Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wunsch'

“Liebe deinen Nächsten” ist die Bedingung, die uns die Natur stellt


Frage: Es gibt Menschen, Gruppen und Organisationen, die sich selbst als ein Ganzes und der Natur nahe ansehen. Sie sagen, sie würden einander, die Pflanzen und die Tiere lieben. Bedeutet dies „liebe deinen Nächsten“?

Antwort: „Liebe deinen Nächsten“ ist ein Gesetz der Natur, eine Bedingung der uns umgebenden Welt. Diese Bedingung wird uns nun plötzlich enthüllt, weil wir uns zu ihr hin entwickelt haben, ähnlich einem Kind, das zu einem Erwachsenen heranreift, und so fortan die Gesetze der Gesellschaft befolgen muss.

Man stelle sich vor, alle Medien würden plötzlich ankündigen, dass jeder bis Jahresende nach dem Gesetz „liebe Deinen Nächsten“ leben müsste und jeder, der dazu nicht in der Lage sei, würde hingerichtet werden. Das ist überhaupt nicht lustig – das ist die Bedingung, die die Natur uns gestellt hat. Wir sind jedoch unfähig dies zu sehen.

Was sollen wir also tun? Wir müssen lernen, wie wir “ liebe deinen Nächsten“ erreichen können. Wir müssen herausfinden, was dieses Gesetz bedeutet und was die Natur von uns will. Wir können dieses Gesetz nicht umgehen – wir müssen es lernen. Aber wie?

Indem wir lernen. Das ist das einzige Mittel, um die Menschen begreifen zu lassen, dass ein Weglaufen unmöglich ist und die einzige Lösung, die eigene Korrektur mittels einer besonderen Kraft der Natur ist. Diese besondere Kraft nimmt Einfluss auf eine Person, die den Wunsch nach Korrektur hegt, damit sie die Stufe des „liebe deinen Nächsten“ erreichen kann.

Es ist so wie eine Wellenfrequenz unter Millionen von Frequenzen. Du wirst sie nur erfahren, wenn Du den Wunsch nach ihr hast. Die Natur verlangt von dir, dass du dich auf diese Frequenz einstellst, in der du fühlen wirst, dass „liebe deinen Nächsten“ das einzige ist, was du möchtest! Dann wird diese Kraft kommen und dich korrigieren.

Alle anderen Versuche werden uns in Krisen führen, damit wir diesen Weg zum Ziel finden. Andere Wege um uns herum, verschwinden gerade nach und nach. Das wird die „ägyptischen Plagen“ genannt, und sie werden uns schließlich erkennen lassen, dass wir keine andere Wahl haben. Wenn wir uns in völliger Dunkelheit wiederfinden, werden wir mehr als bereit sein wegzulaufen, um nur eines zu erreichen – „liebe deinen Nächsten“. Wo sind die Menschen von Ägypten aus hin gelaufen? Nur zur Liebe, wie die Verbindung bewies, die später auf dem Berge Sinai stattfand.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir werden uns entwickeln, um Macht über die ganze Natur zu erlangen
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Sie müssen wissen, wie man richtig bittet!


Drei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man vom Schöpfer erbittet:

Frage: Betet man zu G-tt oder zum Schöpfer? Sie haben gesagt, dass geschrieben steht, der Schöpfer erhört kein anderes Gebet außer die Bitte um die ‚Fähigkeit zu geben‘, da Er die Qualität des Gebens ist und dies das einzige ist, dass man von Ihm erbitten kann. Und was ist mit den „Kibbutsnikim“ in der Negev?

Meine Antwort: Damals waren die Verlangen der „Kibbutznikim“ und des Schöpfers dieselben. Gewöhnlich jedoch hört der Schöpfer alles und jeden, aber Er reagiert nur darauf, was zum Ziel führt, zu Ihm, zur Anheftung an Ihn. Er hört und reagiert zweifellos auf jemandes Bitte nach Korrektur, nach Angleichung mit Ihm. Der Schöpfer ist ein System von Kräften, die uns umgeben. Der Schöpfer (Elokim) = Natur (HaTeva). Wir müssen verstehen, dass Er Sein Ziel und Sein Handeln – in jedem einzelnen Augenblick – nicht verändert. Alles ist auf das Reagieren auf unser Handeln ausgerichtet, um jeden einzelnen Menschen in solch einer Weise zu beeinflussen, dass er genau auf das Ziel ausgerichtet wird. Auf diese Weise reagiert der Schöpfer – dieses System von Kräften – auf unsere Verlangen, Gedanken und Handlungen. Darum sagt die Kabbala, dass Er sich nicht ändert. Mit anderen Worten, Er ändert nicht Seinen Einfluss auf uns, der uns präzise auf das Ziel ausrichtet.

