Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Kongress = Beschleunigung

Frage: Wie können wir uns auf dem kommenden Kongress in New Jersey miteinander verbinden, sodass wir die Zeit beschleunigen?

Meine Antwort: Der Kongress ist die maximale Beschleunigung, die in unserer Welt möglich ist. Es gibt keine kraftvollere Handlung. Auf diese Weise erlebe ich es selbst.

Das Gleiche habe ich bei Rabash während der einfachsten Handlungen der Vereinigung durch die Gruppe gesehen. Selbst wenn wir nirgends zusammen hinfuhren und keine anderen Menschen aus der Welt mit uns verbunden haben, war es für ihn trotzdem sehr wichtig.

Nach jedem Kongress fühle ich, wie wir eine Stufe höher aufsteigen und die Fähigkeit erlangen, unser Material auf neue Weise zu erklären. Ich glaube, alle fühlen das.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 9.03.2011, über die Zeit



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Eine Reise um die Welt mit dem Buch Sohar

Frage: Wie können wir unsere inneren Bewegungen dem Text des Buches Sohar angleichen?

Meine Antwort: Bezüglich anderer kabbalistischen Quellen kann dies tatsächlich einfach mit dem Sohar gemacht werden, da die Geschwindigkeit und das Lesen des Textes so sind, dass alles, was man tun muss, ist zu ergründen, wie man zusammen mit ihm „fließen“ kann. Doch das bedeutet nicht, dass das, was du hörst, wie das Rauschen eines nahen Flusses ist.

„Mit ihm fließen“ bedeutet, dass man das sehr ruhig versucht, wie geschrieben steht „Die Worte der Weisen werden in der Ruhe gehört“. Man geht zusammen mit den Autoren des Sohar ohne Widerstand, ordnet seine inneren Gefühle, damit sie zu dem Klang der Worte passen. Wenn du einige Worte überhört und sie nicht gehört hast, mach dir keine Sorgen, und mach mit den nachfolgenden Worten weiter. Dadurch bist du weiter im Fluss wie ein hölzernes Schiff auf den Wellen, das alle Nuancen des Wassers wiederholt.

Auf diese Weise sollten wir unseren Eigenschaften, Verlangen und Empfindungen ermöglichen, mit dem Text des Sohar, wie auf der Oberfläche des Wassers zu fließen und versuchen herauszufinden, wo sich diese Eigenschaften und Verlangen, die der Sohar beschreibt, in uns befinden. Doch wir sollten sehr einfach und leicht danach suchen. Das Allerwichtigste ist es, dass du alles durch dich fließen lässt. Schließlich sind wir nur ein Gefäß oder Kli, durch das der ganze Fluss der Worte in uns eindringen muss.

Wenn wir den Sohar lesen, versuchen wir nicht, den Verstand einzuschalten oder innere Begriffe zu unterscheiden. Sogar an Stellen, wo der Sohar scheinbar technische und wissenschaftliche Begriffe, die Sprache der Kabbala verwendet, sollten wir ebenfalls versuchen, den Text durch die Empfindungen gehen zu lassen, anstatt durch den Verstand. Das heißt, zu versuchen, auf unsere eigenen Empfindungen und Eindrücke zu hören, versuchen zu fühlen, wie jedes Wort in uns widerhallt, ungeachtet der Sprache, die der Sohar gebraucht.

Aus dem 2. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 9.03.2011, Der Sohar



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Ein Kongress ist Urlaub für die Seele

Frage: Hat ein Kongress ein größeres Potenzial die übernatürliche Kraft des Lichts anzuziehen, als zu normalen Zeiten?

Meine Antwort: Ja. Es ist gerade an solch großen Zusammenkünften, wie einem internationalen Kongress und generell während aller besonderen Zusammenkünfte und der Versammlung der Freunde, wo wir mit unseren gemeinsamen Kräften sehr große Anstrengungen machen, und genau das ist notwendig, um die übernatürliche Kraft der Korrektur anzuziehen.

Deshalb haben uns die Kabbalisten geraten, solche Zusammenkünfte abzuhalten und wir handeln nur nach ihren Anweisungen. Letztendlich werden wir etwas durch übernatürliche Mittel erlangen, ohne zu verstehen wie es geschieht, ohne die Verbindung von Ursache und Wirkung zwischen der nächsten Stufe und der Stufe, auf der wir uns befinden zu erkennen und ohne alle Bedingungen zu kennen, an die wir uns halten müssen, um das zu erreichen.

Deshalb befolgen wir den Rat der Kabbalisten und sie sagen uns, dass wir uns in die Gesellschaft einfügen müssen, dass wir uns so weit wie möglich mit anderen vereinen müssen, um zusammen mit allen zu studieren, die die Absicht haben, das Umgebende Licht anzuziehen, d.h. indem wir unser Verlangen ausdrücken, zu einer höheren Stufe, zum Geben und zur Einheit, aufzusteigen. Und es ist klar, dass unsere Stärke in Qualität und Quantität größer ist, je mehr von uns zusammen kommen und umso bedeutender ist unser Fortschritt.

Die Summe all solcher Handlungen und Ansammlung von Anstrengungen sind es, die uns schließlich zum „Ergebnis“ führt.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 8.03.2011



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Mein Geliebter verbirgt sich vor mir

Der Schöpfer spielt ein Spiel mit uns, indem Er Sich verbirgt und enthüllt und wieder verbirgt – all dies um uns zu erwecken. Zuerst sind es materielle Empfindungen, wenn wir entweder gut oder böse verspüren, da all diese Veränderungen uns dabei behilflich sind, erwachsen zu werden.

Unterdessen wächst unser Verlangen zu empfangen nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ und durchlebt vier Entwicklungsstadien, die unbelebte, pflanzliche, tierische und sprechende Ebene. Letztendlich wird es sich selbst bewusst und versteht die Gründe, warum es sich gut oder böse anfühlt, woher und warum diese Veränderungen stammen.

An dieser Stelle lernen wir nicht nur gute und böse Zustände zu unterscheiden, sondern auch Wahrheit und Lüge, Ursache und Zweck der auftretenden Veränderungen. Wer sendet diese, und wie lässt sich all dieses zusammen miteinander verbinden, was bedeutet, es in vollkommener Form zu realisieren? So schreiten wir in unserer Entwicklung fort.

Kabbala hilft uns die Ursachen und Gründe der Zustände zu verstehen, die wir zu erfahren haben, und dann beginnen wir ein anderes Bild für uns zu schaffen. Es ist nicht der Schöpfer, der verändert, verhüllt und auftauchen lässt, um mit uns zu spielen, sondern vielmehr erscheinen diese Transformationen in uns, in unserem Verlangen zu empfangen, entgegen der ewigen Unveränderlichkeit des höheren Lichtes, dem Schöpfer, der in vollkommener Ruhe verharrt und mitteilt: „Ich habe mein HaWaYaH nicht verändert.“

Alle Änderungen erscheinen im geschaffenen Sein, in dem, der empfängt. Es ist das geschaffene Sein, das verschiedene innere Zustände durchlebt, gut und böse, und deshalb denkt es, dass der Geliebte sich von ihm abwendet und Sich ständig zeigt oder verhüllt.

An dieser Stelle beginnen wir alles mehr in einem wahrhafterem Licht zu erkennen und fangen an zu verstehen, dass wir gegenüber der konstanten, ewigen und vollkommenen höheren Macht stehen. Alle Änderungen erscheinen nur in uns und diese sind das, wofür wir Segen erbitten sollten, damit wir sie richtig nutzen. Zuallererst sollten wir lernen, nicht von diesen Änderungen abhängig zu sein und diese dann zu gebrauchen, um zu schenken, wie es die höhere Macht tut.

Auf diese Weise erreichen wir den Zustand, der folgendermaßen beschrieben wird: „Ich bin für meinen Geliebten und mein Geliebter ist für mich“, wenn die Verhüllung des Schöpfers als ein Segen betrachtet wird, als eine Annäherung an Ihn und eine Verschmelzung mit Ihm. Es hängt lediglich von uns ab, von unserem Verständnis der Wirklichkeit.

Wir sind nicht mehr auf das Glück angewiesen, sondern beginnen eher Ursache und Wirkung zu erkennen, die Logik hinter den Veränderungen. Zuerst lernen wir, dass alle diese Verwandlungen in uns erscheinen, und alles von unserer Korrektur abhängt. Später stellen wir fest, dass diese Korrekturen notwendig sind, nicht um uns gut zu fühlen, sondern um zur Wahrheit zu gelangen.

Und das alles endet mit dem Zustand, wenn das geschaffene Wesen dem ewigen und vollkommenen, unveränderlichen Schöpfer gegenüber steht und eine größere Empfindsamkeit in sich selbst wachruft, um allmählich die Form des Schöpfers, die ewige und vollkommene Form des Schenkens zu erreichen.

