Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Auge um Auge

Frage: Die meisten von uns wollen sich an neuen Projekten beteiligen, aber wir verlieren sehr schnell  das Interesse daran. Wie können wir die Motivation der Menschen aufrechterhalten, damit sie an den gewählten Projekt weiterarbeiten?

Antwort: Die Arbeit an Projekten ist eure allgemeine gegenseitige Verpflichtung, welche ihr unbedingt erfüllen sollt.

Vergesst nicht, dass die gegenseitige Verpflichtung nichts anderes, als die Verpflichtung gegenüber dem Schöpfer ist. Wenn man ein Projekt übernimmt und später die Arbeit daran einstellt,  dann wird, wie Rabash und Baal HaSulam  sagen, der Schöpfer es in gleicher Weise vergelten und unsere Tat von oben auf gleiche Weise  bemessen.

 Wenn ich wegen Faulheit oder infolge anderer Umstände das Projekt vernachlässige , dann rufe ich die dementsprechende Einwirkung des Lichts über mich hervor. Dies erfolgt nicht, weil es oben wünschenswert oder nicht wünschenswert ist;  der Schöpfer kennt solche Gefühle – wie “ich möchte”, oder „ich möchte nicht“- nicht.

Die Höhere Kraft wirkt entsprechend unserer Bemühungen auf uns ein. Wenn wir also unsere Vorwärtsbestrebung einstellen, dann stellt sie ihre Bestrebung zu uns genauso ein. Denn darin besteht eben die automatische Handlung zwei entgegengesetzter Kräfte: unseres Verlangens und des Höheren Lichts. [121495]

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Gruppe und Verbreitung“, 23/10/13



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Was ist das „Zentrum der Gruppe“?

Frage: Was bedeutet „Zentrum der Gruppe“? Sind das die inneren Komponenten des Menschen oder unsere Eindrücke von den gemeinsamen Handlungen, Seminare?

Antwort: Das Zentrum der Gruppe ist der Zustand, in welchem wir ständig analysieren, erforschen, was es als solches in unseren Eigenschaften, in unserer Vorstellung gibt: wo befindet es sich, was charakterisiert es, wonach soll ich mich richten? Ich soll es innerlich fühlen, was „Zentrum der Gruppe“ bedeutet.

Dieser Zustand ist sehr verschwommen, wie ein Ziel, das sich die ganze Zeit bewegt und deshalb schwer zu fangen ist. Wenn ich diesen Zustand genau bestimme, dann habe ich den Kontakt mit der Eigenschaft des Gebens und der Liebe gefunden.

Frage: Nach welchen konkreten Handlungen kommt die Verbindung mit dem Zentrum der Gruppe zustande?

Antwort: Solche Verbindungen klären sich durch das Bedürfnis der Menschen, sich mit dem Schöpfer zu verbinden und Seine Erscheinungsform in die Umwelt zu tragen. Im Artikel „Horn des Maschiach“ wird gesagt, dass Israel (die Menschen, die sich gerade zum Schöpfer richten) so lange nicht aus der Vertreibung hinausgehen wird, die Beziehungen mit dem Schöpfer nicht erreichen wird, bis sie dazu die ganze Welt heranzieht.

Jetzt ist endlich die Zeit gekommen, dass wir die äußere Selbstsucht der Massen einbeziehen können. Wir sind  deshalb verpflichtet, vom Schöpfer zu fordern, diese auszufüllen. Dabei können wir selbst nur Schaffner, ein Punkt der Verschmelzung zwischen dem Schöpfer und der ganzen übrigen Welt, sein. Die Offenbarung des Schöpfers in der Welt ist unsere Mission.

Frage: Wie kann bestimmt werden, ob ich die Verbreitung aus dem Zentrum der Gruppe realisiere?

