Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Aufstieg zur Spitze der Pyramide

Frage: Wie soll ich die Gruppe infolge des Workshops letztendlich wahrnehmen?

Meine Antwort: Die Gruppe bedeutet „Einer“, denn es wurde nur eine Seele erschaffen. Und je mehr ich diesen Aufbau der vereinten Seele enthülle, desto mehr enthülle ich dadurch die Gruppe.

Die Gruppe ist kein materieller Begriff, es sind nicht die zehn physischen Körper, die in einem Kreis sitzen. Die Gruppe ist das, was wir über unserem Egoismus durch die Verbindung unter uns aufbauen, indem wir unser Ego annullieren und die Wichtigkeit der Verbindung, des Schöpfers, des Lichts erhöhen. Je weiter wir diese beiden entgegengesetzten Punkte auseinandertreiben und die Wichtigkeit des Gebens, der Liebe, der Verbindung erheben, desto mehr fangen wir an, uns dort oben als Eins zu fühlen.

Jeder spürt nicht sich selbst, sondern nur diesen gemeinsamen Einen – außerhalb seines Körpers, seiner Gedanken und Verlangen. Wir alle nehmen nur ein Verlangen und einen Gedanken wahr, „wie ein Mensch mit einem Herzen“. Das bedeutet Gruppe.

Wenn alle auf diese Weise während des Workshops vorgehen, bauen wir in unserer Gruppe ein gemeinsames Ortungsgerät auf, das beginnt, alle anderen „Einsen“ im Raum, die sich aus jedem Kreis gebildet haben oder sich dem nähern, zu orten. Später beginne ich mithilfe dieses Sensors alle Seelen der Gerechten, alles in der spirituellen Welt Existierende wahrzunehmen – das wird zu meinem Gefäß, mit dem ich in der Spiritualität arbeite.

Das alles geschieht dank der Gruppe, aus diesem Grund tun wir uns in Gruppen zu zehn und mehr Menschen zusammen, und dann verbinden sich die Gruppen untereinander. Auf diese Weise vereinen wir uns immer mehr entlang der Pyramide, bis wir ganz zur Spitze aufgestiegen und wirklich zu einem Ganzen geworden sind.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Fragen zu den vergangenen Kongressen“, 17.05.2012

Den Blick auf die Welt der Wahrheit gerichtet

Frage: Wie können wir den Workshop nutzen, um die Welt durch das Prisma der Gruppe sehen zu können?

Meine Antwort: Dazu wird es kommen, wenn ein solches Prisma entsteht, sprich wenn die Kraft, die zwischen uns erschaffen wurde, eine solche Stärke erreicht, dass sie uns nicht von ihr abschalten lässt. Ich werde ständig in ihrem Inneren sein wollen und verstehen, dass ich allein von dort über alles im richtigen Licht urteilen kann, ohne mich zu irren.

Nur das, was ich durch diesen gemeinsamen Blickwinkel der Gruppe, durch den zentralen Punkt des Kreises sehe, ist auch die Welt der Wahrheit. Auf diese Weise kann ich urteilen und mich niemals in meinen Urteilen irren! Das alles wird sich dem Menschen eröffnen, darum wird er diese Verbindung niemals loslassen wollen, sondern wird danach streben, diesen Punkt unserer Einheit immer mehr zu verstärken.

Auf diese Weise werden wir beginnen, die Stufen hochzusteigen. Je mehr wir uns zusammenschließen und unsere Verbindung verstärken, sowohl quantitativ als auch qualitativ, desto höher steigen wir die spirituelle Leiter – bis wir den Schöpfer und die Verbindung zwischen uns in Form von Parzufim und Sefirot enthüllen. Dann fangen wir an zu erkennen, dass alles, was in den Urquellen geschrieben steht, zwischen uns stattfindet.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Fragen zu den vergangenen Kongressen“, 20.05.2012


Die Hand am gemeinsamen Puls

Frage: Während des Kongresses ist immer das Gefühl der Erfüllung und eines grenzenlosen Genusses da, doch sobald der Kongress zu Ende ist, kommt sofort das Gefühl der Schwere, der Leere und der Unlust, diesen Weg weiter zu gehen, auf. Was bedeutet eine solche Verhärtung des Herzens und wie können wir damit arbeiten?

