Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Es gibt keine unüberwindbaren Hindernisse

Frage: Sie sagen, es gibt keine Hindernisse, die nicht überwunden werden können. Warum gibt es Fälle, in denen die Hindernisse trotz alledem bestehen bleiben?

Antwort: Der einzige Grund ist die schwache Verbindung mit dem Lehrer, der Gruppe, dem Studium. Es gibt keine unüberwindbaren Hindernisse. Wir kriegen immer Gedanken oder Verlangen, die wir auch überwinden können. Vor uns liegt die nächste Stufe, und man kann, entweder den Weg des Leidens (Beito) oder den guten Weg (Achishena) auswählen. Wenn wir durchs Leiden gehen, werden wir so lange durchgeschüttelt, bis wir letztendlich enttäuscht sind und versuchen, alle Hindernisse, die vor uns liegen, mit allen Mitteln zu überwinden. Aber wir zahlen dann leider auch sehr teuer dafür, mit unserer Zeit und unserem Blut.

Wenn wir den guten Weg gehen, überwinden wir alle Hindernisse schnell, da wir von Anfang an mit der Gruppe, dem Lehrer und den Büchern verbunden sind und wissen, dass alles vom Schöpfer kommt. Wir halten diesen Gedanken wie „einen Bulldogge“  im Würgegriff und lassen ihn nicht mal für eine Sekunde los: „Noch ein bisschen halten, noch eine Sekunde, und noch länger!“

Wir dürfen nicht darüber nachdenken, was uns erwartet! Ein guter Sportler weiß, dass er für eine Sekunde durchhalten muss, und dann noch eine, und noch eine…, nur in diesem Fall gewinnt er die nötige Kraft. Derjenige aber, der ins Nachdenken gerät, ist psychologisch nicht stark genug! Wenn wir wissen, dass wir in diesem Moment nur das Eine brauchen, dann fokussieren wir alles – Zeit, Ort und unsere Anstrengungen – auf einen Punkt.

Weder Hindernisse, noch ihre Form oder Umstände hängen nicht von uns ab, es kann alles  Mögliche sein. Nur die Gruppe als Zentrum der Verbindung hängt von uns ab. [129079]

Auszug aus dem Unterricht, 07/02/14



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Kämpfen und nicht aufgeben!

Frage: Während der letzten drei Kongresse und besonders danach, offenbart sich der Hass zum Schöpfer, zu Freunden, zu den Punkten im Herzen. Wie soll man damit arbeiten?

Antwort: Mit dem Hass selbst kann man nicht arbeiten. Je länger man sich mit negativen Eigenschaften und Gefühlen beschäftigt, desto stärker wird man damit verbunden sein und sich von Klipot (unreinen Kräften) ernähren. Deswegen sollte man solche Zustände vermeiden.

Ich verstehe, dass sie von allen Seiten kommen, und zwar wie Blutsauger, die das Blut aufsaugen. Aus diesem Grund muss man sich über solche Zustände erheben, in der Absicht, sich mit den Freunden und dem Schöpfer zu verbinden. Man darf nicht in Klipa bleiben, sonst wird man mit völlig anderen Inhalten gefüllt, die dem Schöpfer entgegengesetzt sind. Es ist notwendig, etwas dagegen zu unternehmen! Sobald solche Gefühle aufsteigen, müssen sie bekämpft werden. Fange an zu spielen, zu singen oder zu lesen, sich mit der spirituellen Arbeit zu beschäftigen, damit du nicht in dem Zustand hängen bleibst. Auf keine Fall muss man nachdenken, warum es einen Hass gibt, woher dieses gefühl kommt und wozu. Auch, wenn er uns am Ende zu etwas Gutem führt, braucht man solche Gedanken nicht. Sie werden uns als Hindernisse gegeben, also fange an, gegen sie zu arbeiten, das heißt, lasse sie in Ruhe.

Wenn diese in Verbindung mit unreinen Kräften, Gedanken kommen, auch wenn wir wiederum beginnen, diese zu verfluchen und angeblich nicht lieben, aber die ganze Zeit sich in ihnen befinden, füttern wir sie damit und sie leben weiter.

