Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Der spirituelle Röntgenapparat

Kabbala offenbart dem Menschen keine zusätzlichen Leiden. Sie enthüllt ihm seinen wahrhaften Zustand. Als wäre er zum Arzt gekommen und der Röntgenapparat ihm die Krankheit gezeigt hätte, die eine Operation erfordern würde.
In dieser Situation ist der Mensch den Ärzten dankbar, dass sie ihm geholfen haben, das existierende Problem zu enthüllen.

Und neben der Diagnose, sagen die Ärzte: „Wir haben alle Medikamente, die für die Heilung notwendig sind“, denn das Licht beinhaltet alles, und du muss nur klären, was dir fehlt, was mit dir nicht stimmt! Wenn man also das Problem enthüllt, dann bekommt man gleichzeitig das Medikament für die Genesung.

Somit muss man alle wunden Punkte im Hinblick auf den Schöpfer und das Licht enthüllen -. Deshalb braucht man das Licht, den Röntgenapparat, damit es mich durchleuchtet und mir zeigt, was mit mir nicht in Ordnung ist. Und auf diese Weise sollte ich den ganzen Körper untersuchen.

Wenn ich diese Untersuchung mit Hilfe des Lichtes mache, dann korrigiere ich mich mit dem Licht AB-SaG, das sowohl für die Klärung des Übels, als auch für die Korrektur zum Guten bestimmt ist. Folglich komme ich auf eine angenehme Weise voran.

Und wenn ich keinen Röntgenapparat habe, dann kann jede Zelle meines Körpers einen nahezu tödlichen Zustand erreichen, und ich werde so lange die schrecklichen Leiden empfinden, bis ich endlich begreife, was und wie ich sowohl in mir, als auch in meiner Einstellung zur Welt, korrigiert werden muss -.

Mit der Methode der Kabbala enthüllst du die Leiden viel schneller, damit Du sie sofort korrigieren kannst. Du hast ein Instrument in deinen Händen, mit dessen Hilfe die Probleme offenbart werden, die schon lange existierten und nur verborgen waren, weil es bis jetzt keine Hoffnung auf ihre Korrektur gab.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 01.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Das Hauptprinzip des Vorankommens

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist das Hauptprinzip des Vorankommens?

Meine Antwort: Um die spirituelle Arbeit besser zu verstehen, muss man am Schluss beginnen. Der letzte Punkt, das Ziel – die „Verschmelzung“ – wird durch die Einwirkung des Höheren Lichtes auf den Menschen erreicht.

Im Laufe des gesamten spirituellen Aufstieges, der Korrektur des Egoismus von seinem Ausgangspunkt bis zur Endkorrektur, ja noch ganz am Anfang des Weges, am Anfang der Korrektur des Egoismus, muss es zur Erkenntnis dessen kommen, dass nur das Höhere Licht mich korrigieren kann.

Das heißt, die Erkenntnis des Bösen ist der Ausgangspunkt, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den Egoismus und gab die Tora zu dessen Korrektur“.

Und dieser Punkt ist der wichtigste, weil darin der Unterschied zwischen den Gläubigen und den Kabbalisten besteht. Die Gläubigen sehen kein Übel in sich, deshalb korrigieren sie sich nicht, sondern führen Handlungen aus, um nach dem Tod ins Paradies zu kommen.

Und ein Kabbalist weiß, dass die Möglichkeit, die höhere Welt zu enthüllen, ihm nur jetzt gegeben wird und der Tod seines Körpers ihm nichts bringt. Es gibt weder ein Paradies noch eine Hölle nach dem Tod.

Wenn der Mensch vollkommen auf alle Möglichkeiten verzichtet, das Ziel mit Hilfe von irgendwelchen Ausflüchten, Wegen und Mitteln zu erreichen, und sich nur dem Höheren Licht hingibt und nur darauf vertraut, dann bedeutet das, dass er am Anfang der Leiter zum Schöpfer angelangt ist.

Später muss er noch viele Anstrengungen unternehmen, um durch alle Tore zu gehen und sich zu vergewissern, dass sie nicht zur höheren Welt führen, um dann das letzte ewig offene Tor – das Tor der Tränen – zu erreichen und durch dieses zu gehen.

