Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Endloses Licht oder endlose Finsternis?

Wenn wir Kabbala studieren, kommen wir mit dem Licht in Berührung.

Denn indem wir uns mit denen verbinden, die das gleiche Ziel anstreben, und gemeinsam studieren, schließen wir uns aktiv der Malchut der Welt der Unendlichkeit an, wo alle Menschen in ihrem Inneren zu einem Ganzen vereint sind.
Weil wir aber in diesem Zustand aktiv existieren wollen, ziehen wir aus diesem vollkommenen Zustand das verhüllte Licht an und beschleunigen so unsere spirituelle Entwicklung.

Das bedeutet, Isra-El zu werden – derjenige, der „direkt zum Schöpfer“ strebt, die Zeit beschleunigt, selbst durch sein Studium das Licht anzieht und es zwingt, sich zu enthüllen. Außerdem „heiligt er die Zeiten“, d.h., er will, dass das Licht ihn auf das Geben ausrichtet (Heiligkeit bedeutet Eigenschaft des Gebens).

Also stellt sich heraus, dass das Studium in einer kabbalistischen Gruppe uns „die Zügel“ bzw. „das Lenkrad“ in die Hand gibt, mit deren Hilfe wir uns selbst – unsere Formen der Entwicklung und ihre Geschwindigkeit – lenken können, indem wir die Unabhängigkeit vom Licht erlangen.

Andererseits ist das Licht sehr stark, es hat ein Entwicklungsprogramm, sowohl für jeden von uns, als auch für uns alle zusammen.

Deshalb, gerade indem wir versuchen, unsere Entwicklung zu beschleunigen, fangen wir an, zu spüren, wie abhängig wir von diesem Licht, von seinem Erwecken sind. Nur mit seiner Hilfe kommen wir voran.

Das Licht zieht mich hoch und runter und weckt so in mir das Verlangen, mich zu entwickeln, damit ich aus mir einen Menschen, „dem Schöpfer ähnlich“, mache und mich von der tierischen Stufe, von all diesem materiellen Leben, erhebe.
Ich warte selbst darauf, dass das Licht anfängt, auf mich einzuwirken, und bereite mich darauf vor, mich ihm völlig hinzugeben, mich so stark wie möglich in das Studium, die Gruppe, die Verbreitung einzubringen, alle Fragen zu lösen, die sich während der Finsternis und der Verhüllung angesammelt haben.

Ich bin also „der Hahn“ aus dem Gleichnis von dem Hahn und der Fledermaus, der auf die Morgendämmerung wartet. Ich warte darauf, dass das Licht kommt und mir den Weg ausleuchtet, und freue mich, dass das Licht kommt.

Doch „die Fledermaus“- derjenige, der sich nicht auf das Kommen des Lichts vorbereitet hat – nimmt das Erwecken von oben im Gegenteil als Finsternis wahr.

Wir, alle sieben Milliarden Menschen, befinden uns in ein und derselben Welt. Doch derjenige, der sich auf das Kommen des Lichts, das Enthüllen des Schöpfers, vorbereitet, spürt, dass alles, was in der Welt geschieht, zum Enthüllen des Lichtes bestimmt ist.

Derjenige aber, der sich nicht vorbereitet, nimmt das gleiche Licht, das sich uns nähert, als Finsternis wahr.
Und obwohl wir uns alle in einem gemeinsamen System befinden, empfinden nur diejenigen, die das Kommen des Lichtes erwarten, es auch als erwünscht, für sie ist das tatsächlich Licht.

Und diejenigen, die sich dem Licht, der Nächstenliebe, dem Geben nicht annähern wollen, werden in dieser Welt immer größere Krisen und Probleme wahrnehmen.

Wir alle befinden uns in der Welt der Unendlichkeit, doch alles hängt von unserer Vorbereitung ab – wir können in ihr sowohl endloses Licht als auch endlose Finsternis spüren, oder sogar gar nichts, als ob wir uns in einem bewusstlosen Zustand befinden und nur ein tierisches Dasein führen würden.

Alles hängt von unserem Verlangen ab, Mensch – d.h. dem Schöpfer in Seiner Liebe und Seinem Geben „ähnlich“ – zu werden.