Antwort: Du sollst es selbst fühlen. Wenn du in die Verbreitung hinausgehst und dich dabei fürchtest, aus dem Zentrum der Gruppe herauszufallen, dann ist alles in Ordnung. [121246]

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Gruppe und Verbreitung“, 22/10/13



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Мenora als Symbol einer großartigen Idee

Du sollst auch einen Leuchter aus feinem Golde machen, Fuß und Schaft in getriebener Arbeit, mit Kelchen, Knäufen und Blumen. Und du sollst sieben Lampen machen und sie oben anbringen, so dass sie nach vorn leuchten. [Tora, „Exodus“, „Truma“, 25:31, 25:37]

Menora (ein siebenarmiger Leuchter) ist eine Personifikation der guten korrigierten Selbstsucht (Gold).

Es ist sehr schwer Menora, (Selbstsucht zu korrigieren, damit sie wie das Licht leuchtet), einschließlich den Kelchen, Knäufen und Blumen, aus einem ganzen Metallstück zu schmieden. Jedes Detail oder die egoistische Eigenschaft des Menschen, soll einen bestimmten Umfang und eine bestimmte Form haben, damit alle Details der Menora die Ähnlichkeit des Schöpfers in sieben Teilen hat: Chesed, Gwura, Tiferet, Nezach, Chod, Jessod, Malchut,

Wenn sich Malchut diese sieben Eigenschaften aneignet, dann wird sie dem Schöpfer vollständig ähnlich, da sie aus ihrem egoistischen Material – aus dem goldenen Metall – die Eigenschaft des Gebens offenbart, zum brennenden Leuchtmittel des Schöpfers wird, sich in Licht verwandelt.

Die Lampe stellt die Selbstsucht dar, die eine solche Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erlangt, dass sie selbst Licht ausstrahlt, obwohl sie aus ihrer Natur heraus, keine Quelle des Lichts ist. Es gibt außerdem noch Öl und Dochte, aber die Ähnlichkeit wird in dem Behälter für Öl und Licht „geboren“, das aus ihm stammt.

Das Symbol der Menora  stellt deshalb eine großartige Idee dar, da sich die niedrigste Selbstsucht (Gold) in die höchste Eigenschaft des Gebens verwandelt.

Sieben Kerzen der Lampe bilden die einheitliche Eigenschaft des Gebens „Seir Anpin“ – den Prototyp des Schöpfers. Dieser Prototyp heißt Adam (dem Schöpfer ähnlich). Wenn Malchut ihre Selbstsucht in sieben Stadien der Eigenschaft des Gebens umwandelt und sich durch diese Handlung mit dem Schöpfer vollständig verbindet, dann erreicht sie die vollständige Korrektur.

Im Prinzip, wird in der Tora nur darüber gesprochen. Es wird gesagt, welche Verlangen in welcher Reihenfolge zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer führen soll. Darin besteht das ganze Programm, die Instruktion der spirituellen Arbeit, die in der Tora gegeben ist (Tora – vom Wort „оrah“, dass in der Übersetzung „die Instruktion“ bedeutet).  [121351]

Aus dem TV-Programm „Geheimnisse des ewigen Buches“, 12/08/13



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Indikator für die Integrität des Menschen

Frage: Was ist ein Merkmal für die Integrität eines Menschen im Kollektiv?

Antwort: Ein Indikator für die Integrität des Menschen ist sein Streben zum Kreiszentrum (Kollektiv).

Zum Beispiel, es geht  mir schlecht, ich bin verwirrt, verstehe nichts, habe eine schlechte Stimmung, um diesen Empfindungen zu entgehen, möchte ich mit meinen Kollegen eine zeitlang zusammen bleiben. In mir entsteht das Bedürfnis nach meinem Kollektiv. Unter Kollegen finde ich die Quelle meiner Energie, meiner Überzeugung der gegenseitigen Hilfe. Selbst wenn wir über andere Themen reden, ist es für mich wichtig, das Zentrum zu finden.

Wenn die Gruppe (Kollektiv) den Menschen anzieht, da er dort an die Quelle angeschlossen werden soll, um folglich daraus die Energie zu tanken, dann wird er schon zu einem  integralen Element. [122025]



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Schutz vor dem Kurzschluss

Frage: Warum führt man den Menschen durch solche schweren Zustände, warum zeigt man ihm, wie niedrig er ist und dadurch von der Spiritualität weit entfernt ist und darüber soll er sich noch freuen?

