Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Allgemein'

Dem Weg von Baal HaSulam folgen

Frage: Was bedeutet für Sie, der Nachfolger von Baal HaSulam zu sein?

Meine Antwort: Ich versuche, sein Nachfolger zu sein: Ich erforsche ständig seine Werke, um etwas Neues in ihnen zu finden und jedes Mal die Ausrichtung auf das Ziel zu überprüfen. Die Wahrheit von gestern kann sich heute als absolut falsch in meine Augen herausstellen – bis hin zur vollkommenen Gegensätzlichkeit.

Darüber hinaus befolgen wir die Worte von Baal HaSulam auch auf der materiellen Ebene, in dem Maße unseres Verständnisses solcher Werke wie „Die Nation“, „Die letzte Generation“ usw. Die Arbeit in der Gruppe bauen wir ebenfalls nach Baal HaSulam und Rabash auf.

Auf diese Weise stützen wir uns ständig auf ihre Bücher und versuchen, ihre Ratschläge so umzusetzen, dass sie unsere Lebensweise und unsere Lebensrichtung bestimmen. Genau das bedeutet, dem Weg zu folgen. Das betrifft nicht nur mich, sondern jeden, der hier ist – wir alle müssen Nachfolger von Baal HaSulam werden, indem wir seinem Kurs zur Verschmelzung mit dem Schöpfer folgen.

Hier müssen wir ununterbrochen die Bereitschaft zur Richtungskorrektur überprüfen und den Weg realisieren – mit den Büchern, mit der Gruppe, mit dem Lehrer, mit dem Licht, das zur Quelle zurückführt, bis wir zur Verschmelzung kommen.

Und das Wichtigste auf diesem Weg ist die kritische Analyse.

Auszug aus dem Unterricht nach der Einführung zum Talmud Esser ha Sefirot, 15.01.2012

Neuer Ruck

Frage: Wir haben davon gesprochen, dass wir zur Stufe der Einheit, die wir auf dem Kongress im Dezember erreicht haben, zurückkehren müssen. Es ist bereits mehr als ein Monat vergangen, die Tage wechseln sich ab und ich persönlich glaube, dass ich mich rückwärts bewege und in die Routine abgleite. Wie kann ich eine solche Umgebung aufbauen, die in mir ständig Verlangen, die auf die Verbindung und das Licht gerichtet sind, erwecken soll, wie es auf dem Kongress war?

Meine Antwort: Als erstes, möchtest du wirklich zu dieser Stufe zurückkehren? Strebst du nach ihr? Siehst du sie ständig als Beispiel vor Augen, um diesen Punkt der Einheit zu bewahren? Schaust du dir manchmal Kongressvideos an? Bist du traurig, dass du dieses Feuer nicht mehr in dir hast?

Denn wenn wir die Verbindung gehalten hätten, hätten wir bereits eine viel höhere Stufe erreicht und uns über die Hindernisse und Entfernungen, die uns trennen, erhoben.

Wir müssen das vergessene Gefühl von Zeit zu Zeit wieder auffrischen, zumindest für ein paar Minuten am Tag: zum Beispiel einen kurzen Videoclip vom Kongress anschauen. Ich glaube, dass es sehr wichtig ist.

Und außerdem: Arbeiten wir an der Verbreitung unserer Botschaft? Beteiligst du dich an dieser Arbeit? Ihr müsst euch dieser Arbeit anschließen, hier spielt die Entfernung keine Rolle. Wir müssen uns der Sache, der Vorbereitung unseres Programms für die Massenverbreitung in allen Sprachen anschließen.

Und noch etwas: in einem Monat wollen wir wieder in die Arava-Wüste für fast drei Tage fahren. Von uns wird eine sehr große Vorbereitung verlangt, anderenfalls wird das Ergebnis dem, was wir erwarten, entgegengesetzt sein. Es muss etwas wirklich Neues sein, wie das letzte Mal. Wir müssen dort mit Besorgnis und Aufregung ankommen, damit wir zu einem neuen Zustand übergehen können, ohne zu wissen, wie er sein wird und was er mit sich bringt.

