Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Gott und der Dollar

Kommentar: Eine Gruppe von Atheisten hat eine Klage beim Bundesgerichtshof in Ohio USA eingereicht, mit der Forderung, den Ausdruck „in Gott vertrauen wir“ vom Dollarschein zu entfernen. Sie beklagen, dass sie gezwungen sind, diese Scheine zu verwenden. Ihrem Empfinden nach wird dadurch angedeutet, dass Gott in finanzielle Aktivitäten eingreift, was ihrem nicht religiösen Glauben widerspricht.

Meine Antwort: Es gibt keine größere Gotteslästerung und Verzerrung der Idee des Schöpfers, als solch einen Ausdruck auf die Geldscheine zu drucken, unabhängig davon, welcher Religion das Land angehört. Die Amerikaner denken, dass ihnen das hilft und sie beschützt, was bedeutet, dass Gott den Dollar beschützt, da auf dem Dollarschein Gott erwähnt wird.

Was kann ich dazu sagen? Es ist besser, das Geld durch Plastikkarten zu ersetzen, sodass die Menschen bezahlen können ohne schmutzige Papierscheine zu benutzen. In Zukunft werden die Menschen alle denselben Geldbetrag auf ihrer Bank benötigen und sie werden das Geld nur für ihre Grundbedürfnisse brauchen. Das können zum Beispiel 1000 Dollar im Monat sein, und wenn jemand nicht das ganze Geld braucht, dann kann er den Rest im nächsten Monat ausgeben. Die nächste Stufe wird eine Stufe ohne Bankkonto oder Geld sein. Der Mensch wird nur das konsumieren, was er von speziellen Warenhäusern oder Geschäften braucht. Und jeder wird sich darauf verlassen können, dass man nur das nimmt, was man braucht und mehr nicht.

Kommentar: Der Mensch muss aber einen besonderen Erziehungsprozess durchlaufen müssen, damit er nur das nimmt, was er braucht.

Antwort: Das werden wir erreichen müssen.

Kommentar: Das hört sich an wie Science Fiction.

Antwort: Das wird das Obere Licht enthüllen, eine besondere Kraft, die uns korrigiert. Natürlich werden wir nicht in der Lage sein, diese Stufe der Korrektur selbst zu erreichen. Das ist unmöglich. Aber wir werden fähig sein, eine besondere, noch versteckte, gute Kraft in der Welt wachzurufen. Durch unsere Einheit und Verbindung und durch unsere Anstrengungen wird uns das Licht korrigieren und seiner Form angleichen. Wir werden nicht mehr nehmen als wir brauchen und wir werden nur das produzieren, was tatsächlich notwendig ist, sodass sich jeder gleich gut und behaglich fühlen wird.

Frage: Wo wird der Name Gottes in Zukunft geschrieben stehen?

Antwort: Der Name Gottes wird im menschlichen Herzen geschrieben stehen, nicht auf einem Geldschein. Das Herz ist die Ansammlung aller menschlichen Wünsche. Es muss sich selbst verändern und Sein Name werden! Alle menschlichen Handlungen, alle Wünsche, das ganze System, in dem alles voneinander abhängig ist, wird allegorisch „Herz“ genannt. Es muss sich ändern und dem Willen des Schöpfers folgen. Alle Handlungen eines Menschen, all seine Wünsche, das ganze System, das ein Herz genannt wird, muss das Bild des Schöpfers verkörpern. Das bedeutet, dass das Herz selbst ein System ist und die Summe all seiner inneren Beziehungen soll dem Schöpfer ähnlich sein.

Aus KabTV “Gespräche mit Michael Laitman” 1/26/16

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Zika Virus

Frage: Was hat es mit dem Zika Virus auf sich? Ist er eine Bedrohung für die Menschheit?

