Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die Liebe ist die gegenseitige Durchdringung

Die Nächstenliebe bedeutet, dass ich den Wunsch meines Nächsten gefühlt und mir angeeignet habe.

Ich „absorbiere“ den Wunsch meines Nächsten mit meinem ACHAP, genauso wie Bina es tut, um ihn mit allem zu füllen, was er will. Es ist eben die Liebe. So liebt die Mutter ihr Kind.

Folglich muss ich die Stufe Bina erreichen, durch die Stufe „Chafez Chesed“ (sich über die eigenen Wünschen erhebend) gehen. Anfangs, wenn mein Punkt im Herzen erwacht, bekomme ich die Freiheit der Wahl, betrete die Gruppe und lerne dort, obwohl ich immer noch eine egoistische Absicht „lo-lischma“ habe.

Später steige ich auf das erste Niveau der altruistischen Absicht „lischma“ hinauf, das „Chafez Chessed“ heißt. Auf dieser Stufe Bina bekomme ich zuerst die Wünsche des Gebens, G“E, und dann die Wünsche des Empfangens um zu Geben, ACHA“P

Ich erhebe mich über den Berg der Selbstsucht, über die Stufe null, eins und zwei – G“E, und dann  über den Berg der Selbstsucht des dritten und vierten Grads – ACHA“P

Folglich kann ich mein АCHA“P einsetzen, um mich zu den Anderen ebenso zu verhalten, wie sich Bina zu Malchut verhält. Es ist schon die vollkommene Absicht „lischma“, die Stufe der Liebe.

Warum gerade der Liebe? Weil ich mich mit den Anderen verbinde, ihre Wünsche übernehme und sie bediene.

Auf diese Weise erreichen wir die Nächstenliebe und öffnen darin die Liebe zum Schöpfer, die das Ende der Korrektur andeutet.

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Der Ausstieg aus der Flasche

Der kommende Kongress ist ein Kongress der Vereinigung. Wir wollen solche Einheit schaffen, in der wir die Höhere Welt enthüllen, d.h. Mit der Kraft der allgemeinen Vereinigung, über die persönliche Selbstsucht jeden Einzelnen hinaufsteigen werden.

Jeder Mensch wird fühlen, dass in diesem Aufstieg die neue Empfindung der neuen Welt, der Durchbruch in die neue Dimension ist, wo wir I’m Geben, und nicht I’m Empfangen wie hier existieren. Die zweite Hälfte der Realität lebt nach dem Gesetz Des Gebens, I’m Unterschied zur Realität unserer Welt, die nach dem Gesetz Des Empfangens existiert. Wir wollen, dass jeder Mensch in der Gruppe die großen Kräfte bekommt, welche es ihm ermöglichen, durch „den Flaschenhals“ herauszukommen und ein wenig die Welt zu empfinden, die nach den Prinzipien Des Gebens lebt. Und obwohl wir später zurückrutschen können, werden sich dennoch mit der Zeit solche Ausstiege beschleunigen. Der Mensch wird beginnen, sich an das Dasein zwischen zwei Welten zu gewöhnen und, zu verstehen, was mit ihm gerade geschieht, bis seine Bemühungen Erfolg bringen, und ER zum ständigen Bewohner der spirituellen Welt wird.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 31.10.2010

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Die Sorge mit Freude auffüllen

In der letzen Zeit bekomme ich viele Briefe, dass die Menschen sich in einer großen Begeisterung, Aufregung und Spannung befinden, die sie noch vor keinem Kongress gespürt haben.Früher kamen sie in einer heiteren Erwartung, weil es ihnen Spaß gemacht hat. Diesmal empfinden sie eher Unruhe.Das ist ein Ergebnis der Verbindung. Wir haben noch niemals über der Verbindung zwischen uns so energetisch und unwiderruflich gesprochen. Wir haben alle Artikel von Baal HaSulam („Die Gabe der Tora“, „Bürgschaft“ u.a.) noch nie so kraftvoll  durchgenommen, und die Wichtigkeit der Verbindung haben wir noch nie auf solch eine Höhe erhoben.Jetzt, dank unserer Durchdringung, stecken sich alle einander an mit inneren Vibrationen, geben einander über das Verlangen, die Begeisterung, die Eindrücke. Gerade solche gegenseitige Durchdringung bringt jedem solch ein  Gefühl der Spannung.Jetzt ohne das Gefühl von inneren Unbehagen zu dämpfen, sollen wir den Kongress mit Freude und Sicherheit, das wir gerade dabei sind etwas Großes zu erlangen, auffüllen.Das Verlangen, dass wir durch solche Durchdringung geschaffen haben, von der wir momentan nur inneres Unbehagen und Unruhe empfinden, werden wir mit Sicherheit, mit Bürgschaft und Freude auffüllen.Aber jeder muss froh sein, dass all dieses gemeinsames Unbehagen davon kommt, dass er die andere mehr empfindet und die gemeinsame Aufregung ihn mit einbezieht. Jetzt ist es sehr gut zu spüren.

Aus einem Unterricht über das Buch Sohar, 31.10.2010
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Kabbalisten über den Studium von Kabbala, Teil 14

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Über die Gegener des Kabbalastudiums

Doch wenn es – Gott behüte! – umgekehrt ist: Ein Mensch aus dem Volk Israel erniedrigt deie Wichtigkeit des inneren Teils der Tora und ihrer Geheimnisse, die von den Wegen der Entwicklung in der Korrektur unserer Seelen und den Stufen ihrer spirituellen Erhebung sprechen, und er erniedrigt auch den Sinn und das Licht der Gebote gegenüber dem äußeren Teil der Tora – und wenn er nur von deren mechanischer Ausführung spricht;  oder wenn er sich ab und zu mit dem inneren Teil der Tora beschäftigt, dem jedoch wie etwas Unbedeutendem ein Minimum seiner Zeit schenkt – wenn es weder  Tag noch Nacht ist, so, als wäre sie – eine unnötige Sache, dann verursacht er dadurch die Erniedrigung und Herabsenkung der Innerlichkeit der Welt, der Söhnen Israels – und verstärkt die Vorherrschaft der Äußerlichkeit der Welt, der Völker der Welt über Israel, damit sie es erniedrigen und demütigen, und sie Israel für etwas Unnötiges und Überflüssiges in der Welt halten, als ob die Welt keine Notwendigkeit an Israel hätte.

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Innere Konzentration

Unser Hauptproblem besteht darin, dass wir die Kraft der Gedanken unterschätzen. Eine auf die Verbindung in ein System gerichtete innere Konzentration, dort wo wir alle zusammen sind, ist notwendig. So finden wir das Wesen der Tora, ihrer Methodik, unsere innere Kraft.
Dieser Moment ist noch nicht genügend geklärt worden, nicht genug geschätzt und wichtig in unserern Augen. Wir schenken ihm nicht genung Aufmerksamkeit.
Den Stoff kennt ihr, dass es niemanden gibt, der ihnen darin gleicht. Es werden allerlei getan. Aber was uns von jedem Einzelnen selbst fehlt, ist die innere Konzentration.
Denn ich verbinde mich nicht mit der Gruppe, die ich mit meinen Augen sehe. Ich verbinde mich mit dem gemeinsamen Sehnen nach Gegenseitigkeit, nach gegenseitiger Verschmelzung, nach dem Geben.
Das ist einer “Wolke” der spirituellen Energie zwischen uns ähnlich. Sie sollen wir suchen und nach ihr streben.
Ich analysiere [wörtl. grabe in] nicht meinen Freund, indem ich seinen Punkt im Herzen zu fühlen versuche. Sie erscheint in mir selbst, und gerade in mir finde ich das innere Wesen der Gruppe.
Alles wird in Gedanken geklärt und gerade an der inneren Konzentration fehlt es uns. Während tagsüber ist sie entweder völlig abwesend oder nicht ausreichend.
Wir urteilen nach den äußeren Handlungen, und das ist ein falsches Kriterium. Wenn ich  immer tiefer eintauche, konzentriere ich mich gedanklich darauf, dass die innere Verbindung zwischen uns mir wie ein Programm, ein Verlangen, ein System, in welchem ich existiere, offenbart werden soll.
Deshalb heißt Kabbala die innere Wissenschaft. Baal HaSulam schreibt viel über die Vernunft und über die gedankliche Analyse. Gerade durch gedankliche Konzentration gelangen wir zu der inneren Klarheit.
Und es handelt sich nicht darum, wie klug Du bist, sondern darum, wie sehr Du dich anstrengst. Unsere Bemühungen müssen auf diese  innere  Suche konzentriert werden.
Das gemeinsame Feld unseres Verlangen befindet sich zwischen uns, in uns. Das spielt keine Rolle, dass es von uns verhüllt ist, es ist da. Auf dem Weg von oben nach unten ist alles schon vorbereitet worden. Jetzt muss ich ihn entdecken, indem ich mich von unten nach oben bewege.

Aus einem Gespräch über die Bürgschaft, 29.10.2010
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Die einzige Handlung die in der Natur existiert

Die gegenseitige Durchdringung ist die einzige Handlung, die in der Natur existiert.

In unserer Welt ist alles auf die gegenseitige Durchdringung begründet: Absorbtion und Aufsaugungsvorgänge, Ausscheidung, verschiedene chemische Reaktionen, die in unserem Organismus stattfinden, Anziehung oder Abstoßung von Körpern, ihr Verhalten in einem magnetischen oder elektrischen Feld usw. Das alles sind Beispiele von einer gegenseitigen Durchdringung, denen  die Handlungen von dem spirituellen Gefäß und dem Licht zugrunde liegen.

Wenn wir versuchen,  die Qualität unserer Handlungen zu bemessen, müssen wir immer den Grad unserer Einschließung in den Anderen einschätzen: in anderen Worten, wie kann ich mich in einer höchstmöglichen Anzahl von Seelen, nicht in Kinder oder in Erwachsene, nicht in die Handlungen der unbelebten, pflanzlichen oder tiereischen Natur, sondern eben in die Seelen einschließen.

Die Seelen sind die Punkte im Herzen. Deshalb, wenn ich auf einen so großen Kongress, wo sich Tausende von Punkten im Herzen, in welche ich mich einschließen möchte, versammelt haben, komme, ist dies die wirksamste Handlung für meinen spirituellen Fortschritt, die es nur in der Realität, in allen Welten, geben kann.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“, 27.10.2010

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Der Weg zum Licht

Eine Frage, die ich erhielt: Wie wird sich unsere Verbindung auf dem Kongress sichtbar machen?

Meine Antwort: Unsere Verbindung geschieht nicht nur auf dem Kongress, sondern auch in unserem alltäglichen Leben. Die Morgenunterrichte dienen eigentlich unserer gegenseitigen Verbindung in der konzentrierten Art.
 
Gleichzeitig lernen mit uns Tausende Menschen in der ganzen Welt. Wir studieren dieselben Quellen, dasselbe Material, wir lesen den Blog, beantworten die Fragen im System des spirituellen Simulators, wir singen dieselben Lieder, interessieren uns für das gleiche Thema. Dadurch kommt unsere Verbindung zustande.

Und mit jedem Tag wird dieser gegenseitige Einschluss immer tiefer, bis wir den Zustand der Bürgschaft erreichen.

Und was ist die Bürgschaft? Sie ist ein solches minimale Niveau unserer Verbindung, das der ersten spirituellen Stufe entspricht, wenn das Höhere Licht innerhalb unseres spirituellen Gefäßes leuchten kann.

Aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 27.10.2010

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Den Gedanken mit der Größe des Schirmes zu messen

Eine Frage, die ich erhielt: Kann man den Gedanken messen?

Meine Antwort: Unsere Materie ist ein Wunsch. Wir bemessen den Wunsch entsprechend der vier Stufen Avijut. Von der Welt der Unendlichkeit bis zu unserer Welt haben wir eine Skala für die Messung des geistigen Wunsches, von 100 % bis zu 0 %.

Somit kann ich auf jedem spirituellen Niveau den Wunsch entsprechend dem Niveau Avijut messen. Auf das Niveau Avijut des Wunsches schaffe ich den Schirm. Der Schirm und Avijut geben mir die Kraft des Wunsches: was will ich, wonach ich strebe, was bin ich im Begriff, zu machen.

Somit bestimmt das umgebende Licht meine Gedanken, inwiefern ich die Handlungen des Gebens erfüllen kann. Wo kann ich es prüfen? – Auf dem Niveau Avijut. Die Kraft des Gedankens wird entsprechend meiner Möglichkeit gemessen, an Avijut meines Wunsches, meine Absicht und meine Handlung anzubinden.

Wir können den Gedanken in der Vernunft nicht messen, aber ich prüfe und messe den Einfluss des Gedankens auf den Wunsch und bewerte mit Hilfe dieser Messung den Gedanken.

Aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 21.10.2010

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Was bedeutet die gegenseitige Durchdringung?

Im Grunde genommen, ist die gegenseitige Durchdringung (hebr. Itkalelut) die wichtigste Handlung, und es gibt nichts, was sich damit in der Bedeutsamkeit vergleichen könnte. Das geht aus dem Schöpfungsgedanken hervor.

Der Schöpfer, das Höhere Licht, erschafft das Verlangen zu genießen, welches nur darauf gerichtet ist, sich selbst mit dem, was das Licht in sich trägt, zu erfüllen. Es ist förmlich ein Sklave des Lichts, nimmt es als Genuss, als Leben wahr.

In einer solchen Form darf dieses Verlangen noch nicht einmal als Schöpfung bezeichnet werden, denn es verfügt über keine Selbständigkeit, es ist völlig vom Licht abhängig. Darum existiert es als Schöpfung noch nicht, wie auch ein Schatten, der getrennt von einem Menschen bzw. einem Gegenstand, der ihn wirft, nicht existieren kann.

Der Schöpfer wünscht aber, dass diese Schöpfung selbständig wird, wie Er selbst. Dafür muss die Schöpfung einen sehr langen Weg zurücklegen, einen viel längeren, als der, den ein Samentropfen durchlaufen muss, um sich zu einem lebenden Organismus zu entwickeln.

Denn die Schöpfung ist als ein Schatten des Lichts, als sein Abdruck, sein Gegensatz erschaffen. Doch allmählich, unter der Einwirkung des Lichts, beginnt sie sich zu entwickeln.

Und ihre ganze Weiterentwicklung in den vier Phasen der Ausdehnung des direkten Lichts, die Entstehung der Welten – AK, Azilut, Brija, Yezira, Assija, dieser Welt -, das Herabsteigen der Seelen in unsere Welt und deren Hinaufsteigen zurück geschieht nur aufgrund der gegenseitigen Durchdringung von Verlangen und Licht.

Dabei nimmt die Schöpfung die gesamten Eigenschaften des Schöpfers an und wird genauso wie Er. Und mehr noch: da sie dabei eine kompliziertere innere Struktur erlangt, bekommt sie die Möglichkeit, alle Schöpfungsdetails in ihrer ganzen Tiefe zu erkennen.

Somit enthüllt die Schöpfung das, was der Schöpfer in ihr vollbracht hat. Indem die Schöpfung sich selbst als eine Ableitung des Höheren Lichts erkennt, erkennt sie auch den Schöpfer. Das bedeutet: „Aus Deinen Handlungen erkenne ich Dich“.

Und all das geschieht aufgrund dessen, was sich gegenseitige Durchdringung nennt.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“ vom 27.10.2010



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Zwei Fenster unserer Realität

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir eine richtige Verbindung erreichen, damit sich das Licht zwischen uns enthüllt?

Meine Antwort: Stellt euch vor, auf einem Computerbildschirm zwei Fenster vor uns zu haben. In dem einen befindet sich das System, in dem wir auf ideale Art und Weise miteinander verbunden sind. Es heißt „die Welt der Unendlichkeit“.

Im anderen Fenster befindet sich das System, welches wir im Moment sehen worin zwischen uns Hass statt Liebe herrscht. Dieses System wird als „diese Welt“ bezeichnet.

Das sind zwei verschiedene Systeme. Die Welt der Unendlichkeit lebt und existiert – sie wird als der erste (Alef) und der dritte (Gimel) Zustand der Realität bezeichnet. Das ist der einzige vom Schöpfer erschaffene Zustand in dem Er anwesend ist.

Alle anderen Zustände, von der Welt der Unendlichkeit bis hin zu unserer Welt, sind 125 Stufen der Verbindung zwischen uns, 125 Zustände, die wir nach und nach hochsteigen können.

Alle Zustände außer der Unendlichkeit werden als Welten, Verhüllungen bezeichnet. Die gleiche Welt der Unendlichkeit, nur verhüllter, undeutlicher, nicht ganz erkenntlich, wird als die Welt von Azilut, eine noch verschwommenere als die Welt von Brija bezeichnet usw.

Jede Welt ist ihrer höheren und ihrer tieferen Welt in allen ihren Details und Teilen ähnlich. Der Unterschied besteht nur darin, in welchem Maße sich das Licht in ihr enthüllt. Je weniger Licht, desto düsterer die Welt. Genauso wie auch wir tagsüber alles gut sehen können, alles klar und deutlich ist, ist es abends finster, und es gibt keinen großen Unterschied zwischen der Finsternis und dem Licht.

Das heißt, wir befinden uns immer im gleichen Zustand, der „die Welt der Unendlichkeit“ genannt wird. Nur wird er von 125 Stufen/Verhüllungen vor uns verdeckt. Und auf der letzten Stufe, auf der wir in unserer Welt existieren, ist die Verhüllung so groß, dass wir als vollkommen von der Spiritualität getrennt gelten.

Wir nehmen noch nicht einmal wahr, dass es zwischen uns und der Welt der Unendlichkeit irgendwelche Zustände und Stufen gibt. Es ist, als ob wir nur hier existieren würden und es nichts Anderes geben würde.

Wir befinden uns in dieser Welt, in unserem „Fenster“ auf unserem „Bildschirm“, doch auf dem gleichen „Bildschirm“ existiert ein anderes „Fenster“ – die Welt der Unendlichkeit. Deshalb, wenn wir versuchen, uns auf eine richtige Art und Weise zueinander zu verhalten, wie in der Welt der Unendlichkeit, als ob wir uns bereits in ihr befinden würden, obwohl wir noch nicht dazu in der Lage sind, gleichen wir uns dadurch der Welt der Unendlichkeit an, wir wollen sie quasi erreichen.

Indem wir wie Säuglinge, die erwachsen werden wollen, ihr entgegenstreben, ziehen wir aus derselben Welt der Unendlichkeit das umgebende Licht (О“М) an – das Licht, das zur Quelle zurückführt und uns der Welt der Unendlichkeit näherbringt.

Das gleiche Prinzip gilt bei allem: wenn ich danach strebe, irgendeine Energiequelle zu erreichen, rufe ich durch mein Bestreben ihr näher zu kommen, eine große Einwirkung auf mich hervor. Hier gelten klare physikalische Gesetze und es gibt nichts Unglaubliches oder Mystisches.

Aus einem Sohar-Unterricht vom 29.10.2010



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