Aus dem 1.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 03/03/2011 Schriften von Rabash



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Ein Hund, der dem Menschen folgt

Frage: Was bedeutet Zuversicht in meinem Leben?

Meine Antwort: Zuversicht in meinem Leben bedeutet die Empfindung, dass ich derart mit der Gruppe im Innern verbunden bin, so dass ich in dieser Einheit den Schöpfer enthülle. Diese Verbindung habe ich selbst erlangt. Es wurde in meinem Lebensbericht verzeichnet und kann daher nicht verschwinden. Und wenn er plötzlich verschwinden sollte, dann nur deshalb, damit ich ihn auf einer neuen Ebene wiederherstelle um eine stärkere Bindung zu erlangen. Und auch darin habe ich Zuversicht, dass ich in Zukunft immer in der Lage sein werde, diese Verbindung aufrecht zu erhalten, und dadurch werde ich aufsteigen.

Zuversicht ist in meinem Leben die Empfindung, dass ich durch den Wert meiner eigenen Anstrengungen eine Verbindung mit dem Schöpfer erlangt habe und mit dem Licht des Schenkens (Chassadim) gefüllt wurde. Nur das Licht Chassadim, des Schenkens, erhebt uns über den Egoismus und die Sorge über uns selbst, schenkt uns Zuversicht. Entweder du sorgst dich um dich selbst oder um andere – eins von beiden.

Hier befindet sich nur eine psychologische Barriere, und wenn du über diese Grenze hinaus gehst (Grenze oder Machsom) und anstatt deiner, andere wahrzunehmen beginnen wirst, dann wirst du das Gefühl der vollständigen Zuversicht in deinem Leben erhalten. Dies wird dir nur durch die Macht des Lichts gegeben.

Offensichtlich kannst du deine eigene Natur nicht verändern. Und wenn dies geschieht, fühlst du, dass es dir an nichts fehlt oder jemals gefehlt hat. Du wirst dich im Licht des Schöpfers befinden, in Seiner Macht. Und welche Probleme könntest du wohl im Schloss des Königs haben, das alles enthält, was du dir möglicherweise wünschen könntest?

Nur das höhere Licht kann dich von der Todesangst befreien, denn es verleiht dir die Empfindung des ewigen Lebens. Du beginnst in jedem anderen zu leben und verlierst das Gefühl, dass du im Innern deines Egoismus lebst, deinem belebten Körper.

Im Augenblick hast du Angst, dieses Leben im Körper zu verlieren, denn du besitzt kein anderes Leben! In dem Moment, in dem du das andere, spirituelle Leben lebst und auf dessen Ebene aufsteigst, wirst du dort diese irdische Ebene, diesen Körper gleich einem Hund oder Esel neben dir empfinden.

Das ist, wie du dieses irdische Leben wahrnehmen wirst, wie etwas, das dich lediglich begleitet, bis es dich verlässt. Jedoch wirst du dich nicht traurig oder verängstigt darüber fühlen.

Mach die keine Sorgen, wir haben das ewige Leben, das uns die Kabbala bringt, noch zu erreichen!

Aus dem 4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 03/03/2011 über Zuversicht



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Weibliche Stärke und männliche Schwäche

Frage: Wie sollte man sich verhalten, wenn sich Männer vor starken Frauen fürchten und von der Verantwortung und Initiative weglaufen?

Meine Antwort: Das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Keine Frau will stark sein. Keine Frau will ein Experte sein, um gut zu verdienen und die Kinder allein erziehen. Von Natur aus strebt eine Frau nach einem Haushalt. Sie will Kinder und alles soll gemäß der Natur bestehen. Aber wenn die Männer die ihnen obliegenden Verantwortungen nicht erfüllen, dann gibt es keine andere Lösung. Die Frauen werden in unseren Tagen gezwungen, mit ihren eigenen Kräften zu handeln. Und ich ziehe meinen Hut vor ihnen.

Infolgedessen sehen wir, dass Frauen unabhängiger sind und sich in unserer Welt besser anpassen. Außerdem haben sie die natürliche Ausdauer, welche die der Männer übertrifft. Sie haben die Macht und die Kräfte des Geistes, weil sie letztendlich der Natur näher sind.

Ein Mann hingegen schwebt einfach in den Wolken. Er ist wie ein großes Kind, das einen Beruf in der Computerwelt oder der Technologie fand und spielt mit seinen Spielsachen rum, wie er es in der Kindheit tat. Darin hat er Vergnügen. Immerhin respektiert die moderne Gesellschaft diese Spiele, solche wie die Börse, die Arbeit, oder mit den Kumpels nach der Arbeit, und so verläuft das Leben. Und wenn ein Mann Unterstützung braucht, kommt er zu seiner Mama zurück.

Leider, je weiter wir gehen, desto weit verbreiteter und gesellschaftsfähiger wird dieses Phänomen, es wird tatsächlich zur Norm und eine Modetrend.

Aus dem 4. Teil des täglichen Kabbala Unterrichtes vom 7.3.2011
Über Frauen



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Der Kommunismus stellt sich als Gut heraus

Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“:
Die Welt ist eine Familie, und das System des altruistischen Kommunismus sollte schließlich die gesamte Welt mit einem gleichen Lebensstandard für jeden umgeben.

Frage: Es sieht so aus, dass die Kabbala den Kommunismus in die Welt bringen muss?

Meine Antwort: Unser Problem besteht darin, dass wir die wahre Bedeutung der Wörter nicht verstehen. Wenn wir das Wort „Tora“ aussprechen, stellen wir uns ein „heiliges“ Buch vor; wenn wir von „Geboten“ sprechen, denken wir an einige physische Gesetze, die wir ausführen müssen; und das Wort „Glaube“ bedeutet für uns, das wir blind einigen Geschichten glauben, die uns erzählt werden.

Mit anderen Worten, ersetzen wir die Wahrheit durch falsche Ideen. Tatsächlich sind Gebote Schritte der Korrektur der egoistischen Wünsche, und die Tora ist die Kraft, die sie umwandelt.

Dasselbe betrifft das Wort“ Kommunismus“ das auf das Wort „Kommune“
zurückzuführen ist und Gleichheit, Einheit, und Brüderlichkeit bedeutet. Aber große Egoisten verwendeten diese Wörter zu niedrigen Zwecken gegenüber dem Kommunismus.

Sie errichteten die schrecklichste Diktatur in der Geschichte: eine Diktatur der Minderheit über die Mehrheit, ein Regime der völligen spirituellen Unterdrückung und Gewalt, die die Menschen nicht nur als Arbeitskräfte, Sklaven benutzte, sondern versuchte den Wunsch nach Vergnügen, den Egoismus, völlig und mit Gewalt zu beseitigen.

Aber tatsächlich ist „Kommunismus“ ein sehr erhabenes, schönes Wort. Es bezieht brüderliche Liebe, verbunden in einem Wunsch, unter den Menschen ein, die gemäß dem Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft leben.

Aus dem 4. Teil des täglichen Kabbala Unterrichtes vom 2.3.2011
Unterricht über Geld



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Eine spirituelle Familie

Frage: Wie sieht die richtige Familie im spirituellen Sinn aus?

Meine Antwort: Es steht geschrieben: „Mann und Frau und die Shechina zwischen ihnen“. Wenn wir um der spirituellen Verwirklichung Willen leben, wenn wir von Anfang an dies als das Fundament unserer Verbindung verstehen, wenn das unsere Absicht auf jeder Stufe ist, wenn wir beide verstehen, dass es genau das ist, weshalb wir in dieser Welt existieren, dass es die „Spitze“ der Familie ist, dass das der Grund ist, warum wir Kinder auf die Welt bringen und arbeiten, wenn wir fühlen, dass der Faden, der uns miteinander und mit unseren Kindern verbindet, den Schöpfer durchläuft, wenn wir wollen, dass Er zwischen uns herrscht, würde die ganze Familie Seine Anwesenheit fühlen, dann korrigiert diese Herangehensweise alle unsere Beziehungen. Dann haben wir eine erfolgreiche Familie.

Aus dem 4 Teil des täglichen Kabbala Unterrichtes vom 7.3.2011 über Frauen



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Eine Quelle mit lebendigem Wasser

Frage: Warum ist es bei den großen Kongressen viel leichter über die gegenseitige Ablehnung hinwegzukommen?

Meine Antwort. 1. Bei einem Kongress ist ein Mensch nicht in seiner Gruppe. Er verschwindet in einem Ozean von Leuten, mit denen er keinen näheren Kontakt hatte, und daher konnte er seine Bosheit gegen sie nicht enthüllen.

2. Bei den Kongressen arbeiten wir nicht daran, das Böse in uns zu enthüllen, sondern wir erwecken eher die Tugenden. Allerdings kommen diese Tugenden trotz dem Bösen, das bereits enthüllt wurde und um Kräfte für die Zukunft zu erlangen.

Folglich spüren Menschen, die in der Gruppe nicht an sich selbst arbeiten, keinen Drang danach, zu einem Kongress zu kommen. Sie sehen das nicht als eine Chance zum Aufstieg. „Was werde ich dort tun? Springen? Singen? Ich kann genauso am Fernseher oder im Internet zuschauen, zu einer Zeit, die mir angenehm ist!“

In Wirklichkeit besteht ein grosser Unterschied zwischen einer virtuellen und einer physischen Teilnahme an einem Kongress, weil bei der letzteren ein Mensch Energie, Geld und große Anstrengungen aufbringt, um daran teilzunehmen. Darüber hinaus können wir die Wichtigkeit des physischen Kontakts nicht vor der Erlangung der Empfindung der höheren Welt für nichtig erklären. Daher ist der Kongress für Menschen gedacht, die dorthin zu kommen wünschen, um das Böse zu erkennen, das sie früher angesammelt haben und ebenso für jene, die sich danach sehnen, dort die Kräfte zu erhalten, um die Verwirklichung des Bösen in Zukunft überwinden zu können.

Die Tora spricht oft davon, wie sich Menschen früher an einer Quelle trafen, um sich mitzuteilen und Verbindungen herzustellen. So sollten wir uns bei einem Kongress wie Menschen fühlen, die sich an einer Leben spendenden Quelle in der Wüste versammelt haben, und aus dieser Quelle können wir die lebensnotwendigen Kräfte von Bina empfangen (Wasser ist die Eigenschaft des Gebens, die Qualität von Bina).

Aus dem 2.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 07/03/2011, Der Sohar



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Spirituelle Zuversicht ist Zuversicht ins Geben

Frage: Woher sollte meine Zuversicht auf Morgen kommen, von der Gesellschaft oder dem Schöpfer?

Meine Antwort: Zuversicht entsteht und wird nur in der Verbindung zwischen den Menschen enthüllt. Während materielle Zuversicht in der materiellen Gesellschaft ausgedrückt wird, wird spirituelle Zuversicht in der spirituellen Gesellschaft enthüllt.
Spirituelles Vertrauen bedeutet nicht, dass man nichts braucht. Es hat eine andere Bedeutung: Ich bin sicher, dass ich die Kräfte, um den Anderen und dem Schöpfer geben zu können, nicht missen will.
Meine Zuversicht wird nicht durch mich, sondern durch das Ziel erreicht. Ich bin sicher, dass die Menschen um mich, mir nach dem Prinzip der gegenseitigen Bürgschaft dabei helfen werden.
Und welch andere Zuversicht brauche ich von ihnen, wenn ich in der spirituellen Welt bin.

Andererseits möchte ich in dieser Welt sicher sein können, dass ich niemals einen Mangel an egoistischer Füllung haben werde.

Frage: Dennoch kann ich mich nicht nur auf spirituelle Zuversicht beschränken. Brauche ich auch Zuversicht auf dem materiellen Level?

Meine Antwort: Während du in dieser Welt existierst, musst du dich um Lebensnotwendigkeiten sorgen. Während du dich in der Gesellschaft befindest, hast du dich um sie zu sorgen. Egal wie fortgeschritten das spirituelle Ausmaß in der Gesellschaft auch sein mag, müssen sich die Menschen, solange die materielle Welt nicht aus ihrer Wahrnehmung entwichen ist, darum sorgen, was sie heute und morgen benötigen. Sie brauchen Güter und Waren, Kaufhäuser, usw.

Jedoch wirst du dies nur auf Befehl eines anderen Gesetzes tun. Wenn du in den spirituellen Stufen aufsteigst, wirst du dennoch deiner materiellen Wahrnehmung Rechnung tragen, weil du das Gefäß, in dem du keine Berechnungen machen kannst, deinem „steinernen Herzen“, noch nicht korrigiert hast.

Deshalb ist es wichtig, zwischen materieller und spiritueller Zuversicht zu differenzieren. In der Körperlichkeit sorge ich für mich selbst, meine Verwandtschaft, und auch um die ganze Menschheit. Die spirituelle Zuversicht liegt jedoch höher: Es ist eine derartige Zuversicht, dass wir in jedem Moment unseres Lebens so viel wie möglich geben können.



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