Meine Antwort: Die rapide Verbreitung des gefährlichen Zika Virus, die die Weltgesundheitsorganisation als einen Globalen Gesundheitsnotstand deklariert hat, ist unser Weckruf. Die Gefahr der Verbreitung von tödlichen Viren steigt wie Ebola und Schweinegrippe von Saison zu Saison an. Das deutet darauf hin, dass die Natur aus dem Gleichgewicht geraten ist, und sie drängt uns zu einer signifikanten Veränderung in der Art, wie wir diese Krankheiten bewältigen. Kurz bevor das Gesundheitssystem komplett außer Kontrolle gerät und die Natur uns mit weiteren Epidemien trifft, sollten wir besser anfangen, das Problem an der Wurzel zu behandeln.

Wenn man die Natur beobachtet, kann man sehen, wie alle ihre Teile in Harmonie zusammenarbeiten. In dem Maße wie auch nur ein Element geschädigt wird, gerät das gesamte System aus dem Gleichgewicht. Die einzige Ausnahme ist der Mensch. Der Mensch lebt vor allem auf Kosten der anderen, und seine ausbeuterische Haltung gegenüber anderen verletzt konsequent das Gesetz des Gleichgewichts der Natur. Aber die Unkenntnis des Gesetzes schützt uns nicht vor Strafen … Jeder Verstoß gegen die Gesetze der Natur führt zu einer schmerzhaften Gegenreaktion. Dieses Mal trifft uns der gefährlich bedrohliche Zika Virus. Das Gleichgewicht liegt in unseren Händen. Im Gegensatz zu allen Teilen der Natur, die aus einem natürlichen Instinkt heraus in Balance und Harmonie zusammen arbeiten, müssen wir Menschen diese Harmonie bewusst und aus freien Stücken herbeiführen.

Wenn wir ein korrektes System anwenden, das wie die Weisheit der Kabbala auf den Gesetzen der Natur basiert und den Schwerpunkt auf wertschätzende zwischenmenschliche Beziehungen nach dem Prinzip der Nächstenliebe legt, werden wir ein Gleichgewicht im System der Natur schaffen können. Sobald wir einen Schritt in diese Richtung machen, werden wir sofort diese positive Kraft erwecken, die in der Natur verborgen ist. Das wird das Negative ausgleichen und unsere Welt kommt wieder ins Gleichgewicht. Und damit auch der Zika Virus.

Ich wünsche uns allen eine gute Gesundheit!



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Die Zeit reicht aus!

Frage: Wie kann sich ein Mensch in seinem kurzen Leben so entwickeln, dass er sich mit der Kabbalah beschäftigt, ihre Weisheit erkennt, sie annimmt und auf die Stufe der Verbindung aufsteigt?

Meine Antwort: Zu uns kommen Menschen unterschiedlichen Alters. Das Leben ist nicht zu kurz, wie es scheint. Es existieren exakte Gesetze, die dem Menschen die Möglichkeit geben, sich während seines Lebens selbst zu verwirklichen. Sobald man anfängt, Kabbalah zu studieren, ist es, als würde die Zeit verfliegen und man schafft nichts. Aber in Wirklichkeit ist es umgekehrt, die Zeit wird  komprimiert und plötzlich stellt man fest, dass man Zeit für alles hat. So wird es durch die Höhere Lenkung geregelt. Unsere Welt wird nicht durch irgendwelche, unbekannten Gesetze gelenkt.

Wenn man in Richtung auf das Ziel der Schöpfung geht, steht man sofort unter dem Einfluss vollkommen anderer Kräfte. Auch wenn man im Alter von 70 Jahren zu studieren beginnt, kann man alles erreichen. Es gibt keine Einschränkungen. Und überhaupt, wir brauchen uns keine Gedanken darüber zu machen – das ist nicht unser Problem, sondern die Aufgabe der Höheren Lenkung, die dem Menschen zeigt, dass man sich um das integrale System kümmern muss, wie man aktiv daran teilnehmen kann, denn andernfalls gibt es keine Lösung.

