Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wie kann man die Zeit einholen?

Frage: Alle haben schon längst erkannt, dass heutzutage die Zeit sehr schnell vergeht. Man will wissen welche Prioritäten in unserem Studium und unserem Voranschreiten sein müssen?

Meine Antwort: Es ist wahr, dass die Zeit sehr schnell vergeht. Wir können uns aber noch schneller entwickeln, nicht materiell wie unsere Welt, sondern spirituell, wenn wir uns wie kleine Kinder ohne jegliche Kritik, dem was Kabbalisten sagen, unterordnen. Alles hängt nur von uns ab.

Versammelt euch in einer Gruppe, versucht zwischen euch die Verbindung zu erreichen, die gegenseitige Fürsorge, damit ihr ein einziges Verlangen nach der Spiritualität darstellt. Verbindet euch in diesem Verlangen, löst euch in ihm auf.  Dann werdet ihr durch diesen Punkt, welcher sich auf der anderen Seite vom Ego befindet, die höhere Welt spüren, die höhere Kraft. Das ist das, was ihr offenbaren sollt.

Unsere Verbindung gibt uns die Möglichkeit, durch die Grenze zwischen unserer Welt und der spiritueller Welt „auszusickern“. Die Bewegung nach vorne ist nur in der Verbindung zwischen uns. Die Realisation ist immer innerlich, in der sinnlichen Verbindung zwischen uns.

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Die einzige Kraft der Entwicklung in der Natur  Teil 3

Die Höhere Kraft erschafft in uns die Fähigkeit, uns getrennt von ihr zu fühlen. Das geschieht mit der Absicht, uns die Möglichkeit zu geben, sie als gebende Kraft zu offenbaren, die gut und Gutes tuend ist.

Frage: Warum brauchen wir das?

Meine Antwort: Uns ist die Notwendigkeit dessen bewusst, denn wir hängen von dieser Kraft ab. Wir sehen, dass unser Leben in dieser Welt sehr begrenzt ist und leiden darunter. Diese Leiden zwingen uns nach der Ursache zu suchen, und die Ursache liegt in der Kraft selbst. Darum wollen wir diese Höhere Kraft offenbaren, um unseren Zustand zu verbessern.

Es gibt Menschen, die diese einzige Kraft der Natur erforschen und erkennen, dass sie gut und Gutes tuend ist mit dem Wunsch, uns zur Vollkommenheit zu bringen. Aber dazu muss zuerst das Böse offenbart werden, denn ohne die Erkenntnis des Bösen kann man nicht zum Guten gelangen. Dies ist nur möglich, wenn man den Kontrast der Gegensätzlichkeit der Form zwischen Gut und Böse fühlt.

Wir wollen nur die Güte fühlen und gute Zustände empfinden, aber sobald wir etwas Unangenehmes spüren, versuchen wir uns davon zu entfernen. Und neben diesen Empfindungen benutzen wir den Verstand, wie man das Schlechte vermeidet. So entwickelt man sich im Empfinden und im Verstand.

Es ist natürlich, dass man sich von unangenehmen Empfindungen entfernt und sich den Angenehmen annähert. Nach tausenden Jahren der Entwicklung, angefangen von den primitivsten Lebensformen bis heute, jetzt im 21.Jahrhundert beginnen wir nach und nach einen Mechanismus aufzubauen, der es uns ermöglicht zu fühlen und zu verstehen, wie man handeln soll.

So bauen wir als Ergebnis eine Form der optimalen Existenz auf.

Wir versuchen die Kraft der Natur zu nutzen, in der wir uns befinden, damit es uns allen gut geht, entsprechend unserem Verständnis. Im Wesentlichen besteht darin unsere ganze Arbeit im Leben. 

Nur zu diesem Zweck einwickeln wir die Wissenschaft, Kultur, Bildung, Psychologie, Philosophie, Geschichte etc. In der Tat wollen wir nur wissen, wie man sich besser fühlt. Denn das Streben nach angenehmen Empfindungen ist das grundlegende Bedürfnis des Menschen, sein natürliches „Verlangen zu genießen“.

