Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Absicht'

Ich bin für den kabbalistischen Staat


Zwei Fragen, die ich über den gegenwärtigen Zustand der Welt erhielt:

Frage: Shlama Ilelochum, Rabu Michael. Glauben Sie an eine Wiederbelebung des assyrischen Staates? Sind Sie DAFÜR oder DAGEGEN?

Meine Antwort: Ich bin nur für einen Staat in der Welt – einen kabbalistischen Staat, dessen Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ sein wird. Dann werden alle Nationen wie eine Familie sein. Das ist es, wozu wir vom Schöpfer oder der Natur verpflichtet sind. Wir müssen in Übereinstimmung mit der globalen Verbindung leben, in der wir uns befinden. Die Entstehung separater Staaten steht der Einheit der Welt entgegen. Siehe Baal HaSulams Artikel „Der Frieden“ und „Frieden in der Welt“.

Frage: Viele Menschen, die Kommentare einstellen, scheinen zu denken, dass wirtschaftlicher Wohlstand, der durch freie Märkte erreicht wird, egoistisch und böse ist. Das Einzige was böse sein kann ist die Absicht. Als Menschen brauchen wir einen Zugang zu Ressourcen, um zu überleben – d. h. Nahrung, Obdach und Bildung. Natürlich ist es nicht das Problem, Wohlstand und Wissen durch die Marktwirtschaft zu erlangen, sondern in der Verteilung unter denen, die es benötigen. Diese Verteilung kann am besten in der eigenen Gemeinschaft gemacht werden. Die Sanftmütigen werden die Welt nur erben, wenn diejenigen, die Reichtümer angehäuft haben, einen Weg finden, ihn an Notbedürftige zu verteilen. Bitte geben Sie dazu einen Kommentar.

Meine Antwort: Ich möchte Ihnen raten, die Texte über die Krise und deren Lösung anzuschauen, als auch davon handelnde Artikel Baal HaSulams – „Der Frieden“, „ Frieden in der Welt“ und „Die Freiheit“.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie werden wir in der letzten Generation leben?
Blog-post: Eine spirituelle Revolution ist unvermeidbar

Ratschlag für Studenten: Studiere, verbinde dich und verbreite


Fragen, die ich über den spirituellen Pfad erhielt:

Frage: Ich studiere Kabbala schon seit geraumer Zeit (mehr als vier Jahre) und habe von Anfang an verbreitet. Seit meiner ersten Lektion bis heute spüre ich, wann immer ich durch etwas in der Lektion (oder von Nachrichten über eine großartige Verbreitungsaktion) besonders beindruckt bin, eine klare körperliche Empfindung, die einmalig ist und die ich niemals in einer anderen Situation verspüre. Es fühlt sich wie eine Energiewelle an (wie Elektrizität), geht durch meinen ganzen Körper und ist so eine Art angenehmes Gefühl. Trotzdem verwirrt es mich jedesmal. Ich weiß nicht, ob das normal ist, was es bedeutet und wie ich mich verhalten soll. Ich weiß, dass sich Spiritualität nicht in der Körperlichkeit wiederspiegelt und dass ich nicht darüber verwirrt sein sollte, aber ich wollte Sie das schon seit langem fragen. Was bedeutet das nun und wie sollte ich mich verhalten?

Meine Antwort: Schritt für Schritt wird alles Ausgewogenheit erlangen. Sie sollten Studium und Verbreitung einfach miteinander abwechseln.

Frage: Könnten Sie bitte erklären, wie man seine Anstrengungen messen kann? Ich könnte annehmen, dass ich eine Menge Anstrengungen investiere, während andere, die mich beobachten, sagen könnten, dass ich das nicht tue. Und in welchem Bereich sollten die Bemühungen unternommen werden, in der Verbreitung oder im Studium?

Meine Antwort: Wenn Sie stets über spirituellen Fortschritt nachdenken, heißt das, dass Sie die notwendigen Anstrengungen machen.

Frage: Wie erklären Sie es, wenn eine Person, die vor Unterrichtsbeginn überhaupt nicht schläfrig war, während der Lektion einschläft?

Meine Antwort: Das passiert, weil das Material, das Sie studieren, nicht mit Ihren spirituellen oder physischen Interessen und Verlangen übereinstimmt.