Bis dahin gibt es viele egoistische Ausflüchte vor der Erkenntnis des Bösen: das Studium, die egoistischen Weisheiten, die Verbreitung – alles Mögliche, nur um sich nicht vor dem Licht beugen und zugeben zu müssen, dass man selbst nicht in der Lage ist und dass nur das Höhere Licht korrigieren und zur Eigenschaft des Gebens erheben kann.

Diese Erkenntnis des Bösen kann nur mit Hilfe der Gruppe beschleunigt werden. Und zwar nicht einfach die Erkenntnis des Bösen des Egoismus als Verlangen „für sich selbst“, sondern die Erkenntnis dessen, dass dieser gegen den Schöpfer ist und das Ziel nicht erreichen lässt.

Man muss die „Gruppe“, das „Studium“ und die „Verbreitung“ miteinander verbinden, nur um schnell zu erkennen, dass allein die Einwirkung des Höheren Lichts uns retten kann.

Zum Kabbalalernzentrum–>




                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Die virtuelle Gruppe vs. physische Gruppe

Eine Frage, die ich erhielt: Welchen Vorteil hat das gemeinsame Studium in einer physischen Gruppe im Vergleich zur virtuellen Ausbildung durch das Fernsehen, oder das Internet?

Meine Antwort: Wenn der Mensch eine Möglichkeit hat, physisch am Unterricht in irgendwelchem unserer Zentren teilzunehmen, und sich entscheidet, regelmäßig anwesend zu sein, dann ist seine Vorbereitung wirksamer als die virtuelle Verbindung.

Aber wenn es keine Möglichkeit für die physische Anwesenheit im Unterricht mit den Freunden gibt, dann hat die höhere Lenkung für ihn solche Bedingungen erschaffen, und er verliert nichts, wenn er den Unterricht im Fernsehen oder im Internet verfolgt.

Aber es gilt nur unter der Bedingung, dass es so vom Schöpfer veranstaltet wurde, dass der Mensch sich irgendwo, fern von allen Lehrzentren befindet. Wenn der Mensch jedoch in Israel lebt, dann stelle ich mir keine Situation vor, in der er nicht wenigstens ein Mal pro Woche einen unserer vielen Lehrcampuse besuchen könnte.

Zum Kabbalalernzentrum–>



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Wenn die Kräfte nachlassen

Der Mensch kommt voran, wenn er in der Lage ist, den beiden Linien – der rechten und der linken – zu widerstehen.

In der Linie, die sich von oben nach unter erstreckt, erlebt er einen Abstieg, Enttäuschung, Verzweiflung, Kraftlosigkeit und Niedergeschlagenheit. Und in der Linie, die von unten nach oben führt, ist alles umgekehrt: hier kommen wir zur Analyse.

Nehmen wir an, ich verspüre eine vollkommene physische, mentale und moralische Entkräftung – ich bin nicht in der Lage, meine Gedanken zu ordnen, mein Bewusstsein ist benebelt, nichts ist mir wichtig. Wie es in einem Lied heißt: „Ich will mich vergessen und einschlafen“, um nichts zu spüren.

Doch wenn ich mich für einen Moment über diesen Zustand erhebe, schätze ich ihn als gut ein. Wie in einem der Psalme geschrieben steht: „Wer gestorben ist, der ist frei!“ – genau jetzt bin ich frei von meinem Egoismus, er ist gestorben und verlangt nichts mehr von mir.

Wenn noch ein wenig Licht kommt, werde ich den Grund für diesen Zustand verstehen – ich werde verstehen, dass er vom Schöpfer kommt. Er will, dass ich anfange, mich darin zurechtzufinden: wozu brauche ich ein Verlangen, das nichts will und zu nichts in der Lage ist, wozu hat Er es mir gegeben?

Das Licht hebt den momentanen niederdrückenden Zustand hervor, deckt seine Ursachen auf, welche für mich zum Ausgangspunkt für ein neues Wachstum werden.

Die Weisen sagten: „Wo ein Egoist fällt, steigt ein Gerechter auf“ – der Egoist in mir ist gefallen und aus ihm ist ein Gerechter entstanden. In einer Linie sehe ich, dass ich untergehe, und in zwei Linien fange ich den Aufstieg an.