Kabbala ist Physik auf einer höheren Ebene, in einer anderen Wahrnehmung, die „Physik der Zukunft“. In der gewöhnlichen Physik geht es nicht darum, dass der Beobachter seine Eigenschaften ändern muss. In der Relativitätstheorie kann sich der Beobachter entsprechend des Zustandes  ändern, gemäß der Zeit, der Geschwindigkeit, und des Raums, aber dennoch kann er sich selbst nicht ändern. Seine Psychologie bleibt gleich.

Die richtige Kombination von Physik und Psychologie liegt dann vor, wenn man nicht von der Wahrnehmung der Wirklichkeit spricht, sondern darüber, wer sie wahrnimmt und welche richtigen Einstellungen man in dem Beobachter  erwecken kann, um die neue Realität zu spüren. Dies ist die nächste Stufe der Entwicklung nach der Relativitätstheorie. Denn nicht  Zeit, Geschwindigkeit oder Raum verändern sich, sondern der Beobachter selbst in seiner Wahrnehmung, in dem er seine Einstellung ändert.

So gesehen gibt es nichts Konstantes in unserer Welt, alles ist relativ und vorübergehend.

Man verändert seine Eigenschaften und somit verändert sich auch die Realität. Und danach entwickeln wir uns weiter. Die Kabbala sagt, dass jede Wirklichkeit keine Form hat und alles von der Wahrnehmung des Beobachters abhängt.

Zusammenfassung: Die Kraft der Natur ist konstant und ewig. Wir befinden uns in ihr mit unterschiedlichen Eigenschaften und sollen herausfinden, was beständig ist, und was sich in uns selbst und in der Realität um uns herum verändert, lerne dies zu unterscheiden.

Die konstante Kraft nennen wir die Natur, oder die Höhere Kraft, den Schöpfer, und die wechselnde Kraft ist der Mensch, der sie beobachtet.

Jede Wirklichkeit, die der Mensch sieht, ist eine direkte Folge seiner inneren Eigenschaften. Wenn man den Menschen verändert, verändert sich auch die Realität.

 

Aus der 872. Folge „Neues Leben“, 27.06.2017

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Die Vorteile des virtuellen Lernens

Frage: Wir studieren online an der Kabbala Akademie von Moskau. Was ist das wesentliche Merkmal einer virtuellen Gruppe? Was ist lohnenswert bei dieser Arbeit? Was sollte man beachten?

Antwort: In jeder Gesellschaft gibt es potentiell gute und schlechte Merkmale und Eigenschaften.

Die Einzigartigkeit einer virtuellen Gruppe ist die riesige Distanz zwischen euch, und tatsächlich beeinflusst ihr euch gegenseitig nicht körperlich. Ihr beeinflusst euch gegenseitig nur durch eure inneren Eigenschaften, die ihr durch die Kommunikationskanäle empfindet. Und deshalb ist das viel einfacher.

Einerseits kann ich mich mit zehn Freunden in einer virtuellen Gruppe sehr viel schneller als in einer physischen Verbindung durch einen Bildschirm, durch Kommunikationsmedien verbinden, und nur das, was wir mitteilen wollen, wird übertragen. Deshalb ist das viel einfacher.

Andererseits gibt es eine unbegrenzte Zuhörerschaft; Billionen von Menschen auf der ganzen Welt können sich verbinden.

Unsere Verbindungen heutzutage sind universell, in verschiedenen virtuellen Formen, und wir kommunizieren miteinander zu unterschiedlichen Tageszeiten, usw.

Im Allgemeinen kannst du sehr mobil und flexibel sein, wenn du das Verbindungssystem zwischen euch korrekt wählst. So wirst du die Verbindung zwischen euch ständig verbessern, bis es darin zu einer wirklichen Enthüllung des Schöpfers kommt.

Frage: Wie sollten wir die praktische Arbeit organisieren?

Antwort: Das geht nur durch die Verbindung zwischen euch.

Alles wird nur in der Verbindung zwischen Menschen erkannt, da wo wir unser Ego annullieren und eine gute Verbindung zwischen uns schaffen, wird der Schöpfer enthüllt werden. Das ist die praktische Arbeit.

