Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Studium der Kabbala'

Das Ziel der Spiele des Schöpfers

Frage:  Als Beispiel: Ein Mensch kommt mit einem Problem in die Klinik. Dort ist eine Schlange, in der er lange warten muss, um aufgenommen zu werden. Oder er geht zur Bank um Geld abzuheben. Er erfährt, dass sein Konto gesperrt wurde. Sind das alles Spiele des Schöpfers? Was soll ich dadurch verstehen?

Antwort: Der Mensch wird dazu gebracht, nach dem Sinn des Lebens und nach seinem gegenwärtigen Zustand zu fragen: Wozu und woher kommt er?

Wenn er danach fragt, kommt er in eine passende Gesellschaft von Menschen, Büchern oder er erlebt Ereignisse, die ihn zu der Frage nach dem Sinn des Lebens bringen.

Während er den halben Tag in der Klinik in der Schlange sitzt, oder Probleme mit seinem Geschäft oder andere Schwierigkeiten hat, beginnt er darüber nachzudenken: „Was soll dieses Leben?“.

All diese Probleme, wir haben immer mehr davon, holen uns auf Schritt und Tritt ein. Sie sind nur dazu gedacht, dass sich unsere Generation zu fragen beginnt: „Wozu sind wir da? Was ist der Sinn des Lebens“?

Menschen tun das. Sie sind deprimiert, sie nehmen Drogen, um irgendwie aus diesem Leben zu fliehen. Langsam werden sie dahingeführt, die Methode der Erkenntnis der höheren Kraft, die sie geschaffen hat, sie steuert und mit ihnen spielt, zu offenbaren. Sie wollen wissen, warum ihnen das wiederfährt, wo dieser Schöpfer ist der alles bestimmt und ob Er überhaupt existiert? Zu welchem Zweck, warum, wozu? 

Es gibt keinen Menschen, der zur Kabbala kommt ohne zuvor deprimiert oder vom Leben enttäuscht gewesen zu sein. Die Menschen kommen zu uns, da sie einen Mangel spüren: „Ich habe nicht das Wichtigste im Leben“. Wenn ein Mensch das empfindet, vielleicht sogar ohne seine Frage und die fehlende Antwort genau zu verstehen, dann nähert er sich der Kabbala an.

Frage: Findet er dann die richtige Umgebung, die richtigen Bücher und warum in der Kabbala?

Antwort: Er kann viele andere Kreise durchlaufen, aber im Endeffekt wird ihn das Schicksal dennoch zur Kabbala führen.

Bisher sind das immer noch Einzelne. Wir sind die erste Linie, die sich dem Schöpfer annähert. Wir werden aber noch viele Menschen mitnehmen, sie werden immer wieder kommen und gehen, auftauchen und verschwinden. Das ist der natürliche Weg, eine Art Start-Stopp-Bewegung.

Aus dem TV-Programm „Grundlagen der Kabbala“, 25.03.2019.

(260963)

Wenn ich nicht weiter gehen will…

Frage: Reicht das Leben aus, um die Stufen der spirituellen Welten aufzusteigen?

Antwort: Keine Sorge, darum brauchst du dich nicht zu kümmern. Es ist deine Pflicht entweder im Guten oder im Schlechten aufzusteigen. Es liegt an dir, den Weg zu wählen.

Wenn du versuchst schnell nach oben zu kommen, wirst du in jedem Moment deines Lebens gewinnen. Wenn du faul bist, wird man dich drängen oder sogar allein lassen. Du wirst trotzdem die anderen einholen müssen.

Es gibt hier jedenfalls unterschiedliche Möglichkeiten. Um dich nicht zu verwirren, möchte ich eines sagen: für einen reibungslosen, sicheren Aufstieg ist es das Minimum,  an einer systematischen Ausbildung, Teilnahme an einer Gruppe und an unseren gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen. Wenn du schneller sein willst, gibt es zusätzliche Materialen, Kurse usw. Wenn du noch schneller sein möchtest, gibt es weitere Möglichkeiten.

Frage: Wie ist das, wenn ich stehen bleiben möchte:“ Mir reicht die erste Stufe, mir geht es gut hier“, wenn ihr weitergeht und ich bleibe“?

Antwort: Jeder Mensch muss seine spirituelle Wurzel erreichen. Das hängt nicht von ihm selbst ab. Er wird nicht danach gefragt. Es wird ihm ein sehr enger Bereich, bei dem er entscheiden kann, wie er aufsteigen kann, ob mit eigenen Kräften oder mit einem Schub von hinten vorgegeben.

