Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie man Genüsse nutzt

Kommentar: Alle Genüsse haben ein bestimmtes Bild, an dem wir uns erfreuen. Hier muss man genau verstehen, ob man der Verbindung mit den Freunden und dem Willen des Schöpfers folgt oder ob man gegen diese Genüsse ist.

Um sie richtig annehmen und dem Schöpfer ohne Scham dafür danken zu können, sollte man versuchen, seine Beziehung zum Schöpfer so weit zu klären, dass alle Wünsche, Absichten, Gedanken und Bestrebungen auf ihn ausgerichtet sind.

Frage: Sollte man im Moment des Genusses daran denken, dass es dem Schöpfer Freude bereitet, oder sollte man sich freuen und genießen, was Er uns gibt?

Antwort: Es kommt darauf an, von wem der Genuss kommt: von dir zum Schöpfer oder vom Schöpfer zu dir.

Der Zweck von Genüssen ist, dass wir uns richtig auf den Schöpfer ausrichten, wenn man den Genuss nur dann annehmen will, um den Schöpfer damit zu erfreuen.

Frage: Und wenn man keine besonderen Genüsse braucht, aber der Schöpfer es einem gibt, was soll man dann tun?

Antwort: Man sollte sie in Dankbarkeit annehmen und mit dem Schöpfer und dem Zehner genießen. Wenn es von der Verbindung ablenkt, dich mit deinen Freunden zu verbinden, dann braucht man sie nicht. Letztendlich können absolut alle Genüsse dazu genutzt werden, um mit dem Schöpfer zu verschmelzen.

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Aus dem Unterricht „Gewohnheit wird zur zweiten Natur“, 11.08.23

Auf der Suche nach einer gemeinsamen Sprache mit dem Schöpfer

Kommentar: Wir haben ein Problem, wie wir mit dem Schöpfer Kontakt aufnehmen können. Es ist nicht schwierig für uns, miteinander zu kommunizieren, denn wir Menschen haben eine gemeinsame Sprache und es ist möglich, direkt oder zumindest über einen Dolmetscher zu sprechen. Auf diese Weise können wir miteinander kommunizieren.

Außerdem haben wir die gleichen Sinne: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten. Wir haben die Fähigkeit, auf unterschiedliche Art und Weise und mit Hilfe spezieller Geräte, die wir als Kommunikationsmittel entwickeln, mit anderen Kontakt aufzunehmen.

Aber wie sollen wir mit dem Schöpfer umgehen? Mit welchen Mitteln und auf welche Weise können wir mit ihm in Kontakt treten? Dies kann nicht mit denselben Sinnen geschehen, mit denen wir andere Menschen und generell diese ganze Welt wahrnehmen.

Es gibt noch viele Phänomene in unserer Welt, die uns verborgen sind. Wir versuchen sie zu entdecken und zu verstehen. Es gibt Phänomene, die jenseits der Reichweite unserer Sinne liegen und daher für unsere Wahrnehmung unzugänglich sind. Und doch lernen wir im Laufe der Zeit immer mehr über die Welt um uns herum. Vor hundert oder zweihundert Jahren hatte der Mensch noch nicht so viel Wissen über unser Universum wie heute, in der die Wissenschaft so weit fortgeschritten ist.

Was den Schöpfer betrifft, so gibt es keinen Fortschritt. Er war vor uns verborgen, und so ist es immer noch. Die Höhere Kraft ist vor uns verborgen, wie hinter undurchdringlichen Mauern, sie verbirgt sich hinter der ganzen Natur und wirkt mit allen möglichen Mitteln auf uns ein. Wir können sie mit unseren materiellen Sinnen, mit denen wir in dieser Welt leben, nicht offenbaren.

Wir können den Schöpfer nicht sehen, nicht hören, nicht berühren. Was sollen wir also tun? Die Kabbalisten erklären, dass es möglich ist, gewöhnliche materielle Handlungen auszuführen, aber nur, wenn wir sie mit der richtigen Absicht begleiten und unsere besondere Haltung gegenüber dem Schöpfer zum Ausdruck bringen. Dann wird Er es verstehen, hören und annehmen.

Allmählich können wir durch dieses Streben, dieses Verlangen, dem Schöpfer näher kommen. Je mehr wir nach Ihm streben, desto mehr bringen wir Ihn uns näher und allmählich tritt Er in unsere Empfindungen ein und offenbart sich in ihnen bei jeder Gelegenheit.

Am Anfang erscheint uns der Schöpfer wie durch Nebel, wie durch eine Wolke, in vagen Empfindungen. Dann offenbart er sich mehr und mehr, bis wir erkennen, dass diese Höhere Kraft den ganzen Raum um uns herum ausfüllt und es nichts außer dem Schöpfer gibt. Alles, was wir sehen, hören, in irgendeiner Form fühlen, alles, was wir wahrnehmen, ist der Schöpfer. Schließlich werden wir spüren, dass Er die ganze Wirklichkeit ausfüllt, alles umfasst, alles außerhalb und innerhalb von uns kontrolliert.

So lohnt es, zu erforschen, wie wir unserem Schöpfer näher kommen können.

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Aus der Lektion „Empfangen und Geben eines Geschenks“. 

Abstufung der Verlangen

Frage: Sie sagten, dass es in der Gruppe unbelebte, pflanzliche, tierische und menschliche Stufen gibt und alles nur von der Absicht des Einzelnen abhängt. Wie kann ein Mensch mit seiner Absicht diese Stufe wählen?

Antwort: Durch seine Entwicklung! Er steigt auf. Im Moment kann man nicht fühlen, auf welcher Entwicklungsstufe man sich befindet.

„Ich bin ein Mensch in dieser Welt. Seht, ich bin ein Mensch! Schau- zwei Beine, zwei Arme, wie bei einem Affen und ein Kopf ist auch vorhanden. Bin ich nun ein Mensch oder nicht? Ich schaue mich im Spiegel an – ich denke ich bin ein Mensch. Plötzlich sehe ich eine Art Wolfsgesicht – nein, das bin nicht ich! Ich bin es, aber in innerlich. Plötzlich erscheint ein Hasengesicht – und das bin ich auch, manchmal“.

Wer bin ich in meinem Inneren?! Was wir im Inneren sind verstehen wir nicht. Man versteht nicht, auf welcher Stufe man sich befindet, auf welcher Stufe die Verlangen der pflanzlichen, tierischen, unbelebten oder menschlichen Art sind.

Im Grunde sind sie alle sehr leicht zu unterscheiden. Wenn man nach den Prinzipien der anderen lebt, mitten in dieser Welt, dann sind die Wünsche definitiv von der unbelebten Stufe, sonst würde man nicht existieren.

Die Wünsche der pflanzlichen Stufe sind: vollkommen dem zu folgen, was in dieser Welt ist, man folgt allen anderen – wo alle anderen hingehen, geht man auch hin. Etwa so: ein bisschen in Richtung Sonne, ein wenig in diese, ein wenig in jene Richtung – das sind egoistische Wünsche auf der pflanzlichen Stufe, sie sind noch nicht einmal tierisch.

Die Verlangen der tierischen Stufe sind: man beginnt in den Bewegungen nach einem Sinn zu suchen, es entsteht dabei eine Unruhe.

Wenn man anfängt, diese Wünsche für den Aufstieg auf die nächste Stufe zu realisieren, obwohl sie immer noch egoistisch sind, ist man den Verlangen der Stufe „Mensch“ näher. Das heißt, man schreitet von lo-lishma (für sich selbst) zu lishma (für den Nächsten) voran.

Frage: Wie werden sie in der Gruppe, entsprechend ihrer Absicht sortiert?

Antwort: In einer Gruppe befinden sie sich gewöhnlich auf der vierten Stufe, oder sie bewegen sich an der Grenze zwischen der dritten und der vierten Stufe.

Dann werden sie auf den nächsten Stufen weiter sortiert, denn jede Stufe besteht aus vier weiteren. Das ist das natürliche Gesetz der Einteilung eines jeden Objekts.

Frage: Gibt es also in der Gruppe eine unbelebte, eine pflanzliche Stufe usw.?

Antwort: Ja, man kann es an den Menschen sehen, wie sehr sie an allem teilnehmen, wie sehr sie in der spirituellen Arbeit sind, wie sehr sie sich der Umsetzung der Methode hingeben. Immer ist es aber nicht so, denn sie sind ineinander eingeschlossen und Vieles hängt von der Wurzel der Seele ab.

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Aus dem Vortrag „Mein Telefon hat geklingelt.  Die Wurzel der menschlichen Seele“.

Alles beginnt mit der Verbindung der Herzen

Kommentar: Das wichtigste Ziel des Kongresses ist es, die Herzen zu öffnen. Schließlich ist der Kongress eine Versammlung der Herzen, um das gebrochene Herz von Adam HaRishon, der gemeinsamen Seele, von der wir alle ein Teil sind, zu heilen. Wir müssen also versuchen zu spüren, wie weit unsere Herzen voneinander entfernt sind.

Als Herz wird das bezeichnet, was im Menschen ist, alle seine Wünsche und Gedanken, es sind Verlangen die erfüllt werden müssen. Wenn wir uns verbinden und versuchen einander zu fühlen, wird dies geschehen. 

In dem Maße, in dem wir den anderen wie uns selbst lieben, beginnen wir die Kraft zu spüren, die nach dem Zerbruch von Adam HaRishon aus uns gewichen ist. Wir werden unsere Herzen über unsere egoistischen Verlangen hinweg verbinden, dieses System korrigieren und wieder den Schöpfer fühlen. In unserem gemeinsamen Herzen wird eine einzige und besondere höhere Kraft herrschen- der Schöpfer.

Das ist das Ziel unseres Lebens und unserer Existenz, das Ziel der Erschaffung aller Welten und der gesamten Natur. Der Weg dorthin, die Gefühle und Gedanken die mit dem Prozess der Offenbarung des Systems des Schöpfers und des Schöpfers selbst zusammenhängen, werden als Öffnung des Herzens bezeichnet.

Wenn sich das Herz öffnet, fühlen wir, wie die spirituellen Organe in uns geboren werden und zu wachsen beginnen. Es ist wie in jedem, sich entwickelnden lebenden Körper: Gehirn, Herz, Leber, Arme, Beine usw.

Wir werden spüren, wie wir mit allen Teilen des Herzens handeln, insofern wir sie zu einem System verbinden wollen. Wie aus einem Samentropfen, der sich im Mutterleib entfaltet, so wird sich aus unserem winzigen inneren Wunsch nach Vereinigung, Verbindung, Gegenseitigkeit ein besonderes Wesen innerhalb der höheren Macht des Schöpfers entwickeln.

Wenn wir in der Lage sind, uns miteinander zu verbinden und mit dem Schöpfer zu verschmelzen, werden wir spüren, dass wir in einem Körper existieren, in einem Schöpfer, als Teile dieses gemeinsamen Körpers, die Freunde genannt werden. Wir werden wie Zellen eines lebenden Körpers wachsen und unsere Verbindung und unsere gegenseitige Abhängigkeit spüren. In dem Maße, in dem einer dem anderen und der andere dem Nächsten geben kann, werden wir uns immer weiter ausbreiten und einen gemeinsamen Körper aufbauen.

Man stelle sich Milliarden winziger Verlangen vor, von denen sich jeder nicht allein, sondern durch die Verbindung mit anderen Verlangen entwickelt und entsprechend seiner Bestimmung wächst.

Wenn wir uns auf diese Weise ausrichten, bauen wir ein Verständnis für den Schöpfer auf und beginnen zu verstehen, wer Er ist, wie Er in uns gekleidet ist und wie wir uns Ihm nähern können. Daraus wird deutlich wie wichtig jeder Freund ist, der das Verlangen nach dem Schöpfer vergrößert. Jeder Freund bringt mich näher zum Schöpfer, fügt mehr und mehr Verständnis hinzu, als würde man den Bildschirm vergrößern und weitere hundert, tausend, zehntausend neue Details hinzufügen, die sich zusammenfügen.

Es wird das Bild der höheren Welt und die Verbindung untereinander offenbart. Man sieht alle Bewegungen aller Menschen, ihre Gedanken, Absichten, alle Veränderungen, die in ihnen vor sich gehen. Man erkennt die Wurzel der Höheren Kraft, die alle auf diese Weise erweckt hat.

Auf diese Weise gelangen wir von der Liebe zu den Geschöpfen zur Liebe zum Schöpfer und erkennen die Realität. Alles geschieht durch die Verbindung der Herzen.

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Aus der Lektion „Vorbereitung auf die Öffnung des Herzens beim Kongress“.

Innere Korrektur zieht externe Korrektur nach sich

Frage: Wenn Sie einem Kriminellen gegenüberstehen, der gegen Sie ist, gibt es zwei Möglichkeiten, mit ihm umzugehen. Der klassische, konventionelle Ansatz ist, sich zu wehren, nach außen hin zu kämpfen, ihn zu unterdrücken, zu besiegen. Die kabbalistische Herangehensweise besteht darin, dies in sich selbst zu ändern, und dann wird sich der Widersacher ändern. Wie wird diese Veränderung herbeigeführt?

Antwort: Es ist sehr einfach! Sie ist sehr direkt und offensichtlich. Nehmen wir an, jemand will mich angreifen, das heißt, die Möglichkeit meiner Korrektur in mir abtöten. Das Leben wird verkürzt; das bedeutet, dass die Möglichkeit, sich selbst zu korrigieren, sich auf das Ziel der Schöpfung zuzubewegen, beendet wird. In diesem Fall muss ich ihn töten. Aber nur, wenn er mich auslöschen will.

Und wenn er diese Absicht nicht hat, dann muss ich darüber nachdenken, wie ich ihn korrigieren kann. Wie ich diese Eigenschaft in mir korrigiere, so dass sie sich in mir und außerhalb von mir in etwas anderes verwandelt, so dass ich ihn als Freund sehe, nicht indem ich seine Bedingungen akzeptiere, sondern indem ich sein Bild in mir korrigiere.

Frage: Sie sagen immer wieder: “ In sich selbst finden“. Wie macht man das?

Antwort: Zu diesem Zweck werden dir die Freunde gegeben. Versuche, Kontakt zu ihnen zu finden und korrigiere, was du korrigieren kannst. Unter ihnen wirst du jene Eigenschaften finden, die diese Bilder von Hassern außerhalb von dir erzeugen. Du musst sie in deiner Verbindung mit deinen Freunden korrigieren. So viel Verbindung wie möglich, so tief wie möglich, so offensichtlich wie möglich, entdecke die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zwischen euch, und versuche schon jetzt, eine solche Verbindung zu erreichen, in der all dies korrigiert wird. Und dann wird das Äußere korrigiert.

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Aus der Fernsehsendung „Ich habe einen Anruf bekommen. Verwandle einen Feind in einen Freund“

Der Sohar ist das Allheilmittel für alle Krankheiten

Kommentar: Im Sohar, genau wie in der Tora, muss man nicht unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen – man kann das Buch aufschlagen, wo man will!

Es ist wie bei den Psalmen – man schlägt sie irgendwo auf und liest sie, sogar von der Mitte an.

Die Hauptsache beim Lesen heiliger Bücher (geschrieben von denen, die den Schöpfer erlangt haben, aus der Eigenschaft der Heiligkeit – dem Geben, der Eigenschaft Bina), ist nicht, was man liest, worüber man liest – die Hauptsache ist die Absicht: was man durch das Lesen erreichen will.

Denn man liest immer noch von einer Höheren Welt, die man weder fühlt noch versteht.

Der Sohar ist die höchste Quelle aller heiligen Bücher. Es ist die stärkste Quelle des höchsten Lichts, des Lichts der Korrektur – es ist wie eine Infusion für eine kranke Person, es ist die Medizin, die man nimmt.

Was will man also mit der Einnahme dieses Arzneimittels erreichen? Was bedeutet es für einen Menschen, gesund zu sein? Je nachdem kann die Kraft des Buches Sohar zu einem lebenspendenden Lebenselixier oder zum tödlichen Gift werden – eines von beiden!

Deshalb sollte man, bevor man das Buch aufschlägt, nachdenken und fühlen, sich darauf einstellen, sich vorbereiten und herausfinden: was hat man jetzt davon!

Man bekommt eine Medizin, deren Symbol eine Schlange ist. Ihr Gift kann Gift sein, oder es kann das Heilmittel für alle Krankheiten sein.

So müssen wir uns, bevor wir das Buch Sohar aufschlagen, mit der richtigen Absicht eindecken – um nicht das tödliche Gift, sondern das rettende Lebenselixier zu nehmen.

Wenn Menschen die Tora ohne die richtige Absicht studieren, ist sie trocken und leblos. Dies ist besonders gefährlich, wenn wir uns vor einer so großen Kraftquelle wie dem Buch des Sohar befinden.

Es ist kein Zufall, dass es so lange vor den Menschen verborgen blieb und lediglich den Kabbalisten offenbart wurde.

Ein Kabbalist (d.h. eine Person, die das richtige Verlangen erlangt hat) war irgendwie gezwungen, dieses Buch zu finden – von jemandem, durch jemanden, auf irgendeine Weise wurde es ihm von oben geschickt, brachte ihn an einen Ort, an dem er es finden konnte…

Dem Rest des Volkes wurde es nicht offenbart, da sie noch nicht in der Lage waren, sich mit der richtigen Absicht zu wappnen. Der Sohar hätte so nur Schaden gebracht.

Heute schlagen wir das Buch Sohar mit der Absicht auf, dass es uns Gutes bringt, eine Quelle des Lebens wird und sich, Gott bewahre, nicht in ein tödliches Gift verwandelt.

Der Sohar enthält eine so mächtige Kraft, dass wir darauf achten müssen, ihn nur gemeinsam, nur mit der richtigen Einstellung zu öffnen.

So hat es sich in unserer Zeit offenbart und uns wunderbare Möglichkeiten gegeben. Wir wollen es allen Menschen anbieten.

Jeder sollte wissen, dass nur die richtige Absicht beim Studium des Sohar ihn zum Lebenselixier macht.

Aus einer Lektion über das Buch Sohar.

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Eine einzige Autorität

Frage: In den Quellen heißt es: „Es gibt niemanden außer Ihm“. Ist dies ein Gesetz?

Antwort: Sicherlich. Es gibt keinen anderen Willen und keine andere Kraft, die etwas verändern oder tun könnte, keine andere, an die wir uns wenden können oder von der etwas ausstrahlen kann. Es ist alles eine einzige Kraft.

Frage: Sollte der Mensch daran glauben?

Antwort: Ja: Man muss es offenbaren.

Kommentar: Aber wir sehen ein anderes Bild. Wir können nicht sagen, dass es außer dem Schöpfer keinen anderen gibt.

Antwort: Für uns zerfällt die gesamte Natur in Milliarden von verschiedenen Quellen und beeinflusst uns. Wir müssen offenbaren, dass alles eine einzige ganze Kraft, Autorität und Absicht ist, und uns ihr auf diese Weise nähern.

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Aus der Sendung “ Spirituelle Zustände“ 07.06.2022

Eine richtige Bitte muss vom Kollektiv ausgehen

Ein Gebet muss vollkommen sein. Das heißt, aus der Tiefe des Herzens, was bedeutet, dass man hundertprozentig weiß, dass es niemanden auf der Welt gibt der einem helfen kann, außer dem Schöpfer selbst. (Baal HaSulam. Shamati. Artikel 5: „LiShma bedeutet Erwecken von Oben, und warum brauchen wir ein Erwachen von unten?“)

Ein Gebet gilt als wahr, wenn es den Schöpfer erreicht. Es erreicht Ihn nur, wenn es aus dem tiefsten Herzen eines Menschen kommt, aus seinem wichtigsten inneren Verlangen, wenn er hundertprozentig sicher ist, dass er das, was er will, nur erreichen kann, wenn der Schöpfer ihm hilft, praktisch alles für ihn tut.

Allerdings gibt es hier ein kleines „aber“, und das ist sehr wichtig! – Der Schöpfer antwortet nur auf eine kollektive Bitte.

Man kann zu ihm schreien, so viel man will, er kann einem Einzelnen nicht antworten. Man muss durch das gemeinsame Gefäß/Kli zu ihm kommen! So wie man geboren wurde und von der Höhe seiner spirituellen Stufe auf die materielle Stufe fiel- egoistisch, losgelöst von allen anderen, so muss man nun anti-egoistisch wieder von derselben Stufe, zu Ihm, aufsteigen.

Daher muss es sich um eine kollektive Bitte handeln. Es wird in keiner Weise helfen, zu sitzen, zu weinen, zu schluchzen oder zu betteln. Das

nützt nichts! Nur wenn es mindestens zwei Menschen gibt, die sich trotz ihres Egoismus irgendwie miteinander verbinden, um ihre Bitte an den Schöpfer zu richten – wird es in dieser Form helfen.

Aus dem Unterricht 7 des internationalen Kongresses „Über sich selbst erheben“, 09.01.2022.

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Gebet für den Frieden

Die Lage in der Welt wird von Tag zu Tag explosiver, die ganze Welt beobachtet mit großer Aufmerksamkeit die raschen Entwicklungen in der Ukraine. Kabbalisten kümmern sich nicht um Politik und geografische Grenzen.

Wir Kabbalisten wollen nur eines: Wo immer es möglich ist, die Liebe verstärken oder zumindest den Hass abbauen. Kabbalisten wollen die Konfrontation zwischen den Menschen verringern und müssen dabei helfen, dies zu tun.

Das wichtigste Mittel ist das Gebet. Wenn es uns gelingt, eine größere Verbindung zwischen den Menschen herbeizuführen, wird dies zum Wohle der Menschheit und zur Freude des Schöpfers sein. Damit die Menschen nach Einheit statt nach Hass und Ablehnung verlangen, war der Schöpfer gezwungen, eine Schöpfung zu erschaffen, die ihm entgegengesetzt und zerbrochen ist. Wir werden dann verstehen, fühlen und offenbaren, was Verbindung bedeutet.

Das Wichtigste ist die Kraft der Verbindung freizusetzen. Das eine kann es ohne das andere nicht geben. Deshalb leidet der Schöpfer am meisten, er hatte keine andere Wahl, er musste die Natur so erschaffen, wie sie ist.

Unsere Aufgabe ist es, ihn mit unserem Gebet, unserem Wunsch, unserer Bitte zu verpflichten die Dinge in Ordnung zu bringen. Er wartet auf unsere Bitte um Korrektur, damit er alles sofort erledigen kann. Er braucht nichts außer unserem Wunsch.

Das Einzige was der Schöpfung ursprünglich fehlte, war unser Verlangen der guten Kraft des Schöpfers zu entsprechen. Der Schöpfer braucht den Wunsch der Geschöpfe, deshalb hat er die gesamte Schöpfung im Mangel erschaffen. Wir müssen diesen Mangel aufdecken.

Solange wir nicht um Frieden, Erfüllung, Vollkommenheit, Liebe und Verbindung bitten, wird es nicht geschehen. Wir müssen uns die Verbindung auf allen Stufen und im höchsten Maß wünschen. So kehrt die Natur, kehren alle Welten in den endgültigen, korrigierten Zustand zurück zur universellen Verbindung und zur Offenbarung dieser ewigen und vollkommenen Kraft, der Einheit für alle.

Der Mashiach ist kein Mensch, sondern eine Kraft, ein Geist, der je nach unseren Wünschen erscheint und wieder verschwindet. Wenn wir uns ihm nähern wollen, kommt er und wenn wir ihn nicht wollen, versteckt er sich. Maschiach ist die Kraft, die uns aus unserem Egoismus herauszieht (Moschech) und uns zum Geben, zur Liebe und zur Einheit führt.

Wenn wir erkennen, dass wir diese Kraft brauchen, um uns vom Schlechten zum Guten, von der Uneinigkeit zur Einheit und vom Hass zur Liebe bringen, so rufen wir Mashiach an. Lassen wir uns das gemeinsam tun.

Das Hauptproblem ist die Gleichgültigkeit die in unserer Natur liegt. Manchmal berührt uns im Herz ein Unfall oder ein verletztes Tier mehr als ein Krieg zwischen Ländern. Wir befinden uns immer noch in unserem unkorrigierten Egoismus.

So sorgen wir uns um Dinge, die uns am Herzen liegen. Eine kleine Panne im eigenen Haus beunruhigt uns alle mehr als Weltereignisse, Supernova-Explosionen oder ein Wirbelsturm auf der anderen Seite der Erdkugel. Unser Egoismus  stellt die Realität so für uns dar.

Wenn wir gemeinsam den Schöpfer mit aller Kraft darum bitten, uns in Zehnern erfahren zu lassen, was es bedeutet, aus uns herauszutreten und die Kraft zu spüren, die zwischen uns wirkt, dann werden wir damit beginnen, die Höhere Kraft zu enthüllen. Wir werden anfangen, Dinge in der Welt zu bemerken, die dem Schöpfer wichtiger sind als unser persönlicher Egoismus.

Aus dem Unterricht, „Vorwort zum Buch Zohar“, 22.02.2022

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Krieg zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen

Wir müssen uns keine Gedanken darüber machen, wie wir einen Streit schlichten oder alle strittigen Fragen lösen können. Seien wir nicht wie ein Kind, das erfolglos versucht, einen Würfel in ein rundes Loch zu stecken und nicht realisiert, dass das eine nie in das andere passt. 

Ein Streit wird nicht gegeben, um ihn auszulöschen, wie wir es in dieser Welt versuchen zu tun. Das ist unmöglich, und deshalb kommen wir zu Kriegen. Schließlich ist es nicht möglich, einem anderen zu beweisen, dass man recht hat, und zu einer Versöhnung zu kommen. Streitigkeiten sind uns von oben gegeben, und deshalb sind wir unfähig, diesen höheren Widerspruch in irgendeiner Form hier in unserer Welt auf unserer Ebene zu lösen. 

Wir müssen nur erkennen, dass diese Konflikte uns zeigen, in welcher Lage wir sind und wie falsch wir mit ihnen umgehen. 

Die Welt wird zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen beschlossen, das bedeutet, über dem Streit wird der Name des Schöpfers, des Guten, der Gutes tut, offenbart. Es stellt sich heraus, dass wir nicht miteinander im Krieg sind, sondern mit dem Schöpfer. Und Friede wird sein, wenn jeder die egoistische Absicht seiner großen Verlangen zu empfangen verringert und ein einziger Wunsch in der Welt herrscht – der Wunsch zu geben. 

Und dann wird alle Güte und Freude in der Welt offenbart.

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Aus der täglichen Kabbala Lektion vom 11.3.22, „Den Krieg gewinnen (gegen die böse Neigung)“