Aus „Lektion aus dem Jüdischen Kulturzentrum in Moskau, 24.11.15“

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Tora und Mizwot: Nicht, was du dachtest

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Zusammenfassung

Die Menschheit lebt in ihrer Welt ohne sich des Systems, das sie steuert, bewusst zu sein, und so bekommt sie Schläge. Dieses System wird von uns “Tora” genannt. Die Tora beschreibt die 613 Kräfte, die den Menschen lenken und die 613 Wünsche, die als eine korrekte Reaktion auf die aktiven Kräfte wünschenswert sind. Die Situation gleicht einem Menschen, der sich in einem dunklen Raum mit einem Tresor befindet,  er ist hungrig und traurig und sieht überhaupt nichts. Nur wenn er die Tora und Mizwot (Gebote) gemäß ihrer Definition in der Weisheit der Kabbala ausführt, werden sie seine Wünsche korrigieren und das Licht enthüllen.

Mit der Periode der Zerstörung des Ersten Tempels (Beit HaMikdash) begann der Abstieg der Generationen, und Unwissenheit über das Verständnis von Tora und Mizwot verbreitete sich im Volk Israel. Die Kinder Israels, die unter die Kontrolle des Egos gerieten, hörten auf, das Leben spirituell zu sehen und die Einstellung gegenüber Tora und Mizwot wurde zu einer Formalität. Sie führten die Mizwot im buchstäblichen Sinn aus, wie es in der Tora in einer äußeren Form geschrieben steht. Sie versuchten nicht „Und du sollst deinen Freund lieben wie dich selbst“ zu erreichen (Levitikus 19:18) und das reformierende Licht, das die Seele korrigiert, verschwand. Wenn wir zu der inneren und korrekten Ausführung von Tora und Mizwot zurückkehren, enthüllt sich uns eine andere Welt und wir werden die Höhere Kraft entdecken, die die allgemeine Kraft der Natur ist; und wir werden verstehen, wie sie auf uns wirkt und wir werden ein Verständnis dafür bekommen, wovon wir geleitet werden. Die korrekte Reaktion eines Menschen auf diese Kraft macht ihn ihr ähnlich – bis er eins mit ihr wird.

Es ist heute unsere Verpflichtung, der Menschheit beizubringen, was die korrekte Bedeutung von Tora und Mizwot ist; ansonsten wird das Leben weitergehen bis es zu irgendeinem Zeitpunkt möglich sein wird, die Ewigkeit zu erreichen. Nach religiöser Auffassung erwartet der Mensch eine Belohnung oder ein Paradies in der nächsten Welt. Doch die Weisheit der Kabbala lehrt, dass alles vom Menschen abhängt, der den Zustand „Du wirst deine Welt zu Lebzeiten sehen“ erreicht (Berachot 17a). Und wenn wir die Liebe zueinander entwickeln, werden wir die Höhere Welt enthüllen.

In der Vergangenheit erreichten wir die Höhere Welt durch unser Verständnis, wie wir uns zu allem Existierenden auf allen Ebenen der Existenz in Beziehung setzen: unbelebt, pflanzlich, belebt und menschlich. Im Laufe der Zeit verschwand das Gefühl für die Höhere Welt und uns blieben nur noch mechanische Handlungen ohne jegliche Korrektur des Herzens.

Das menschliche Ego befindet sich in einer ständigen Entwicklung; die Welt wird immer schwieriger und leerer, und die Menschheit weiß nicht, wie sie sich selbst verwirklichen kann. Das Geschrei wird schrecklich sein, bis schließlich jeder zu der Frage gelangt: Wofür leben wir? Und dann wird sich eine neue Welt vor uns enthüllen. Mit Hilfe des reformierenden Lichts korrigieren wir die 613 Wünsche in uns und gelangen vom Egoismus zur Liebe. Jeder einzelne von uns ist durch 613 Fäden mit den anderen verbunden. Mit unserer egoistischen Natur wollen wir uns gegenseitig übervorteilen. Die Korrektur besteht darin, dass wir uns verbinden und jeden mit Güte beschenken wollen.