Frage: Ich bin auf dem Weg des Leidens, aber ich trenne mich niemals von der englischen Ausführung des Buches „Shamati“ Was kann ich sonst noch tun, um sicher zu stellen, dass alles was ich durchlebe kein Abfall (Verschwendung) sein wird?

Meine Antwort: Studieren Sie, verbinden Sie sich mit den anderen und verbreiten Sie. Besonders zu Zeiten des Leidens, oder mit anderen Worten, während Sie noch nicht das Höhere Licht auf Sich erweckt haben, sollten Sie sich auf die gemeinsame Verbreitung mit Freunden konzentrieren.

Frage: Kabbala studiere ich seit zwei Jahren und ich hatte bereits einige Abstiege. Genau jetzt bin ich im Stadium eines Abstiegs, der vor eineinhalb Wochen begann. Er brachte mich in ein Umfeld mit Leuten, die nicht an Spiritualität interessiert sind. Jetzt teilt mir meine Depression mit, dass ich zum Studium zurückkehren soll. Wie kann ich damit leben?

Meine Antwort: Das ist die Art des Schöpfers, Sie zu Sich zu drängen, denn auch die Abstiege kommen von Ihm. Sie brauchen eine Gruppe, ein gründliches Lesen der „Shamati“ Materialien und beständiges Studium mit uns. Sonst werden Sie es nicht schaffen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Grad der spirituellen Entwicklung hängt von den eigenen Anstrengungen ab
Blog-post: Wir erheben das gesamte Universum bis zum Schöpfer
Blog-post: Die Ursache aller Probleme dieser Welt
Handbuch der Absichten, Seite 136, Kapitel „Die Absicht der Gruppe“

Die Bedeutung der Religion in unserem Leben

Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagen, dass Kabbala in keinster Weise etwas mit Religion zu tun hat. Warum haben dann Christen, Muslime und Anhänger anderer Glaubenssysteme keine kabbalistischen Bücher? Kommen diese nicht alle aus der jüdischen Religion?

Meine Antwort: Baal HaSulam schreibt, dass die Menschen ihre entsprechenden Religionen sogar nach der endgültigen Korrektur – der Vereinigung mit dem Schöpfer – beibehalten. Dies ist ein Zeichen dafür, dass äußerliche Handlungen in keinster Weise in Bezug zur Spiritualität stehen, auch wenn viele Menschen diesen Handlungen große Bedeutung beimessen.

Die Weisheit der Kabbala wurde vor 4.000 Jahren in Babylon von Abraham entwickelt. Die jüdische Religion, wie wir sie heute kennen, erschien erstmals vor 2.000 Jahren, nach dem Fall des jüdischen Volkes von einem spirituellen Niveau. Die Kabbala wurde anschließend verborgen (als der Sohar geschrieben wurde), und alles was blieb, war ein physischer, egoistischer „Abdruck“ der vorangegangenen spirituellen Lebensweise. So bildete sich der Judaismus in der Art, wie er heute existiert.

Später entstanden daraus auch das Christentum und der Islam.

Die jüdische Religion entwickelte sich zu orthodoxen, konservativen oder reformierten Teilgebieten. Der Unterschied zwischen ihnen liegt lediglich in größeren oder kleineren Beschränkungen in der Befolgung der physischen Gebote. Daher verstehen sie sich untereinander, befinden sich auf dem gleichen egoistischen Niveau und erhalten dies gemeinsam aufrecht.

Anders gesagt, das Handlungsziel befindet sich innerhalb der Person, d. h. in der Absicht, „für sich selbst zu empfangen“.

Auf der anderen Seite, ruft die Kabbala dazu auf, der Absicht „des Schenkens“ zu folgen („für deinen Nächsten oder für den Schöpfer, d. h. „außerhalb sich selbst“).

Es geht nicht darum irgendwelche physischen Handlungen zu befolgen. Es geht vielmehr um innere Handlungen als um äußerliche (siehe dazu Punkt 61 aus der „Einführung in das Buch Sohar“). Folglich ist Kabbala das genaue Gegenteil aller Religionen.