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Es gibt keine Sünden in dieser Welt

Der Sohar, Kapitel „Wajikra„, Punkt 108: Infolgedessen bieten sie, da die Sünden der Unteren die Oberen beflecken, ein Opfer an.

Dieses Opfer ist, wie es geschrieben steht, „Und wegen deiner Mängel/Makel wurde deine Mutter weggegeben“, wo die Sünde die Trennung zwischen SA und Malchut verursacht wegen seines Fehlers, da Malchut weggeschickt wurde wegen der Sünde.

Und das Opfer, das sie darbringen, bringt die höhere Welt, SA, näher zur unteren Welt, Malchut und alles wird Eins.

Ein Mensch begeht nie absichtlich eine Sünde. Wüßte er von Anfang an, dass er eine Sünde begeht, könnte er einfach nicht sündigen – sondern nur dann, wenn er nicht begreift oder einfach denkt, dass es keine Sünde ist. Es ist unmöglich vor dem Schöpfer zu sündigen – nur dann, wenn Er verhüllt ist, aber diese Handlung zählt nicht als Sünde.

Alle Versündigungen, über die in der Wissenschaft der Kabbala gesprochen wird, geschahen bei dem Abstieg von oben nach unten, unter der Einwirkung der Höheren Kraft. Während unseres Aufstiegs von unten nach oben, können wir niemals eine Sünde begehen. Folglich enthüllen wir nur die Sünden, die in uns ursprünglich existieren und vom Schöpfer stammen.

Der Schöpfer erschuf den bösen Anfang, deshalb ist es unmöglich, ein noch größeres oder gar anderes Übel zu begehen. Er hat sich ins Gegenteil gewandelt, uns darin eingekleidet – und enthüllt es uns, in unserem Inneren allmählich. Alles Böse, das jetzt in uns enthüllt wird, ist nur das kleinste Maß unserer Gegensätzlichkeit zum Schöpfer, die in unserem Inneren eingepflanzt ist.

Wenn wir der Treppe entlang zur Welt der Unendlichkeit hinaufsteigen, werden wir in uns den immer größeren Gegensatz zu Ihm offenbaren, bis der Schöpfer sich auf der Ebene der Unendlichkeit in uns offenbart, und zwar im vollen Gegensatz zu Ihm selbst.

Das Übel in uns wird unermesslich groß sein, – aber zugleich werden wir die Kraft besitzen, ihm entgegenzustehen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 20.05.2010

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Der Sohar offenbart sich uns

Das Buch Sohar wurde uns erst heutzutage offenbart, da wir in unserer Entwicklung die unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen durchlebten und die menschliche Stufe (der Mensch, „Adam“ – kommt vom Wort „Edome„, was dem Schöpfer ähnlich bedeutet) erreicht haben. Deshalb empfinden wir heute die Krise, die Hilflosigkeit, die Verzweiflung und die Enttäuschung in unserem Leben.

Und aus diesem Grunde wird uns auch das Buch Sohar enthüllt, damit wir unsere Korrektur verwirklichen können – ein solches System unserer Verbindung erreichen, wie es in Malchut der Unendlichkeit existiert, wo wir zusammen in einem Ganzen verbunden sind.

Die erste Etappe der Korrektur heißt „füge dem anderem nicht zu, was dir selbst verhasst ist“. Es ist die Stufe „Chafez Chessed“ (nichts „für sich“ wünschen), „die Rückkehr aus der Angst (aus dem Zittern)“.

Die zweite Etappe der Korrektur befindet sich noch höher – die Stufe „liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“, „die Rückkehr aus der Liebe“, empfangen für das Geben. Diese zwei Korrekturen stehen uns bevor, und sie beide werden in den Beziehungen zwischen den Menschen realisiert.

Denn folglich wird der Schöpfer in unseren korrigierten Beziehungen offenbart – je nach Maß unserer Nächstenliebe und Eigenschaft des Gebens, wie auch gesagt ist: „Von der Nächstenliebe kommt man zur Liebe zum Schöpfer“.

Keine Korrektur erfolgt anders, als in der Gruppe der Kabbalisten, die sich wünschen, die Einheit zu realisieren, bzw. Die Stufe des Menschen zu erreichen. In den gegenseitigen Beziehungen bauen sie das System der Malchut der Unendlichkeit, um darin das Licht der Unendlichkeit, den Schöpfer zu empfinden.

Das Buch Sohar soll uns dazu die Kräfte, den Wunsch und das innere Verständnis geben.

Deshalb muss man sich während des Lesens des Sohar bemühen, in der Absicht zu bleiben, dass wir zusammen ein Ganzes sind, dass unsere Punkte im Herzen, Verlangen zur Spiritualität verbunden sind, und aus diesen allgemeinen Wünschen unser geistiges Gefäß, Schchina, Malchut der Unendlichkeit gebaut werden, worin wir den Schöpfer empfinden werden.

Wir sollen gemeinsam fühlen, gleich den Autoren des Buches Sohar, ähnlich der Rabbi Schimons Gruppe zu sein, und uns bemühen, dieses System der Verbindung zwischen uns vorzustellen, worüber das Buch jedes Mal erzählt. Denn der Sohar spricht nur über die Verbindung zwischen uns, auch wenn er zu ihrer Beschreibung allerlei Formen und Gestalten dieser Welt benutzt. Aber es handelt sich nur um die Kräfte unserer Seele.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 21.05.2010

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Das Buch Sohar, P. 16-21

Die Erzählung der Tora beginnt von der Handlung über die Seele, die die Etappen des Zerbruchs, der Vermischung der zerbrochenen Teilchen, des Absturzes in den Hass und die Abstoßung schon durchgemacht hat. In anderen Worten, es geht in der Tora um die Seele, die zur Korrekrtur bereit ist.
Der Mensch in unserer Welt, im Zustand der Verhüllung, fühlt sich nicht als unvollkommen, nichtig, voller Feindseligkeit und Hass.

Nur die Einwirkung von höherem Licht kann helfen unsere wahre Natur – die volle Macht der  momentanen Lüste und Genüsse zu beleuchten.

Um den Egoismus loszuwerden und zu dem Zustand des unendlichen Genusses überzugehen, muss die Schöpfung, Malchut, ihre Absicht ändern, vom „Empfangen um seiner selbst willen“ zum „Empfangen um des Gebens willen“.
Dafür ist die Eigenschaft von Bina geschaffen, die zeigt, wie das Verlangen zu empfangen gebend werden kann.
Wenn das Geschöpf seine Wünsche „einschränkt“ und sich annuliert, gerät es unter die Macht von Bina, die Mutter, die ihrer Tochter, Malchut beibringt, wie sie um des Gebens willen arbeiten kann.

Sobald Malchut sich in Bina einschliesst, beginnt die Mutter ihre „Gewänder und Juwelen“, d. h. die Eigenschaft Chassadim, an ihre Tochter zu geben, unter deren Einwirkung die Schöpfung allmählich dem Schöpfer ähnlich wird.

Als Ergebnis der weiteren spiritüllen Entwicklung, erhebt sich Malchut über Bina und bekommt die Eigenschaft „Elokim“.
Dies bedeutet, dass sie ihre Wurzel zu erkennen beginnt und zum Verständnis ihres Platzes gelangt, Funktion und Pflichten im System der gemeinsamen Seele versteht.

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Der Seiltänzer auf dem Weg zum Schöpfer

Alles Übel wurde uns bereits bei dem Zerbrechen, von oben vorherbestimmt. Wie kann dann die Rede davon sein, dass die Schöpfung Sünden begeht, wenn alles das Werk des Schöpfers, das Resultat Seiner Handlungen ist?

Alles, was der Mensch tut, geht immer vom Schöpfer aus. Man kann immer auf die Quelle verweisen, von der alles ausgeht.
Er selbst gibt doch zu, dass Er das Böse und nur das Böse erschaffen hat – „Ich erschuf den Bösen Trieb!“ („Barati Jetzer HaRa!“)

Der einzige freie Wille, der uns erlaubt, zwischen Gut und Böse zu wählen und vom Schöpfer die Korrektur des Bösen in uns zu verlangen, wird durch die Umgebung umgesetzt.