Aus KabTV, Tora und Mizwot: Nicht, was du dachtest, Neues Leben 673, 7.1.16



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Marihuana auf Rezept

Kommentar: Der israelische Gesundheitsminister, Jacob Litzman, kündigt an, dass israelische Ärzte in sechs Monaten Rezepte für Marihuana ohne Vollmacht des Gesundheitsministeriums ausstellen dürfen. Heute sind nur 36 Ärzte dazu berechtigt; wenn jedoch ein Gesetz erlassen wird, werden die Menschen regulär mit einem Rezept Marihuana in einer Apotheke erwerben können. Es ist interessant, dass Menschen in Russland für Drogenvergehen bestraft wurden.

Meine Antwort: Monate zuvor ging es um die gleiche Sache in Russland. Die ganze Welt geht in diese Richtung. Vor ein paar Jahren, als die Nichtraucherkampagne startete, warnte ich davor, Zigaretten staatlich zu verbieten, da dadurch die Verwendung von Drogen gefördert würde. Du gibst einem Menschen ein Stück Brot, ein Glas Wasser und eine Zigarette und er ist glücklich. Um sich zu betäuben schaut er TV, Fußball, Seifenopern, etc. Der Mensch muss zufrieden sein, damit er sich nicht auflehnt, nicht lärmt, sich nicht gegen die Regierung und den Staat richtet. Politiker wissen das und erfüllen solch kleine Bitten; sie „kümmern“ sich um die Menschen, werfen ihnen solange Krümel hin, damit sie sich ruhig verhalten und der Regierung die Kontrolle überlassen.

Frage: Glauben Sie, dass die Legalisierung von Drogen die Menschheit „gehorsam“ macht?

Meine Antwort: Sicher, dies wird solange weitergehen, bis sich die Bevölkerungszahl allmählich von sieben Milliarden auf eine Milliarde reduziert. Wenn die Menschen keine Familien haben und nicht mehr heiraten wollen, dies für sie sinnlos wird, wird eine Generation mindestens auf die Hälfte schrumpfen, innerhalb von zwei Generationen bis auf ein Viertel oder Fünftel. Ich schätze 2050 werden nur noch zwei Milliarden Menschen auf der Welt übrig bleiben.

Frage: Die Ursache davon wird die Legalisierung von Drogen sein?

Meine Antwort: Nein. Die Ursache von allem, was geschieht, ist der Egoismus. Einmal wird die Grenze dieser Entwicklung erreicht sein, dann verschlingt er sich von selbst. Es ist wie mit Kindern in sehr reichen Familien, denen alles erlaubt wird. Sie werden wild und wissen nicht, was sie tun sollen. Das Ego ist genauso. Es übertrifft sich selbst, wird zu einem Monster, das seinen eigenen Schwanz verschlingt, denn es besitzt keine Vernunft.

Frage: Ist damit gemeint, dass sich ein Mensch selbst füllt, um zu vergessen? Braucht er deshalb Drogen?

Meine Antwort: Sicher, es gibt nichts, was er dagegen tun kann. Die einzige Antwort darauf ist, die Menschen zu erziehen. Um sie zu bilden, setzen wir die positiven Kräfte in der Welt ein, die Energie, welche die negativen Kräfte ausbalanciert. Und zwischen diesen beiden Kräften können wir in einer vernünftigen, korrekten und klaren Weise existieren.