Ich mache mir große Sorgen um diesen Ruck ins Ungewisse. Denn wir kennen bereits diesen Ort und es kann sein, dass wir aus Gewohnheit zu den gleichen Handlungen und Empfindungen zurückkehren, die wir schon mal erlebt haben. Die Umgebung selbst wird uns an sie erinnern.

Kurz gesagt: ein Monat ist keine lange Zeit. Wir sollten versuchen, uns auf dem höchsten Niveau vorzubereiten, anderenfalls werden wir statt Nutzen Schaden haben. Ich möchte euch davor warnen. Fangt an nachzudenken, was wir tun können.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der Frieden“, 13.01.2011

Der Zauber des Geheimnisses

Frage: Sind die kreativen Fähigkeiten vom richtigen Kontakt mit der Umgebung abhängig?

Meine Antwort: Die schöpferischen kreativen Fähigkeiten hängen davon ab, inwiefern der Mensch die progressiveren Formen der Entwicklung unterscheidet und die Mittel offenbart, um zu ihnen hinaufzusteigen.

Jeden Augenblick sucht er danach, wie ein kleiner Junge, welche Form er annehmen könnte, um die geheimnisvolle Welt anstelle dieser prosaischen Welt zu offenbaren.

Denn in den Augen des Kindes ist alles vom Geheimnis eingehüllt, und es sucht die Möglichkeiten, an dieses zu gelangen. Für das Kind wird die Welt in die offenbarte und die geheimnisvolle geteilt: es sieht etwas, und etwas bemerkt es nicht, hört etwas, und überhört etwas. Manchmal fängt es nur einzelne Wörter aus dem Gesagten auf, manchmal fällt sein Blick auf etwas, und alles Übrige bleibt außerhalb seines Blickfeldes. Und die ganze Zeit bemüht es sich, die „Decke“ vom Geheimnis abzunehmen.

Das fehlt uns… Während das Kind mit den nötigen Mitteln und den Spielen versorgt wird, müssen wir uns um uns selbst kümmern. Unser Mittel ist die Umgebung, dank derer wir vorankommen können. Diese Umgebung soll für mich das Beispiel für die nächste Stufe sein. Ich bin mit der Welt nicht einverstanden und reihe mich in die Gruppe ein. Ich verpflichte die Freunde, ständig die neuen fortgeschrittenen Formen anzunehmen.

Darin besteht eben unsere Arbeit.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Freiheit des Willens“, 10.01.2012

Der hundertste Brief

Frage: Bekommt unsere Bitte an den Schöpfer jedesmal größere Stärke, wenn wir öfter auf sie zurückgreifen?

Meine Antwort: Wir kommen nur aufgrund unserer Bitten voran. Und wenn wir unseren Fortschritt beschleunigen wollen, dann müssen wir lernen, richtig zu bitten! Denn es gibt in der Tat keine anderen Handlungen in der Spiritualität, außer der Verstärkung des Gebetes. Alle unsere Handlungen sind darauf gerichtet, das erste Gebet (MaN) zu erheben, welches Oben angenommen wird.

Als ob du immer wieder an irgendeine Organisation oder an ein Mädchen schreiben würdest, in welches du verliebt bist. Du schickst ihr einen Brief nach dem anderen, bis sie dir endlich antwortet.

Aber wenn sie auf deinen hundertsen Brief antwortet, dann kannst du nicht genau sagen, auf welchen sie gerade geantwortet hat. Sie hat auf alle deine hundert Briefe geantwortet, die sie beindruckt haben! Immerhin bedeutet es nicht, dass du nur diese hundertste Postkarte schicken brauchtest.

So geschieht unsere gesamte Entwicklung. All diese Jahre entwickelst du dich, um endlich das wahre Gebet, MaN zu erheben, um eine korrekte Bitte zu formulieren. Und jede vorherige Formulierung war dazu da, damit du die richtige Empfindung entwickelst und begreifst, um was genau du bitten musst.

Schließlich ist das nicht für das Licht, sondern für dich selbst nötig! Du tust es eigennützig, um das Gefäß, das Verlangen (Kli) zu erschaffen. Dann wird das Licht kommen und es korrigieren.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 04.01.2012

Die Kraft des Schweigens

Frage: An diesem Wochenende haben wir den „stillen Samstag“. Was für Stille soll es sein?

Meine Antwort: Dieser Brauch zu schweigen stammt von den Kabbalisten. Er wird als eine Übung in allen möglichen Techniken, die nichts mit unserem Weg zu tun haben, und überhaupt in dem Bereich der Psychologie verwendet.

Wenn der Mensch etwas Neues begreifen möchte, wenn er sich auf etwas Neues konzentrieren möchte, muss er sich zurückziehen. Man könnte vor allen weglaufen, so könnte man sich physisch zurückziehen. Man kann sich aber auch innerlich zurückziehen, wenn man einen gewissen Raum in seinem Inneren findet und sich dort vor fremden Blicken versteckt, obwohl man von vielen Menschen umgeben ist. Das betrifft alle Ebenen des Menschen.

Wir möchten also eine ähnliche Übung durchführen, das sogenannte „Schweigegelübde“, die Gesprächsabstinenz. Es gibt besondere Zeiten, in denen die Menschen mehr die Tora studieren, sich mehr in den Stoff vertiefen, verschiedene Fasttage durchführen. Solche Mittel ziehen den Menschen aus dem gewohnten Tagesablauf, aus der Routine heraus, helfen ihm, sein Leben und sich selbst ein wenig anders zu betrachten, ermöglichen ihm, sich auf das Innere zu konzentrieren.

Der „stille Samstag“ bedeutet nicht, dass keiner den Mund aufmachen darf. Wir sprechen jedoch nur über das Studium und darüber, was es beinhaltet, und zwar nur im nötigen Maße. Wenn aber keine Notwendigkeit besteht, denken wir über dieselben Fragen nach, anstatt zu sprechen. Denn Worte entblößen die Seele des Menschen, enthüllen die tiefsten Geheimnisse seines Herzens. Aus diesem Grund sollte nicht gesprochen werden, wenn es nicht der Korrektur dient.

Genauso machen wir es an diesem Samstag. Alle Unterrichte und Mahlzeiten werden nach gewohntem Programm verlaufen, dabei wird sich jeder nach Möglichkeit zurückhalten – um nicht zu sprechen, sondern nachzudenken.

Gedankliche, innere Konzentration erzeugt eine viel größere Wirkung in der Welt als Worte. Denn der Gedanke ist eine viel höhere Kraft als das Reden. Das ist die höchste Kraft im Menschen, deshalb ist sie die effektivste in dem Gesamtsystem der Realität. Genau mit ihr beginnt die Kette „Gedanke – Reden – Handlung“. Darum hoffen wir, dass wir, indem wir die Gespräche einschränken, zu einer höheren Stufe des Gebens aufsteigen können.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Freiheit“, 11.01.2011

 

Schweigegelübde

Um sich einen Überblick über etwas zu verschaffen, muss man entweder ganz von vorne oder von hinten beginnen – am Anfang der Schöpfung oder an deren Endziel. Denn alles, was dazwischen liegt, bezieht sich auf unsere Arbeit, auf den freien Willen. Aus der Anfangs- und der Endanalyse müssen wir verstehen, was wir in der Mitte tun sollen.

Der Unterschied zwischen dem Weganfang und dem Wegende besteht in der Erlangung der Absicht zu geben. Nichts anderes verändert sich in der Realität. Durch die Veränderung der Absicht ergründen wir unseren Unterschied zum Schöpfer und korrigieren ihn. Daher liegt es nahe, dass unsere Aufgabe nur darin besteht, diese richtige Absicht zu erlangen.

Jede Angelegenheit besteht aus dem Gedanken, dem Reden und der Handlung. Der Gedanke ist der Plan, der allem vorausgeht und bereits von Anfang an das Resultat der Handlung mit einschließt. Und in der Mitte, zwischen dem Plan und dessen Ausführung, befindet sich das Reden, sprich die Klärung.

Um eine richtige Klärung durchführen zu können, braucht man Konzentration. Aus diesem Grund existiert bei den Kabbalisten der Brauch zu schweigen, der auch in unserer Welt üblich ist. Wenn der Mensch vor irgendeiner wichtigen Handlung verstehen möchte, wie er sie ausführen soll, konzentriert er sich darauf, er verlangt nach Stille, versucht sich so zurückzuziehen, dass er von den äußeren Gesprächen nicht gestört wird, und bereitet sich mit Hochdruck darauf vor, die Handlung richtig auszuführen.