Aus einer Videokonferenz mit Studenten des Russischen Lernzentrums (MAK) 5/21/17

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Mit Israel vereint: „Der einzige Weg zum Frieden ist die Jüdische Einheit“


Das größte Portal `Mit Israel vereint´ publizierte meinen neuen Artikel: „Der einzige Weg zum Frieden ist die Jüdische Einheit“

Genauso wie wir einst wegen unseres eigenen Hasses aufeinander den Tempel und unser Land verloren, müssen wir jetzt zusammen kommen, wenn wir uns ein bisschen Frieden und Ruhe wünschen.

Da die Tempelberg Krise weiter geht, sind viele darüber besorgt, dass wir schon einer weiteren Runde der Gewalt und des Blutvergießens gegenüber stehen, und davon sind wir so satt. Immer und immer wieder steht Israel einer Realität von Konflikten und Kämpfen gegenüber, und der Weg zu ein wenig Frieden und Ruhe scheint wie eh und je blockiert zu sein. Es ist an der Zeit, ein paar tiefe Fragen zu stellen, zur Wurzel unserer existentiellen Unsicherheit zu gelangen, denn, wie ein berühmter Jude namens Einstein einmal sagte: „Wir können dieses Problem nur auf einem höheren Denkniveau lösen“.

Unsere Geschichte ist nicht einfach mit dem rationalen Verstand zu begreifen: Oftmals aus unserem Land verbannt, Jahrtausende lang unter allen anderen Nationen verstreut, unzählige Verfolgungen überlebt, und ein äußerst rätselhafter, schrecklicher Holocaust, und das nur, um noch einmal in unser Heimatland zurückzukehren und es aus Wüstensand zu einem blühenden, modernen Land wieder aufzubauen. Gleich als der Staat Israel ausgerufen wurde, brach ein Krieg aus. Fünf verschiedene Armeen aus umliegenden arabischen Ländern attackierten den blutjungen Staat, der keine Armee hatte, keine Ressourcen, nur eine Gruppe von Flüchtlingen, die gerade dem größten Genozid in der Geschichte entkamen und um ihr Leben kämpfen. Dieser Sieg war entgegen allen Erwartungen gerade mal einer in einer Serie von wunderbaren Siegen, die der Staat Israel gegen seine Eindringlinge erzielte, und das bis heute.

Aber diese Magie ist wieder einmal am verblassen. Sind wir auf dem Weg zu einem anderen großen Exil? Einige unserer größten Weisen sagen, dass es so ist. Rabbi Yehuda Ashlag schrieb, dass „unsere gesamte Realität im Staat Israel in Gefahr ist…einige werden der Not unseres Landes widerstehen können, gleichzeitig bleibt ihnen die Wahl zu immigrieren…Allmählich werden sie diesem Leid entkommen, bis die verbleibende Bevölkerung nicht ausreichen wird, um Israel einen unabhängigen Staat zu nennen, und sie werden, Gott behüte, bei den Arabern untertauchen“ (Schriften der letzten Generation).

Solch ein ungünstiger Ausgang ist tatsächlich möglich, wenn wir nicht zur wahren Kausalität hinter diesem Schaukeleffekt erwachen, wo die Juden beides sind, auf rätselhafte Weise verfolgt genauso wie wunderbar errettet. Unser Kummer und unsere Siege liegen ebenfalls jenseits unseres Verstandes. Was kann eine derart irrationale Geschichte erklären? Was ist der wahre Grund hinter unserer Besonderheit?

Der Rätsel der Juden

Viele haben über das Rätsel der Juden nachgedacht. Leo Tolstoi z.B. schrieb über sie:

„Was ist der Jude?…Was für eine Art von  einzigartigem Geschöpf ist er, den alle Herrscher aller Nationen der Welt geschändet, niedergeschmettert, vertrieben und vernichtet haben; verfolgt, verbrannt und ertränkt, und der trotz ihres Zorns und Ärgers weiterlebt und aufblüht“?

Die Antwort lautet, dass wir ein Volk mit einem einzigartigen höheren Ziel sind. Wie Rabbi Yehuda Ashlag schreibt: „Das Judentum muss den Nationen etwas Neues geben, und genau das erwarten sie von der Rückkehr des Volkes Israel in ihr Land, und das kann nicht in anderen Weisheiten gefunden werden. Wir  waren noch nie in der Lage, jenen etwas hinzuzufügen und nicht ihre Studenten zu sein. Es ist die Weisheit des Glaubens, der Gerechtigkeit und des Friedens, was die meisten Nationen von uns lernen, und diese Weisheit wird nur uns zugeschrieben. (Die Schriften der Letzten Generation).

Tatsächlich ist das keine gewöhnliche Nation, aber eine, die eine große Rolle spielt und Verantwortung trägt. Obwohl wir das verdrängen und uns davor drücken, ziehen uns die Nationen der Welt immer noch zur Rechenschaft, direkt oder indirekt. Die Weisheit, wie man wahre Harmonie und Frieden erreicht, existiert in uns, und sie wartet auf uns, bis wir uns an sie erinnern und zum Wohle aller nutzen. Wenn wir uns untereinander vereinigen und zu unserem höheren Ziel fortschreiten, dann lächelt unser Schicksal auf uns. Aber wenn wir stehen bleiben, sehen wir uns einem Druck gegenüber, der uns signalisiert, dass wir uns verirrt haben.

Vor etwa 2000 Jahren gehörte uns der Tempelberg zum letzten Mal. Als wir ihn verloren, verloren wir auch unseren Besitz am Land Israel, weil in unseren Herzen Trennung und Hass existierten. Um unsere Stärke und Sicherheit zurückzugewinnen, müssen wir uns genau darum kümmern. Politik- und Sicherheitsmaßnahmen wird es nie genug geben. Wir können diesen und alle anderen Konflikte nur lösen, wenn wir zu der Wurzel zurückkehren, aus der wir stammen, und dem, was wir in uns haben, von dem jedermann erwartet, dass wir es realisieren.

Unsere Rolle besteht darin, eine Modellgesellschaft zu schaffen, wo „die Liebe alle Sünden bedeckt“ (Sprüche 10:12), wo Verbindung und Unterstützung höher gewertet werden als Reichtum, Macht und persönlicher Erfolg. Anstatt unsere Gesellschaft auf Gesetzen des Britischen Mandats oder anderen fremden Systemen aufzubauen, müssen sie auf den

Werten Israels basieren, die sich von Gleichheit, Liebe und Mitleid herleiten, was in unseren Wurzeln liegt. Nicht die geteilte, unausgewogene und gleichgültige Gesellschaft von heute, sondern ein echtes Volk, vereint in Liebe und gegenseitiger Fürsorge, mit einer Verantwortung, die es mit der ganzen Welt teilt.

Das Versprechen erfüllen

In seiner Rede zum Abschluss des Buches Sohar schrieb Rabbi Yehuda Ashlag, dass uns das Land Israel gegeben wurde, und wir haben es noch nicht empfangen, da es uns nur als eine Gelegenheit zur Rückkehr zu unserem höheren Ziel gegeben wurde, und um eine Infrastruktur aufzubauen, nicht aus Betongebäuden, sondern aus Liebe und der Verbindung zwischen uns. Er erklärt, dass diese Gelegenheit nicht ohne Ablaufdatum ist, und die Zeit wird knapp. Israel wurde eine Chance gegeben, ihr Ziel zu erreichen, und für eine Weile lobte und unterstützte sie die Welt. Jedoch ließ seit 1967 die internationale Unterstützung des Staates Israel drastisch nach. Wir haben einen Punkt erreicht, wo die UNESCO die heiligsten jüdischen Orte, wie den Kotel und die Höhle der Patriarchen als Orte palästinensischen Erbes bestimmt. Wenn die bloße Existenz Israels heute zur Abstimmung gebracht würde, dann gibt es große Zweifel, ob die Nationen der Welt sie unterstützen würden.

Dieser Druck wird nicht aufhören bis wir uns zusammenfinden, bis wir die scheinbar irrationale Realität unseres Lebens durchschauen und verstehen, dass die Lösung ebenfalls ungewöhnlich ist. Wenn wir miteinander verbunden sind, werden wir Erfolg haben. Wenn wir vergessen, wer wir sind, und in Trennung und Hass verfallen, dann kommen unsere Feinde über uns. Unsere Einheit ist unsere Stärke, und wenn die Liebe Israels unter uns wiederbelebt wird, über allen Unterschieden, dann kann uns kein Feind schaden, und wir werden die Straße zum Frieden offen finden.

Wie geschrieben steht: „Wenn es Liebe, Einheit und Freundschaft unter allen in Israel gibt, dann kann kein Unglück über sie kommen“. (Aus dem Buch Maor VaShemesh).

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Die Kluft zwischen den Generationen Teil 3

Frage: Unter welchen Bedingungen sind Freundschaft und Verbindung zwischen den Generationen möglich? Existieren solche Aspekte, die nicht vom Alter und von der Zeit abhängig sind?

Meine Antwort: Nur die Seele, die ewig ist, ist von der Zeit unabhängig. Alles andere ist vergänglich. Nur die Seele kann als etwas Gemeinsames zwischen den unterschiedlichen Generationen existieren, weil sie wirklich eine für alle ist. Deswegen ist es für die Seele nicht wichtig, aus welcher Generation du bist: Baby-Boomer oder X, Y, Z oder A.

Die Seele wird immer eine für alle kommenden Generationen sein –  sie steht höher als die Zeit und höher als das Leben und der Tod, in allen Generationen, seit der Periode der Dinosaurier und dem Urknall, als wir noch in Form von winzigen Teilchen des Verlangens existierten. Bis zur heutigen Zeit und weiter bis zum Ende der Korrektur wird die Seele eine für alle sein.

Deswegen gibt es keine anderen Interessen und keine andere Grundlage als die Entwicklung der Seele, auf welcher wir zusammen in gegenseitiger Unterstützung und in Abhängigkeit voneinander arbeiten werden.

Frage: Dann kommt es mir so vor, dass die Seele etwas Unveränderliches und Ewiges ist, etwas, was alle Generationen miteinander verbindet? Was ist aber die Seele und wie kann man sie entwickeln?

Meine Antwort: Die Seele ist ein besonderes Verlangen des Menschen, sich nicht in seinem Innern zu füllen, sondern außen. Dieses Verlangen kann man in sich entwickeln, indem man in der Gruppe nach der Methode der Kabbala arbeitet. Diese Methode erlaubt es, sich über sein eigenes Ego zu erheben. Dann werde ich die Welt ohne Verunstaltung von meinem Egoismus sehen. Ich werde die Welt nicht so sehen, wie ich sie normalerweise in mir sehe, sondern so wie sie wirklich ist – außerhalb von mir.

Ich gehe durch eine kleine Gruppe von Menschen wie durch einen Filter und hinterlasse in ihr meinen Egoismus. Dabei fange ich an, die Welt ungetrübt von meinem Ego zu sehen. Das ist eine komplett andere Realität und sie heißt die spirituelle Welt. Die Wahrnehmung der spirituellen Welt ist meine Seele.

Die Seele zu entwickeln bedeutet, in sich die Fähigkeit zu entwickeln über seinem Egoismus zu existieren. Der Egoismus ist ein Verlangen, alles in sich zu verschlingen und das hindert mich daran, die Welt außerhalb von mir zu sehen.

Frage: Dann ist es so, dass sich die Verhältnisse zwischen Eltern und Kindern auf zwei Gebiete aufteilen: eine äußerliche, einfach materielle Versorgung (die Kinder zu füttern, anzukleiden, alles nötige zu besorgen) und das zweite Gebiet ist die innere Verbindung, welche über den materiellen Grenzen liegt.  Existiert keine Kluft zwischen den Generationen in dieser inneren Verbindung?

Meine Antwort: Die innere Verbindung ist effektiver, sie ist nicht an den Menschen selbst gebunden. Natürlich existieren auch da Unterschiede zwischen uns, das hängt davon ab, inwieweit jeder von uns aus seinem Egoismus austreten kann, sich über ihn erheben und anfangen kann, die höhere Realität zu fühlen.

Frage: Was erlaubt uns, uns auf diesem Gebiet mit der jüngeren Generation zu verbinden, im Gegensatz zu der materiellen Seite?

Meine Antwort: Wir treffen uns dort, hinter der Grenze, in der spirituellen Welt, auf der anderen Seite des antiegoistischen Filters. Wir lassen auf diesem Filter all unsere kleinlichen, egoistischen Kapriolen, die zur tierischen Stufe und zur Stufe des Menschen dieser Welt gehören. Die tierische Stufe sind die Verlangen nach Essen, Sex, Familie und die menschlichen Verlangen sind Geld, Macht und Wissen. Das alles schmeißen wir weg und es bleiben nur die Verlangen der Seele.