Frage: Wie kann man dem Freund helfen, der sich in solch einem Zustand befindet?

Antwort: Man soll ihn in die Gruppe bringen, z.B. gemeinsam essen, singen, lernen, irgendwas unternehmen, aber er muss nicht über das Schicksal klagen. Man darf den Freund mit seinen negativen Gedanken nicht alleine lassen, sondern ihn gemeinsam aus diesem Zustand herausziehen. Nur, wenn er sich dagegen wehrt, braucht ihr nicht länger bei ihm zu bleiben, sondern gibt ihm zu verstehen, dass ihr ihn verlassen werdet, weil ihr nicht verpflichtet sind, mit ihm zu „sterben“. [129070]

Auszug aus dem Unterricht, 07/02/14



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Wolf im Schafspelz

Frage: Warum wird gesagt, dass die Seele vom Schöpfer ganz abgetrennt wird und gleichzeitig Ihm in den Eigenschaften gleicht? Entsprechend den spirituellen Gesetzen müssen sie doch infolge der identischen Eigenschaften ein Ganzes sein?

Antwort: Die Seele ist das Verlangen zu empfangen und nicht der Wunsch zu geben. Warum ist sie gebend? Durch die Handlungen, die sie erfüllt, wird sie mit dem Verlangen des Gebens verglichen.

Obwohl innerhalb des Verlangens der Wolf sitzt, scheint er von außen ein Schaf zu sein. Jetzt hängt alles davon ab, wie dieser Wolf diesen Schafspelz anziehen wird oder ihn nach seiner Wahl und seinem Wunsch abnimmt.

In der Welt Azilut ist alles weiß und hell, ein vollkommenes Schaf. In der Welt Briya wird schon sichtbar, dass dieser Wolf ein Schaf sein will. Er benimmt sich wirklich wie ein Schaf. Es ist dennoch sichtbar, dass dort innen – der Wolf sitzt.

Das heißt, auch wenn es die spirituelle Welt, die Seele und das Geben sind, erscheint dennoch eine Warnung, dass sie sich nicht in der Verschmelzung mit dem Schöpfer befindet. Es erscheint etwas, was sie voneinander trennt – der Wolf, der innen sitzt, unsere Selbstsucht eben.

In der Welt Jezira wird sie noch mehr sichtbar, dort hat das Verlangen zu genießen keine Macht über sie. Positiv ist jedoch, dass es mit dem Schöpfer verbunden ist, sie hängt von Ihm vollständig ab. Der Schöpfer bestimmt alles, was geschehen wird, und ich selbst kann nichts entscheiden. Ich habe keine Kräfte, ich bin schwach, bin das Instrument in Seinen Händen. Dem Wolf ist jetzt bewusst, dass er der Wolf ist, er empfindet einen größeren inneren Widerstand, aber hält sich dennoch zurück.

Wenn man jedoch in die entgegengesetzte Richtung, von unten nach oben, hinaufsteigt, und die Welt Jezira betrachtet, die dem kleinen Zustand (Katnut) gleicht, dann begreife ich, dass ich klein bin. Es gibt die höheren Stufen, die besser als ich sind, und ich erprobe momentan gerade diesen Zustand. Somit gibt es sowohl die positiven als auch die negativen Momente.

Und in der Welt Assiya… Das Begreifen, dass ich zu nichts tauge, bringt mich in den Zustand des Embryos. Ich kapsele mich ab, um mich der höheren Macht vollständig zu übergeben, und habe nicht die geringste Chance, außer – in Form eines Punktes Ihm verglichen zu werden. [129098]

Auszug aus dem Unterricht nach „der Einführung in die Wissenschaft der Kabbala (Pticha)“, 04/03/14



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Verbreitung belebt den Menschen

Frage: Wie kann man die Leiden des Publikums auf dem materiellen Niveau in das Spirituelle übertragen, das heißt, in allem den Mangel des Lichts erkennen?

Antwort: Es geschieht von sich aus, da du dich in deinem Zustand befindest, und das Publikum – in seinem. Wenn du es hörst, nimmst du alles eigenwillig wahr, denn jeder richtet doch „im Maß der eigenen Mängel“. Deshalb wirst du diese Probleme innerhalb deiner Wahrnehmung verstehen und fühlen. Fürchte dich nicht, dich mit ihren materiellen Bedürfnissen zu verbinden.

Obwohl ihre Ansprüche rechtmäßig, natürlich und notwendig sein können, wirst du sie dennoch in den Begriffen deiner Stufe empfinden.

Frage: Werde ich folglich ihre Klagen jedes Mal anders, entsprechend meinem sich ändernden Zustand entziffern?

Antwort: Dein Zustand wird sich zusammen mit ihnen ändern. Du wirst plötzlich beginnen, den Schöpfer dafür zu beschuldigen, was Er mit ihnen veranstaltet, du wirst offenbaren, dass es dir an den Kräften fehlt, Ihn zu rechtfertigen. Die Verbreitung gewährt uns das breite Arbeitsfeld, belebt und ruft in uns viele Veränderungen hervor. [129105]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 05/03/14



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Das Leiden innerhalb der Verhüllung = dem Genuss infolge der Offenbarung

Frage: Baal HaSulam schreibt im „Vorwort zum TES“: „Die Offenbarung des Antlitzes des Schöpfers verwandelt ein beliebiges Leiden während der Verhüllungsperiode in die wunderbaren Genüsse. Der Mensch bedauert sogar, dass er nur die wenigen Leiden ertragen hat“. Wie verwandeln sich die Leiden in die Genüsse, wenn sie in der Vergangenheit schon geschehen sind? Vielleicht zeigt man uns nochmal denselben Film?

Antwort: Angenommen, du leidest an einer Verdauungsstörung und kannst nichts essen, weil du furchtbare Schmerzen bei jeder beliebigen Nahrung verspürst. Vor dir stehen die wunderbaren, auserlesenen Gerichte, die du sogar nicht ansehen kannst.

Später heilst du den Magen und kannst diese Gerichte genießen. Bis du dein Problem korrigiert hast, war es sogar unmöglich, das Essen anzuschauen, und jetzt genießt du es beim Ansehen. Somit lag das Problem nicht in der Füllung, sondern in dir, in deinen Gefäßen. Die Füllung verursachte kein Übel. Sie ärgerte dich durch ihre Anwesenheit, aber innerhalb dieser Füllung gab es nichts Böses. Das Böse befand sich in deiner Krankheit. [129108]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 05/03/14



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Zu beten, bedeutet das eigene Herz anzuflehen, sich zu entflammen

Frage: Warum wird gesagt, dass der Mensch die Rechtfertigung (Barmherzigkeit) erlangen muss? Macht er das selbst oder wirkt das höhere Licht auf ihn ein?

Antwort: Wir erwähnen nicht, dass hier die höhere Kraft gilt, obwohl alles unter ihrer Lenkung geschieht. Wenn es heißt „der Mensch soll etwas korrigieren“, dann ist damit gemeint, dass der Mensch vom höheren Licht die Korrektur fordert.

In unserer Welt handeln wir genauso, wenn wir sagen, dass ein Haus von einem großen Architekten gebaut wurde. Dabei baute der Architekt kein Haus. Er hat das Haus projektiert, wonach es später von anderen Menschen erbaut wurde. Man sagt aber, das Haus ist vom Architekten gebaut, manchmal wird sogar eine Gedenktafel mit seinem Namen aufgehängt.

Wir sprechen nicht über die Kräfte, die wir einsetzen. Es gibt den Schöpfer – die einzige höhere Kraft, die gut und wohltragend ist, und das Gesetz der Übereinstimmung der Eigenschaften mit Ihm. Dieses bestimmt alle Stufen der Leiter – das Gesetz, das nicht überschritten werden darf. Alle unseren Bitten, unsere ganze Arbeit, hängt von uns ab. Wenn wir uns durch die richtige Ausrichtung aktivieren, dann bekommen wir das Licht.