Meine Antwort: Ich glaube, solche Post-Kongress-Zustände gehören bereits der Vergangenheit an. Momentan sollten sie nicht mehr entstehen, denn wir arbeiten bereits nicht nur von Kongress zu Kongress, weswegen wir nach jedem Kongress einen Abstieg erlebten, wie nach einem Geschenk, das wir für eine kurze Zeit erhielten, aber nicht lange halten konnten.

Doch nun möchten wir die kontinuierliche Arbeit am Aufbau eines gemeinsamen Gefäßes/Verlangens aufnehmen und dürfen deshalb keine derart tiefen Abstiege erleben. Obwohl uns auf diesem Wege ebenfalls Auf- und Abstiege erwarten, wie es sich auch gehört, denn die höhere Lenkung kommt durch die „direkte“ und die „kreisförmige“ Einwirkung zum Vorschein. Während der „direkten“ Einwirkung öffnet sich die höhere Lenkung ein wenig, und die „kreisförmige“ Einwirkung ruft die Exilzeiten hervor.
Diese sich wechselnden „Exile“ und „Erlösungen“ durchlebt jeder einzelne Mensch, eine ganze Gruppe oder sogar die gesamte Welt. Diese Zustände laufen einer nach dem anderen ab, die Natur durchläuft fortwährend Änderungen: die Jahreszeiten wechseln sich ab, die geologischen und ökologischen Epochen – es läuft ein unaufhörlicher Prozess.

Darum müssen wir diese Zustände durchlaufen, doch das Vorankommen muss die gerade – die mittlere – Linie entlang verlaufen. Wir werden sie noch klären, denn wir fangen als erste mit diesem Prozess an, als die „letzte Generation“ der egoistischen Welt. Deshalb glaube ich nicht, dass es nach den Kongressen zu irgendwelchen besonderen Abstiegen kommen wird. Unsere Treffen werden eine andere Form annehmen, die sich in den nächsten Monaten definieren wird.

Die Frage über den Post-Kongress-Abstieg wird sich kaum noch stellen. Wenn jemand dennoch spürt, dass er sich im Abstieg befindet, muss er die Freunde um Hilfe bitten. Und wenn sich die ganze Gruppe im Abstieg befindet, muss sie sich Hilfe von den anderen Gruppen holen, von denen sie abhängt, wie ein einzelner Mensch.

Auf diese Weise müssen sich alle gegenseitig helfen, indem sie die Hand am gemeinsamen Puls halten und dafür sorgen, dass kein einziger Freund untergeht und keine einzige Gruppe derart absteigt, dass der Abstieg nicht mehr dem Ziel dient.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Fragen zu den vergangenen Kongressen“, 20.05.2012

Alles hängt von euch ab

Das Durcheinander im Kopf,  das nach der Lektion bleibt, ist gut. Ihr habt eine Menge Zustände erlebt und wisst nicht weiter.

Kommt doch am Abend zu unserem Workshop und besprecht zusammen eure Zukunft. In dem Maße der Verbindung bekommt ihr die Antwort. Anders kann nichts offenbart werden.

Wollen wir hoffen, dass es auch geschehen wird. Lasst uns im Laufe des Tages vorbereiten, mehr daran denken, allen anderen Gedanken loswerden – um maximal vorbereitet auf die Vereinigung mit den Freunden zu kommen.

Erwartet nichts von mir. An meiner Stelle kann jeder andere sitzen – alles hängt nur von der Einheit der Freunde ab. Natürlich, werde ich mich bemühen, den Lauf des Workshops zu lenken, aber alles hängt von euch ab.

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Vorwort zur Talmud Esser HaSefirot“, 20.05.2012

Sich mit den Zähnen festklammern oder wie Zahnräder verbinden

Um mit dem Schöpfer im Gleichgewicht zu sein, um mich mit ihm zu verbinden, muss ich mich verändern. Wie ist das möglich? Immerhin ist Gleichgewicht Ähnlichkeit.

Um das zu tun, wird uns eine Umgebung gegeben. Das Gleichgewicht mit dem Schöpfer erreicht man, indem man mit der Umgebung ins Gleichgewicht kommt, in der man ihn entdeckt. Die Reshimot (Erinnerungen), die innerlich erweckt werden, schenkt mir die Gruppe, und meine Arbeit wird echt, jetzt beschäftige ich mich mit etwas vertrautem, alles wird unter Freunden aufgeklärt.

