Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Einer statt Milliarden

Auszug aus dem zweiten Workshop des Europäischen Kongresses

Frage: Was muss man tun, um sich annullieren zu können? Wie kann das praktisch in einer Gruppe von zehn Menschen umgesetzt werden?

Meine Antwort: Dafür muss es statt zehn Menschen einen geben. Statt Millionen und Milliarden nur einen. Wir müssen also fühlen, dass wir wie einer sind.

Ohne dich in Bezug auf die Freunde zu annullieren, kannst du nicht vorankommen, dem Licht die Möglichkeit geben, sich zu enthüllen. Zimzum Alef (die erste Einschränkung) ist eine Bedingung, aus der sich alles resultiert. Danach beginnt der nächste Teil, die nächste Stufe.

Frage: Was muss ich tun, um mich annullieren zu können? Woran soll ich denken?

Meine Antwort: Daran, dass du mit den Freunden ein Ganzes darstellst.

Daran, dass du möchtest, dass sie alles erreichen, und darin besteht dein Glück – in nichts anderem. Wie eine Mutter an sein Kind denkt: „Es soll alles haben, und es ist unwichtig, was mit mir sein wird, das Wichtigste ist, dass es ihm gut geht“.

Auszug aus dem zweiten Workshop des Europäischen Kongresses, 24.03.2012


Gemeinsame Forderung

Auszug aus dem zweiten Workshop des Europäischen Kongresses

Wir alle – Frauen und Männer, jeder für sich und alle zusammen, auf allen Kontinenten, in allen Ländern, in allen Gruppen – haben uns heute versammelt, um durch unsere gemeinsame Anstrengungen, durch unser Verlangen die Möglichkeit zu enthüllen, den Schöpfer – die einzige Naturkraft, die uns umgibt, erfüllt, zur Welt bringt, bewegt, unsere ganzen Gedanken und Verlangen bestimmt – wahrzunehmen. Das ist die einzige existierende Kraft, in der wir uns befinden, und wir haben die Aufgabe, sie wahrzunehmen, für uns zu enthüllen.

Diese Enthüllung vollzieht sich in der Ähnlichkeit der Eigenschaften, der Absichten, der Verlangen, in dem gegenseitigen Streben einander entgegen – zwischen uns und dem Schöpfer.

Der Mensch kann Ihm nicht alleine entgegenstreben, weil er als Egoist dem Schöpfer vollkommen entgegengesetzt ist und sich selbst nicht invers verändern kann. Das liegt nicht in unserer Kraft, denn wir haben nur eine Natur – das Empfangen. Und die Eigenschaft der Natur, der Höheren Kraft, ist das Geben, deshalb nehmen wir sie nicht wahr, wir sind ihr entgegengesetzt.

Um sie wahrnehmen zu können, müssen wir ihr ähnlich, sprich zu Gebenden werden.

Das wird möglich sein, wenn wir uns zu einer Gruppe versammeln und versuchen, uns über uns selbst zu erheben, uns mit den gleichen Bestrebungen der Freunde zu verbinden, die ebenfalls aus sich selbst, außerhalb von sich selbst, außerhalb des eigenen Körpers, des eigenen Egoismus, der eigenen Verlangen und Gedanken ausbrechen möchten, zu einem einzigen gemeinsamen Verlangen – dem Schöpfer entgegenzustreben, wie auch Er uns entgegenstrebt, über unseren ganzen egoistischen Gedanken und Verlangen.

Um das zu tun, müssen wir uns verbinden – nicht nur um ein großes Bestreben nach dem Schöpfer zu haben, multipliziert mit der riesigen Anzahl unserer Freunde weltweit, sondern auch, weil, wenn wir uns verbinden, wir unsere egoistische Absicht in eine gemeinsame Eigenschaft, die zwischen uns existiert, umwandeln. Und in dieser gemeinsamen Eigenschaft müssen wir anfangen, die Höhere Kraft wahrzunehmen.

Unsere gemeinsame Forderung an den Schöpfer, Er solle uns helfen, uns zu verändern und Ihm ähnlich zu werden, Ihn wahrzunehmen, ist bereits ein Gebet. Jede Gruppe und alle Gruppen zusammen: sowohl die männliche als auch die weibliche – alle denken nur daran, wie wir den Schöpfer zwingen können, uns zu verändern, so wie Er zu werden.

Wir verstehen, dass wir uns ohne Hilfe von oben nicht ändern können. Deshalb entsteht unsere Bitte, unsere Forderung aus der Verzweiflung, aus der Notwendigkeit heraus. Wir haben keine andere Wahl. Er muss uns helfen.