Es ist die ständige Quelle, in der sich nichts ändert. Alles hängt nur von unserer Ähnlichkeit mit dem Licht ab. Deshalb sagen wir nicht, dass uns das höhere Licht korrigiert. Wenn es konstant und das absolute Gute ist, so klärt sich alles nur von meinem Verlangen, die guten Veränderungen zu erlangen – das Licht wird sofort wirken.

Ich soll nicht fragen. Deshalb heißt es „flehe nicht an“, sondern “bitte” den Schöpfer, als ob ich zu mir und nicht zu Ihm sprechen sollte. Ich soll eigene Verlangen offenbaren. Alle Handlungen sind dazu vorbestimmt, mein Herz anzuzünden. Das höhere Licht hält sich in der absoluten Ruhe auf, das ganze Problem liegt in unserem eigenen Herz. [129111]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 05/03/14



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Magnetismus des Gebens

Frage: Wie kann man den eigenen Zustand außerhalb des Verlangens zu genießen messen, und ist es überhaupt möglich, wenn wir uns doch die ganze Zeit innerhalb dieses Verlangens befinden?

Antwort: Das bedeutet, ich wäre bereit, im laufenden Zustand ewig zu bleiben, das heißt im absoluten Geben (Chafez Chessed) zu bleiben, was auch immer geschieht. Je höher ich hinaufsteige, desto niedriger fällt mein Zustand Chafez Chessed herab, sprich erstreckt sich auf das niedrigste Niveau. Das heißt eben die Messung außerhalb des Verlangens zu genießen. Im Zustand Chafez Chessed erfülle ich keine Berechnungen und bemühe mich, im kleinen, ständigen Zustand möglichst länger zu bleiben.

Somit kann ich die Berechnung außerhalb des Verlangens zu genießen nur dann realisieren, wenn ich die Belohnung nicht in Form der Füllung für die eigene Selbstsucht wahrnehme. Ich bekomme eine Fähigkeit wie ein Eisenstück, das vom Magnet in die Luft gezogen wird. Dank dem Magnet kann das Eisen in der Luft hängen bleiben. Das Verlangen steigt aus der egoistischen Absicht hinauf, und zwar in dem Maß, in dem das Licht darauf einwirkt, und kann in der Luft (in der Absicht des Gebens) hängen bleiben.

Das Verlangen ändert sich nicht, aber seine Absicht dreht sich von sich auf den Nächsten um, das heißt auf den Schöpfer. Folglich können wir außerhalb des Verlangens zu genießen bewerten. [128989]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 02/03/14



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Operation unter lokaler Narkose

Frage: Wie kann man dem  Zustand „Chafez Chessed“ näher kommen?

Antwort: Man kann nur mit Hilfe des Lichtes, das zur Quelle zurückführt, vorankommen, indem man alle Handlungen pedantisch erfüllt, die uns von Kabbalisten empfohlen werden. Hier wird eine sehr eifrige, einfache, konsequente Arbeit gefordert, die man erfüllen muss, während das Licht auf dich einwirkt und zum Ergebnis bringt.

Du erfüllst diese pedantische Arbeit über deinem Verlangen zu genießen, über deinem Körper  (Egoismus). Du „zerschneidest“ es, du spaltest es und setzt dieselben Handlungen hartnäckig fort. Jedes Mal ziehst du das neue Licht heran – so „häuft sich Groschen für Groschen das große Kapital an“.

Frage: Soll meine Handlungen eine bestimmte Forderung, ein Gebet begleiten?

Antwort: Deine Forderung soll lauten: “Ich will nichts fordern, außer das Geben zu erlangen”. Und dieses Gebet ist auch eine Folge des Einflusses vom umgebenden Licht. Wir müssen den Trennungsprozess von der Selbstsucht durchgehen, der sehr schmerzhaft ist. Um diesen Schmerz zu mildern, wird er in sehr kleine Schritte unterteilt, in dem Maße, in dem der Mensch die Leiden ertragen kann.

Um diesen Prozess zu beschleunigen, ist dir die Gruppe gegeben. Bemühe dich, mit ihr diesen Prozess der Loslösung von der Selbstsucht zu teilen. Dafür gibt es die wunderbare Möglichkeit mit Hilfe der Klipa (die Hilfe der egoistischen Kraft), diese Trennung durchzuziehen.