Das ist der Grund dafür, warum sich Religionen untereinander verstehen, aber Kabbala für absolut unakzeptabel halten. Die Menschheit wird noch von vielen Schicksalsschlägen heimgesucht werden, bevor sie den Plan des Schöpfers enthüllt – ihm durch die eigene Absicht näher zu kommen.

Heutzutage kommt die Kabbala wieder in Verwendung, um den Menschen zu korrigieren. Wir müssen sie in unser Leben integrieren, indem wir damit beginnen, uns selbst zu korrigieren. Es gibt auch einen Platz für Religion: als eine Form von Kultur. Dies liegt daran, dass die Kabbala dem Menschen den Schöpfer und die Höheren Welten enthüllt und so keinen Raum für Vermutungen über sie übrig lässt. Alles was unter diesen Umständen von der Religion übrig bleibt sind Gebräuche und Traditionen.

Religionen sind der Kabbala deshalb feindlich gesonnen, weil Kabbala jedem Menschen Aufschluss darüber gibt, wie der Schöpfer zu enthüllen ist und auf diese Weise die Notwendigkeit von Religion negiert. Indem sie Menschen eine persönliche Verbindung mit dem Schöpfer gibt, beschneidet sie die Macht religiöser Führer über die Menschen.

Trotzdem befürworten Kabbalisten die Bewahrung der Religion als eine Tradition oder Kultur, als Rahmen und Lebensstil einer Nation. Gleichzeitig sagt die Kabbala, dass wir diese Lebensart mit der Erreichung des Schöpfers ergänzen sollten – was das Schöpfungsziel des Menschen ist und sein vollkommener Zustand.

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Religion und ihr Ziel

Liebe und Hass liegen dicht beieinander


News Report (von pressetext.at): „Wissenschaftler haben die physische Natur des Hasses untersucht und herausgefunden, dass einige der dafür verantwortlichen Nervenschaltkreise im Gehirn die gleichen sind wie jene, die während des Gefühls romantischer Liebe aktiv sind – obwohl Liebe und Hass als polare Gegensätze erscheinen … der ‚Hass-Schaltkreis‘ hat etwas mit dem ‚Liebes-Schaltkreis‘ gemeinsam.“

Mein Kommentar: Gemäß Kabbala liegt der Unterschied zwischen Liebe und Hass nur in dem Ziel unserer Absicht: „auf sich selbst gerichtet“ oder „von sich weg“. Wenn wir außerdem damit beginnen, systematisch daran zu arbeiten, die Empfindung von Liebe zu erlangen, dann werden wir spüren, dass wir „aus uns selbst herauskommen“. Dort – „außerhalb von uns selbst“ – empfinden wir eine vollkommen andere Bewegung von Zeit, Raum und Wahrnehmung bis zu dem Punkt, an dem wir aufhören, uns selbst wahrzunehmen und das „Selbst“ mit „Andere“ ersetzen. Indem wir das Zentrum der Wahrnehmung von „innerhalb von uns“ nach „außerhalb von uns“ verlegen, werden wir die Höhere Welt, den Schöpfer, spüren. Dies werden wir exakt in den Verlangen der anderen spüren!

Frage: Was ist die spirituelle Wurzel von unerwiderter Liebe?

Meine Antwort: In der Spiritualität gibt es nichts wie unerwiderte Liebe! Das gibt es nur in unserer Welt, wenn der Egoismus eines Menschen nicht spürt, dass er von seinem Partner erfüllt werden könnte. Das liegt daran, dass unsere Egos uns voneinander entfernen und alles darauf aufgebaut ist, einander zu gebrauchen.

Wenn es jedoch eine spirituelle Verbindung gibt, dann ist alles auf Schenkung und gegenseitiger Ergänzung aufgebaut. Dies wird definitiv entsprechend dem Maß unserer Korrektur geschehen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Liebe versorgt die anderen mit den Mitteln, ihren Punkt im Herzen zu füllen
Blog-post: Die Kabbala befasst sich ausschließlich mit der Erreichung des Schöpfers
Kabbala Heute Artikel: Liebe – Entschlüsselt

Gedanken zur Krise


Globalisierung ist die Enthüllung einer neuen Stufe der Verbindung zwischen uns. Die Verbindung sollte wohlwollend sein, aber wir sehen, dass sie nur Probleme verursacht.