Jeder denkt daran, dass er für andere betet, dass alle seine Freunde die Enthüllung des Schöpfers verdienen, und das genügt ihm.

Wir versuchen, auf keinen Fall über negative Erscheinungen, über Hindernisse, über unsere Sorgen zu sprechen.

Wir sind im Gegenteil glücklich, dass wir dessen würdig sind, uns an die Höhere Kraft zu wenden, dass sie uns mit diesem Verlangen beschenkt hat, uns alle zusammen gebracht hat, dazu angetrieben hat, uns zu einem gemeinsamen Verlangen zu verbinden und uns an sie zu wenden. Das alles macht der Schöpfer. Der Mensch existiert hier nicht. Dennoch sind wir dafür dankbar, dass Er das mit uns macht.

Wir sprechen über nichts Negatives! In uns herrscht nur die Dankbarkeit, das Gefühl der Verbindung zwischen uns und zugleich die Bitte, dass die Eigenschaft des Gebens und der Liebe sich noch mehr in uns enthüllen möge.

Auszug aus dem zweiten Workshop des Europäischen Kongresses, 24.03.2012

Öffentlicher Vortrag in São Paulo

Am 03.05.2012

um 19:30 Uhr

findet ein öffentlicher Vortrag von mir statt

in José Menezes Junior,

“PHOENIX” ( White Session)
Noble Temple  – “José Menezes Junior”
Street: Barão de Tatuí, 94 –

Santa Cecília ( headquarters GOP).

Verantwortung für die Welt

Jeder Kongress ist wie ein Aufstieg zur nächsten Stufe. Auf dem Kongress empfangt ihr die Grundlagen neuer Empfindungen, die ihr weiterentwickeln müsst. Wenn ihr das nicht tut, dann verklingt, verschwindet.

Ihr habt etwas auf dem Kongress gesehen, ihr hörtet oder fühltet etwas Neues: Eine neue Idee, eine neue innere Regung, eine neue Beziehung zu anderen und wie die anderen euch helfen. Später müsst ihr all das in die Praxis umsetzen.

Ihr müsst – möglicherweise mehr als einmal – alles durchgehen, dass wir während dem Kongress entdeckt haben, es innerlich verarbeiten, es durch euch hindurchleiten, wie durch einen Fleischwolf, und in der Gruppe umsetzen, in der Verbreitung, in der Beziehung mit euch selbst und mit dem Schöpfer. Ihr müsst das alles zu einem allgemeinen Weltbild zusammensetzen, zu einem Bild der Welt, und euch dabei bewusst sein, dass ihr dabei eure Einstellung zu allem ausbildet, einschließlich euch selbst und dem Schöpfer. All das ist zu einem vereinten Ganzen innerhalb von euch geworden.

Wie kann ich alles, das sich auf diesem Bereich ereignet, zu einem vereinten Ganzen zusammensetzen? Alles passiert nur, damit ich diesen Bereich ins Gleichgewicht bringe, in Harmonie mit dem Licht, das in absoluter Ruhe existiert, und deshalb muss alles andere mit ihm ins Gleichgewicht kommen. Ich bin verantwortlich dafür, dieses gesamte System in einen Gleichgewichtszustand zu bringen, zu Harmonie und Ähnlichkeit mit dem Licht.

Wir müssen in uns diese Weltsicht aufbauen und sie dann verwirklichen.

Auszug aus der 5. Lektion des Europäischen Kongresses, 25.04.2012

Das erste Treffen

Jetzt verlangen wir nur noch nach Einem: Wir wünschen, dass die gesamte Schöpfung, das bedeutet wir, keinerlei Hindernisse für die Manifestation des Höheren Lichtes aufweisen werden, so dass es uns ohne jeglichen Widerstand von unserer Seite erfüllen wird. Wir möchten uns eine solche Beschränkung auferlegen, um Ihm den ganzen Raum für seine Enthüllung zu geben. Zur selben zeit existieren wir nicht, wir sind einfach durchsichtig, so dass eine einzige Kraft uns durchdringen und füllen würde.

Dies ist die erste Bedingung, Einschränkung (Zimzum Alef), von der aus wir unsere Begegnung mit dem Schöpfer beginnen können, wenn wir das erste Mal wirklich fühlen, dass „es niemanden außer Ihm gibt“.

Wir sind transparent; wir existieren nicht, da wir unser „ich“ annulliert haben, unseren Egoismus, und so kann nun der Schöpfer alles füllen.

