Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Über die Freiheit des Gedankens

Frage: Worin besteht meine Wahlfreiheit in Bezug auf meine Gedanken?

Meine Antwort: Alle Gedanken, die ich jetzt habe, das ganze Verständnis und die Empfindungen, alle Daten, die ich „scanne“ und bearbeite, synthetisiere und analysiere sind Parameter, die von oben einprogrammiert sind. Das, was ich fühle und wie ich es fühle, welche Entscheidungen ich treffen werde – das alles ist von oben bis zu diesem Moment vorherbestimmt. Jetzt wird gefragt: was wird jetzt und weiter geschehen? Nach dieser Frage „Was passiert weiter?“ gibt es einen solchen Parameter, der meine Wahlfreiheit beinhaltet.

Die Freiheit besteht in Bezug auf die Gedanken im äußerlichen Verlangen und in der äußerlichen Vernunft, die der Gruppe gehören. Nach dem Zerbrechen wurde ich in zwei Teile gespaltet. Ein Teil meiner Empfindung befindet sich außerhalb, und den zweiten Teil nehme ich wie mich selbst, in meinem Inneren wahr. Auf diese Weise entstehen meine innere Vernunft und das Herz (ich selbst), sowie die äußerliche Vernunft und das Herz (die Gruppe). Alles, was notwendig ist zu beginnen, ist diese beiden Teile zusammen, in einem Gefäß zu verbinden.

Hier fängt der Kampf, das eigentliche Problem an, und darin besteht die ganze Arbeit und alle Korrekturen. Nachdem ich versuche, mit jenem Teil versöhnt zu werden, der mir die ganze Zeit die Opposition und das Gegenteil demonstriert, fühle ich das Bedürfnis zum Schöpfer – zum Einzigen, der diese zwei Teile verbinden kann. Und je stärker ich verlange, dass Er diese  zwei Gegenteile versöhnt, desto mehr stimme ich dem Schöpfer, Seiner Natur, Seiner Existenz, Seiner Macht zu, damit diese Eigenschaft mich lenkt.

Je mehr ich mich bemühe,  mich vor der Gruppe zu annullieren, desto offensichtlicher wird, dass ich nicht bereit bin, mich vor den anderen zu annullieren. Im Endeffekt, werde ich mich so lange quälen, bis ich endgültig erkenne, dass ich nicht in der Lage bin, meinen Kopf zu neigen. Ich erlange den Zustand des Hasses, der dem Berg Sinai („Sina“ – der Hass) gleicht. Aber dadurch, dass ich oftmals versucht habe, mich zu annullieren, wird mir bewusst, dass ich verpflichtet bin, es wieder zu tun, und deshalb fühle ich die Notwendigkeit in der Hilfe der höheren Kraft.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 19.04.2013



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Zurück zur unbeschwerten Kindheit

Frage: Unsere Seminare nach der integralen Methode sind mit einer ziemlich schweren inneren Arbeit verbunden. Die Menschen strengen sich sehr stark an, besonders wenn sie dabei sind, sich die Fertigkeit der Methode anzueignen. Was sollen wir erwarten? Wie sollen wir uns einstimmen?

Meine Antwort: Vor dem Seminar muss man den Menschen richtig einstimmen: „Entspanne dich! Schaue alle mit einem Lächeln an. Zuerst wird es ein künstliches Lächeln sein, später versuche einfach noch mehr und mehr natürlich zu lächeln. Schaue in die Herzen deiner Gesprächspartner. Versuche, sie zu mögen. Versuche ihnen nah zu sein“.

So langsam stimmen wir uns vor dem Seminar ein, denn wir wollen in uns die zusätzlichen positiven Eigenschaften entwickeln, die irgendwo tief in uns verborgen sind, aber die Natur entblößt in uns nur negative Eigenschaften, die wir ausgleichen wollen.

Deshalb muss man mit solchen Vorbereitungen beginnen: Gebt euch im Kreis die Hände wie die Kinder es tun, singt zusammen ein Lied. Das entspannt und verbindet die Menschen. Stellt euch vor, es sitzen viele respektable Männer und Frauen unterschiedlichen Alters, halten einander an den Händen und singen!