Es gibt eine interessante Maschine, ihr Funktionsprinzip ist einfach- wie bei der Zusammenarbeit mit Sklaven. Arbeitest du gut, wirst du nicht geschlagen, bist du zurückhaltend, wirst du sofort geschlagen.

Frage: Heißt es, dass man nicht irgendwo stehen bleiben kann?

Antwort: Du kannst, aber dann wirst du geschlagen. Es sollte keine Ausreden geben. Wir haben es mit dem Gesetz der Natur zu tun. Daher kannst du keine Anforderungen stellen. Wenn man dir bestimmte Bedingungen gibt, musst du sie erfüllen.

Aus dem Unterricht, 05.01.2020

[259517]

Das zerbrochene Systems wiederherstellen

Frage: Die Menschen sind so erschaffen, dass jeder ein unterschiedliches  Immunsystemen hat. Manche werden mit unterschiedlichsten genetischen Erkrankungen, Fehlbildungen usw. geboren. Gibt es in der Spiritualität ähnliche Abweichungen? Lehrt die Weisheit der Kabbala, wie man sie beseitigen kann? Denn es gibt doch Dinge, die für das menschliche Auge verborgen bleiben.

Antwort: Alles wird durch unseren Ausgangspunkt bestimmt. Jeder von uns ist eine Zelle eines einzigen Organismus namens „Adam“. Dieses System wurde vom Höheren Licht erschaffen und nimmt zusammen mit ihm an allem, was geschieht und existiert, teil.

Das höhere Licht wirkt auf dieses System ein, wodurch dieses sich allmählich verändert, seine Eigenschaften enthüllt und seinerseits das Licht durch seine Resonanz beeinflusst. Wir sind Bestandteile dieses Systems.

Es durchlief einen gewaltigen Entwicklungsprozess unter dem Einfluss jenes Lichts, welches es erschuf, erfüllte und zerbrach. Und nun befinden sich alle seine Bestandteile in verschiedenen Zuständen einer quasi Lebendigkeit und dem Zerfall. Wir müssen sie wieder im selben System zusammenfügen, indem sie vor dem Zerbruch existierten, d.h. das System wiederherstellen. 

Stellen Sie sich ein Spielzeug vor, das aus Würfeln zusammengesetzt und dann zerbrochen wurde, und nun müssen Sie diese Würfel im gleichen Schema wie zuvor aufsammeln. Das ist unsere Arbeit, und sie ist sehr schwierig.

Wir selbst haben aber nicht die Kraft dafür. Wir sehnen uns nur danach, dass dies sich verwirklicht. Deshalb besteht unsere ganze Arbeit darin, den Einfluss des höheren Lichtes zu erwecken, der vereinigenden Kraft, die uns allmählich zu einem Ganzen zusammenführt, so wie wir vor dem Zerbrechen waren.

Der Prozess unserer Wiederherstellung besteht aus genau dieser Abfolge von Zuständen, die wir durchlaufen müssen. Dies entspricht unserem spirituellen Leben.

Und unser physisches Leben ist viel stärker zerbrochen und zersplittert. In diesem Leben führen wir nur wenige spirituelle Handlungen aus, auch wenn wir dies nicht verstehen. Wenn wir die Wissenschaft der Kabbala aber für uns selbst enthüllen, können wir den Einfluss des höheren Lichtes auf uns ziehen, das uns intensiv zusammenführen, vereinen, bündeln und uns zu jenen Zuständen verbinden wird, in denen wir vorher existierten.

Das Höhere Licht weiß, wie man das macht. Es entwickelt spirituelle Gene in uns, die uns miteinander verbinden. Wir können in Filmen sehen, wie eine Kombination verschiedener chemischer, eiweißartiger Strukturen eine Art System bildet und genauso verbinden wir uns in unseren inneren Strukturen.

Äußerlich spüren wir es nicht. Wenn wir aber selbst nach innerer Einheit streben, werden wir fühlen, wie wir uns zueinander hingezogen, oder uns voneinander getrennt fühlen. Und hier haben wir bereits einen freien Willen: entweder gehen wir auf uns allein gestellt weiter, oder erwecken den Einfluss des Höheren Lichts. 

Wir brauchen nicht darauf zu warten, dass die Natur uns durch alle möglichen Schläge und Sanktionen lehrt, dass es sich lohnt, einander näher zu sein. Wenn wir uns korrekt auf das Höhere Licht ausrichten, damit es diese Handlungen an uns ausführt, dann werden diese schnell vorübergehen und wir werden fähig sein, Einheit zu spüren.

In dieser Einheit werden wir das gesamte System, die Höhere Macht und unsere korrekten gegenwärtigen und zukünftigen Zustände offenbaren. Prinzipiell werden wir sogar in kleinen Gemeinschaften in der Lage sein, eine gewisse Ähnlichkeit mit dem korrekten Endzustand zu spüren. Dies ist etwas, das wir schon jetzt offenbaren und anstreben können.

[260656]

Blitz – Antworten vom Kabbalisten

Frage: Was bedeutet es, nach einer Lösung auf der nächsten Stufe zu suchen, wenn sie verborgen ist? Woran erkennen wir die nächste Ebene der Übereinstimmung zwischen uns?

Antwort: Sie bemühen sich nur um den nächsten Schritt, und das höhere Licht wird alles korrigieren.

Frage: Ist der gemeinsame Geist, der in einem Kreis geboren wird, durch etwas begrenzt?

Antwort: Es ist nur durch die Möglichkeit unserer Annäherung begrenzt. Nicht mehr. Wenn wir uns ernsthaft näher kommen, erreichen wir gleichzeitig den Geist des Schöpfers, die maximale Eigenschaft des Gebens und der Liebe, die in uns gekleidet wird. 

Frage: Wie soll man auf einen Teilnehmer in einem Kreis reagieren, der nach seinen eigenen Worten die Methodik des Seminares in Frage stellt und von der Sinnlosigkeit der Menschen spricht, die neben ihm sitzen, und von der Unwilligkeit, auf ihre Dummheiten zu hören spricht? 

Antwort: In der Kabbala heißt es: „Schlag ihm (Selbstsucht) auf die Zähne.“ Wenn jemand gegen die Regeln verstößt, die uns die Kabbalisten befohlen haben, soll er uns verlassen. Diese Regeln existieren seit mehreren tausend Jahren. Wenn Sie sie nicht befolgen möchten, gehen Sie. Zu diesem Thema gibt es gar nichts zu besprechen.

Frage: Nach welchem ​​Prinzip wählen Sie Fragen für das Seminar aus?

Antwort: Ich kenne ungefähr den allgemeinen Entwicklungsstand der Weltgruppe und gebe ihnen eine Aufgabe einen Schritt höher. Nicht mehr. Andernfalls wird es unverständlich sein und sie in den Zustand der Frustration führen, was nicht zum gewünschten Ergebnis führt. Sie müssen sich anstrengen und aufeinander zugehen, um die Frage und vielleicht sogar die Antwort im Zusammenhang miteinander zu verstehen.

Frage: Wenn ich die kabbalistischen Texte nicht verstehe, dann erarbeite ich meine Arbeit im Zehner nicht?

Antwort: Wenn man die kabbalistischen Texte nicht versteht , muss man sie viele Male lesen und manchmal sogar aufschreiben, um sie auf irgend eine Weise in sich aufzunehmen.

 

[# 222359]

Immer mit mir – Teil 31

 

“Shamati” – ”Das Gehörte”

Also, ich fuhr RABASH mit dem Auto, ich hielt mich natürlich nicht zurück und stellte ihm oft Fragen. Er antwortete und ich sah, dass er nicht wollte, dass ich schwieg, er mochte Fragen. Und ich stellte akute Fragen: nach der Willensfreiheit, nach der Tatsache, dass, wenn der Schöpfer der Einzige ist, warum bin ich dann aus zwei Kräften zusammengesetzt und so weiter und so fort?…

So half er mir eines Tages, als ich vor Schmerzen fast platzte, weil ich nicht verstand, nicht fühlte und so nicht leben konnte, auf. Wir waren gerade erst nach Hause gekommen, er sagte: „Warte, ich gebe dir etwas.“ Er ging in sein Zimmer. Ich wartete im Auto. Er kam mit einem schäbigen Notizbuch heraus und gab es mir.

„Shamati“ („Gehörte“) stand auf dem Cover geschrieben. Er sagte: „Lies, das ist es, was ich aufgeschrieben habe“.

Ich schaute direkt in das Notizbuch und wusste auf einmal alles. Ich sah gerade die erste Zeile – „Es gibt niemanden außer Ihm“ – und fühlte, wie mein Herz schlug. Ich hatte nur den ersten Absatz gelesen, und es schlug noch schneller.

Ich las nicht mehr. Ich „flog“ in den Laden, liess das ganze Notizbuch abfotografieren, und als ich erkannte, dass ich es in meinen Händen hielt, beruhigte ich mich ein wenig. Als ich nach Hause nach Rehovot kam, schloss mich in mein Zimmer ein, ging nicht zur Arbeit und begann zu lesen: „Es wurde am ersten Tag der Woche, Itro (6. Februar 1944), gehört“ – ich las es und verstand, dass es von RABASH gehört wurde, und von Baal HaSulam gesagt wurde. Ich hielt diese Notizen in meinen Händen. Allein das führte mich zu innerer Erschütterungen. Was geschah, als ich anfing zu lesen: „Es wurde gesagt: „Es gibt niemanden außer Ihm“ – das bedeutet, dass es keine andere Macht auf der Welt gibt, die etwas gegen den Schöpfer tun kann”. Es war, als ob sich mir die seit Jahrhunderten vor allen verborgenen Geheimnisse offenbarten, dass ich mein ganzes Leben lang genau danach gesucht hatte, dass genau das die Offenbarung des Schöpfers für den Menschen in dieser Welt ist…

Ich las weiter: „Und die Tatsache, dass der Mensch sieht, dass es Dinge und Kräfte in der Welt gibt, die die Existenz der Höheren Mächte leugnen, ist der Grund, dass dies der Wunsch des Schöpfers ist….“. Es verdreht den Verstand. Es ist also der Schöpfer, der einen Menschen verwirrt?! Es ist eine Korrektur Methode namens „Linke Hand stößt ab, und rechte Hand nähert an”. Und was die Linke Hand wegdrückt, liegt im Rahmen der Korrektur. Das bedeutet, dass es Dinge in der Welt gibt, die von Anfang an mit der Absicht kommen, einen Menschen von geradem Weg zu stoßen und ihn von der Heiligkeit zurückwerfen….“.

Für mich war das alles eine Entdeckung. Ein Durchbruch zu einem neuen, völlig unbekannten Zustand. Es war eine Klärung mit mir selbst.  Das hatte ich noch nie von RABASH gehört, geschweige denn von Hillel. Wie konnte Rebbe es vor allen anderen verbergen?!

 

[# 243657]

Fortsetzung folgt…

Seelenverwandte

Frage: Wie kommt es, dass ein Mensch Familie und Verwandte hat?

Antwort: All das kommt aus dem spirituellen System.

Frage: Sind das Seelenverwandte?

Antwort: Ja, sie stehen sich nahe. Irgendwie werden sie von dir „genährt“. Du musst sie füttern, sie versorgen. Vielleicht wird das mit der Zeit sowohl in einem materiellen als auch in einem spirituellen Zustand kommen.

Frage: Aus Sicht der Kabbala muss man sich um seine Familie kümmern. Es gibt dafür sogar eine Anweisung. Wie sollten denn die Beziehungen zu den Verwandten, wie Tante, Onkel, Großeltern aussehen?

Antwort: Wir befinden uns jetzt auf einer spirituellen Reise. Ich denke, dass dann, wenn die Massen einen spirituellen Zustand erreicht haben, eine Struktur der Beziehungen nach spirituellen Richtlinien festgelegt wird.

Aus der TV-Sendung „Die Grundlagen der Kabbala“, 01.01.2019

(254346)

Der Weg zum höchsten Ziel, Teil 3

Ursachen für die Veränderungen in der Weltbevölkerung

Die Kabbala studiert die Reihenfolge des Abstiegs der höheren Kräfte, die sich zuerst in Malchut, der Welt der Unendlichkeit in den vier Stufen des direkten Lichts manifestierte und dann durch Zimzum Alef (erste Einschränkung) zu uns herabstieg.

Es wurden die Parzufim Galgalta, AB, SAG, MA, BON gebildet, dann die Welten Azilut, Bria, Ezira und Asija und anschließend  wurde eine besondere Struktur, namens „Adam“ geschaffen- die gemeinsame Seele. Diese gemeinsame Seele wurde zerbrochen. Wir sind die Teile aus diesem Zerbrechen.

Der Egoismus zeigt sich immer mehr, damit wir die Möglichkeit erhalten, ihn anheben und bearbeiten zu können, deshalb wird die gesamte egoistische Masse dauernd in weitere Teile zerlegt. Aus diesem Grund spüren wir in dieser Welt, wie wir uns vermehren- die Bevölkerung des Planeten wächst.

Wenn wir dagegen in eine negative Verbindung zwischen uns treten, beginnen Vernichtung und Kriege, welche die Bevölkerung minimiert.

Nicht, weil der Krieg Menschen tötet- das erscheint uns nur so, sondern weil die Menschheit in diesem Fall nicht mehr Menschen braucht und daher abnehmen kann. Denn wenn es Leiden gibt, können auch weniger Seelen ihr Schicksal erfüllen.

So sollten wir die Zu- oder Abnahme der Bevölkerung auf unserem Planeten betrachten.