Auszug aus dem 2. Seminar des Europäischen Kongresses, 24.03.2012

Mein neues Selbst

Wenn der Schöpfer die einzige Kraft ist, die alles steuert, bewahrt und belebt, dann sind sogar die Worte, die ich ausspreche, die Gedanken und Wünsche, die jetzt in mir auftauchen, das alles ist auch Er. Folglich muss ich mich jetzt mit dem vereinigen, was durch mich fließt und aus mir zu anderen herausströmt. Ich bin nur, was sich selbst wahrnimmt als gefüllt mit Macht, Kraft, Absicht und Verlangen nach dem Schöpfer, der dabei andere anspricht.

Ich muss mich mit dem verbinden und vermischen, was jetzt in mir passiert, um zu fühlen, dass ich gänzlich mit Ihm gefüllt bin, weil es keine andere Kraft außer Ihm gibt. Und wenn ich versuche, mein eigenes „Selbst“ innerhalb von mir auszulöschen, so dass alles nur Er ist – das ist genau der Moment, in dem ich mein neues „Selbst“ finde, das auf „es gibt niemanden außer Ihm“ gegründet ist.Das heißt, alles, über das ich nachdenke, ist alles Er.

Auszug aus dem 2. Seminar des Europäischen Kongresses, 24.03.2012

Sich auf die Zeit der Kongresse vorbereiten

Frage: Wie können wir uns am besten auf die Abfolge von Kongressen vorbereiten, um die Empfindung einer vereinigten Gruppe hervorzurufen?

Meine Antwort: Wir werden daran auch während der Zeit auf den Kongressen arbeiten. Um das zu tun, müssen wir den Artikel „Die Freiheit“ und Rabash´s Artikel über die Vereinigung erneut lesen. Wir müssen nochmals das Zerbrechen des spirituellen Kli (Gefäß) studieren, wie das unsere weltliche Wahrnehmung voneinander geformt hat:Wir erkennen nun, dass wir von einander entfernt sind, im Gegensatz zu einander existieren, in einem wachsendem Egoismus, Hass und unterschiedlichen egoistischen Begierden.

Wir müssen verstehen, dass unsere Natur absichtlich so gegensätzlich zum Schöpfer geschaffen ist, damit wir uns darüber erheben gezielt aus dem Widerspruch heraus, beginnend mit dem gegenteiligen Zustand – und dadurch sind wir fähig, Ihn zu spüren, andernfalls wären wir dazu nicht in der Lage. Wir fangen an, uns selbst in Ähnlichkeit zu ihm zu fühlen und aufzubauen und stützen uns dabei gezielt auf den Kontrast von unserer Natur zu Seiner.

Deshalb ist es am wichtigsten, das Material zu wiederholen, das wir die ganze Zeit über studieren: Ein bisschen die Kabbala selbst – über das Zerbrechen des Gefäßes und seine Korrektur, genauso wie das Thema der Entwicklung des Egoismus von der Zeit Adams bis in unsere Tage, wie sie in einem der „Gespräche über ein Neues Leben“ enthalten ist. Im Allgemeinen haben wir eine Menge Material über dieses Thema.

Aber am wichtigsten ist, einfach zu wissen, weshalb man zum Kongress kommt. Ihr kommt dorthin, um am allgemeinen Kli teilzuhaben, am allgemeinen Verlangen, das wir alle gemeinsam erschaffen, und in dem wir den Schöpfer fühlen werden.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 22.04.2012

Für Gleichgesinnte gibt es keine Entfernungen

Frage: Wie sollen die Gruppen, die „zu Hause“ bleiben, beide Kongresse richtig unterstützen?

Meine Antwort: Die Gruppen, die zu Hause bleiben, sollten verstehen, dass sie eigentlich nicht zu Hause bleiben. Es wäre falsch zu denken, dass sie außerhalb des Kongresses sind.

In der Spiritualität gibt es keine Entfernungen, es gibt keine materiellen Objekte, die uns voneinander trennen würden: keine Entfernung, Zeit und keine uns umgebenden Gegenstände. Die Spiritualität ist ein Feld, in dem die Gleichgesinnten bei einander ganz nah sind und sich sogar in Verschmelzung miteinander befinden. Und deshalb sollten wir danach streben, maximale Nähe zu erreichen.

Wenn wir den gleichen Aufgaben nachgehen; wenn wir empfinden, dass wir zusammen verbunden sind; wenn wir unter der Anleitung eines Lehrers studieren; wenn wir seine Anforderungen erfüllen; wenn wir alle das Gleiche anstreben – unsere allgemeine Vereinigung weltweit zu empfinden – dann kann, genau dank diesen spirituellen und materiellen Unterschieden zwischen uns, unsere Vereinigung über ihnen ein mächtiges spirituelles Gefäß (Kli) bilden.