Wieso passiert das? Weil wir das globale System verkehrt herum nutzen – mit der Absicht, andere zu benutzen anstatt mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir wollen andere besiegen, sie unterdrücken und über ihnen stehen.

Selbst wenn wir an einer sauberen Verbindung interessiert sind, bleibt das Prinzip „Eine Hand wäscht die andere“ aufrecht – und dies verursacht die derzeitige Krise. Es würde sogar passieren, wenn wir einander nicht belügen und ehrlichen Handel miteinander betrieben. Denn heutzutage sind wir alle wie Organe eines Körpers miteinander verbunden. Unter solchen Bedingungen ist es nutzlos, egoistisch ehrlich zu sein, genauso wie es sinnlos ist, eine Weltregierung oder eine Weltbank zu erschaffen – um einen gemeinsamen Regelmechanismus zu suchen.

Die heutigen politischen und wirtschaftlichen Führer wollen ein Treffen der G20 (Anführer der wichtigsten Industrienationen) arrangieren, um eine Weltregierung zu diskutieren. Das wird aber nicht aus der Krise führen, denn wir verhalten uns gegensätzlich zur Natur und Ihrem Allgemeinen Gesetz. Das System muss nicht nur auf einer korrekten Verbindung basieren, sondern auch entsprechend der inneren Verbindung zwischen den Elementen eines einzigen Systems arbeiten. Und man muss die anderen wie sich selbst betrachten.

Dies ist die Wurzel aller Probleme. Kabbala warnt die Menschheit: Wenn wir weiter unsere Beziehungen entsprechend den körperlichen, egoistischen Gesetzen gestalten – selbst die direktesten und ehrlichsten, die dem Gesetz folgen: „was dir gehört, ist deines und was mir gehört, ist meines“ – wird dieses System nicht funktionieren und wir werden eine noch größere Katastrophe auslösen.

Wenn uns klar wird, dass wir Teil eines Ganzen sind, ist es nur logisch, dass wir alle für einander sorgen müssen. Das einzige „Persönliche“ sind jene Dinge, die man für die eigene Existenz benötigt, während alles andere gemeinsames Eigentum sein sollte. Dies betrifft sowohl natürliche Ressourcen, Güter und Waren, Erziehung als auch das Gesundheitswesen usw.
Alle Dinge sollten in kollektivem und globalem Besitz sein. Andernfalls wird die Krise nicht enden und – egal, wie sehr wir uns auch anstrengen, die Dinge entsprechend unserer egoistischen Logik zu sehen – wir werden eine Krise nach der anderen erzeugen.

Die Kabbala warnt uns davor, dass die Natur uns bereits erhöht hat – Begriffe aus unserer Entwicklung – auf die Stufe eines einzigen integralen Systems, das den Gesetzen der Verbindung all seiner Einzelteile folgt. Niemand kann diesem Gesetz entkommen. Eigentlich handelt es sich dabei um ein uraltes Gebot aus der Bibel: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und wir müssen unser Ego dazu verwenden, eine richtige und korrekte Verbindung unter uns zu etablieren.

Selbst wenn wir ein auf Verstand basierendes System der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Staaten etablieren und dabei nicht von unseren egoistischen Prinzipien abweichen (was mein ist, ist mein und was dein ist, ist dein), wird diese Eigenschaft uns noch größere Krisen bereiten. Der Egoismus wird weiter wachsen, weil wir ihn wieder nicht korrekt verwenden. Es wird ein Szenario entstehen, das uns diese Pseudokorrektur und deren Irrtum vor Augen führen wird. Die nachfolgende Krise wird uns noch empfindlicher treffen, damit wir endlich unsere Lektion lernen.

Was sagt Kabbala? Wir sollten uns bereits korrigiert (in der zukünftigen Form) verhalten, also wie ein Körper funktionieren. Entsprechend dem Prinzip „das Ende einer Handlung wird bereits durch den anfänglichen Gedanken bestimmt“. Wir sollten dies zumindest versuchen, wenn auch noch ungeschickt und stufenweise.