Wir bilden einen Körper, der in sehr viele  kleine Stückchen zerschnitten ist. Wenn du jetzt fühlen würdest, wie man dich in viele Teile zerschneidet, dann könntest du diese Empfindung niemals ertragen. Stelle dir vor, man würde von dir Stücke abschneiden. Es ist ganz unmöglich, das auszuhalten.

Damit du diesen Schmerz nicht empfindest, wird dir die Empfindung der Verbindung mit allen anderen Teichen entzogen. Nur auf diese Weise kannst du diese Handlungen ertragen. Klipa, die egoistische Schale, die uns voneinander trennt, hilft uns, leichter durch alle Zustände zu gehen. Das heißt beide Teile zusammen, sowohl die Klipa als auch das Geben, führen zum Ziel..

Klipa arbeitet mit unserer Negativform. Wäre sie nicht vorhanden, könnten wir nichts ertragen. Sie stört uns, den guten Zustand zu erreichen, der die Vereinigung in ein Ganzes, in die Einheit vorsieht. Aber andererseits  hilft sie uns, mit dem Übel zurechtzukommen, das auf Viele aufgeteilt ist. Ich fühle die Unglücke nicht, die mit anderen Menschen, in anderen Teilen der Welt geschehen. Wenn ich jetzt alle Leiden der Menschheit fühlen würde, dann könnte ich diese niemals ertragen. Deshalb wird gesagt, dass „die Schale (Klipa) die Frucht behütet“. [128975]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 02/03/14



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Zwei unzertrennliche Teile

Die Wirklichkeit, in der wir uns befinden, wird auf die Welten, Parzufim und Sefirot unterteilt, welche die „Kleidung“, den „Ort“ für die Seele beinhalten. Die Seele ist die Folge der Entwicklung dieser Struktur, die ihrem inneren Punkt entsprungen ist.

In Analogie dazu haben sich in unserer Welt die unbelebte, pflanzliche, tierische und menschliche Natur entwickelt. Ebenso entwickelte sich das, dieser Entwicklung, vorangehende spirituelle System.

Es existiert die Übereinstimmung zwischen dem System der Welten mit allen seinen Mechanismen und dem System der Seele, die sich darin befindet. Die Welten stellen den äußerlichen Teil und die Seele – den inneren Teil dar.

In Wirklichkeit existiert nur eine Seele, die wir jedoch nicht empfinden. Uns steht noch bevor sie zu begreifen. Je nach unserer Vereinigung werden wir beginnen, dieses System zu betreten, es zu fühlen.

Davor sind wir in unserer Empfindung von diesem System abgerissen, abgeschaltet.

Somit wird auch das System der Welten in zwei Teile aufgeteilt: innerer und äußerlicher Teil:

Der innere Teil beinhaltet die Systeme der Welt der Unendlichkeit, sowie die Welten Adam Kadmon und Azilut:

Und der äußerliche Teil beinhaltet die Welten Briya, Jezira und Assiya (BЕА), einschließlich diese Welt, welche die letzte, niedrigste Stufe bildet.

Die Seele unterliegt in diesen Welten dem Zerbrechen. Sie wird – sowohl bis zum Zerbrechen, als auch danach, d.h. sowohl zwecks der Trennung, als auch zwecks der Korrektur – in zwei Teile unterteilt: in den inneren und äußerlichen Teil.

Den inneren Teil der Seele bilden die Menschen, die direkt zum Schöpfer (Israel) gerichtet sind, wer also strebt, die Verschmelzung mit Ihm zu erreichen. Den Anfang hat Adam gelegt, der vor 5774 Jahre diese Bestrebung zum ersten Mal empfunden hat und das System der allgemeinen Seele und der Welten offenbarte.