Der Mensch muss seine Sorgen ablegen, sich davon befreien, was ihn im privaten Leben beschäftigt: in der Arbeit und zu Hause. Denn alle wünschen es sich für einen Moment in die unbeschwerte Kindheit, an welche wir uns, mit seltener Ausnahme, immer mit Wärme erinnern, zurückzukehren.

Deshalb sollen sich die Menschen entspannen, ein kurzes Spiel spielen. Sie sollen sich so zusammen verbinden, dass von Anfang an Sympathien entstehen. Außerdem kann man einfach allen eine gleiche Aufgabe geben: „Jeder sagt zum Beispiel zum anderen etwas Nettes“, und damit beginnt das Seminar.

Auszug aus dem Gespräch über die integrale Bildung und Erziehung, 02.04.2013



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Den Turbo zünden oder das Boot verlassen?

Frage: Wenn sich die Menschen aktiv in die Methode integrieren, dann verstehen sie, dass die innere Arbeit und Integrale Erziehung untrennbar sind und diejenigen, die es nicht verstehen, denken, dass wir uns anstatt mit der inneren Arbeit, nur mit der Integralen Erziehung befassen.

Meine Antwort: Das ist eben das Unverständnis dabei, dass die Integrale Erziehung die praktische Umsetzung dieses Aufrufes bzw. die Möglichkeit ist, die wir heute vom Schöpfer bekommen haben.

Die Methode der Integralen Erziehung ist nichts anderes als die praktische Umsetzung der Kabbala! Denn der Mensch in seinem Inneren ist  noch nicht in der Lage, die Theorie der Kabbala mit der altruistischen Praxis zu verknüpfen, das ist eben sein Problem, er ist dafür noch nicht reif.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie ich anfangs das eine mit dem anderen in keinen Zusammenhang bringen konnte, ich war sehr skeptisch eingestellt: „Wieso sollte ich mit jemandem befreundet sein, eine Beziehung mit ihm aufbauen? Wo ist hier die höhere Welt, wo ist hier der Schöpfer, wo sind die Sefirot?”

Ich habe überhaupt nichts empfunden, nichts verstanden. Für mich war das durch einer Wand blockiert. Ich konnte darüber reden, konnte zuhören, so wie etwas auf einer Parteiversammlung besprochen wird, nicht mehr als das, aber im Inneren konnte ich nichts wahrnehmen, deshalb kann ich alle bestens verstehen.

Es kam aber eine Zeit, die uns zwang, irgendwie zu reagieren, den Turbo zu zünden. Warum denken die Freunde, die ihre innere Arbeit von der Integralen Erziehung unterscheiden, dass sie eine Sonderbehandlung seitens des Schöpfers verdient haben? Man hat sie aus Millionen herausgepickt, hat ihnen die Möglichkeit gegeben zu klären, worüber die Kabbala spricht. Wer sind sie?  Worin unterscheiden sie sich von den anderen? Der Schöpfer hat sie nur dafür erweckt, damit sie diese Sache vorwärts bringen, dies wird in allen Quellen erwähnt.

Wenn sie so klug sind und keine Lust verspüren, sich mit der Integralen Erziehung zu beschäftigen, zu studieren, dann würde ich ihnen empfehlen, uns zu verlassen. Unsere Kurse sind kein Wunschkonzert. Wir haben ein klares Programm, wir fühlen uns „auf dem Boot“, und derjenige, der nichts hinzufügt, wie Baal HaSulam schreibt, sei es auch eine passive Teilnahme, der klaut. Deswegen müssen sie dies zur Kenntnis nehmen und von diesem Moment an bei allem was sie tun,  daran teilnehmen ohne klug daherzureden. Wenn sie mich als ihren Lehrer betrachten, dann sollen sie es in der Praxis zeigen – wenn nicht, dann eben nicht, und sie sollen sich doch jemand anderen suchen!

Ich denke, dass es weder in unseren Gruppen, noch in der ganzen Welt andere Leute geben kann. Die Krise, der Zustand der Welt, meine Bedingungen, Forderungen, darüber schreiben unsere Lehrer – all das sollte verpflichten. Sollte das nicht der Fall sein, dann hat derjenige keinen Platz in unserem Boot.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 07.04.2013



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Die harten Lehrstunden des Schöpfers

Frage: Menschen, die sich auf die Integralmethodik einlassen, stoßen auf ziemlich komplizierte Zustände, in denen ihr Ego geschlagen wird. Wenn diese Zustände notwendig sind, warum denn gerade in einer solchen Form?

Meine Antwort: Du wirst nicht aus dem Egoismus heraustreten, du wirst nicht vorm Pharao fortlaufen, wenn du die Schläge nicht spüren wirst. Es heißt doch, dass „der Pharao die Söhne Israels dem Ausgang aus Ägypten annähert“. Sie spüren die Schläge des Egoismus und verstehen, dass sie weder darin bleiben, noch aus ihm heraustreten können und sich deshalb so frustriert fühlen: „Was sollen wir tun?!“. Dann kommt noch ein Schlag, und noch einer, und später wird es klar sein: „Hier ist der Schöpfer notwendig. Er kann mich mit Seiner Hand herausziehen“.

Dann wird der Kontakt mit dem Schöpfer bei ihnen spürbar und sie werden vorwärts gehen, wenn sie die Integralerziehung nicht lassen werden und verstehen werden, dass sie in erster Linie für sie existiert und nicht, damit sie jemanden unterrichten.

Wenn sich die Schläge verlagern, wenn es mich von innen einfach schüttelt und ich weiß nicht, was ich machen soll, dann kann mir nur die Gruppe helfen. Wenn sie mich warm hält, habe ich keine Angst vor den Schlägen. Ich beginne sofort zu verstehen: für mich ist die Vereinigung mit der Gruppe notwendig, für mich ist die gegenseitige Bürgschaft notwendig, für mich ist der Schöpfer notwendig – ich eröffne alles automatisch. Ich brauche nur „Oh“ – einen kleinen Stich und ich habe schon alles verstanden. Aber es passiert nur unter der Bedingung, dass die Freunde, einschließlich die Frauen, um dich herum sind.

Die Männer beginnen zu verstehen, dass sie auch die weibliche Unterstützung und dabei hauptsächlich ihre Stabilisierung brauchen. Die Frauen geben ihnen Mäßigung.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 07.04.2013



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Gegenseitige Bereicherung

Frage: Die Menschen, die an den Seminaren der integralen Methode teilnehmen, sind unterschiedlich gut darauf vorbereitet. Wie sollte man dann am besten die Kreise bilden: Die erfahrenen Teilnehmer in einen Kreis setzen und die Anfänger in einen andern?

Meine Antwort: Ihr könnt die erfahrenen Teilnehmer zusammen mit den Anfängern in den Kreis setzen, aber nur damit sie sich gegenseitig bereichern können. Einerseits gebt ihr den „alten Hasen“ eine Möglichkeit zu üben, damit sie später ihre eigenen Seminare durchführen können, andererseits könnt ihr den Neuen dadurch zeigen, was es für unerwartete Fragen, Antworten, Lösungen, Erleuchtungen und Überlegungen gibt, die die Anfängern noch nicht kennen.

Deshalb ist es besser, eine gemischte Gruppe zu bilden: sieben-acht Menschen von zehn sind Anfänger, die übrigen sind erfahren. Sie sollten die Anfänger nicht unterdrücken, sondern unterstützen und im Rahmen des Seminars ausrichten.

Auszug aus dem Gespräch über die integrale Bildung und Erziehung, 02.04.2013



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Zwei notwendige Bestandteile eines Gebets

MaN wird mit „weibliche Gewässer“ übersetzt, d.h., dass ein Gebet immer zwei Punkte beinhalten soll: Malchut und Bina. Das Wasser ist Bina und die weibliche Eigenschaft ist Malchut. Nur dann spricht man von der Erhebung eines Gebets, vom МaN.

Wenn ich nur darunter leide, dass es mir schlecht geht, dann ist das nur Malchut. Man fragt dann: Warum leide ich, an wen soll ich mich wenden, was möchte ich bekommen? Somit ist eine deutliche Vorstellung der Bitte, welche Malchut und Bina verbindet, notwendig: das Verlangen und seine Ausrichtung. Ich soll verstehen, an wen meine Trauer, mein Leiden gerichtet ist. Denn ich kann einfach infolge einer schlechten Stimmung leiden, was nicht als Gebet anerkannt wird.

Wenn es mir jetzt schlecht geht, weil der Schöpfer vor mir verborgen ist, und ich keine Wichtigkeit des spirituellen Aufstiegs empfinde, sowie nichts lernen und nur schlafen will, dann ist mein Zustand auch nicht für die Erhebung des Gebets, für das МaN geeignet. Denn es geht nur um die Empfindung in meinen leeren, egoistischen Verlangen.

Alles hängt davon ab, was ich will, was ich bedauere – wen ich vermisse? Das heißt, der Grund meines Bedauerns soll außerhalb meiner selbst liegen. Erst dann formuliere ich aus zwei dieser Mängel zwei Malchut: Malchut de-Bina und Malchut de-Malchut, mein Gebet МaN. Mein Gebet soll eine deutliche Ausrichtung haben.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 17.04.2013



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Die Vorhut der allgemeinen Seele

Frage: Was müssen die Schüler tun, die im Ausland leben und aus verschiedenen Kulturen stammen, um sich als Teil des israelischen Volkes zu fühlen?

Meine Antwort: Ich werde versuchen zu erklären, worin der Unterschied zwischen den Juden nach ihrer Herkunft (Genen) und den Menschen ohne diese Gene, aber mit dem Streben zum Schöpfer, „Jaschar–El„, besteht.

Über den „Ger„, den Menschen, der in das Judentum übergetreten ist, wird gesagt, dass er dadurch “neu” geboren wird. Das heißt, er ist zu 100 % und sogar noch mehr Jude, weil er aus dem mehr fernen Verlangen stammt und infolge der Korrektur dem Schöpfer näher sein wird und Ihn mehr verinnerlicht. Rabbi Akiwa, von dem unsere ganze Tora stammt, kam aus der Familie der “Geren”. Es gab viele Kabbalisten, die aus den Völkern der Welt gekommen sind, und zwar in der Periode, in der sich das Volk Israel auf einem hohen spirituellen Niveau befand.

Darin gibt es keine Erniedrigungen, ganz im Gegenteil,  gerade unter den Völkern der Welt befindet sich das ganze Verlangen, das wir korrigieren müssen. Es wird gesagt, dass der Schöpfer zuerst die Tora den Völkern der Welt geben wollte, das heißt, ACHaP korrigieren wollte. Und Israel oder Galgalta we-Ejnaim ist nur das Übergangsglied in dieser Korrektur.

Deshalb sind die Menschen, die sich der allgemeinen Korrektur nähern und nach ihrer Herkunft keine Zugehörigkeit zum Volk Israel haben, jener Vorhutteil des ACHaP, jene „Pioniere“ aus der ganz allgemeinen Seele, welche die Korrektur braucht. Das heißt, diese Menschen sind ihr wichtigster Teil.

Und deshalb nähern sie sich uns an und sind die “Übergangsbrücke” zwischen uns und der ganzen Welt. Ich hoffe sehr, dass sie die Methode der integralen Bildung entwickeln und diese an die ganze Menschheit verbreiten. Denn in allen Ländern herrschen verschiedene Kulturen, verschiedene Mentalitäten, und nur auf diese Weise kann man der Welt helfen, sich zu korrigieren.

Solche Menschen erwartet eine viel größere Belohnung und ihre Arbeit ist wichtiger als die Arbeit derjenigen, die zum Volk Israel von Geburt an gehören, weil sie den wahren Übergang darstellen und die Verlangen АCHa”P einschließen, sich dabei aber auf die Stufe G“E erheben.

Dieses Bild ist noch nicht deutlich zu erkennen, aber im Endeffekt wird allen klar sein, wie reich und wichtig der Begriff  „Ger“ ist, wie viele Rollen, die im Laufe der Korrektur notwendig sind, in diesem Begriff verhüllt sind. “Ger” ist eine Mission, die Pflicht, zum Übergangselement zwischen G“E und АCHa“P zu werden und das Verlangen, sich für die Korrektur zu erheben, zu genießen.

