Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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„Stein“ ist ein unbelebter Zustand

Und du sollst ihn steinigen, dass er sterbe, weil er dich von Gott, deinem  Allmächtigen wegstoßen wollte, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus dem Hause der Knechtschaft. (Tora, „Dvarim“Ree„, 13:11)

Frage: Was heißt „sollst ihn steinigen“?

Antwort: „Stein“ bedeutet, dass Sie auf nichts Rücksicht nehmen außer auf Ihren unbelebten Zustand. Dabei nehmen Sie auch keine Rücksicht auf jegliche Überzeugung des Egoismus, keine Eigenschaften, keine Tricks – und handeln deutlich gemäß der kabbalistischen Methode.

Sie müssen allen Anweisungen genau folgen, weder Ihren Augen noch Ohren, noch dem Verstand trauen. Dieses Leistungsniveau nennt man „domem“, was „Stein“, unbelebtes Niveau, bedeutet.

„Lev a-Even“ (Herz aus Stein) ist eine echte Hinrichtung, da als Stein bezeichnet wird, was nicht zu ändern ist. Sie nehmen Ihre Eigenschaften, die Sie nicht ändern können und verwenden sie, um in sich den bösen Trieb zu töten.

TV Programm „Geheimnisse des ewigen Buches“, 13.07.2016.

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Der Klang der Buchstaben

Frage: Die Buchstaben haben geometrische Formen und spezifische Klänge. Was bedeutet der Klang?

Antwort: Gemäß des fünfteiligen spirituellen Kli (Gefäß) – Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut – sind fünf Gruppen von Klängen zu unterscheiden, die aufgrund folgender Hilfsmittel entstehen: Stimmbänder, Gaumen, Zunge, Zähne, Lippen

Somit ist es möglich, Buchstaben nicht nur aufzuzeichnen, sondern auch sie auszudrücken. Das gleiche gilt für Noten, musikalische Klänge, die Farben des Regenbogens und für alles, was existiert, weil alles in den fünf Teilen des spirituellen Kli seine Wurzel hat.

All das, was in unserer Welt existiert und womit der Mensch arbeitet, ist in diesem System enthalten; auch unsere fünf Sinne: Sehen, Hören, Riechen, Fühlen, Schmecken.

Aus dem Unterricht in Russisch, 17.07.2016

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Das Wunder von Chanukka

Ein Wunder ist eine Verbindung zwischen einer Handlung und einem Ergebnis, das ich nicht verstehe, wenn mein Handeln plötzlich Ursache eines ganz unwahrscheinlichen, aber großartigen Ergebnisses wird. Dies ist der Sinn des Verses: „Ich habe mit angestrengt und ich habe gefunden“. Wir müssen die Anstrengungen während des Studiums machen, also versuchen, alles was dort diskutiert wird, in uns selbst zu finden. Aber was wir finden werden, wird völlig unerwartet sein, auch wenn wir zuvor darüber reden und warten bis es passiert. Wenn wir es dann erhalten, werden wir darüber erschrocken sein, wie unfähig wir zuvor waren, uns korrekt vorzustellen was wir gefunden haben. Dies bezeichnen wir als Wunder.

Was ist das Gefäß mit Öl welches ich anzünden muss? Dies bezieht sich auf die Eigenschaften, die ich in mir selbst finden muss. Das Öl ist mein Wille zu Empfangen. Ich muss verstehen, wie ich dieses Entzünden kann, wie ich darin einen neuen Docht erschaffe, dieser sich dann durch meine Anstrengungen nach außen richten kann. Der Docht ist mein Gegensatz dazu, mein Verlangen direkt zu benutzen, nur für mich selbst zu empfangen. Ich will dieses Verlangen aber in gleichwertiger Weise wie das Licht benutzen. Darum bringe ich einen Docht aus dem Verlangen heraus, das ein kleines Stück meines Verlangens zu Empfangen enthält, aber nur so viel, wie ich fähig bin mich dem Licht anzugleichen und meinen Egoismus zu annullieren. Ich bin bereit diesen für den Nächsten zu nutzen.