Aus diesem Grund möchten wir das Wochenende in Stille, schweigend verbringen und darüber nachdenken, wie wir die richtige Handlung erreichen können. Lasst uns anstatt der Gespräche Klärungen in Stille machen.

Auszug aus der Vorbereitung auf den Unterricht, 10.01.2011

Wie das Wasser in den Sand durchsickert

Es existierte die Meinung, dass man die Kabbala nur dann studieren darf, wenn man alle Bücher der Tora, Talmud, Mischna gelesen hat.

Dieses Studium kann man mit dem Betreten „des wunderbaren Gartens“ (PARDES) vergleichen – angefangen mit der einfachen Erläuterung (Pschat), über die Andeutung (Remes) zur Allegorie (Drusch) und endlich zum Geheimnis (Sod).

Aber in Wirklichkeit muss man das Gegenteil erkennen: denn es wird gemeint, dass der Mensch vom Geheimnis, von der ersten Stufe, auf der er noch nichts versteht, zur einfachen Erläuterung übergeht, wenn ihm alles klar, einfach und offenbar in der Welt Azilut sein wird.

Die Welten Assija, Jezira, Brija, Azilut, die wir hinaufsteigen müssen, werden für uns erst zum Geheimnis (die Welt Assija), dann zur Allegorie (die Welt Jezira), dann zur Andeutung (die Welt Brija) und zuletzt zur einfachen Erläuterung (die Welt Azilut). Es ergibt sich, dass die kabbalistischen Bücher zur einfachen Erläuterung gehören, weil sie darüber berichten, was in Wirklichkeit geschieht, und der Wahrheit am nächsten sind. Diese Bücher erzählen direkt von dem Licht und dem Verlangen.

Und alle vorherigen Formen der Erzählung, Tanach, Mischna und Talmud, sollten dieses Wissen verbergen. Deshalb kann man heutzutage sofort zum Studium der Wissenschaft der Kabbala übergehen.

Früher existierten auch noch die zusätzlichen Stufen auf dem Weg zum spirituellen Begreifen wie die bekannten „sieben Wissenschaften“. Und es ging nicht um die Physik oder Chemie, es waren die Musik, Malerei, der Tanz usw. . Damit sind die Ausdrucksweisen des Menschen in unserer Welt gemeint.

Es war unmöglich, die Beziehungen zwischen dem Verlangen und dem Licht in der inneren Mechanik nachzuvollziehen ohne jenes Wissen, wie das Verlangen zu genießen vom Licht beeindruckt wird und sich in unserer Welt äußert. Nur aus solcher fernen äußerlichen Form kam der Mensch allmählich zum inneren Begreifen. Deshalb sehen wir bis jetzt in allen Religionen eine Menge Rituale. Dies ist der äußerliche Ausdruck der inneren Empfindungen des Menschen.

Wie soll der Mensch in dieser Welt das Spirituelle begreifen? Er soll zuerst mit Hilfe aller äußerlichen Formen kennen lernen, was hier geschieht. Mit der Zeit kann er tiefer in das Innere des Materials durchdringen, wie das Wasser in den Sand durchsickert. So erreichten die Menschen damals das innere Begreifen.

Wir verstehen nicht ganz, wie der Mensch früher die Realität wahrgenommen hat. Die Zeit, in der wir leben, ist eine besondere. Nach allen vorherigen Generationen und der Entwicklung der Reshimot befinden wir uns heute in einer solchen fortgeschrittenen Etappe, dass jeder einfach von der Straße kommen und beginnen kann, nach solchen Büchern wie „Talmud Esser HaSefirot“ oder „Shamati“ zu lernen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Vorwort zum „Talmud Esser HaSefirot“ „, 03.01.2012

Reichtum und Leere

Frage: Es heißt, dass Rabbi Schimon vor dem Aufstieg zur höchsten Stufe in den Zustand „Schimon vom Markt“ gefallen ist. Was ist das für ein „Markt“?

Meine Antwort: „Schimon vom Markt“ lebt wie Rothschild, er hat alles, was er sich in dieser Welt wünschen kann: Macht, Geld, Ruhm, langes Leben… Ein Traum! Dabei sieht er sich jedoch auf der niedrigsten Stufe.