Frage: Was die „Kibbutznikim“ betrifft, die um Regen baten: Wie ist es möglich, dass sie etwas nur durch bitten erhielten? Ich habe Tausend mal um Dinge gebeten und das meiste, was ich erhielt, war ein Grund, die Tatsache zu bedauern, dass ich gebeten habe.

Meine Antwort: Ihre Bitten standen nicht im Widerspruch zu den Plänen des Schöpfers, siedelnde Menschen in diesem Gebiet zu haben. Sie waren als ein Ganzes miteinander (egoistisch) vereint. Sie erbaten eine Notwendigkeit und gaben alles, was sie hatten. Und das funktionierte eine Zeit lang. Als sie ihren Wunsch nach Einheit jedoch verloren, waren sie dadurch entgegengesetzt zum System der herrschenden Kräfte geworden und die Höheren Kräfte riefen ihren Zerfall hervor.

Frage: Wie ich es verstehe, ist ein Gebet das tiefste und echteste Verlangen eines Menschen. Wieso gibt es dann einen Brauch, zu bestimmten Zeiten zu beten, anstatt lieber dann, wenn jemand sich danach fühlt? Letzten Endes bekommt man nur eine Antwort auf ein echtes Gebet. Und was hat ein Mensch grundsätzlich vom Gebet?

Meine Antwort: Religion befasst sich nicht mit dem Korrigieren der Seele – das Ändern der Absicht von „für sich selbst“ zu „für andere und für den Schöpfer“ in allen seinen Handlungen. Stattdessen trainiert sie jemanden, physische Handlungen auszuführen – die Gesetze unserer Welt. Darum versteht Religion unter Beten, zu bestimmten Zeiten etwas zu lesen, das von anderen Menschen (von den Weisen der Großen Versammlung, 2.000 Jahren zuvor) für Sie niedergeschrieben wurde. Man bekommt auf solche Handlungen keine Antwort und wir erkennen, dass religiöse Menschen nicht korrigiert werden, eher umgekehrt: je mehr Zeit vergeht, um so offenkundiger wird ihr moralischer Abfall. Solche mechanischen Handlungen halten Menschen in bestimmten Grenzen und als solche hatten die Religionen – während der Zeit der Verhüllung des Schöpfers (von 0 bis zum 20. Jahrhundert) – die Aufgabe, die Grenzen für das Leben zu bestimmen. Dies wurde von Kabbalisten eingeführt, um bis in unsere Zeit anzudauern, bis „der Punkt im Herzen“ der Menschen zum Vorschein kommt und sie den Weg der persönlichen spirituellen Entwicklung betreten.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum können sich die Religionen nicht vereinen?
Blog-post: Der Platz eines jeden…
Blog-post: Über die Enthüllung der Göttlichkeit
Chapter 7.1 from the Book: The Path of Kabbalah – Prayer
 
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Der Schöpfer ist unsere innerste Verwirklichung

Der Schöpfer ist unsere korrigierte Eigenschaft. Der Schöpfer wird innerhalb des Geschöpfs enthüllt, deshalb wird er im Hebräischen „Bo-re“ genannt („komm und sieh“).

Man muss einen korrigierten Zustand, das eigene korrigierte Selbst erreichen und kann dann die korrigierten Eigenschaften sehen und diese „den Schöpfer“ nennen. Den Schöpfer enthüllt man nur in sich selbst, innerhalb der eigenen korrigierten Gefäße der Wahrnehmung. Außerhalb von einem selbst fühlt man nichts.

