Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Empfangen'

Liebe offenbaren

Worum bittet der Mensch den Schöpfer? Er möchte die gesamte Realität so sehen, wie der Schöpfer sie sieht, d.h. als ein einheitliches Ganzes, in der eine höhere Kraft am Werk ist, ohne die es nichts gibt.

Wenn wir die Kraft des Gebens erlangen und die Macht über die Kraft des Empfangens übernehmen, kommen diese Kräfte zusammen und offenbaren, dass sie aus einer Quelle stammen. Die Offenbarung der einzigen Quelle für die empfangende und die gebende Kraft wird die Offenbarung des Schöpfers genannt, der Zustand selbst wird Liebe genannt.

Was geschieht ist die Verbindung der beiden polaren Gegensätze in einem Körper zu einem gemeinsamen Zweck: die Liebe zwischen ihnen zu offenbaren, die gute, bindende Beziehung zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung. Wenn wir in der Lage sind, diesen Zustand zu erreichen und ihn mit Begriffen wie Sphirot, Parzufim, Welten als Stufen zur Erlangung der Einheit beschreiben können, werden wir in der Lage sein, Ihn in diesen Empfindungen zu offenbaren, nicht nur als spekulative Konzepte, sondern als eine tatsächlich bestehende Beziehung zwischen uns und dem Schöpfer.

Aus dem Unterricht „ Liebe zum Schöpfer“ 12.12.21

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Wie entstand das Universum?

Alles begann mit dem Wunsch zu geben.

Der Wunsch zu geben ist die Grundlage der Schöpfung. In diesem Wunsch begann ein entgegengesetzter Wunsch zu erscheinen, der Wunsch zu empfangen, welcher der Anfang der Schöpfung ist.

Der Wunsch zu empfangen existiert, um dem Wunsch zu geben zu dienen. Wo ist dieser Wunsch zu geben? Warum spüren wir ihn nicht?

Wir können den Wunsch zu geben nicht einfach so entdecken. Aber wenn wir selbst einen Wunsch zu geben entwickeln, dann können wir diesen Wunsch entdecken, und seine Enthüllung wird „die Enthüllung des Schöpfers“ oder „die Enthüllung der höheren Kraft“ genannt. Das heißt, der Wunsch zu geben ist die ursprüngliche Kraft, die im Universum vorhanden ist, und der Wunsch zu empfangen, der unsere (die der Schöpfung) Substanz ist, ist die zweite Kraft.

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Eine universelle Methode

Frage: Warum akzeptieren Sie nur die Kabbala als das Wissen des Universums? Das Universum ist eins, der Schöpfer ist eins. Warum sind Sie so kategorisch?

Antwort: Je mehr man die Kabbala studiert, desto mehr erkennt man, dass sie alle anderen Methoden einschließt. Sie lehnt nichts ab, sondern erklärt, wie die Menschheit sie auf den verschiedenen Stufen ihrer Entwicklung durchläuft.

Sie alle finden statt, bis der Mensch in einen Zustand kommt, in dem er das umfassende Bild des Universums, der Welt, der Menschheit und der Entwicklung über seinen Egoismus hinaus aufnehmen kann und dann zur Kabbala kommt.

Das ist der Grund, warum die Kabbala bis zu unserer Zeit verborgen war. Erst jetzt entwickelt sie sich allmählich. Die Menschheit soll als Ergebnis ihrer Suche von vielen verschiedenen anderen persönlichen Methoden, die sie innerhalb des Egoismus studiert hat, zu der Schlussfolgerung kommen, dass es im Egoismus nichts zu suchen gibt. Man muss dort rauskommen und sich über ihn erheben.

Nachdem ich alle diese Stadien durchlaufen und studiert habe, sehe ich die Wurzeln aller möglichen Methoden und Theorien und unterrichte deshalb nur die Kabbala. Ich bestehe darauf, dass sie das universelle System ist, um den Menschen in dieser Welt zu verändern und ihn auf die höchste Stufe zu erheben.

Es gibt zwei Kräfte in der Natur: Empfangen und Geben. Die Kabbala befasst sich damit, dass der Mensch, der mit dem Egoismus arbeitet, sich über die Kraft des Empfangens erheben und die nächste Stufe der Natur, die Kraft des Gebens erreichen kann.

Aus einem Videokonferenzgespräch von MAK

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Überprüfung durch Erfahrung

Frage: Warum wird die Kabbala in unserer Welt als Teil der Philosophie betrachtet? Sie wird sogar an Universitäten als Philosophie studiert.

Antwort: In unserer Welt werden alle spirituellen Wissenschaften zur Philosophie gezählt.

Man muss sagen, dass die gesamte Wissenschaft im Allgemeinen aus der Philosophie hervorgegangen ist. Da ich ein Doktor der Philosophie bin, wird mein Abschluss als PhD bezeichnet. Wenn ich in Physik promovieren würde, würde es immer noch als PhD gekennzeichnet werden. Früher gehörten alle Wissenschaften zur Philosophie. Philosophie, übersetzt als „Liebe zum Wissen“. Heute ist es etwas ganz anderes als Wissen.

Frage: Warum betrachten so viele Menschen die Kabbala nicht als Wissenschaft? Sie sagen: Was die Kabbala behauptet, kann nicht durch Erfahrung geprüft werden.

Antwort: Sie haben Recht. Schließlich muss man erst ein zusätzliches Sinnesorgan entwickeln, um zu spüren, was die Kabbala sagt und dann überzeugt sein, dass das was sie sagt, in der Natur existiert, überprüft und erforscht werden kann. Dies bestätigt, dass die Kabbala eine Wissenschaft ist.

Wir erforschen die Natur mit unseren fünf Sinnen. Die Kabbala sagt uns, dass es immer noch eine Möglichkeit gibt, die Natur durch das sechste Sinnesorgan zu erforschen, welches nicht dem Empfangen, sondern dem Geben dient. Es wird erklärt, wie man es entwickelt.

Es gibt Reste dieses Sinnesorgans im Menschen das Seele genannt wird. Die Kabbala entwickelt es und wenn der Mensch beginnt die Höhere Welt zu spüren, erklärt sie ihm, was er fühlt.

Aus der Fernsehsendung „ Nahaufnahme- Die Suchenden“.

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Gegenseitige Bürgschaft – Annullierung vom Egoismus

Frage: Ist der Aspekt der Bürgschaft etwas, durch den wir einen Widerstand gegen den Egoismus erlangen können?

Antwort: Ja, natürlich. Jeder annulliert sich selbst im Verhältnis zu den anderen um ein gemeinsames Verlangen zu schaffen.

Wenn jeder seine „tierische“ Komponente (d.h. für sich selbst zu empfangen) annulliert und nur seine menschliche Komponente (anderen zu geben) einbeziehen will, gibt es einen gemeinsamen Wunsch, in dem sich der Schöpfer offenbart.

Frage: Angenommen, sieben oder achttausend Menschen versammeln sich, wie es bei Kongressen üblich ist und versuchen, in den Zustand Arvut (gegenseitige Bürgschaft) zu gelangen. Ob es gelingt oder nicht, wissen wir nicht, aber wir wollen es unbedingt. Wird eine solche Personenzahl dazu beitragen, Ergebnisse zu erzielen?

Antwort: Natürlich, sowohl quantitativ als auch qualitativ. Quantität ist unverzichtbar, sie ist notwendig. Noch wichtiger ist die Qualität – die Spannung der Verbindung zwischen uns. Der Egoismus eines jeden versucht ihn von den anderen zu trennen. Deshalb hängt alles von der Kraft ab, mit der wir uns verbinden.

Der Sinn der spirituellen Arbeit besteht darin, in unserer gemeinsamen Verbindung die Qualität des Gebens und der Liebe zu finden, die über unserer Natur steht.

Aus dem Fernsehprogramm „Die Kraft des Buches Zohar“ 20

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Der erste spirituell geborene Mensch

Aussage: Rosch hashana (Neujahr) geht auf den Tag 3760 v. Chr. zurück, an dem der erste Mensch, Adam, der das spirituelle System, das wir „den Schöpfer“ nennen, begriffen hat, geboren wurde.

Antwort: Adam ist der erste Mensch, der in unserer Welt spirituell geboren wurde, denn es gab schon vor ihm Menschen auf der Erde. Er war der erste Mensch, der die spirituelle Stufe erreichte, und deshalb wurde er „Adam“ genannt, von dem Wort „dome“ – „ähnlich“ der Höheren Kraft.

Frage: Wir behaupten, dass jeder von uns auch Adam werden soll. Angenommen, ich möchte diese höhere Kraft offenbaren – welcher Zustand ist das?

Antwort: Wir können diese Kraft nicht, wie es Adam oder seine Nachfolger getan haben, aus unserem eigenen inneren Instinkt heraus offenbaren. Adam erarbeitete sofort, eine Methode zum Verständnis der höheren Kraft und schrieb sogar ein Buch mit dem Titel „Der verborgene Engel“ (Raziel a-Malakh).

Das ging so lange, bis dieses Wissen Abraham und seine Schüler erreichte.

Die Kabbala – von dem Wort „empfangen“ abgeleitet – untersucht, wie man diese höhere Kraft, die „Schöpfer“ genannt wird, verstehen, empfangen und offenbaren kann, während man in unserer Welt lebt.

Frage: Unsere Wünsche entwickeln sich ständig weiter, von den Grundbedürfnissen – nach Nahrung, Sex, Familie, Sicherheit – bis hin zu Wünschen nach Macht und Reichtum. Vor einigen hundert Jahren entstand im Menschen der Wunsch nach Wissen. Wenn in ihm der Wunsch auftaucht, die Grundursache zu verstehen, d.h. den Sinn des Lebens zu kennen, bedeutet das dann, dass der Wunsch von „Adam“ in ihm auftaucht?

Antwort: Ja, er muss den Menschen in sich selbst aufbauen. Wenn dieser Wunsch, die Ursache zu begreifen, in ihm zum ersten Mal realisiert wird, dann wird er als Mensch geboren.

Frage: Und wer ist Eva?

Antwort: Havah (Eva) ist sein Verlangen, in Verbindung mit dem er den Schöpfer begreift.

Tatsache ist, dass das spirituelle Verlangen aus einem männlichen und einem weiblichen Teil besteht, aus einer rechten und einer linken Linie, die – „Adam“ und „Hava“ genannt wird. Aus der Verbindung zwischen ihnen entsteht das Verständnis für den Schöpfer.

Aus der Fernsehsendung “ Spirituelle Zustände, Rosh hashana und Yom Kippur“.

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Die falsche Vernunft des Egoismus

Die Ursache für das Streben des Menschen zum Schöpfer wird als „Punkt im Herzen“ bezeichnet. Dieser Mensch spürt, wie dieser Punkt ihn zieht, aber er weiß nicht, wohin, und er weiß auch nicht, wer es tut. Dennoch möchte er den Sinn des Lebens erfahren, seinen Sinn, woher er kommt und wohin er geht und warum ihm dieses Leben gegeben wurde.

Diese Fragen entstehen bei vielen Menschen in der Kindheit und Jugend, verschwinden dann aber wieder. Schließlich setzen die Hormone ein, und die Welt verwirrt sie mit ihren illusorischen Werten und lenkt sie davon ab, die richtigen Fragen zu stellen: Warum lebe ich?

Manche Menschen können jedoch den Punkt in ihrem Herzen nicht auslöschen, der sie zu einer Verbindung mit dem Schöpfer zieht, und so kommen sie zur Weisheit der Kabbala. Dann haben sie die Wahl, ob sie nach ihrem Verstand handeln, danach, was sie in dieser Welt sehen, wie es heißt: mit einem „vernünftigen“ Blick.

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Wozu gibt es Menschen?

Frage: Was geschieht, wenn die Technik den größten Teil der Menschen überflüssig macht? Sie werden nicht überflüssig, weil sie schlecht oder erfolglos sind, sondern weil die sich entwickelnde Industrialisierung ebenso wie die Wirtschaft darauf ausgerichtet sind, die Kosten niedrig zu halten. 

Die höchsten Kosten verursachen heute natürlich die Menschen, die bezahlt und versorgt werden müssen, die eine Gesundheitsfürsorge benötigen und so weiter. Deshalb ist das derzeitige Wirtschaftssystem darauf ausgerichtet, die Arbeit von Maschinen und nicht von Menschen erledigen zu lassen.

Antwort: Ich kann nur eines sagen: Der Fortschritt hat kurioserweise tatsächlich dazu geführt, dass niemand mehr die Menschen braucht. Überhaupt niemand! Sie werden weder von den mächtigen Leuten an der Spitze noch von den Managern benötigt, die nur für sich selbst leben, während der Rest von uns für sie arbeitet.

Es stellt sich die Frage: “ Wo werden Menschen überhaupt benötigt?“

In Wirklichkeit werden die Menschen überhaupt nicht benötigt, um die Wirtschaft aufrechtzuerhalten, um sich selbst zu ernähren oder gar andere zu ernähren. Sie werden benötigt, um eine ganz andere Aufgabe zu erfüllen – die Offenbarung der Natur zu erreichen, ihren zweiten Teil zu entfalten.

Neben der egoistischen Eigenschaft des Empfangens, mit der wir geboren wurden und die in uns lebt und sich entwickelt, müssen wir auch die andere Seite der Natur entdecken – die altruistische Eigenschaft. Dann werden sich die beiden Eigenschaften gegenseitig ergänzen. Sie werden nicht zerstörerisch sein, wie zum Beispiel bei der Atombombe, sondern ergänzend. Dann werden wir eine komplett andere Natur sehen, eine andere Welt, wir werden entdecken und verstehen, was der Sinn unserer Existenz ist.

Wir werden sehen, dass alle Menschen notwendig sind. Die Natur ist vollkommen und absolut vollständig. Sie enthält nichts Überflüssiges. Wir müssen zu einem Zustand gelangen, in dem unsere gegenseitige Ergänzung zu einem solchen Verständnis der Natur führt, dass uns die Welt als ewiger, vollkommener, unendlicher, unermesslicher, absolut jeden beherbergender, höchster, herrlichster, wundersamer Teil erscheint, und nicht, wie wir uns jetzt wahrnehmen, weil wir uns nur in einer egoistischen Eigenschaft der Natur befinden.

Wir müssen unbedingt ihre zweite Hälfte enthüllen, und dann werden wir sehen, wie vollkommen alles ist.

Aus der TV-Sendung „Algorithmen statt Menschen“ von 04.08.2021

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Nur ein Idiot gibt nie auf

Frage: Es gibt eine berühmte Geschichte: Churchill war bereits 93 Jahre alt als er eingeladen wurde, einen Vortrag über das Leben- wie man lebt und so weiter zu halten. Er stimmte zu. Die Menschen kamen aus ganz England und weiter, um Churchill zuzuhören. Churchill kam auf die Bühne und sagte: „Gebt nie, nie, nie auf!“. Das war`s, und er ging. Für ihn war es wichtig, nur einen Satz zu sagen, nur diese eine Sache! Was bedeutet für Sie „nie, nie, nie aufzugeben“?

Antwort: Das bedeutet, dass man ständig – zumindest sehr oft – frustriert ist und am liebsten alles beenden würde, die Welt und sich von ihr abkoppeln möchte und so weiter. Und in einer Minute fängt man wieder von vorne an. Aufgeben und wieder von vorne anfangen. Ich glaube nicht, dass es einen solchen Idioten gibt, der niemals aufgibt. Churchill war auch nicht so.

Nicht aufgeben bedeutet, sogar wenn Sie aufgeben, zu erkennen, dass jetzt in Ihnen eine Kraft am Werk ist, die Sie dazu zwingt, das, was Sie gerade tun, zu beenden und eine neue Phase zu beginnen.

Frage: Meinen Sie damit, dass sozusagen eine Phase endet, und die nächste beginnt? Gibt es bei diesem Übergang immer einen Abstieg?

Antwort: Es ist notwendig! Wenn Sie nicht von der Vergangenheit enttäuscht sind, können Sie auch nicht neu anfangen. Sie müssen es so wahrnehmen, als wäre es der Tod. Ich meine, es ist nichts mehr da! Das gilt natürlich in erster Linie für mich. Alles gerät in Vergessenheit!

Frage: Wie findet man die Kraft, aus diesem Zustand herauszukommen?

Antwort: Aus dieser Leere, aus dem Wunsch heraus, sich von allem zu trennen, dann beginnt die neue Stufe.

Frage: Das gilt für Sie. Wie sieht es für den Durchschnittsbürger aus?

Antwort: Genau so.

Frage: Sind also Gedanken wie „Alles aufgeben und verlassen “ – gute Gedanken?

Antwort: Gutes Argument. Ohne das wird es nichts Neues geben. Kabbalisten verbergen nichts, auch nicht in welchen schrecklichen Zuständen sie sich befinden!

Frage: Erzählen Sie das Gleiche auch dem Durchschnittsbürger?

Antwort: Das ist für jeden wichtig. Die ganze Natur ist darauf aufgebaut, dass sich zwei Zustände ständig ändern: Empfangen und Geben, Plus – Minus, Dunkelheit – Licht, und so weiter. Deswegen ist der nächste Aufstieg ohne Enttäuschungen nicht möglich.

Frage: Gibt es Phänomene, bei denen ein Mensch durchs Leben geht und niemals aufgibt?

Antwort: Nur wenn er ein Idiot ist. Ich bin solchen Menschen begegnet. Aber sie werden dressiert, wenn sie nicht schon so geboren wurden. Sie sind wie ein Aufziehspielzeug: ein Steckschlüssel hintendran, sie werden aufgezogen, sind eingeschaltet und so verbringen sie ihr ganzes Leben.

Fazit: Sie haben viele Morgen, Abende, Tage, Nächte, die sich schnell abwechseln. Das Wichtigste ist, so viele Leben wie möglich innerhalb eines Lebens in diesem Körper zu durchleben.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michal Laitman“, 11.02.2021

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Ein Selfie für die Ewigkeit

Seitdem Kameras in Mobiltelefonen allgegenwärtig sind, haben die Menschen begonnen, Fotos von sich selbst (Selfies) in verschiedenen Situationen zu machen. Mit der wachsenden Bedeutung, die wir den sozialen Medien beimessen, entstand auch das Bedürfnis, uns auf gewagtere, besondere und originelle Weise zu präsentieren. Dabei erkennen die Menschen keine Grenzen. Laut einer Studie des National Center for Biotechnology Information, das dem National Institute of Health unterstellt ist, nimmt der Trend zu riskanten Selfies zu. Im Jahr 2011 starben z.B. drei Menschen bei sogenannten „Selficides“ (Selfie-bedingte tödliche Unfälle). Im Jahr 2017 lag diese Zahl bei 93.

Wir können nicht oft genug betonen, wie gefährlich es ist, leichtsinnige Selfies zu machen. Wir weisen unmissverständlich darauf hin, dass ein solches unverantwortliches Verhalten das Leben kosten kann. Wir müssen verstehen, woher dieses Phänomen kommt. Wenn wir diese Tragödien wirklich verhindern wollen, müssen wir die Einstellung der Menschen zu sich selbst und zu ihrem Platz in der Welt ändern. 

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