Der Markthändler träumt wirklich davon, wie Rothschild zu werden – genau in diesen Zustand ist Rabbi Schimon gefallen. Für dich bedeutet es Aufstieg, für ihn aber Abstieg.

Hier geht es um die qualitative Bewertung. Rabbi Schimon hatte Wasser und Johannisbrotbaum, bei „Schimon vom Markt“ biegt sich die Tafel unter den Speisen. Warum leidet er dann? Warum fühlt er sich so tief gesunken? Er leidet wegen des Verlustes des spirituellen Bewusstseins, er hat alles, nur nicht das Wichtigste. Andererseits hat „Schimon vom Markt“ für das ganze Leben ausgesorgt, er fühlt sich nicht unglücklich.

Es ist so, dass Rabbi Schimon den Abgrund zwischen ihm und dem „Schimon vom Markt“ versteht – und gibt sich damit nicht zufrieden. Und einen noch größeren Schmerz bereitet ihm die Tatsache, dass er sich selbst so fühlt.

„Schimon vom Markt“ ist immer satt, er verkauft seine Ware, geht abends zufrieden nach Hause, weil er im Leben alles hat, was er braucht. Frau, Kinder – alles ist in Ordnung, alle sind gesund. Es mangelt an nichts.

Wenn aber Rabbi Schimon in diesen Zustand fällt, spürt er, dass er bei allem Reichtum nichts hat. Er kann dieses Leben nicht ertragen, jeder Augenblick darin ist der Hölle gleich. Für ihn ist das kein Leben.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der Frieden“, 30.12.2011

Merkmale der Arbeit des Schöpfers an mir

Frage: Welche Merkmale hat die Arbeit des Schöpfers an mir?

Meine Antwort: Es ist die Empfindung des Drucks, als ob du ein Stück Teig oder Ton wärst, an dem der Bildhauer arbeitet und jedesmal sein Werkzeug von verschiedenen Seiten ansetzt.

Daraufhin fühlst du, dass du alles falsch machst und wie du alles anders ausführen, denken und verlangen musst! Er arbeitet an dir, und du empfindest den Druck in deinen Gedanken, deinen Wünschen und in der Einstellung.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 02.01.2012

Wie viele Stunden hast du für die Seele gearbeitet?

Frage: Was kann ich noch tun, wenn ich den Eindruck habe, dass ich zu nichts fähig bin, und weder um eine Korrektur bitten, noch die Freunde erwecken kann?

Meine Antwort: Aber du stehst jeden Tag auf und gehst zur Arbeit, um dir dein Brot zu verdienen. Du fragst dabei nicht, ob du gehen oder nicht gehen sollst – dir ist klar, dass du anders nicht existieren kannst. Warum stellst du dann bezüglich der Spiritualität diese Frage, und glaubst, dass man hier ohne Arbeit auskommen kann?

Dir wird absichtlich ein solches Empfinden gegeben, denn genau darin liegt unser freier Wille – als ob man auch einfach so leben könnte, und es überhaupt nicht nötig wäre, irgendwelche Anstrengungen zu unternehmen. Ich werde auch so weiterhin existieren können, wieder und wieder einen Tag länger, alles wird von selbst weitergehen. So wirst du zu faul, dich anzustrengen.

Im allgemeinen Leben kannst du es dir nicht leisten, so zu faulenzen, denn niemand wird dir umsonst Essen geben. Und du bist gezwungen, verdienen zu gehen, d.h. dich anzustrengen. Aber im spirituellen Leben glaubst du, dass das nicht notwendig ist.

Du arbeitest acht Stunden am Tag, um Nahrung für deinen tierischen Körper zu verdienen. Und wie viele Stunden hast du für deine Seele gearbeitet, um sie aufzufüllen, um ihr spirituelle Nahrung zu geben?

Wenn du das nicht tun möchtest, dann bleibst du auf der Stufe deines tierische Körpers stehen. Du weißt nicht, was genau du tun sollst? Es ist gesagt: „Tue alles, was in deiner Macht steht!“

Auszug aus dem Unterricht nach „Einführung zum TES“, 01.01.2012