 

Aus dem 851. Gespräch über das neue Leben

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Einsamkeit in einer Milliardenmenge Teil 3

Das Problem der Einsamkeit, das die moderne Welt erfasst hat, ist mit der inneren Leere des Menschen verbunden. Und auch wenn man sich von der Einsamkeit lösen möchte, weiß man nicht, wie es geht.   

Das lehren weder die Lehrer in der Schule, noch Psychologen, noch Psychiater. Das Problem besteht darin, dass sie selber genauso einsam sind und deswegen keinen Rat geben können, wie man sich von der Einsamkeit befreien kann und wie man die Menschen zusammenbringt.

Niemand erkennt, wie man solche extremen Individualisten wie unsere Zeitgenossen zueinander bringen kann. Und hier kann uns nur die Weisheit der Kabbala helfen, denn sie erläutert, wie eine Verbindung über unserem Egoismus erreicht werden kann, damit die Liebe alle Sünden bedeckt.
Der Individualismus jedes einzelnen bleibt, wir zerbrechen nichts, sondern wir bauen eine neue Ebene über unserer Natur – eine Ebene der Einheit, ein gemeinsames Dach. Unter diesem Dach befinden wir uns, wir Individualisten, die es zusammen errichten, für eine wirkliche Existenz und ein glückliches Leben.  
Dieses Dach wird auf der zweiten Ebene aufgebaut. Es verändert nicht unsere Persönlichkeiten, sondern hilft lediglich,  eine richtige Verbindung darüber aufzubauen. Es stellt sich heraus, dass sich unsere Beziehungen auf zwei Ebenen bewegen: auf der inneren Ebene bleiben wir getrennt, und sie darf niemand berühren, und auf der „zweite Ebene“ – der integralen Verbindung, die  zwischen uns aufgebaut wird, schließen wir uns im Kreis zusammen.
In meinem Inneren habe ich eine „gerade Linie“, und mein innerer persönlicher Zustand geht niemanden etwas an. Aber in Bezug auf die andere Ebene bin ich ganz offen und bereit, mit allen wie ein Mensch mit einem Herzen zu sein.  

Das ist Integration, die über der Privatsphäre steht, d.h. es existiert das eine wie auch das andere. Dies ist eine neue Art der Verbindung, die  aus der Wissenschaft der Kabbala kommt. Man muss sie der Menschheit beibringen.

Äußere Beziehungen basieren auf der Methodik des Kreises, der integralen Verbindung, und der innere Ansatz spricht über einer Person an sich.
Und im Prinzip sind es nicht zwei Methoden, sie verwandeln sich in eine, denn je mehr wir uns miteinander verbinden, desto mehr hilft das, uns innerlich auf individuelle Weise zu entwickeln. Daraus folgt, dass sich der menschliche Egoismus entwickelt und wächst weiter. Und in unserer Verbindung im Kreis erstellen wir gerade dadurch, dass wir immer egoistischer werden, die Verbindung zwischen uns.

Aus dem 846. Gespräch über ein neues Leben, 04.04.2017

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Du baust ein Haus und wohnst nicht darin

Tora, Deuteronomium 28:30: Du wirst ein Haus bauen, aber du wirst nicht darin wohnen.

Ein Mensch baut ein Haus, um darin den Schöpfer zu enthüllen. Ein Haus (Kli, Gefäß) ist die Seele.

Was hier erwähnt wird ist, dass du kein Kli, welches du gebaut hast, benutzen kannst, da du keine Möglichkeit hast, einen Siwug de Hakaa darauf zu machen, eine richtige Verbindung. Andere werden in diesem Haus leben.

Es ist unmöglich, ein Kli, ein Haus mit einer ungerechtfertigten Absicht zu nutzen, während andere teilweise in der Lage sind, dies auf ihre eigene Weise zu gebrauchen. Sie werden dich schließlich zur Korrektur bringen, damit du in dein Haus zurückkehren kannst, aber erst nach einer sehr langen und schmerzhaften Reise.

Aus Kab TV „Geheimnisse des ewigen Buches“. 12/7/17

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Was ist die Quelle des Wissens, das der Weisheit der Kabbala zugrunde liegt?

Frage: Welche Art von Tiefe verbirgt sich hinter der Kabbala?

Antwort: Es gibt nichts in der pflanzlichen, tierischen und menschlichen Natur, in all ihren Formen und Möglichkeiten, was nicht durch die Kabbala erklärt werden könnte. Die Erklärung ist wissenschaftlich und präzise und beruht auf einem einzigen Kriterium, nämlich, dass nur zwei Kräfte in der Natur existieren. Es gibt eine positive und eine negative Kraft, zwischen ihnen bilden sich alle Elemente, alle Eigenschaften und alle Gesetze der Schöpfung. Die Verwendung der Kabbala verleiht uns ein universelles und konkretes Wissenssystem, durch das wir alles erreichen können.

Frage: Die Wissenschaft der Physik ist seit ein paar hundert Jahren studiert und untersucht worden, während die Kabbala seit mehr als 5000 Jahren existiert, aber noch nirgendwo gelehrt wurde. Warum ist das so?

Antwort: Die Wissenschaft der Physik ist in der Kabbala mit eingeschlossen. Es ist eine Wissenschaft, die für eine niedere Stufe der Materie, der unbelebten Stufe unserer Welt relevant ist; darin gibt es nichts, dort ist kein Geist, keine Führung, es ist nur das unbelebte Ergebnis einer höheren Kraft.

Frage: Kann es sein, dass die Kabbala die Basis für alle weltlichen Wissenschaften ist?

Antwort: Die Grundlage für alle Wissenschaften ist HaWaYaH; das sind die vier Phasen der Verbreitung des höheren Lichts aus der höheren Stufe, Keter.

 

Aus der russischen Kabbala Lektion 5/3/17

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Das Heilige Volk werden

Tora, Deuteronomium 28:09: Der Herr wird dich zum heiligen Volk für sich erheben, wie er dir geschworen hat, weil du die Gebote des Herrn, deines Gottes, hältst und auf seinen Wegen wandelst.

Die Qualität des Gebens und der Liebe wird Heiligkeit genannt, da die Heiligkeit ein Erfüllungsgehilfe für den Schöpfer ist.

Der Schöpfer ist Kadosh (der Heilige), denn es gibt eine Qualität des Gebens in Ihm. Darum wird ein Mensch, wenn er einen besonderen Einfluss vom Schöpfer erhält, der ihn zum Geben und zur Liebe bringt, heilig genannt und das beeinflusst jeden um ihn herum.

Wenn du danach strebst, wirst du vom Schöpfer eine solche Antwort erhalten. Du wirst heilig werden, das heißt ein Gesegneter werden, der allen gibt und sie liebt.

 

Aus Kab TV „ Geheimnisse des Ewigen Buches“ 5/12/16

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Sieh die Welt durch die zehn Sefirot

Frage: Muss ich das System der Erschaffung der Welten, die zehn Sefirot der Seele, wie das Einmaleins studieren, oder sollte ich akzeptieren, dass es für mich noch etwas ist, was noch nicht existiert und unverständlich ist?

Antwort: Du musst es studieren, später versuchst du danach zu forschen und so wird sich das System in dir bilden. Du wirst die Welt betrachten, als würdest du durch eine Schablone schauen, die Veränderungen in ihr beobachten und so die zehn Sefirot in dieser Welt sehen.

Wenn man wie durch ein Netz auf die Welt schaut, auf ein Individuum, auf sein Verhalten, auf die Wechselbeziehungen zwischen den Menschen, auf die Bewegung des Windes, der Luft, auf verschiedene Einflüsse in den Erscheinungen der pflanzlichen, tierischen oder spirituellen Welt, egal wo du hinschaust, du wirst überall das gleiche Netz von Zusammenhängen zwischen zwei Kräften sehen: positiv und negativ.

Frage: Wie viel Zeit braucht es, um die zehn Sefirot zu erreichen? Hängt es von einer bestimmten Einzelperson ab?

Antwort: Wir haben einen sehr ausführlichen, sechsbändigen Text, „das Studium der Zehn Sefirot“ (Talmud Eser Sefirot). Er erklärt, wie die zehn Sefirot alle Welten bilden, einschließlich unserer Welt  als die niedrigste der Welten, in der das höhere Licht durch die zehn Sefirot die ganze Schöpfung kontrolliert.

Aus der russischen Kabbala Lektion 5/3/17

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