Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Das Geheimnis der Geburt einer Seele

Kongress in Mezukej Dargot, Lektion 1

Frage: Welche Verbindung gibt es zwischen der Wurzel einer menschlichen Seele und ihrer Fähigkeit oder eben Unfähigkeit, sich mit anderen Seelen mittels seines Verlangens zur Einheit zu verbinden?

Meine Antwort: Jeder Mensch in der Welt hat eine Wurzel der Seele – den spirituellen Funken, den Punkt im Herzen. Dieser Punkt kann sich so entwickeln, dass der Mensch das Bedürfnis zum Höheren empfinden wird, welches sich außerhalb dieser Welt befindet, wonach er die Wissenschaft der Kabbala findet und in die Gruppe kommt.

Es gibt auch solche Menschen, in denen sich dieser Punkt noch nicht entwickelt hat, weshalb sie weiterhin ihr privates materielles Leben führen.

Aber selbst wenn im Menschen dieser innere Punkt „brennt“, und er sich leidenschaftlich wünscht, die Spiritualität, den Schöpfer, das Ziel und den Sinn seines Lebens zu begreifen, ist es dennoch nur ein Punkt und nichts mehr.

Was macht man dann? Man muss verstehen, dass die Seele sich aus jenen spirituellen Funken bildet, die der Mensch an den Punkt seiner Seele anbindet, aus den Funken der sieben Milliarden Menschen. Denn die Seele jedes einzelnen Menschen stellt eine Vereinigung dieser Punkte dar.

Wenn ich mich jetzt mit allen Menschen verbinde, die sich hier, auf diesem Kongress befinden, dann binde ich an mich diese 600 spirituelle Funken an, und erreiche folglich die Kraft der Vereinigung aller 600 Punkte.

Wie ist es möglich? Wie kann ich mich mit ihren Wünschen verbinden, um die Spiritualität zu erreichen? Nur mit der Hilfe „der Nächstenliebe“, um zum „Menschen mit einem Herzen“ zu werden, wie es im Artikel „Die Gabe der Tora“ geschrieben ist.

Wenn ich mich mit ihnen auf diese Weise verbinde, dann bildet sich zwischen uns eine Feld der Vereinigung – ein Verlangen, das aus vielen Funken besteht. Wir werden „wie ein Mensch“ – und können in diesem Verlangen das Spirituelle offenbaren.

Dieses Verlangen heißt Gefäß/Kli meiner Seele, da ich an mich all diese Punkte gebunden habe. Wenn ein anderer Mensch, einer dieser Punkte, welche ich an mich gebunden habe, an sich alle übrigen Menschen auch anbindet, dann werden sie zu „seiner Seele“. Das heißt sein Punkt ist ein Ausgangspunkt und er bindet an ihn die anderen Punkte an. Es ist seine Seele.

Jeder bindet an sich alle Punkte an. Und wenn er sie an sich nicht gebunden hat, dann hat er keine Seele, es gibt nur den Punkt – die Wurzel seiner Seele.

Entsprechend der Kraft der Vereinigung dieser Punkte in mir, ihrer Anzahl und der Kraft der Einheit zwischen ihnen, offenbare ich darin das Licht, das Leben und die Existenz. In der gegenseitigen Verbindung beginnen sie sich in Form eines Einheitssystems zu enthüllen, gleich dem lebendigen Körper mit dem Blut und der Lymphe, mit den neurologischen Impulsen, worin allerlei Prozesse geschehen. Ich beginne, dort das Leben zu empfinden.

Die Anbindung der Punkte an mich geschieht stufenartig. Indem ich mich mit ihnen verbinde, beginne ich, zu empfinden, wie sich in mir ein winziger Apparat – ein Embryo entwickelt. Dann wächst es auf, entwickelt sich im Laufe von neun Monaten. Ich fühle, wie ich daran immer mehr Punkte anbinde – und so wächst es die ganze Zeit weiter.

Darin geschehen schon verschiedene innere Handlungen, es entsteht ein Leben. Ich beginne, darin allerlei Prozesse zu spüren, bis es letztendlich geboren wird. Die Geburt bedeutet, das eigene Leben zu führen. Dann wird es von der Höheren Kraft abgerissen und beginnt selbständig zu leben. Es ist die Seele eben. So baut jeder von uns seine Seele auf.

Aus der 1. Lektion des Kongresses in Mezukej Dargot, 24.02.2011



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Auf uns warten noch viele Überraschungen …

Frage: Hängt die Art der Verbindung zwischen den Seelen von der Wurzel der Seele ab?

Meine Antwort: In der Verbindung zwischen den Seelen gibt es viele Konditionen, wie auch im Integralsystem, wo jedes Element mit allen übrigen verbunden ist. Wir sind heute nicht in der Lage, es uns vorzustellen.

Angenommen, es soll jemand korrigiert werden, und deshalb nehmen am Prozess der Korrektur Tausende von Elementen des allgemeinen Systems, der Seelen und der Geschöpfe auf allerlei Stufen teil.

Es erinnert mich an die Entwicklung des Embryos. Er wächst auf eine sonderbare Weise: plötzlich bildet sich ein schwanzartiger Schössling, dann verschwindet er, dann werden einige Formen durch andere ersetzt.

Warum sind wir verpflichtet, all diese Zustände zu empfinden, bis wir letztendlich die Form des Menschen erlangen? Und das noch als Embryo! Warum empfangen wir die Ernährung durch die Nabelschnur? Es ist doch sonderbar! Eigentlich sieht die Ernährung durch den Mund auch sonderbar aus, aber es entspringt aus unserer Ähnlichkeit mit dem spirituellen Parzuf, worin durch den Mund / „Pe“ im Kopf/Rosch des Parzufs die Lichter (Geschmäcke / „Taamim“) eingehen.

Deshalb ist es nicht nötig, darüber mehr zu wissen. Denn die Wege der Entwicklung, die Bedingungen und die Wechselbeziehungen stammen aus der Verbindung zwischen den Seelen.

Warum soll sich die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur gerade so entwickeln und dabei eine solche Vielfältigkeit der Arten von Fische, Vögel, Tiere, Pflanzen, sowie Milliarden allerlei Geschöpfe bewirken?

Das alles entspringt der Entwicklung der Wünsche und der Verbindungen zwischen ihnen. Es ist gesagt: „Das Ende der Handlung – liegt in der Absicht“. Wenn wir am Ende der Handlung, nach der vollständigen Korrektur, die vollkommene gegenseitige Durchdringung nicht erreichen sollten, dann würden wir solche Vielfältigkeit der Arten auf jeder Stufe der Entwicklung der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur nicht brauchen.

All diese Stufen erscheinen und verschwinden infolge der Korrektur und entsprechend der Periode ihrer Entwicklung. Deshalb gibt es solche Arten der Tiere und Pflanzen, die dann von der Erdoberfläche verschwinden und andere werden plötzlich entdeckt.

Jeden Tag entdecken die Wissenschafter die neuen Arten der Tiere, die früher unbekannt waren. Gab es sie auch früher oder nicht? – Nein, sie gab es nicht früher, sie werden uns erst jetzt offenbart. Plötzlich beginnt diese Form zu existieren, weil unsere Wünsche in allerlei Verbindungen gezeigt werden, und uns die neue Vision in Form von solchen Geschöpfen bringen.

Früher gab es nicht solche Verbindungen zwischen den Wünschen, und diese Geschöpfe existierten auch nicht. Denn sie stellen nur die äußerliche Vorstellung der bestimmten Verbindungen zwischen unseren Wünschen dar.

In Zukunft wird uns noch Vieles offenbart. Aber schließlich stammt das alles aus dem selben Prinzip.

