Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Das System, um der Vielzahl von Verlangen entgegenzuwirken

Ich brauche den einzelnen Vergnügen, die ich anziehend finde, keine Aufmerksamkeit zu schenken. In Wirklichkeit lassen sie sich alle auf einen gemeinsamen Nenner bringen – ich fühle mich gut durch sie.

Wenn ich diesen Ansatz verwende, ist es leichter für mich, meine Sehnsüchte nach Genüssen zu begrenzen und meine Aufmerksamkeit vom Vergnügen zu Seiner Quelle und zur Ursache zu lenken, warum ich dieses Vergnügen empfange. Dann werden diese Vergnügen „Hilfe gegen mich selbst“ sein. Die Abfolge von Ereignissen und Handlungen wird mir klarer werden, wenn ich mich nicht in einer bestimmten Art von Genuss verloren habe (egal ob Geld, tierische Verlangen, Essen, Ruhm oder Macht).

Anstelle einer besonderen Benennung benutze ich eine gemeinsame Bezeichnung – Vergnügen. Es steht vor mir, zieht mich an und lädt mich ein. Also, was vermag ich zu tun? Hier erinnere ich mich daran, dass die einzige Möglichkeit, sich über das Vergnügen zu erheben, die Bitte um Hilfe von außen ist. Nur die richtige Umgebung wird mein Verlangen entfachen, mich am Geben zu erfreuen, und wird den Beweis erbringen, dass Geben wichtiger ist, als Vergnügen im Empfangen zu finden.

Als Nachweis für die Wichtigkeit des Erlangens der Eigenschaft des Gebens zwingt mich die Umgebung dazu, das Licht (Or Makif) um Hilfe zu bitten, um den Aufstieg zu beginnen! Die Hauptsache ist der Grundsatz, nicht aufzugeben, trotz der Schwierigkeit der Hürde. Dann werde ich Vergnügen gegen mein Verlangen erfahren.

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Wir müssen uns über unseren Egoismus und unsere Hindernisse erheben


Damit wir spirituell aufsteigen, benötigen wir den Egoismus, über welchen wir uns erheben müssen. Hindernisse müssen nicht beseitigt werden – wir müssen uns über sie erheben.

Das ist der grundlegende Unterschied zwischen der Kabbala und allen anderen spirituellen Methoden, Religionen und Glaubensrichtungen. Diese lehren, wie man Probleme aus dem Weg räumt und sich beruhigen kann, damit jeder sich wohlfühlt.

Diesem Prinzip nach handelt die ganze Welt. Jeder beruhigt sich, so gut er kann, indem er mit Psychotherapeuten spricht, Drogen nimmt, kämpft, Zuflucht in Schlaf, Alkohol, Religion und Belohnungen in dieser Welt nimmt.

Alles was der Mensch tut, ist bloß, sich unbequemer Gefühle zu entledigen.

Aufgrund dieses Prinzips ziehen Religionen die Menschen an und beschwichtigen ihren Egoismus. Doch in der Kabbala ist es genau das Gegenteil. Hier muss man all seinen Egoismus benutzen, ihn vergrößern and sich über ihn erheben.

Darum braucht ein Mensch, der seinen Egoismus korrigieren und ihn ins Geben verwandeln will, das Licht, welches seinen Egoismus korrigiert. Er braucht genau die Kraft, die sein Ego erschaffen hat, da diese Kraft ihm nun helfen wird, sich darüber zu erheben.

Wenn ein Mensch seinen Egoismus nur unterdrückt, dann braucht er das zurückkehrende Licht und den Schöpfer nicht. Er erfindet irgendeine Religion oder Methode und macht es sich gemütlich.

Der Unterschied zwischen allen anderen Methoden und der Kabbala ist, dass Kabbala den Egoismus nicht beruhigt, sondern ihn belebt!

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Wir warten darauf, uns mit unseren anderen Teilen zu vereinen

Neid ist eine direkte Folge des Zerbrechens. Früher waren wir verbunden und haben aus uns selbst heraus gegeben, zum Nutzen anderer. Schließlich war das Licht unter uns, hat uns vereint und uns nicht erlaubt, uns getrennt zu fühlen.

Plötzlich ist dieser Körper in verschiedene Teile und Organe zerbrochen und es ist, als ob jedes Organ für eine Transplantation vorbereitet würde, indem es konserviert und in eine Nährlösung gelegt wird. Jedes Organ für sich erhält seine Lebensgrundlage und darf nicht sterben, bis sich eine Gelegenheit ergibt, es in einen anderen Körper einzusetzen und alle Organe wieder zu einer Einheit zusammenzufügen.

So leben wir heute – wie ein Körper, der in Teile zersplittert ist, und jedes dieser Teile wird mit einem kleinen Funken Leben erhalten, der es vor dem Sterben bewahrt, damit es sich wieder mit den anderen Teilen vereinen kann. Das ist der jetzige Zustand der Menschheit.

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Blog-post: Die Bedingungen für die Korrektur der Seele
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Blog-post Die gesamte Menschheit ist der Leib deiner Seele



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Das Studium mit der höchsten Wichtigkeit

Zwei Fragen, die ich über Themen für eine Doktorarbeit und das Studieren anderer Themen zusätzlich zur Kabbala erhielt:

Frage: Ich bin Anfänger in der Lektüre der Kabbala und plane für eine Doktorarbeit über die Kabbala zu recherchieren. Ich dachte an das Thema „Kabbala als Weg zur Erleuchtung für den normalen Menschen.“ Können Sie mir sagen, ob dieses Thema ein gutes Forschungsthema ist. Wenn nicht, können Sie mir bitte ein mögliches Thema nennen und Bücher empfehlen, die ich für meine Recherche lesen kann.

Meine Antwort: Ich bin gerne bereit dir zu helfen!

Frage: Wie sollte meine Einstellung in Bezug auf Selbsthilfe, Selbststudium und verschiedene Lernprogrammen sein, wenn ich Kabbala studiere?

Ich finde, dass ich meine grundlegenden Bedürfnisse noch nicht abgedeckt habe, so höre ich im Selbststudium Tonbänder über die Themen Geld, Verkäufe, Männer und Frauen und studiere auch Kabbala.

Meine Antwort: Studiere was du willst, aber wähle das, was ewig und am wichtigsten ist.

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Es gibt keine Zeit, nur eine Veränderung unserer Verlangen

Eine Frage, die ich erhielt: In der letzten Ausgabe von „Frag den Kabbalisten“ gab es eine Diskussion über Träume. Sie erzählten uns über Ihren Traum, der sich später erfüllte. Sie erklärten, dass dies nur in dem Moment begriffen wird, wo etwas vor uns auftaucht, und es so ist, als ob wir nach diesem Augenblick in Fluss sind. Passt der Ausdruck „Déjà-vu“ darauf? Ist ein „Déjà-vu“ tatsächlich ein Traum, den ein Mensch einmal hatte?

Meine Antwort: Alles ist in uns. Es gibt keine Zeit, sondern nur eine Veränderung in unseren Verlangen. Die Gegenwart ist ebenfalls ein Traum, genau wie alle anderen Empfindungen, bis wir beginnen, die Höhere Welt wahrzunehmen, uns über uns selbst und unsere Verlangen zu erheben und sie aus der Sicht des Schöpfers sehen.

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Belohnung und Bestrafung neu betrachtet

Der Mensch denkt, dass wenn sein Leben zu Ende ist, er in der nachfolgenden Welt eine Belohnung dafür erhalten wird, dass er sich gut und treu verhalten und alles ausgeführt hat, was seine Religion von ihm forderte. Aber was kann er erhalten, wenn er sein Verlangen nicht dafür vorbereitet hat?

Seine Verlangen sind auf die Vergnügungen dieser Welt ausgerichtet – Vergnügungen, die in der spirituellen Welt nicht existieren! Die primitiven Vorstellungen des Menschen lassen ihn die Entscheidung treffen, in dieser Welt so viele „Dinge“ wie möglich anzuhäufen, um diese dann alle ins Grab mitzunehmen.

Wenn wir uns den Schöpfer wie einen König vorstellen, für den wir arbeiten müssen, dann sind wir wie die religiösen Menschen. Der Schöpfer ist in uns; Er ist die Eigenschaft von Geben und Liebe, die wir hier und jetzt erwerben müssen.

Deshalb müssen wir an uns arbeiten, um uns selbst zu korrigieren, anstatt von einem erfundenen mächtigen Herrscher belohnt oder bestraft zu werden. Das ist der Unterschied zwischen Kabbala und Religion, und der Grund, warum wir die Kraft der Korrektur brauchen – die Kraft der Kabbala, oder der Tora. Denn deren Licht führt uns zur Quelle zurück – zum Schöpfer.

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Religion ist eine menschliche Erfindung, die Trennung verursacht

Zwei Fragen, die ich bezüglich gemischter jüdischer Ehen und jüdische Abstammung erhielt:

Frage: Wenn irgendwelche Schwierigkeiten in gemischten (jüdisch und nicht-jüdischen) Familien auftreten, dann sagen religiöse Repräsentanten, dass diese Ehen von Gott verboten wären. Warum hat der Allmächtige dann so viele gemischte Familien geschaffen?

Meine Antwort: Ich sehe keine Probleme in gemischten Familien. Heutzutage sind die meisten Ehen in Russland und Amerika gemischt. Wenn ein Ehepartner nicht religiös wird, dann gibt es keine Konflikte. Kabbala steht über den Religionen und spricht über die Vereinigung aller mit dem Schöpfer. Religionen wurden von Menschen erfunden und trennten diese demzufolge.

Frage: Kürzlich fand ich heraus, dass ich von der Seite meines Vaters jüdisch bin, dessen Vorfahren im Mittelalter in Portugal lebten und durch die Inquisition gezwungen wurden, entweder zum Christentum zu konvertieren oder das Land zu verlassen. Sie wurden „Marans“ genannt. Wie soll ich mich dazu beziehen?

Meine Antwort: Verändern Sie nichts; leben Sie ihr Leben wie davor. Es gibt Millionen von Leuten wie Sie in der Welt. Alle werden Anbindung und Angleichung der Form mit dem Schöpfer und untereinander erreichen.

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Unsere Verlangen spiegeln wider, was wir als notwendig erachten

Zwei Fragen, die ich von Frauen über Lebensnotwendigkeiten und das Gebären von Kindern erhielt:

Frage: Als Frau (und wie ich höre, sind wir eitler) frage ich mich, was als „normaler“ Konsum gilt? Ist mein regelmäßiger Friseurbesuch im Schönheits-Salon exzessiv und was ist mit all den Schönheitsprodukten, die Frauen verwenden – den Kleidern, Accessoires, Schmuck, Schuhen? Sollten wir nur zwei Paar Schuhe haben? Ich kann verstehen, dass übermäßiger Konsum von Nahrungsmitteln ungesund ist – das ist mir klar.

Meine Antwort: Wenn dein Kopf „in den Wolken“ ist, dann kann dein Geist sich nicht aufs Shoppen fokussieren. Das wird die natürliche Folge sein – oder?

Frage: In dieser Welt voller Krisen und Leid, sollte man da einen Kinderwunsch haben? (ich bin eine 32jährige Frau, kinderlos und frage mich, ob dieser egoistische Wunsch, Kinder zu haben, erfüllt werden sollte oder nicht, da wir wissen, wie schwer es ist, in dieser unserer Welt zu leben).

Meine Antwort: Du solltest Kinder gebären und aufziehen, um sie und dich selbst dem Schöpfer anzugleichen.

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Öffnet Eure Augen für die gegenseitige Verbindung der Menschheit

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist das allgmeine Ego und wie kann man sich um sieben Milliarden Menschen kümmern? Was soll ich für sie tun und was soll ich fühlen, während ich es tue?

Meine Antwort: Es gibt kein besseres Beispiel als die Familie. Die Menschheit ist eine Familie, jedoch nicht von der modernen Art, wo jedes Mitglied bereit ist, dem anderen den Rücken zu kehren; sondern von der traditionellen Art, wo alle zusammenhalten durch starke Verbindungen untereinander. Jeder achtet auf die Gesundheit, den Lebensunterhalt, das Wohlbefinden und den Erfolg aller Familienmitglieder. Wenn ein Mitglied der Familie in Not gerät, leidet die ganze Familie. Genau so müssen wir uns um alle sieben Milliarden Menschen sorgen.

Eigentlich könnte nichts leichter sein. Sie müssen sich nur über Ihr egoistisches Verlangen erheben, und dann werden Sie entdecken, dass es keinen Unterschied in der Beziehung zu sieben Milliarden Menschen, einer Person, dem Schöpfer oder mehreren Freunden gibt. Der schwierige Teil ist, sich selbst vom Egoismus zu befreien. Um das zu erreichen, müssen Sie erfahren, wie wir miteinander verbunden sind. Kabbala hilft, für diese Verbindung „Ihre Augen zu öffnen“.

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Wenn du bittest, wird dein Wunsch wahr werden

Es steht geschrieben „Es gibt keinen Grashalm, über dem nicht ein Engel steht, der ihn schlägt und ihm sagt ‚Wachse'“, was bedeutet, dass alles von Oben kommt. Und diese allgemeine Lenkung von Oben ist der Entwicklung der ganzen Welt gemeinsam.

Wenn wir jedoch versuchen, das Ziel der Schöpfung zu erreichen, unterwerfen wir uns der individuellen Lenkung, die einer anderen Regel gehorcht: Unser Verlangen, unser Gebet (MAN) von unten ist allem anderen vorrangig. Erst danach kommt das Licht (Korrektur) von Oben zu uns herab. Das ist auch der Grund, warum jeder neue spirituelle Zustand, der in uns auftaucht, eine Folge unseres Verlangens danach ist. Aber wir haben keine Kontrolle über das, was passiert; wir bitten, fordern und verlangen, dass etwas geschehen soll, und dann führt das Höhere Licht, von der nächsten Stufe, diese Änderung in uns durch und wir steigen zur nächsten Stufe auf.

Die ganze Kunst der spirituellen Arbeit besteht darin, dies zu verstehen und dann zu beginnen auf diese Weise zu fühlen und zu handeln. Alles was von uns verlangt wird, ist zu forschen, zu prüfen und etwas zu erbitten, und sobald unsere Bitte richtig ausgeführt wird, zieht sie eine sofortige Antwort vom Licht an.

Deshalb beginnen alle Veränderungen beim Menschen, werden aber durch den Schöpfer ausgeführt. Das Licht bleibt im Zustand absoluter Ruhe und wartet darauf, dass wir diese Änderungen fordern.

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