Während du mit der Gruppe arbeitest, fängst du an zu sehen, dass es etwas gibt, was vom Schöpfer für dich zum Empfinden offen gelassen wurde. Das ist ein besonderer Punkt, der Punkt deiner Unabhängigkeit.
In ihm wirst du zum Menschen, wenn du beginnst, aus diesem „weißen“ freien Punkt das Abbild des Schöpfers zu erschaffen, wenn du dich dafür entscheidest, dass du wie Er sein willst.

Doch du musst diesen Punkt erst entdecken. Zur Zeit wird dir lediglich ein Reshimo (Erinnerung) des Zerbrechens aktiviert.
Dieser Punkt ist bereits der Keim des Schirms, den du aus dem Reshimo aufbauen musst, und enthüllt sich in unserer Arbeit mit der Gruppe.

Durch unsere inneren Anstrengungen entfernen wir die Schichten von allen möglichen Schalen (Klipot) und Gewohnheiten und stellen plötzlich fest, dass es darunter etwas gibt, was dem Schöpfer nicht gehört. Und das ist wirklich ein Wunder.
An diesem Punkt muss der Mensch sagen: „Von mir hängt die ganze Welt ab. Ich wende sie zum Guten oder zum Bösen hin – durch meine Entscheidung, jeden Augenblick“.

Dann befindet sich der Mensch ständig auf dem Seil, wie ein Seiltänzer, und muss sich jedes Mal aufs Neue für das Gute entscheiden, um nicht vom Seil zu fallen. Das bedeutet, dass er jeden Augenblick den Weg der Wahrheit wählt.
Darum schreibt Baal HaSulam, dass der Weg zum Schöpfer ein dünner Faden ist, und der Mensch, der ihn geht, sich sehr in acht nehmen muss, um weder nach rechts noch nach links auszuschlagen.

Doch all das geschieht unter der Bedingung, dass er den Anfangspunkt des Seils – seinen freien Willen in der Arbeit mit der Umgebung – enthüllt.

Alle weiteren Punkte, die er durchschreitet, sind Punkte seiner richtigen Verbindung mit der Umgebung, die er wählt und darin seinen freien Willen realisiert.

Der Mensch baut selbst dieses Seil – aus Punkten, die er enthüllt. Er selbst durchschreitet sie, weil er jedes Mal sich selbst und die ganze Welt zum Guten neigt.

Denn vor ihm existiert nichts, weder der Punkt an sich, den er enthüllt, noch das Seil aus diesen Punkten, den direkten Weg zum Schöpfer. Denn er erstreckt sich nicht vom Schöpfer zu uns.

Wir bekommen lediglich Reshimot, die sich auf jeder Stufe vom Abstieg von oben nach unten zurückgeblieben sind. Doch das Seil an sich existiert nicht, wir bauen es selbst von unten nach oben auf. Genau dieses Seil nennt sich letztendlich „Mensch“.

All die Parzufim, die wir beim Aufstieg von unten nach oben nachbilden, sind nicht die gleichen Parzufim, die beim Abstieg von oben nach unten existierten.

Denn wenn wir die Stufen hochsteigen, enthüllen wir jede Stufe 620mal größer als sie beim Abstieg war. Das ist eine ganz andere Stufe, wir bauen sie selbst auf.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, vom 20.05.2010

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Buchstaben sind Eigenschaften

Buchstaben sind die Eigenschaften, die unser Verlangen unter der Wirkung des Lichtes, das zur Quelle zurückbringt, annimmt.

Der Schöpfer hat das Material geschaffen – unser Verlangen zu genießen. Unter der Einwirkung des Lichtes nimmt dieses Verlangen verschiedene Formen – Eigenschaften, die dem Licht ähnlich sind – an.

Das Material an sich ist das Verlangen zu empfangen, der Wunsch sich zu erfüllen. Aber mit Hilfe des Lichtes nimmt es Formen an, die ihm entgegengesetzt sind, höhere Formen, Formen des Gebens und der Liebe.

Wir ..nennen diese Eigenschaften „Formen“, da sie aus dem Wunsch nach aussen herausragen. Der Wunsch bekommt irgendwelche äußeren Formen, die man erkennen kann.
Denn wenn es einfach Material wäre, könnte ich es nicht wahrnehmen. Und da es irgendeine Form (hat?), kann ich sie erkennen: ein Kreis, ein Quadrat, ein Rechteck – ohne Formen könnte ich ihn nicht erkennen.

Das Licht, wenn es auf den Wunsch zu genießen einwirkt, schafft in ihm verschiedene „Buckel und Gruben“, indem er dem Licht erlaubt, sich in den Eigenschaften des Gebens, die ursprünglich in dem Verlangen nicht vorhanden sind, auszudrücken. Sie werden oberhalb des Wunsches gebildet, als ob sie aus ihm herausragen.

Deshalb nennen wir diese Eigenschaften Formen. Was heisst eine „Form“? – Das Material, das dem Licht etwas ähnlich geworden ist, nennt man Form der Materie.

Es gibt insgesamt 27 solcher Formen: 22 sind die Buchstaben von Alef bis Taw und noch fünf Endbuchstaben, sog MaNTZePaCH. Warum? Weil von SAT von Bina, Teil der Bina, der auf uns wirkt, 22 Formen des Gebens heraus gehen: 9 von Bina, 9 von S“A und 4 von Malchut. Und noch 5 endliche, einschränkende Formen.

So haben wir 27 Formen, die unserer Material unter der Einwirkung von Licht annehmen kann.

Deswegen können wir mithilfe dieser 27 Formen erklären, was der Schöpfer aus uns macht, was er von uns will, wie wir Ihm ähnlich werden können – in 27 Formen, die wir unter der Einwirkung des Lichtes auf unser Material bekommen. Und jetzt ist er noch absolut formlos – einfach ein Berg von Wünschen.

Aus einem Abendunterricht nach dem Buch Sohar, 13.05.2010



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Die innere Arbeit des Kabbalisten 2

„Ziel der Gemeinschaft 2“

RaBaSCH schreibt in seinem Artikel „Ziel der Gemeinschaft 2„, dass der Mensch nur als sich selbst Liebender geboren wird und deswegen unfähig ist, auch nur die kleinste Bewegung ohne eigenen Profit zu machen. Aber ohne Verzicht auf die egoistische Liebe in uns, ist es unmöglich, zu einer Verschmelzung mit dem Schöpfer zu gelangen – zu einer Ähnlichkeit der Eigenschaften mit Ihm. Deswegen ist eine Gruppe notwendig, in der die Wünsche und Kräfte von jedem einzelnen sich gegenseitig addieren, und jeder kann diese riesige, gemeinsame Kraft gebrauchen, um auf seinen egoistischen Wunsch zu verzichten, der ihm nicht erlaubt, das Ziel, für welches er geboren wurde, zu erreichen.

Ein Fenster in die neue Welt
Der Schöpfer ist die Kraft der Liebe und des Gebens, Kraft des Verzichtens auf sich selbst. Deshalb brauche ich die Gruppe – als eine äussere, fremde Kraft, die wie ein Hebel, der mich meine eigene Natur umdrehen lässt, funktioniert.
Die kabbalistische Gruppe ist ein spiritueller Verstärker.
Die Gruppe ist ein Modell der Spiritualität . Sie ist dir im Materiellen gegeben, aber durch deine Einstellung zu ihr als Ansammlung der Seelen, und nicht der Körper – verwandelst du sie ins Spirituelle.
Lasst eure Esel unten weiden!
Um mich vor der Gruppe zu annullieren, muss ich die guten Eigenschaften meines Freundes sehen und nicht die schlechten. Ich muss in ihm ein spirituelles, göttliches Punkt sehen:
1) Der Schöpfer liebt ihn.
2) Er ist besonders und gross, weil sich in ihm ein Teil des Schöpfers befindet.
3) Er wurde als mein Partner auf dem spirituellen Weg gewählt. Als der Schöpfer ihn geschaffen hat, wusste er, dass ich nur mit ihm gemeinsam den Schöpfer erreichen kann.
Punkte des Eingangs in den spirituellen Raum
Die Punkte im Herzen sind der Schöpfer in jedem von uns! Er befindet sich in jedem Menschen auf der Welt!
Aber in meinen Freunden aus der Gruppe befindet er sich in einer offenen Form, denn es war er, der dich zu ihnen gefuehrt hat, zu diesen spirituellen Punkten, damit du dich mit ihnen verbindest und durch sie zu ihm gelangst.
Deswegen musst du ihm dankbar sein, dass dir so eine Gelegenheit gegeben wurde.



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Zu einer höheren Dimension aufsteigen

Wenn die Seelen sich miteinander verbinden, enthüllt der Mensch eine neue Realität. Denn es gibt einen Unterschied zwischen einem ganzen Körper und einem Körper, der in Einzelteile zerlegt ist, obwohl diese Teile leben und jeder von ihnen seine Existenz wahrnimmt.

Im Moment nehmen wir unser Leben in dieser Welt wahr, das ist die Existenzebene eines einzelnen Teils, der nicht mit den anderen in einem gemeinsamen Organismus verbunden ist.

Er bekommt die Lebensenergie, die ihn belebt, ähnlich einem Organ, das aus dem Köpper entnommen wurde und am Leben erhalten wird, um es in einen anderen Organismus zu verpflanzen.

Es gibt also „für die Transplantation bereite Organe“, die am Leben erhalten werden, damit sie nicht tiefer als die tierische Stufe herabsteigen. Diese Organe nehmen sich innerhalb unserer Realität wahr. Das sind wir.

Wenn wir, eine Gruppe von diesen Organen, uns untereinander verbinden wollen und darum bitten, ruft unser gemeinsames Verlangen (Gebet, MaN) eine Kraft von oben (von einer höheren Ebene) hervor, die uns verbindet.

Dann nehmen wir in unserer Verbindung die spirituelle Wirklichkeit wahr, ähnlich einem Körper, dessen Organe angefangen haben, sich untereinander zu verbinden, und der ganze Organismus lebt bereits ein anderes Leben, nicht das, was jeder einzelne Teil gelebt hat, als er versucht hat, seine tierische Existenz aufrechtzuerhalten.

Von der tierischen Stufe steigen wir zu einer neuen Existenzstufe, der menschlichen, auf. Die Wahrnehmung dieses gemeinsamen Lebens aller „Körperorgane“ (der gesamten Seele), nennt sich spirituelle Welt.

Nun zählt die vorherige Stufe noch nicht einmal als Leben, denn wir existieren bereits nicht mehr jeder für sich, sondern versorgen uns gegenseitig mit Lebensenergie, und das Licht ermöglicht uns eine vollkommen andere Existenz. Und das vorherige Leben auf der tierischen Stufe erscheint uns bereits nieder und unnütz.

Wir brauchen es nur, um auch andere Seelen an uns anzuschließen, die noch in unserer Welt, auf der tierischen Stufe, existieren – neue Verlangen, die noch nicht an unserer Verbindung beteiligt waren. Und dann steigen sie ebenfalls auf. Doch für unser spirituelles Leben, das wir in diesem Moment erfasst haben, brauchen wir diese niedrigere Stufe nicht. Denn wir befinden uns bereits in einer höheren Dimension.

Aus einem Unterricht nach dem Buch Sohar von 18.4.2010

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Gib und du wirst umso mehr erhalten


Ich erhielt folgende Frage: Seit dem Sohar Kongress 2010 kann ich mich nicht mehr auf die täglichen Vorlesungen konzentrieren. Ich vergesse die Bedeutung der Worte und kann nur einigen Sätzen folgen. Was soll Ich tun?

Meine Antwort: Der Kabbala Studierende kommt immer voran. In jedem Augenblick werden ihm eine neue Tiefe des Begehrens, neue Begehren (Aviut) und neue Reshimot enthüllt. Das gilt für alle, besonders für die Teilnehmer des Sohar Kongresses 2010. Sie machten große Fortschritte. Diejenigen, die nicht teilnahmen tun mir leid.

Du fühlst jetzt die Kräfte, die dich weiter vorantreiben. Weil du am Kongress teilgenommen hast, hast du sowohl von den anderen Leuten, als auch von den Vorlesungen, den Liedern, Tänzen und allem anderen eine große Kraft erhalten. Du hast der Spiritualität drei Tage gewidmet und dich vom Rest der Welt abgewandt. Damit hast du dich unter den Einfluss einer ungeheuren Kraft gestellt. Das Ergebnis ist nun ein gesteigertes Bedürfnis und damit musst du arbeiten.

Was sollst du tun? Der einzige Weg, mit der während des Kongresses von den anderen empfangenen Kraft umzugehen, ist alles Empfangene zum Nutzen der Verbreitung einzusetzen, anstatt einfach nur zum Studieren. Das Studium allein wird dir beim Fortschritt nicht helfen. Während des Kongresses hast du weitere Kräfte von außerhalb erhalten und nun musst du selber diese Kräfte nach außen weitergeben. Du hast eine große Kraft erhalten, aber wenn du sie nicht korrekt einsetzt, wird sie sich in Gift verwandeln und dir schaden. Diese Kraft muss durch dich hindurch zu anderen gelangen, aber wenn du sie anhalten willst, dann verwandelt sie sich in Gift.

Ein menschliches Wesen ist wie die Zelle eines Körpers, in dem alle Substanzen fließen um alles voranzutreiben. Daher müssen wir zuzüglich zum Studium das Material und die Weisheit der Kabbala verbreiten. Auch du hast dieses Erwachen von außen her empfangen und darum reicht es nicht, einfach nur dazusitzen und dem Unterricht zuzuhören. Studieren allein reicht nicht, du musst es auch an andere weitergeben.

Die Wissenschaft der Kabbala ist enthüllt und es ist nicht länger notwendig, sie zu verstecken. Du erhältst sie zusammen mit einer Menge anderer Menschen und du musst sie in der gleichen Art weitergeben. Damit ein spiritueller Körper gesund bleibt, musst du die erhaltenen gewaltigen Kräfte auch wieder zurückgeben.

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Es liegt Veränderung in der Luft


In ein bis zwei Jahren werden wir uns nicht mal mehr daran erinnern, dass wir so unterschiedlich voneinander leben konnten und dass die breite Masse unsere Überzeugung nicht teilen konnte.

Die Menschen werden bald verstehen, dass die Wissenschaft der Kabbala ihnen den verdeckten Teil der Realität enthüllt und dass es notwendig ist, um ein gesundes und geregeltes Leben zu erlangen. Zusätzlich wird es klar werden, dass diese Enthüllung eher durch die Tugend einer übernatürlichen Kraft stattfinden wird, als durch reines Wissen.

Die rein wissenschaftliche Methode benutzend, können wir die Natur nur auf der Ebene unserer Empfindung enthüllen, in der unsere Gedanken und Gefühle arbeiten. Andererseits enthüllt die Wissenschaft der Kabbala wunderbarerweise neue Ebenen des Verlangens in uns, in denen wir eine neue Realität wahrnehmen. Ich erwarte, dass wir in näherer Zukunft Zeugen dieser Enthüllung des Verstehens werden und das Gefühl der Masse enthüllt wird. Wir werden sehen, es wird bald passieren.

Jeder, der an dem Sohar Kongress 2010 teilgenommen hat, ging durch riesige Veränderungen, bewältigte viele innere Ebenen und reduzierte die Zeit ihrer Entwicklung. Einige Leute nahmen am Kongress nicht physisch teil, jedoch gesellten sie sich virtuell zu uns und erhielten damit den gleichen Aufstieg. Einigen Leute waren (in ihrem Verlangen) weit von uns entfernt, jedoch wurden sie ebenso durch den Kongress beeinflusst. Selbst diejenigen, die mit uns überhaupt nicht in Kontakt waren und die überhaupt nichts wollten, erhielten dennoch einen Einfluss, weil wir alle Teil eines einzigen, gemeinsamen Systems sind.

Niemand kann die Teilnahme an dieser Veranstaltung vermeiden, weil wir alle in einer einzigen Realität leben. Darum, wenn wir ein solches Ereignis veranstalten, beeinflusst es die ganze Welt, selbst die Leute die uns hassen und weit weg von uns sind, ebenso wie jene, die uns nahe sind. Es beeinflusst jeden Menschen ohne Ausnahme und es hat einen sogar noch größeren Affekt für jene, die und hassen als für jene, die gleichgültig sind. Daher werden wir schon bald Zeugen von großen Veränderungen aller Schichten der Gesellschaft werden.



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