Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Freude'

Der Zweck unserer Existenz

Nach dem Zimzum( Einschränkung) und der Entstehung eines Massach (Schirms) über dem Willen zu empfangen, hört dieser Wille auf, ein Kli (Gefäß) für den Empfang zu sein, und tritt aus dem System von Kedusha (Heiligkeit) aus. Stattdessen wird Or Choser (Reflektiertes Licht) als Kli für den Empfang genutzt, und das Kli des Willens zu empfangen wird dem System der Tuma (Unreinheit) übergeben. (Baal HaSulam, Das Studium der Zehn Sefirot, Teil 1, „Innere Beobachtung“, Kapitel 3, Punkt 16).

Hier geht es um Genuss und Leid. Genüsse werden durch den Willen zu empfangen angezogen, und Leiden wird durch ihn abgestoßen. Das ist ganz natürlich.

Da es der Wunsch des Schöpfers ist, seinen Geschöpfen Freude zu bereiten, müssen wir zu einem Zustand kommen, in dem wir diese höhere Freude annehmen und damit erfüllt sind, aber nicht um unserer selbst willen, nicht zu unserem eigenen Vergnügen, sondern um des Schöpfers willen, um ihm Zufriedenheit zu bringen.

Das ist im Prinzip der Zweck unseres Daseins: erfüllt zu sein um des Schöpfers willen.

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Aus der Sendung „Das Studium der Zehn Sefirot (TES)“ 20.11.2022

Wie ändern wir unsere Wahrnehmung des Lebens, um glücklicher zu werden?

Zunächst müssen wir verstehen, wie wir das Leben wahrnehmen, nämlich durch eine Linse der Selbstbezogenheit. Wir nehmen das Leben nicht so wahr, wie es ist, sondern wir haben fünf Sinne: Sehen, Riechen, Tasten, Hören und Schmecken, fünf Öffnungen, durch die wir ständig Informationen erhalten.

Wenn wir unsere fünf Sinne transzendieren, dann nehmen wir eine neue und andere Realität wahr.

Alles, was wir wahrnehmen, befindet sich in unserem Ego, d.h. in unserem Wunsch zu genießen, mit der Absicht, nur für sich selbst zu genießen. Dieses Ego begleitet und lenkt uns, um jeden Moment unseres Lebens auszukosten, um so viel wie möglich zu bekommen und so wenig wie möglich zu verlieren. Die Natur hat uns so programmiert, dass wir in jedem Moment aus Eigennutz wünschen, denken und handeln, und unser Körper tut dies auf sehr raffinierte und kluge Weise. Unsere Wahrnehmung des Lebens ist dadurch sehr begrenzt, in Bezug auf das, was wir wollen, was wir verstehen und fühlen, was wir erhalten und was wir besitzen.

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Sich der Schar der korrigierten Seelen anschließen

In der Stunde, in der ein Mensch stirbt, wird es ihm gestattet zu sehen und er sieht seine Nächsten und Freunde aus der Welt der Wahrheit neben sich und erkennt sie wieder. Sie sind alle in der Form geschnitzt, wie sie in dieser Welt waren. Wenn ein Mensch ein Gerechter ist, freuen sie sich alle und heißen ihn willkommen (Buch Sohar).

Frage: Was bedeutet es „sie waren geschnitzt, wie sie in dieser Welt waren“?

Antwort: Während man die spirituellen Stufen hinaufsteigt, verändert man sich nicht. Er ändert nur die Verwendung seiner Eigenschaften.

Frage: Warum freuen sich alle und heißen ihn willkommen?

Antwort: Da eine ganze Seele zu ihnen aufsteigt, die sich nun der Schar ihrer Seelen anschließt, die auf dieser Stufe korrigiert wurde. Es ist eine große Bereicherung, ein großes Ereignis in der spirituellen Welt.

Stellen Sie sich vor, es gibt sieben Milliarden Seelen, oder besser gesagt schwarze Punkte, auf der Stufe dieser Welt, jede von ihnen muss aufsteigen und die Stufe der Welt der Unendlichkeit erreichen. In der Zwischenzeit stagnieren sie auf der Ebene der Punkte.

Natürlich ist es wünschenswert, dass sie sich alle korrigieren. Deshalb freuen sich die hohen Seelen, die uns helfen, erheben, aufrütteln, damit wir endlich über jede korrigierte Seele die spirituelle Stufe, die Vollkommenheit, die Harmonie erreichen.

Systemisches Leiden beginnt nun in unserer Welt aufzutauchen, es zwingt die Menschen, systemisch zu denken. Wir sind miteinander verbunden, voneinander abhängig, und wir können nichts mit Gewalt ändern.

Ich hoffe, dass dieses systemische Leiden alle dazu bringt, sich zu verbinden. Wir werden dann anfangen, nicht nur durch die Qualität einer kleinen Gruppe, sondern durch die Quantität der gesamten Menschheit aufzusteigen. Es wird für jeden sehr leicht, einfach, verständlich und natürlich sein.

Die Zeitungen werden darüber schreiben, das Fernsehen wird darüber berichten und überall wird darüber diskutiert werden. Die Menschen werden ständig daran denken und es wird für sie zum Lebensinhalt werden.

Ich bin mir absolut sicher, dass wir auf eine gute und freundliche Art und Weise zur Einigung kommen werden. Die Tatsache, dass das Buch Sohar jetzt offenbart wird, ist ein sehr gutes Omen. Wir müssen es öffnen und Tropfen für Tropfen, wie eine Infusion einnehmen, dann wird es wirken.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Sohar Nr. 20)

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Wie lernt man sich zu freuen?

Anmerkung: Wir sehen, dass es den Menschen heute in der Welt nicht gut geht: Sie leiden, diese Welt übertönt sie.

Genau darum geht es in dem Schreiben: „Es herrscht totales Chaos rund herum, und was mit mir, mit meiner Familie, meinen Freunden, mit der Welt passiert, ist ein Albtraum! Vor einem Jahr war es noch unvorstellbar, dass es einmal so sein würde.

Lieber Michael Laitman, Sie sagen, dass alles, was geschieht, Ihnen Freude bereiten sollte. Lehren Sie uns Freude, ich bitte Sie darum!“.

Antwort: Das ganze Problem mit guten und schlechten Zuständen ist, wie wir sie wahrnehmen. Es ist eine rein subjektive Wahrnehmung. Wenn wir sicher wissen, dass dieser Zustand gut ist, auf das Gute, auf unsere gute Zukunft gerichtet ist, dann nehmen wir diesen Zustand anders wahr.

Wenn man einen Hund oder ein anderes Tier behandelt und ihm wehtun muss, versteht es, dass man ihm etwas Gutes tun möchte und so kann es sich beruhigen.

Wir müssen verstehen, dass wir uns mit dem was mit uns geschieht, genauso verhalten sollten. Wir müssen uns ein wenig auf die Bewusstseinsebene für ein gemeinsames Ziel erheben und deshalb unsere Veränderungen als etwas betrachten, das wir durchmachen müssen, um zu lernen! Die Natur oder den Schöpfer verstehen zu lernen, ist das Gleiche. Die Natur, die uns dazu führt, bringt uns das bei.

Frage: Mit so viel Schmerzen?

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Das Verlangen, den Sinn des Lebens zu verstehen

Um den Plan der Schöpfung zu verwirklichen, dem Schöpfer näher zu kommen, Ihn zu offenbaren und mit Ihm in gegenseitigem Einvernehmen, in der Freude und in der Verbindung zusammen zu sein, muss die Schöpfung mehrere Schritte durchlaufen.

Der erste ist die Erkenntnis, dass wir in einfachen Egoismus existieren und wir vom Schöpfer nur etwas Kleines und Irdisches erhalten, das uns begrenzt. Das sind die kleinen Freuden von Essen, Sex, Familie, Reichtum, Ruhm, Wissen. Und das war’s.

Als Ergebnis der menschlichen und gesellschaftlichen Evolution kommen wir in einen Zustand, in dem uns diese Füllungen nicht mehr genügen. Und dann gibt es eine Sehnsucht nach mehr, ein Verlangen nach Verwirklichung dessen, wofür wir geschaffen wurden.

Wenn wir uns nicht mehr selbst erfüllen und irdische egoistische Vergnügungen genießen können, dann beginnen wir zu fragen: „Was ist der Sinn meines Lebens? Wozu existiere ich?“ Diese Fragen stellen sich heutzutage viele Menschen. Das ist auch der Grund, warum Depressionen so weit verbreitet sind.

Doch im Prinzip zwingt uns dies, über den wahren Sinn des Lebens nachzudenken und zu begreifen, dass er nicht nur darin besteht, alles Mögliche im Leben genießen zu wollen. Es ist mehr als das.

Dieses Verlangen nach mehr entsteht in uns, nachdem wir alle Entwicklungsphasen in unserer Welt durchlaufen haben und an das Ende unserer irdischen Entwicklung gekommen sind.

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Aus KabTVs „Kabbala – Wissenschaft des Lebens“ 01.03.2018

Eine Chance, sich in Richtung Verbindung zu bewegen

Das aktuelle soziale Chaos, das die israelische Gesellschaft erfasst hat, sieht nicht vielversprechend aus. Wenn wir die Dinge jedoch konstruktiv betrachten wollen, dann sollten wir sie als eine Gelegenheit betrachten, um zu beginnen, sich in Richtung Verbindung zu bewegen, denn das ist es, was unser Land heute wirklich braucht. Verbindung kann nur dann stattfinden, wenn alle beteiligten Parteien eine Verbindung wollen.

Es gibt zwei Schritte, um Verbindung zu schaffen:
1. Die Parteien müssen die Verbindung wollen, und
2. Sie müssen tun, was getan werden muss, um eine Verbindung herzustellen.

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Neid – Wie man das Monster zügeln kann

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Während einige Länder die Einkaufszentren öffnen und der Handel wieder auf Hochtouren läuft, tauchen die Gebrechen der westlichen Gesellschaft wieder auf, als hätten wir nie Covid gehabt. High-End-Läden sind so überfüllt, dass die Menschen in langen Schlangen vor ihnen stehen, in der Hoffnung, viel Geld für schicke Accessoires auszugeben. Man sollte meinen, dass das Coronavirus uns von diesen Übeln geheilt hätte, aber es hat nichts dergleichen getan. Im Gegenteil, es scheint, als ob die Menschen mit Rache einkaufen.

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Gibt es wahres Glück?

Als Covid-19 Anfang letzten Jahres ausbrach, fühlten sich die meisten von uns, als hätten sie ihr Leben verloren. Oder besser gesagt, wir haben nicht unser Leben, sondern unsere Fähigkeit, das Leben zu genießen, verloren. Was gibt es denn schon zu genießen im Leben, wenn man nicht zweimal jährlich Urlaub macht, nicht immer und überall shoppen, oder mit den Kindern (oder mit einem Freund, so zu tun, als wäre man wieder ein Kind) ins Kino, Restaurants oder Vergnügungsparks gehen kann? Schlimmer noch, als das Virus viele von uns arbeitslos machte oder uns auf einen längeren Zwangsurlaub schickte, verloren wir unsere finanzielle Sicherheit und wurden, selbst wenn dies möglich wäre, unwillig, Geld für Luxusgüter auszugeben.

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Wenn das Ego verrottet

Solange wir uns erinnern können, ist das Ego unser Verbündeter gewesen. Es hat uns große Errungenschaften beschert. Wir kamen aus den Höhlen, entwickelten die Landwirtschaft und lernten, unsere eigene Nahrung zu produzieren, wurden zu Herren der Erde und des Himmels. Besiegten Plagen und ermöglichten jedem Menschen auf der Erde potenziell ein Leben, das noch vor zwei Jahrhunderten für Könige vorbestimmt war.

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Worüber freut sich ein Kabbalist?

Frage: Wenn ein Kabbalist sieht, wie völlig unterschiedliche Menschen zusammenkommen und in Verbindung miteinander die Kraft offenbaren, die „Schöpfer“ genannt wird, bereitet ihm das Freude. Was wäre, wenn sich die Menschen zusammenschließen, ohne den Schöpfer zu offenbaren?

Antwort: Wenn sich Menschen nicht wegen der guten Absicht zusammenschließen, manifestiert sich dies als negative Einstellung gegenüber dem Schöpfer.

Aussage: Angenommen, sie vereinigen sich, um eine Symphonie zu hören oder ein Fußballspiel zu sehen.

Antwort: Solange sie nicht das Ziel haben, jemanden zu schaden, ist das auch in Ordnung. Wenn mein Lehrer und ich an einem Stadion vorbeifuhren, in dem ein Fußballspiel stattfand und wir den Lärm daraus hörten, sagte er immer: Dieser Ort sollte respektiert werden, denn das Spiel bringt den Menschen Freude.

Frage: Also wird jede Art der Zusammenkunft, welche die Menschen erfüllt, Freude genannt und ein Kabbalist freut sich über diese positive Emotionen?

Antwort: Ja. Wenn er durch seine Beteiligung solche Emotionen bei anderen auslöst, dann freut er sich natürlich über die eigenen positiven Ergebnisse.

Frage: RABASH schreibt, dass Freude immer hinzuzufügt werden kann. Es gibt keinen Zustand, bei dem ein Mensch sagt: „Das reicht mir“? Fehlt ihm ständig etwas?

Antwort: Ja, denn wir haben keine absolute Erfüllung, keine totale Freude. Im Prinzip würden wir einen solchen Zustand gerne erreichen, aber das ist utopisch.

Aus dem Fernsehprogramm, „Die spirituellen Zustände“, 03.04.2019

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