Die Verzögerung liegt nur an der Einwirkung des Lichts – das Licht muss mir diese zweite Linie dazu geben, mir helfen, anzufangen, über der Empfindung selbst zu denken, mich über die Empfindung „bitter/süß“ zur Analyse „Wahrheit/ Lüge“ erheben.

Man muss sich immer unter die Einwirkung des Lichts stellen, damit es über die Empfindung erheben und die Wahrheit, die Ursache, Wer das alles bewirkt, aufzeigen kann.

Selbst ein unklares Empfinden/Wissen der Ursache – des Schöpfers, der in mir das Weltbild zeichnet – verändert dessen Wahrnehmung durch mich zum Gegenteil, und ich freue mich, dass der Schöpfer mir ein dermaßen negatives und niederes Empfinden gab – ein Schwächegefühl, das zum Handeln anregt.

Die Situation ist klar, nun habe ich ein Ziel und die Mitteln. Wenn ich aufgewacht bin, stehe ich auf.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 04.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Die Lichtzone

Eine Frage, die ich erhielt: Worum soll man den Schöpfer bitten?

Meine Antwort: Man kann nur um eins bitten – um das Licht, das zur Quelle zurückführt, um die Kraft.

Ich kann mich nicht selbst ändern. Die gesamte Menschheit verzweifelt allmählich an diesen Versuchen. Heutzutage wird klar, dass wir letztendlich nur noch mehr durcheinander geraten – selbst innerhalb von Systemen, die wir selbst aufgebaut haben.

Wir müssen in unserer Arbeit tatsächlich zur Verzweiflung kommen. Das ist nicht einfach. Wie Baal HaSulam schreibt, gibt es keinen glücklicheren Moment im Leben eines Menschen als den Augenblick, in dem er völlig an seinen Kräften verzweifelt. Dann, wenn er sieht, dass er keine andere Wahl hat, wendet er sich an den Schöpfer, und der Schöpfer antwortet ihm, weil sein Schrei vollwertig ist.

Und solange es noch kein Verlangen gibt, wirkt das Licht nicht. Auf dem Weg dorthin gibt es 125 Stufen. Wenn es mir beim Aufstieg zur ersten Stufe selbst in minimaler Form an Licht fehlt, wirkt es auf mich ein. Somit trete ich in die Lichtzone ein.

Auf der fünften Stufe vergrößert sich mein Verlangen, und das Licht wirkt im entsprechenden Maße ein, denn ich habe mich ihm angenähert. So sind die Gesetze innerhalb der Lichtzone.

Noch befinden wir uns unten, wir haben kein Verlangen. Sobald es entsteht, reagiert das Licht sofort. Denn das Licht hat das Verlangen erschaffen und unterstützt es. Niemals kann das Verlangen irgendetwas selbst bewirken.

Wie kann es in einem solchen Fall das Licht wollen? – Im Verlangen gibt es einen Funken des Lichts, welcher von dem Zerbrechen der Seele übriggeblieben ist, und dieser Funke erweckt dich und zieht dich zum Licht hin, obwohl das Verlangen dich nach unten zieht.

Solange der Funke noch nicht zum Vorschein gekommen ist, wird von dem Menschen nichts verlangt, er wird einfach egoistisch entwickelt. Doch wenn der Funke aufflammt, hört das Licht mit seiner Arbeit auf und überlässt dir die Möglichkeit, es zu bitten.

In dieser Phase wirst du dorthin geführt, wo du deinen Funken entfachen kannst, bis du anfängst, selbst die Einwirkung des Lichts zu wollen.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 01.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, T. 16

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Die Sprache der Kabbala ist die Sprache der Zweigen.

Alle Worte, die laut von einem Munde ausgesprochen werden, sind nicht in der Lage, das Wesen selbst eines spirituellen Begriffes aus jenem Göttlichen (Eigenschaft des gebens und der Liebe) zu übermitteln, welches sich außerhalb von Zeit, Raum und allem Eingebildeten befindet. Und nur eine besondere Sprache, die speziell dazu bestimmt ist, die „Sprache der Zweige“ ist fähig, die Relationen zwischen Zweigen und ihren spirituellen Wurzeln auszudrücken.

Obwohl jedoch diese Sprache über unvergleichbar mehr Möglichkeiten als jede andere gewöhnliche Sprache in den Erforschungen der Wissenschaft der Kabbala verfügt, kann sie nur von einem gehört werden, der selbst klug ist, das heißt von jemandem, der die Relationen zwischen den Wurzeln und den Zweigen kennt und versteht.

Baal HaSulam. „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“.

Alle, die das Licht des Schöpfers dank ihrer Arbeit erkannt haben und wollen, dass alle, die ihnen folgen, auch genießen können, was sie schon enthüllt haben und dasselbe erreichen, so müssen sie allen ihren Erkenntnissen Namen geben, damit jene, die ihnen folgen, ihre Absichten und Erkenntnisse verstehen können, und so eine gemeinsame Sprache bekommen.

Werke von Rabasch. Band 2, Brief 19.

Zum Kabbalalernzentrum –>



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Unser Zustand heute und morgen

Eine Frage die ich erhielt: Wie kann man die jetzige Etappe vor dem Novemberkongress charakterisieren?

Meine Antwort: Ich denke, dass wir uns im Zustand der Vorbereitung auf den Sprung befinden, man soll die Kräfte sammeln und sich gegenseitig unter Druck setzen, um gut vorbereitet zu sein.

Wenn wir uns erfolgreich vorbereiten, dann werden wir auf dem Kongress die innere Offenbarung empfinden. Für die Anfänger ist es wichtig, wenn auch nicht die reale, sondern wenigstens die gefühlsmäßige Offenbarung zu erreichen: sie werden das Wesen der Kabbala und die Notwendigkeit der Vereinigung verstehen, die Illusionen und die Verworrenheiten werden verschwinden, und alles wird sich zu einem Ganzen verbinden, so dass ein Gesamtbild entsteht, worin die einzig und allein geltende Kraft gezeigt wird, alle „Dekorationen“ bleiben nur in Form der Beziehungen zwischen uns.

Denn die Welt ist eine Illusion, eine Verhüllung, und wenn der Mensch mit dem Schöpfer nicht verbunden ist, dann nimmt er allerlei Gestalten war.

Aus dem Gespräch 24.07.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Ist unsere Entwicklung einem Strahl oder den Tropfen ähnlich?

Eine Frage, die ich erhielt: Fühlen Sie, dass unsere Entwicklung mit der variablen Geschwindigkeit, sprunghaft erfolgt?

Meine Antwort: Das ist richtig, denn die Entwicklung erfolgt niemals linear und gleichmäßig, es gibt immer Sprünge.

Auf diese Weise wird sie in unserer Empfindung, aufgrund der Unvollkommenheit unserer inneren Arbeit wahrgenommen, und dauert bis zur endgültigen Korrektur.

Es wird weiterhin gute und schlechte Zeiten, den inneren Krieg und den Frieden geben, wir werden ständig die plötzlichen Veränderungen empfinden. Unsere Entwicklung ist also mit der Zeitspanne verbunden.

Das Gleiche gilt für den Aufbau des Parzufs, der aus fünf Stufen Awijut (die Tiefe des Wunsches) besteht.

Auf jeder Stufe gibt es den Schirm und das Licht, welche diskret, stufenartig, nicht linear gebildet sind. Das Licht kommt in Portionen, tropfenartig, und strömt ungleichmäßig.

Deshalb gibt es eben positive und die negative Zeitspannen. Man muß lernen, sie je nach Erscheinen zu verwenden. Folglich begreifen wir alles aus der eigenen Erfahrung.

Aus dem Gespräch 24.07.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Die Formel für das grenzenlose Glück

Der Mensch muss danach streben, sich dadurch zu erfüllen, dass er die anderen erfüllt, und nicht dadurch, dass sie ihn erfüllen.

Ich erfülle dich, spüre dein Verlangen und die Erfüllung in dessen Innerem – und empfange dadurch Genuss.

Meine Erfüllung ist die Empfindung deiner Erfüllung, darum will ich dich möglichst viel erfüllen (wie eine Mutter sich dadurch erfüllt fühlt, dass sie ihr Kind gefüttert hat).

Ich will mich nicht direkt erfüllen, sondern nur, indem ich den Nächsten erfülle. Und hier geht es nicht darum, wie viel Nahrung mein tierischer Körper dabei aufgenommen hat, – hier geht es um die Erfüllung der Seele.

Die Seele erfüllt sich dadurch, dass ich spüre, wie ich die anderen, den Schöpfer erfülle. Dann bin ich Ihm ähnlich, denn Er genießt dadurch, dass Er uns Genuss schenkt. Und wenn wir den Genuss von Ihm nicht annehmen können, dann leidet Er mit den Leiden der Shechina.

Der Schöpfer genießt durch unsere Erfüllung, wir können Ihm nur die Möglichkeit geben, uns zu erfüllen. Auch ich muss einen solchen Zustand erreichen, damit es zum Einzigen wird, was ich mir wünsche.

Doch das scheint ein Paradoxon zu sein – wie kann man sich „durch das Geben erfüllen“? Deshalb brauchen wir auch die Liebe, die uns alle verbindet.

Wenn zwischen uns keine Liebe besteht, ist es unmöglich, durch das Geben erfüllt zu werden. Ich muss das Verlangen eines Anderen für wichtiger als mein eigenes halten!

Es ist wie bei einer Mutter, für die wichtiger ist, was ihr Kind fühlt, als ihre eigenen Empfindungen. Wenn es Schmerzen hat, dann fühlt sie es in ihrem Inneren. Das ist eine natürliche Liebe.

Eine solche Liebe müssen wir mit Hilfe des Lichts erreichen – soll das Licht uns korrigieren. Infolgedessen erlangen wir die gleichen Verlangen wie der Schöpfer und erreichen die spirituelle Welt.

Stell dir vor, du hast Milliarden von Kindern und du verfügst über etwas, womit du sie erfüllen kannst, denn dir eröffnet sich ein Kanal des grenzenlosen Lichts.

Was für einen Genuss wirst du empfangen, wenn du all ihre Verlangen wie deine eigenen sowie ihre Erfüllung spüren wirst! Dadurch wirst du dich selbst erfüllen, und jedes Mal „620fach“ stärker, denn du hast diese Liebe über dem Hass aufgebaut.

Darum, wenn du sie jetzt erfüllst, spürst du nicht dieses eine Gramm Genuss, das sie empfangen, sondern 620 Gramm. Ich schließe diese Teile der Seele an mich an und spüre sie wie mich selbst.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen“ vom 27.09.2010



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Der Schalter zwischen zwei Welten

Eine Frage, die ich erhielt: Das Lesen des Buches Sohar mit der richtigen Absicht bedeutet „Lebenselixier“. Und was bedeutet „tödliches Gift“ beim Lesen des Sohar?

Meine Antwort: Der Sohar kann entweder zu einem „Lebenselixier“ oder zu einem „tödlichen Gift“ werden. Wenn du vom Licht der Tora Gebrauch machst, kann es entweder Nutzen oder Schaden bringen.

Alles, was dir eine zusätzliche Kraft zu unserer Natur gibt, kannst du zum Nutzen oder zum Schaden gebrauchen, d.h., sie zu einem „Lebenselixier“ oder zu einem „tödlichen Gift“ werden lassen.

Deshalb kehren wir immer wieder zu den Absichten zurück – das Wichtigste ist nicht die Handlung, sondern die Absicht. Wir sind uns dessen nicht bewusst, wie sehr die Welt, in der wir leben, die Welt der Absichten ist.

Manchmal kommt mir etwas widerlich vor, doch wenn ich von der guten Absicht höre, ändert sich meine Einstellung gegenüber der Handlung sofort. Was hat sich verändert? – Meine Wahrnehmung der Absicht, mit der die Handlung vollzogen wird.

Deshalb besteht der ganze Unterschied nur in der Absicht – was genau ich mit der Handlung beabsichtige. Darin besteht auch der Unterschied im Gebrauch des Lichts – entweder als „Lebenselixier“ oder als „tödliches Gift“. Der Unterschied liegt zwischen zwei Welten.

Das gesamte Vorankommen vollzieht sich nur in der Absicht, inwiefern wir in der Lage sind, zu trennen, zu unterscheiden, empfindsam gegenüber der kleinsten Veränderung der Absicht zu sein – jedoch nur der eigenen Absicht und nicht jener der Umgebung.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 27.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken