Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wie der Sulam Kommentar mit dem Sohar arbeitet

Der Sulam Kommentar ist nicht einfach eine Ergänzung zum Sohar. Baal HaSulam hat ihn in einer besonderen Weise geschrieben, so dass er sich wie ein Lehrer verhält, der das Material nimmt und es in Bezug zu uns in verschiedene Formen bringt, wenn wir diesen Kommentar zusammen mit dem Sohar lesen. Anders ausgedrückt ist der Sohar nicht nur eine formale Erklärung, die kabbalistische Begriffe verwendet, die den Mechanismus der Beziehungen zwischen den spirituellen Welten, den Parzufim und Sefirot erklärt. Der Kommentar hilft dem Sohar, sich selbst zu erklären, wie ein Lehrer, der das Studienmaterial den Studenten in einer klareren und passenderen Weise darstellt.

Wenn wir dem Sohar mit dem Sulam Kommentar zuhören, ist es wie eine Übersetzung mit zusätzlichen Informationen, die der Übersetzer hinzugefügt hat, damit wir das Original besser fühlen können. Es ist, als ob es für uns aus dem Chinesischen übersetzt wurde und Erklärungen zum Text über die Natur des Landes hinzugefügt wurden. Er gibt uns Information über bestimmte Situationen (ähnlich einer Liste von Darstellungen, die einem Dokument hinzugefügt wurden), um uns zu helfen, das Material klarer und näher am Text wahrzunehmen. Diese Erklärung ist wie eine Leiter (Sulam) aufgebaut.

Schließlich ist der Sohar diese großartige Struktur, welche die gesamte Schöpfung beinhaltet, die von uns bis genau in die Welt der Unendlichkeit reicht. Außerdem haben wir nicht den gesamten Sohar erhalten, wir haben nur einen kleinen Teil davon. Mit seinem Kommentar ergänzt Baal HaSulam das, was uns vom Sohar fehlt und gestaltet ihn wie eine Leiter. Unabhängig von der Reihenfolge, in der wir ihn lesen, geht der Kommentar durch eine bestimmte Matrix und arbeitet, indem er in uns die Stufen (Stufen der Leiter)aufbaut, die wir nutzen können, um nach Oben aufzusteigen – Schritt für Schritt.



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Kabbala Trailer: Der spirituelle Treibstoff



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Die Bedeutung des „Zusammenseins“

Eine Frage, die ich erhielt: Wie sollen wir uns täglich auf das Lesen des Sohar vorbereiten?

Meine Antwort: Wir sollten gemeinsam nach dem Licht, das uns erneuert, streben. Dies ist ein sehr einfaches Motto, bei dem „zusammen sein“ die Bedeutung von „sich verbinden“ hat. Aber wofür verbinden wir uns? Es geschieht, damit jeder von uns durch das Licht, das erneuert, beeinflusst wird, welches unsere böse Natur korrigiert, nämlich den Mangel an Verlangen, sich zu verbinden.

Alles kann innerhalb einer Absicht gefunden werden. Da ist Malchut, die Versammlung der Seelen, und wir müssen uns darin durch eine gemeinsame Bitte an Yesod verbinden, damit es uns das Licht der Korrektur und das Licht der Fülle gibt. Das ist alles. Das sollte die Absicht für den kommenden Kongress sein.

Wenn wir darüber nachdenken und verstehen, dass unsere gesamte Zukunft von dieser Verbindung abhängt, da sie uns an die Kraft des Gebens angleicht, dann brauchen wir nichts anderes. Wir sollten die Geschichte über den Empfang der Tora am Fuße des Berges Sinai erneut lesen, da wir genau in derselben Situation sind. Es steht geschrieben, dass sich jeder Mensch beim Berg Sinai stehend sehen soll, um die Tora zu empfangen.

Die Tora wird uns jeden Tag gegeben. Aber wir werden erst dann imstande sein, sie entgegen zu nehmen, wenn wir uns alle als ein Mensch mit einem Herzen verbinden und gegenüber dem Schöpfer stehen, der ebenso Einer ist. Dann werden wir den Kontakt mit Ihm aufbauen und das Umgebende Licht empfangen.

Wir müssen uns für diesen Zustand vorbereiten, wo unsere Seelen ihr individuelles Ego abstreifen und sich verbinden, um das Licht der Korrektur anzuziehen. Das Licht ermöglicht uns unsere Verbindung und in ihr werden wir den Schöpfer enthüllen.



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Ein einheitliches Gefäß für das Licht erschaffen


Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagten, dass man den Sohar nur dann studieren kann, wenn man ein Teil des Gefäßes der gemeinsamen Seele wird. Wie kann ich ein Teil davon werden?

Meine Antwort: Ein Mensch kann nichts aus sich heraus tun, es ist das Werk des Schöpfers. Sie müssen lediglich von Ihm erwarten, dass Er dies tut, und das bedeutet, zu verlangen, zu hoffen und so viel man kann, Dinge auf solche Weise zu beeinflussen, damit dies geschieht. Sie müssen all Ihre Energie dort hineinstecken und hoffen, dass die Erlösung des Schöpfers kommen wird. Das ist alles, was wir tun können.

Wir stehen um den Berg Sinai und schreien, so wie geschrieben steht, „Die Söhne Israels schrien von der Arbeit auf.“ Die Einigkeit des gemeinsamen Verlangens zieht das Umgebende Licht an, gemäß dem Prinzip der Gleichheit der Form, denn das Umgebende Licht kommt aus einer Quelle. Wenn wir verlangen, zu einem Menschen zu werden, um das gemeinsame Gefäß der Seele (das Kli) zu offenbaren, dann wird es sich enthüllen.

Es kann nur gemeinsam innerhalb aller enthüllt werden, im Inneren der gesamten Nation, welche Männer und Frauen umfasst. Das ist, was wir in der Geschichte über den Empfang der Tora am Fuße des Berges Sinai lesen, ebenso wie über den Auszug aus Ägypten. Es steht geschrieben, dass dies durch die gerechten Frauen möglich wurde.

Alle unsere Verlangen müssen sich verbinden, gleich ob sie von links oder von rechts kommen, ob sie groß oder klein sind – sie müssen eins werden. Wir hoffen, dass, wenn wir diese gemeinsame Handlung unternehmen, wir ein ausreichendes Verlangen offenbaren werden, um von dem Umgebenden Licht beeinflusst zu werden.



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Eine Chance, das Licht in die Welt zu bringen

Wenn wir den Sohar studieren, sollten wir uns fühlen, als würden wir am Fuße des Berges Sinai stehen, gegenüber unserem egoistischen Verlangen, welches unsere Natur ist. Wir haben bereits geprüft und sind davon überzeugt, dass wir unfähig sind, unsere Natur zu kontrollieren; wir können damit nicht einmal in unserem materiellen Leben erfolgreich sein.

Entsprechend des Höheren Plans wird unsere Natur uns absichtlich zu größeren Störungen führen. Aus diesem Grund müssen wir das Licht, welches erneuert, erbitten, welches als die Tora bezeichnet wird. Es steht geschrieben, „Ich erschuf die böse Neigung und gab die Tora für dessen Korektur,“ da uns das Licht der Tora erneuert.

Dies ist der Zustand, wo wir am Fuße des Berges Sinai stehen und Hass zwischen allen spüren. Aber wir hassen diesen gegenseitigen Hass zwischen uns, und dies führt uns zu einer gewaltigen Forderung, denn nur die Kraft der Tora – das Buch Sohar, welches uns mit dem Licht, das erneuert, erleuchtet, ist imstande, unsere Natur zu verändern. Dieses Buch wird uns helfen, unsere Augen und unser Herz zu öffnen und die spirituelle Dimension zu erreichen.

Wenn wir das Buch Sohar jeden Tag mit dieser Absicht studieren, dann werden wir am Fuß des Berges Sinai sein. Wenn wir alle unsere Bemühungen verbinden und unsere gesamten Kräfte auf diese gemeinsame Forderung ausrichten, dann gibt es für uns eine große Chance, Licht in die Welt zu bringen.

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Die ganze Welt gehört dir


Es scheint bloß so, als wären viele andere Leute um dich herum, die mit dir zusammen studieren. Du erkennst äußere Verlangen um dich herum lediglich, weil deine Sichtweise fehlerhaft ist. Aber stell dir jetzt vor, dass diese alle dein inneres Verlangen sind, das du zu kontrollieren nicht in der Lage bist. Es ähnelt dem, keine Kontrolle über deine schlechten Neigungen gewinnen zu können. Daher erscheinen diese Verlangen außerhalb von dir und du musst sie miteinander verbinden.

Wenn du diese Eigenschaften verbindest und kontrollierst, wirst du erkennen, dass alles außerhalb von dir eigentlich zu dir gehört. Es ist ein Abdruck dessen, was du in deinem Inneren hast. Innerhalb von dir hast du viele Eigenschaften, Verlangen und Sehnsüchte, jedoch hast du keine Gewalt über sie. Daher siehst du viele Leute außerhalb von dir und eine ganze Welt aus Sternen, Planeten, unbewegten, pflanzlichen und tierischen Objekten, Leute die im Widerspruch zu dir handeln und Leute, die du für deine Belange benützen willst oder sogar Leute, die du töten willst oder vor denen du fortlaufen möchtest.

All dies ist deshalb so, weil du innerlich auf diese Art geschaffen wurdest; daher nimmst du die Welt auf dieser Weise wahr. Wenn du eine Kraft von Oben empfängst, die dir Macht über alle deine Verlangen geben wird, dann wirst du sofort enthüllen, dass die ganze Welt zu dir gehört, dass andere Leute nicht von dir getrennt und nicht außerhalb von dir sind. Du wirst dein eigenes Selbst in jedem von ihnen spüren.

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Kabbala Trailer: Wann endet eigentlich die Welt?



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Kabbala Trailer: Das „Ich“ verschwindet – ein Grund zu feiern!



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Schmerzen der Liebe


Der Sohar, Abschnitt „Tazria (Wenn eine Frau gebiert)“, Punkt 70: „…die Schmerzen der Liebe sind vor den Menschen verborgen.“ Schmerzen der Liebe ist jener Zustand, der uns auch als „Ich bin krank vor Liebe“ bekannt ist. Das bedeutet, dass ich nichts mehr brauche, ich will nur noch geben, beschenken. Mein einziger Wunsch ist es, dein Verlangen zu erfüllen.

Das ist ein Zwischenzustand, in welchem ich sehr gern geben möchte, aber nicht dazu in der Lage bin. Da ich noch keinen Schirm erworben habe, bin ich unfähig, das Licht zu empfangen, um damit dein Verlangen zu erfüllen. Liebe ist jener Zustand, in welchem ich das Verlangen der anderen mehr als mein eigenes verspüre.

Der Sohar, Abschnitt „Tazria (Wenn eine Frau gebiert)“, Punkt 72: Es steht geschrieben, „Offener Tadel ist besser als Liebe, die verborgen ist,“ was bedeutet, dass offener Tadel besser ist. Und wenn der Tadel aus Liebe ist, ist er vor den Menschen verborgen. Gleichermaßen muss jemand, der seinen Freund mit Liebe tadelt, seine Worte vor den Menschen verbergen, so dass sein Freund sich nicht vor ihnen schämen wird. Und wenn seine Worte offen vor den Leuten sind, sind sie nicht mit Liebe.

In unserer Welt streben wir naturgemäß danach, unsere Beziehungen und die Liebe zwischen uns zu verbergen, da Liebe Diskretion erfordert. Wir wollen sie vor allem schützen, was sie potentiell verletzten könnte. Aber was bedeutet es, „sich zu schämen“ oder „gegenüber anderen seine Liebe zu offenbaren“ in der Spiritualität? Wer sind diese anderen? Es sind meine Verlangen.

Wenn ich Verbindung mit dem Schöpfer in einem einzigen Verlangen erreiche, so werden all die anderen Verlangen, in welchen ich mich nicht mit Ihm verbinden kann, als „die Anderen“ bezeichnet. Deshalb muss ich sehr aufmerksam darauf achten, dass sie meine Liebe nicht verletzen, und auch im Auge behalten, dass alles in mir geschieht.

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Zwischen Himmel und Hölle


Der Sohar, Abschnitt „Tazria (Wenn eine Frau gebiert)“, Punkt 20:
Wenn die Seele zum Eingang in diese Welt absteigt, steigt sie zuerst zum Garten Eden der Erde ab und sieht die Pracht der Geister der Gerechten, die Reihe für Reihe stehen. Anschließend geht sie zur Hölle und sieht die Niederträchtigen schreien „Ach! Ach!“ und niemand bemitleidet sie. Ihr wird Zeugnis von allem gegeben: die Niederträchtigen bezeugen, wie sie für jede Sünde bestraft werden, und die Gerechten bezeugen die gute Belohnung, die sie für jede Mizwa [gute Tat, Gebot] erhalten. Und das heilige Bildnis steht über ihr, bis sie zu dieser Welt aufbricht.

Der Sohar spricht immer über eine Seele, einen Menschen. Egal ob über den Garten Eden und die Hölle, oder die Gerechten und die Gottlosen gesprochen wird – alle diese sind in einem Menschen beinhaltet.

Wenn wir das System unserer Seele betreten, werden wir in unsere innere Wirklichkeit versinken und alle dortigen Möglichkeiten überprüfen. Dies ist es, was gemeint ist, wenn von der Reise zwischen dem Garten Eden und der Hölle die Rede ist, um zu untersuchen, was dort geschieht. In anderen Worten erschaffen wir so eine Landkarte unseres spirituellen Fortschritts.

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