Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Shamati – Das wertvollste Buch der Welt


In einem der letzten Blogeinträge schrieb ich, dass wir gerade eine neue Ausgabe der gesammelten Arbeiten von Rav Baruch Shalom Ashlag – dem Rabash – veröffentlicht haben. Hier möchte ich einige Einblicke in die Geschichte und das Entstehen dieses äußerst kostbaren Textes geben, den uns Rabash hinterlassen hat – das Buch Shamati:

Shamati ist das wertvollste Buch der Welt, denn es hat die Kraft, einen Menschen zum Sinn seines Lebens zu führen. Shamati ist das Hauptwerk kabbalistischer Quellen. Es beinhaltet alle Grundsätze der spirituellen Arbeit eines Menschen. Die Artikel des Buches fassen alles zusammen, was ein Mensch benötigt, um in die Höhere Welt einzutreten. Sie umspannen die unendliche Tiefe aller 125 Stufen, die ein Mensch während seines spirituellen Weges durchwandern kann und muss, bis er an das Ziel des Schöpfungsplans gelangt. Kein anderes Buch der Menschheitsgeschichte dringt tiefer in die spirituelle Arbeit des Menschen ein.

Woher kommt das Buch Shamati? Hier eine kurze Geschichte: Unter allen Büchern und Manuskripten, die mein Lehrer Rabash für den Unterricht verwendete, gab es ein spezielles persönliches Notizbuch, auf dessen Einband „Shamati“ – Hebräisch für „Was ich hörte“ -geschrieben stand. Er verließ niemals das Haus, ohne dieses Buch bei sich zu tragen. Er hörte auch nie auf, es zu studieren und darin zu lesen.

Eines Tages zu später Stunde gab er es mir mit den Worten: „Nimm dieses Notizbuch und verwende es.“ Ich verstand sofort, dass sein Weg bald zu Ende gehen würde. Und tatsächlich verstarb er am nächsten Morgen. Seine reine Seele stieg zu den unbekannten Höhen auf, als der Morgen dämmerte.

Das Notizbuch war sehr umfangreich und umfasste die Unterrichte seines Vaters, des großen Kabbalisten Yehuda Ashlag – Baal HaSulam.

Baal HaSulam fasste darin sein gesamtes kabbalistisches Wissen zusammen, das zuvor nur verhüllt von Lehrer zu Schüler und von Generation zu Generation weitergegeben worden war – und dies über Tausende von Jahren. Dadurch bereitete Baal HaSulam eine Methode für uns vor, die uns alle zum spirituellen Aufstieg führen kann.

Rav Baruch Ashlag schrieb die Unterrichte aus dem Mund seines Vaters Wort für Wort mit. Daher sollten wir diesen Worten genau folgen und die Form, die Baal HaSulam für diese Worte wählte, exakt beibehalten. Wir sollten danach streben, in seine Gedanken einzutauchen, um denselben Weg einzuschlagen, den der Text vorgibt. So können wir den Gedanken Baal HaSulams folgen. Es ist wichtiger, sich an einen großen Kabbalisten zu heften, als auf die Schönheit der linguistischen Feinheiten zu achten. Wir sollten danach streben, die innere Schönheit dieser Texte zu erfassen – dadurch wird unser Verständnis für die Artikel eine konstante Entwicklung erfahren, sodass wir tiefer und tiefer in deren Inhalt eindringen können.

In diesen Artikeln bezieht sich Baal HaSulam oft auf Aussprüche anderer Kabbalisten und deren höchste Erkenntnisse. Diese Zitate geben uns einen Einblick in die Tiefe des Themas. Sie helfen uns auch zu realisieren, dass wir die Methode der Anheftung an den Schöpfer aus der Abstammungslinie der Kabbalisten erhalten – sie wird uns von dem allerletzten Kabbalisten dieser Linie übermittelt – vom großen Baal HaSulam.
All diese Texte sollten als ein Gesamtwerk betrachtet werden, weil sie alle nur über das Gleiche sprechen. Sie beschreiben, wie das Geschöpf nach seinem Erschaffer sucht, wie es sich Ihm langsam annähert, um schließlich mit Ihm zu verschmelzen.

Tatsächlich erläutern diese Texte die Arbeit, die ein Mensch auf sich nehmen muss, um die Gleichheit der Form, Anheftung und Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erreichen. In der gesamten Wirklichkeit gibt es keinen anderen Grund für unsere Existenz außer diesem erhabenen Ziel. In Übereinstimmung mit diesem Ziel ermöglicht der Mensch der Wirklichkeit, allen Welten und allem darin Existierenden den Aufstieg und die Verschmelzung mit dem Schöpfer.

Daher müssen wir verstehen, dass sich das gesamte Universum, alle Geschöpfe und alle Welten innerhalb eines Menschen befinden. Jeder Mensch muss sich vorstellen, dass er dieser Mensch ist und dass er frei wählen und handeln kann. Er – und nur er – steht dem Schöpfer gegenüber und hat die Verantwortung und das Privileg, diese notwendige Arbeit zu verrichten, um Übereinstimmung der Form, Verschmelzung und Anheftung an den Schöpfer zu erreichen.
Davon handelt das Buch Shamati.

Die Uhr tickt und die Zeit eilt. In allen Teilen der Welt gibt es Menschen, die ein zunehmendes Interesse an spirituellem Fortschritt und Aufstieg in sich spüren und sich fragen: „Was ist der Sinn meines Lebens?“
Dies ließ mich die Einzigartigkeit und Wichtigkeit der Shamati Artikel erkennen und daher habe ich mich entschlossen, dieses Buch zu veröffentlichen und es der Welt zu enthüllen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Das Größte, was Sie tun können, ist das Größte zu erlangen, was es gibt
Shamati Artikel

Erlösung erfolgt durch die Hand des Schöpfers


Ich erhielt Fragen über den Abstieg und wie man damit umgeht:

Frage: Manchmal verliere ich die richtige Absicht und fühle mich, als käme ich vom spirituellen Weg ab. Manchmal habe ich Angst und fühle mich leer in Bezug auf diese Welt. Es gibt sogar Zeiten, in denen ich mich inspiriert fühle und viel tue, aber ich spüre trotzdem, dass das eine Lüge ist und dass mir die richtige Ausrichtung fehlt. Wenn ich diese Gefühle habe, sollte ich dann versuchen, den Schöpfer zu sehen und was Er mir dadurch zu „sagen“ versucht?

Meine Antwort: Du wirst noch mehr Eindrücke sammeln müssen, um die Höheren Stufen zu fühlen. Was du tun solltest? Einfach weitermachen (lies die Texte von Baal HaSulam und Rabash, die davon handeln). Niemand weiß vorher, welches Volumen seiner Seele in jedem Reshimo und jedem Grad vollständig enthüllt werden muss, damit die Seele dann zum nächsten Grad aufsteigt. Deswegen ist das einzige, was wir tun sollten, in eine Richtung zu „streben“, „wie ein Ochse zur Bürde und ein Esel zur Last.“ „Es liegt nicht an dir, die Arbeit zu vollenden, dennoch musst du sie stetig und beharrlich tun und es steht dir nicht frei zu gehen,“ und dann wird die Korrektur als „Erlösung durch die Hand des Schöpfers“ augenblicklich und unerwartet kommen, entsprechend dem Prinzip „du strengst dich an – und du findest.“

Frage: Wenn ich mich im Stadium des Abstiegs befinde, sollte ich sofort ein Buch öffnen oder sollte ich zuerst versuchen, dieses Stadium selbst zu überwinden?

Meine Antwort: Es ist das Beste, ein Buch zu öffnen, geh auf unsere Webseite oder auf meinen Blog, um etwas zu lesen oder zu sehen, was deine Gefühle beantworten wird. Für Anfänger empfehle ich mein viertes Buch „Leben aus der Kabbala“ genauso wie die Zitate von Kabbalisten.

Frage: Ist es für einen Menschen möglich, zu schnell voranzukommen und deswegen einen Abstieg zu riskieren?

Meine Antwort: Abstiege sind nützlich und sie müssen zwischen den Stufen passieren. Ob sie schnell oder langsam vorbei gehen hängt nicht davon ab, ob ein Mensch alle seine Anstrengungen investiert oder nicht. Denn nicht der Mensch selbst bestimmt dies, sondern es wird von der Natur der Stufen bestimmt – der nächste Grad wird ihm enthüllt, sobald er bereit für ihn ist, d.h. sobald er sein Kli dafür vorbereitet hat. Mit anderen Worten wird das korrigierte, fertige Kli mit der Eigenschaft des Schenkens, des Lichtes oder dem Schöpfer gefüllt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Hast Du Zweifel – verbreite!
Blog-post: Freuen Sie sich über die Abstiege!
Blog-post: Wir bilden unsere Seele, indem wir die zu uns kommenden Reschimot korrigieren (für Fortgeschrittene)
Blog-post: Der Kreislauf von Abstiegen und Aufstiegen und die Korrektur des Maaser (für Fortgeschrittene)
Blog-post: Richtlinien zum Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam
eBook: Leben aus der Kabbala

Mein erstes Buch in Arabisch

Wir haben gerade mein erstes Buch in Arabisch veröffentlicht – eine Übersetzung des Buches Vom Chaos zu Harmonie.

Es gibt unter der arabischen Bevölkerung viele Menschen, die sich für den spirituellen Aufstieg interessieren. Dies hat in der landläufigen arabischen Kultur sehr alte Wurzeln. Ich habe viele Studenten, deren Muttersprache Arabisch ist und darum bin ich sehr erfreut, dass dieses Buch veröffentlicht wurde. Schließlich wurde die Kabbala der Welt von unserem gemeinsamen Vorfahren Abraham enthüllt.

Ich hoffe, dass wir mit der Hilfe von meinen arabischen Studenten bald noch mehr kabbalistische Bücher in Arabisch veröffentlichen werden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit!

Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala in einer Kairoer Tageszeitung
Blog-post: Kabbala für Alle!
Blog-post: Wir sind alle Kinder des Schöpfers
Kabbala Website auf Arabisch

Kabbalisten sind nicht an Geschichte interessiert


Eine Frage, die ich erhielt: In Tel Aviv, Yaffo, im Bezirk Neve-Tzedek, gibt es eine Synagoge mit dem Namen „Marot HaSulam“ (מראות הסולם), obwohl es leider eine Ruine ist. Können Sie bitte ihren Namen erklären? Steht sie in Verbindung mit Baal HaSulams Perush HaSulam (Der Leiter-Kommentar zum Buch Sohar)? Ich weiß, dass einige Kommentare zum Buch Sohar in dieser Synagoge geschrieben wurden. Die Synagoge wurde im Jahr 1910 gegründet, und Baal HaSulam schrieb seinen Perush HaSulam im Jahr 1940. Schrieb er es in dieser Synagoge?

Meine Antwort: Um seinen Gegnern zu entkommen war Baal HaSulam gezwungen, von Jerusalem nach Yaffo umzusiedeln. Er lebte dort und besuchte diese Synagoge. Dann zog er nach Tel Aviv, in eine Wohngegend in der Nähe der Rothchild Street.

Genau wie mein Lehrer Rabash, Baal HaSulams ältester Sohn, war ich nie an Geschichte interessiert, sondern nur am Aufstieg von unserer Welt in die Höhere Welt. Menschen, die sich von Geschichte und dem, was mit dem Körper geschieht, angezogen fühlen, werden nicht von höherem angezogen – von der Spiritualität. Ich meinerseits empfinde keinerlei Interesse an diesem Ort. Allerdings wäre es nett, ihn in ein Museum über Baal HaSulam zu verwandeln, in einen Platz, der Menschen Kabbala erklärt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Hören Sie auf, an die Vergangenheit zu denken!
Blog-post: Ein Kabbala-Museum – Ist so etwas möglich?
5 Dinge die Sie über den Sohar wissen sollten
Über Rabbi Yehuda Ashlag

Der Kreislauf von Abstiegen und Aufstiegen und die Korrektur des Maaser (fortgeschritten)


Zwei Fragen, die ich von Frauen erhielt, über den Sinn der Vorbereitung in der inneren Arbeit des Menschen und zu der Notwendigkeit, Maaser zu bezahlen:

Frage: Ich versuche, ständig im Zustand der „Vorbereitung“ zu sein, die Absicht aufrecht zu halten und mich mit meinem Mann zu verbinden, der ebenfalls Kabbala studiert und verbreitet. Doch manchmal erfahre ich Abstiege und verliere meine gesamte Verbindung mit dem Schöpfer. Später komme ich dort heraus und versuche, meine Vorbereitung, so sehr ich kann, noch mehr zu verstärken. Doch danach gibt es noch mehr Abstiege und dann verstärke ich wiederum meine Vorbereitung und mein Bestreben und es folgen darauf noch weitere Abstiege.

