Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Nach der Nacht kommt der neue Morgen [116873]

Frage: Warum fällt der Mensch jedes Mal noch tiefer? Wie kann er die ewige Verschmelzung erreichen?

Meine Antwort: Wir fallen jedes Mal tiefer, weil man uns die stärkeren, gröberen, grausameren egoistischen Verlangen offenbart. Wie gesagt wird: „Je höher der Mensch steht, desto größer ist seine Selbstsucht“. Wir müssen in die größere Selbstsucht eintauchen, damit wir mit Hilfe eigener Korrekturarbeit mehr Licht reflektieren können. Je tiefer wir in unsere Verlangen abfallen, desto höher steigen wir infolge der Korrekturen wieder auf – das Eine gegenüber dem Anderen.

Es ist anders unmöglich, denn so sind die Gesetze der materiellen und nicht nur der spirituellen Physik.

Der Abstieg enthält alle Daten über die nächste Stufe, das Problem besteht nur darin, dass wir die Sensibilität verlieren und diese Informationen nicht empfinden können. Wenn wir gefühlt hätten, was wir infolge des Abstiegs bekommen, dann hätten wir verstanden, welche mächtige Instrumente wir haben.

Denn während des Abstiegs funktionieren unsere Wahrnehmungsorgane nicht mehr und wir könnendeshalb nichts enthüllen. Eigentlich liegt der Unterschied zwischen dem Aufstieg und dem Abstieg eben darin, dass das Licht kommt und uns die neue Beziehung zur Selbstsucht und zum Schöpfer verleiht. Und wir müssen Israel (unser Streben zum Schöpfer), die Tora und den Schöpfer zu einem Ganzen verbinden, nur dann wenden wir die uns offenbarte Selbstsucht richtig an.

Somit ändert sich unsere Beziehung dazu, was uns während des Abstiegs offenbart wird, und das bedeutet Aufstieg. Aber der Abstieg ist auch sehr wichtig, weil er zur Offenbarung der neuen Wünsche beiträgt, in denen wir später die neue, höhere, geräumigere Welt empfinden werden. Das geschieht immer während der Empfindung der Dunkelheit, wie  gesagt wird: „Es war Abend, es war Morgen – der erste Tag“.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 13.09.2013



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So, wie Sondereinheiten mobilisiert werden [116774]

Frage: Ich bin für “Sondereinheiten“ in der russischen Verbreitungsarbeit verantwortlich. Es ergab sich, dass wir ursprünglich Menschen ausgesucht haben, die richtig gut reden konnten und von vornherein über die notwendigen rhetorischen Eigenschaften verfügten.

Im Endeffekt wurde diese Einheit vollständig aufgelöst. Es zeigte sich, dass die größten Erfolge eben die Menschen haben, die vorher noch nie etwas gesagt hatten. Es geschieht tatsächlich ein Wunder.

Meine Antwort: Absolut richtig. Die Fähigkeit, das Material schön darzulegen, sagt überhaupt nichts aus. Oft haben gerade die bescheidenen Menschen, die mit anderen kaum Kontakte knüpfen können, aber in der Verbreitung arbeiten, die größten Erfolge. Es ist sehr auffallend, dass gerade durch diese Menschen das höhere Licht verbreitet wird, und nicht durch die Menschen, die ihre Zunge nie im Zaum halten können.

Deshalb sollen alle Mitglieder der Gruppe an der Verbreitung teilnehmen, anderenfalls wird es keine Gruppe geben, denn nur dadurch kann man die Vereinigung zwischen uns erreichen. Sie entsteht aus der Notwendigkeit der Verbindung, damit die Kraft zu überzeugen und zu korrigieren vorhanden ist. Nur dann existiert die Gruppe, wenn die äußerliche Gefahr alle Gruppenmitglieder dazu zwingt, sich in Bewegung zu setzen, um die Massen zu überzeugen.

Auszug aus dem Unterricht „Fragen und Antworten“, 25.08.2013



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Wie man sich vor schlechtem Einfluss schützen kann [116530]

Kongress in Schweden. Lektion 3

Frage: Wie soll ich mit anderen zusammenarbeiten, wenn sie doch alle Egoisten sind? Im Endeffekt würde ich von ihren Egos beeinflusst werden, anstatt sie zu korrigieren .

Mene Antwort: Das kann mir nicht passieren, da ich mich  auf einer höheren Stufe befinde, als die Personen, an die ich verbreite. Sie haben ein sehr kleines Ego und mein eigenes ist zehnmal so groß. Sie haben nicht das Wissen über die Struktur der Welt, das ich habe. Sie wissen nicht, was sie antreibt, was ihre Natur ist, was in der Welt geschieht, geschweige denn, was die Gründe für die Krise sind. Ich befinde mich auf einer höheren Stufe, verstehe diese Zusammenhänge und kann sie ihnen erklären und ich kann dabei nicht von ihnen beeinflusst werden. Ein Lehrer würde zum Beispiel nicht von einem zehn Jahre alten Schüler beeinflusst werden, da sie sich auf verschiedenen Ebenen befinden.

Wärest du auf dem gleichen Niveau wie der Rest der Menschheit, gäbe es keine Veranlassung, an sie zu verbreiten, da du von ihnen manipuliert werden würdest und ohne Zweifel würden sie dich zerstören; sie würden dich niedriger machen als du bist, da euer Kontakt auf der selben Ebene stattfinden würde.

Ich spreche darüber aus meiner eigenen praktischen Erfahrung und aus meinem Grundverständnis über des Leben. Versuche, das zu praktizieren und du wirst sehen.

Als erster Schritt musst du dich selbst ändern, um ein anderer zu werden! Zuerst musst du die Verbindung mit der Gruppe organisieren; du brauchst Unterstützung und Verständnis für deine Handlungen des Vorwärtsschreitens.

Es ist unmöglich, dass unsere Leute unter den Einfluss eines herkömmlichen Menschen kommen, der zu Hause sitzt und leidet.

Wie könnte er mich denn anziehen? Was könnte er mir denn aus seinem Leben anbieten? Will ich wie er leben?

Wenn ich soweit bin, wenn ich mich auf einem höheren Niveau befinde als er, kann er mir nichts anhaben, da er in Bezug auf mich relativ klein ist. Ich will ihm helfen. Zuerst betrachte ich ihn von oben nach unten, natürlich nicht mit Geringschätzung, aber wie ein kleines Kind, das meine Hilfe braucht.

Auszug aus der dritten Lektion des Kongresses in Schweden, 30.08.2013



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Ein Kanal, durch welches das Licht fließt [116782]

Frage: In unserer weltweiten Gemeinschaft ist jede Gruppe einzigartig und individuell. Welchen inneren und äußeren Level muss die Gruppe erreicht haben, um mit der richtigen Handlung und der richtigen Absicht verbreiten zu können? Denn wenn die Gruppe nicht bereit und nicht genug verbunden ist, kann sie damit der Sache schaden. Wie geschrieben steht: „Zu sitzen und nichts zu tun ist vorzuziehen“. Wie kann die Bereitschaft der Gruppe, in die Massen zu gehen, überprüft werden?

Meine Antwort: Wenn die Gruppe verbunden ist, werdet ihr spüren, dass ihr alles könnt. Der Schöpfer stellt euch keine komplizierte Aufgabe. Keine!

Denn wenn ich mich mit der Gruppe zu einem Ganzen verbinde, dann werden wir, ich und die Gruppe, gemeinsam von der Höheren Kraft / dem Schöpfer erfüllt. In diesem Fall ist sie in uns.

Dann kann ich sicher sein, dass ich die Höhere Kraft an die 99% der Menschheit weiterleite und sie mir keine Probleme bereiten. Sie werden sich buchstäblich vor mir „ausbreiten“ und zurücklächeln. Ich werde nichts anderes als das Lächeln von ihnen bekommen. Ich versichere es euch! Sie werden mir gerne zuhören.

Es ist doch das Licht, das alles erledigt – es erschafft, realisiert und formt. Und ihr müsst ihm nur den Weg durch euch hindurch öffnen. Nichts anderes!

Deshalb sind alle Beschwerden darüber, dass ihr nichts versteht, nichts wisst oder nicht genug organisiert seid, unsinnig! Ihr müsst einfach ein „Rohr“ aus euch formen, damit das Höhere Licht durch euch zu den anderen fließen kann. Dann werdet ihr sofort ein gutes, freundliches Feedback von ihnen bekommen.

Auszug aus dem Unterricht auf Russisch zum Thema „Fragen und Antworten“, 25.08.2013



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Warum brauchen die Frauen die Vereinigung? [116779]

Frage: Für das Spirituelle sind bei uns die Männer verantwortlich, und ich kann doch nur in der Verbreitung arbeiten, um die Zeit für die Korrespondenz in den Zehner-Gruppen nicht zu vergeuden? Ich kann immer noch keinen Grund sehen, warum die Frauen sich untereinander, abgesondert von den Männern verbinden sollen? Es ist außerdem sehr schwer, die Zeit dafür zu finden.

Meine Antwort: Das ist alles wahr. Aber woher wird die Frau die Worte und die Kraft nehmen, um die Menschen zu überzeugen, wenn sie nicht an der Verbindung teilnimmt?

Die überwiegende Mehrheit der Frauen hören all unsere Unterrichten an, nehmen am Programm „Neues Leben“ und an den Seminaren teil, lesen systematisch mein Blog. Ich kann mir nicht vorstellen, was wäre, wenn die Frauen daran nicht teilnehmen würden.

Wenn sie es nicht tun, wie sollen sie dann die Massen ansprechen? Wie werden sie den Menschen erzählen können, was zu tun ist; womit werden sie zu ihnen kommen? Das alles soll in den Frauen lebendig werden, sie müssen sich darin einleben. Wenn Frauen handeln, tun sie es wirklich vom ganzen Herzen.

Außerdem ist die überzeugungskraft der Frauen viel größer als jene der Männer. Wenn die Frau mit dem Mann nach außen geht, dann leistet sie einen großen Teil der Überzeugungsarbeit in Bezug auf die Verbreitung an die Menschheit. Den Frauen öffnen sich alle Türen, sie werden besser wahrgenommen, da sie weicher gestimmt sind. Das alles muss man beachten. Denn es funktioniert so, ausgehend von der Natur.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Fragen und Antworten“, 25.08.2013



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Die Freude der armen Menschen [116374]

Aus dem Vorwort zum Buch Sohar, Artikel „Einer, der sich über die Feiertage freut, aber den armen Menschen nichts spendet „, Punkt 175: Die Rolle des Schöpfers besteht darin, die Armen entsprechend Seiner Fähigkeit, zu erfreuen. Denn der Schöpfer erscheint an den Feiertagen, um Seine zerbrochenen Gefäße zu betrachten.

Als “arme Menschen“ gelten jene Menschen, die sich nach etwas Höherem sehnen, die in ihrem Inneren ein „begrenztes Verständnis“ empfinden und deshalb wünschen, die Offenbarung des Schöpfers zu erlangen.

Und „die Feiertage“ sind besondere „Zeiten“, besondere Zustände in jedem Menschen, wenn er sich dem Schöpfer annähert. Genauso wie sich die Erde um die eigene Achse und um die Sonne dreht, und sich der Mond um die Erde dreht und sie somit peroidischen Veränderungen unterworfen sind. Anders gesagt, außer den Zuständen, die unmittelbar vom Menschen abhängig sind, geschehen im allgemeinen „Betriebssystem“ zyklische Veränderungen, die periodisch ablaufen und sich in positive und negative unterteilen.

Alles geschieht, um zusätzliche alternative Systeme zu erwecken, die auf uns einwirken und die Zeit beschleunigen. Nachdem diese „peripheren” Systeme verschiedene Prozesse durchlaufen, übernehmen sie einen Teil unserer Arbeit und bringen uns Zustände, die unser Herz entweder beschweren oder erleichtern.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar. Das Vorwort, 26.08.2013



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Wirklich leben und nicht nur existieren [116699]

Frage: Wir wissen, dass nun all unsere Anstrengungen in der Verbreitung zu den 99% der Menschheit liegen. Gibt es in diesem Prozess auch Unterteilungen und Stufen? Was brauchen wir, um uns darauf vorzubereiten?

