Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Einigkeit – oben und unten

Frage: Unser Verlangen sollen wir von der Gruppe, sowie von den Massen empfangen. Worin besteht hier der Unterschied?

Meine Antwort: Es gibt unsere Gruppe – Bnei Baruch (BB), und es gibt die Völker der Welt. Selbst wenn in Zukunft die Einheit der Völker erreicht wird, kann sie nur einen Schrei, der nach oben gerichtet ist, bewirken. Sie vereinen sich, um sich an uns anzuschließen. Unsere Einheit ihrerseits schließt sich dem Einzigen an.

Also, es gibt die Vereinigung des Volkes, es gibt die Vereinigung von uns untereinander, und es gibt die Vereinigung von uns mit dem Volk. Für letztere ist die innere Einheit unten und die innere Einheit oben notwendig, dann werden wir alle vereinigt und bilden ein Ganzes mit dem Schöpfer zusammen.

So sollen wir, wie die drei oberen Sefirot von Bina (GAR de Bina- Gimel Rishomot de Bina), die Korrektur ihren unteren sieben Sefirot (SAT de Bina-Seir Anpin Tiferet de Bina) gewährleisten.

Frage: Bedeutet das, dass es zwei Niveaus der Korrektur gibt: wir vereinigen uns, um die Eigenschaft des Gebens zu erreichen, und die Massen sollen ihren Egoismus auf dem materiellen Niveau korrigieren?

Meine Antwort: Dort unter dem Volk korrigieren wir nichts. Wir verbinden uns mit den Menschen und nehmen ihre Verlangen in uns auf. Diese Verlangen helfen uns, noch stärker vereinigt zu werden und die Verbindung mit der höheren Kraft, mit dem Licht herbeizuführen. Das Licht seinerseits wirkt durch uns auf das Volk ein.

Im Endeffekt wir verwirklichen die Arbeit, und nicht die Massen tun es. Sie sind selbst nicht in der Lage, diese Arbeit zu leisten, sie geben an uns das Bedürfnis nach Korrektur weiter, sonst nichts. Es ist richtig, dass auch sie, wie wir, nach Vereinigung streben sollen, aber realistisch gesehen ist niemand dazu in der Lage, nicht einmal wir. Nur das Licht realisiert die Verbindung. Deshalb ist das Wichigste, dass sie verstehen: ohne Einheit unter ihnen ist ein gutes Leben nicht erreichbar.

Und wir werden dieses Bedürfnis aufgreifen, wir werden von ihrer Bitternis durchdrungen werden und sie schließlich in ein Gebet umwandeln.

Auszug aus der Lektion nach einem Artikel von Rabasch, 08.04.2012

Das Licht der Freiheit am Horizont

In „Exil“ (Galut) fehlt nur der Buchstabe Aleph, um die Erlösung (Geula) zu erreichen. Dieser Buchstabe symbolisiert das Auftreten des Schöpfers, das wirkliche Empfinden der Erscheinung der Eigenschaft des Gebens und der Liebe, die wir an demselben Ort empfinden, an dem wir während unserer Zeit im Exil uns so sehr danach gesehnt haben, sie zu erleben und zu fühlen, wie sie die Leitung übernimmt und uns füllt.

Deshalb besteht unsere ganze Arbeit darin, die Erlösung im wahren Sinn des Wortes herbeizusehnen. In dem Moment, in dem wir sie uns so konkret wie möglich vorstellen, so sehr wir eben können in unserem Egoismus, der dem Geben so entgegengesetzt ist, und in dem Maß, in dem wir näher an das herankommen, was Liebe, Geben, Verbindung, Gegenseitigkeit und ein gemeinsames Herz anstatt vieler einzelner Leute genannt wird – in diesem Maß werden wir der Erlösung näherkommen.

Wir sollten uns diese Struktur vorstellen, die Form, das Verlangen, den Mangel, all seine Details und Komponenten, so genau wie wir können. Jeder sollte sich in dieser Richtung Gedanken machen. Das ist schon die ganze Arbeit, mit der wir die Zeit beschleunigen und die Erlösung erlangen werden – die Enthüllung des Schöpfers – schon bald.

