Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wunsch'

Finden der Gleichgewichtsformel

Frage: Wie sollte ein Mensch seine Wünsche nutzen?

Antwort: Ein Mensch sollte verstehen, dass seine Wünsche in ihrer ursprünglichen egoistischen Form falsch eingesetzt werden. Sie sind ihm von Natur aus angeboren, aber er muss lernen, sie richtig einzusetzen.

In der Natur ist alles im Gleichgewicht, in Harmonie geschaffen. Jeder nimmt genau so viel, wie er nach der Gleichgewichtsformel benötigt.

Wenn ich diese Formel finde, weiß ich, was und wie viel ich zu mir nehmen muss, damit ich meine Wünsche optimal erfüllen kann.

Ich werde dann nicht von der mich umgebenden Gesellschaft lernen, wie ich irgendwelchen unwichtigen, virtuellen Werten, die keinen Wert haben hinterherjage. Nur weil die Gesellschaft diese Werte schätzt und denkt, dass sie modisch sind, müsste ich mich umbringen, um das gleiche Niveau der Mode zu erreichen.

Wenn ich weiß, dass ich mich nicht mit Trendsettern und anderen Verlangen vergleichen muss, sondern von der Natur lerne, was ich zu beachten habe, dann werde ich die beste, optimalste, schönste Stufe des Lebens erreichen. Unbewusst spüren wir das bereits.

Frage: Aber wie ist das möglich?

Antwort: Nur wenn wir die Natur erforschen und herausfinden, wo in ihr diese Werte, diese Gesetze stecken, können wir mit ihr in Kontakt treten und empfangen dann ausschließlich gute Signale von ihr.

Aus der Fernsehsendung „ Nahaufnahme“, 19.08.2009

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Warum Verbindung wichtig ist

Im März 2009, in Folge der Finanzkrise der Großen Rezession, bot der Wirtschaftswissenschaftler Mark Vitner der Associated Press eine greifbare Beschreibung der unausweichlichen Verflechtung der Menschheit an: „Es ist, als würde man versuchen, Rührei zu entwirren. Es ist nicht so einfach möglich. Ich weiß nicht, ob es überhaupt machbar ist.“

Wenn wir heute die Welt um uns herum betrachten, stellen wir fest, dass alles noch mehr miteinander verbunden ist als im Jahr 2009. Sie können nichts herstellen, vom Bleistift bis zum Flugzeug, ohne Produkte aus der Hälfte der Länder der Welt zu beziehen. Und für diejenigen unter uns, die immer noch nicht davon überzeugt waren, dass dies so ist, hat die Covid-19-Pandemie gezeigt, dass eine Infektion überall eine Infektion ist.

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Wahre Gleichheit

Die Forderung nach Gleichberechtigung steigt nur von Generation zu Generation. Die Lösung dieses sozialen Unbehagens scheint das Rezept zu sein, um Diskriminierung und Ungerechtigkeiten zu verhindern, die in unserer Zeit so häufig vorkommen. Was muss also geschehen, damit wir in Frieden miteinander leben können?

Gleichheit ist ein trügerischer Begriff, denn von Natur aus sind wir alle unterschiedlich. Jeder hat seine eigenen Bedürfnisse und Eigenheiten, so dass die Erwartung, gleich behandelt zu werden wie jemand anderes, durchaus problematisch ist. Schließlich kennen wir in der Regel die Bedürfnisse der anderen Person nicht und selbst wenn wir die Absicht haben, uns in die Lage eines anderen hineinzuversetzen, wird es uns schwer fallen, dies zu erreichen, da unsere eigenen Bedürfnisse für uns immer Priorität haben.

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Frauen können die Welt richten

Ob unser globales Haus steht oder in völliger Zerstörung auseinanderfällt, hängt von den Frauen ab. Die weibliche Kraft ist eine einigende Macht und eine Führungsrolle hat, die in diesen kritischen Zeiten so nötig ist, während die Welt langsam versucht, nach einer langen Zeit der COVID-19-Pandemie wieder auf die Beine zu kommen. Frauen waren im Epizentrum der Pandemie, nicht nur in den vordersten Reihen der Gesundheitsdienste, aber auch besonders hart vom Verlust der Arbeitsplätze betroffen. Doch dies könnte die Chance für einen Neuanfang sein, um eine ausgewogenere Gesellschaft zu gestalten.