Meine Antwort: Angefangen von diesem Punkt in der Geschichte, der sich uns offenbarte, ist alles nur bis zu der Stufe der Verbreitung an die ganze Menschheit vorherbestimmt. Das Schicksal der Welt, all das Gute und Schlechte, das uns begleitet, hängt nur von der Art unserer Verbindung zur ganzen Menschheit und die damit verbundene Weitergabe des Höheren Lichts des Schöpfers an sie ab. Nicht öffentlich aber bis zu dem Grad, von dem wir wollen, dass die 99% es verstehen. Alles hängt nur davon ab.

Daher löst euch von allen unnötigen Dingen. Was an die 99% gehen wird, ist gut! Was nicht an sie gerichtet ist, ist schlecht. Und dementsprechend sollt ihr die Struktur eurer Gruppen, eure Veranstaltungen und eure Arbeit ändern. Alles soll sich nur auf die Integrale Bildung der Öffentlichkeit beziehen, denn in unserer und der spirituellen Welt hängt alles nur davon ab.

Alles entwickelt sich so, dass diese beiden Welten zur Verbindung gebracht werden. Und darin müssen wir uns engagieren. Das Ziel idt die Enthüllung des Schöpfers an die 99% – an die breite Masse. Wenn jede Handlung, jeder Atemzug sich darauf konzentriert, dann lebt man. Und wenn nicht, dann existiert man nicht. Entscheidet also, was der nächste Schritt ist.

Auszug aus dem Unterricht  „Fragen und Antworten“, 25.08.2013



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Die Offenbarung des Bösen ist kein Anlass, zu trauern [116722]

Frage: Es wird gesagt, dass ein Gebet mit der Dankbarkeit anfangen soll. Gibt es die Dankbarkeit in den Gebeten am Tag der Sühne (Jom Kipur)?

Meine Antwort: Vor allem sind die Gebete am Tag der Sühne mit den Gebeten zum jüdischen Neuen Jahr (Rosch ha-Schana) verbunden, die dazu berufen sind, den Schöpfer, wie den König der Welt „zu krönen“. Dadurch erheben wir das Ziel, das Geben, die Liebe, die großen Eigenschaften, die wir erreichen sollen. Sie lenken die ganze Welt, halten sich überall auf, und herrschen über alles.

Der Schöpfer ist gerade die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Er hat keine andere Gestalt, so kleidet Er sich in die Gefäße ein, und so erkennen wir Ihn, die Kraft, die im Geschöpf gilt. Wir respektieren, schätzen und erhöhen diese Eigenschaft über alles.

Die Bedeutung des Neuen Jahrs: wir rühmen „den Kopf“ (Rosch) – die Eigenschaft des Gebens. Sie ist das Wichtigste und lenkt alles in uns, sie zieht uns an und wir wollen sie erlangen, ihr gleich werden, sich ihr anschließen.

Der Tag der Sühne zeigt uns, wie weit wir davon noch entfernt sind. Wir prüfen uns nach und bringen die eigenen Mängel an den Tag, wir sehen, dass es uns an den Korrekturen mangelt, um die vollwertige, vollkommene Eigenschaft des Gebens zu finden. Wir bedauern es, und bereiten unsere Mängel für die nächste Korrekturarbeit vor.

Dann folgen die Tage der Korrektur, die mit Purim beendet werden.

Frage: Gibt es am Tag der Sühne nur das Bedauern darüber, dass wir noch nicht korrigiert sind?

Meine Antwort: Das ist eben die große Freude. In Wirklichkeit freue ich mich und bin nicht am Weinen. Denn mir werden die zerbrochenen Gefäße offenbart, die ich jetzt korrigieren kann.

Mein Bedauern, meine Buße ist mit der Freude verknüpft: endlich habe ich in mir das Böse offenbart und zittere jetzt mit dem Verlangen, das Böse zu korrigieren. Ich bin über diese Offenbarung froh und dankbar.

Versuche, die Gebete am Tag der Sühne mit der Freude, anstelle des Weinens auszusprechen und du wirst in ihnen etwas ganz anderes bemerken.

Wie kann man in der Nähe vom Schöpfer weinen? Denn du zeugst jetzt, während der Zeit des Bedauerns, dass der Schöpfer deinen Zustand hervorgerufen hat, was bedeuten würde, dass der Schöpfer für dich nicht mehr gut ist, und das Gute nicht schafft? Diese Empfindung soll im Prinzip niemals vorkommen.

Der Schöpfer offenbart das Zerbrechen in dir, damit du dich freust, diesen Mangel korrigierst und Ihm selbständig gleich wirst. Und umgekehrt, wenn Er dich Sich gleich ohne selbständige Teilnahme geschaffen hätte, dann würdest du an Ihm, wie das Klebeband kleben.

Aber Er hat dir jetzt ermöglicht, die Unterschiede zu erkennen, Er hat die Situation vorbereitet, die dir sagt: „In diesen Eigenschaften unterscheidest du dich von Mir. Erfülle die Arbeit und du wirst, wie Ich sein“.  Wirst du wirklich deswegen weinen, dass Er mit dir so gehandelt hat, und dir jetzt die Chance gibt, Ihm gleich zu werden?

Im Gegenteil, du freust dich: „Ja, wir sündigten und gingen fremd. Ja, ich bin schuldig, bin ein Dieb und ein Lügner …“ Und du genießt deine innere Offenbarung. Du bist darüber froh, dass Er dich geschaffen hat und dir vorführt, mittels welcher Veränderungen man die Verschmelzung mit Ihm erlangen kann.

Es ist eben das Dienen dem Schöpfer, die Arbeit für den Schöpfer. Muss man dabei weinen? Du befriedigst doch den Schöpfer dadurch. Du erkennst, dass Er das alles für dich vorbereitet hat, und bist dafür dankbar, dass Er dich anders geschaffen hat.

Eigentlich, küsst du den Stab, die Peitsche, und neutralisierst dadurch den bösen Anfang. Jetzt ist er schon nicht böse, denn dank dem Wechsel deiner Beziehung ist er gut geworden.

Frage: Freuen wir uns, weil wir das Gegenteil zum Schöpfer in uns offenbart haben?

Meine Antwort: Nein, wir sind darüber froh, dass Er uns die Möglichkeit gewährt, Ihm gleich zu werden. Ich bin Ihm für die ganze Vorbereitung, für Seine Barmherzigkeit zu mir, sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Zukunft dankbar. Alles, was Er macht, das Zerbrechen und die schrecklichen Nöte, die uns geschickt wurden, ist eigentlich die vollkommene Barmherzigkeit. Wir werden gerade diese Empfindung offenbaren. Und alles hängt von meiner Lebensauffassung ab, die ich ändern soll.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 13.09.2013



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Wer wollte den Apfel? [116552]

Unsere Aufgabe besteht darin, das Licht zwecks der Füllung der Verlangen durchzuführen. Dies erfolgt mittels der Absicht.

Unsere Absichten richten sich an den Schöpfer, und unsere Handlungen an das breite Publikum und dessen Bedürfnisse. Diese Bedürfnisse sind immer auf das Empfangen fixiert und werden im Laufe des gesamten spirituellen Aufstiegs so bleiben. Die Menschen werden mehr und mehr verlangen, weil es eben die Aufgabe von ACHaP ist. ACHaP wächst in seinen Verlangen und wir wachsen in unseren Absichten des Gebens.

Frage: Aber wie kann ich die Befriedigung ihrer Verlangen gewährleisten?

Meine Antwort: Ich befinde mich in der Umgebung, in der Gemeinschaft der Menschen. Und außerdem habe ich durch die Gruppe eine Verbindung mit dem Schöpfer und somit mit der Welt der Unendlichkeit. Von dort geht das höhere Licht durch mich hindurch in die Gemeinschaft. Dabei bin ich nicht nur der lichtführende Kanal. Um den Menschen das Geben zu bringen, mache ich folgenden Berechnungen:

1. Zuerst nehme ich ihre Verlangen auf.

2. Dann erhebe ich MaN, die Bitte um Korrektur an die Gruppe. Anders gesagt, ich verbinde mich mit der Gruppe.

3. Dann erhebe ich MaN zum Schöpfer. Diese Bitte soll aus unserem gemeinsamen Kreis stammen, und deshalb führe ich sie durch die Gruppe durch, damit ich an den Schöpfer anpasse

4. Von oben bekommen wir alle in der Gruppe die Antwort auf die Bitte – МaD.

5. Von der Gruppe aus muss ich das Licht nach unten weiterleiten und einen Siwug (die Wechselwirkung) mit dem Licht durchführen. Und so muss ich vom kleinen Zustand (katnut) zum großen (gadlut) übergehen, um den Menschen ihre neue Stufe zu übergeben.