Die gesamte Wirklichkeit, alles, was existiert nehmen wir in uns selbst wahr, in unseren Wahrnehmungen. Deshalb steht im Buch des Sohar, dass alle Welten und alles was diese ausmacht, den Schöpfer eingeschlossen, im Menschen existieren. Das liegt daran, dass sie im Inneren eines Menschen gefühlt werden. Alles scheint außerhalb von uns zu existieren. Diese Illusion wird uns mit Absicht gegeben, damit wir durch den Gegensatz des „Außen“ und „Innen“ die Fähigkeit erlangen, die Welt, uns selbst und den Schöpfer sowohl von Außen als auch von Innen zu sehen. Wir werden dann in der Lage sein, die Schöpfung so zu fühlen, wie er es tut: vor der Schöpfung, im Prozess des geschaffen Werdens und in den zukünftigen „höheren Zuständen“.

Die spirituelle Wahrnehmung basiert darauf, dass man in sich die Wünsche der Anderen fühlt, die man sich dadurch zu eigen macht, dass man ihnen geben und sie lieben möchte. Auf diese Weise wächst das eigene Verlangen und in dem Maße, wie man sich mit den anderen Verlangen verbindet, enthüllt man eine größere und ausgedehntere Wirklichkeit.

In unserer Welt enthüllen wir die Welt der Assiya, wo jeder Mensch in seinem eigenen egoistischen Wunsch von den anderen abgetrennt ist. Wenn man jedoch beginnt sich mit der Gruppe zu verbinden, die dem eigenen Wunsch nach dem Schöpfer ähnlich ist, dann wird man im selben Maße, wie man sich mit ihrem Wunsch verbindet die Welt von Yetzira enthüllen.

Indem man sich mit dem Umfeld zu einem einzigen Verlangen verbindet, entdeckt man die Eigenschaft des Gebens, die man erlangt hat und diese wird der Schöpfer genannt. Die Erscheinungen, die man in den eigenen korrigierten Wünschen aufdeckt, werden das innere Licht und ihre innerste Quelle wird der Schöpfer genannt.

Danach wird ein noch größerer egoistischer Wille in einem selbst aufgedeckt und indem man versucht sich über diesen egoistischen Wunsch hinweg mit der Gruppe zu verbinden, erreicht man die Welt von Bria.

So entdecken wir alle fünf Welten. Baal HaSulam schreibt in der „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“, dass alle Welten im Inneren einer Person existieren. Die Wissenschaft der Kabbala ist die Enthüllung des Schöpfers an die Geschöpfe und zwar innerhalb des Geschöpfes, innerhalb seiner korrigierten Wünsche (Sinne). Durch die Aufdeckung der Eigenschaft des Gebens erreichen wir auch ihre Quelle, ihren Erschaffer. Diese innerste Verwirklichung wird der Schöpfer genannt.

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Beten bedeutet, die Eigenschaft der Liebe und des Gebens in dir zu enthüllen


Frage: Im Artikel „Was ist ein halber Schekel in der Arbeit“ sagt Rabash: „Wenn ein Mensch, ohne die Bedeutung der Worte zu verstehen, einfach nur ausspricht, was im Gebetsbuch der Weisen geschrieben steht, und diese Worte spricht, während er sich dem Schöpfer annähert, ist es unwichtig, ob er weiß, was er sagt oder nicht…“

Auch Baal HaSulam sagt in Punkt 155 in der „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“: „…auch wenn ein Mensch nicht versteht, was er lernt, zieht er aufgrund seines Verlangens dennoch das Licht der Korrektur auf sich“.

Folglich hat das Beten mit einem Gebetsbuch großen spirituellen Wert, und wenn einige sagen, es wären ja nur Worte und Traditionen, stimmt dies nicht. Wie ist Ihre Meinung darüber?

Antwort: Mit „einigen“ meinen Sie mich. Ja, ich behaupte dies. Und dies ist der Grund: Das Resultat des Lesens hängt vom Leser ab und nicht vom Text oder seinem Autor.

Baal HaSulam sagt in Punkt 147 der „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot„: „Es gibt keinen Unterschied zwischen der Tora der Welt von Azilut und der Tora dieser Welt, d.h. zwischen der Weisheit der Kabbala und der offenbarten Tora. Sondern der Unterschied liegt beim Menschen, der die Tora studiert. Zwei mögen die Tora studieren, den gleichen Text und die gleichen Worte, doch einer wird es als die Weisheit der Kabbala und der Tora von Azilut aufnehmen, und der andere als die offenbarte Tora (von Assija)“.

Selbstverständlich wurde das Gebetsbuch von den Mitgliedern der Großen Versammlung zusammengestellt – den großen Kabbalisten, die vor 2000 Jahren lebten. Wenn man es mit der Absicht liest, um sich mit dem Schöpfer zu verbinden, dann zieht man das Licht von der Quelle an sich heran, von dem das Gebetsbuch spricht. Dasselbe geschieht, wenn man „Talmud Esser HaSfirot“ studiert. Wenn man jedoch nicht darüber nachdenkt, weil man keinen Wunsch hat, den Schöpfer zu enthüllen, dann hat das, was man liest, keine Wirkung, sei es der Talmud Esser HaSfirot oder das Gebetsbuch.

Wenn man den Inhalt des Gebetsbuches verstehen möchte, dann sollte man das Gebetsbuch von Rashash verwenden. Dort findet man die Bedeutung der Gebete in den kabbalistischen Symbolen – als Anheftung des korrigierten Verlangens (der Seele) an den Schöpfer durch das System der spirituellen Welten. Das Gleiche wird im Talmud Esser HaSfirot diskutiert und allgemein in allen Heiligen Büchern. Sie alle sprechen nur über die Verbindung mit dem Schöpfer und über Seine Enthüllung dem Menschen gegenüber.

Beten bedeutet, den Schöpfer zu enthüllen, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe in sich. Alle anderen Gebete sind egoistisch und ziehen nicht das Höhere Licht an. Sie haben nur einen psychologischen Effekt auf den Betenden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist ein wahres Gebet?
Blog-post: Im modernen Zeitalter reicht die psychologische Unterstützung der Religion nicht mehr aus
Blog-post: Warum das Studium der Kabbala gut für Sie ist

Zur Liebe

Die Liebe wird durch das Geben charakterisiert. „Ich liebe“ bedeutet, „ich gebe“; Ich genieße es, den anderen zu erfreuen. Wie kann es sein, dass ich den anderen erfreue? Womit erfreue ich ihn?

Mit meiner Haltung ihm gegenüber. Wie kann er Freude von mir erhalten? Nur wenn er mich liebt. In diesem Fall, wenn ich mich ihm gegenüber liebevoll verhalte, erhält er Freude dadurch. Jedoch, wenn ich ihn nicht liebe, werde ich seine positive Haltung mir gegenüber als Hass empfinden, und das wird mich noch weiter von ihm entfernen.

Der Schöpfer verkehrt von Anbeginn an mit uns in Liebe, und darum drücken wir unsere Liebe nur Ihm gegenüber aus und in der Beziehung zu Ihm – Ihn zu erfüllen, Ihn zu erfreuen – weil er uns von Anbeginn an liebt.

Das kann zwischen Menschen nicht so sein. Nur wenn wir die Verbindungen zwischen uns und dem Schöpfer enthüllen, so dass das Gefühl der Liebe zu Ihm in uns enthüllt wird, können wir lieben und zwischen uns entsteht Einheit.

Die Einheit entspringt Seiner Liebe – das bedeutet, dass drei Kräfte zusammen wirken müssen: „Ich – ein Zweiter – der Schöpfer“, sonst gibt es keine Basis für Liebe. Es ist primär jemand notwendig, der für alle, die es wünschen, grundsätzlich einmal die Liebe zur Verfügung stellt! Darum werden wir nur Liebe erhalten, wenn wir den Schöpfer in die Verbindung zwischen uns mit einbeziehen. [Rest des Beitrags lesen →]

Wünsche ändern sich, Gedanken ändern sich

Frage: Wenn mich ein Wunsch überkommt, kann ich endlos darüber nachdenken. Wie kann ein Wunsch plötzlich eine höhere Ebene von Gedanken beeinflussen?

Antwort: Wünsche ändern sich, Gedanken ändern sich. Ich fange an, darüber nachzudenken, wie ich meinem neuen Wunsch dienen kann.

Frage: Ändert sich der Gedanke nicht, bis sich der Wunsch ändert?

Antwort: Natürlich. Wie viel Zeit verbringen wir mit einem leeren Kopf, ohne an etwas zu denken, mit nichts als in ihm wandernden Wellen. Sobald ein Wunsch nach etwas entsteht, fange ich bereits an darüber nachzudenken, wie und wann ich es umsetzen werde.

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Aus der Kabbala-Lektion i vom 03.02.2019.

Der einzige Punkt, an dem Freiheit möglich ist, ist Ihre Reaktion gegenüber dem Schöpfer


Alle Gedanken und Wünsche, ob privat oder gemeinschaftlich, sind uns von Oben gegeben, vom Schöpfer. Sie alle stammen von der einzigen Kraft der Natur (siehe den Artikel: „Es gibt nichts außer Ihm“). In diesem Fall ist es notwendig, in einem beständigen, inneren Dialog mit dem Schöpfer zu sein, um fortwährend zu prüfen, was im Herzen oder im Verstand entdeckt wird und zu versuchen zu verstehen, was der Schöpfer mitteilen will, wie er jemanden gestaltet und was die Reaktion sein sollte.

Zuerst müssen wir verstehen, dass alles von Oben gesendet wird, um uns zu entwickeln. Jedoch muss man es mit Dankbarkeit annehmen, denn es war besonders dazu ausgewählt, um unserem Status zu entsprechen und um die optimale Entwicklung sicher zu stellen, die man benötigt, um den Schöpfer zu erreichen.

Hierauf sollte man eine Eingabe machen. Letzten Endes, wenn jemand nicht den Wunsch hat fortzuschreiten, wenn sich jemand mehr dazu verpflichtet fühlt, wichtigere Dinge zu bearbeiten und andere Probleme zuerst zu lösen, dass er zuerst schnell diese Dinge erledigt und dann zum Schöpfer zurückkehrt – auch das ist ihm von Oben gesendet, um ihm zu erkennen zu geben: „Wozu?“ [Rest des Beitrags lesen →]

Das Ego und die Liebe

Frage: Kann das Genießen der Spiritualität egoistisch sein?

Antwort: Natürlich. Spiritualität bedeutet Geben und Liebe. Ich bin dazu bereit, dich zu lieben und dir zu geben, wenn es mir dabei gut geht! Und wenn nicht, wozu soll ich dich dann lieben?! Das nennt sich Klipa, das ist keine Spiritualität, sondern Materialität.

So zu lieben ist jeder von uns in der Lage: ich liebe meine Kinder, weil das meine sind. Doch wenn das nicht meine Kinder sind, habe ich keinen Bezug zu ihnen. Ich kann jemanden lieben, von dem mein Wohl abhängt, andernfalls brauche ich ihn nicht.

Mit anderen Worten: ich bringe mich ein und liebe, weil ich daraus einen persönlichen Nutzen ziehe. Es ist jedoch kein Geben und keine Liebe, sondern Ausnutzung des Nächsten.

Das Geben und die Liebe, von denen in der Wissenschaft der Kabbala die Rede ist, hat nichts mit dem Empfangen für sich selbst zu tun. Ich liebe diesen Menschen, damit es ihm gut geht – das war es. Das ist mehr als die Liebe zu unseren Kindern, denn sie werden von uns instinktiv geliebt. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Lösung für unser mangelhaftes Bildungssystem liegt im Studium der Höheren Lenkung

Frage: Ein 12 Jahre altes Kind wurde gestern von einem anderen Kind erstochen. Können Sie erklären, warum so junge Kinder bereits den Wunsch haben, jemandem weh zu tun?

Antwort: Die Grausamkeit in den Beziehungen der Kinder stammt aus unserer gemeinsamen Natur – dem Verlangen zu empfangen. Dieser Wunsch wächst stetig, und man kann nichts dagegen tun. Früher waren Kinder disziplinierter und naiver, daher war es möglich, sie zu lenken. Heute geht das nicht mehr und daher versuchen die Leute es auch gar nicht erst.

Früher konnten die Lehrer sie durch Anschreien und Kommandieren unter Kontrolle halten, heute haben sie Angst, das Klassenzimmer zu betreten, da sie nicht wissen, was dort auf sie zukommt. Die Lehrer oder die Schulen sind nicht daran Schuld, sondern der Mangel an der richtigen Methode. Sie versuchen, ein Schulsystem zu schaffen, aber das egoistische Verlangen des Menschen kann sie nicht mit der richtigen Lösung versorgen, da sie genauso schlecht wie die Kinder sind.

Erziehung geschieht nur durch Beispiele, aber uns selbst fehlt das korrekte Vorbild für die Existenz, und so können wir ihnen kein Beispiel vorzeigen. Was zeigen wir ihnen im Fernsehen, im Internet und in allen Medien, wo sie ihre Informationen herbekommen? Ich denke, dass die Welt langsam anfängt zu verstehen, dass sie keine Macht über die nächste Generation hat. Alles ist bereits außer Kontrolle geraten und es ist unmöglich, etwas dagegen zu tun. Es ist jedoch gut, dass das Übel nun enthüllt wird und die Menschen nun die richtige Erklärung hören können. Wenn die Erziehungskrise ihren Höhepunkt erreicht, werden die Menschen bereit sein zu hören.