Auszug aus dem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 01.03.2011



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Sich selbst in seinem Inneren zeugen

Frage: Wie können wir uns unser gemeinsames Kli vorstellen? Was bedeutet die Gruppe in mir?

Meine Antwort: Die Gruppe in mir ist ein Ort, in dem sich der Schöpfer befindet. Er hat einen solchen Ort in mir erschaffen. Aus diesem Grund komme ich in die Gruppe – angeblich zu den Freunden, doch in Wirklichkeit zu meiner inneren Empfindung des „Ortes“. Und wenn ich mit ihr verbunden bin, wird sie mir als Mutterleib, als Arche, als Ort des Schutzes, der Rettung, der Sicherheit dienen.

Die Gruppe befindet sich in mir. Ich nehme sie nur fälschlicherweise außerhalb von mir wahr, wie auch die ganze Realität. Um zu beginnen, die wahre Realität deutlich wahrzunehmen, muss ich auf meinen Stolz, meinen Hass, meine Größe verzichten – um in der Gruppe, in der Arche, im Mutterleib aufzugehen. Und dann werde ich in ihr den Schöpfer enthüllen – in meiner ersten spirituellen Stufe als spiritueller Embryo.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 27.02.2011



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Der größte Fernseher der Welt

Frage: Was bedeutet, an die Vereinigung der Welt zu denken? Ist das die Vereinigung von Verlangen, von den „Punkten im Herzen“ oder überhaupt von allen Menschen?

Meine Antwort: „Der Mensch ist eine kleine Welt“. Die ganze Welt, alles, was ich sehe und fühle, ist eine gemeinsame Realität, die vereint ist. Das Unbelebte, das Pflanzliche, das Tierische, die Menschen, die ich sehe – all das sind meine inneren Verlangen und Eigenschaften, die ich in mir beobachte.

Du musst versuchen, wenigstens ein bisschen tiefer ins Innere zu gehen, und dann beginnst du zu sehen, wie es in dir erschaffen ist und dass es wirklich so ist. Denn das ist dein inneres System.

Es ist so, als ob ich auf den Computerbildschirm schauen und einfach eine Vorführung, eine Spiegelung, eine kleine Erscheinung von dem, was im Inneren geschieht, sehen würde. Genauso ist der Mensch konzipiert.

Deshalb müssen wir aus „dieser Welt“ hinausgehen, uns von diesem Superfernseher mit einem riesigen Bildschirm, der wahnsinnig viele Zoll und ein 3D-Stereobild hat, lösen und ins Innere unseres Systems eindringen – ins Innere des „Speichers“ und des „Prozessors“, aller unseren Programme, von allem, was es in uns gibt. Und dann wirst du die Spiritualität, die höhere Welt erlangen – denn alles geht von dort aus.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“, 27.02.2011



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Der große Krieg um den kleinen Menschen

Frage: Ich habe verstanden, dass Sie alle Massenmedien zu Bildungsmitteln umwandeln möchten, als ob jeder Mensch sich auf die Schulbank setzen müsste. Doch werden die Menschen etwa damit einverstanden sein? Denn sie wollen nicht lernen, sie wollen unterhalten werden.

Meine Antwort: Du begreifst einfach nicht, dass, indem du die Informationen verschlingst, mit denen die heutigen Zeitungen dich „unterhalten“, du dich ebenfalls in einer Schule befindest, jedoch in einer sehr schlechten! Du spürst es einfach nicht, aber die Massenmedien machen aus dir das, was sie wollen. Sie verändern dich – und das bedeutet, dass du dich in einer Schule befindest, die dich ausbildet, und wie!

Du dachtest, es verbirgt sich keine Absicht, keine Politik dahinter? Jemand bezahlt alles und bestimmt, in welcher Form alles dargeboten wird. Von früh bis spät beschäftigen sich Menschen damit, in welcher Form die Zeitung erscheinen soll, welche Tendenz sie verfolgen soll. Und so läuft es in allen Massenmedien ab. Es gibt nichts, was zu reiner Unterhaltung gedruckt worden wäre. Gehe in die Unterhaltungsindustrie und du wirst sehen, welche Politik dahinter steckt und wie sie mit den Zeitungen verbunden ist.