Das Volk Israel stammt auch aus den Völkern Babylons. Die spirituellen Funken wurden im allgemeinen Verlangen allmählich, eine Schicht nach der anderen offenbart, angefangen mit Adam HaRishon. Und dann wurden diese Funken, die nach dem Zerbrechen blieben und die “Punkte im Herzen“ hießen, in Abraham und noch in Tausenden von Babyloniern, die er aus Babylon weggeführt hat und nach Kanaan brachte, offenbart.

Diese Menschen waren von vornherein ein Teil der ganzen Menschheit, und wurden dann in der Gruppe mit einem allgemeinen Verlangen und der Bereitschaft den Nächsten wie sich selbst zu lieben, vereinigt, um innerhalb dieser Vereinigung die höhere Kraft zu offenbaren. Genauso werden jetzt in dieser Gruppe diejenigen vereinigt, die dieser Versammlung schon damals angehörten, und die darin noch nicht waren, aber jetzt aufwachen.

Jeder von uns, sowohl derjenige, der sich zum materiellen Volk Israel verhält, als auch derjenige, der sich zum spirituellen Israel verhält, hat seine eigene Mission im allgemeinen System. Sie ist uns nur noch nicht bekannt. Aber gewöhnlich haben die Menschen aus den Völkern der Welt, die sich an das Volk Israel anschließen, eine sehr wichtige Mission, die in der Zukunft offenbart wird.

Denn gerade sie setzen den Prozess der Korrektur in Bewegung. G“E können sich selbst nicht bewegen, weil es in ihnen kein Verlangen, keine Triebkraft gibt. Deshalb wird gesagt, dass „die Völker der Welt die Söhne Israels auf den Schultern tragen und zum Aufbau des Tempels hinaufführen“.

Es ist unmöglich, zum Schöpfer, zum spirituellen Gefäß, das “der Tempel” heißt, ohne Bewegung seitens der Völkern der Welt zu kommen – weil nur diese Menschen diese Mission, diesen Prozess, das Ziel verstehen. Israel kann das selbständig niemals schaffen. Deshalb ist unsere Arbeit mit der ganzen weltweiten Gruppe, die Sorge um unsere Brüder, die allen Völkern, allen Gruppen in der Welt angehören, so wichtig. Die Wichtigkeit dieser Gruppen wird immer mehr und mehr offenbart werden.

 Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Nachfolge der Erde“, 15.04.2013



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Wenn alles zum Wohle ist

Baal HaSulam, „Einführung in das Buch Sohar“, Punkt 42: „… wo drei Stufen (unbelebt, pflanzlich, tierisch) nicht für sich erschaffen wurden, sondern nur, damit die vierte Stufe, der Mensch, sich mit ihrer Hilfe entwickeln und erheben kann. Und daher haben sie keine andere Bestimmung als nur dem Menschen zu dienen und ihm zu nutzen.

So auch in allen spirituellen Welten, deren drei Stufen (unbelebt, pflanzlich, tierisch) nur dazu erschaffen wurden, der Stufe des „Sprechenden“ – den Seelen der Menschen zu dienen und zu helfen. Und daher gilt, dass sie sich alle in die Seele des Menschen „kleiden“, das heißt zu seinem Nutzen.

Wir befinden uns also im Zentrum der Realität. Alles ist für die Entwicklung der Menschenseele geschaffen. Alles ist für sein Wohl hergerichtet, d.h. mit Hilfe der effektivsten Mittel wird er an die Vollkommenheit herangeführt. Dafür wurde die ganze Wirklichkeit geschaffen und ihr ganzes Programm dient diesem Ziel und dementsprechend entwickeln wir uns unter optimalen Bedingungen zum besten Zustand.

Das Problem entsteht dann, wenn es um unsere Teilnahme an diesem Prozess geht. Und deshalb sehen wir uns alle zusammen und jeder einzelne für sich in einem unvollkommenen, schlechten Zustand auf allen Stufen der Entwicklung. Im besten Fall, wenn wir alle uns gegebenen Mittel richtig einsetzen würden, dann könnten wir uns auf jeder Stufe in der Welt der Unendlichkeit empfinden.

Jedesmal würden wir die aktuelle Stufe realisieren, ohne irgendwelche Beschränkungen spüren zu müssen – wie es in der Unendlichkeit ist, wenn der Schöpfer im ganzen Verlangen enthüllt wird. Später werden seine neuen Schichten offenbart, aber in diesem Moment ist der Wunsch mit dem vollen Schirm und dem vollen Licht vollständig korrigiert.

Wir sollen somit nicht „den ganzen Weg“ leiden,  und auf Gmar Tikun, das Ende der Korrektur warten. Wenn wir uns gerade jetzt in der richtigen Weise verwirklichen, werden wir fühlen, dass es niemanden, keine einzige Kraft gibt, die uns schaden kann. Wir werden sehen, dass es nichts Schädliches und Schlechtes in den königlichen Gemächern gibt. Wir werden fühlen, dass es nur den Schöpfer, der die ganze Welt ausfüllt, gibt. Und so ist es auf jeder Stufe. Außerdem werden wir dann auch die Zeit der Verhüllung als Aufstieg wahrnehmen. Es ist darüber geschrieben: „Die Finsternis wird wie das Licht leuchten“.

Tatsächlich erreichen wir jedoch nicht  die maximale Beschleunigung und rücken in der Regel auf „dem mittleren“ Weg auf. Wir bekommen verhältnismäßig schwache Schläge und bemühen uns sofort in der mittleren Linie zu sein.

Auszug aus dem Unterricht nach der „Einführung in das Buch Sohar“, 14.04.2013



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Ohne Verbreitung gibt es keinen Fortschritt

Erst jetzt, wo wir begonnen haben  mit der integralen Bildung und Erziehung in die Welt hinauszugehen, leisten wir tatsächlich unsere spirituelle Arbeit, nicht nur äußerlich, sondern auch unsere innere Arbeit. Alles, was früher war, war eine Periode der primären Vorbereitung.

Und jetzt haben wir zur Praxis gewechselt. Das ist hauptsächlich für uns, für die Lehrer und für die Gruppen notwendig und erst danach für die, die wir aufklären möchten. Diejenigen von uns, die unterrichten, bringen dann die neuen Bedürfnisse der Menschen in die Gruppe.

Bei den Spießbürgern werden diese Bedürfnisse auf dem irdischen Niveau geäußert: wie können wir uns vereinigen, wenn wir nicht wissen, wie und warum wir uns in diesem Zustand befinden? Und in dir steigt dieses Bedürfnis auf eine höhere Stufe, zu dem höheren Parzuf hinauf. Du beginnst, diese Bedürfnisse schon auf deinem Niveau zu verarbeiten, sie rufen in dir fürchterliche Leiden und Veränderungen hervor: wie ist diese Kraft zu erreichen, damit sie ihnen weiter gegeben werden kann. Das heißt, ohne ein Bedürfnis/Chissaron von außen, ohne die Verbreitung der Integralmethodik bleibt ihr einfach auf demselben Niveau, hängt  in der Luft und entwickelt euch nicht.

Frage: Was ist mit jenen Freunden, die bis jetzt in diesen Prozess nicht integriert sind, wir aber bereits als ein Team handeln müssen. Wie ist damit umzugehen? Sie überzeugen oder mit ihnen verhandeln?

Meine Antwort: Ihr müsst sie verpflichten und nicht weniger. Wenn sie nicht mitmachen, dann sollen sie gehen, denn so können sie nicht mit uns zusammen zur Korrektur fortschreiten. Wenn wir nicht verbreiten, bedeutet das, dass wir nicht aufsteigen. Derjenige, der nicht verbreiten will, will auch nicht aufsteigen.

Sogar ein Taubstummer kann behilflich sein, er kann demjenigen helfen, der unterrichtet – zum Beispiel kann er die Stühle aufstellen oder etwas anderes tun. Er muss daran teilnehmen! Im extremsten Fall soll er am Computer sitzen und sich mit der Verbreitung im Internet beschäftigen. Aber wenn er sich an der Verbreitung gar nicht beteiligt, warum soll die Gruppe überhaupt solchen Ballast beibehalten? Ihr werdet für ihn arbeiten. Er wird euch aufhalten und ihr werdet nicht aufsteigen können.

Auszug aus der virtuellen Lektion, 07.04.2013



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Wenn du dich ärgerst, dann bist du nicht im Recht

Frage: Wie ist der Zustand zu erkennen, wo du selbst handelst und die Lenkung des Schöpfers verneinst?

Meine Antwort: Dieser Zustand lässt sich sehr einfach erklären: wenn du dich ärgerst und mit der höheren Lenkung nicht einverstanden bist, wenn du von der Gruppe und dem Schöpfer getrennt wirst und alleine deine eigenen Programme verwirklichst. Dazu kommen alle Zustände, in denen du keine Verschmelzung mit dem Schöpfer empfindest.

Wenn du bemerkst, dass du in bestimmten Zuständen und Situationen die Macht des Schöpfers nicht empfindest, obwohl du dich mit der höheren Lenkung verbinden wolltest, um mit Ihr gemeinsam zu handeln, dann bedeutet dieser Zustand, dass das gegebene Verlangen zerbrochen ist und die Korrektur braucht. Solange du es nicht korrigieren wirst, wird sich auch deine Empfindung nicht verändern. Du kannst im voraus nicht sagen, dass alles in Ordnung ist, weil das Ziel die Erreichung der Einheit mit dem Schöpfer, die Verschmelzung ist.

Deshalb gibt es keine Wahl: du bist verpflichtet, in diesen Situationen, Verlangen und Absichten zu arbeiten, um durch sie die Verschmelzung zu erreichen, bei der sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbinden, bei der du und der Schöpfer zu einem Ganzen, zu allen Zeiten, allen Handlungen, Gedanken und Absichten vereinigt werdet.

Wenn sich irgendein Problem findet, dann muss man es so lösen, als ob es keinen Schöpfer gäbe. Obwohl du weißt, dass es Niemanden außer Ihm gibt, sollst du dich dennoch am entgegengesetzten Pol befinden. Du ärgerst dich und der Zorn ist ein Merkmal der Selbstsucht.

Scheinbar gibt es keinen Grund, um sich zu ärgern, weil alles nach dem Willen der höheren Lenkung geschah? Aber der Mensch hat immer die Freiheit des Willens. Es ist schmerzhaft zu erkennen, dass man die Korrektur machen könnte und die Leiden, die unangenehmen Situationen vermeiden könnte, um dem Schöpfer dadurch Genuss zu bereiten, und es doch nicht tut.

Hier geschieht der Zusammenstoß zwischen dem Prinzip „Es gibt Niemanden außer Ihm“, der direkten und indirekten Lenkung des Schöpfers, der Macht einer Kraft – und der Freiheit der Wahl des Menschen, „der Macht vieler Kräfte“.

Man kann das so lange nicht verstehen, bis man die erste Enthüllung – die mittlere Linie, wo sich die zwei entgegengesetzten Pole treffen, nicht erreicht. Dann verstehen wir, was der Glaube über dem Verstand bedeutet, wo sich Plus und Minus, die entgegengesetzten Zustände, treffen: „Es gibt Niemanden außer dem Schöpfer“ und „Wer wird mir helfen, wenn ich es nicht selbst tue?“, und zwar in Bezug auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die sich im Menschen einander ergänzen.

Ohne ein solches Gefäß des Gebens können wir diese zwei Pole nicht  miteinander verbinden und die Einheit der höheren Lenkung nicht verstehen. Deshalb raten uns die Kabbalisten, wie man handeln muss ohne auf ausführliche Erklärungen einzugehen, denn um diese Erklärungen verstehen zu können, muss man schon über die korrigierten Eigenschaften verfügen.

Alles klärt sich mit unseren Instrumenten der Wahrnehmung. Wenn der Mensch richtig handelt, dann offenbaren sie sich ihm allmählich und er ist fähig etwas zu fühlen und der Lenkung zuzustimmen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 14.04.2013



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken