Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Absicht'

Ratschlag für Anfänger

Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man Kabbala studiert:

Frage: Nach vier Monaten intensiven Studiums und Lesens von Das Buch Sohar während 18 Stunden täglich, fühlte ich eine Freude, die jenseits dieser Welt ist. Ich war übermannt von der Offenbarung von etwas Neuem. Das dauerte 30 Sekunden und verschwand danach, da ich unfähig war, dieses Gefühl auszuhalten. Dann hörte ich auf zu studieren, denn es war unerträglich schwierig. Mein Körper wurde schwer und ich funktionierte nicht mehr. Später nahm ich die Studien wieder auf, aber ich fing an, schreckliche Ängste zu haben. Also hörte ich wieder auf. Sagen Sie mir bitte, was mache ich falsch?

Meine Antwort: Alles. Sie sollten gut essen, ruhen, sich betätigen und arbeiten. Und nur dann, wenn sie alles das tun und Freizeit haben, dann können Sie Kabbala studieren. Und Sie sollten nur unseren Anfängerkurs studieren.

Frage: Der Schöpfer bringt eine Person zur Kabbala, aber diese Person sträubt sich noch dagegen. Sie verbindet sich nicht mit der Gruppe und ist immer noch bemüht, egoistisches Vergnügen zu finden. Verursacht diese Person mehr Leiden in der Welt als eine gewöhnliche Person, die nichts über Kabbala weiß?

Meine Antwort: Nein! Denn sie schreitet auf dem Weg fort, der zum Ziel führt, und das System (der Schöpfer) empfindet diese zeitweisen Stopps und Änderungen dieser Person als Entdeckungen in Richtung ihrer unkorrigierten Eigenschaften (Egoismus), um sie dann zu eliminieren.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Wie organisiert ein Kabbalist seinen Tag?
Blog-post: Alle Hindernisse sind überwindbar
Baal HaSulam Artikel: Einführung zum Buch Sohar, Punkt 40

Was ist zu tun, wenn dich die Verzweiflung überkommt


Eine Frage, die ich erhielt: Ich weiß nicht was zu tun. Ich fühle mich als hätte ich meine ganze Energie verloren und würde „in der Luft hängen“. Nichts interessiert mich bei der Arbeit. Auch wenn ich alles Mögliche bei meiner geistigen Arbeit tue, fühle ich eine Art der Verzweiflung wie nie zu vor. Ich habe keinen „Brennstoff“. Nichts betrifft mich mehr. Ich fühle kein Verlangen nach irgendetwas in dieser Welt, der einzige Wunsch, den ich habe, ist irgendwohin zu flüchten, aber ich weiß nicht wohin. Mein Herz sagt mir, dass dieser Platz existiert aber ich bin noch immer nicht dort. Ich studiere mit euch seit mehr als drei Jahren und ich kann mir das Leben ohne Kabbala nicht vorstellen. Ich werde immer verzweifelter und es kommt mir so vor als würde sich in mir nie etwas verändern. Im Gegenteil, die Verlangen meines äußeren Umfeldes berühren mich und machen mich immer schwächer. Was kann ich tun? Ich kann so nicht mehr weitermachen! Was soll jetzt geschehen?

Meine Antwort: Der Grund, warum Sie sich so schwach auf dem geistigen Pfad fühlen, besteht darin, dass Sie einen Mangel in der Verbindung mit der Gruppe haben. Sie erhalten die Wichtigkeit der Absicht der Umgebung nicht, das aber ist das Wichtigste – es ist das Fundament unserer Weiterentwicklung! Sie können mehr über diese Zustände in den Artikeln Shamati und in den Briefen von Baal HaSulam lesen. Es gibt Reshimot, (Informationen oder die Gene unserer geistigen Entwicklung) die in uns verborgen sind und sich ständig offenbaren, indem sie unsere egoistischen Verlangen verursachen und diese ständig größer werden lassen. Wir müssen ständig versuchen, über dieses Reshimot aufzusteigen, indem wir unsere Absicht verwenden, die Liebe zum Schöpfer zu erreichen. Genau darum wächst unser Egoismus: um uns die Gelegenheit zu geben, sich darüber zu erheben und sich von unserer Welt bis auf das Niveau des Schöpfers zu erheben. Erst dann werden wir Ihn verstehen, da geschrieben steht, „Weil sie mich alle kennen werden, vom kleinsten unter ihnen bis hin zum größten“ (Yirmiyahu 31:33). Aber der Prozess ist immer derselbe: Die Reshimot, die in uns offenbart werden, sind immer egoistisch und jedes Mal, wenn wir Kraft brauchen, um uns über sie zu erheben, schaffen wir das, indem wir unsere Verbindung mit der Umgebung (die Gruppe) vergrößern.

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Blog-post: Freude bringt dich näher zum Schöpfer
Blog-post: Willensfreiheit besteht nur in unserer Umgebung
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Für Frauen ist die Verbreitungsarbeit viel wichtiger als das Studium


Drei Fragen, die ich zur Rolle der Frau in der Kabbala erhielt:

Frage: Ich kenne viele Frauen, die sich den zweiten Teil des Unterrichts anschauen (Talmud Esser HaSfirot). In all den Jahren meines Studiums sah ich mir immer den ersten und den drittel Teil des Unterrichts an und während der zweite Teil lief, widmete ich mich der Verbreitungsarbeit. Ich habe gehört, dass Sie sagten, dass Talmud Esser HaSfirot den Frauen nicht dabei hilft, ihre Seelen zu korrigieren. Doch die Tatsache, dass andere Frauen Talmud Esser HaSfirot ansehen, verwirrt mich. Vielleicht sollte ich auch damit beginnen?

Meine Antwort: Für Frauen ist die Verbreitungsarbeit viel wichtiger als das Studium. Die Arbeit der Männer besteht darin, während des Studiums von Talmud Esser HaSfirot ihre Absicht durch das Anziehen des Or Makif zu korrigieren (sie „verdienen sich das Leben“), wohingegen die Arbeit der Frauen darin besteht, zu verbreiten (gebären). Das ist die Rolle der Frau in dieser Welt.

Frage: Während einer Ihrer Unterrichte sagten Sie, dass der freie Wille einzig darin besteht, dass Männer sich dazu entscheiden, sich zu verbinden oder sich eben nicht zu verbinden, wenn sie in der Gruppe arbeiten. Alles Übrige wird durch den Schöpfer festgelegt. Da Frauen nicht in Gruppen arbeiten (können), worin liegt dann ihr freier Wille?

Meine Antwort: Indem sie der Gruppe helfen.

Frage: Worauf sollte ich bei meinem zukünftigen Ehemann achten? Er sollte offensichtlich Kabbala studieren, aber welche anderen Eigenschaften sollte er haben?

Meine Antwort: Neben euren gemeinsamen Interessen solltest du dich von ihm nicht zurückgewiesen fühlen.

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Blog-post: Männer, Frauen und die Korrektur der Seele
Blog-post: Frauen auf dem Pfad der Kabbala
Blog-post: Frau = Verlangen

Alles was Sie über die 613 Verlangen wissen müssen


Eine Frage, die ich erhielt: Machen Sie bitte eine Liste aller 613 Verlangen, die in einer Person bestehen, einen nach dem anderen.

Meine Antwort: Sie möchten einfach so, dass ich alle 613 Verlangen im Detail beschreibe? Aber wofür? Kein einziges davon besteht bisher in Ihnen! Sie werden in einer Person während ihres spirituellen Aufstiegs, nachdem sie den Machsom überquert hat, offenbart. Dies sind die Verlangen, Genuss vom Schöpfer zu fühlen, wie geschrieben steht: „Schmecke und siehe, wie gut der Schöpfer ist.“

Während Sie den Schöpfer offenbaren, beginnen Sie, Ihn als 613 Vergnügen oder Freuden zu fühlen. Zuerst fühlen Sie sie mit der Absicht, Ihn um Ihretwillen zu genießen (ABYA der Klipot), und dann korrigieren Sie sie zur Absicht „um Seinetwillen.“ Unsere Sprache ermöglicht uns nicht, diese Verlangen auszudrücken oder zu beschreiben, weil wir sie nicht haben.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie kann Einzigartigkeit transformieren, ohne verändert zu werden?
Blog-post: Glaube über dem Verstand ist Geben über dem Empfangen
Shamati #5: LiShma bedeutet „Erwecken von Oben“ und warum brauchen wir auch ein „Erwecken von Unten“?

Die Geschichte von Jakob und Esau lehrt uns, unser Ego zu überlisten

Eine Frage, die ich erhielt: Warum rechtfertigt die Tora Jakob, wenn er Esau belügt? Esau kommt zu Jakob mit offenen Armen, doch Jakob wendet sich von ihm ab und versucht sich mit Geschenken freizukaufen.

Meine Antwort: Die Tora spricht über die Korrektur einer Person, wodurch diese dem Schöpfer ähnlich wird. Jakob verkörpert die Absicht des Gebens und Esau verkörpert den Willen zu empfangen, unseren Egoismus. Esau versteht nicht, dass er immer leer bleibt, weil seine Absicht „eigennützig“ ist, und dass er nur durch die Veränderung zur Absicht „für andere“ sofort von der höheren, ewigen Erfüllung – dem Licht – gefüllt werden wird. Das ist etwas, was das Ego nicht versteht, und deshalb muss eine Person ihren Egoismus überlisten. Sie muss das Ego verleiten, an der spirituellen Entwicklung zu arbeiten, indem sie ihm sagt, dass dies Leiden vermeiden wird und einen mit spiritueller Erfüllung und Offenbarung füllt.

Auf diese Weise hilft uns der Egoismus, Kabbala zu studieren, weil er Erfüllung davon erwartet. Er studiert lo liShma – für sich selbst. Im Prozess des Studierens und in Verbindung mit Freunden kommt es zum Empfang des Lichtes der Korrektur. Dadurch hört die Person auf, die Absicht „für sich selbst“ zu schätzen, und fängt stattdessen an, die Absicht „zu geben“ zu schätzen – um der anderen und des Schöpfers willen.

Das geschieht auf Grund des Einflusses des Lichtes. Und wenn sich jemandes Absicht ändert, kann er beginnen, seinen Egoismus (Esau) zu verwenden, um zu empfangen, um des Gebens willen. So erreicht man ewige, vollkommene Erfüllung. Dieses Manöver ist ähnlich, wie wir ein Kind überlisten oder verleiten, damit es lernt, und schließlich versteht es, dass es zu seinem eigenen Nutzen getan wurde. Auf diese Weise spielt der Schöpfer mit allen und jedem von uns.

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Blog-Post: Der einzige Punkt, an dem Freiheit möglich ist, ist Ihre Reaktion gegenüber dem Schöpfer
Blog-Post: Das Ziel der Schöpfung ist vollkommene Erfüllung

Wo ist die Grenze zwischen dieser Welt und der spirituellen Welt?

Fragen, die ich von Frauen über das Verbinden der Spiritualität mit dieser Welt erhielt:

Frage: Ich studiere Kabbala mit Bnei Baruch seit zwei Jahren und habe zur gleichen Zeit einen Abschluss in Wirtschaft gemacht. Trotzdem fühle ich kein Verlangen im materiellen Leben weiterzukommen. Meine Familie ist wegen meiner Teilnahmslosigkeit in Sorge. Ist es möglich, die Arbeit im Finanzleben mit spirituellem Wachstum in Ausgleich zu bringen? Und wie kann ich auf meine Familie einwirken, die denkt, dass eine Frau nach den Erwartungen der Gesellschaft zu handeln hat?

Meine Antwort: Ihre Handlungen dürfen Ihrer Familie nicht schaden und jeder sollte fühlen, dass Sie ein Teil der Familie sind. Sie dürfen Kabbala nur studieren, wenn in ihrem gewöhnlichen Leben alles normal ist und darüber hinaus Ihre Freizeit es gestattet.

Frage: Meine Tochter ist so in die Kabbala vertieft, dass der Rest der Welt ihr nichts mehr bedeutet. Sie stellt Kabbala über alles und will sonst nichts mehr tun. Sie ist nicht daran interessiert, zur Universität zu gehen oder zu arbeiten und erhebt den Anspruch, dass sie das Recht hat, zu leben wie sie will und sozialen Normen nicht folgen muss. Ich habe das Gefühl, dass wir unsere Tochter verlieren und die Gesellschaft eine Mitbürgerin. Sie war eine sehr erfolgreiche Studentin und dies ist nun das Resultat. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Jeder, den sie fragen, wird bestätigen, dass ich die Leute darin bestärke einen Beruf zu haben, eine Familie zu gründen etc., weil der einzige Weg auf dem eine Person sich korrigieren und die Höhere Welt erreichen kann, von einer „normalen“ Position in dieser Welt ausgeht. Entweder versteht Ihre Tochter das nicht oder ihr Beruf ist für sie nicht geeignet bzw. einer, von dem sie nicht leben kann.

Fragen: Bitte helfen Sie mir, die Verbindung zwischen Spiritualität und Körperlichkeit zu verstehen. Einerseits ist die materielle Welt die Welt der Wirkungen und andererseits hat sie mit der spirituellen Welt nichts gemeinsam. Wo befindet sich die Grenze, die das Ende der Spiritualität und den Beginn der Körperlichkeit markiert, die mit der Spiritualität in keiner Weise verbunden ist?

Meine Antwort: Die Grenze liegt in der Lücke zwischen den beiden Welten, denn beide werden innerhalb einer Person gefühlt. Die eine wird in der Absicht „für sich selbst“ und die andere in der Absicht „für den Schöpfer“ wahrgenommen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Erweben Sie einen Arbeitsplatz!
Blog-post: Familie, Kinder, Arbeit und Kabbala
Blog-post: Das Körperliche hat keine Auswirkung auf das Spirituelle

Der ewige Motor der Seele


News Report (von gizmag): Ölschmierung ermöglicht es allen Maschinen der Welt zu funktionieren, aber sogar dann geht zumindest ein Viertel der gesamten Energie durch Reibung verloren. Trotz einiger ausgeklügelter Ölungsmethoden geht mindestens 15% der Kraft, die in einem Automotor erzeugt wird, durch Reibung verloren. In den meisten Maschinen sind die Reibungsverluste viel höher als 15%, und die durch Reibung resultierende Hitze ruft jedes Jahr Billionen von Dollar durch Reparatur und Wartung hervor. Ein Durchbruch in der Schmiermittelentwicklung verspricht jetzt, durch Anwendung von flüssigen Kristallen, eine enorme Reduktion an Reibung und einige durchaus außergewöhnliche Schmiermittel sind seit ungefähr 5 Jahren vom Markt – Öle, die die Reibung auf beinahe Null reduzieren konnten.

Mein Kommentar: Wenn sie doch nur diese Art Öl für Menschen erfinden könnten! Tatsächlich existiert es bereits: die Eigenschaft des Schenkens erzeugt genau diese Art der Interaktion zwischen allen. Sie löscht nicht nur die Reibung aus, sondern erzeugt auch zusätzliche Kraft für den Motor – die allgemeine Seele – um zu funktionieren. Diese Kraft kommt von der Absicht jeder Person allen zu schenken. Dann tritt eine gemeinsame Absicht des Schenkens hervor, die Schöpfer genannt wird, die unbegrenzte Energie und die Wahrnehmung ewiger Erfüllung erzeugt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Gleichheit und Brüderlichkeit sind die Mittel zur Erlangung der Spiritualität

Wir wurden als Teile eines Ganzen erschaffen


Fragen zu Egoismus und seiner Korrektur:

Frage: Beinahe täglich lesen wir Nachrichten aus den unterschiedlichsten Ländern über Eltern, die ihre Kinder quälen und töten, über Kinder, die ihre Eltern töten – Ehefrauen ermorden ihre Ehemänner und Ehemänner ihre Frauen, Enkel, Großeltern und so weiter. Was hat es damit auf sich? Ist dies auch ein Ausdruck für die globale Krise?

Antwort: Es ist der Ausdruck für den größten Egoismus bzw. seine letzte Stufe. Die Propheten schrieben, dass eine Zeit kommen wird, wo „mitfühlende Frauen ihre eigenen Kinder kochen und essen werden“ (Eikha 4,10). Dies wird passieren, wenn wir nicht auf die Warnung der Propheten hören. Wir müssen mit diesen Zeiten anders als bisher umgehen und sie im Licht der Kabbala betrachten.

Frage: Der eine oder der andere Weg – der Schöpfer treibt uns doch an, uns durch das Leid zu entwickeln. Ein Mensch hat nicht die freie Wahl, sich entweder zu entwickeln oder es nicht zu tun. Aber ist es nicht des Schöpfers Plan, jemanden zu erschaffen, der Ihm gleichgestellt ist, einen Partner? Welche Art von Gleichstellung ist das dann?

Antwort: Die ganze Periode des freien Willens und unabhängiger Entwicklung liegt noch vor dir. Du kannst nur durch Leid dorthin gelangen. Andernfalls bringt dich dein Egoismus dazu, alles zu versuchen, nur nicht eine spirituelle Entwicklung. In den voran gegangenen Zeiten entwickelten wir uns nur durch unseren Egoismus, doch nun wurde uns die Möglichkeit gegeben, uns mit Hilfe des Einflusses des Höheren Lichts zu entwickeln. Dann hast du Freiheit – die Freiheit zu wählen, auf welche Art du dich entwickeln willst.

Frage: „Ich will gut zu Dir sein, damit Du gut zu mir bist“ – dies ist ein Zitat aus einem russischen Buch von Ihnen (Ein Auserwähltes Volk sein). Ist das nicht eine egoistische Absicht? Oder ist das der korrigierte Egoismus?

Antwort: Es ist der korrigierte Egoismus. Tatsäschlich ist es nicht immer möglich, die Absicht dahinter zu erkennen, denn Worte können nur die Wünsche eines Menschen ausdrücken. Mit anderen Worten: „Ich bitte Dich, mich zu korrigieren und ich werde alles dafür tun.“ Und „gut“ bedeutet die Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

Frage: Heute fühlt sich jeder wie ein Individuum. Was werden wir nach der Korrektur fühlen? Wird jeder fühlen, dass er zum Kollektiven Kli gehört?

Antwort: Definitiv, denn so wurden wir geschaffen: als Teile eines Ganzen. Anstatt dass wir uns selbst wahrnehmen, müssen wir den ganzen Organismus wahrnehmen. Innerhalb von uns nehmen wir „diese Welt“ wahr, wohingegen alles, was wir außerhalb von uns wahrnehmen, die Höhere Welt ist.

Verwandtes Material:
Shamati #3: Das Wesen der spirituellen Erkenntnis
Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit

So überwinden wir die globale Krise!


Globalisierung ist die Aufdeckung eines neuen Verbindungsniveaus zwischen uns. Es sollte uns von Nutzen sein, doch wir erkennen, dass es uns nur mehr und mehr Probleme bringt. Warum passiert das? Weil wir das globale integrale System falschherum benutzen: Mit der Absicht uns selbst aufzubauen, indem wir andere unterdrücken, anstatt zu lernen zusammenzuarbeiten. Wir versuchen immer zu besiegen, zu erniedrigen und besser zu sein als andere.

Dies geschieht, weil wir uns bis hin zum Punkt der vollständigen Verbindung miteinander entwickelt haben, unsere Verbindung jedoch entgegengesetzt der einheitlichen Natur ist. Das liegt daran, dass unsere Verbindung eine absolut egoistische ist: Jeder Mensch ist bereit, jeden anderen zu verschlingen. Trotzdem besagt das Gesetz des Systems, dass alle seine Teile zusammenarbeiten müssen, in koordinierter Weise, ganz nach dem Prinzip von „berücksichtige andere, wie du dich selbst berücksichtigst.“

Wenn wir uns bemühen, unsere Interaktionen nach dem ehrlichsten Prinzip: „was mein ist ist dein und was dein ist, ist mein“ aufzubauen, verkommt die Menschheit als System und wir rufen nur eine noch größere Krise hervor. Das hängt damit zusammen, dass heutzutage, in unserer globalen Verknüpfung, eine egoistische ehrliche Person, Firma, Bank oder Regierung einfach nicht „funktioniert.“

Was sollen wir daher machen? Wir sollten die Gesetze des integralen, geschlossenen Systems , das wie ein einziger Körper ist, berücksichtigen und uns selbst schrittweise in Übereinstimmung damit korrigieren. Praktisch gesagt, bedeutet das:

  • Eine Aufteilung vorbereiten, sodass jede Person nur so viel erhält, wie sie wirklich benötigt;
  • Ein universelles Bildungssystem einrichten, das die Leute über die Gesetze der menschlichen Existenz in einem geschlossenen System unterrichtet.

Schon die ersten Schritte, die wir in diese Richtung unternehmen, werden unseren Widerspruch zur Natur beenden und uns in Harmonie mit ihr bringen. Dann werden die Krise und das Leid verschwinden. Tatsächlich setzt die momentane Krise genug Menschen und Kräfte frei, um dieses Projekt zu realisieren. Wissen über die Welt, in der wir uns plötzlich vorfinden, wird von jedem mit Einsicht übernommen werden müssen. Die stattfindende Krise hat uns darauf vorbereitet. Heutzutage müssen wir umgeschult werden und lernen, wie man in einem geschlossenen, verknüpften System lebt, in dem jeder „in einem Boot sitzt“ und das Heil eines jeden einzelnen von jedem abhängig ist. Wir müssen über die neue Welt lernen und unsere Kinder darüber unterrichten.

Fragen entlang des Weges


Fragen, die ich über das Arbeiten mit den Büchern und der Gruppe erhielt:

Frage: Wann gelangt ein Mensch, der die Wissenschaft der Kabbala studiert, vom einfachen „absorbieren“ der Information (lesen, hören und sehen) zum eigentlichen Erkennen der Höheren Welt?

Meine Antwort: Sobald er auch nur im geringsten Maße der Qualität des Schenkens, wie sie im Text beschrieben wird, entspricht.

Frage: Wenn man das Material mit den oben genannten Methoden studiert, macht es dann mehr Sinn, sich mit den Gedankengängen der Kabbalisten zu verbinden, als eine Verbindung zum Material selbst zu finden?

Meine Antwort: Das ist genau das, was Sie tun sollten – versuchen Sie, sich mit dem Autor und seiner Absicht zu verbinden.

Frage: Kann der die Sache des Bruchs nur in einer Gruppe ans Tageslicht kommen? Oder auch mit Menschen, die mir nahe stehen, wie mein Mann zum Beispiel?

Meine Antwort: Das kann nur getan werden, indem man versucht, die Sehnsüchte nach dem Schöpfer zu vereinigen, indem wir unsere gemeinsamen Sehnsüchte nach Ihm näher zusammenbringen.

Frage: Manchmal treffe ich Leute, die mir spirituell sehr nahe zu sein scheinen und es ist leichter für mich, mich mit ihren Sehnsüchten zu verbinden. Ist das eine egoistische Gleichwertigkeit der Form? Oder das Muster der Reinkarnation von Seelen?

Meine Antwort: Es sind dieselben.

Verwandtes Material:
Blog-post: Shamati – Das wertvollste Buch der Welt
Blog-post: Wir müssen nur unsere Punkte im Herzen vereinen