Der kleine Mensch versteht nicht, welche Kriege um das Recht, ihn zu beherrschen, geführt werden. Du durchläufst eine harte Schule von Tag zu Tag, du wirst einer Gehirnwäsche unterzogen und bis auf den Grund verändert.

Und diese Ausrichtung auf die Veränderung des Menschen muss beibehalten werden – aber auf die Veränderung zum Guten! Denn wir alle sind Produkte von Massenmedien, und schaut euch unsere Gesellschaft an, wo wir angelangt sind. Schule bedeutet nicht nur, auf der Schulbank zu sitzen und den Lehrer anzuschauen. Alles um uns herum ist Schule, und alles ist von jemandem organisiert worden, hinter allem verbirgt sich Ideologie.

Die Zeitung muss attraktiv und interessant für den Leser bleiben, doch sie muss eine gute Ausrichtung haben. Das bedarf einer großen Kunst. Es kostet nichts, Mordszenen aufzunehmen und zu veröffentlichen. Es ist viel schwieriger, es so zu präsentieren, dass der Mensch nicht will, dass es sich wiederholt – denn das ist gegen unseren Egoismus gerichtet.

Und noch schwieriger ist es, ein Bedauern in dem Menschen darüber, was geschehen ist, auszulösen, damit er vom Mitgefühl durchdrungen wird und damit die Kommunikationsmittel tatsächlich zur Verbindung zwischen den Menschen beitragen.

Die modernen Massenmedien lassen im Moment das menschliche Ego, das Verlangen zu genießen in jedem anwachsen. Wir aber müssen unsererseits über alle unsere Kanäle, über alle unsere Verbindungen untereinander und von uns zu der gesamten Welt einwirken und durch sie die Weisheit der Kabbala durchfließen lassen.

Und selbst wenn die Menschen nicht verstehen und nicht zuhören, wird das plötzlich in ihrem Inneren zum Vorschein kommen und aufleben, und sie werden selbst anfangen, darüber zu sprechen, ohne zu verstehen, woher diese neuen Gedanken zu ihnen gekommen sind.

Wir brauchen also zwei Dinge: das Weltkli muss so schnell wie möglich anwachsen, und unsere Verbreitung muss noch schneller wachsen! Und wenn diese zwei Bestandteile sich in jedem Menschen verbinden: sein großer Egoismus und unsere Einwirkung, die auf das Geben gerichtet ist – wird das richtige Früchte tragen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“, 24.02.2011



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Sparen Sie sich Ihre Worte

Frage: Wenn wir den Druck auf unseren Egoismus, die Schläge die er erhält beginnen zu empfinden, wie wende ich mich auf richtige Weise an die Gruppe? Worauf sollte ich mich konzentrieren?

Meine Antwort: Wenn ein Mensch kein inneres Erwarten an die Gruppe hat, was kann man ihm sagen? Was immer wir tun, wir tun es freiwillig. Wenn ein Mensch nicht sieht, warum er sich der Gruppe zuwenden sollte, dann wird er es nicht tun.

Ich appelliere an die Gruppe, wenn ich mich hilflos fühle, wenn ich sehe, dass es nichts gibt, was mich retten kann, dass ich außerstande bin, mich zu verändern und etwas zu erreichen, wenn ich begreife, dass meine ganze gelernte Intelligenz potenziell keine Lösung für mich haben wird, nur dann bin ich bereit, die Freunde um Hilfe zu bitten. Die Forderung taucht in mir auf, wenn ich suche und wünsche, von diesem schrecklichen Zustand auszubrechen. Dann entdecke ich, dass ich mich nur an die Gruppe wenden kann.