Danach gab es zwanzig Generationen bis zum Abraham, der die Menschen zu einer Gruppe bildete, die den Schöpfer begreifen wollten und die er „Israel“ nannte. Dadurch kapselte er sie von den anderen ab, damit sie beginnen konnten, untereinander nach dem Prinzip der Nächstenliebe zu arbeiten, um die Ähnlichkeit der Eigenschaften zu finden und das höhere System zu begreifen.

Später wurde diese Gruppe „zerbrochen“, ging in die Vertreibung und bereitet sich heute zusammen mit allen, wer sich an sie jeden Tag anschließt, an die Selbstkorrektur vor.

Insgesamt begann die Etappe der Korrektur nicht nur dieser Gruppe, sondern auch der ganzen Menschheit.

Wie dem auch sei, bleibt die Aufteilung in zwei Teile in allem erhalten. Das Volk Israel – welches zum Schöpfer strebt, teilt sich in zwei Hälfte: Galgalta we-Ejnaim (das Innere) und АCHaP (das Äußerliche). Die Menschheit teilt sich auch in den inneren und äußerlichen Teil auf. Wir können sie in jedem Detail erkennen, da die Teilchen und das Ganze gleich sind. Es verhält sich sowohl zu den Welten, als auch zu den Seelen, auf die sich die allgemeine Seele geteilt hat.

Das Innere und das Äußerliche stehen einander entgegen und das höhere Licht wirkt ein, um das System der Welten und das System der Seelen ins Gleichgewicht zu bringen.

Die Einwirkung des höheren Lichtes auf uns, wird auch auf die innere und äußerliche unterteilt. Wenn sich also die Gefäße in zwei Teile bezüglich des Lichtes, des Schöpfers, des höheren Systems teilen, dann gilt die Teilung in jedem Teilchen.

Dementsprechend heißt der äußerliche Teil der Welten „die Völker der Welt“, und deren äußerlicher Teil – „Israel“, laut dem geraden Vektor zum Schöpfer. „Das Volk Israel“ und „die Völker der Welt“ werden auch auf das Innere und das Äußerliche unterteilt.

Jede Welt, jeder Parzuf im allgemeinen System, wo die Seelen existieren, bis sie sich zu einer Seele verbinden, dieses „Betriebssystem“, welches die Seelen verwaltet, teilt sich auf das innere und äußerliche auf, in Galgalta we-Ejnaim (Gefäße des Gebens) und АCHaP (Gefäße des Erhaltens). [128929]

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Vorwort zum Buch Sohar“, 03/03/14



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Mischmaschine

Die Grundlage einer Gruppe bildet der tägliche Morgenunterricht. Wenn man sich nicht daran beteiligt, zumindest tagsüber, wenn man könnte, ist man von mir abgetrennt. Und auch der Unterricht selbst sollte eine stetige Handlung des einander Durchmischens sein., damit wir uns als ein Ganzes erkennen und das Licht erwarten, dass sich unter uns enthüllt.

Der Unterricht soll auch sehr schwer sein und einer Mischmaschine gleichen, in welcher diese ganze Masse aus Sand, Zement und Wasser solange gerührt wird, bis alle Bestandteile vollkommen verbunden sind. Wir müssen spüren, wie sich genauso den Unterricht entwickelt – unter großen Schwierigkeiten und Anstrengungen. Wenn man diese Schwierigkeiten nicht spürt und sie ignoriert, erbaut man weder ein Kli, noch zieht man das Licht an. Die Anstrengung und die Anspannung sollten immer verspürt werden.

Sich an den Rav anzuheften, an das Höhere Licht (Eljon), bedeutet nicht, dass man sich an eine bestimmte Person oder ihr Äußeres anheftet. Der Höhere (Eljon) ist kein Mensch, sondern ein spirituelles Konzept, denn im Menschen tendiert die Verbindung zum Höheren.

Daher sollst du klären:

  • Warum wurde er ausgewählt, um für mich der Höhere(Eljon) zu sein?
  • Was bedeutet der Begriff „der Höhere“, an den ich mich anheften soll?
  • Und wie kann ich durch diese äußere Form der Anheftung, durch welche ich mich an den Höheren (Eljon) binde, eine innere Anheftung mit ihm erreichen?

[128907]

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Lehrer“, 27/02/14



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