Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Worte, die aus dem Herzen kommen

Frage: Es wurde gesagt, dass  Israel die Zeit beschleunigt. Wie können wir das effektiver und produktiver machen? Mithilfe der Verbreitung? Der Absichten? Der inneren Analyse?

Antwort: Mit dem Weg der inneren Arbeit und äußeren Verbreitung. Die innere Arbeit ist die Verbindung zwischen uns. In der Verbreitung müssen wir unsere Botschaft noch verständlicher machen, für uns und auch für die Anderen.

Wenn der Mensch selber nicht weiß worüber er spricht, soll er lieber schweigen. Er wird anderen bestimmt keinen Nutzen bringen. In diesem Fall wirken unsere Worte wirklich nicht, sie fliegen in ein Ohr rein und aus dem anderen Ohr heraus. Das hängt damit zusammen, dass sie nicht mit dem Herzen verbunden sind.  Wir „schwadronieren“ nur, wir sind noch nicht in unseren Empfindungen und Verlangen (dieser Worte) eingetaucht. Das, was wir gehört oder gelesen haben, das sprechen wir auch aus.

Wenn du dich in deine Worte einbringst, in deinen inneren Wunsch, wenn sie aus diesem Verlangen ausgehen, damit sie sich danach in die Form der Formulierung einkleiden und beim Zuhörer ankommen, dann verbreitet sich diese Kette von deinem Verlangen zu anderen. Dem ist so, weil das Verlangen die Grundlage der Schöpfung ist. Wenn aber deine Worte ihren Anfang aus dem Höheren nehmen und ihre Wurzeln nicht bis zum Haupt greifen, dann kommen sie auch auf der anderen Seite nicht zum Ziel. Dann verschwinden sie ohne in einem Menschen einen Abdruck zu hinterlassen.

Genau deswegen ist unsere Verbreitung so schwach.

Frage: Wie können wir dann erreichen, dass unsere Worte direkt aus dem Verlangen fließen, aus dem Herzen?

Antwort: Du hast es dir selbst beantwortet, sie müssen aus dem Herzen heraus kommen, vom Herzen zum Herzen. Wenn du nicht das fühlst, worüber du sprechen willst, sag lieber nichts. Wenn du aber fühlst, wird sogar jeglicher Unsinn funktionieren. Weil darin das Gefühl brennt, die Aufmunterung, und dein Gegenüber wird dabei die ausgehende Wärme verspüren. „der Mensch kann sich vielleicht nicht ausdrücken, aber er lebt darin“, er wird nachdenken. Das wahre Gefühl wird geachtet und die leeren Worte lassen die Menschen gleichgültig, egal wie laut sie ausgesprochen werden.

 

Aus dem Unterricht „Die Willensfreiheit“ 

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Der Schöpfer ist eifersüchtiger als eine Frau

Der Schöpfer stellt uns mit  Absicht alle möglichen Hindernisse in den Weg, damit wir nicht mit ihnen klar kommen und sie auch nicht überwinden können. Wieso?

Damit wir uns an Ihn wenden, Ihn darum bitten, auf Ihn schauen und uns Ihm annähern! Er ist sehr eifersüchtig, wenn wir uns gegenseitig anschauen und nicht Ihn! Er ist eifersüchtiger als eine Frau! Ich spreche mit ganzer Seriosität darüber.

Das ist sehr wichtig! Deswegen stellt uns der Schöpfer in solche Situationen, die wir nicht überwinden können. Wir sollen uns nach Ihm sehnen, Ihn bitten uns zu helfen. So benehmen sich manchmal auch Eltern mit ihren Kindern. Einerseits wollen sie, dass ihre Kinder etwas selbständig tun, und anderseits sollen sie die elterliche Hilfe aber auch in Anspruch nehmen.

Es ist sehr einfach mit dem Schöpfer. Wenn wir uns von Anfang an auf unserem Weg richtig  bewegen, ist es nicht möglich ohne den Schöpfer irgendeinen Schritt zu unternehmen. Niemals! In unserem physischen Leben lernen wir zu gehen, danach laufen wir alleine und werden erwachsen.

In der Spiritualität ist es nicht so. In der Spiritualität sind wir immer auf den Schöpfer angewiesen. Jedes Mal mehr und mehr. Dann kommen wir wirklich zu noch größerer Verschmelzung mit Ihm. Das ist so, weil der Schöpfer uns das System offenbart und wir nicht wissen, wie wir uns in dieses integrieren sollen.

Nachdem wir Anstrengungen in der Verbindung zwischen uns unternehmen, offenbaren wir mehr und mehr den Platz, wo Er uns aufklären und ergänzen soll. Erst dann offenbart Er sich. Es ist die ständige Anforderung an Ihn! Es gibt niemanden außer Ihm.

Darum ist es natürlich gut, wenn es uns nicht gelingt uns zu verbinden. Man darf aber nicht vergessen, wer uns diese Hindernisse in den Weg stellt. Er selber! Damit wir uns an Ihn wenden.

Kongressunterricht Lektion 9, Brasilien 2017

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Praktische Arbeit in der Weisheit der Kabbala


Frage: Du bist schon einen bestimmten Weg gegangen. Wenn du zurückblickst, würdest du dann die Methode für den spirituellen Aufstieg ändern, es einfacher oder gegenteilig machen?
Antwort: Es wurde mich gelehrt wie ich handeln soll und ich kann es nicht anders machen. Ich würde den Prozess sehr gerne beschleunigen, aber das ist nicht möglich.
Frage: Kann es sein, dass es der Weisheit der Kabbala an praktischer Arbeit fehlt?
Antwort: In unseren Gruppen gibt es während der Unterrichte und über den ganzen Tag verteilt praktische Arbeit.
Frage: Wenn neue Studenten nur einmal wöchentlich studieren, was müssen sie dann in der restliche Zeit machen?
Antwort: Wir haben in jeder Sprache eine enorme Menge an Material. Wir präsentieren jeden Tag Unterrichtsstunden, die im Archiv unserer Webseite aufgenommen und gespeichert werden. Es gibt meinen Blog und Aufnahmen meiner Gespräche und Vorträge. Neue Studenten sollten so viel Material durchgehen wie sie können. Wenn sie sich einmal wöchentlich treffen, ist das ausreichend. Während ihrer gesamten Freizeit haben sie die Möglichkeit, unsere Materialien zu lesen, die Morgenunterrichte zu hören und an unseren Veranstaltungen und Kongressen teilzunehmen.
Das alles ist sehr wichtig. Das höhere Licht wird damit beginnen, sie zu beeinflussen und sie werden spüren, dass sie sich verändern. So fangen sie an mehr zu verstehen, das Material mehr zu fühlen und gemeinsam mit uns entdecken sie, wie man den Schöpfer enthüllt.

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 29/1/17

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Was ist die Verbindung zwischen der Weisheit der Kabbala und der Tora?

Frage aus Facebook: Was ist der Zusammenhang zwischen der Weisheit der Kabbala und der Tora? Schließlich ist die Kabbala eine Wissenschaft über das Universum, sie ist der Ursprung, die allgemeine Struktur, die  gesamte Entwicklung und das von jedem einzelnem Detail. Wie kann eine solch grandiose Lehre auf religiösen Geschichten und Gleichnissen beruhen?

Antwort: Es gibt in der Tat keinen Zusammenhang zwischen der Kabbala und der gewöhnlichen weltlichen Interpretation der Tora. Immerhin ist die Kabbala in Wahrheit der verborgene, geheime Teil der Tora, da ein Mensch sie nicht durch seine persönlichen Eigenschaften offenbaren kann. Wenn es sich selbst enthüllt, sieht ein Mensch, dass die Tora seine Sinne ändert und ihn zur Wahrnehmung der höheren Welt führt – das System welches unsere Welt regiert, um einen Menschen und durch ihn unsere Welt zu verändern und nicht um nur eine Art von materiellen Handlungen durchzuführen. Darüber spricht die Tora. Die Tora ist in den inneren (Kabbala) und den äußeren Teil, der über die Erfüllung einiger akzeptierter Grundsätze und Handlungen spricht, die als „praktisches Judentum“ bezeichnet wird, geteilt.

 

Von Kab TV „Neues mit Michael Laitman“  27/3/17

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Das Geheimnis von kabbalistischen Kongressen

Frage: Was ist das Geheimnis von kabbalistischen Kongressen?

Meine Antwort: Es ist ein besonderes Geheimnis, das man nur denjenigen erzählen kann, die an Kongressen teilnehmen. Andere werden das nicht verstehen. Wenn die Menschen sich innerlich verbinden, bilden sie einen großen gemeinsamen Wunsch. Wenn die Verbindung auf den Gesetzen der spirituellen Welt basiert, wenn die Menschen versuchen, ihren Egoismus, den Individualismus und ihren natürlichen Trennungstrieb zu annullieren und zu überwinden, dann erscheint zwischen ihnen eine sehr seriöse Kraft von gemeinsamer gegenseitiger Verbindung, die sie künstlich, durch die Kraft des Willens zwischen sich erschaffen. Dann erscheint in ihnen im Maß ihrer Überwindung die gute Kraft der Natur, die Kraft der Verbindung, die Kraft der Liebe.

Das Geheimnis besteht darin, dass wir in einer solchen Verbindung die höhere, positive Kraft der Natur, die es in unserer Welt nicht gibt, offenbaren. Sie wird „Verborgene“ genannt.

Und die Kabbala wird als Geheimwissenschaft bezeichnet, weil sie diese verborgene Kraft enthüllt. Wir werden zu Inhabern zweier widersprüchlicher Kräfte: der negativen, egoistischen Kraft und der positiven, altruistischen Kraft. Indem wir beide zusammen erschaffen, versuchen wir uns zu verbinden. So schließen wir beide Kräfte an uns an und offenbaren die Höhere Welt zwischen uns.

Frage: Ist es wichtig, sich dabei im selben Raum zu befinden oder ist das nicht notwendig?

Meine Antwort: Im Allgemeinen ist das wichtig, weil der Mensch einem kleinen, beschränkten Tier ähnlich ist, das seine Existenz genau an diesem Ort überwinden muss.

Frage: Was würden Sie denjenigen empfehlen, die nicht zum Kongress fahren können?

Meine Antwort: Diejenigen, die aus irgendeinem Grund nicht kommen können, sollten mit uns in Verbindung bleiben und bei allen Ereignissen in Echtzeit mitmachen. Aber wenn diese Möglichkeit nicht besteht, kann man das auch zu einer anderen Zeit tun. Das wichtigste ist, dass alle, die nicht zum Kongress fahren, zusammen kommen und bei den Lektionen und Mahlzeiten mit uns sind.

Aus dem Unterricht in russischer Sprache vom 19.02.2017

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Warum sollen sich Egoisten verbinden?


Frage: Warum sollen sich Egoisten verbinden?

Meine Antwort: Wir verbinden auf keinen Fall Egoisten. Wir verbinden in kleinen Gruppen nur die Menschen, die „einen Punkt im Herzen“ haben. Die bereit sind, den Sinn des Lebens zu suchen und die Zeit und Mühe dafür opfern, ihn zu finden. Denn sie fühlen sich schlecht ohne die Erkenntnis, wozu sie leben.
Diese Menschen ziehen wir heran, schaffen für sie kleine Kreise – sogenannte „Zehner“, und geben ihnen die Methode, die hilft, sich innerhalb der Zehner so zu annullieren und zu verbinden, dass sie den Schöpfer untereinander spüren können.
Der Zehner ist ein Sensor, ein neues spirituelles Sinnesorgan, in dem sie die Eigenschaft des Gebens und der Liebe, was Schöpfer heißt, spüren können.
Und alle anderen Menschen bedrängen und zwingen wir nicht. Wir  wollen nur, dass sie wissen: alle Probleme unter uns und auf der ganzen Welt bestehen nur wegen der Abwesenheit der Verbindung.
Diesen Menschen erzählen wir nichts über höhere Welten und die Höhere Kraft, sondern erklären einfach, dass und wie sie sich richtig organisieren sollen, und dann wird die Welt besser. Im anderen Fall ist die Welt voller Menschen, die sich gegenseitig vernichten werden. 
Das ist unser Ziel – Zehnergruppen aus Menschen zu bilden, die nach dem Sinn des Lebens fragen und danach streben, ihn  zu erreichen. Und die anderen Menschen sollen sich einfach in guten Vereinigungen versammeln, damit sie ständig lernen können, wie sie darin gute Lebenszustände erreichen können, nicht mehr. Denn in ihnen ist der spirituelle Wille noch nicht geboren. Aber die, die schon einen Wunsch zum Spirituellen, d.h. einen Punkt im Herzen spüren, sollen zu uns kommen.

Aus dem Unterricht in russischer Sprache vom 18.12.2016
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Wenn du deinem Nächsten ein Darlehen gibst…


Tora, Deuteronomium 24,10 – 24,11:
Wenn du deinem Nächsten irgendein Darlehen leihst, dann sollst du nicht in sein Haus hineingehen, um von ihm ein Pfand zu erheben. Draußen sollst du stehen bleiben, und der Mann, dem du geliehen hast, soll das Pfand zu dir nach draußen bringen.

Die Tora spricht hier nicht über den zwischenmenschlichen Umgang untereinander, wenn sie einem rät, nicht in das Haus eines Kreditnehmers zu gehen. Er soll ihm damit  nicht zeigen, dass er selber für diese Situation verantwortlich ist, dass der Nächste ihm etwas schuldet.
Die Tora spricht nicht über körperliche Handlungen.
Zu leihen bedeutet, den egoistischen Wünschen Kraft zu geben, damit sie später für altruistische Absichten benutzt werden können.
Ein Haus zu betreten bedeutet, sich mit dem egoistischen Verlangen zu vereinen.
Sie müssen in Erscheinung treten, so dass sie an einem hängen bleiben.
Deshalb hat man kein Recht, das Haus eines Menschen zu betreten, dem man einen Kredit gibt, weil man durch seinen Egoismus beeinflusst werden könnte, sobald man unter die Einwirkung seines Klis, seines Gefäßes, seines Verlangens, seiner vier Phasen gelangt.
Diese Interaktion muss absolut äußerlich sein und man muss den Kredit ohne Pfand und ohne Interesse zurücknehmen.
Es steht geschrieben „ bleib draußen“, wobei draußen sich auf das Eigentum bezieht.
Es gibt einen Unterschied zwischen privatem und öffentlichem Eigentum (wie bei öffentlichen Plätzen und Straßen).
Gärten sind der Typ Eigentum, der zu zahlreichen Haushalten zählt.
Es gibt aber auch Eigentum wie Felder, die jenseits der Stadtgrenze liegen, aber dennoch einem Besitzer gehören.
Und es gibt Eigentum, das niemandem gehört, weil es die Allgemeinheit besitzt.
Wiederum gibt es Eigentum, das zu den Cohens (jüd.Priester) gehört, womit der Tempel gemeint ist und so weiter.
Mit anderen Worten, alles wurde zweckgebunden erschaffen, weil alles eine spirituelle Wurzel hat.
Das Traktat „Shabbat“ im Talmud spricht davon.
So ist unsere innere Welt geteilt und so sehen wir es in der Außenwelt. In Wirklichkeit gibt es keine äußere Welt – es ist nur unsere Wahrnehmung. Wenn wir uns korrigieren, werden wir stufenweise entdecken, dass dies die Welt ist, in der wir auch draußen existieren.

Aus KabTV „Geheimnisse des Ewigen Buches“  10/31/16

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Verzichte nicht auf diese Welt

rav_laitman_017Frage: Verstehe ich das richtig, dass die Abneigung der Kabbalisten, über irdische Dinge zu sprechen, damit verbunden ist, dass sie gegen den Strom schwimmen und dabei schwere  „Schläge“ abkriegen?

Antwort: Der Kabbalist darf sich auf keinen Fall von dieser Welt abwenden. Umgekehrt, seine Mission besteht darin, dass er der gesamten Menschheit erklären soll, wie man von dieser Welt aus die spirituelle Welt erreichen kann.  Ohne die Verbindung zwischen den beiden Welten, ohne die Verbindung unter den Menschen kann man das nicht verwirklichen.

Meine Schüler sind auf der ganzen Welt verstreut, sie alle sind mit der jeweiligen Gesellschaft verbunden, in der sie leben.

Ich schreibe jede Woche und werde in vielen Zeitschriften veröffentlicht, auch im Internet. Ich leite Blogs, bin in Twitter präsent und schreibe immer zu den aktuellsten Themen.

 

Aus dem russischen Unterricht

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Erziehung am Beispiel

Frage: Gibt es eine Rolle als persönliches Vorbild in der Bildung?

Antwort: Ja, alles wird durch das persönliche Vorbild unterstützt. Zeig einem Kind, was ein Vorbild ist. Sag, was du gerade tust, behandle es wie einen Freund. Und dann wirst du sehen wie alles zu ihm fließen wird.

Frage: Wenn ich dem Kind gegenüber eine freundliche Haltung einnehmen muss, wie kann ich es dann für einen Verstoß bestrafen?

Antwort: Du musst erklären, warum du das gerade tust. Du sagst ihm beispielsweise: „In dir drinnen sitzt ein kleines Teufelchen, das in die Schranken gewiesen werden muss. Was wollen wir damit machen? Gib mir irgendeinen Rat, was zu tun ist, um dir zu helfen, über diesen Dämon zu herrschen und ihn nicht frei zu lassen“.

Aus der russischen Kabbalalektion 1/8/17

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Damit Er bei dir keine Blöße sieht

Weil Gott, der Allmächtige, durch dein Lager geht, um dich zu erlösen und deine Feinde vor dir niederzuschlagen: dein Lager muss heilig sein, damit Er bei dir keine Blöße sieht und von dir zurückweicht. [Tora, Dwarim, „Ki Teze“].

In der Tora existiert eine Vielzahl von Gesetzen, die dem Menschen verbieten, nackt zu sein. Tag und Nacht soll er mit Kleidung bedeckt sein und sich erst dann entblößen, wenn er in die Mikwa (ein Becken für die Waschung) reingeht. Dafür gibt es auch bestimmte Regeln. Es geht nicht darum, dass man physisch sauber sein muss, obwohl das auch eine Bedeutung hat. Vielmehr sagt uns das, dass alles mit der spirituellen Waschung des Körpers in Übereinstimmung sein muss. „Der Körper“ ist ein Verlangen. Deswegen spricht die Tora darüber, wie man das Verlangen von den unreinen Schichten der egoistischen Absichten reinigt, damit man diese Verlangen nutzen kann, sobald sie die richtigen Absichten fürs Geben haben. Deswegen, presst all „die Exkremente“ aus dem Verlangen heraus, begrabt sie in der Erde und wascht euch. Es ist empfehlenswert, sich nicht abzutrocknen, sondern sich nur zu waschen. Apropos, dieses Gesetz ist bis in unsere Zeit in vielen asiatisch-russischen Völkern und in südlichen Ländern erhalten geblieben. Ich war öfters in Aserbaidschan, in Baku, wo in jedem WC ein Gefäß mit Wasser vorbereitet ist.

Es ist richtig, dass das, was der spirituellen Gesundheit entspricht, auch der physischen Gesundheit entspricht. 

Deswegen kann man nicht sagen, dass irgendeine spirituelle Handlung der physischen Handlung einen Schaden zufügen könnte. Zum Beispiel treten bei den Völker, welche kein Brit (Beschneidung) durchführen, bei 20 -30% der Männer Krebserkrankungen auf. All das ist natürlich miteinander verbunden.

Frage: Kommt koscher auch der Gesundheit zugute?

Antwort: Ich finde, dass koscheres Essen eine absolute Wohltat ist. Wir können das noch nicht verstehen, weil wir nicht genügend Wissen darüber besitzen, warum es verboten ist, Schweine und Kamele zu essen.

Von wissenschaftlicher Seite aus betrachtet ist es nicht ungesund.

Doch es ist die Auswirkung der spirituellen Wurzel und wir werden irgendwann den Grund dieses Ereignisses offenbaren (wenn das überhaupt nötig ist). Alles kommt aus der spirituellen Welt, und wenn du die spirituellen Verbote übertretest, kommt es unmittelbar zu falschen Ergebnissen in unserer Welt.

Frage: Wieso ist es verboten nackt zu sein?

Antwort: Der Mensch muss ständig bekleidet sein, weil die Kleidung die Korrektur des Körpers symbolisiert. Die Kleidung ist die Schale, so wie der Schirm. Der Körper symbolisiert das Verlangen, welches mit dem Schirm bedeckt sein muss. Deswegen können manche Stellen des Körpers frei sein und andere verhüllt. Die notwendige Verhüllung dieser Teile bedeutet, dass auf diese Verlangen der Seele ein Schirm (Massach) erbaut werden muss. Das Gesicht des Menschen ist immer offen, weil es der Inbegriff der drei höheren Sefirot (Strahlende) ist, die das Licht Chochma ausstrahlen. Dabei muss der Kopf im Prinzip bedeckt sein. Die Kipa ist eine kleine Angleichung an die spirituellen Kriterien. Tatsächlich haben früher alle Männer den Kopf mit einem Tuch umwickelt oder haben ihn mit allen möglichen Überwürfen, wie z.B. dem Tallit, bedeckt. Die Frauen haben sich in lange Gewänder gekleidet, aber nicht in schwarze Gewänder, sondern in Weiße. 

 

Aus dem TV Programm „Die Geheimnisse des Ewigen Buches“

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