Wir müssen erklären, dass die junge Generation nicht mehr innerhalb des alten Erziehungssystems existieren kann. Ebenso gelingt es uns nicht mehr, die Wirtschaft, Familienbeziehungen, Kultur und Erziehung innerhalb der Grenzen des alten Systems richtig zu stellen. Die Menschen müssen hören, dass das Ganze nur eine einzige Lösung hat. Wie sieht nun diese Lösung aus?

Die Menschen müssen die Höhere Lenkung studieren, welche einerseits absolute Güte ist, aber andererseits auch unser Verhalten streng festlegt. Dies ist Erziehung: Sie lehrt diejenigen, die gerade ihr Leben über die Verbindung mit dem Schöpfer oder die Höhere Kraft beginnen, weil nur die Höhere Kraft uns beeinflussen kann. Dies ist, was wir brauchen und unseren Kindern geben müssen: einen Plan, ein Programm, eine Wissenschaft, ein Verstehen. Wir müssen ihnen beibringen, wie man erfolgreich in dieser Wirklichkeit leben kann.

Den Menschen muss das Wichtigste beigebracht werden: wie man gut leben kann! Und sie werden gut leben unter der Bedingung, dass sie die Absolute Güte enthüllen. Und dies ist das Wesen der Weisheit der Kabbala: die Menschen in dieser Welt zur schnelleren Enthüllung des Schöpfers zu befähigen.

(Ausschnitt aus der Lektion von Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ )

 

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Die Seelen sind die Beziehungen zwischen den Wünschen

Frage: Wie verbinden wir, was wir im ТES lesen, mit der Nächstenliebe oder mit der Liebe zu den Freunden?

Antwort: Alles, worüber ТES erzählt, geschieht in der Verbindung zwischen den Seelen. Die Wissenschaft der Kabbala sagt nichts über das Geschehen in der Materie – im Wunsch, zu genießen.

Sie erzählt nur über die Handlungen in den Absichten, in den Kräften über dem Material, in der Vereinigung zwischen den Seelen. Es gibt ein System – den allgemeinen Wunsch, der in eine Menge separater Wünsche, Stufen, Erscheinungsformen, Unterschiede, tausende von vielfältigen Gradierungen der Eigenschaften geteilt ist. Diese Eigenschaften unserer verschiedenen Wünsche verbinden sich untereinander.

Das Problem – liegt nicht an dem Wunsch selbst. Er ist uns auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe gegeben worden. Wichtig ist, die Verbindung zwischen den separaten Teilen des Wunsches, zwischen verschiedenen Wünschen – und das ist dann schon die menschliche Stufe. Denn dort gelten bereits die Berechnungen, Gedanken, Beziehungen und die Verbindung. Und deshalb spricht die gesamte Wissenschaft der Kabbala nicht über die Wünsche, über die Materie, sondern über die Beziehungen zwischen den Wünschen, über die Absicht ihrer. Gerade die Beziehungen heißen die Seelen, sie bilden die Geisteswelt. Und die Wünsche an sich bilden unsere, materielle Welt. Und wenn es um die Verbindung geht, dann soll darin Rosch, der Kopf des geistigen Parzufs vorhanden sein, der die Entscheidung trifft und die Verbindung plant, sowie Guf, der Körper des Parzufs, der die Handlung der Verbindung realisiert.

Das heißt, sowohl Rosch, als auch Guf des geistigen Parzufs befinden sich unter den Wünschen, weil Guf des geistigen Parzufs eine Art Verbindung ist, die sich tatsächlich verwirklicht hat. Und über die Wünsche im Allgemeinen sprechen wir gar nicht, als ob sie sich unterhalb der Oberfläche befänden. Es ist eine gewisse Realität, die vom Schöpfer geschaffen wurde, auf deren Grundlage wir unsere Beziehungen aufbauen.

Deshalb wird in der gesamten Wissenschaft der Kabbala nur über die Seelen – über die Beziehungen zwischen den Wünschen gesprochen.

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