Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

„Brit Mila“ für alle

Jeder Mensch muss auf seinem spirituellen Weg eine Korrektur durchlaufen, die als „Brit Mila“ bezeichnet wird.

Sie heißt „Brit“ (Bund), weil sie eine Verbindung zwischen den spirituellen Strukturen (Parzufim) herstellt.

Der höhere Parzuf kann an den unteren nur das weitergeben, was er von der Sefira Keter bis zur Sefira Jessod besitzt, und nicht tiefer.

Tiefer befinden sich Verlangen, die zu korrigieren es unmöglich ist. Darum muss man sie abtrennen (beschneiden) und die verbliebenen Verlangen um des Gebens willen verwenden.

Jeder Mensch muss in jeder seiner Handlungen eine Analyse durchführen und „Orla“ (Vorhaut) – jene Verlangen, die im Moment für das spirituelle Vorankommen nicht geeignet sind – abtrennen.

Diese Korrektur wird in der Sefira Jessod vollzogen. Und Malchut darf nicht verwendet werden, das höhere Licht kann nicht an sie herankommen und sie korrigieren.

Deshalb trenne ich Malchut ab und vollziehe andere Korrekturen, dank denen ich sicher sein kann, dass ich die verbliebenen Verlangen richtig verwende.

Frage: Wenn diese Korrektur notwendig für das spirituelle Vorankommen ist, dann bedeutet das, dass eine Frau, die sich spirituell entwickelt, ebenfalls „Brit Mila“ durchführen muss?

Meine Antwort: Die Korrektur wird gerade durch die weibliche Eigenschaft in dem Menschen vollzogen. In der Tora steht geschrieben, dass Abraham von seiner Frau Sarah und Moses von seiner Frau Zippora beschnitten wurden.

Sie geht vom Verlangen zu empfangen selbst aus: indem das Verlangen zu empfangen sich selbst prüft, wendet es sich an das Verlangen zu geben, fügt sich in dieses ein und führt in dieser Form die Beschneidung durch.

In diesem Sinne gibt es keinen Unterschied zwischen einer Frau, die Kabbala studiert, und einem Mann – beschnitten werden muss jedes Verlangen.

Natürlich hat eine Frau die gleichen Verlangen, die nicht verwendet werden dürfen, wie auch ein Mann sie hat, und auch sie muss die gleichen Korrekturen, auf die gleiche Art und Weise, nach den gleichen Schritten vollziehen.

Deshalb führt sie ebenfalls eine Korrektur namens „Brit Mila“ durch, da ihre Seele aus den gleichen zehn Sefirot besteht.

Aus dem Programm „Der Wochenabschnitt“ vom 15.10.2010

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In der Gewalt des Mangels

Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt ein bekanntes Gebet „Ich danke dir dafür, dass du mich nicht als Frau erschaffen hast“.

Warum heißt es nicht „Ich danke dir dafür, dass du mich nicht als Mann erschaffen hast“, empören sich zu Recht die Frauen.

Meine Antwort: Die Rede ist von der Kraft der Überwindung. Wenn der Mensch sein egoistisches Verlangen überwindet, preist er den Schöpfer dafür, dass Er ihm die Kraft der Überwindung geschenkt hat. Wir alle, sowohl Männer als auch Frauen, befinden uns unter dem Einfluss des weiblichen Teils, in der Gewalt des Mangels.

Frau bedeutet „Nekew“, „Nekewa“, „Nukwa“, d.h. Leere, Bedürfnis, ein Ort des Mangels. Die Männer erleben kein geringeres Mangelgefühl als Frauen und ein noch größeres Leeregefühl.

Deshalb, wenn wir von der spirituellen Korrektur sprechen, dankt jeder von uns, der sein egoistisches Verlangen überwinden kann, ob Mann oder Frau, dass er dieser Analyse und dieser Korrektur würdig geworden ist und sich über seinen Egoismus erheben, sich mit den anderen verbinden und die Verschmelzung und die Enthüllung des Schöpfers erreichen kann.

Wir kommen zu solchen Korrekturen, in denen Männer und Frauen die gleichen Etappen durchlaufen. Frauen, die mit uns zusammen den spirituellen Weg gehen, durchlaufen die gleichen Prozesse, verstehen uns sehr gut, studieren das gleiche Material, nehmen es auf und setzen es um.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“ vom 14.10.2010

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Das Herz für das spirituelle Geschenk vorbereiten

Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen bei der Kongressvorbereitung?

Meine Antwort: Es gibt keinen Unterschied bei der Vorbereitung. Wir müssen unser Herz vorbereiten.

Wir müssen im Voraus das Kongressprogramm, die Themen von allen Lektionen, Workshops, Besprechungen, Kulturabenden kennen, wir müssen alle Lieder auswendig lernen. Uns soll eine spirituelle Überraschung erwarten!

Wenn wir uns im Materiellen vorbereiten und alles im Voraus wissen werden, wird es besser sein. Wir öffnen unser Herz für die innere Überraschung, für die Enthüllung der Verbindung zwischen uns, sowohl den Männern als auch den Frauen, dann wird sich zwischen uns der Schöpfer enthüllen. Amen!

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“ vom 14.10.2010

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Willigt nur ein und es wird sich enthüllen!

Es ist unwichtig, mit welchem Teil und bei welchem Punkt wir anfangen, den Sohar zu lesen. Selbst wenn jemand den Unterricht zum ersten Mal hört, ist es vollkommen unwichtig. „In der Tora existiert keine Zeit“, sie spricht von den spirituellen Zuständen, all das geschieht in unserem Inneren, doch wir nehmen es noch nicht wahr.

Es spielt jedoch keine Rolle. Für uns ist es wichtig, das Licht, das sich im Buche Sohar – der höchsten, sichersten und stärksten Quelle – verbirgt, zu erwecken. Kein anderes Buch kann sich mit dem Buche Sohar in seiner Wirkung auf die Seele auch nur vergleichen.

Sein Licht anziehen, damit es auf uns einwirkt, können wir nur, indem wir uns seinen Eigenschaften angleichen. Aus diesem Grunde lesen wir das Buch Sohar zusammen, d.h., jeder muss sich zuerst, noch bevor wir dieses Buch öffnen, auf die Verbindung mit den anderen vorbereiten.

Genauso steht es über die Gabe der Tora geschrieben: Wenn ihr einwilligt (natürlich seid ihr dazu nicht fähig, sondern nur damit einverstanden!), „wie ein Mensch mit einem Herzen“ zu werden, die Bruderliebe (in Zukunft) zu erreichen, dann empfanget ihr die Tora, d.h. die Methode der Korrektur durch das Licht, das zur Quelle/zum Schöpfer zurückführt. Dann wirkt dieses Licht auf euch ein und wird euch zur Quelle, zum Guten, zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer zurückführen.

Darum müssen wir beim Lesen des Buches Sohar immer versuchen, dieser Bedingung zu entsprechen – bereit zu sein, uns zu verbinden, damit das Licht auf uns einwirke, uns verbinde – und in unserer Verbindung werden wir wie in einer gemeinsamen Seele das Licht/den Schöpfer enthüllen. Denn eine einzelne Seele kann nur unsere jetzige Realität, die wir im Moment empfinden, wahrnehmen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 15.10.2010

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Nach dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn die Menschen zum Kongress kommen und sehen, was für eine großartige Vorbereitungsarbeit geleistet wurde, werden wir dann die Unterschiede zwischen uns abschaffen und die vollkommene Gleichheit spüren können?
Meine Antwort: Alle, die sich im Moment weltweit auf den Kongress vorbereiten und mit Herz und Seele mit uns sind, – wir alle befinden uns in einem gemeinsamen Gefäß/ Verlangen.
Diejenigen, die weit weg sind und keine Möglichkeit haben, zu kommen, geben außer ihrer gedanklichen Unterstützung auch ihr Verlangen, ihr Bestreben, näher zu sein, an uns weiter.
Es ergibt sich eine solche vom Schöpfer arrangierte Kombination, wo sich alles zusammenfügt, uns fehlt nur eins – der gemeinsame Gedanke an die Bürgschaft!
Lass alle äußeren Unterschiede zurück – letztendlich muss alles in eine Gesamtheit, in die gemeinsame Bürgschaft mit einfließen.
Wir müssen „wie ein Mensch mit einem Herzen“ werden – alle unsere Freunde weltweit. Und sobald wir den allerersten Kontakt, die spirituelle Eigenschaft der Verbindung wahrnehmen, wird sich dort sofort der Schöpfer enthüllen, nach dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften!
Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 14.10.2010
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Man braucht in Allem Geschicklichkeit