Vorerst bin ich nur bereit, einem kleinen Docht zu geben. Und ich muss mich kontinuierlich überprüfen, um sicher zu sein, dass sich dies nicht doch aus Eigeninteresse tue.

Ich denke ständig, dass ich dies erreicht habe, doch es stellt sich heraus, dass dem nicht so ist. Dies geschieht immer und immer wieder, da ich ständig in mir neues egoistisches Verlangen enthülle. So erkenne ich sie nach und nach alle, bis ich schließlich einen kleinen Docht in mir erschaffe, eine dünne Linie (Kav Dak) meiner Verlangen, welche sich von mir bis zum Schöpfer zieht.

Der höchste Punkt oder die Eigenschaft dieses Dochtes ist dem Licht gleich und das ist es, was es zum Erleuchten bringt. Dann scheint die Dunkelheit als Licht.

Wenn ich mir diesen Zustand in mit vorstellen kann, innerhalb meiner Verlangen und Eigenschaften, so bedeutet dies, dass ich mich bereits darin befinde. Dies kennzeichnet die Ankunft von Chanukka, dem Lichterfest. Eine kleine entzündete Kerze in mir, innerhalb meines riesigen egoistischen Verlangens, ist ein kleiner Teil, wo das Geben aufleuchtet.

Dieser Teil des Verlangens sehnt sich danach, gemeinsam mit dem Licht zu genießen, das fähig ist, darin zu scheinen und dies wird meine Seele genannt.

Vorläufig ist sie sehr klein, doch während ich mit der Korrektur meines riesigen Verlangens weitermache, verwandle ich allmählich das gesamte Verlangen in Licht.
Die ganze spirituelle Arbeit liegt darin, all diese Eigenschaften in uns selbst zu finden.

 

Makkabäer gegen Griechen, Runde II

Chanukka eignet sich hervorragend, um über Hedonismus zu sprechen: Gemeint ist die Jagd nach dem schnellen Vergnügen –  ein gesellschaftlicher Wert, den die Griechen (Hellenisten) so emsig verfolgten. Ich würde gerne einen Denkanstoß dazu vorbringen, der manchen Lesern neu erscheinen mag, der aber eigentlich die Basis des jüdischen Gedankengutes ist.

Es ist ja im Prinzip nichts Schlimmes an der Absicht, Freude zu empfinden. Tatsächlich liegt es in unserer Natur, Freude zu empfangen. Die Griechen wussten sehr gut, wie man Unglaubliches aus dem Menschen herausholen konnte. Sie waren Meister darin, sich in Kultur, Sport, Wissenschaft und Architektur zu üben – alles zu unserem Vergnügen.

Ihnen gegenüber standen die Makkabäer. Sie verfolgten einen anderen Ansatz – sie behaupteten nämlich, dass die Natur des Menschen bis zu ihrem Kern hinein verdorben ist, wie geschrieben steht: „Die Neigung im Herz des Menschen ist übel von Anfang an“, und „Die Sünde lauert vor der Tür (der Gebärmutter)“.

Die Makkabäer (oder auch Juden, die sich nicht dem Hellenismus verschrieben haben) hatten an sich keinerlei Einwände gegen Kultur, Wissenschaft oder Technologie als solche. Sie hatten vielmehr etwas gegen den eigennützigen Gebrauch unserer Fähigkeiten und Talente, die eher in der Glorifizierung des eigenen Selbst ihren Höhepunkt findet als in der des gemeinsamen Wohles. Das ist auch der Grund, warum sich die Griechen für Siegertypen begeistern konnten und den Wettbewerb liebten.