6. Auf diese Weise trage ich das Licht in die Gemeinschaft.

Frage: Angenommen, die Gemeinschaft hat mich um den Apfel gebeten. Wird sie am Ende dieser Kette, im Punkt 6, den Apfel bekommen?

Meine Antwort: Ja, durch mich wird sie ihren „Apfel“ bekommen.

Wir zeichnen im Protokoll die Forderungen der Teilnehmer auf und beginnen zwischen ihnen die richtigen Beziehungen zu konstruieren. Und im Endeffekt wird von mir die Füllung zu ihnen kommen, und wir können prüfen, ob jeder das Gewünschte bekommen hat.

Frage: Aber es wird doch kein Apfel mehr sein?

Meine Antwort: Sie werden solche Füllung erlangen, die ihre Bedürfnisse befriedigen wird, einschließlich der nicht ausgesprochen und nicht protokollierten Verlangen. Denn die spirituelle Füllung hat keine eigene Form und kleidet sich in den Menschen entsprechend seinem Gefäß/Verlangen.

Frage: Was ist von mir auf jeder Etappe dieses Prozesses gefordert?

Meine Antwort: Die Arbeit nach dem Prinzip „Israel, Tora und der Schöpfer sind eins“. Ich werde zum Leiter, „erstrecke mich“ vom Schöpfer bis zur Gemeinschaft und halte mich in allen auf: im Schöpfer, in der Gruppe und im der Masse. Ich bin das Verbindungsglied. Wie Gelee fülle ich alles auf, und zwar durch eigene Arbeit und durch meine unaufhörlichen Bemühungen.

Wenn ich schon die Aufgabe übernommen habe, mich um einen Teil der Menschheit zu kümmern, dann bin ich stets verpflichtet, ihnen das Licht zu bringen, mich um diese Menschen zu sorgen, sie zu mögen, sie mit der Gruppe zu verbinden, und die Kraft, die die Verbindung mit den Menschen gewährleistet und die Kraft, die die Verbindung mit dem Schöpfer gewährleistet, zu vereinen.

Die Gruppe steht dabei die ganze Zeit neben mir, unterstützt mich und richtet mich auf den Schöpfer und auf „die Menschheit“ aus.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Welt“, 11.09.2013



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Die Schaffner [116370]

Die Weisen sagten: „Der Mensch soll sich immer mit der Tora und den Geboten in der egoistischen Absicht (lo-liShma) beschäftigen – und von hier aus wird die altruistische Absicht (liShma) erreicht“.

In dem Artikel „613 Ratschläge und 613 Hinweise“ erklärt uns das Buch Sohar, dass der Mensch aus 613 Verlangen besteht. Sie zu korrigieren bedeutet, 613 Gebote zu erfüllen. Denn gerade das ist uns geboten, darauf sind wir angewiesen, wir sollen jeden Wunsch korrigieren und ihn nur in der Absicht des Gebens verwenden.

Insgesamt werden die Verlangen oder die Gebote in 248 befehlende und 365 verbietende unterteilt. Wir sollen mit den “verbotenen“ Verlangen eine Beschränkung (Zimzum) machen, um diese nicht zu verwenden. Und die befohlenen Verlangen sollen wir mit der Absicht des Gebens verwenden. So korrigiert der Mensch seine 613 Verlangen in Bezug auf das Geben: Die einen – durch Handlung, die anderen – durch Unterlassung.

Alle Verlangen korrigiert das Licht, das zur Quelle zurückführt. Einst war das ein inneres Licht, welches sie ausgefüllt hat, und später hat es sich entfernt und blieb außen in Form des umgebendes Lichts zurück. Jetzt haben alle Wünsche eine egoistische Absicht – aber wir können das umgebende Licht mit ihnen verbinden, damit es auf sie einwirkt und ihre egoistische Absicht korrigiert. Und später, nach der Änderung der Absicht, wird das selbe Licht in den Wunsch innerlich eingehen können.

Auf diese Weise werden wir zu den „Schaffnern“ zwischen dem umgebenden Licht und dem unkorrigierten Verlangen. Dies ist eben unsere Arbeit.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar. Das Vorwort, 26.08.2013



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