Antwort: Dem Menschen zeigt man nicht mehr, als er  zu ertragen fähig ist. Würde man ihm seine wahrhafte Lage offenbaren, wäre er einfach verbrannt, wie infolge eines Kurzschlusses.

Aus diesem Grund, hält man uns innerhalb der Grenzen: „von und bis zu“, damit wir alle Problemen aushalten können. Es gleicht einem „Pfropfen“, einer Schutzvorrichtung im elektrischen System, welcher bei überhöhtem Stromzufluss, durchbrennt. Solange der Strom innerhalb der Norm fließt, wird er durchgelassen. Die Aufgabe ist es – bis zu einem kritischen Zustand standzuhalten, d.h. selbst wenn es  durchbrennen würde, wäre dennoch das ganze System gerettet.

Jede beliebige Einwirkung hat ihre Höchstgrenze, deshalb wird dem Menschen von oben ACHaP der vorhergehenden Stufe, ihre Rückseite offenbart. Wenn er sich durch eigene Bemühungen in die Übereinstimmung  bringt, dann wird er vollends bereit sein, auf die nächste Stufe hinaufzusteigen. [121363]

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 24/11/13



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Eine Bitte, die man nicht ablehnen darf

Ein Gebet soll direkt zum Ziel gerichtet sein und von keinen speziellen Bedingungen abhängen, mit deren Hilfe ich mehr Hindernisse überwinden kann, stärker und konzentrierter arbeiten kann. Wenn ich beginne, meine Bitte so zu formulieren, dann sind meine Gedanken bezüglich des Ziels unrein, weil ich eben irgendwelche Bedingungen aufzähle. Eigentlich brauche ich nur das Eine: mich selbst zu annullieren, die Stufe des Embryos zu erreichen, damit mein altes „Ich“ verschwindet.

Ich verwandle mich in den Samentropfen, aus welchem ich mich einst entwickelt habe. Ich will solchen Zustand erreichen, in welchem von mir nichts übrig bleibt, außer diesem spirituellen Gen, das aus der höheren Stufe hinuntergestiegen ist. Ich will mich daraus, aus dem Punkt im Herzen, aus der Wurzel meiner Seele entwickeln, die nicht mehr egoistisch oder zerbrochen ist.

Heute ist sogar mein Punkt im Herzen zerbrochen, weil meine Bestrebung zum Schöpfer egoistisch ist, ich handele, um Ihn zu begreifen, um zu gewinnen, zu verstehen, zu fühlen. Aber ich wünsche, dass meine Herangehensweise sich verändert und mein Punkt im Herzen den anderen Charakter erwirbt, nur für das Geben arbeitet. Darum bitte ich.

Das heißt, ich will keine bestimmte Form annehmen: ich fordere weder die Kraft noch das Verständnis oder die Sensibilität. Ich bitte nur um die minimale Verschmelzung! Ich danke dem Schöpfer für meine Erschaffung und für die gegebene spirituelle Bestrebung, ich flehe ihn an, damit meine spirituellen Gene (Reshimot), dieser Punkt, der Tropfen, sich an Ihn anbindet und entwickelt.

Alle übrigen Bitten sind schon überflüssig und werden niemals richtig formuliert sein. [121368]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 25/11/13



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Der sicherste Schaffner

Frage: Welches Gefühl führt den Menschen sicher zum richtigen Lebensziel?

Antwort: Wenn er deutlich erkennt, dass er nur in diesem Leben, und nicht erst nach dem Tod des Körpers, den Aufstieg in die spirituelle Welt erreicht, und dass sich der Eintritt in die spirituelle Welt (Aufstieg) infolge seiner Bestrebung zur Einigkeit (Verschmelzung, Geben und Liebe) verwirklicht (offenbart), und zwar mit den Freunden aus der Gruppe, an keinem anderen Ort. D.h. wenn der Mensch in seinem Ziel an „das Zentrum“ der Gruppe angeschlossen wird.



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Überwindung der Probleme

Frage: Warum stürzt manchmal auf den Menschen ein Regenguss aus materiellen Problemen und Schlägen ein? Was ist der Grund dafür? Wie kann man alles mit Hilfe der Vereinigung in der Gruppe überwinden?

Antwort: Es gibt Menschen, die tatsächlich unter den Windstoß der materiellen, physischen oder familiären Probleme geraten. Und es gibt Menschen, die alles leichter empfinden. Alles hängt von der Struktur der menschlichen Seele, ihrer Orientierung bezüglich der übrigen Seelen ab, davon, was konkret ein Mensch korrigieren soll.

Wir müssen alle Probleme als notwendige Bedingung für unsere Vorwärtsbewegung wahrnehmen. Wenn wir neben der Lösung der Probleme das Studium fortsetzen und ins Zentrum der Gruppe, in die Verbreitung, möglichst intensiv investieren, dann werden wir alles leichter überwinden, obwohl uns zuerst scheinen wird, dass die Probleme komplizierter werden.

Wir sollen allerdings alle Probleme lösen wollen und keinesfalls vor ihnen fortlaufen![121154]

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Gruppe und Verbreitung“, 22/10/13



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Mein „Ich“

Mein „Ich“ ist jener Teil von mir, der sich nach der Verbindung mit dem Schöpfer richtet, und alles andere ist mein Tier, seine (physiologische) Erscheinungsform.

Mit anderen Worten – ein Mensch besteht aus zwei Teilen, die man deutlich trennen muss. Ein Teil ist eben der tierische Teil, mit allen Problemen des Menschen, seinen Schwächen, Verlangen und Eigenschaften, die sich zum materiellen Objekt verhalten.

Der zweite Teil ist sein Punkt im Herzen, der sich nach dem Schöpfer richtet. Das höhere Licht wirkt auf ihn ein und entwickelt nicht nur unser positives Streben zum Schöpfer, sondern auch unsere Selbstsucht, in Form der Gegenwirkung, welche dem Menschen den ständigen Ausgleich und die Freiheit des Willens ermöglicht. Gerade diese Bestrebung zum Schöpfer ist mein „Ich“. [121422]

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Gruppe und Vertrieb“, 23.10.2013



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Der letzte Tropfen

Frage: Was ist „Sеа“ – das notwendige Maß an Bemühungen, nach denen der Mensch die spirituelle Welt empfindet? Wer bestimmt dieses Maß? Nach welchen Merkmalen kann man prüfen, dass er dieses Maß erfüllt hat?

Antwort: Das Maß der Bemühungen (Sеа) klärt sich entsprechend den spirituellen Stufen. Es existieren 125 Stufen der Übereinstimmung des Lichts mit dem Verlangen und es gibt die Übergangsbedingung von einer Stufe auf die andere. Auf der Stufe dieser Welt gleicht alles Unbelebte einer Pflanze, alle Pflanzen – einem Tier, und alle Tiere – einem Menschen. Auf der nächsten Stufe sind alle Menschen einem unbelebten spirituellen Element äquivalent, alles Unbelebte ist einer Pflanze äquivalent usw..

Aber wie können wir solche Übereinstimmung erlangen, um uns einem Element der höheren Stufe gleichzumachen? Der Schöpfer organisiert und arrangiert unsere Gruppe auf diese Weise, bereinigt sie von allen Menschen, die Ballast in ihr sind,  und belässt alle anderen in solcher Form, wie wir sie  jetzt haben.  Unter uns  verbleiben auch Menschen, die nicht auf die Ratschläge bezüglich unserer Arbeitsweise hören, das Wichtigste ist aber,  dass alljene die hören, sich zu einem Ganzen verbinden.Das  ist, was als “die gesamte unbelebte Stufe entspricht einer belebten” bezeichnet wird.

Wenn wir versuchen, uns in ein Ganzes  zu vereinigen, dann wirkt wirklich das höhere Licht auf uns ein und verbindet uns anhand der inneren Verbindung. Und dann steigen wir auf die nächste Stufe auf. [120991]

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Vorwort zum TES“, 27/09/13



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