Bedeutet „es jetzt zu beginnen“ auch eine „faire Verteilung“? Nein! Selbst wenn wir anfangs die Verteilung nach „was mein ist, ist mein und was dein ist, ist dein“ regeln, sollten wir gleichzeitig damit beginnen, der gesamten Menschheit die Gesetze der friedlichen Koexistenz zu lehren, die auf der Erkenntnis beruhen, dass die Gesellschaft ein einziger Organismus ist. Wenn wir also den Menschen die Verhaltens- und Verteilungsregeln lehren, werden wir bald auf dem richtigen Weg sein und das Leid wird sofort spürbar weniger.

Baal HaSulam verdeutlicht dies in Form einer Parabel: Wir haben uns in der Wüste verirrt und wissen den Weg nicht mehr. Jetzt, da wir unsere Kraft völlig verloren haben, erkennen wir dies und enthüllen den richtigen Weg. Am Ende dieses Weges finden wir ein Schloss voll mit den besten Schätzen der Welt. Jetzt sind wir aber verzweifelt, wir versinken in Depression und Drogen. Und plötzlich schenkt uns jemand, der alles überblickt, ein Navigationssystem. Wenn ein Mensch seine Einstellung gegenüber der Welt ändert, erkennt er plötzlich klar den Weg, der vor ihm liegt und dass er sein Ziel erreichen kann.

Wie können wir diese Veränderung erreichen? Indem wir das Ziel und die Methode enthüllen. Die Methode stammt aus dem alten Babylon, wo die Probleme der modernen Zivilisation zum ersten Mal ans Licht kamen: Eine Gesellschaft funktioniert entsprechend dem Prinzip eines lebenden Körpers. Laut Kabbala soll man den Egoismus beziehungsweise seine Verwendung, verändern und ihn für das Wohlergehen der Gesellschaft nutzen. Damals jedenfalls, im alten Babylon wollten die Menschen die Kabbala nicht verwenden und lösten ihre Probleme auf andere Art und Weise – sie zerstreuten sich über die ganze Erde und dies war der Anfang der Globalisierung.

Nun sind wir der gleichen Situation ausgesetzt – doch diesmal müssen wir sie verwenden, denn wir können nicht länger voreinander davonlaufen – genauso wenig können wir die bestehenden Verbindungen zwischen uns ignorieren oder zerstören. Sollten Amerika, Russland und Europa sich vom Rest der Welt isolieren, werden wieder nationalsozialistische Strömungen aufkommen und die Welt in einen Dritten Weltkrieg führen – einen atomaren Dritten Weltkrieg.

Welche praktische Lösung können wir nun den Menschen anbieten? Sie sollten auf jeden Fall über die Welt Bescheid wissen, in der sie leben. Über „integrale Systeme“, in denen wir wie in „einem Boot“ leben. Die Rettung dieses Bootes liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Menschen. Das sollten wir auch unsere Kinder lehren. Wir haben es schließlich mit der Natur zu tun: einer globalen Wirtschaft und einer globalen menschlichen Gesellschaft. Wir müssen uns und unseren Kindern beibringen, wie wir in dieses System, in dem jeder für den Anderen Sorge trägt, hineinwachsen können.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wenn es zu einer Globalen Krise kommt, können wir es uns nicht leisten, …
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

Wie organisiert ein Kabbalist seinen Tag?


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man am effektivsten Fortschritte macht:

Frage: Bitte erzählen Sie uns von ihrem Tagesprogramm und welches Tagesprogramm ein Student des Schöpfers haben sollte, um am effizientesten in Richtung des Ziels voranzuschreiten.

Meine Antwort: Studieren Sie 1 – 3 Stunden morgens vor der Arbeit. Widmen Sie Ihre ganze freie Zeit dem Studium, der Gruppe (physisch oder virtuell) und der Verbreitung der Kabbala in der Welt (Bildung/Erziehung). Im Allgemeinen sollten Sie etwas über die Welt in Erfahrung bringen, in der wir leben und es anderen unterrichten, um die Korrektur unserer Natur zu beschleunigen und somit dem Schöpfer ähnlich zu werden.

Frage: Vorerst habe ich kein Verlangen danach zu fasten. Was ist der Zweck des Fastens? Stimmt es, dass Fasten dazu dient, mich auf die Absicht des Schenkens an den Schöpfer ausgerichtet zu halten?