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Die stärkste aller Kräfte

Ob in Partnerschaften, bei der Arbeit, in der Gesellschaft, im eigenen Land oder auf der ganzen Welt, kann man in den verschiedensten Beziehungen und auf jeder beliebigen Stufe Macht, Ausbeutung und Kontrolle beobachten. Woher kommt das und wie können wir mit diesen zerstörerischen Impulsen besser umgehen?

Das Material, aus dem wir gemacht sind, ist das Verlangen zu genießen. Deshalb setzen wir ständig Normen, die eine übermäßige Aktivierung unseres Verlangens zu empfangen auf Kosten anderer als zwanghaft und untauglich definieren. Im Gegensatz zu Tieren, die nach dem Instinkt handeln, hat die Natur dem Menschen die Freiheit der Wahl gegeben, zu entscheiden, wie er andere innerhalb der Gesellschaft behandelt.

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Was die Götter unserer Welt stürzen wird?

Ein Student stellte mir folgende Frage: „Geld, Sex und Macht sind die Götter, die unsere Welt heutzutage antreiben. Warum geschieht dies so und was wird die Welt verändern?

Hier meine Antwort: Erstens: Unsere Anlage ist der Wunsch, Vergnügen zu empfangen; das ist unsere „Substanz“. Wir nutzen alle Mittel, um diesen Wunsch nach Vergnügen zu befriedigen, wie immer wir es können. Wenn uns eine bestimmte Eigenschaft oder Fähigkeit mehr Befriedigung verschafft, schätzen wir sie entsprechend mehr.

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Wann wird die Rechnung fällig?

Bemerkung: Jonathan Swift sagte „Für all die Begierden und Unterhaltungen werden wir mit viel Leiden und Sehnsucht entlohnt werden – es ist als ob man seine angesammelten Ersparnisse ausgibt,  bevor die Zeit gekommen ist“.

Antwort: Was die Kabbala betrifft, so ist das nicht ganz richtig. Denn ein Mensch wird nicht aus freiem Willen geboren und er kann sich nicht für eine Familie entscheiden. Er weiß nicht, ob er eine wunderbare Erziehung erhält, ohne das ihm  etwas vorenthalten wird, da seine Familie so ist wie sie ist, darum kann man auch nichts von ihm verlangen. Er wurde nach dem Höheren Plan erschaffen.

Frage: Hat er keine Freiheit?

Antwort: Nein, natürlich nicht. Er ist nicht dafür verantwortlich. Erst dann, wenn er eine klare, sichere Möglichkeit hat, sich neu zu orientieren, dann wird er zur Verantwortung gezogen, aber auch nur in dem Maß, wie ihm diese Möglichkeit tatsächlich gegeben wurde.

Alle Menschen, die es in unserer Welt gibt, von reich bis arm, von gesund bis krank, wirklich alle, existieren so wie sie existieren. Es können keine Ansprüche an sie gestellt werden.

Frage: Aber wir stellen immer noch Ansprüche, oder? Wie beurteilen wir Menschen?

Antwort: Sie urteilen nach ihren eigenen Gesetzen. Sie haben die Gesetze erfunden und urteilen danach. Wie kann man Menschen beurteilen?! Was habe ich vom Schöpfer, der mich so schuf? Der Schöpfer hat auch meine Eltern erschaffen, damit sie mich beeinflussen können. Verurteilen Sie mich dafür?

Wer bin ich jetzt? Wo habe ich meinen Punkt -den Punkt der Freiheit, den ich nutzen und aus dem ich mich herausheben kann? Wie kann ich es wissen?

Was hat ein Mensch, das ihm nicht von der Natur gegeben wurde? Wie kann er sich dann selbst verändern? Wenn ich mich ändern muss, dann muss ich ein Druckmittel haben.