Ich verstehe, dass es immer Abstiege und Aufstiege geben wird und dass diese notwendig sind. Doch wenn ich meine Verbindung mit dem Schöpfer verliere, bedeutet dies dann nicht, dass ich nicht genügend Zeit in die Vorbereitung investiere? Ist die Vorbereitung nicht dazu gedacht, einem Menschen zu helfen, schneller aus einem Abstieg herauszukommen? Oder ist die Vorbereitung dazu gedacht, die Abstiege zu vermeiden und weniger davon zu haben?

Meine Antwort: Wenn Sie sich richtig vorbereiten, werden Sie, wann immer Sie einen Zustand erleben und dieser Zustand dann schließlich aufhört, sich über Ihnen abzuspielen (er hört auf, sich vollständig durch alle zehn Sefirot, oder alle vier Stufen, zu manifestieren), sofort anfangen, das Ende dieses Zustandes als einen Aufstieg zu empfinden – wenn Sie sich vorher richtig vorbereitet haben. Und dann werden Sie sofort davon aufsteigen wollen und Sie werden damit beginnen, intensiv die externen Kräfte der Gruppe anzuziehen. Die Gruppe wird Ihnen folgendes geben:

1. Die Wichtigkeit des Ziels
2. Die Wahrnehmung Ihrer eigenen Schwäche
3. Die nötige Bestrebung, die Korrektur von oben zu erbitten

Als ein Resultat von all dem, werden Sie eine Bitte (ein MAN) generieren und dann wird das Licht der Korrektur (Or Makif, MAD) während des allgemeinen Studiums der Gruppe herabsteigen. Und dann werden Sie aufsteigen, d.h. Sie werden die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens so wahrnehmen, als ob dies die höchst mögliche Sache wäre.

Und auf diese Weise beginnt ein neuer Kreislauf.

Frage: Wenn Frauen zusammen mit Männern an der Gruppe teilnehmen, müssen diese dann ebenfalls Maaser bezahlen?

Meine Antwort: Ja. Jeder Mensch, der vorankommt, muss ein Zehntel seines Nettoeinkommens für die weltweite Verbreitung der Kabbala und für die Korrektur der Welt abgeben. Dies ist keine Tradition, sondern eine Notwendigkeit, um ein Zehntel Ihres egoistischen Verlangens (Malchut) zu korrigieren. Die anderen Teile werden durch Ihre Anstrengungen im Studium, in der Gruppe und in der Verbreitung korrigiert. Sie können diese nicht einfach „loskaufen“, so wie Sie das mit „unbelebten“ Teilen Ihrer Verlangen machen.

Ist das nicht eine Schande? Es wäre so einfach, nur jemanden zu bezahlen und sich dann plötzlich in der spirituellen Welt wiederzufinden! Da jedoch unsere Handlung, 10% für die Korrektur der Welt zu geben, ein Teil der Korrektur ist, erhebt unser Egoismus auf jegliche Art Einspruch und deshalb erhält ein Mensch enorme Störungen, wenn es darum geht, das Maaser abzugeben. Doch normalerweise hat kein Mensch Schwierigkeiten damit, 10% seines Einkommens für Unterhaltungszwecke oder auf jegliche Art und Weise zu verschwenden, für Dinge, die er eigentlich überhaupt nicht braucht. Ohne sich jedoch auf diese Weise an der allgemeinen Korrektur zu beteiligen, kann ein Mensch auch nicht seine eigene Korrektur durchleben! Normalerweise schlagen wir vor, dieses Geld dafür zu verwenden, kabbalistische Materialien zu kaufen und diese selbst zu verbreiten. Anders ausgedrückt, der eigene Zehnte Teil wird für die richtige Verwendung eingesetzt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Frauen müssen an der Korrektur arbeiten – genau wie Männer
Blog-post: Die Korrektur der Frau
Blog-post: Freuen Sie sich über die Abstiege!
Vortrag: Die spirituelle Entwicklung der Frauen, Teil 1
Vortrag: Die spirituelle Entwicklung der Frauen, Teil2
Vortrag: Die spirituelle Entwicklung, Teil3

Hast du Zweifel, verbreite!


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man auf dem spirituellen Weg Erfolg hat

Frage: Ich habe ein Problem – Ich bin nicht sozial. Wann immer ich in einer Gruppe war, habe ich dominiert, so war ich nicht wirklich ein Teil davon. Können Sie mir einen Rat geben, was da zu tun ist, wenn es überhaupt etwas gibt, das man tun kann?

Meine Antwort: Verbreite mehr und zwinge Dich nicht. Deine Sorge für die Verbreitung wird in Dir Fürsorge für andere hervorrufen und Du wirst unweigerlich sozial werden, wie ein Vater seinen Kindern gegenüber. Der Einfluss des Umgebenden Lichtes (Or Makif) wird dies bewirken und lässt Dich Deine Freunde als gleichwertig betrachten.

Frage: Ich habe schon zwei Jahre lang studiert und arbeite sogar in der Verbreitung. Während dieser ganzen Zeit gab es Tage, in denen ich in einem Abstieg war, doch ebenso Tage, in denen ich so viel Genuss von diesem Vorgang bekam, dass ich mich „betrunken“ fühlte. Ich habe Angst, einen Fehler auf dem Weg zu machen und deshalb ist meine Frage: Füttere ich lediglich mein Ego?

Meine Antwort: Hab keine Angst, Dein Ego zu füttern; dies ist notwendig, denn andernfalls hättest Du keine Motivation (Homer Delek). Nur systematisches Studium und Verbreitung wird das Umgebende Licht (Or Makif) anziehen und sein Einfluss wird Dir Erfolg bescheren. Du solltest der Wahrnehmung von Aufstiegen und Abstiegen weniger Beachtung schenken. Alles wird vorübergehen und mit der echten Wahrnehmung des Schöpfers ersetzt werden. Das Allerwichtigste ist, die Ergebnisse vom Einfluss des Umgebenden Lichtes (Or Makif) zu erwarten. Viel Glück!

Verwandtes Material:
Blog-post: Nur der Einfluss des Höheren Lichtes kann dir die Wichtigkeit der Gruppe geben
Blog-post: Der Rat für Einsteiger – Verbreite!
Blog-post: Kabbala für alle!

Strebe Deinem Ziel entgegen und überlasse dem Schöpfer den Rest


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man die spirituelle Entwicklung mit den täglichen Verlangen und Verantwortungen vereinigen kann

Frage: Ich bin 17 Jahre alt und studiere Kabbala seit ca. 4 Monaten. Manchmal werde ich von anderen Wünschen abgelenkt, gehe ihnen nach und vergesse Kabbala dabei. Manchmal kommt es mir so vor, als ob diese mir wichtiger sind als meine Korrektur. Was soll ich tun? Kommt das Problem wegen meines Alters, oder sind es Reschimot, die ich korrigieren muss?

Meine Antwort: Achten Sie nicht auf die Störungen und studieren Sie weiter. Dann kommt das Höhere Licht und korrigiert Sie. Indem Sie auf dem spirituellem Weg weitermachen, stellen Sie fest, wie sehr Ihre Wünsche Sie beherrschen, und das Einzige, was Sie retten kann, ist die Hilfe von Oben. Nur die Geduld macht einen Kabbalisten aus Ihnen.

Frage: Glauben Sie wirklich, dass wir den höchsten Grad in diesem Leben erreichen können, auch wenn wir uns nicht völlig dem Studium widmen? Wie kann dies in diesem Leben möglich sein, wenn man an die Verwantwortungen denkt, die wir gegenüber den Menschen um uns herum und der Gesellschaft haben?

Meine Antwort: Ich bezweifele nicht, dass es jeder kann. Auch wenn jemand den Machsom nicht in diesem Leben erreicht, dann wird er sehr wenig im nächsten Leben dafür zu tun haben. Und danach wird Ihre Seele Sie auf den Stufen des Aufstiegs führen!

Einzig und allein die Bemühung, den Schöpfer zu erreichen, bleibt. Alles andere verschwindet, denn es kommt von Oben, und ist nicht etwas, was wir arrangiert haben. Das Beste, was Sie tun können, ist nach dem Ziel zu streben und das Resultat dem Schöpfer zu überlassen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Das Körperliche hat keine Auswirkung auf das Spirituelle
Blog-post: Wut in Fortschritt umwandeln
Kabbala-Blog: „Licht“ – die kabbalistische Bedeutung

Das Leben ist ein Spiel


Zwei Fragen, die ich zur Thematik der freien Wahl erhalten habe

Frage: Was macht man, wenn man erkannt hat, dass es niemandem außer Ihm gibt und man eigentlich überhaupt nicht existiert? Ich empfinde das heute so und es macht mir Angst. Alles ist ein Spiel und ich spiele nicht mit. Ich spüre, dass es nur einen Ausweg gibt – ich muss ein Mensch werden. Ich muss meinen Punkt im Herzen entwickeln, weil „ich“ sonst überhaupt nicht existiere. Es ist ein beängstigendes Leben, wenn einem bewußt ist, dass man gar nicht existiert. Aber die Antwort kommt sofort. Sie findet sich einzig in der Anheftung an den Schöpfer und dem eigenen spirituellen Aufstieg. Aber wie gehe ich mit dieser Angst um?

Meine Antwort: Nur durch die tägliche Teilnahme am Unterricht (wenigstens an einem Teil davon, auch wenn nur virtuell), mit anderen zusammen an der Verbreitung arbeiten und am wichtigsten ist, das Weltkli zu fühlen. Nur hierdurch können Sie diesen negativen Gefühlen entkommen! Denn Spiritualität kann nur durch die Verbindung der einzelnen Seelenteilchen miteinander erlangt werden und auch nur in dem Ausmaß ihrer Einheit. Nur durch die richtige Verbindung untereinander und die Verbreitung können die negativen Empfindungen eliminiert werden.

Frage: Gestern bin ich aus dem Haus gegangen und hatte das Gefühl, überhaupt nicht draußen zu sein. Ich hatte den Eindruck, dass sich nur die Szenerie geändert hat. Ich sehe die Menschen zwar immer noch so wie früher, aber jetzt nehme ich noch mehr wahr – ich erkenne, dass es überhaupt keine Unabhängigkeit gibt und dass wir alle Marionetten sind….

Meine Antwort: Sie sollten außerdem nicht vergessen, dass auch Sie wie diese Menschen sind… Ihr Gefühl ist schon richtig. Alles um uns herum ist nur ein Theater und jeder handelt nur gemäß seiner Rolle. Finden Sie heraus, welche Rolle Sie spielen und was Ihre Bestimmung ist: Enthüllen Sie das gesamte Bild des Universums und spielen Sie Ihre Rolle bewusst, damit Sie sich den Eigenschaften des Schöpfers angleichen. Indem Sie Seine Rolle spielen, fangen Sie an, Ihn und das Design dieses großartigen Regisseurs zu verstehen.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Weisheit der Kabbala
Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit

In der Spiritualität braucht man kein Wissen!


Zwei Fragen die ich darüber erhielt, welche Rolle Wissen beim spirituellen Aufstieg spielt

Frage: Muss ich um voranzukommen wissen, in welchem Stadium und auf welcher spirituellen Stufe ich bin? Und ganz im Allgemeinen, wie wichtig ist es für meine spirituelle Entwicklung, Kenntnisse über die spirituellen Welten zu haben?

Meine Antwort: Wissen ist sowieso egal. Allerdings hilft es Ihnen, mit dem Thema (der Korrektur Ihrer Seele) in Verbindung zu stehen. Dennoch ist das Wichtigste, das Licht der Korrektur anzuziehen und dies geschieht während des Studiums authentischer kabbalistischer Texte. In der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot,“ Punkt 155, steht geschrieben, dass das Licht in dem Maße übergeht, in dem man zu verstehen wünscht, was im Text gesagt wird, selbst wenn man nichts davon versteht. Das heißt, eine Person versucht im Prinzip zu verstehen, was das Buch über sie und ihren Zustand sagt. Das kommt daher, weil ein kabbalistischer Text alle Zustände aller Seelen beinhaltet und jede Seele ist im Stande, „ihre eigene Frequenz zu finden,“ die Frequenz, auf der die allgemeine Seele, der Schöpfer, zu ihr spricht.

Frage: Sie sagten, dass eine Person, die in der Kabbala voranschreitet, sich nicht den Büchern zuwenden muss, wenn sie sich ihrer Freiheit der Wahl bewusst wird. Dies sei etwas, das sie innerlich tun müsse. Meine Frage ist: Wie macht man das innerlich mit sich selbst aus, wenn man die Kräfte dafür nicht in sich hat? Sie sagten, dass sich eine Person der Gesellschaft zuwenden sollte, wenn er seine Freiheit der Wahl begreifen will.

Meine Antwort: Baal HaSulam spricht darüber in einem seiner Briefe. Er schreibt, wenn der Mensch das Verlangen hat, etwas in sich selbst zu begreifen, solle er mit sich alleine sein, ohne Bücher. Auf diese Weise wird man sich selbst und das Ergebnis dessen spüren, was durch das Studium der Kabbala mit einem geschehen ist. Man wird im Stande sein, sich selbst, seinen Weg, zu finden, etwas Eigenes, anstelle dessen, was andere sagten.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Einführung zu Talmud Esser HaSefirot

So verwenden Sie kabbalistische Quellentexte richtig!


Zwei Fragen, die ich über kabbalistische Texte erhielt

Frage: Ich stelle fest, dass sich die Kabbala darauf konzentriert, das Leben zu verändern. Doch kann ich keine Anweisungen finden, wie ich am besten alle grundlegenden Texte von Humasch, Mischnah, Talmud, Halachot und anderen einordnen kann. Wie soll man sie verwenden? Brauchen wir sie überhaupt? Und wie rücken wir diese ins rechte Licht ?

Meine Antwort: Sobald Sie Kabbala lernen, werden Sie auch andere Quellen lesen und beginnen zu verstehen, dass sie alle über Spiritualität oder den Schöpfer sprechen. Das heisst, sie sind ebenfalls Kabbala, nur sind sie in einem anderen Stil geschrieben! Ich habe gerade eine gekürzte Übersetzung des wöchentlichen Tora-Abschnittes gepostet. Warum? Weil der größte Kabbalist aller Zeiten, Moses, in diesem Buch den Aufstieg der Seele des Menschen auf den 125 Stufen der Leiter der Gleichartigkeit mit dem Schöpfer beschreibt. Wir müssen nun diesen Aufstieg verwirklichen – wir alle zusammen und jeder einzelne von uns individuell – , uns auf jedem Level immer mehr vereinigen, damit wir am Ende des Aufstieges letztendlich die einzige Seele von Adam werden. Keine andere Quelle erklärt diesen Weg so präzise und in so vielen Einzelheiten!

Der Sohar ist ein Kommentar der Tora. Unser nächster Schritt ist, schrittweise damit zu beginnen, das Buch Sohar in diesem Blog zu studieren und dann werden wir anfangen zu verstehen, was uns wirklich in der Tora überliefert wurde. Dann, nach der Tora (Humasch), werden wir auch in der Lage sein, Mischnah, Talmud und Halachot auf diese Weise zu lernen. Jedes dieser Bücher spricht nur von der Korrektur des Menschen, seiner Seele oder dem egoistischen Verlangen – Yetzer Ra – das vom Schöpfer erschaffen wurde. Und danach wurde uns die Tora (Tavlin) gegeben, ausschließlich für dessen Korrektur. Diejenigen, die in ihrem Innern den Egoismus nicht spüren, studieren nicht Tora. Sie lesen einen „leeren“ Text anstelle dessen, was Moses ihnen gab. Sie werden nur in der Lage sein, alle diese Bücher korrekt zu „verinnerlichen“, nachdem Sie sich selbst genau darauf abgestimmt haben, wie heilige Bücher zu verwenden sind (Heiligkeit ist etwas, das Ihnen die Eigenschaft von Heiligkeit gibt – Liebe und Geben).

Frage: Als ich Kabbala an der Hochschule studierte, wurde das Buch Sefer HaBahir mehrere Male genannt, doch Sie erwähnen das Buch nicht auf Ihrer Homepage oder während Ihres Unterrichtes. Hat dieses Buch jemals existiert?

Mein Antwort: Ja, das Buch Sefer HaBahir existiert. Wir lernen jedoch hauptsächlich aus den Werken von Baal HaSulam, der der letzte Kabbalist war und sich daher am besten für die Korrektur unserer Seelen eignet. Außer seinen Werken studieren wir auch die Texte von Rabash, Ramchal und Tanach.