Meine Antwort: Diese Einschränkung sollte im Bereich des Ausdrucks des Egoismus gegenüber anderen stattfinden und durch das Bestreben, Ihre ganze freie Zeit dem Studium und der Verbreitung der Methode zur Korrektur der egoistischen Natur des Menschen zu widmen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Es braucht Zeit, Anstrengung und Erfahrung um die Höhere Welt zu enthüllen
Blog-post: Der Grad der spirituellen Entwicklung hängt von den eigenen Anstrengungen ab

Der Einfluss des Umgebenden Lichtes hängt von deinem Streben zum künftigen Zustand ab (Fortgeschrittene)


Eine Frage, die ich erhielt: Wann beeinflusst mich das Umgebende Licht – nur während des Unterrichtes oder auch während der Verbreitung? (Beachtend, während ich das tue, dass ich danach strebe, den Höchsten durch die Vereinigung mit der Gruppe zu erreichen.)

Meine Antwort: Es beeinflusst dich während des Studiums, der Verbreitung und anderen Gruppenaktivitäten, abhängig von deiner Absicht, dich mit jedem zu verbinden, um den Schöpfer zu enthüllen – die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Das Umgebende Licht ist das Licht, das dich auf einer höheren Stufe erfüllt.

Tatsache ist, dass du schon in allen deinen zukünftigen Zuständen existierst. Jedoch nimmst du das nicht wahr. Du musst selbst zu diesen Zuständen gelangen. Indem du danach strebst, ziehst du den Einfluss deines künftigen Zustandes auf dich und das verändert dich, macht dich ihm gleich. Alles hängt nur von deinem Verlangen ab, von deinem Streben zu diesem künftigen Zustand.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Absicht und Handlung
Blog-post: Wie verbinden wir unsere Punkte im Herzen?
Artikel: Erkenntnis der Einheit der Schöpfung
Baal HaSulam: Artikel zum Abschluss des Buches Sohar

Warum Braucht ein Mann in der Kabbala eine Frau?


Zwei Fragen, dich ich über spirituelle Partnerschaften erhielt:

Frage: Warum braucht ein Kabbala studierender Mann eine Frau und wie kann er sie richtig „nutzen“?

Meine Antwort: Jede Person in unserer Welt hat:

1) Körperliche Verlangen nach Nahrung, einer Familie und Sexualität
2) Soziale Verlangen nach Reichtum, Macht, Ruhm und Wissen

Die Verlangen nach einer Familie und Sexualität werden mit einem Partner entweder in der Absicht nach egoistischem Vergnügen realisiert oder in der Absicht, sie als ein Gebot auszuführen, d. h. um den Schöpfer zu erreichen.

Das Verlangen nach Spiritualität wird durch die weiblichen und männlichen Teile der Menschheit als Ganzes gebildet. Alle Männer gleichen Adam und alle Frauen ähneln Eva. Deshalb muss man den Lebenspartner auch als einen Partner auf dem spirituellen Pfad sehen. Das ist möglich – und gut – wenn Ihr Partner mit Ihnen diesbezüglich zusammenarbeitet.

Frage: Welche Artikel eignen sich am besten, um sie seiner Frau vorzulesen, wenn sie sich das von ihrem Mann wünscht?

Meine Antwort: Die Textstellen aus Artikeln von Baal HaSulam und Rabash, die für euch beide interessant sind.

Verwandtes Material:
Blog-post: Erfüllung kann nur spirituell sein
Blog-post: Mann, Frau und die Göttlichkeit zwischen ihnen
Blog-post: Muss man verheiratet sein, um Kabbala zu studieren?
Artikel: Mann und Frau – Unsere wahre Natur
Baal HaSulam Artikel
Rabash Artikel

Gesundheit und Kabbala


Drei Fragen, die ich über die Einstellung der Kabbala zu Gesundheit und Heilung erhielt:

Frage: Während einer Ihrer Unterrichte sagten Sie, dass als Sie sich nicht so gut fühlten Ihr Lehrer Sie gebeten hätte, mit ihm zu studieren und nach einiger Zeit, erzeugte dies ein positives Ergebnis. Ich habe ein Problem mit meinem Herzen. Kann ich den Schöpfer bitten, mich zu heilen, indem ich Kabbala studiere oder verbreite? Und ist diese Methode für Frauen wirksam?

