Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Warum bekam Amerika den ersten Schlag?


Eine Frage, die ich erhielt: Bitte erklären Sie mir, warum diese Krise Amerika getroffen hat? Die Amerikaner sind die großzügigsten Menschen auf diesem Planeten. Sie verteilen weltweit so viele Wohltätigkeiten. Sie spenden bei humanitären Anlässen. Es ist den Vereinigten Staaten zu verdanken, dass es mir möglich war, aus der ehemaligen Sowjetunion herauszukommen und dass das jüdische Volk heute sicher ist und sie ihr eigenes Heimatland haben. Und auch, dass die alte Sowjetunion zerstört und die gesamte Welt für eine sehr lange Zeit gedieh.

Vielleicht machen die Amerikaner das nicht aus rein altruistischer Absicht, wie die Kabbala das erklärt, aber dennoch sollten ihre Beiträge und Taten nicht übersehen werden. Von all den anderen Ländern in der Welt sind die Vereinigten Staaten näher an der „Liebe deinen Nächsten“-Philosophie, als jedes andere mit bewusste Land.

Warum trat also diese Krise bei ihnen ein? Welchen Fehler haben die Vereinigten Staaten begangen, dass sie diese Art von Gericht verdienen?

Meine Antwort: Da die Vereinigten Staaten das am weitesten entwickelte Land und mit allen anderen Ländern und Teilen des Planeten am meisten verbunden sind, sind sie es, die den Beginn der Globalen Krise spüren, die sich lediglich weiterhin ausbreiten und alles umfassen wird. Sie wird schließlich zu einer ökologischen, epidemischen und sozialen Krise heranwachsen. Dies wird weitergehen, bis wir anfangen, sie durch globale Zusammenarbeit als ein einziger grenzenloser Körper zu lösen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Gedanken zur Krise
Blog-post: Virtueller Unterricht – Die Krise und die Lösung
Vortrag: Die klassischen Lehren und das neue planetarische Bewusstsein


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„Gesalbt zu sein“ bedeutet, das Licht von Chochma heranzuziehen


Eine Frage, die ich erhielt: Wieso sagen Sie, dass das Wort Mashiach (Messias) vom Wort Lishmoch (ziehen) stammt? Ich denke, es kommt vom Wort Limshoach – salben – und es bezieht sich auf jemanden, der zum Dienen gesalbt ist.

Meine Antwort: Gesalbt zu sein bedeutet, das Höhere Licht Chochma auf einen Menschen heranzuziehen. In unserer Welt wird dieses Licht durch Öl repräsentiert. Auf diese Weise steigt ein Mensch auf eine Stufe auf, die es erfordert, dem Schöpfer zu dienen.

Dieser Vorgang wurde von einem Propheten durchgeführt, der auf einer solch hohen Stufe war, dass er einen Menschen auf die spirituelle Stufe des Dienstes für den Schöpfer ziehen konnte. Die Kabbala spricht nicht über „wen, wie und mit was salben“, sondern berichtet uns über das Wesen dieses Phänomens: über die Wahrnehmung des Höheren Lichtes, das einem Menschen tatsächlich die Kraft und das Recht gibt, der Gesalbte G-ttes zu sein, dem Schöpfer nahe zu sein. Ich „übersetze“ diese Worte, um direkt zum Wesentlichen von dem zu kommen, was geschieht.

Nebenbei bemerkt – diese Buchstaben sind im Hebräischen untereinander austauschbar. Wenn Sie sich jedoch mehr von der physischen Salbung angezogen fühlen, dann sollten Sie Erklärungen lesen, die nicht kabbalistisch sind. Alles in der Tora Geschriebene kann auf direkte Weise verstanden werden, d. h. wie physische Handlungen, und/oder entsprechend seiner wahren inneren Bedeutung. Doch kann man nach wie vor durch das wörtliche Verständnis des Textes nicht seine wahre Bedeutung enthüllen, denn der Mashiach ist die Kraft der Befreiung vom Egoismus und nicht eine Person.

Im Punkt 70 der Einführung zum Buch Sohar heißt es: „Wehe denen, die der Grund dafür sind, dass der Geist des Messias schwinden und vielleicht nie wieder in die Welt zurückkehren können wird, weil sie die Tora trocken machen, ohne jegliche Zugabe von Verstand und Wissen, da sie sich nur auf den ausführenden Teil der Tora beschränken und nicht versuchen wollen, die Wissenschaft der Kabbala zu verstehen, die Geheimnisse der Tora sowie den Sinn der Gebote zu erkennen und zu studieren …“

Verwandtes Material:
Blog-post: Das Kommen des Messias
Artikel: Rabbi Chiyas Vision


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Unsere Sehnsüchte kommen aus der Gesellschaft

Drei Fragen, die ich über das Ausgleichen der Spiritualität mit dieser Welt erhielt:

Frage: Ich habe gehört, wie sie im Kinderunterricht gesagt haben, dass wir die Leute beneiden sollen, die bei der Gruppe mitwirken und andere lieben. Soll ich mich selbst belügen, mir selber einreden, dass ich die Mitwirkenden ebenso beneide, wie ich in der Realität zum Beispiel jemanden beneide, der ein neues Auto hat? Bitte geben Sie mir einen Rat, was ich in Übereinstimmung mit der Kabbala tun soll.

Meine Antwort: Studieren Sie weiter; die Gruppe und die Unterrichtsstunden werden Ihnen das Gefühl geben, dass andere Werte wichtiger sind. Das ist besser, als sich dem Anhäufen von Dingen hinzugeben und sich später desillusioniert zu sehen. Sie werden sich von der Höheren Welt, die sich Ihnen zu offenbaren beginnen wird, erheblich erfüllter fühlen, als von einem neuen Auto. Das Auto ist Ihnen wichtig, weil die Gesellschaft es wertschätzt. Aber wenn Ihre Gesellschaft andere Dinge als wertvoll erachtet, werden sich genauso auch Ihre Prioritäten ändern.

Frage: Manchmal werde ich böse auf den Schöpfer, aber in Wahrheit werde ich böse auf mich selbst, weil ich mich selbst frage: „Wieso ist der Prozess der Korrektur so langatmig!?“ Und dann beantworte ich mir die Frage selbst: „Weil ich mich nicht genügend anstrenge!“

Meine Antwort: Es mangelt Ihnen am Druck aus dem richtigen Umfeld.

Frage: In mir findet eine Diskussion statt: Auf der einen Seite habe ich einen neuen Job, der mich interessiert und mir Freiraum für die Verbesserung meiner beruflichen Fähigkeiten lässt, damit ich in Zukunft einen gut gesicherten Arbeitsplatz habe. Auf der anderen Seite habe ich nach den Morgenunterrichten nicht sehr viel Energie übrig, sodass ich darüber nachdenke, sie zu reduzieren. Es nervt mich schon. Welche ist die richtige Einstellung zu dieser Situation?

Meine Antwort: Sie müssen Ihre berufliche Ausbildung beenden, sodass Sie sich und Ihre Familie unterstützen können, während Sie Kabbala „auf niedriger Flamme“ studieren. Geben Sie sich dennoch in allen anderen Beziehungen dem Studium der Kabbala hin. Wenn Sie diese Balance der Zeit und der Energie halten können, werden Sie in beidem erfolgreich sein.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Einfluss des Umfeldes
Blog-post: Kabbala und Berufswahl
Blog-post: Familie, Kinder, Arbeit und Kabbala
Rabash Artikel: Das Ziel der Gemeinschaft, Teil 2


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Eine Frau ist eine vollentwickelte Hälfte der Gesellschaft und noch mehr

Drei Fragen, die ich über die Aufgabe der Frauen in der Kabbala erhielt:

Frage: Welche Rolle spielt die Frau in der Kabbala?

Meine Antwort: Sowohl in unserer Welt als auch in der zukünftigen Gesellschaft, die vom Egoismus korrigiert sein wird, ist eine Frau eine vollentwickelte Hälfte und weit mehr, weil sich alle Leute in einem einzigen System ergänzen. Eine Frau kann ihre eigene Perfektion und ihren vollen Wert nur durch Eigenkorrektur wahrnehmen, indem sie der ganzen Welt gegenüber liebend und gebend wird. Es ist erst in ihrem korrigierten Stadium so, dass der weibliche Teil der gesamten Seele gleichgestellt oder eben größer als jeder Andere fühlt, weil gerade das vom weiblichen Teil der ganzen Seele verkörperte Verlangen die Enthüllung des Schöpfers (des Lichts) bewirkt.

Frage: Wenn lo liShma (לא לשמה) einen Menschen nicht dazu antreibt, liShma (לשמה) zu erreichen, dann muss die Gruppe ihren Einfluss auf ihn ausüben. Wie kann eine Frau diesen Druck hervorrufen?

Meine Antwort: Mit ihrem Verlangen, denn sie ist vom Erreichen des Lichts durch die Männergruppe abhängig ist.

Frage: Ich will ein Buch öffnen, es lesen und genießen. Aber immer wenn ich anfange, Kabbala zu studieren, genieße ich das Lesen nicht länger. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Lernen Sie, Lebensfreude aus den Höheren Welten zu empfangen!

 


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Wie erklärt man anderen die Kabbala?


Zwei Fragen, die ich darüber erhalten habe, wie man anderen die Kabbala erklärt:

Frage: Wenn ein Mensch mit dem Studium der Kabbala vorankommt und sich entwickelt, erhält er dann die Fähigkeit, das Konzept der Kabbala anderen auf eine für sie verständliche Weise zu erklären?

Meine Antwort: Nicht unbedingt. Das Buch Sohar erklärt, dass Rabbi Shimon dieses Buch nicht selbst schreiben konnte, er jedoch Rabbi Aba sagte, was zu schreiben war. Gleichermaßen steht geschrieben, dass Moses unfähig war, die Geschehnisse vor Ort und ihr Ziel den Menschen zu erklären und er brauchte Hilfe von seinem Bruder Aaron.

Warum ist das so? Baal HaSulam schreibt, manche Seelen stammen aus dem inneren Licht und manche – vom äußeren Licht. Das bestimmt ihre Fähigkeit, das Material auf einer dem Schüler angemessenen Ebene und der Ebene ihrer Darlegungen zu erklären.

Frage: Ich komme in Kontakt mit vielen unterschiedlichen Menschen, die schweren Situationen begegnen. Manche sind religiös, andere lieben die Mystik und wieder andere suchen einfach nach etwas. Ich denke, dass das hier eine großartige Gelegenheit gibt, sie für Kabbala zu interessieren, indem man erklärt, dass alles vom Schöpfer stammt und mit dem Ziel geschaffen wurde, die Frage zu erwecken: „Was ist der Sinn des Lebens?“

Was soll ich tun?

Meine Antwort: Es ist das Beste, nichts über Kabbala zu sagen. Stattdessen sollten Sie einfach in Ihrem Empfangsbereich Material über Kabbala aufbewahren, wie z. B. unsere Zeitung.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Art der Verbreitung
Baal HaSulam Artikel: Bedingungen zur Enthüllung der Kabbala


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Die zwei großen Lichter


Das hebräische Buch Die Zwei Grossen Lichter ist nach dem biblischen Vers „Und G-tt schuf die zwei großen Lichter“ benannt. Das Buch spricht über die zwei großen Kabbalisten des 20. Jahrhunderts – Rav Kook und Baal HaSulam, die beide das Verlangen hatten, die Kabbala am Anfang des letzten Jahrhunderts unter den Massen zu verbreiten.

Sie sahen sowohl den II. Weltkrieg als auch unsere Globale Krise voraus. Sie verstanden, dass die Menschheit dabei ist, in die Endphase ihrer Entwicklung einzutreten, wo es für ihr Fortbestehen unumgänglich ist, jeden Menschen im Geiste von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu erziehen. Dieses Buch enthüllt ihre prophetische Vision über unsere Zeit und ihren Rat zur Veränderung der Welt.



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„Gerechter“ und „Sünder“ sind spirituelle Zustände in einer Person


Zwei Fragen, die ich über die Begriffe „Gerechter“ und „Sünder“ erhielt:

Frage: Sie haben in einem Ihrer Morgenunterrichte erklärt, das ein „heiliger Mann“ durch die Menge seiner ausgeführten Anstrengungen definiert wird. Andererseits erklärten Sie, dass ein „heiliger Mann“ (Zadik) jemand ist, der den Schöpfer auf der Stufe seiner spirituellen Erlangung rechtfertigt (Mazdik) und dass rechtfertigen nicht bedeutet, darüber zu reden, sondern es für sich selbst zu entdecken und die Handlungen des Schöpfers dadurch wertzuschätzen. Also wird Heiligkeit durch die Gleichheit der Form eines Menschen mit dem Schöpfer definiert. Doch welchen Unterschied macht es, wie viele Anstrengungen man macht, wenn Heiligkeit am Ergebnis gemessen wird, daran, wie sehr jemand den Schöpfer rechtfertigt?

Meine Antwort: Um die Stufe eines „gerechten Mannes“ zu erreichen – um die Handlungen des Schöpfers zu enthüllen und zu rechtfertigen – muss jeder Mensch die gleiche Menge an Anstrengungen machen, wenngleich es für jeden Menschen spezifische Anstrengungen gibt und sie bezüglich seiner Fähigkeiten und Stärke „gezählt“ werden.

Frage: In Shamati 86: „Und man setzte Fronvögte über sie, die sie mit Zwangsarbeit bedrücken sollten“ heißt es: Wir finden vor, dass die Gerechten die Kraft, von einer Erkenntnis zur anderen fortzuschreiten, mittels der Sünder schöpfen. Und diese wurden zum Staub unter den Füßen, und die Gerechten treten auf ihnen, da sie Sünder blieben.

Und diese Arbeit ist nicht deswegen wichtig, dass sie erzwungen ist, wie es ihnen früher erschien, als sie Jezer Ra hatten. Jetzt sehen sie auch ohne ihn, dass es sich lohnt, für das Geben und mithilfe des Glaubens zu arbeiten.

Was ist in diesem Auszug mit „der Gerechte“ und „der Sünder“ gemeint?

Meine Antwort: Der Gerechte und der Sünder sind die vergangenen und gegenwärtigen Zustände in einem Menschen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was haben Gauner und Propheten mit Bnei Baruchs virtueller Gruppe gemeinsam?


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Die Welt ist die Wahrnehmung innerhalb unserer Verlangen


Zwei Fragen, die ich über spirituelle Wahrnehmungen erhielt:

Frage: Einerseits sagen Sie, dass es keine Verbindung zwischen der Seele und dem physischen Körper gibt, dass dies zwei parallele Welten sind. Andererseits sagen Sie, dass es so etwas wie diese und jene Welt nicht gibt, dass alles miteinander vereint ist und unsere gegenwärtige Realität der niedrigste Teil der spirituellen Welt ist, die für diese Zeit in unseren Wahrnehmungen enthüllt wird. Bedeutet dies, dass der physische Körper ebenfalls die Seele oder der Geist ist?

Meine Antwort: Natürlich ist diese Welt das, was wir in unserem kleinsten Verlangen wahrnehmen. Unsere restlichen Verlangen sind vor uns verhüllt und werden in dem Maße enthüllt, in dem wir zur Spiritualität voranschreiten. Was darin enthüllt wird, wird „die Höhere Welt“ genannt.

Gleichzeitig bleiben alle Verlangen des Menschen erhalten. Aus diesem Grund behält ein Kabbalist die Wahrnehmung von unserer Welt, doch wird diese Wahrnehmung außerdem durch die Wahrnehmung einer anderen Welt vervollständigt – der Höheren Welt. Und am Ende aller Korrekturen werden alle Welten in eine einzige „zusammengelegt“ – die Welt der Unendlichkeit.

Frage: Während ich Ihren Unterrichten zuhöre, kommt mir stets der Gedanke, dass die Höhere Welt nur mit unserer Reaktion auf alles was uns passiert zu tun hat und mit dem, was sie (die Höhere Welt) uns sendet. Ist das richtig?

Meine Antwort: Das ist absolut richtig – und wie wir in richtiger Weise auf den Einfluss des Schöpfers reagieren müssen, ist exakt das, was wir studieren. Es ist ein Prozess, Ihn zu erreichen und sich Ihm anzugleichen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Wirklichkeit ist imaginär
Blog-post: Die Wahrnehmung der Welt
Blog-post: Wie können wir wissen, dass die Enthüllung der Höheren Welt keine Illusion ist?


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Internationaler Unterricht für Kinder am 12.12.08

Am Freitag den 12.12.08 hatten wir wieder einen internationalen Unterricht für Kinder. Er wurde aus dem Hebräischen in Englisch, Spanisch, Deutsch, Französisch und Russisch übersetzt. Das Thema des Unterrichtes war „Die korrigierte Welt“.



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Diesen Blog gibt es jetzt auch in Ungarisch!


Den Blog „Kabbala, Wissenschaft und der Sinn des Lebens“ gibt es jetzt auch in Ungarisch:

Kabbala és az élet értelme – Michael Laitman személyes blogja

Ein großes Danke schön von uns allen bei Bnei Baruch an unsere ungarischen Freunde! Lasst uns weiter miteinander in Richtung Gutes voranschreiten!



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