Frage: Wie soll eine berufstätige Frau, mit Kindern, die Vorbereitung auf den Kongress mit der täglichen Hausarbeit verbinden?

Antwort: Ich empfehle, bei jeglicher Hausarbeit, unsere Sendungen im Fernsehen oder Internet anzuhören.
Für eine Frau ist es leichter umzusetzen, während sie die Arbeit im Haus erledigt, schaltet sie den Fernseher an und hört zu.
Bereits dadurch befindet sich der Mensch unter dem Einfluss der richtigen Umgebung.

Ausserdem sollte man, nach Möglichkeit, jeden Tag meinen blog lesen, sowie die Zeit es eben zulässt auch in den Stimulator gehen
und Fragen beantworten.

Für gewöhnlich hat ja eine Frau weniger Zeit als ein Mann, doch falls sie dennoch Zeit findet für all dies, kann sie auch
kabbalistische Musik hören.

Wenn der Mensch sich danach sehnt, aber nicht in der Lage ist mehr zu tun, dann bedeutet dies, dass ihm von Oben solche
Bedingungen gegeben wurden und das diese, als Vorbereitungen, für ihn ausreichen.

Aus der Vorlesung „Kabbala für das Volk“ vom 12.10.2010

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Warum nehme ich die spirituelle Welt im Moment nicht wahr?

Ein Gebot erfüllen kann man nur, wenn man zuerst gehasst und sich dann korrigiert hat, mit Hilfe des Lichts, das zur Quelle zurückführt, welches man nur durch das Kabbala-Studium in der Gruppe, in einer richtigen Umgebung, durch die Erlangung der Bürgschaft anziehen kann.

Erst dann gilt es, dass ich ein Gebot und vielleicht sogar nicht nur eins, sondern überhaupt alle erfüllt und meine persönliche Endkorrektur erreicht habe.

Doch dafür muss man bestimmte Bedingungen erfüllen: in Richtung Verbindung, in einer richtigen Umgebung handeln, sich von der Umgebung begeistern lassen und nicht das tun, wonach es einem selbst ist.

Ich suche jedes Mal eine bessere Umgebung aus, die mir ihre Werte suggeriert, und setze sie wie meine eigenen um. D.h., ich annulliere mich vor ihrer Meinung und will mich in sie – in jenes System von spirituellen Prinzipien, denen sie folgen, und nicht einfach nur in die Menschen – einfügen.

Und dann werden wir alle in einer gemeinsamen Richtung handeln und ein gemeinsames Prinzip umsetzen – genau das wird auch unser Gebet (MA“N) sein, worauf wir ein MA“D, das korrigierende Licht, erhalten und Kontakt mit der Spiritualität herstellen.

Das wird ein Kontakt aus unserer gemeinsamen Verbindung heraus sein, und jeder für sich alleine kann keine Spiritualität besitzen. Die Spiritualität wird nur innerhalb der Verbindung, des Schöpfers – der Kraft, welche die Seelen verbindet – wahrgenommen.

Deshalb kann ich nicht etwas eigenes Spirituelles von der Gruppe bekommen, sie zurücklassen und mit meinem eigenen „Stück“ Spiritualität nach Hause gehen.

Ich bleibe ständig innerhalb dieser gemeinsamen Verbindung und bringe mich nur immer mehr in sie ein. Genau dort enthülle ich die spirituelle Welt.

Und wenn ich für einen Augenblick nur an mich selbst denke, mich von den anderen trenne, kehre ich wieder nur zur Wahrnehmung dieser Welt, wie ich sie auch jetzt wahrnehme, zurück.

Warum spüre ich im Moment nichts anderes? – Weil ich keine Verbindung mit den anderen habe. Sobald ich sie erlange, nehme ich die Spiritualität wahr, und wenn ich abschalte, nehme ich das Materielle wahr.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 17.10.2010

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Wer bin ich?

Frage: Wenn es niemanden außer Ihm gibt, dann bedeutet das, dass alles von Ihm ausgeht, dass alles, was um mich herum geschieht, Er ist?

Meine Antwort: Ja. Und alles, was du jetzt sagst, denkst und spürst, ist ebenfalls Er.

Frage: Und wo bin ich dann? Wer bin ich?

Meine Antwort: Das musst du enthüllen. Das heißt, du enthüllst nicht den Schöpfer, sondern dein Ich.

Frage: Im Endeffekt enthülle ich, dass ich ebenfalls Er bin?

Meine Antwort: Nein. Es gibt einen gewissen Spaltungspunkt, der sich „Etwas aus dem Nichts“ (Jesh mi Ajn) nennt. Und dieser Punkt ist der einzige, in dem die Schöpfung existiert, alles Andere ist der Schöpfer. In dem Maße, in dem dieser Punkt sich nach der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer sehnt, enthüllt er sich selbst und Ihn, was ein und dasselbe ist.

Frage: Wenn alles, was ich sage, und alles, woran ich denke, von Ihm kommt, was ist es dann für ein Punkt, der enthüllt, dass es niemanden außer Ihm gibt?

Meine Antwort: Das ist jener Punkt, an dem du arbeitest, um zu enthüllen, worin deine freie Wahl besteht. Dabei erhebst du dich über die Natur, die der Schöpfer in diesen Punkt hineingebracht hat.

Er hat ihn als etwas, was Genuss empfangen will, erschaffen und ihm außerdem die Absicht, egoistisch zu genießen, verliehen. Und wenn du versuchst, dich über diesen Punkt zu erheben, bedeutet das, dass du Ihn, Seine Natur enthüllst: das Geben und das Empfangen um des Gebens willen.
Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“ vom 29.07.2010



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Der größte Gewinn

Wir müssen jetzt nur eifriger arbeiten – wir haben uns bereits dicht dem Zustand angenähert, aus dem heraus wir die Bürgschaft erreichen können. Vielleicht wäre es hilfreich, sich in allen Details vorzustellen, wie viel wir verlieren, wenn wir sie nicht erreichen.

Stellt euch vor, dass wir es nicht geschafft haben, aus dem November-Kongress etwas Größeres als ein schönes Festival zu machen, und dass wir in diese Handlung den Punkt der Einheit nicht mit eingebracht haben.

Was wird mit uns geschehen, denn wir werden nicht wirklich vorankommen können! Wir haben aber beschlossen, dass wir in diesem Jahr die Einheit erreichen müssen, und wir müssen während der gesamten Kongressvorbereitungszeit daran denken.

Es gibt kein Problem, diese Einheit zu erreichen, wenn wir uns alle gemeinsam mit aller Ernsthaftigkeit dem gegenüber verhalten werden. Das ist für weniger fortgeschrittene Menschen als uns machbar.

Unsere Gruppe hat eine riesige Vorbereitung durchlaufen. Wir befinden uns einfach vor einer psychologischen Hemmschwelle. Die Hauptschwierigkeit besteht darin, dass wir uns diesen Begriff, dieses Ziel an sich nicht vorstellen können.

Also müssen wir ständig daran denken, uns nur in diesem Gedanken befinden, damit es für uns offensichtlich wird, wie sich der Verlust gegenüber dem Gewinn verhält und was genau ich verliere!

Wir sind bereits innerhalb des Gesamtsystems verbunden, wir müssen das nur aus unserem Zustand heraus enthüllen. Es geschieht nichts außer dieser relativen Enthüllung. Es ist bereits alles hier! Das bezieht sich ebenso auf die ganze Welt – doch wir haben mehr, denn wir haben eine ernsthafte Vorbereitung durchlaufen.

Das spirituelle System ist uns näher gekommen: wir haben uns ihm selbst angenähert und es an uns herangezogen, es hat bereits begonnen, aus der Tiefe „aufzutauchen“ und sich uns anzunähern. Wir müssen jetzt nur Anstrengungen unternehmen, um es zu enthüllen.

Und nach der ersten Enthüllung wird es für uns viel leichter sein, zu arbeiten. Die Hauptschwierigkeit ist, zu der allerersten Stufe aufzusteigen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „In meinem Fleische ist die Stütze des Schöpfers“ vom 08.10.2010

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Wo stellt man sich zum Zwiebelschälen an?

Frage: Was ist, wenn ich auf dem Kongress während des Unterrichtes im Wachdienst bin? Alle sitzen und hören Ihnen zu, und ich kontrolliere draußen Passierscheine. Selbst wenn ich den Unterricht über die Kopfhörer mitverfolge, ist es trotzdem was anderes…

Meine Antwort: Gerade das ist deine „Belohnung“. Denn du bedienst die anderen: alles, was sie während des Unterrichts „auffangen“, organisierst und gewährleistest du. Mit anderen Worten: sie bekommen in diesem Moment durch dich die Erfüllung.

Frage: Aber wie soll das funktionieren, denn nichts von ihren Eindrücken kommt bei mir an?!

Meine Antwort: Im Gegenteil, alle ihre Eindrücke kommen von oben durch dich hindurch, als ob du die Belohnung eines jeden von ihnen bekommen würdest. Ist das etwa schlecht?

Frage: Und wenn ich im Wachdienst bin und das auch genieße, weil ich dabei helfe, die Wissenschaft der Kabbala zu verbreiten? Darf man eine solche Erfüllung empfangen?

Meine Antwort: Empfange deine Erfüllung. Aber im Ganzen genommen, führe möglichst wenige theoretische Berechnungen durch. Eine Handlung ist eine Handlung.

Frage: Nehmen wir an, ich komme zum Kongress und will nicht in der Küche arbeiten. Mir wird aber aufgetragen, Zwiebeln zu schälen – lächerliche 100 Kilo (!), eine Arbeit für einen halben Tag. Ich mache das ohne jegliche Lust, mir ist es unangenehm, das kehrt mir den Magen um, ich verfluche die Freunde, ich verfluche diesen ganzen Kongress und will jede Sekunde flüchten…

Meine Antwort: Schau doch nur, was für eine großartige Arbeit du leistest, welche Gedanken an die Wichtigkeit der Gruppe und des Ziels jede Sekunde durch deinen Kopf beim Zwiebelschälen durchrasen, wie viele Berechnungen du durchführen musst, um diese Stunden doch in der Küche zu verbringen!

Du wirst so viel überlegen müssen, du wirst deine Haltung gegenüber den Freunden und dem Schöpfer klären müssen, du wirst mit dir selbst kämpfen müssen, du wirst dich abplagen müssen – und letztendlich wirst du erkennen, dass du einfach keinen anderen Ort hast. Wo sonst würdest du all diese Klärungen machen können?

In solchen Situationen ist die Genauigkeit der Analyse sehr hoch. Sobald du dich an irgendeine Arbeit machst – von der angenehmsten bis hin zur unangenehmsten – kommen sofort Gedanken und Zweifel. Das ist eine großartige Gelegenheit.

Wenn alle in der Küche arbeiten und sich gleichzeitig die Lektion anhören könnten, würde ich in meinem Zimmer sitzen und übers Radio, ohne Bildübertragung sprechen. Selbst wenn in der Küche niemand gebraucht wird – es ist unwichtig, wenn es nur Hindernisse und Überwindung gibt. Das ist die beste Bedingung zum Vorankommen!

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 15.09.2010

Kabbala Akademie

 



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