Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Basierend auf Absicht

Frage: Womit beginnt die Entwicklung von unserem gegenwärtigen Zustand?

Antwort: Wir müssen unsere Handlungen nicht verändern, sondern ihnen vielmehr die richtige Absicht geben. Das ist der grundlegende Unterschied.

Der Mensch begeht weder gute noch schlechte Taten, alle seine Verlangen bleiben bestehen und müssen erfüllt werden. So wie es vor der ersten Einschränkung, als Malchut noch erfüllt war, gewesen war, so wird es auch am Ende der Korrektur sein. Durch die erste Einschränkung wird jedes Verlangen, mit der Absicht zu geben, erbaut.

Das heißt, der Mensch sollte sich nicht auf seine Handlungen konzentrieren. Der Schwerpunkt liegt auf der inneren Verbindung mit dem Schöpfer. Man lehrt den Menschen nicht, was er tun soll, sondern wie er die Verbindung mit dem Schöpfer herstellen kann. Wenn er den Wunsch verspürt, eine Verbindung zum Schöpfer herzustellen, dann ist die Verschmelzung mit Ihm sein Endziel. Er muss einen Weg für diese Verbindung finden – das ist das sogenannte „Ende des Seils“. 

Genau das lernt der Mensch: Wie man das „Ende des Seils“ ergreift, wie man kontinuierlich an diesem Seil der Absichten aufsteigt. 

Das Erklimmen dieses „Seils“ der Absicht wird als das Erklimmen der spirituellen Leiter von Welt zu Welt bezeichnet, bis man hundert Prozent Absicht, hundert Prozent Verbindung erreicht.

Was die Wünsche des Menschen betrifft, so wird sich die Art seiner Handlungen entsprechend seiner Absicht ändern, doch die Handlungen selbst bleiben unverändert. Er wird weiterhin essen, trinken, Nachkommen zeugen, arbeiten – alles wird so bleiben. 

Ausschließlich durch die innere Absicht wird der Mensch seine Handlungen auf natürliche Weise anpassen. Er braucht sich nicht einzuschränken. Dies wird dadurch geschehen, dass seine innere Welt eine andere Beziehung zwischen Gedanken und Handlungen herstellen und sie filtern wird, aber nur auf der Grundlage seiner inneren Entwicklung, ohne jegliche äußere Unterdrückung von unserer oder einer anderen Seite.

Wir sehen, wie nutzlos Unterdrückung ist. Was kann die Polizei tun? Was können alle Gefängnisse der Welt erreichen? Nichts! Erziehung kann nur auf einem persönlichen Vorbild beruhen. Das Ziel ist es, dem Menschen eine Verbindung zur Höheren Kraft zu vermitteln, von der er alles erhält. Dadurch wird sich der Mensch letztlich verändern.

Es ist unmöglich, den Menschen mit anderen Mitteln zu verändern. Wir haben in der Geschichte alle möglichen Methoden gesehen und keine hat funktioniert – keine! Man hat im Universum überhaupt nichts zu tun, außer seine Absicht zu verändern.

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Aus der Lektion zum Artikel „Bürgschaft“

 

Das Gespräch des Schöpfers mit dem geliebten Geschöpf

Wenn ich beginne, meine Beziehung zur ganzen Welt zu korrigieren – zu allen anderen Seelen, zu meinen Freunden in der Gruppe und beim Studium –, entdecke ich plötzlich, dass es nur mich und den Schöpfer gibt – und sonst niemanden …

Das bedeutet: Alle Freunde, die ganze Welt, die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur, die Menschen, die Seelen – all das sind im Grunde Erscheinungsformen des Schöpfers mir gegenüber. Denn der Schöpfer kann sich mir nicht als Licht ohne Gefäß (Kli) offenbaren – ich hätte nichts, womit ich Ihn wahrnehmen könnte.

Deshalb teilt der Schöpfer die Schöpfung in zwei Teile: das Geschöpf selbst, seine Seele – und alle übrigen Wünsche außerhalb dieses Geschöpfes, die dem Schöpfer zugeordnet sind.

Der hebräische Begriff für Schöpfer, Bore, setzt sich zusammen aus den Worten „Bo – Re“, also: „Komm und sieh“. Wenn sich das Geschöpf mit diesem scheinbar äußeren Kli verbindet, drückt es dadurch seine Beziehung zum Schöpfer aus – und in diesem Gefäß offenbart sich das Licht. All dies gibt dem Geschöpf die Möglichkeit, die Höhere Kraft zu enthüllen.

Dann beginnt das Geschöpf, die „Sprache“ des Schöpfers zu verstehen – das Gespräch, das der Schöpfer mit ihm führt. Manchmal scheint es ihm, als sei dieses „äußere“ Kli höher, über ihm, manchmal niedriger, unter ihm. Manchmal erscheint ihm die Welt wie ein leerer Raum, in dem es absolut nichts gibt. Aber wenn das Geschöpf versteht, dass der Schöpfer für es absichtlich diesen leeren Raum freigemacht hat, damit es ihn selbst mit seinem Verlangen zu geben füllen kann – dann hat es ein Arbeitsfeld erhalten.

In dieser Leere fehlt das Licht des Glaubens, das Licht des Gebens – Chassadim. Und wenn das Geschöpf bereits in der Lage ist, diesen leeren Raum mit dem Licht von Chassadim zu füllen, dann verbindet es sich dadurch mit dem Schöpfer und kann darin auch das Licht von Chochma (Weisheit) offenbaren.

Und es gibt auch umgekehrte Zustände, in denen der Schöpfer das Geschöpf spüren lässt, dass es erfüllt ist. Zuerst fühlt es sich an, als würde man vor einem gewaltigen Licht stehen, das sich aber noch außerhalb von einem befindet – dieses Empfinden wird uns in den ersten neun Sefirot (den TET Rishonot) gegeben.

Der Mensch muss auf diesen Genuss ein Zimzum (eine Einschränkung) machen, seine innere Grenze – bis zu welcher er das Licht aufnehmen kann – auf die Höhe von Nikwej Ejnaim (Öffnungen der Augen) anheben und in den drei Linien arbeiten, um mit dem Massach (Schirm) dieses Licht zu messen, das vor ihm steht – um zu klären, inwieweit man es um des Gebens willen annehmen kann.

So schreiten wir voran, durchlaufen verschiedene Zustände – oft auch unbewusst. Aber sie offenbaren sich nur unter der Bedingung, dass wir nicht vergessen: Es gibt nur ein Licht und ein Gefäß – das für uns in viele Teile aufgeteilt wurde, die wir nach und nach mit der Absicht zu geben an uns anschließen müssen.

Auf diesem Weg stehen uns zwei Hauptetappen bevor:

  1. Die Stufe von Bina (Chafez Chessed, das Verlangen nach Barmherzigkeit), auf der der Mensch noch nicht wirklich in Verbindung mit anderen treten kann. Er lernt lediglich, seinem Egoismus zu widerstehen, sich über seine Wünsche, über all seine enthüllte böse Neigung zu erheben, und erlangt so die Gefäße von GE (Galgalta we Ejnaim – Kopf und Augen).

  2. Danach beginnt er mit der ”Verbindung der Eigenschaften der Barmherzigkeit und des Gerichts“  zu arbeiten– das heißt, er beginnt auch seine empfangenden Wünsche, die in ihn eingeschlossen sind, zum Geben zu nutzen.

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Aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash

Unser Leben hängt von unseren Einstellungen ab


Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet es, eine „gute Einstellung zu anderen“ zu haben? Eine durchschnittliche Person steht morgens auf, geht zur Arbeit und hat nur wenig Zeit für die Familie. Er sagt sich „Ich arbeite, ich bin ein gesetzestreuer Bürger, gut zu meiner Familie und verhalte mich gut zu anderen.“ Ist das genug?

Meine Antwort: Es muss ein Gefühl der Gemeinsamkeit sein, das uns hilft, etwas Höheres zu erreichen. Zunächst sollte ein Mensch verstehen, dass er sich ein Leben nur verdienen kann unter der Bedingung, dass er innerlich aufrichtig ist. Das ist nicht einfach, es muss erlernt werden.

Wir könnten bald eine Situation erreichen, wo wir nichts zu essen haben und die Menschen verstehen werden, dass die Verfügbarkeit von Nahrung nicht von der Ernte abhängt, sondern allein von ihrer Einstellung.

Wir könnten eine Situation erreichen, wo wir zwar den Erdboden mit allem nähren, was er braucht, aber unsere Einstellung zu den Menschen, für die wir das tun, falsch ist, und wir deshalb von der Erde nichts erhalten werden, nicht ein Samenkorn, nicht eine Tomate, nichts.

Wir können einen Film darüber machen. Ein Mensch pflanzt ein Feld mit Tomaten, aber ungeachtet seiner Bemühungen wächst dort nichts außer Unkraut, bis er seine Natur ändert. Das ist deshalb so, weil wir unsere Natur korrigieren müssen und zwar nicht auf der tierischen, pflanzlichen und unbelebten Ebene, sondern auf der menschlichen Ebene. Es ist nichts fantastisches, worüber ich spreche, es ist alles rational. Tatsache ist, dass die Menschen die Natur auf all den Ebenen unter ihnen negativ beeinflussen.

Wir werden eine Situation erreichen, wo Menschen spüren werden, dass, wenn man nicht die richtige Absicht hat, nichts geschehen wird, aber sobald man die richtige Absicht erschafft, man einen Segen empfängt. Dies wird „Offenbarung“ genannt, aber sie geschieht auf dem Weg solcher Leiden. Das ist ein schwieriger Weg des Lernens! Durch unterschiedliche Systeme wird die Natur uns zwingen, zu sitzen und zu lernen, wie korrekte Absicht und Einstellung erzeugt werden. Durch riesige Leiden, Schwierigkeiten, Krankheit und Chaos werden wir erkennen, dass wir nur zu lernen brauchen, wie die richtige Absicht hervorzubringen ist.

(Aus dem Unterricht von Baal HaSulam’s Artikel „Ein Gebot“ 

Die Frucht des Baumes der Erkenntnis

Rabash, „Dargot Sulam“, Artikel 903, „Tu bi Schwat“: Der Schöpfer wünscht, dass der Mensch, der das Gebot, das wie eine Frucht ist, erfüllt. Baum und Frucht schmecken gleich, das heißt, dass die Absicht auch „Lishma“ ist – um des Gebens willen.

In der spirituellen Arbeit muss man mehrere Stufen durchlaufen. Zunächst muss man auf die Stufe hinabsteigen, von der es heißt: „Ich schuf den bösen Trieb“. Hier beginnt der Mensch, sich mit seiner Natur vertraut zu machen und erkennt, wie sehr er dem Guten entgegengesetzt ist.

Das Gute ist das Licht, die Eigenschaft des Gebens. Um sich im Vergleich dazu zu messen, muss der Mensch die Eigenschaft des Gebens erkennen. Wo findet man das Böse und wo befindet sich darin der Schöpfer, der den bösen Trieb geschaffen hat? Der Mensch muss den Schöpfer offenbaren, der den bösen Trieb geschaffen hat und die Tora als Gewürz dazu gegeben hat.

Es kann keine Dunkelheit ohne Licht und kein Licht ohne Dunkelheit geben. Wir begreifen nichts für sich allein – sondern nur im Vergleich mit seinen Gegensätzen. Der Mensch kann nur in dem Maß, wie er gute Taten vollbringt, die negative Seite seiner Natur erkennen. Nur so wird ihm das Böse bewusst.

Die Sünder, von denen die Tora spricht, sind besondere und herausragende Menschen. Die Stufe des Sünders ist eine sehr hohe Stufe. Der Mensch arbeitet in Bezug auf das Gute und versucht, das Böse in sich zu überwinden, um das Gute zu erreichen. Dann erkennt er das Übel, offenbart die Sünde Adams und tritt in den Prozess der Korrektur ein. Die Offenbarung des Bösen ist somit Teil dieses Prozesses.

Erst nachdem der Mensch das Böse erkannt hat, beginnt er zu prüfen, ob „Baum und „Frucht“ übereinstimmen, ob sie in die gleiche Richtung, in die Richtung des Gebens streben. Die „Früchte“ repräsentieren das Geben und nicht den Eigennutz. Der Mensch versucht über seinen Egoismus hinauszuwachsen, er identifiziert ihn als das Böse, über den er sich erheben muss. Es wird ihm immer wieder bewusst, dass er für sich selbst genießen möchte und erkennt dies als die „ägyptische Plage“. Er ist bereit alles zu tun, außer für sich selbst zu genießen.

So erhebt er sich über alle Möglichkeiten des Genusses und gelangt zu den wahren Früchten- dem Geben. Die Freude am Geben ist die Frucht des Baumes der Erkenntnis. Dies ist der Glaube, der über den Verstand hinausgeht – der Glaube, der auf dem Baum der Erkenntnis gewachsen ist.

Nur so kann der Mensch wachsen: Er erhebt sich über das Böse und lehnt das Verlangen zu empfangen ab. So reifen in ihm die Früchte.