Die Stärke eines spirituellen Gefäßes stützt sich gerade auf die vielen unterschiedlichen egoistischen Verlangen, die sich innerhalb dieses Kli befinden und aus unserer Kraft, die Vereinigung über sie zu erlangen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 22.04.2012

Notwendige Stufe

Kongresse sind eine notwendige Stufe für die Erschaffung eines gemeinsamen Kli (Gefäßes, Verlangens).

Wenn wir versuchen, uns über allen unseren Problemen, Differenzen, Entfernungen, Trennungen in Mentalität und Verständnis zu verbinden, werden wir gerade durch diese Unterschiede zwischen uns und durch unsere Verbindung über ihnen ein sehr starkes Verlangen erlangen, welches durch die Widersprüche in ihm und die Verbindung über ihm gemessen wird. Darin besteht die Aufgabe der Kongresse.

Ich verstehe, dass es in jeder Gruppe enorme Probleme gibt und zwischen den Gruppen innere Entfernungen existieren. Daher ist das Wichtigste auf den Kongressen, zu versuchen, sich über diese zu erheben; die Probleme nicht zu vernichten, sondern zu lernen, sie dadurch zu überwinden, dass wir uns im „Glauben über dem Verstand“ oder in Liebe, die „alle Vergehen überdeckt“, über ihnen verbinden. Lasst uns alles, was in uns ist, mit einer „Decke“ überdecken und darüber unser gemeinsames Verlangen nach dem Schöpfer aufbauen. Es muss genau so sein – über allen Widersprüchen, oben.

Alles, was wir durchlaufen haben, alle Probleme, die Härte des inneren Pharao: eines persönlichen von jedem von uns und eines gemeinsamen zwischen uns – das alles wurde uns von oben vom Schöpfer gegeben. Und jetzt müssen wir nur an die Vereinigung denken – wie wir in dieser Vereinigung nach dem Gesetz der Ähnlichkeit mit dem Licht das Höhere Licht in uns, in unserer Verbindung enthüllen.

Dazu dienen die Kongresse, die aus Lektionen, allen möglichen Übungen zur Vereinigung usw. bestehen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 22.04.2012

Die Absicherung für den Zirkusartisten

Die 400 Jahre der Sklaverei wurden uns gegeben, um mit Hilfe des Schreis das wahre Gebet zu erlangen. Und wenn du endlich schreien wirst: „Rette mich!“ – dann wirst du das Exil verlassen können. Deshalb wird die ganze Schlacht zwischen der Selbstsucht und der Heiligkeit um die eine Frage geführt: „Wer wird herrschen?“ – der Mensch innerhalb des Menschen, oder der Schöpfer in ihm.

Es gibt einen neutralen Punkt, der als „das mittlere Drittel von Tiferet„, oder „Klipat Noga“ bezeichnet wird. Oberhalb dieses Punktes herrscht der Schöpfer – „Es gibt Niemanden außer Ihm“, und unterhalb – der Pharao oder ich.

Und in diesem zentralen Punkt der Freiheit werden wir noch eine Menge klären müssen, denn der Pharao in uns wird ständig größer und verneint die ganze Macht des Schöpfers. Und das geschieht, nachdem ich bereits innerlich den Schöpfer auf den Thron gestellt habe, und mich unter der Macht des Höheren befinde, Der alles für mich tut. Für einen Augenblick habe ich mir in meiner Phantasie dieses Bild vorgestellt.

Diese Klärung ist nicht einfach, und ich werde dabei ständig verwirrt: Wer ist der Schöpfer, und wo befindet sich mein Platz und wo gibt es Platz für alle Anderen? Es ist sehr schwierig, hier das richtige Gleichgewicht zu finden, als würdest du mit einem Bein auf einem Zirkusseil stehen und balancieren, um nicht herunter zu fallen.

Und deshalb brauche ich die Hilfe des Schöpfers, damit Er mir die Kraft des Gebens verleiht, die mich von meinem Verlangen zu genießen unabhängig machen wird. Anderenfalls bin ich gezwungen, in mir das Bild der ganzen Realität hervorzurufen, was eigentlich unmöglich ist, und mit einem Bein auf dem Seil wie ein Zirkusartist zu balancieren. Nur die Kraft des Gebens kann mir Sicherheit geben und das Gleichgewicht gewährleisten.

Auf diese Weise wird uns auf der untersten Stufe der Punkt unserer Freiheit Klipat Noga gegeben, das mittlere Drittel von Tiferet, das uns Antwort auf die Fragen geben wird: „Wer wird herrschen , und wer ist der Schöpfer, dass wir auf Ihn hören?“

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 25.04.2012