Wie ist es möglich, mit der Gruppe ins Gleichgewicht zu kommen? Durch wechselseitige Garantie, die die ausgleichende Kraft, das Gesetz des Gleichgewichts ist.

Gemäß diesem Gesetz ist die ganze Welt untereinander verbunden, genau wie Zahnräder in einem bestimmten System. Keines der Zahnräder kann sich unabhängig drehen, ohne all die anderen Räder mitzudrehen und von ihnen gedreht zu werden. Das ist genau wie bei zwei Kupplungsscheiben, wenn sie einander berühren.

Aber ein Entwicklungsgesetz arbeitet in diesem Mechanismus. Zunächst wird das Kupplungspedal herutergedrückt, und die Verbindung zwischen ihnen ist noch schwach. An diesem Punkt stören wir einander nicht, sondern helfen uns eher, wenn wir uns drehen und nicht spüren, dass wir zu einem Ganzen verbunden sind. Die Staaten und Nationen sind getrennt; einige wissen nicht einmal, dass es andere gibt.

Mit der Zeit wächst das innere Ego, und die Zahnräder werden enger verbunden. In anderen Worten wird das Kupplungspedal losgelassen, und die Scheiben nähern sich einander zunehmend, bis sie sehr eng verbunden sind. Auf diese Art entwickelt sich die gesamte Menschheit hin zu wechselseitiger Zusammenarbeit: Länder bauen Verbindungen auf, neue Kontinente werden entdeckt, der internationale Handel und die Industrie blühen, Gesellschaften wandeln sich, die Anzahl unterschiedlicher Berufe wächst, und die Leute werden in steigendem Maß voneinander abhängig, bis sie völlig voneinander abhängig sind.

Diese Entwicklung ist sehr schwierig, da das Ego und die Reshimot, die sich entwickeln, uns enger zusammenbringen und bedrängen, bis an einem bestimmten Moment diese allzu enge Verbindung uns zu beunruhigen beginnt. Wir können uns nicht voneinander loslösen, um ohne einander zu leben, selbst wenn wir das möchten. Daher bringt uns die Natur, der Schöpfer in einen neuen Zustand, in dem wir entdecken, dass wir nicht mehr auseinanderbrechen können. Wenn wir nicht die richtige wechselseitige Verbindung unter uns herausfinden, dann zerstören wir uns vielleicht selbst.

Die wechselseitige Garantie verpflichtet uns, wechselseitig füreinander verantwortlich zu sein. Wir sind wie Zahnräder: Jedes Rad, das sich dreht, dreht all die anderen mit. Das Kupplungspedal wird losgelassen und die Scheiben kommen zueinander, die Zähne greifen ineinander und wir finden uns alle in einem riesigen, miteinander verbundenen System wieder, das keinem einzigen Zahnrad erlaubt, sich frei zu drehen. Jetzt müssen alle anderen ihm zustimmen, bezüglich der Richtung und der Geschwindigkeit übereinstimmen. Ohne diese Übereinstimmung wird keiner in der Lage sein, sich zu bewegen.

Schließlich wird jeder eine „seltame Hand um seinen Hals“ entdecken. Stell dir jemanden vor, der an eine Infusion angeschlossen ist, ohne die er vielleicht stirbt, aber einige Billionen Zapfstellen sind in den Schlauch eingebaut, in dem die lebenswichtige Flüssigkeit fließt. Jeder kann seinen eigenen Zapfhahn öffnen, und das war´s dann, das ist das Ende.

Wir werden bald spüren, dass wir in einer sehr unangenehmen Lage sind. Deshalb wird uns die Weisheit der Kabbala im Voraus offenbart, um unser Leben auf die neuen Bedingungen vorzubereiten. Schließlich ereignet sich alles zum Zweck der Korrektur; die Frage ist nur, wie wir diese ganze Sache betrachten können. Wenn wir im Voraus wissen, dass alles geschieht, um der Suche nach der richtigen wechselseitigen Verbindung zwischen uns zu dienen, was gegenseitige Garantie bedeutet, dann werden die Zahnräder so angeordnet, wie sie sein sollten, und sie werden sich in die richtige Richtung drehen, in Harmonie. Darüber hinaus wird das wechselseitige Balance ihnen helfen, mit der allgemeinen Kraft ins Gleichgewicht zu kommen, die sie in ein System einschließt zusammen mit dem Schöpfer. Auf diese Art wird die Welt die erhoffte Korrektur erreichen.

Auszug aus dem ONE  Kongress in New Jersey 12.05.2012, Unterricht 3

Der Kongress endet nie

Frage: Wie können wir von heute an den Zustand eines permanenten Kongresses in uns aufrechterhalten?

Meine Antwort: Ein Kongress ist ein Sprung mittels der Verbindung. Und wenn wir einmal die Woche eine verbindungsfördernde Übung durchführen, indem wir intensive Workshops, sogenannte „Freundesversammlungen“, veranstalten, werden wir möglicherweise keine Kongresse mehr zum Vorankommen brauchen. Wir werden von Woche zu Woche aufsteigen und uns zwischen diesen Versammlungen auf das nächste Treffen vorbereiten.

Alles hängt von der Vorbereitung ab, die bestimmt, welche Verbindung wir auf dem Workshop erreichen können. Wir brauchen ein großes Verlangen, die Erkenntnis der Wichtigkeit, der Einzigartigkeit eines solchen Treffens als einer besonderen Handlung – der einzigen Methode, wie wir den Ort für die Enthüllung des Schöpfers erschaffen können.

Von Woche zu Woche werden wir in dem Gefühl der sich nähernden Freundesversammlung und jeden Tag in Erwartung des Unterrichts leben. Vor dem Unterricht kann man sich genauso wie vor dem Workshop fühlen. Dieser kann mit der gleichen Intensität verlaufen, denn während des Unterrichts ist die Rede von der gleichen inneren Arbeit, nur mit etwas anderen Worten. Im Grunde genommen wird das gleiche Thema besprochen – die Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen: wo sie stattfindet und unter welchen Bedingungen.

Von diesem Blickwinkel müssen alle unsere gemeinsamen Handlungen betrachtet werden, was auch immer wir tun mögen. Alles hängt davon ab, wie sehr der Mensch jede Möglichkeit, die sich ihm bietet, schätzt. Daher macht es keinen Sinn, auf Kongresse zu warten, wenn es keine Vorbereitung von Unterricht zu Unterricht, zwischen den wöchentlichen Freundesversammlungen und von Kongress zu Kongress gibt.

Anderenfalls wird der große Kongress an sich keinen Nutzen bringen. Er wird eine vorübergehende Erweckung hervorrufen, jedoch zu keinem Aufstieg führen. Wenn der Mensch ohne eine vorausgehende Begeisterung kommt, verdient er keinen Aufstieg, keine größere Verbindung. Denn er hat sich nicht darauf vorbereitet, hat es nicht angestrebt, hat kein Verlangen danach. Er wird sich einfach von allen anderen begeistern lassen, jedoch keine konkrete Realisierung erreichen.

Daraus folgt, dass wir uns von Kongress zu Kongress begeistern lassen, dann aber wieder abstürzen. Die Begeisterung muss aber bereits vor dem Kongress herrschen und der Kongress selbst muss eine Stufe aufwärts sein. Auf diesem Kongress ist es uns ein wenig gelungen. Nachdem wir aber zur nächsten Stufe aufgestiegen sind und uns in einem Abstieg, Enttäuschung, Nebel wiedergefunden haben, müssen wir unverzüglich damit beginnen, uns auf die nächste Versammlung vorzubereiten. Und diese Versammlung kann sowohl der nächste Unterricht als auch die wöchentliche Versammlung oder aber ein großer Kongress sein.

Alles wird von der Vorbereitung bestimmt. Es darf keine tote, leere Zeit geben, in der ich einfach nur sitze und warte – ich muss entweder das Verlangen vergrößern oder es in der Vereinigung realisieren.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Fragen zu den vergangenen Kongressen“, 17.05.2012

Abstieg gibt es nur im Aufstieg!

Frage: Wie können wir besser mit der Gruppe umgehen und effektiver zusammenarbeiten, um unsere Abstiege zu verringern?

Meine Antwort: Es ist unmöglich, Abstiege zu vermeiden. Wir müssen sie vollständig spüren, aber unter der Bedingung, dass wir uns ständig über sie erheben. Das bedeutet, dass ich den Abstieg im Aufstieg fühlen muss! Es bedeutet, dass ich nicht das „Minus“ selbst fühle, sondern das „Minus“ in dem Ausmaß empfinde, indem ich darüber hinaus zum Plus hin aufsteigen muss.

Das ist der Technik ähnlich, mit der wir nicht den elektrischen Widerstand selbst messen, sondern nur seine Widerstandskraft auf den elektrischen Strom. So messen wir ihn. Wir messen das Phänomen selbst und nicht das Wesen des Gegenstandes, in dem es geschieht, denn das Phänomen selbst ist nicht greifbar.

Daher sehnen wir uns immer danach, aufzusteigen, und in Bezug dazu messen wir unsere Abstiege. Wir wachsen ständig über sie hinaus. Ich fragte dazu auf dem Workshop während dem Kongress in Nordamerika: „Woher kommt der gute Trieb?“ Er existiert nicht für sich genommen, da der Schöpfer keine zwei unterschiedlichen Neigungen geschaffen hat. Wenn wir den Hang zum Bösen korrigieren, wandelt er sich in die Neigung zum Guten. Das Vorhandensein der zwei Triebe in einem Menschen zeigt an, dass er Erfolg damit hatte, einen Teil seines bösen Triebes in einen guten Trieb umzuwandeln.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabasch, 15.05.2012

Die reifen Früchte des Kongresses

Frage: Nach dem Kongress habe ich ein Gefühl, dass alles wie ein Traum war, und es ist schwierig, zu verstehen, was geschehen ist. Wie würden Sie die Resultate des Kongresses zusammenfassen?

Meine Antwort: Das ist nicht leicht. Wenn Sie Rabasch gekannt hätten, würden sie wissen, wie verschlossen er war, sich selbst verbarg und nicht wünschte, jegliche Erklärungen außer den allernötigsten zu geben. Trotzdem ist klar, dass er seinen Studenten so viel wie möglich geben wollte, wie geschrieben steht, „Eine Kuh möchte mehr nähren, als das Kalb zu saugen vermag.“

Aber das Problem ist der Grad an Bereitschaft des Studenten. Der Lehrer kann ihm keine „unreife Frucht“ geben, weil ihn das verletzen würde, statt eine Hilfe zu sein, und ihn zu einem Stillstand, einem Abstieg, Verwirrung bringen würde, und dann würde es ihn lange Zeit und große Bemühungen kosten, aus diesem Zustand wieder herauszukommen. Jeder würde dafür teuer bezahlen – sowohl der Lehrer als auch der Schüler und ebenso diejenigen, die sich mit ihm zu einem System verbinden müssen. Dies ist eine sehr komplexe Berechnung.

Deshalb steht geschrieben, „Ziehe einen Jungen auf seine eigene Weise groß.“ Das heißt, der Lehrer sollte dem Schüler nicht entsprechend dessen kindlicher Forderung „Gib mir!“ geben. Sondern er sollte das korrekt und wissentlich tun, so wie es seinem Entwicklungsniveau gut tut.

Offensichtlich ruft das ständig Druck in der Beziehung zwischen dem Lehrer und den Schülern hervor. Sie rufen dem Lehrer zu „Gib uns!“. Sie verstehen nicht, dass er ihnen nur die Methode geben kann, aber nicht die tatsächliche Füllung. Sie werden die Füllung selbst empfangen müssen, indem sie diese Methode auf sich selbst anwenden.

Deswegen glauben manche Leute nicht, dass sie gute Fortschritte machen. Manche können diese Methode nicht begründen und wahrnehmen. Oder sie verstehen sie vielleicht mit ihrem Geist, sind aber nicht bereit, ihr im Herzen zuzustimmen. Infolgedessen fangen sie an, den Lehrer nicht zu beachten, die Methode, und die Quellen. Und nichts kann dagegen getan werden – so ist das Leben.

Ich denke, dass wir bereits sehr schwierige Stadien überwunden haben, und wer immer danach geblieben ist, von all den tausenden Leuten, die hier durchgegangen sind, wird vorwärtsgehen. Und wer auch immer weggegangen ist, kommt vielleicht noch zurück. Wir warten auf jeden, die ganze Welt, sich uns anzuschließen.

Aber in Zukunft wird es auch keine Wahl geben: Alle neuen Stufen werden immer von der Seite der Gefäße her enthüllt werden, unerfüllte Verlangen. Deshalb müsst ihr nur den Rat der Quellen und vom Lehrer genau ausführen, und nach der Verwirklichung dieses Rates werdet ihr Antworten und Erfüllung selbst bekommen! Erfüllung kann nicht von oben an einen leeren Ort kommen, wenn es dort kein Gefäß gibt.

Lasst uns hoffen, dass wir nun ein besseres Verständnis dieser Prinzipien und der Reihenfolge unserer Arbeit erlangt haben. Viele neuen Leute haben am Kongress teilgenommen, die noch nicht unsere Erfahrung haben. Aber indem sie sich auf die gemeinschaftliche Einheit einstellen, werden sie diese Prinzipien rasch lernen können, genauso, wie sich jede neue Generation auf die Erfahrung der vorangegangenen verlässt und von ihr empfängt. Und wir werden uns glücklich schätzen, ihnen alles zu geben, was wir haben, so dass sie, wenn sie sich auf unsere Weltgruppe einstellen, augenblicklich so erfahren und kompetent wie wir werden, und sogar noch mehr.

Die Treppe, die in mir wächst hinauf

Frage: Sind wir vor jeder nächsten Stufe verpflichtet, das ihr entsprechende Zerbrechen zu empfinden?

Meine Antwort: Natürlich, anders können wir auf sie nicht hinaufsteigen. Nachdem wir die unkorrigierten Verlangen bekommen, korrigieren wir diese und bauen darauf die nächste korrigierte Stufe.

Diese Stufe existierte früher nicht, wir erschaffen dadurch etwas ganz neues. Wir bekommen nur das Material und bauen daraus die neuen Stufen. Infolge unseres Aufstiegs, erwecken wir in allen Welten das Licht NaRaNCHaY, wobei darin davor nur das schwächste Licht Nefesch leuchtete. Denn wir fügen dorthin unsere Klärungen, Verlangen hinzu. Wir ergänzen das Verlangen des Gebens um das eigene egoistische Verlangen zu genießen, erwecken und korrigieren es.

In uns wird der Mangel enthüllt, den wir folglich korrigieren sollen. In diese Verlangen, die von uns jedesmal um „620“ Mal intensiver, als das ursprüngliche Verlangen, das sich beim Abstieg oben nach unten bildete, empfunden werden, empfangen wir das Licht, das zur Quelle zurückführt, und dann das Licht, das unser Gefäß/Verlangen ausfüllt.

Unabhängig vom Niveau auf dem ich mich gerade befinde, sei es die 30. Stufe von unten oder eine andere Stufe, empfange ich das in „620“ Mal intensivere Licht, als die Stufe selbst beinhaltet, weil ich dazu das eigene Verlangen, eigenen spirituellen Durst, eigene innere Arbeit hinzufüge. Und so geschieht es auf allen Stufen.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sefirot“ „, 16.05.2012

125 Stufen

Frage: Was stellen 125 spirituelle Stufen dar?

Meine Antwort: Dein ganzes Verlangen zu genießen wird auf 125 Niveaus (entsprechend seiner Dicke und Grobheit) aufgeteilt – inwiefern du grausam, hart sein kannst – vom Nullniveau, das fast unsichtbar ist, und bis zum zügellosesten Wilden in dir, auf dem Niveau der Unendlichkeit.

Es sind 125 Stufen, die wir ausgehend von unserem Zustand bis zur Welt der Unendlichkeit zählen. 5 Welten * 5 Parzufim * 5 Sefirot – auf diese Weise wird HaWaYaH unterteilt.

Wir sollen dieses „Verlangen zu genießen“ korrigieren. Jedesmal erwacht es in einem der 125 Teile, und wird von dir immer intensiver empfunden, wonach du es korrigieren sollst. Deshalb empfindest du eine immer größere Finsternis, die du in der Folge korrigierst, und woraus du das Gewand des Chassadim begreifst, und darin das Licht offenbarst. Denn die Finsternis ist eigentlich das Licht, nur ohne das Gewand des Chassadim.

Anfangs, in der Welt der Unendlichkeit, hatte das Licht kein Gewand Chassadim. Aber nachdem Malchut der Unendlichkeit entschieden hat, nur für das Geben zu empfangen, verschwand das Licht und leuchtet, das heißt, es wacht nun innerhalb des Kli/Gefäßes/Verlangens nur im Gewand Chassadim auf (denn in Wirklichkeit verschwindet es nirgendwohin, wir sagen das nur so). Im Maß des Gewandes empfängst du das Licht. Als ob du ein Lämpchen einer bestimmten Stärke hättest und je nach deren Intensivität die Kraft des Lichts offenbaren würdest, das du empfängst.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 16.05.2012