Dies symbolisiert auch Tu bi-Schwat das „Neujahr der Bäume“. Warum Bäume und nicht Früchte? Der Mensch muss zunächst lernen, die Eigenschaft des Gebens zu erlangen und anschließend   das Empfangen um zu Geben.

Auf dem spirituellen Weg entdecken wir immer wieder in uns falsche Formen. Wie Baal HaSulam im „Vorwort zu TESS“ schreibt: Nur die, deren Maß an Geduld standgehalten hat, verdienen es, in den königlichen Palast einzutreten, in den „Garten“, in dessen Mitte der Baum der Erkenntnis steht.

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Aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash.

 

Zwei Aufgaben der kabbalistischen Methode

Wie bereits erwähnt, hat die kabbalistische Methode zwei Aufgaben. Die Erste ist der Zustand von „Lo Lishma“, was soviel bedeutet wie „nicht um Seinetwillen“. Es soll die Moral zum eigenen Nutzen des Menschen fest verankern.

Das bedeutet, dass der Mensch nachdem er diese Aufgabe erfüllt hat, bereits Befriedigung empfindet.

Es gibt noch eine zweite Aufgabe der Kabbala – das Bedürfnis der Seele, mit dem Schöpfer zu verschmelzen. Dies wird „Lishma“ genannt. Durch Handlungen kann ein Mensch damit belohnt werden, dann kommt er von Lo Lishma zu Lishma“ (Baal HaSulam, „Die Schriften der letzten Generation“).

Frage: Wenn ein Mensch in „Lo Lishma“ arbeitet, hat er dann ein Gefühl für die Gegenwart des Schöpfers, ein Gefühl, dass es niemanden außer Ihm gibt?

Antwort: Nein, natürlich nicht. Er befindet sich in einem Zustand um seiner selbst willen.

„Lo Lishma“ ist das Ausführen von Handlungen um seiner selbst willen, ‚Lishma‘ ist um den Schöpfer willen, um der anderen willen, nicht für sich.

Frage: Können wir sagen, dass die Mehrheit der Menschheit sich in „Lo Lishma“ befindet?

Antwort: Nein. Sie befinden sich im tierischen Zustand. Wenn sich ein Mensch in einer kabbalistischen Gruppe entwickelt, alle Bedingungen klar und korrekt erfüllt, durchläuft er Zustände vom völligen Egoismus bis zur Bereitschaft, anderen zu geben. Er will uneigennützig geben, ohne jede Bindung an sich selbst, aber er hat es noch nicht geschafft. Dies wird „Lo Lishma“ genannt.

Der Weg aus „Lo Lishma“ führt über das Licht, das zur Quelle zurückführt. Gerade weil man geben möchte, es aber noch nicht kann, wirkt das Licht auf einen und führt zu „Lo Lishma“ – zu Handlungen „um der anderen willen“.

Frage: Müssen wir immer das Gefühl haben, uns auf den Zustand von Lishma zuzubewegen?

Antwort: Man muss darüber nachdenken. Man hat kein Recht, in dem Glauben gefangen zu sein, dass es zum eigenen Nutzen ist, auch wenn die eigenen Absichten egoistisch sind. Wenn wir fühlen, dass wir uns gerne aus der Macht des Pharaos (Egoismus) befreien würden, es aber nicht können, ist dies das Gefängnis, die Knechtschaft, das Gefühl des ägyptischen Exils. Das sind keine einfachen Zustände.

Frage: Um von „“Lo Lishma„“ zu „Lishma“ zu gelangen, arbeiten wir in einer Gruppe. Wo befindet man sich als Experte, der von außen auf alles schaut, was vor sich geht? Geschieht das alles gleichzeitig?

Antwort: Ja, denn es entsteht ein zweites System: die Eigenschaft des Gebens. Davon ausgehend, beobachtet man seine eigene Eigenschaft des Empfangens.

Frage: Einerseits versucht der Mensch, den Zustand, in dem er sich befindet, zu realisieren, andererseits hat er die Möglichkeit, ohne nachzudenken, in die Gruppe zu investieren, an verschiedenen Aktivitäten der Verbindung teilzunehmen. Wie kann man diese Handlungen aufmerksam durchführen?

Antwort: Dies geschieht unter dem Einfluss des richtigen Umfelds. Es muss eine aktive Haltung der Gruppe gegenüber jedem Einzelnen geben. Jeder muss den Druck der Gruppe spüren, ihre Korrektur, was sie vorhat und gleichzeitig spüren, wie sehr man sich dagegen wehrt und wie sehr man bereit ist, sich unterzuordnen. Das ist der Punkt des Experten für jedes Mitglied der Gruppe.

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Aus der Fernsehsendung „Die letzte Generation“

 

Was ist der Unterschied zwischen Ehrfurcht und dem Wunsch zu geben?

Frage: Rabash schreibt, dass Ehrfurcht vor dem Schöpfer entsteht, wenn der Mensch fürchtet, Ihm keinen Genuss bereiten zu können. Was ist der Unterschied zwischen der Ehrfurcht vor dem Schöpfer und dem Wunsch zu geben?

Antwort: Der Wunsch zu geben ist etwas, was ich bereits habe und das ich nutzen kann.

Es ist unklar, woher dieser Wunsch stammt, denn es existiert kein solcher Wunsch in unserer Welt. Wenn wir jemandem etwas geben, ist das ein verstecktes Empfangen, kein Geben. Ein Beispiel dafür ist eine Mutter, die sich um ihr Kind kümmert: in Wahrheit gibt sie ihm nichts, denn das Glücke, welches sie durch das Kind empfindet, ist so groß, dass sie bereit ist, alles für das Kind zu tun. In der spirituellen Welt verhält es sich anders.

In der spirituellen Welt empfangen wir durch den Einfluss des höheren Lichts, das wahre Geben und beginnen, Freude am Geben zu empfinden, indem wir über uns selbst hinauswachsen. Zunächst ist dieses Geben egoistisch: Es tut mir gut, mich über mich selbst zu erheben, Freude zu empfinden und unbewusst für  das Wohl anderer zu arbeiten – aber ich strebe nach dem Geben.

Das ist noch kein Ausweg aus dem Egoismus, sondern eine Zwischenstufe, in der ich beginne, das Geben zu schätzen, da es bestimmte Vorteile bringt.

Frage: Die nächste Stufe ist die Ehrfurcht. Wenn ich Ehrfurcht vor dem Schöpfer habe, wenn ich den Wunsch habe, ihm zu geben, warum ist das dann nicht die endgültige Stufe?

Antwort: Es ist noch kein vollwertiges Verlangen, denn es ist eine Absicht. Diese Absicht muss sich mit dem Wunsch verbinden und dann verwirklicht werden. Ehrfurcht allein reicht hier nicht aus, es ist notwendig, eine klare Absicht zu offenbaren, die in Verbindung mit der Ehrfurcht vor dem Schöpfer steht und mit der man arbeiten kann.

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Aus der Fernsehsendung „Die letzte Generation“

Beginnt zu handeln!!

Frage: Wenn im Menschen das Verlangen zu empfangen erwacht, erhebt er es durch den Zehner zum Schöpfer. Was bedeutet es, dass dieses Verlangen vom Schöpfer korrigiert wird und wie verwandelt es sich zu „Lishma“?

Antwort: Das Verlangen, zum Schöpfer aufzusteigen, äußert sich im Gefühl der Notwendigkeit nach Ihm. Dieses Bedürfnis ist das Gebet. Es steigt zur nächsten, höheren Stufe auf. Von dort strömt das Licht herab und der Kontakt zwischen dem Höheren und dem Niederen beginnt. Auf dieser Grundlage wird das Niedere korrigiert, verändert sich und so kommt es zu einer Bewegung von unten nach oben. Das Ergebnis dieses Kontakts ist der spirituelle Schirm.

Frage: Das heißt, der Kontakt mit dem Schöpfer verändert den Menschen. Nennt man das, dass er den Schirm erhält? Kann er dann im Sinne des Schöpfers handeln?

Antwort: Ja.

Frage: Das bedeutet es, dass der kritischste Punkt der ist, wenn man MAN erhebt und der Schöpfer beginnt, auf uns einzuwirken? Wie kommt man zu dem Zustand, in dem man MAN aus dem Zehner erhebt und Er beginnt, uns zu verändern?

Antwort: Stellen Sie es sich vor, fangen Sie an zu handeln und es wird sich von selbst regeln.

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Aus dem Unterricht „An der Schwelle von Lishma“, 13.11.2024

Im Zentrum des Universums

Frage: Sie sagten, man solle versuchen, alles auf ein einziges Zentrum auszurichten, damit der Schöpfer von dort aus immer höher aufsteigt. Wie macht man das richtig?

Antwort: Unsere Arbeit besteht darin, ständig nach dem Empfinden des Schöpfers im Zentrum des ganzen Universums zu streben und so zu versuchen, Ihn dort zu finden.

Wonach suchen wir eigentlich? Wir suchen einen liebenden, fürsorglichen, denkenden und handelnden Schöpfer der alles, was mit uns geschieht, verwirklicht. Wir suchen danach, wo sich diese Kraft verborgen hält. Wenn wir anfangen, sie in uns und zwischen uns zu suchen, werden wir sie sehr schnell finden.

Frage: In unserer Welt sind wir verschiedenen Kräften ausgesetzt. Wie können wir jedes Mal hinter diesen Kräften und Einflüssen die Verbindung mit dieser Kraft finden und uns dabei nicht von links oder rechts ablenken lassen?

Antwort: Um dies zu tun, müssen wir uns nach dem Zentrum unserer Gemeinschaft ausrichten, dort werden wir den Schöpfer entdecken. Das Zentrum unserer Gemeinschaft ist, wie Baal HaSulam, Rabash und andere Kabbalisten schreiben, unser gemeinsames Herz.

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Aus der Lektion zum Artikel „Vorwort zu TES“, 04.11.2024

Grund für das Gebet

Frage: Sollen wir beten, wenn es einen Anlass vom Schöpfer gibt, oder sollen wir selbst nach Anlässen suchen und das Gebet in dem Zehner anregen?

M.Laitman: Der Anlass für das Gebet ist euer Wunsch, euch zu vereinen.

Wenn ihr euch näher kommen wollt und ihr seht, dass es noch große Unterschiede zwischen euch gibt, werdet ihr euch unwillkürlich an den Schöpfer wenden, um euch mehr zu vereinen. Das beste Gebet ist, wenn ihr den Schöpfer bittet, euch zu verbinden.

In einem solchen Fall fühlt ihr wirklich, wie sehr es euch fehlt, wie viel Kraft ihr für die Verwirklichung der Verbindung bekommt.

Ein solcher Kontakt mit dem Schöpfer ist der direkteste und zuverlässigste, weil Er nichts mehr von euch erwartet, wie es heißt: „Wie gut ist es, wenn Freunde zusammensitzen“. „Zusammen“ – Heb. „gam yahad„ (“auch zusammen“), wobei ‚auch‘, wie die Kabbalisten erklären, bedeutet, dass ‚der Schöpfer auch mit ihnen zusammensitzt‘.

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Aus der Lektion über „Fragen und Antworten“

Kabbala und der IQ-Level

Frage: Nicht alle von uns haben einen hohen IQ, um eine große Menge an Informationen von Ihnen aufzunehmen. Wie können wir uns richtig vorbereiten? Was würden Sie empfehlen?

Antwort: In Bezug auf die Kabbala haben alle genau das gleiche Gehirn, weil keiner von uns besser oder schlechter im Erfassen der spirituellen Welt sein kann. Wir alle beginnen bei Null. Daher spielt es keine Rolle, welche Begabungen sie haben, sie sind nicht besser und nicht schlechter als andere. Das gilt für Männer wie für Frauen.

Es wird von Anfang an gesagt, dass ein kluger Mensch nicht unbedingt mehr lernt oder erfolgreicher ist. Es besteht also kein Grund, jemanden zu beneiden, der scheinbar einen großen Intellekt aufweist. In der Kabbala gibt es das nicht, dass ein kluger Mensch mit einer besonderen Gedächtnisfähigkeit kommt und ihm alles offenbart wird. Nichts dergleichen. Wie die Shechina sagt: „Ich wohne unter den Niedrigsten meines Volkes.“

Daher ist es nicht nötig, spezielle Methoden zur Erlangung oder Offenbarung zu erfinden. Alles wird zu gegebener Zeit zu einem Menschen kommen, wenn er es braucht.

Frage: Können Sie einem Menschen einen allgemeinen Rat geben, wie er sich richtig auf eine Lektion oder ein Ereignis einstimmen kann? Wie setzt man die ersten Gedanken in Gang?

Antwort: Lass ihn mit leeren Händen kommen und wenn er in Stimmung ist, kann er die Psalmen lesen, aber nur so viel, dass es ihn nicht benebelt. Mehr nicht.

Das Wichtigste ist, ruhig zu bleiben. Die Tora dringt sanft in den Menschen ein. Deshalb muss man hier nicht eilen oder sich irgendwohin drängen, nichts wird vor Ihnen davonlaufen.

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Aus der Lektion zur Vorbereitung auf den Kongress „Stärkung im Zehner“, 11.09.2024.