Die Juden andererseits übten sich in „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, was ihrem Ideal entsprach. Natürlich gelang die Umsetzung dieses Ideals nicht so umfassend, aber immerhin war es das Ziel, das sie anstrebten.

Nicht, dass die Makkabäer Asketen waren. Auch sie sehnten sich nach dem ultimativen Glückszustand. Doch im Unterschied zu den Griechen wussten sie, dass das tatsächliche Glück in gegenseitiger Kameradschaft und sozialem Zusammenhalt liegt. Wenn man sich als Teil eines größeren Ganzen sieht, erweitert man seine Wahrnehmung proportional zur Größe der Gesellschaft. Das Selbst kann nur ein gewisses Maß an Freude empfinden. Aber ein Selbst, das sich als Teil eines größeren Ganzen wahrnimmt, erlebt Freude sowohl an den eigenen Fähigkeiten, die zugunsten der Gesellschaft genutzt werden als auch an den Beiträgen der anderen Mitglieder der Gesellschaft.

Und wie die Zellen in einem Körper sich selbst erhalten, aber auch zugunsten des ganzen Körpers arbeiten (als würden sie den ganzen Körper wahrnehmen – und vielleicht tun sie das auch), wollten die Makkabäer diese erweiterte Wahrnehmung allen zukommen lassen. Natürlich stand der eigennützige, hedonistische Ansatz dem entgegen. Also konnten diese beiden Anschauungen nicht nebeneinander existieren.

Wenn man sich die heutige Gesellschaft ansieht, scheinen die Griechen klar gewonnen zu haben. Überall hat die Genusssucht Oberhand gewonnen. Der Wettbewerb boomt und die Menschen scheinen mit einer Welt ohne Wettbewerb gar nichts mehr anfangen zu können. Doch möglicherweise gleicht der Sieg der Griechen einem Pyrrhus Sieg: In den meisten Wettbewerbsorientierten Gesellschaften sind Depressionen, alle denkbaren Extremismen und unglaubliche Dekadenz mittlerweile auf dem Vormarsch. Der Wettbewerb führte weitreichend zu Isolation, Entfremdung, Einsamkeit, Melancholie oder radikalen Ansichten.

Wir sollten nun zu den Idealen der Makkabäer zurückkehren: Zur Kameradschaft, und noch wichtiger: Zu sozialem Zusammenhalt. Einfacher ausgedrückt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Wieder blicken alle Augen auf die Juden. Und wieder wendet sich die in der Zwischenzeit dem Hedonismus frönende, vor allem Westliche Welt, gegen uns. Antisemiten spüren, dass irgendetwas an uns Juden „schädlich“ ist, doch sie können es nicht auf den Punkt bringen. Also schieben sie die Schuld auf die Existenz des Staates Israels oder gleich auf die Existenz der Juden. Doch unbewusst spüren sie nur, dass wir unseren Job nicht richtig machen.

Und sie haben Recht. Wir schieben unsere Verantwortung – ein „Licht für die Völker“ zu sein, vor uns her. Dieses Licht ist das Licht der Einheit; es ist die einzige Medizin für die aktuellen, facettenreichen globalen Krisen.

Eine Krise in der menschlichen Natur äußert sich in allem. Da die menschliche Natur buchstäblich alles in unserem Leben beeinflusst, versinkt mittlerweile nahezu jeder Bereich, in welchem der Mensch „mitmischt“, im Chaos oder ist auf dem besten Weg dorthin. Es ist längst Zeit, auf die Bremse zu treten! Versuchen wir doch einmal etwas ganz anderes! Versuchen wir doch einmal Liebe und Zusammenarbeit! Und Gemeinschaft!

Wir müssen nicht verbergen, wer wir sind und was wir auf dem Gebiet der Wissenschaft, Technik oder Kultur erreicht haben. Wir müssen all dieses Wissen nur anders anwenden. Wir müssen eine Umgebung des Gebens erschaffen. Selbst der Reichste auf der Welt kann sich in der heutigen Welt nicht sicher fühlen. Doch in einer Gesellschaft der gegenseitigen Fürsorge kann sich sogar der Ärmste oder Schwächste sicher und glücklich fühlen.

Nur wir Juden haben den Schlüssel für eine solche Verbindung, denn nur wir haben sie jemals erfahren. Damals in den Zeiten der Makkabäer und vor der Zerstörung des Tempels lebten wir nach dem Prinzip der Nächstenliebe! Wir waren eine Gesellschaft der gegenseitigen Fürsorge, die sich einst am Fuß des Berges Sinai gegründet hatte und die sich nach jeder Fehde erneuern konnte. Nun ist es Zeit, diese Verbindung wiederzubeleben und sie mit der Welt zu teilen. Die Welt braucht genau das! Die Welt wird diese Verbindung von niemandem anderen bekommen als von uns! Wir müssen endlich erwachen und sie weitergeben. Denn das ist es, was mit „ein Licht für die Völker“ zu sein, gemeint ist. Und es gibt keinen günstigeren Zeitpunkt dafür als das Fest des Lichtes – Chanukka.

Ein frohes Fest des Lichtes an Sie alle!

Kehr nicht um!

Und allen ihren Raub sollst du sammeln mitten auf die Gasse und mit Feuer verbrennen, die Stadt und allen ihren Raub miteinander, dem HERRN, deinem Gott, daß sie auf einem Haufen liege ewiglich und nie wieder gebaut werde. [Tora, „Deuteronomium“, „Ree“, 13.17] Der Mensch wird nie in der Lage sein, egoistische Absichten wieder zu verwenden. Er muss alles tun, um nicht zu ihnen zurückzukehren.

Frage: Was bedeutet es: „Und allen ihren Raub sollst du sammeln mitten auf die Gasse und mit Feuer verbrennen“?

Antwort: Die Tatsache ist, dass sich in der Gruppe, die sich mit der spirituellen Arbeit beschäftigt, immer deutlicher die Analyse zwischen Egoismus und Altruismus enthüllt. Die Menschen sehen, dass alle bisherigen Absichten, die ihnen zuvor als gute, richtige, und dem Ziel der Vereinigung dienlich erschienen waren, in der Tat egoistisch sind. Als Stadt ist unser gemeinsames Verlangen gemeint.

Und „…daß sie auf einem Haufen liege ewiglich und nie wieder gebaut werde“ bedeutet, nie in den vorherigen Zustand zurückzukehren. So gehen wir in Richtung endgültiger Korrektur.

Aus der TV Sendung „Geheimnisse des ewigen Buches“, 20.07.2016.

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Der Glaube in Kabbala und der Glaube in der Religion

Frage: Was ist der Unterschied zwischen dem Glauben in Kabbala (Glaube über Verstand) und dem Glauben in Religion?

Antwort: In der Kabbala bedeutet Glaube die Macht über den eigenen Egoismus. Sie entsteht bei einem Menschen aufgrund der Einwirkung des Or Makif, des umgebenden Lichtes.

In der Religion ist Glaube eine psychologische Gewissheit bezüglich etwas, das nicht bestätigt ist.

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Blitzantworten des Kabbalisten

Frage: Wie kann man materielle und spirituelle Welten kombinieren?

Antwort: Der Mensch ist das Objekt, in dem beide Welten sich kombinieren.

Frage: Ich bin ein Arzt, und lindere das Leiden der Patienten. Breche ich damit den Plan des Schöpfers? Denn Leiden bringen doch den Menschen näher zum Verstehen des Sinns des Lebens und der eigenen egoistischen Natur.

Meine Antwort: Es wird gesagt, dass dem Arzt das Recht zu heilen gegeben ist und dass er menschliches Leid lindert, ist bereits in der Vorsehung immanent.

Frage: Warum sagt man, dass der Gedanke materiell ist?

