemüht, sich über die Frage zu erheben, kommt den spirituellen Bedingungen, die oberhalb dieser Frage gelten, näher.

Also hat es keinen Sinn, in unserer Welt das Gebot zu erfüllen, da es keinen Gewinn vom Gesichtspunkt unseres jetzigen Verständnisses, unserer Wünsche und Werte verspricht.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Gabe der Tora“, 04.11.2012