Wir müssen ein spirituelles Gefäß vorbereiten, das uns in die Lage versetzen wird, ein großes Verlangen darin aufzubauen, und uns schon fast die erhoffte Form, das zukünftige Bild vorzustellen, während wir es herbeisehnen.

Die weiblichen und männlichen Kräfte – Die Bedingung des spirituellen Aufstiegs

Kongress in Vilnius. Lektion 2

Wir studieren die Rolle des Mannes und der Frau in ihrem Ursprung, im System der spirituellen Welten. Wir sollen aus diesem System und nicht aus unserer Welt die Beispiele nehmen.

Auch wenn es in unserer Welt viele Theorien gibt, können wir dennoch erkennen, dass wir bis heute nicht wissen, worin eigentlich die richtige Rolle des Mannes und der Frau besteht. Deshalb ist unsere Welt so zerrüttet.

In der Spiritualität gibt es die Eigenschaft des Gebens – „Bina“, wir sollen unsere Eigenschaften dieser angleichen. Dazu sollen wir auf solch summarische Weise vereinigt werden, dass die Kraft der Vereinigung „Zeir Anpin“ erreicht, denn „SA“ wird uns zu „Bina“ erheben. Es ist ein sehr kompliziertes System mit einer Menge einzelner Elemente. Es lenkt uns, daraus steigen alle Signale zu den Seelen nieder. Diese Signale wirken auf uns und wir steigen folglich zu diesem System auf.

Laut diesem System gibt es in der Welt zwei Kräfte – die weibliche und die männliche Kraft. Es ist unmöglich, nur mit Hilfe einer Kraft aufzusteigen. Nur der richtige Einsatz von beiden Kräften schafft die notwendigen Bedingungen für den Aufstieg.

Der weibliche Anfang bildet das riesige Verlangen. Dieses Verlangen kann aber nicht selbständig realisiert werden, da es einfach ein Wunsch ist, der keine Möglichkeit für die eigene Realisierung hat. Neben diesem Wunsch befindet sich eine andere Kraft – die Männliche. Seitens der Frau besteht die Notwendigkeit des Aufstiegs und deshalb treibt sie de männlichen Teil Richtung Ziel. Die Frau bringt also ihr riesiges Verlangen mit, sie begeistert, motiviert, betet und formt. Sie stößt die Männer voran, wie die Mutter ihre Kinder für die Schule, oder die Frau die ihren Mann auf die Arbeit vorbereitet. Sie schafft die Bemühungen, dank welchen sie sich entwickeln können, anderenfalls würden sie nicht aufsteigen können.

Wenn die Männer das weibliche Verlangen spüren, können sie es realisieren und aufsteigen. Die Frau symbolisiert einen Mangel der Füllung, das riesige Verlangen, ohne welches buchstäblich nichts existieren kann. Und der Mann ist eine Kraft, die diesen Mangel in die Triebkraft umwandelt und den Schöpfer erreicht. Mit Hilfe jenes Wunsches, den er vom weiblichen Teil empfangen hat, erreicht er den Schöpfer. Er und sie zusammen richten dieses Verlangen zum Schöpfer und miteinander realisieren sie diesen Wunsch.

So war es in unserer Welt früher. Der Mann ging auf die Jagd hinaus und brachte seine Beute nach Hause. Heute geht er arbeiten und bringt sein Gehalt nach Hause. So existiert die Familie, so existiert die Welt. In unserer Gruppe dürfen wir diese natürlichen Bedingungen nicht verletzen. Anderenfalls werden wir dem höheren System nicht gleich werden. Wir sollen die ganze Zeit die Gleichheit mit dem höheren Parzuf anstreben.

Deshalb brauchen wir das weibliche Verlangen, die weiblichen Anstrengungen und ihr Gebet, das aus der Tiefe des Herzes ausgeht. Mit schweigsamen Verlangen können die Frauen die Männer so beeinflussen, dass diese förmlich spüren, wie die Frauen sie anschreien, wobei sie in Wirklichkeit kein einziges Wort aussprechen, sondern es einfach nur schweigsam verlangen. Die Männer werden das weibliche Verlangen empfinden.

Der Mann hat die Möglichkeit, das Verlangen der Frau so zu empfinden, dass er gleich dieses Verlangen realisieren will. Er muss dieses Chissaron realisieren – so sind wir veranlasst. Wenn wir unsere gemeinsamen Wünsche richtig ausrichten, werden wir gewiss das Ziel erreichen.

Ohne Frauen ist die Bewegung vorwärts unmöglich. Sie provozieren diese Bewegung, sie reagieren schnell auf die Veränderungen in der Welt und auf unsere Methodik. Die Männer sollen sich untereinander verbinden und diese Methodik realisieren. Warum? Weil die Kraft, die uns nach oben zieht, die Kraft des Gebens ist. Von den Frauen kommt der Mangel, das Bedürfnis, und die Männern generieren aus diesem Mangel die Kraft des Gebens.

Auf diesem Prinzip bauen wir unsere Gruppen auf.

Auszug aus der 2. Lektion des Kongresses in Villnius, 23.03.2012

Alles fängt mit der Frau an

Kongress in Vilnius. Lektion 2

Frage: Inwiefern ist die praktische Arbeit der Frauen wichtig? Inwiefern ist es zum Beispiel wichtig, dass die Frauen an den Seminaren auch teilnehmen und diese Zeit nicht für andere Angelegenheiten nutzen?

Meine Antwort: Die Männer für sich alleine können nichts bewerkstelligen. Absolut nichts!

Sie können sich versammeln und singen oder einfach stehen, und das ist auch gut so, aber das ist nur die Vorbereitung. Die richtige Arbeit kann nicht ohne einen starken weiblichen Teil erfolgen, der gleichzeitig das Streben zum Ziel erzeugt. Wir sehen es überall und immer wieder. In der Geschichte gibt es eine Menge von Beispielen. Es hat seinen Ursprung im System der Parzufim der höheren Welten: wenn wir dieses Verlangen zur Malchut nicht erheben, dann entwickelt sie sich nicht und es wird auch nichts geschehen. Die Frauen müssen ihre Arbeit sehr ernst nehmen.

In erster Linie widme ich meine Aufmerksamkeit dem weiblichen Teil, weil alles mit der Frau anfängt. Ich bitte Sie sehr, zu verstehen, dass hier tatsächlich alles von den Frauen abhängig ist. Die Männer kann man „aufmuntern“, man kann sie beeinflussen und die Frau weiß das sehr gut. Die richtige Beeinflussung des männlichen Teils besteht darin ihn auf das Ziel auszurichten. Die Frauen können es buchstäblich mit ihrem Wunsch oder einem Halbwort machen. Für sie ist es sehr einfach, für die Männer dagegen sehr schwierig. Es ist unmöglich für einen Mann ohne Hilfe der Frau aufzusteigen.

Deshalb existierte in der Kabbala immer ein Gesetz das besagte, dass ein unverheirateter Mann nicht zum Studium zugelassen werden kann. Denn ohne ein weibliches Verlangen neben ihm, das daran denkt, dass er vorankommen wird, kann er nicht wirklich aufsteigen.

Auszug aus der 2. Lektion des Kongresses in Vilnius, 23.03.2012

Die Schwelle der Lichtsensibilität

Frage: Wenn ich die Kabbala im Internet studiere, also – virtuell, werde ich dann genauso der Einwirkung des Lichts, das zur Quelle zurückführt, ausgesetzt?

Meine Antwort: Sogar in unserer materiellen Welt gibt es besondere Teilchen – Neutrinos, welche sich durch die Materie frei bewegen und dabei ihre Geschwindigkeit nicht verlieren.

Das höhere Licht befindet sich in absoluter Ruhe. Diese Erscheinung hat keine Hindernisse in unserer Welt, sie befindet sich über unserer Natur. Wenn wir also die Einwirkung des Lichts hervorrufen wollen, müssen wir uns dem Licht angleichen, das heißt unsere Eigenschaften ihm ähnlich machen. In diesem Maß werden wir ins Licht integriert und empfangen die Resultate seiner Wirkung. Deshalb ist unsere Arbeit darauf ausgerichtet dem Licht in seinen Eigenschaften gleich zu werden.