Antwort: Weil nämlich der Gedanke unsere materielle Welt baut. Unsere ganze  Welt ist ein Gedanke. Auch wenn Sie mit Astronomen und Kosmologen sprechen, werden Sie hören, dass sie die Natur und Kosmos als Gedanke fühlen. Alles um uns herum ist Gedanke und Absicht.

Frage: Wie kann ich lieben, was der andere liebt? Soll ich ihn einfach fragen oder es ihm geben?

Antwort: Es ist sehr schwierig. Zuerst ist Zimzum Alef nötig – die erste Einschränkung; das heißt, man soll gar keine eigenen Gefühle berücksichtigen. Und dann soll man beginnen, auf die eigenen Gefühle über der ersten Einschränkung zu achten. Dann beginnen Sie, in diesen Gefühlen alle andere zu fühlen.

Frage: Warum ist dem Menschen nicht erlaubt, über seine Vorleben nachzudenken? Oder gibt es die nicht?

Antwort: Eigentlich gibt es keine Vorleben. Dies sind nur die Eindrücke, die aufgezeichnet wurden, so dass wir letztendlich richtige Entscheidung treffen.

Frage: Wie kann man den Ausdruck erklären: „Gott sprach?“ Wie kann er sprechen, wenn er eine Macht ist?

Antwort: Es ist ein Ausdruck seines Willens. Der Wunsch des Schöpfers ist, Seine Schöpfung Ihm anzunähern.

Frage: Die materiellen und spirituellen Welten sind getrennt. Was ist der dünne Faden, der sie verbindet?

Antwort: Es gibt eine Art Pipeline zwischen den beiden Welten, durch die Energie aus der höheren Welt in die untere Welt und umgekehrt fließt. Diese Eigenschaft heißt Zeir Anpin. Die Höhere Welt heißt Bina, die untere Welt heißt Malchut, und Zeir Anpin befindet sich in der Mitte zwischen ihnen.

Frage: Muss man sich mit der Idee vertraut machen, dass man keinen Körper besitzt? Oder muss man warten, bis dies eindeutig in den Empfindungen zum Ausdruck kommt?

Antwort: Es sollte erscheinen, denken Sie sich bitte nichts aus! Wenn Sie von mir die richtige Empfehlung erhalten möchten, sollten Sie in der Gruppe nur nach unserer Seminarmethode arbeiten, und dann sehen Sie, wie Sie sich vorwärtsbewegen.

Frage: Warum hatte ich bei meiner ersten Begegnung mit der Religion weniger Widersprüche als jetzt?

Antwort: Weil Religion eine egoistische Methode ist, die dem Menschen suggeriert: „Arbeite für mich und nach dem Tod kommst du in die höhere Welt.“ Die Kabbalah meint, dass die Religion dem  Menschen nicht erlaubt, sich richtig zu entwickeln.

Religion ergab sich aus der Tatsache, dass die Menschen begannen, die Kabbalah egoistisch zu nutzen und zu interpretieren.  Deswegen erschienen statt der Kabbalah zuerst Judentum, dann Christentum und nachher Islam.

Frage: Wenn der Mensch den sechsten Sinn nicht entwickelt, wird er dann wiedergeboren? Immerhin möchte man nicht noch einmal alles von vorne durchmachen sondern für immer in der höher Welt  bleiben.

Antwort: Ich denke, dass wir, wie Baal HaSulam schreibt, bereits in dem Zustand der letzten Generation sind. Wir möchten  uns maximal anstrengen. Sie werden sehen, dass der höchste Aufstieg vor uns liegt. Ich lade Sie ein! Wir helfen einander, ihn gemeinsam zu meistern.

Aus der Lektion in Russisch, 21.02.2016.

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In der spirituellen Arbeit gibt es keine Privilegien

Tora, Deuterononium 12:8 – 12:9: Ihr sollt es nicht so halten, wie wir es heute hier tun, ein jeder, was ihm recht dünkt. Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe und zu dem Erbteil gekommen, das euch der Herr, euer Gott, geben wird.

Ein Mensch – der vierzig Jahre durch die Wüste wandert, in die korrekte Arbeit eintritt mit seinem Wunsch, der „Eintritt in das Land Israel“ genannt wird, und der dieses Land („Aretz“ vom Wort „Ratzon“ Wunsch) zum Geben und zur Liebe hin neu ordnet, indem er dem Schöpfer dient – beginnt im Verlauf seiner Entwicklung schließlich seine früheren Fehler und Missverständnisse zu verstehen.  

Er begreift, wie er von Oben geführt wurde. Der Schöpfer schickt ihm absichtlich Fehler und Missverständnisse, damit er alle Probleme sehen möge und die richtigen Handlungen durch sie macht. Es ist unmöglich, etwas zu enthüllen, wenn man vorher keine Fehler gemacht hat. Schließlich ist es für ein korrektes Verständnis der Dinge notwendig, dass man sie von beiden Seiten sieht: richtig und falsch.

Frage: Heißt das dann, dass das, was mir als korrekt erscheint, falsch ist?

Antwort: Wir geben den Menschen nur die Methode der Korrektur, aber wir beschäftigen uns nicht damit, was und wie er etwas durchmacht. Niemand hat das Recht, sich in die inneren Probleme, Korrekturen, Gefühle und Gemütsbewegungen eines anderen Menschen einzumischen – niemand, noch nicht einmal der Lehrer! Du schaust dir das von der Seite an, du beobachtest das alles, du begreifst, dass er sich nur auf diese Weise und auf keine andere entwickeln kann, und du wartest zehn Jahre, zwanzig Jahre oder dreißig Jahre. Natürlich finden in einem Menschen ständig Veränderungen statt, aber du kannst da nicht eindringen und vorschlagen: „Lass mich das tun, oder lass mich das für dich beenden“.

Es gibt viele Arten von Unterstützung und Hilfe vom Lehrer, worüber der Student nichts weiß, weil sie nicht explizit als solche vorgetragen werden. Im Gegenteil, dem Studenten scheint es so, dass er verlassen wurde, dass ihm der Lehrer keine Aufmerksamkeit schenkt usw. Das war auch für mich schlimm. Ich habe gelitten, mir Sorgen gemacht, war gestresst und ich konnte überhaupt nichts tun, und Rabash hat mir ins Gesicht gelacht.

Frage: Sie waren ihm doch sehr nahe.

Antwort: Das bedeutet überhaupt nichts. Die spirituelle Arbeit bleibt spirituelle Arbeit. Es gibt keine Privilegien oder Handlungen vom Lehrer, um dem Studenten zu helfen. Ansonsten würde der Student diese Arbeit nicht machen wollen. Er muss mit all seinen Wünschen und Eigenschaften unabhängig sein und sie korrekt benutzen, hundert Prozent zum Geben hin. Aber das alles hängt von der Hingabe des Studenten an den Lehrer, die Gruppe und das Ziel ab. Durch sie erreicht der Mensch die Hingabe zum Schöpfer.
Aus KabTV “Geheimnisse des Ewigen Buches” 6/30/16

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Was ist der Gegenstand der Vereinigung für uns?

Frage: Sie sprechen immer über Vereinigung, über die Annäherung der Menschen und über die Einheit. Daraus folgt, dass „Liebe deinen Freund wie dich selbst“ (Leviticus 19:18) kein Satz ist, der sich wie die Religionen mit Moral beschäftigt; vielmehr handelt es sich um eine neue Art der Wahrnehmung der Wirklichkeit. Ist es daher notwendig, sich näher zu kommen und sich nicht nur gegenseitig zu lieben?

Meine Antwort: Wir brauchen uns nicht nach dem Prinzip „Du für mich und ich für dich“  näher kommen und kooperieren, um gut zu sein. Nein. Wir müssen uns allmählich von unseren Eindrücken dieser Welt lösen. Wir sollten verstehen, in welche Art System wir eintreten können und dass das kollektive Bewusstsein, das wir in unserer Welt erreichen können, tatsächlich perfekt ist und uns zu einer anderen Wahrnehmung und Empfindung führt. Auf diese Weise erreichen wir die nächste Stufe der Natur, in der niemand existiert und zu der nur ein Mensch aufsteigen kann, da er sich besonders gegen seinen Egoismus stellt. Ein Mensch kann auf die nächste Stufe aufsteigen, wenn er spürt, dass er in einer ewigen und perfekten Dimension lebt.

Aus einer Lektion in russischer Sprache 10/7/16

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Blitz Antworten vom Kabbalisten

Frage: Das Konzept eines Schöpfers erscheint verdächtig. Woher bekommt eine Person das Streben nach Individualität, Exklusivität und Freiheit?

Meine Antwort: Das Streben nach Individualität und Freiheit ist in uns vom Schöpfer gegeben, damit wir diese besondere Individualität, Exklusivität, Freiheit, Ewigkeit und Absolutheit erreichen.

Frage: Kann man sagen, dass jede Person auf ihr eigene Weise ein Schöpfer ist?

Meine Antwort: Jeder Mensch kann zu Schöpfer werden, gemäss seiner Ähnlichkeit mit dem Schöpfer.

Frage: Können wir selbst unsere eigenen Lebenserreignisse ändern?

Meine Antwort: Wir können alle Ereignisse des Lebens und ihre Hauptfolgen verändern, wenn wir auf uns die Auswirkungen des so genannten korrigierenden höheren Lichtes beziehen (Or Makif).

Frage: Wie kann man in der materiellen Welt existieren und dabei doch altruistisch bleiben?

Meine Antwort: Sie werden damit aufhören, sich mit der materiellen Welt zu verbinden, das heißt, Sie werden vollständig Ihre Einstellung dazu ändern.

Frage: Wo befindet sich die Information über die Formen und Eigenschaften von biologischen und nicht biologischen Arten? Sind die Informationen über die nichtspirituellen Formen und Eigenschaften mit der Seele des Menschen verknüpft?

Meine Antwort: Die Informationen über alle physikalischen Formen ist in der Materie selbst eingeprägt uns die Auswirkung dieser Materie kommt aus dem umgebenden spirituellen Raum.

Frage: Gibt es in der Geschichte Kabbalistininnen?

Meine Antwort: In der Geschichte gab es viele Kabbalistininnen. Heute dürfte es noch viel mehr geben. In der Kabbala gibt es keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen.

Frage: Warum gibt es heute so wenig von bekannten Kabbalisten, wenn Sie es behaupten, dass jetzt die ideale Voraussetzungen für die Entwicklung der Kabbala sind?

Meine Antwort: Heute haben wir in der Tat die idealen Bedingungen für die Entwicklung der Kabbala. Sie geht an die Massen, wird sehr weit verbreitet. Ein Beispiel dafür ist Ihre Teilnahme an unserem Gespräch. Und das ist nur der Anfang, denn wir sind die erste Generation, die Kabbala verbreitet.

Frage: Warum sind Sie an der Essenz der anderen Lehren nicht interessiert?

Meine Antwort: Weil sie sich nicht mit dem Aufstieg unserer Natur befassen.

Frage: Ist eine Krankheit eine Strafe?

Meine Antwort: Eine Krankheit ist eine Genesung, Reinigung.

Frage: Ich möchte nur reines Vergnügen vom Leben bekommen, wird mir die Kabbala dabei helfen?

Meine Antwort: Ja. Die Kabbala bringt Sie zu dem absoluten Vergnügen!

Von der Lektion auf Russisch, 20.03.16.

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