Ich appelliere äußerlich oder innerlich an sie. Die Freunde können es nicht einmal fühlen, aber ich will wirklich Unterstützung und Kraft von ihnen erhalten. Und dann wende ich mich ihnen mit einer Bitte zu.

Kann ich den Ratschlägen dann andererseits wirklich folgen und die Gruppe um Hilfe bitten?

Ein Lippenbekenntnis wird hier nicht helfen, es ist nur eine Verschwendung des Atems. Nur wenn ein wahrer Wunsch in mir gereift ist, wende ich mich den Freunden zu. Es ist egal, ob sie es fühlen oder nicht. Die Kraft des Verlangens in meiner Bitte, macht es wahr.

Aus dem 1. Teil des täglichen Kabbalahunterrichts vom 23.02.2011 Schriften von Rabash



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Die Logik einer umgekehrten Welt

Frage: Ich verstehe immer noch nicht, wie die „übernatürliche Kraft“ der kabbalistischen Bücher funktioniert. Wenn mich ein Arzt behandelt, kann ich tatsächlich messen, wie sich mein Zustand bessert: Ich kann meine Temperatur messen und jedem zeigen, dass das Fieber weg ist. Warum können wir nicht zeigen, wie das Umgebende Licht funktioniert und alle Zweifel beseitigen?

Meine Antwort: Wenn ich dem Höheren Licht mit meinem egoistischen Verlangen hinterher laufe, werde ich am Ende nicht mehr als einen winzigen Funken, die „dünne Kerze“ (Ner Dadik) erlangen, das uns mit Lebenskraft erfüllt. Wir können unsere Natur nicht direkt umkehren. Wie könnte es anders sein, wenn ich nur daran denke, wie ich was bekomme, und unfähig bin, daran zu denken, wie ich geben kann, wenn mein ganzes Leben darauf ausgerichtet ist, zu konsumieren, zu erwerben und zu kalkulieren, was in jeder Situation das Beste für mich ist?! Ich kann nichts anderes wahrnehmen!

Neben mir gibt es eine spirituelle Welt, aber ich sehe sie nicht, denn ich spüre nur das, was ich für meinen eigenen Genuss empfangen kann. Und was ich nicht als Genuss gebrauchen kann, kann ich nicht erkennen oder beobachten! Meine Sinnesorgane nehmen einfach nicht wahr, dass Geben ebenfalls Vergnügen bringt, da sie nur erkennen, wie ich Genuss vom Empfangen bekomme. So bin ich erschaffen.

Ich wurde vor einen Filter platziert, der nur in eine Richtung filtert: Wenn irgendein Genuss durch ihn zu mir dringt, nehme ich das gerne. Doch wenn es auf der anderen Seite bleibt und nicht in mich eindringt, will ich nicht aus mir selbst heraustreten und es außerhalb erleben.

Aber ist diese Korrekturmethode nicht logisch? Du ziehst genau dieses Licht auf dich, das dich erschaffen hat, sodass es dich ebenfalls umwandeln kann. Was ist daran unlogisch? Ist es, dass du du unfähig bist, dieses Licht mit deinen eigenen Augen zu sehen? Ganz gewiss kannst du sie dazu nicht gebrauchen.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 23.02.2011, „Einführung zum Buch ‘Panim Meirot uMasbirot'“



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Ein Internetlink zum Schöpfer

In Wahrheit hat das Internet eine verborgene Kraft, den Schöpfer!

Das bedeutet, dass innerhalb der virtuellen Verbindung zwischen den Menschen (wenn es sich entwickelt und eine wohlwollende Form annimmt), die höhere Kraft offenbart wird.

Das Internet entwickelte sich speziell, um die Menschen zu verbinden und zu demonstrieren, dass eine auf unsere egoistische Natur beruhende Verbindung nur Übel und Schaden bringen kann, während die Vereinigung mit der höheren Natur gut ist. Die höhere Natur erhebt uns zu einer anderen Dimension, zum ewigen Leben, und befreit uns von allen Problemen. Das wird uns das Internet offenbaren und ich bin sicher, dass es sehr bald geschehen wird, abhängig davon, wie schnell es sich entwickelt.

Es ist unmöglich, es jetzt zu stoppen und keiner wird fähig sein, die Menschen vom Internet abzuziehen. An einigen Plätzen der Welt wird gerade versucht dies zu tun, aber es wird nicht gelingen. Die Menschen werden spüren, dass sie bereit sind, diejenigen zu zerstören, die sie vom Internet abziehen wollen, als ob sie vom Leben selbst abgeschnitten werden.

Wir werden nicht fähig sein, ins vorherige Leben zurückzukehren, welches uns nicht über das Internet verbindet. Wenn irgendjemand versucht, dies zu tun, wird er der größte Feind der Menschheit werden und er wird vernichtet werden, nur weil er das Internet aussteckte.

Immerhin ist es das Instrument der Verbindung zwischen den Menschen. Inzwischen hat der Mensch erkannt, dass das Internet ihm erlaubt, in eine andere Existenzsphäre zu gehen, wo die ganze Welt vor seinen Augen liegt! Aber wenn diese Welt entdeckt, wie leer es tatsächlich ist, wird es ein Sprungbrett in die zukünftige Welt werden.

Aus dem 4. Teil des täglichen Kabbalaunterrichtes vom 23.02.2011″ Einführung ins Buch, Panim Meirot uMasbirot“



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Durch das Prisma der beiden Verlangen

Wir müssen uns ändern um den Schöpfer erreichen zu können, weil wir Ihn in neuen Gefäsen der Wahrnehmung erlangen, in neuen Verlangen. Offensichtlich sind die Verlangen selbst nicht neu, sondern sie verbinden sich in uns, auf neue Weise.

Wir besitzen das Verlangen, Vergnügen zu empfangen und das Verlangen zu schenken. Um den Schöpfer zu enthüllen, müssen wir eine solche Verbindung zwischen diesen Verlangen in uns selbst schaffen, die es uns ermöglicht, Ihn zu erkennen. Der Schöpfer besitzt 125 aufeinanderfolgende Formen der Enthüllung, während Er Sich Selbst für uns mehr und mehr enthüllt, genauer und genauer. Es sind 125 Stufen entlang denen wir aufsteigen und fähig werden Ihn immer mehr zu sehen, und zu spüren.

Wie finden wir den Schöpfer? Sobald wir eine Verbindung zwischen unserem Verlangen zu empfangen und dem Wunsch zu schenken geschaffen haben, wo der Wille zu schenken über den Willen zu empfangen auf der ersten spirituellen Stufe herrscht, indem er eine Form gleich zum Schöpfer annimmt, sehen wir unmittelbar den Schöpfer durch diese Verlangen und ihre Einheit.

Mit anderen Worten, ich muss in mir eine gemeinsame Eigenschaft zwischen dem Verlangen zu geniessen und dem Verlangen zu schenken schaffen, so dass es identisch, gleich und vollwertig zum Schöpfer auf der kleinsten Stufe Seiner Enthüllung wird. In diesem Fall werde ich Ihn erkennen, verstehen und spüren.

Auch in unserer Welt existieren verschiedene Naturerscheinungen. Um sie zu verstehen muss ich intelligenter werden, zusätzliche Wahrnehmungen erlangen und mehr studieren. Dann werde ich beginnen zu verspüren was geschieht, auf welche Art und Weise, und was diese Phänomene sind.

Das gleiche geschieht in der Weisheit der Kabbala. Um in jedem von uns eine Verschmelzung hervorzurufen, eine gemeinsame Durchdringung des Verlangens zu empfangen mit dem Verlangen zu schenken auf der ersten spirituellen Stufe und weiter auf allen 125 Stufen, benötige ich das Licht, das diese Veränderung in mir schafft, ich selbst bin dazu nicht in der Lage, weil ich mich auf der untersten Stufe befinde, ich besitze nicht die geringste Idee, was ich auf der nächsten Stufe werden muss, wie ein kleines Baby, das nicht weiss, wie es aussehen wird, wenn es ein Jahr alt sein wird.