Wir haben eine Menge Beispiele für die Enthüllung der nächsten Entwicklungsstufe: Das Universum, Ein Sof (Unendlichkeit), die Welt der Seelen, die Welt der Ganzheit und Ewigkeit. Wir wollen das alles sofort und real erreichen. Erreichen wir es nicht, nehmen wir einfach Drogen, um uns dem Nirwana näher zu fühlen. Was haben wir in dieser Welt? Ich öffne meine Augen und was sehe ich? Eine Welt, von der ich mich zurückziehen und die ich vergessen will. Sieh hin, wie viele Menschen sich heute im Zustand der Abtrennung befinden und gezwungen sind, Antidepressiva zu nehmen. Es gibt so viel Depression. Sogar bei Kindern und Haustieren. Ein Mensch findet in dieser Welt keinen lebenswerten Sinn, besonders wenn er nicht mehr in seiner Arbeit motiviert ist, er keinen Bereich für sich erforschen kann, nichts erreicht und nichts Neues für sich entdecken kann. Wenn wir das Interesse an Sex und Essen verlieren, bleibt uns nichts, außer uns durch chemische Keulen zu betäuben.

Frage: Sind Sie für oder gegen liberale Drogengesetze?

Meine Antwort: Ich bin weder dafür noch dagegen. Alles wird durch den allgemeinen Egoismus gelenkt. Beide, der Gesetzgeber und der Drogendealer, jeder arbeitet unter dem Druck des Egoismus. Wenn wir nicht die positiven Kräfte in Balance zu den negativen, egoistischen Kräften in unserer Welt bringen, werden wir untergehen.

Von Kab TV „Neues von Michael Laitman“, vom 21/1/16

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Soros ist nicht unser Bruder

Frage: Die Menschenrechtsbewegung Human Rights Watch wird von dem bekannten, jüdischen Philanthropen George Soros unterstützt. Soros appelliert jedoch an Banken und Handelsunternehmen, ihre Zusammenarbeit mit Israelischen Siedlungen und besetzten Gebieten, einschließlich der Jüdischen Gebiete in Ost Jerusalem zu stoppen. Es ist schon schwer genug, dass die EU uns neutralisieren will, und nun kommt auch noch Soros ins Spiel.

Meine Antwort: Es ist kein Geheimnis, dass Juden hinter einigen Antiisraelischen Bewegungen stehen und wir dürfen das nicht ignorieren. Die Juden selbst bringen sich der erneuten Vernichtung näher und sind auch noch der Meinung, dass sie das Richtige tun.

200 Jahre vor der Zerstörung des Zweiten Tempels waren wir auf einem spirituellen Level und lebten nach dem Prinzip „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Danach änderten sich die Dinge und wir fielen von dieser erhabenen Stufe auf die Stufe des unbegründeten Hasses ab. Seither befinden wir uns im „Exil“. Das bedeutet, dass wir von der höchsten auf die niedrigste Stufe abstiegen und nun zu den schlimmsten Egoisten der Welt gehören. Wenn wir unter großem Druck stehen, helfen wir einander, da unser Überlebensinstinkt erwacht. Doch spüren wir keinerlei Bedrohung und einer von uns erreicht die Spitze, erstickt er die anderen erst recht. Wir brauchen keine Antisemiten –Soros allein macht seinen Job außerordentlich gut.

Seit sich unsere ureigensten Beziehungen verändert haben und Liebe durch Hass ersetzt wurde, behandeln wir uns gegenseitig genauso wie uns alle Völker behandeln. Wir lieben nicht; wir stoßen einander ab und sind bereit, uns gegenseitig zu verkaufen und uns von einander zu trennen. Dies resultiert aus der Zerstörung des Zweiten Tempels, die wir durchliefen. Die Weisheit der Kabbala erzählt uns über unsere Geschichte, über die verlorene Liebe und die Enthüllung des Hasses.

Soros, die Berater Obamas und andere Juden in führenden Positionen in Europa und den USA rufen zum Boykott Israels auf und stehen an der Spitze der antisemitischen Attacken gegen unser Land. Daher sehe ich diese Menschen nicht als Brüder, wie wir es vor der Zerstörung des Zweiten Tempels waren. Wir müssen diese Tatsache akzeptieren, auch wenn wir sie gar nicht richtig verstehen. In schlechten Zeiten verhalten wir uns wie Brüder, da wir alle den gleichen Druck von außen spüren. Doch nur wenn wir wieder zu Brüdern werden, werden wir den Hass gegen uns eliminieren.

Frage: Was wird uns zur Verbindung drängen?

Meine Antwort: Es gibt zwei Wege. 1) Die immensen Leiden, denen wir ausgesetzt sind, werden uns letztendlich dazu bringen, unsere Beziehungen zwischen uns und zwischen Israel und der Welt zu reflektieren und zu verbessern; das ist der eine Weg. 2) Oder wir gehen den Weg, den uns die Kabbala vorgibt; er gleicht einer inneren moralischen Revolution, die wir brauchen, um uns auf friedliche Weise zu verbinden.

Wir haben die Methode der spirituellen Verbindung, die man auch Weisheit der Kabbala nennt, die sich aus oben genannten Gründen genau in unserer Zeit enthüllt. Wir müssen sie anwenden und sie in der ganzen Welt verbreiten, wie geschrieben steht: „Und du sollst sie behalten und tun, denn das ist deine Weisheit und Erkenntnis in den Augen der Menschen“ und wir dürfen es nicht verhüllt lassen.

Aus KabTV, „News mit Michael Laitman“, 19.1.16

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Bist du bereit, weniger zu arbeiten?

Die stellvertretende Vorsitzende des Zionistischen Lagers, Tzipi Livni, schlug vor, den Sonntag in Israel als zusätzlichen freien Tag einzuführen. Sie glaubt, dass dies dabei hilfreich wäre, die gespannten Verhältnisse, die in der Gesellschaft bezüglich der Shabathruhe existieren, zu reduzieren. Es entstünde eine bessere Verbindung der Israelis untereinander, die zu  guten nachbarschaftlichen Verhältnissen und zur gegenseitigen Verbindung führen könnte.

Meine Antwort: Ich würde drei Feiertage vorschlagen: Freitag für die Muslime, Samstag für die jüdische Religion und Sonntag für die christliche Religion. Damit wären wir sicher, dass alle drei Tage dazu dienen, dass die Menschen tatsächlich ihre Freizeit genießen könnten. Am Sonntag könnten die Menschen mehr raus gehen, einkaufen und sich unterhalten. Es wäre gut, einige soziale Programme für die Kinder vorzubereiten. Immerhin hätten die Kinder zwei freie Tage, an denen sie einer schönen Beschäftigung nachgehen könnten.

Um diese Gelegenheit für eine richtige Entwicklung nicht zu verpassen, bräuchten wir eine ernsthafte Vorbereitung und pädagogische Struktur, die zu körperlicher und geistigen Gesundheit führt. Der Staat muss den Großteil der Verantwortung für die freie Zeit, des drei-Tage-Wochenendes, zum Nutzen der gesamten Öffentlichkeit auf sich nehmen. Ich glaube, dies würde die Spannungen und Feindseligkeiten in der Gesellschaft reduzieren. Es sollte ein staatliches Programm geben, welches vorgibt, wie wir die Zeit befreit von überflüssiger und nicht mehr benötigter Arbeit verbringen können. Es gäbe Aktivitätsbereiche, die sich ohne Störungen weiter entwickeln könnten. Warum kann zum Beispiel die Arbeit, die ausschließlich von ausländischen Arbeitern verrichtet wird, nicht am Samstag erfolgen? Lasst die Leute entscheiden. Das Gleiche könnte für alle anderen Fachkräfte, die wir brauchen, gelten. Sie könnten gestaffelte Programme haben.

Wenn man die ganze Gesellschaft neu gestalten möchte, sind Überlegungen gefordert, die kluge Dinge ohne Parteimethoden umsetzen: Wer wird einen Nutzen haben und wie kann das für die Gesellschaft von Vorteil sein. Das ist ein sehr schwieriger Vorschlag, durch welche wir die gesamte Gesellschaft neu formen könnten. Es ist notwendig, an alle zu denken, um weise, unparteiische Entscheidungen zu treffen. Das ist ein sehr komplexer Vorschlag;  dadurch wäre es aber möglich, die Gesellschaft umzuformen.

Von KabTV, Nachrichten mit Michael Laitman 8.1.16

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Die Erhellung des schwarzen Punktes

Die Größe des Menschen in der spirituellen Welt ist der ständigen Erneuerung des Mondes ähnlich. Der Mond bedeutet Malchut, die selbst dunkel ist und nicht leuchtet, aber die Korrektur dank des Lichts, das sie widerspiegelt, erreicht. Die Korrektur des Mondes heißt Weihung, das bedeutet den Aufstieg bis zur Stufe Bina, dank der er erhellt wird. Der schwarze Punkt wird jeden Monat dank der Korrektur zum weißen Punkt. Monat (Hodesch) bedeutet Erneuerung (Hidusch) und dauert nicht unbedingt 30 Tage. Wir arbeiten mit unserem spirituellen Parzuf, der sich in Rosh, Toch und Sof unterteilt und der exakt 30 Sefirot beinhaltet. In der Zwischenzeit erneuern wir uns in jedem Moment, denn wir haben die Details noch nicht erfasst, die unseren Kontakt zum Schöpfer in jedem Punkt klären.

Es ist jetzt die Hauptsache, sich zu bemühen, einen Ubar (Keim) innerhalb der Umgebung zu bilden. Man muss sich den Schöpfer in Gestalt der vollkommenen Gruppe vorstellen, die sich in Vereinigung und Liebe befindet, und man muss sich in sie einreihen. Durch die Gruppe kann ich die Kräfte, die mir bei der Annullierung helfen, bekommen. Ich muss mich bezüglich aller lebenswichtigen Situationen annullieren. Doch das bedeutet nicht, dass ich untätig bin, wie man manchmal fälschlicherweise denkt, und bewegungslos meditieren muss, um mich vor dem Höchsten zu annullieren. Die Annullierung bedeutet die Aufhebung meiner Selbstsucht, und nicht Untätigkeit.

Ich muss sogar sehr viele Handlungen machen! Ich muss mit allen Störungen umgehen lernen, die das Prinzip der Nächstenliebe und die Höchste Kraft vor mir verhüllen. Ich muss trotz aller Störungen wissen, dass alles vom Schöpfer kommt, der Gut und Gutes tuend ist: Ich und meine Umgebung. Es ist nur der schwarze Punkt meiner egoistischen Perspektive, mit dem ich die Klärung meiner selbst und der Umgebung vornehmen muss. Nur diesen schwarzen Punkt muss ich in einen weißen umwandeln, um zu verstehen, dass alles entsprechend des Willens des Schöpfers geschieht und voranschreitet. Wenn wir solche Anstrengungen machen und einander helfen, werden wir bald zum Zustand des Keimes gelangen.

Aus der Vorbereitung auf die Lektion, 16.02.2014

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Interne und externe Interpretationen der Tora


Frage: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Israel, dem jüdischen Volk, dem Judentum und der Tora?

Antwort: Leider sind diese Konzepte zur Zeit nur wenig miteinander verbunden. Das jüdische Volk ist die Nation, die nach den Gesetzen der Weisheit der Kabbala gegründet wurde. Es sind Gesetze der engen Zusammenarbeit, gegenseitigen Hilfe und des gemeinsamen Ringens mit dem Egoismus, um sich in der Verbindung über das Ego zu erheben. Dafür gibt es eine ganzheitliche Methode, die uns lehrt, wie wir uns über unser zunehmend wachsendem Ego erheben können. Wenn wir diese spirituelle Verbindung erreichen, werden wir eine Nation sein.

Modernes Judentum ist in zwei Teile gegliedert:
1) Ein Judentum, das den äußeren Teil der Tora implementiert und sich in der körperlich irdischen Form auf die Beachtung der Mizwot (Gebote) konzentriert, wie es die orthodoxen Juden  tun.

2) Ein Judentum, das den inneren Teil der Tora implementiert und sich auf die Absichten konzentriert: „Wofür tue ich das, was ist mein Ziel?“ Hier liegt der Fokus nicht auf der physischen sondern in der inneren  Beachtung der Mizwot, die uns hilft, uns über unsere Natur zu erheben. Darauf folgt der Aufstieg auf die nächste Ebene unserer Existenz – eine Ebene, auf der wir bereits einmal existierten, bevor wir geboren wurden und nachdem wir sterben.

Diese beiden Teile der Tora sind Gegensätze: Der innere Teil der Tora heißt „Die Weisheit der Kabbala“ und der externe Teil wird die „Einhaltung der körperlichen Mitzwot“ genannt. Die Weisheit der Kabbala wird nach und nach nicht nur den Juden sondern allen Menschen in der Welt enthüllt, weil alle schließlich Dank der Kabbala die vollkommene gegenseitige Fürsorge untereinander erreichen müssen, da die Welt sonst kein Existenz-Recht hat.

Das Jahr 5776 nach dem hebräischen Kalender ist nun zu Ende. Gemäß der Tora muß die Menschheit die volle gegenseitige Verbindung am Ende des Jahres 6000 erreichen. Wir haben noch  224 Jahre, um uns als Organe in einem gesunden Körper zu fühlen und in vollkommener Kooperation zusammenzuleben. Können Sie sich das vorstellen? Jeder ist mit sieben Milliarden anderen Menschen verbunden! Dies ist, was wir zu tun haben. Auf der spirituellen Ebene ist das möglich. Wenn Sie ein bisschen mit der Hilfe der Weisheit der Kabbala aufsteigen, sehen Sie eine gänzlich andere Dimension, das System der Lenkung unserer Welt in vollkommener gegenseitiger Zusammenarbeit. Sie können tatsächlich Ihre Zukunft selbst wählen.
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Wohltuende Viren


Frage: Ist es nicht gefährlich, sich mit anderen Menschen zu vereinen? Können Krankheiten und negative Gefühle auf mich übertragen werden?

Antwort: In unserem Leben treffen wir mit anderen Menschen zusammen und interagieren mit ihnen. Alle möglichen Keime und Viren werden dabei von einem auf den andern übertragen. Aber genau dadurch werden wir stärker und bauen eine Immunität auf. Dasselbe passiert auch, wenn wir die Methode der Einheit anwenden. Wenn wir mit dem Ego getrennt davon arbeiten, ist das schädlich, aber wenn wir  zusammen arbeiten und uns darüber erheben, werden wir erkennen, wie hilfreich das ist. Wir bekommen Hilfe gegen unser Ego. Das ist die Methode der Korrektur, die wir studieren sollen. Wir sollen unserem Egoismus dankbar sein, weil wir mit seiner Hilfe die 125 Stufen der spirituellen Leiter aufsteigen. Je höher wir auf der Leiter aufsteigen, umso mehr wächst und entwickelt sich unser Egoismus.

Es ist ein erstaunlicher Vorgang, bei welchem mit dem Aufsteigen eines Menschen auch der Egoismus wächst und gleichzeitig kommt man damit der Spiritualität näher. Dadurch unterscheidet sich die Weisheit der Kabbala von allen anderen Methoden, weil wir alle Kräfte der Natur, eingeschlossen der egoistischen Kraft, nutzen. Nichts bleibt bei meiner Korrektur außen vor. Ich absorbiere alle negativen und positiven Kräfte und vereine sie in einer Symbiose, einem besonderen Bund. Dank diesem Bund steige ich auf der spirituellen Leiter auf.

Aus der russischen Kabbala Lektion, 11/15/15

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