Das Licht hat keine Form. Unsere Gefäße, d.h. unsere Verlangen sollen die Eigenschaften des Lichts empfangen. Das Verlangen zu genießen besteht aus mehreren Schichten, Stufen. Deshalb verläuft sein Aufstieg zur Gleichheit mit dem Licht etappenweise. Unsere Aufgabe besteht darin dem Licht immer ähnlicher zu werden. Denn das Ziel der Schöpfung ist die Erreichung der vollständigen Gleichheit mit dem Licht. Davon abgeleitet, bedeutet der Titel unserer Wissenschaft: „Kabbala“ – „Empfangen“. Sie unterrichtet uns darin wie wir in uns Eigenschaften des Lichts heranbilden und Ihm dadurch gleich werden.

Auszug aus der Lektion nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 12.04.2012

Morgen fängt heute an

Zeit, Bewegung und Raum existieren nicht. Nur wir bezeichnen diese Parameter in unserem Bewusstsein, in unserer Wahrnehmung als Jahre, Zeit, Bewegung oder Raum. Auf diese Weise machen wir uns ein gewisses Bild von der Welt.

Aber es gibt keine Milliarden von Jahre außerhalb von dir. Wenn du nun fragst, ob es gestern gab oder nicht, so muss man zuerst klären, was „gestern“ oder vor Tausend von Jahren geschah? Was dieses Wort „geschah“ bedeutet? Ich empfinde jetzt Zustände, die ich als „gestern“, „vorgestern“ oder „morgen“ bezeichne. Wenn man diesen einen Punkt, „mich, der empfindet“, abtrennen würde, dann bliebe nichts davon übrig.

Wir sprechen nur darüber, wie wir diese Illusion hinter uns lassen können. Wir sind ganz verwirrt, und es ist nicht nötig, zu besprechen, was hier geschieht – man sollte nur daran denken, wie man über die Grenzen dieser materiellen Empfindung und dem darauf aufbauenden Verständnis hinausgehen kann. Dann werden wir die Wahrheit empfinden und verstehen, sowie unseren eigenen Zustand begreifen. Solange wir uns innerhalb dieses Zustands befinden, können wir nichts beurteilen.

Wir gehen von dieser Realität aus, weil wir uns, die wir uns darin befinden, korrigieren sollen. Wenn ich mich an dich wende, korrigiere ich dadurch eigentlich mich selbst. In mir existiert eine gewisse Vorstellung von dir, die mir als abgetrennt und sogar feindlich erscheint. Aber in Wirklichkeit ist es ein unzertrennlicher Teil von mir, und ich bin verpflichtet, ihn zu korrigieren. Ich sehe alle meine Teile, als ob sie von mir getrennt wären, und diese Wahrnehmung heißt „das Zerbrechen“. Und nachdem ich mich korrigiert habe, werden diese Einzelteile zu einem Ganzen vereint.

Und schon auf der ersten Stufe werde ich eine richtigere Vorstellung davon bekommen, was Zeit, Bewegung und Raum eigentlich sind, weil in mir die höhere Dimension erscheinen wird. Ich werde in geringem Maße empfinden, was spirituelle Eigenschaften und die drei Achsen des Koordinatensystems unter Berücksichtigung der Zeit bedeuten. Ich werde erkennen, dass die Zeit eine Kette von Gründen und Folgerungen darstellt, zwischen denen es keine Abstände gibt, welche nur infolge mechanischer Handlungen entstehen.

Der Begriff der Spiritualität sieht vor, dass wir selbst die Zeit erschaffen und ihre Geschwindigkeit anhand unserer eigenen Korrekturen bestimmen. Wir messen die Zeit nicht anhand der Drehung der materiellen Planeten um einander herum: anhand von Tagen, Monaten oder Jahren. Denn bestimmt das Drehen eines kosmischen Körpers um einen anderen für mich den Begriff der Zeit, laut der ich lebe? Soll ich entsprechend von Steinblöcken leben, die sich aufeinander abgestimmt drehen?

In der spirituellen Welt gibt es keine Zeit, und alle Handlungen geschehen unmittelbar aufeinanderfolgend. Hast du eine Handlung begangen, dann wurde ein Impuls geschaffen, die darauf folgende Handlung führt zum nächsten Impuls, wobei es zwischen den Impulsen keinen Abstand gibt. Denn wir beachten nicht, wie sich während dieser Zeit die Erde, der Mond oder die Sonne drehen.

Das ganze Problem besteht darin, dass wir die spirituelle Zeit noch nicht empfinden. Aber in dem Moment, in welchem du die spirituelle Welt erlangst, sogar schon beim Aufstieg auf die erste spirituelle Stufe, wirst du beginnen, dir die Welt in diesen neuen Kategorien vorzustellen. Sie werden keine Illusion mehr sein, sondern reale Empfindung.

Ebenso klar und deutlich, wie du jetzt um dich herum diese Welt in deiner inneren Wahrnehmung empfindest, wirst du noch ein zusätzliches Bild offenbaren, aus dem heraus du die neuen Definitionen begreifen wirst. Aber bis zum Ende der Korrektur wirst du innerhalb dieser zwei Dimensionen leben: innerhalb des Raums dieser Welt, und in einer zusätzlichen Dimension – in der spirituellen Welt. Denn stets wird in deinem Inneren ein unkorrigierter Teil der untersten Stufe (dieser Welt) bestehen bleiben. Aus dieser Stufe (aus diesem Ägypten) wirst du ständig neue Eigenschaften herausarbeiten und korrigieren.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch von Ari „Die Tore der Absichten“, 11.04.2012

Zum Kriechen in einem Drei-Achsen-System geboren

Frage: Wenn sich die ganze sichtbare Welt in Wirklichkeit nur innerhalb von uns befindet, warum sehen dann die anderen Menschen, die um uns herum existieren, dieselbe Realität?

Meine Antwort: Es scheint dir nur so zu sein, und in Wirklichkeit existiert das alles in dir. Wir können diese verzerrte Wahrnehmung nicht korrigieren, solange wir die Empfindung der spirituellen Welt nicht selbst erlangen. Einstein wollte auch eine Formel finden, welche die ganze Ordnung des Universums erklären würde, aber er hat es nicht geschafft. Denn das ist für unsere materielle Welt unmöglich zu verwirklichen.

Stelle dir Käfer vor, die auf einer Oberfläche kriechen und eine flache Welt empfinden: sie erfassen sie nur in der Länge und in der Breite. Du wirst ihnen niemals erklären können, was Höhe ist, weil sie dazu nicht geschaffen sind, und es ihnen an dieser dritten Achse im Gehirn mangelt. Auch wir haben nur die drei Achsen eines Koordinatensystems und die Zeit, und nichts darüber hinaus um die Welt zu erfassen. Deshalb sind wir nicht in der Lage, die spirituelle Dimension der Welt zu erkennen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch von Ari „Die Tore der Absichten“, 11.04.2012

Drei Ebenen in der Gruppe

Europäischer Kongress. Lektion №2

In Bezug auf die Freunde befinden wir uns auf einem der drei folgenden Niveaus:

– Entweder die Freunde und die Gruppe sind größer als wir, d.h., wir nehmen die Freunde und die Gruppe auf einem höheren Niveau als uns selbst wahr, um ihre Größe zu fühlen;

– oder die Freunde und die Gruppe sind niedriger als wir;

– oder sie sind mit uns auf derselben Ebene .

Wenn ich zu den Freunden aufsehe, weil sie größer als ich sind, dann trete ich in den Zustand ein, in dem ich von ihnen lernen kann, von ihnen empfangen kann, gleich einem Kleinkind, das von Erwachsenen lernt. Sie können auf mich einwirken. Ich empfange ihre Energie, ihre Kraft, ihre Anregungen.

Wenn ich sie als die Kleineren wahrnehme, dann kann ich ihnen geben, wie der Große dem Kleinen gibt.

In beiden Fällen kommuniziere ich mit ihnen auf eine bestimmte Art: entweder empfange ich von ihnen die Größe des Ziels, oder ich fördere sie in den Freunden, indem ich einen eigenen Beitrag zur Größe des Ziels, zur Größe der Vereinigung leiste. Und das alles tue ich nur, um den Zustand zu erlangen, in welchem ich mich an sie angleichen kann. Dann werden wir zu wahren Freunden.

In dem Fall, wenn sie höher als ich sind, werden sie für mich zum Lehrer. Wenn sie niedriger als ich sind, dann sind sie für mich Schüler. Und nur dann, wenn wir uns auf demselben Niveau befinden, werden wir zu wahren Freunden. So stellen wir uns in der Gruppe aufeinander ein. Und ich überlege immer, wo ich ergänzen (geben) kann, was ich empfangen kann, und worin ich mich schon vollständig an sie angeglichen habe.

Die Angleichung (die Harmonie zwischen uns) soll unser Ziel werden. Und der Zustand, in welchem ich niedriger oder höher als sie bin, ist ein Zustand meiner inneren Arbeit, meiner Anpassung an sie.

Auszug aus der 2. Lektion des europäischen Kongresses, 23.03.2012

Die Absicht in der Gruppe

Europäischer Kongress. Lektion №2

Wenn ich an die Freunde denke, dann beachte ich dabei nicht ihre persönlichen Eigenschaften, sondern nur die Eigenschaften, die auf unseren spirituellen Weg bezogen sind. Mich interessieren ihre materiellen Probleme nicht. Das alles schieben wir zur Seite, wir vergessen alles, was um uns herum existiert. Uns interessiert nur das Eine – ihre Bestrebung nach oben! Damit beschäftige ich mich – mit ihrem Punkt im Herzen! Darauf stimme ich mich ein!

Für mich spielt keine Rolle, über welche materiellen Eigenschaften sie verfügen: sie können ungeduldig, gut oder schlecht sein! Das alles sind unsere tierischen, irdischen Eigenschaften. Sie bleiben auf dem Niveau unserer Welt. Und für mich ist es wichtig, sich mit ihrem Punkt im Herzen zu verbinden, sich mit ihrem spirituellen Bestreben zu verbinden, auf welches ich mich auch ausrichte.

Innere Kongressvorbereitung

Frage: Was bedeutet innere Vorbereitung auf den Kongress?

Meine Antwort: Innere Vorbereitung bedeutet Verbeugung vor der Eigenschaft des Gebens als einer Kraft, einer Eigenschaft, einem Wert, der über allem steht. Ausgehend von einer solchen Vorbereitung kannst du bereits weiter machen und verschiedene einzelne Zustände, Handlungen, Ziele abarbeiten, um das gemeinsame Ziel zu erreichen und diese Eigenschaft des Gebens in unserem Material, dem Verlangen zu genießen, umzusetzen.

Ich möchte alle bitten, Vorschläge zur Durchführung des Kongresses an uns zu schicken, die wir während der Unterrichte besprechen und auf diese Weise durch unsere gemeinsame Handlung lernen und unser gemeinsames Verlangen vorbereiten werden. Das heißt, der Kongress wird zur Realisierung dessen, was wir gemeinsam vorbereitet haben.

Jeder soll sich vorbereiten, an welchem Ort in der Welt er sich auch befinden mag. Es darf nicht sein, dass der Mensch von der Arbeit nach Hause kommt, seine ganzen Aufgaben erledigt und, wenn ein wenig Freizeit übrig bleibt, es ihm plötzlich einfällt, dass gerade ein Kongress stattfindet – dann schaltet er den Fernseher ein und fängt an, zu kucken.

Auf diese Weise wird es nichts. Er muss sich im Voraus vorbereiten, darauf warten, planen, was er mit uns zusammen macht und wie er durch diese Handlungen vorankommt. Die Handlung an sich ist nichts wert, alles hängt von der Vorbereitung ab.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Fragen und Antworten zum Kongress in Brasilien“, 09.04.2012