Was für einen freien Willen hat ein Mensch? Wie äußert er sich? Es gibt keinen freien Willen. Man kann weder auf eine freie Bewegung, noch auf ein freies Verlangen oder einen freien Gedanken verweisen, die nicht von jemandem, oder von etwas kommen würde. So etwas gibt es nicht! Aus diesem Grund ist kein Mensch frei.

Bemerkung: Bin ich so von Geburt bis zum Tod von der Natur erschaffen worden?

Antwort: Ja, absolut in allem! Sogar bei der Illusion von Freiheit!

Bemerkung: Hier spielt die Natur mit mir, was gibt mir die Illusion von Freiheit?

Antwort: Die Absicht dahinter ist, dass du dich als Mensch fühlst!

Freiheit erscheint erst dann, wenn eine andere, Höhere Kraft im Menschen entsteht, die seiner irdischen Kraft entgegenzuwirken beginnt. Nur im Unterschied zwischen ihnen, in dem Intervall zwischen ihnen, kann ein Mensch Unabhängigkeit von beiden Kräften erlangen und zu seiner freien Wahl kommen. Das trifft dann zu, wenn es ein Bedürfnis nach dem Sinn des Lebens gibt.

Der Sinn des Lebens wird nur auf der Suche nach Unabhängigkeit verstanden. Es geht nicht darum, wie andere zu sein, z.B. reicher. Nehmen Sie die anderen nicht als Vorbild! Sie brauchen sich, ihr „Ich“.

Frage: Ist dieses „Ich“  anders als bei den Reichen oder Armen?

Antwort: Das ist unwichtig, die Hauptsache ist, sich selbst zu finden.

Frage: Beginnt dann die Suche eines Menschen?

Antwort: Ja. Aus dem Verständnis heraus, dass er nicht frei ist, fängt er zu suchen an: Was ist Freiheit? Es entsteht das Gespür, dass die Freiheit in erster Linie darin besteht, sich über seinen Egoismus, der ihn völlig ausfüllt und unterordnet, zu erheben. Obwohl der Mensch diesen Egoismus nicht loswerden kann, möchte er es!

Wenn er es nicht schafft, aber möchte, dann findet er eine Möglichkeit, die Höhere Kraft anzuziehen, die ihm hilft, aus diesem Egoismus herauszukommen. Es entsteht eine äußerst interessante Wendung, die wunderschön ist.

Frage: Bin ich dann an dem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr aus dem Egoismus herauskommen will?

Antwort: Natürlich will ich das nicht! Keiner will das! Auf allen spirituellen Stufen will das niemand.

Frage: Warum will er das nicht, wenn er schon so lange auf dem Weg dorthin ist?

Antwort: Wie war er unterwegs? Ihm war das bislang nicht bewusst. Jetzt, wenn er offenbart, wie egoistisch er ist, kann er es nicht. Wie kann er sich davon trennen?

Frage: Dieser Egoismus ist ihm also sehr wichtig?

Antwort: Ja, er ist die ganze Qual, Ägypten zu verlassen und das Rote Meer zu überqueren.

Frage: Wie geschieht dies?

Antwort: Es passiert, indem man solche völlig unvernünftigen Handlungen begeht, die einen aber herausziehen. Schließlich schreit man: „Ich will es nicht, ich will es nicht!“ – dann ist es aber zu spät.

Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 18.05.2020

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Was wird für spirituelles Wachstum benötigt?

Frage: Was wird für spirituelles Wachstum benötigt?

Antwort: Die wichtigste Voraussetzung für spirituelles Wachstum ist der Wunsch.

Spirituelles Wachstum bedeutet das ich verstehe, wer ich bin, wofür ich existiere, wie sich alles um mich dreht, wie ich daran teilhaben kann; wie ich etwas erreichen kann, was ewig, vollkommen und wahr ist; wie ich das Netzwerk der Kräfte, welche die Welt beeinflussen und das Geheimnis der Welt enthüllen kann.

Es ist alles ein Wunsch, die Natur (den Schöpfer) zu verstehen. Wenn sich ein Mensch in solch einem Zustand befindet, dann bestimmt dieser Zustand seine gesamte Entwicklung.

Es hängt davon ab, wie viel er seit seiner Kindheit über den Sinn des Lebens nachdenkt: warum uns das Leben gegeben wurde und warum andere Menschen nicht darüber nachdenken. Er schaut sich um und versteht nicht, warum das weltliche Getue die Menschen so beschäftigt. Was haben sie davon? Wie kommen wir dazu, dass der Mensch anstatt von diesen kleinen, eitlen Dingen etwas Vollkommenes und Ewiges begreifen könnte?

Wenn ein Mensch einen solchen Wunsch hat, dann macht er sich auf den Weg zur Spiritualität.

Frage: Wie hängen Fragen nach dem Sinn des Daseins mit dem spirituellen Netz der Kräfte zusammen? Es handelt sich doch um eine andere Dimension.

Antwort: Nein, es gibt hier einen direkten Zusammenhang. Das spirituelle Netzwerk der Kräfte baut sich durch das Geben,  durch gegenseitige Verbindung, der Liebe, dem Heraustreten aus sich selbst auf. Dieses spirituelle Netzwerk basiert auf die selben Fragen.

Das heißt, die Fragen bleiben gleich. Ihre Lösung kann man nur durch die Entwicklung der Eigenschaft des Gebens finden. Man nimmt nicht alles in sich auf, sondern im Gegenteil- man tritt aus sich selbst heraus. Dort, außerhalb von dem egoistischen Wesen, befindet sich alles andere. Das ist der richtige Weg.

Aus dem russischen Unterricht, 25.11.2018.

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Um in den Garten Eden zu kommen

Frage: Wenn die ganze Welt für mich geschaffen ist und in mir ist, wie kommt es dann, dass das Leben ein Kampf ist und es mir so vorkommt, als wäre die ganze Welt gegen mich?

Antwort: So wurde es absichtlich geschaffen damit wir als Egoisten diese Welt zum Gegenteil korrigieren, indem wir uns selbst verändern. Das ist alles.

Die Welt ist ein Spiegelbild unserer inneren Eigenschaften. Sobald wir uns selbst verändern, wird sich auch die Welt um uns herum wandeln. Wir werden uns in einer Welt wiederfinden, die „Garten Eden“ genannt wird. Es ist tatsächlich unser Wunsch, der von egoistisch zu altruistisch korrigiert wurde. Wir sind dem Schöpfer absolut ähnlich geworden, es ist der Wunsch, der mit Licht erfüllt ist und sich in einem Zustand der Ewigkeit und Vollkommenheit befindet.

Wir können das noch in unserer Welt, in unserem Leben erreichen. Alles liegt vor uns und hängt nur von der richtigen Bitte ab.

Aus dem Unterricht, 04.11.2018

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Die Wurzel unseres Lebens kennen

Frage: Welche Kraft treibt uns an, die Antwort auf die Frage „Was ist der Sinn des Lebens“ zu finden? Es wäre schön, diesen Unsinn aus dem Kopf raus zu schmeißen und ein erfülltes Leben hier und jetzt zu führen und zu genießen. Was treibt uns an, das herauszufinden?

Antwort: Es hängt nicht von dir, sondern von der Wurzel deiner Seele ab.

Im Menschen, gibt es neben dem Wunsch, diese Welt, dieses Leben zu genießen, besser als andere, stärker, respektvoller zu sein, einen weiteren kleinen, aber innigen Wunsch – den Sinn des Lebens zu kennen. Schließlich, ohne es zu Verstehen, scheint alles andere sehr klein, vorübergehend, unvermeidlich zu sein.

Der Wunsch, den Sinn des Lebens zu verstehen, warum ein Mensch geboren wird, ist sehr gut, aber er muss verwirklicht werden. Dazu ist es notwendig, sich über das Leben zu erheben, denn im Leben in seiner einfachen Daseinsform gibt es keinen Sinn. Um darüber hinauszukommen, muss man eine besondere Technik beherrschen.

Frage: Was bedeutet darüber hinauszukommen? Was ist höher als das Leben?

Antwort: Seine Wurzel- dort wo unser Leben startet, wo es kontrolliert wird, wo alle Signale auf uns zukommen und woher die Signale aus unserer Welt kommen.

Aus dem Unterricht , 24.05.2020

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