Daher wurde uns das Studium gegeben. Wir müssen uns hinsetzen und von den authentischen Quellen lernen, und die beste Quelle, aus der das Licht hervorkommen kann ist das Buch Sohar. Wenn wir dieses Buch zusammen studieren, wird das als „Glaube über dem Verstand“ angesehen, sofern, während wir das tun, jeder darüber nachdenkt, wie er sich mit den anderen vereinigen wird. Dies geschieht weil wir in der Verbindung zwischen uns die Form des Schöpfers erzeugen, die richtige Paarung zwischen dem Verlangen zu empfangen und dem Willen zu schenken, so dass das Verlangen zu schenken über das Verlangen zu empfangen herrscht, ihm hierbei die richtige Form gebend.

Wenn ich mir wünsche, dass es während des Studiums geschehe, ist das ausreichend. Es gibt kein grösseres Gebot und nichts lebenswichtigeres. In diesem Fall ziehe ich das Licht an, damit es diese Verlangen für mich angleichen wolle.

Es ist das Licht, das dies leistet. Ich benötige nichts anderes zu wissen. So wünscht ein kleines Kind zu wachsen und deshalb läuft, spielt und tut es, was immer es tun kann. So tue ich, wie ein Kind, alles was möglich ist, um das Licht zu veranlassen, zu kommen, mich umzugestalten und mich zurück zur Quelle zu bringen, zum Schöpfer.

Aus dem ersten Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 18/02/2011, „Einführung in den Sohar“



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Erkenne dich selbst, erkenne den Schöpfer

Der Schöpfer hat einen vollkommenen Zustand erschaffen, wo wir vollkommen sind und in der Verschmelzung mit Ihm existieren. Doch um diesen Zustand zu empfinden, müssen wir zuerst eine Sensibilität dafür entwickeln und lernen, seine Komponenten zu unterscheiden. Diese Sensibilität muss aus unserm Innern kommen; wir müssen eine spirituelle Wahrnehmung erwerben. Es ist unmöglich, die Wahrnehmung außerhalb zu bekommen, obwohl der Schöpfer allmächtig ist.

Das Geschöpf muss seinen eigenen Zustand im Vergleich zu dem des Schöpfers spüren. Es soll sich in der Verschmelzung und der Vollkommenheit zwischen sich selbst und dem Schöpfer erfreuen und seine Ähnlichkeit mit dem Schöpfer spüren, denn es gibt nichts Vollkommeneres. Dazu muss das Geschöpf zwei Zustände in seinem Innern haben, zwei Elemente der Wahrnehmung oder zwei Eigenschaften: das, was es selbst ist und das, was der Schöpfer ist. Es muss fähig sein, die Unterschiede dieser Eigenschaften in ihrer Tiefe zu erkennen. Nur dann wird das Geschöpf den Wert und die Erhabenheit der Verschmelzung mit dem Schöpfer spüren.

In dem erschaffenen Wesen muss es zwei Gegensätze geben. Aus einem vollkommenen Zustand und erschaffen vom Schöpfer, müssen wir zuallererst unsere eigene Natur erkennen, als ob es den Schöpfer nicht geben würde. Und dann, Schritt für Schritt, müssen wir die Stufen gehen, um die Natur des Schöpfers zu erkennen.

Dann werden wir das Ziel erreichen: Wir werden unsere Natur und die Natur des Schöpfers, und die Trennung und Einheit zwischen ihnen erkennen. Schließlich wird uns das Kraft und eine Empfindung der Größe des vollkommenen Zustandes geben, in welchem wir jetzt schon existieren.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 22.02.2011, Schriften von Rabash



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