Meine Antwort: Ja, wenn es allein aus dem Grund gemacht wird, das Schöpfungsziel zu erlangen.

Frage: Wenn ich versuche, mich mit anderen Seelen zu vereinigen und die Absicht hinzufüge, steigt mein Blutdruck drastisch an. Warum?

Meine Antwort: Anstatt sich zu verspannen, sollten Sie sich entspannen. Immerhin sollte diese Handlung Ihnen Vergnügen bereiten, ist das nicht so?

Frage: Ich hörte, dass Baal HaSulam einmal seinen Studenten sagte: “ Ich sorge mich nicht, wo der Sack mit meinen Knochen begraben wird.“ Ich habe die Gräber meiner Eltern seit dem Tag an dem sie starben, vor ungefähr 50 Jahren, nie besucht. Jedoch hatte ich Magenschmerzen, der 10 Monate dauerte, und Medizin half nicht. Ich ging zu einem Arzt für Alternativmedizin und er empfahl mir, die Gräber meiner Eltern zu besuchen und sie um Vergebung zu bitten. Wie verbindet sich das mit der Kabbala, die besagt, dass der physische Körper „Asche und Staub“ ist?

Meine Antwort: Es gibt keine Verbindung, aber es kann eine gute psychologische Wirkung haben und Sie vielleicht sogar heilen, da ihr Schmerz auch einen psychologischen Aspekt hat.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was wird uns auf dem Weg helfen?
Blog-post: Der Einfluss des Höheren Lichtes ist von höherer Ordnung, als jeder weltliche Einfluss
Blog-post: Was haben ein gesunder Verstand und Körper mit Kabbala zu tun?
Kabbala Heute Artikel: Das Allheilmittel

Spirituelle Zeit und Bewegung – mit den Quellentexten erklärt


Spirituelle Bewegung ist nicht wie ein physischer Standortwechsel von einem Ort zum anderen. Es ist eine Bewegung in unserer Absicht, eine Erneuerung der Eigenschaften.
Baal HaSulam, Talmud Esser HaSfirot, Punkt 1

Zeit ist ein Gefühl der Bewegung. Das Gehirn stellt sich Bilder der Bewegung vor und kopiert sie dann in seiner Vorstellung in die Kategorie von „Zeit“. Wären der Mensch und seine Umgebung in völligem Frieden, dann gäbe es auch keine Vorstellung von Zeit.
Baal HaSulam, Talmud Esser HaSfirot, Punkt 1

Die Vorstellungen von Zeit, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind vom Menschen erschaffen und daher nicht absolut. Alles existiert in der Höheren Kraft ohne das Zutun des Höheren. All das, was in der Kraft existiert, verwirklicht sich später in Handlungen. Und diejenigen, die dem Schöpfer näherkommen – über dem Universum hinaus – erheben sich über die Zeit.
Rav Kook, „Briefe, Band 2″

Das Buch Sohar spricht überhaupt nicht von dieser Welt, sondern nur von den Höheren Welten, wo es keine Zeit wie in der körperlichen Welt gibt. Spirituelle Zeit ist ein Wechsel an Eigenschaften.
„Das Buch Sohar, Wajeze, Sammlung 2″

Der menschliche Egoismus gewinnt ständig Oberhand über den Menschen, es sei denn, der Schöpfer hilft ihm, indem er seine Seele näher an Sich heranbringt, wenn er Sein Licht zu bestimmten Zeiten scheinen lässt.
„Jesher Divrei Emet“, S. 35

Alle Zeiten und Handlungen bestehen ewig. Die Zukunft wird von der Vergangenheit beeinflusst und davon, was später dann geschieht. Die Zeit unterwirft sich den Kräften, die in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft tätig sind.
Ramchal, „Adir BaMarom“, S. 187

Das, was abwechselnd glänzt, wird zukünftig, wenn die gesamte Vergangenheit in einem ewigen Zustand erfasst ist, ständig glänzen.
Ramchal, „Adir BaMarom“, S. 18