Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Freude'

Alle Zustände – vom Schöpfer

Bemerkung: Während der Lektion empfinde ich verschiedene Zustände: Angst, Hass, Freude.

Antwort: Das sind sehr gute Zustände. Man muss sie durchlaufen, denn es ist der Schöpfer, der in dir spricht. Auf keinen Fall sollte man versuchen, diese Empfindungen zu vermeiden oder manche von ihnen auszublenden.

Gerade durch diese Empfindungen muss man sich an den Schöpfer halten und herausfinden: „Warum ruft Er diese Empfindungen in mir hervor? Wozu? Warum?“

Das Wichtigste ist jedoch, dass du alles als vom Schöpfer kommend akzeptierst, egal ob es gut oder schlecht, angenehm oder unangenehm ist.

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Aus einer Lektion zum Thema „Fragen und Antworten“

Alle Geschmäcker der Tora enthüllen

Frage: Am Anfang bittet der Mensch um einen Geschmack in der Tora, um alle Hindernisse zu überwinden zu können und der Schöpfer gibt es ihm. Muss er mit der Zeit zu der Bitte kommen, ohne Geschmack zu arbeiten, um zum reinen Geben zu kommen?

Antwort: Ohne einen Geschmack zu arbeiten, ist eine sehr hohe Stufe. Für den Moment sind wir nicht dazu verpflichtet, dies zu tun.

Im Gegenteil, wir müssen versuchen, alle Geschmäcker in der Tora zu enthüllen, um uns ihr und dem Schöpfer, der in der Tora verborgen ist, so nahe wie möglich zu kommen.

Frage:Müssen letztendlich alle Geschmäcker Freude bereiten, auch wenn es bittere sind?

Antwort: Ja, aber ein bitterer Geschmack ist eine Stufe. Das ist keine Forderung an uns. Jetzt müssen wir den süßen Geschmack der Tora und die gegenseitige Annäherung spüren. Danach werden wir weitermachen und uns trotz des bitteren Geschmacks uns bemühen, einander näher zu kommen.

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Aus dem Unterricht über Rabashs Notizen, 15.08.2024

Genuss an der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Rabash, Notiz 200, „Der Mensch empfängt Genuss aus drei Kelim (Gefäßen) die Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit genannt werden.

Der Genuss kommt zu uns aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Es hängt von der Einstellung ab, die ich dazu habe.

Die größte Freude kommt aus der Zukunft, da sie noch nicht in eine Form gekleidet ist. Ich kann mir vorstellen, dass sie so großartig sein wird, dass es im Moment unmöglich ist, sie in meine Kelim zu bekommen und sie zu genießen, aber in der Zukunft ist es möglich. 

Deshalb sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft voneinander abhängig, aber die Zukunft kann noch lange auf mich wirken, während die Gegenwart, die ich jetzt erlebe, allmählich verblasst. Was die Vergangenheit betrifft, so brauche ich hier eine passende Stimmung und eine genaue Verbindung zu  der Vergangenheit.

Der stärkste Genuss liegt also in der Zukunft. Man kann sie so lange in die Länge ziehen, wie man will, bevor sie kommt und zur Vergangenheit wird.

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Aus dem Unterricht über Rabashs Notizen, 10.07.2024.

Flirt mit dem Schöpfer

Frage: Der Genuss kommt vom Schöpfer. Wie kann ich an diesem Punkt meine Verbindung zum Schöpfer so verstärken das ich Ihm geben kann anstatt um meiner selbst willen zu empfangen?

Antwort: Wenn du deine Verbindung mit dem Schöpfer reduzierst, d.h. die Verbindung zu Ihm aufrechterhältst, aber den Genuss unterbindest und dich davon abhältst, deine Beziehung zu konkretisieren, dann empfängst du nichts.

Sobald du eine Berechnung aufstellst und siehst, dass du eine solche Bedingung schaffen kannst, dass der Schöpfer Freude an deinem Handeln hat, dann beginnst du, es zu realisieren.

Frage: Wie kann ich unsere Beziehungen richtig gestalten, so dass der Schöpfer jetzt Freude an meiner Handlung hat?

Antwort: Dafür muss du aufhören, vom Schöpfer das zu empfangen was Er geben will, innehalten und den Zustand spüren, in dem du dich mit dem Schöpfer befindest. Du machst eine Einschränkung (Zimzum) mit deinem Verlangen zu empfangen und beobachtest, wie du mit dem Schöpfer verbunden sein kannst, ohne die Bedingung der Einschränkung zu verletzen.

Frage: Wird Er mir ein Verständnis dafür geben, wie ich mit Ihm verbunden sein kann, ohne diese Verbindung zu unterbrechen, wenn ich mich eingeschränkt habe?

Antwort: Versuche Ihn von allen Seiten zu manipulieren. Das nennt man „flirten“ oder „tanzen“ mit dem Schöpfer. Es gibt verschiedene Bezeichnungen für diese Bewegung- die Schöpfung in Bezug auf den Schöpfer und der Schöpfer in Bezug auf die Schöpfung. Im Allgemeinen ist es wie ein Tanz.

Frage: Wie wird dieser Flirt ausgedrückt: in der Bitte, im Gebet?

Antwort: Ja, der Schöpfer spürt es.

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Aus dem Unterricht über die Notizen von Rabash, 25.06.2024.

Harmonische Symphonie des Universums

Frage: Spirituelle Freude ist keine Sehnsucht, kein psychologischer Druck, dem man entfliehen möchte, ist es dieselbe Freude, die wir im gewöhnlichen Leben erleben?

Antwort: Es ist die Freude an der Verschmelzung mit dem ganzen Universum. Der Mensch bekommt ein Gefühl der Vollkommenheit des Universums. Dieses Gefühl der Vollkommenheit ist die größte Erfüllung, das größte Vergnügen!

Frage: Ist es mit unserer irdischen Freude vergleichbar?

Antwort: Absolut nicht

Dieses riesige Verlangen wird von Ewigkeit, Vollkommenheit und Harmonie erfüllt. Man spürt die Wechselbeziehung zwischen all den entgegengesetzten Elementen, wie sie sich ergänzen, ineinander einfließen.

Diese unendliche, harmonische Symphonie erfüllt einen so sehr, dass man kaum noch denken kann, sondern lediglich erkennt, wie groß und vollkommen sie ist.

Frage: Nimmt man das auch im Schlaf wahr?

Antwort: Das kommt vor

Das Leben in einer solchen Welt bedeutet nicht, immer in einer Art von Nirwana zu verweilen. Es ist eine Welt, in der man sich ständig erheben, analysieren und ausrichten muss. Das ist keine einfache Welt. Dennoch ist es ein Hochgefühl, mit der Vollkommenheit verbunden zu sein.

Frage: Was ist das Ergebnis des Ganzen?

Antwort: Man beginnt seine Verpflichtung gegenüber anderen zu spüren.Es ist wichtig und notwendig, die Kabbala zu studieren und das Beste zu tun, damit alle diesen Zustand erreichen können. Man kann es sonst nicht genießen, wenn andere es nicht genießen. Man ist verpflichtet, auf die Menschen einzugehen und etwas zu tun, damit sie ein wenig Genuss verspüren!

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Aus dem Vortrag „Mein Telefon hat geklingelt.“ “ Grenzenloses Hochgefühl.“

Ist es möglich, direkt mit dem Schöpfer zu arbeiten?

Frage: Ist es möglich, direkt mit dem Schöpfer zu arbeiten, um Seinetwillen, ohne den Nächsten?

Antwort: Nein. Zuerst muss der Mensch lernen, richtig mit seiner Umgebung, mit seinen Nächsten zu arbeiten – nicht mit einem, sondern mit vielen, erst danach kann er die Angleichung an den Schöpfer erreichen, indem er nur um der anderen willen empfängt oder gibt.

Frage: Was ist das Patent selbst? Nehmen wir an, ich stehe morgens auf und überlege mir, was ich meinen Nächsten geben kann. Hege ich nur diesen Gedanken und schaue, was ich ihnen geben kann?

Antwort: Nein, du denkst nur darüber nach, welche deiner Handlungen dem Schöpfer Freude bereiten können, womit du Ihn erfreuen kannst, was Er gerne von dir spüren würde.

Wenn dir diese Handlungen klar sind, dann fange an, dich ihnen allmählich anzunähern.

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Aus der Fernsehsendung „Praktische Kabbala“, 28.03.2024

Die persönliche Lenkung Teil 2

Um Freiheit zu erlangen, müssen wir die Eigenschaft von Bina, Kelim de-Hashpaa, erwerben, um uns über den Egoismus zu erheben und um aus ihm herauszukommen. Dann werden wir frei sein. Während wir uns im Egoismus befinden, treibt der Schöpfer jeden von uns mit Hilfe der Anziehung zu Freuden oder der Flucht vor Leiden – mit diesen beiden Zügeln, ohne zu fragen, was wir wollen. Denn es gibt eigentlich niemanden zu fragen. Es ist nur das Verlangen nach Vergnügen, das mit diesen beiden Zügeln konsequent belehrt werden muss, dass es sein eigener Gefangener und Kerkermeister ist.

Nun erwacht in uns nur noch die Bedingung der Möglichkeit der Freiheit, indem wir uns über die egoistische Ebene, über unsere Materie erheben, die das Licht automatisch von oben her steuert, indem es sich entweder selbst reduziert, indem es Leiden in uns verursacht oder indem es sich selbst vermehrt – uns mit Genuss anzieht. Und wir erfüllen automatisch alles.

Und so werden Dutzende oder Hunderte von Lebenszyklen lang auf diese Weise gesteuert – ständig, jede Sekunde, auf jeder Ebene. Können Sie sich das vorstellen?! Jede Zelle, jedes Organ, jeder Wunsch, jeder Gedanke – all das wird von Aba we-Ima und SON de-Azilut kontrolliert, die alle unsere Seelen als ihren unteren Teil, als ihr ACHaP, einschließen.

Dies ist die Art von Lenkung, die man die persönliche Lenkung des Schöpfers nennt. Obwohl der Mensch es nicht spürt, lenkt der Schöpfer jeden persönlich, entsprechend der Wurzel seiner Seele als Ausgangspunkt, und endet mit der letzten Stufe, dem Endzustand, wenn der Mensch die vollständige Verschmelzung mit dem Schöpfer, die vollständige Rückkehr zu seiner Wurzel erreichen muss.

Der gesamte Weg muss vom Menschen in Übereinstimmung mit allen anderen Seelen zurückgelegt werden, so dass er, indem er sich in sie einfügt, ihnen auf negative oder positive Weise helfen kann. Alles in einem gemeinsamen System, so dass diese gemeinsame Seele allmählich von ihrem ursprünglichen, absolut egoistischen Zustand zum endgültigen, absolut altruistischen Zustand übergehen kann. Und so steuert der Schöpfer jeden einzelnen von uns.

Der Schöpfer – d.h. die Bina-Ebene der Azilut-Welt, d.h. Aba we-Ima – dieses System wird Elo-kim genannt. Elo ist GE, kim (yud, mem) ist ACHaP. Elokim ist die Gematrie des Wortes Teva – Natur, d.h. dieses System regiert uns durch die Natur. Durch unsere gesamte Natur – sowohl die Natur um uns herum als auch unsere innere Natur, sowohl innerlich als auch äußerlich,bringt uns in einen solchen Zustand. Wenn wir in Bezug auf dieses System der Kontrolle Elokims, Aba we-Ima, zu verstehen beginnen, dass wir uns selbständig steuern können, indem wir Eigenschaften von Aba we-Ima, von der Ebene von Bina, übernehmen.

Aus der Kongresslektion „Die Früchte der Weisheit“, Brief 1

Fragen zur spirituellen Arbeit – 11

Frage: Wie geht man mit der Freude um, beim Treffen des Zehners?

Antwort: Genieße es, aber nur wenn es klar ist, dass die Freude aus der Verbindung mit den Freunden kommt.

Frage: Welche Entscheidung ist besser: ein Treffen mit dem Zehner oder einen Unterricht allein anschauen?

Antwort: Zweifelsohne ein Treffen mit dem Zehner. Den Unterricht kann man sich später in einer Aufnahme anschauen.

Frage: Stimmt es, dass das Leid und die Freude das Zuckerbrot und die Peitsche des Schöpfers sind?

Antwort: Ja: Lass es für das Erste so sein. Später wirst du sehen, dass beides Zuckerbrot ist.

Frage: Ist Fleiß in der Spiritualität die Fähigkeit, sich schnell über Zustände zu erheben?

Antwort: Ja, so ist es, aus den Abstiegen zu den Aufstiegen.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Die Gewohnheit wir zur zweiten Natur“, 11.08.2023

Sich gegenseitig ansehen und nicht in verschiedene Richtungen blicken

In einer kabbalistischen Gruppe ist der Sinn des freien Willens, die Entscheidung, sich der Umgebung anzupassen.

Das Grundlegendste ist: die Gruppe und ich. Die Gruppe muss so aufgebaut werden, dass sie auf mich einwirkt und ich auf sie wirke und wir uns so auf das höchste Ziel zubewegen.

Selbst wenn wir es nicht spüren, lasst uns trotzdem in Freude sein: „Ja, uns ist nicht bewusst, was wir tun.“ Vielleicht ist es vor uns verborgen. „Spielen wir wie Kinder, irgendwann werden wir wachsen, denn es gibt eine Kraft in der Natur, die uns entwickelt.“

Oft ist es eine „Stimme in der Wildnis“, die bei niemandem auf Resonanz stößt, oder jeder spricht schön und der Rest von uns reagiert nicht darauf. Alle schreien: „Lasst uns machen“ – gleichzeitig schauen sie sich nicht an, sondern blicken in verschiedene Richtungen.

Kommentar: Trotzdem können die Menschen nicht länger in einer bestimmten Umgebung sein, die sie nicht berührt.

Antwort: Man muss sich gegenseitig unterstützen!

Jeden Tag gibt es Veränderungen in einem. Die Veränderungen, die in der Welt stattfinden, sollten zu eigenen Veränderungen antreiben.

Seitdem die Kabbala der Menschheit offenbart wurde, hat sich die Welt und somit auch wir uns verändert! Es gibt bereits Millionen von uns.

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Aus dem Vortrag „Mein Telefon hat geklingelt”

Wie man Genüsse nutzt

Kommentar: Alle Genüsse haben ein bestimmtes Bild, an dem wir uns erfreuen. Hier muss man genau verstehen, ob man der Verbindung mit den Freunden und dem Willen des Schöpfers folgt oder ob man gegen diese Genüsse ist.

Um sie richtig annehmen und dem Schöpfer ohne Scham dafür danken zu können, sollte man versuchen, seine Beziehung zum Schöpfer so weit zu klären, dass alle Wünsche, Absichten, Gedanken und Bestrebungen auf ihn ausgerichtet sind.

Frage: Sollte man im Moment des Genusses daran denken, dass es dem Schöpfer Freude bereitet, oder sollte man sich freuen und genießen, was Er uns gibt?

Antwort: Es kommt darauf an, von wem der Genuss kommt: von dir zum Schöpfer oder vom Schöpfer zu dir.

Der Zweck von Genüssen ist, dass wir uns richtig auf den Schöpfer ausrichten, wenn man den Genuss nur dann annehmen will, um den Schöpfer damit zu erfreuen.

Frage: Und wenn man keine besonderen Genüsse braucht, aber der Schöpfer es einem gibt, was soll man dann tun?

Antwort: Man sollte sie in Dankbarkeit annehmen und mit dem Schöpfer und dem Zehner genießen. Wenn es von der Verbindung ablenkt, dich mit deinen Freunden zu verbinden, dann braucht man sie nicht. Letztendlich können absolut alle Genüsse dazu genutzt werden, um mit dem Schöpfer zu verschmelzen.

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Aus dem Unterricht „Gewohnheit wird zur zweiten Natur“, 11.08.23