Fortsetzung folgt….
Aus dem Unterricht, 18.08.2019

 [252489]

Der Weg zum höchsten Ziel, Teil 1

Grundlagen der Kabbala

 Die Kabbala ist Ursache und Wirkung von absteigenden Höheren Kräften, die ständigen und absoluten Gesetzen unterworfen sind, sie sind miteinander verbunden und zielen darauf ab, die Höhere lenkende Kraft des Schöpfers durch den Menschen in dieser Welt zu offenbaren.(Baal HaSulam, „Die Wissenschaft der Kabbala“)

Die Kabbala sagt, dass wir in unserer Welt durch das konsequente Studium und die Offenlegung der Naturgesetze zur Erkenntnis der Höheren Welt, der Höheren Kraft des Schöpfers kommen können.

Wir werden Ihn, der alle Teile der Schöpfung verbindet, als absolutes, klares und höchstes Gesetz offenbaren. Indem wir den Schöpfer offenbaren, werden wir die gesamte Schöpfung verstehen, denn Er schließt alles ein.

Alles ist in ihm, einschließlich wir. Nur auf dem Weg zu dieser Einheit, dieser gemeinsamen Kraft, dem gemeinsamen System, verwirren wir uns in verschiedenen kleinen, privaten Situationen und Verbindungen. Im Allgemeinen offenbaren wir nur den Schöpfer, denn es gibt nichts außer Ihm.

So steht es geschrieben:“ Es gibt niemanden außer Ihm.“ Das ist die erste Voraussetzung, um die Grundlage der Kabbala zu bestimmen. Das heißt, die Kabbala beschäftigt sich damit, den Schöpfer, durch den Mensch in unserer Welt zu enthüllen. Der Mensch, der die gesamte Kette von sich bis zum Schöpfer studiert und ihn so nach und nach offenbart.

Fortsetzung folgt….

Aus dem Unterricht 18.08.2019

[252402]

Kabbala: Nutzen oder Schaden?

Frage: Es gab für die Welt lange ein Verbot das Wissen der Kabbala zu offenbaren. Baal HaSulam schrieb, dass das erste Verbot unnötig, das zweite unmöglich und das dritte das Geheimnis des Schöpfers ist.

Was ist unnötig?

Antwort: War es zum Beispiel notwendig die Atombombe zu bauen? Wie Sie sehen, hat sie sich der Welt offenbart. Obwohl, einerseits Einstein sehr dagegen war, gab er andererseits diese Formel frei, denn es war offensichtlich, dass deutsche Wissenschaftler von Hitler-Deutschland erfolgreich an diesem Thema arbeiteten. Dann wurde diese Formel gestohlen und damit fing die Entwicklung der Atomindustrie im Westen und Osten an.

Frage: Was bedeutet es, dass die Kabbala keinen erkennbaren Nutzen bringen wird?

Antwort: Die Kabbala wird keinen erkennbaren Nutzen bringen, wenn die Atombombe einem Menschen gegeben wird, der noch wie  ein Neandertaler ist.

Wenn der Mensch nicht darauf vorbereitet ist, wenn er kein klares Bestreben hat, den Sinn des Lebens zu verstehen, d.h. er nicht völlig  von dieser Existenz enttäuscht ist, dann wird ihn die Enthüllung der Kabbala zur Mystik bewegen, zur Möglichkeit, damit Geld zu verdienen, usw.. Das heißt, wer Privilegien und Vorteile erreichen will, kann die Kabbala nicht offenbaren.

Wenn ein Mensch bereits versteht, dass er diese Welt überhaupt nicht braucht, er weder von Reichtum, Wissen, Macht, Ehre, noch von etwas anderem angezogen wird, er nur die Höchste Welt, nur die Verbindung mit dem Schöpfer will, dann wird ihm die Kabbala offenbart.

Deshalb muss man hier sehr vorsichtig sein. Heutzutage ist dieses Verbot bereits aufgehoben, da die Menschen im Prinzip so enttäuscht von dieser Welt sind und sich in einer allgemeinen Depression befinden, dass selbst wenn sie die Kabbala, in Form von Magie und anderen Dingen, benutzen wollen, sie niemand ernst nimmt.

Frage: Gibt es also ein bestimmtes Stadium in der Entwicklung der Menschheit, in dem die Offenbarung des Schöpfers dem Menschen schaden kann?

Antwort: Ja. Wenn ein Mensch noch ein Verlangen in dieser Welt hat und sich gleichzeitig mit der Methode der Erkenntnis des Schöpfers vertraut macht, dann beginnt er zu überlegen: „Wie kann ich den Schöpfer erkennen, um ihn, in dieser Welt zu gewinnen?“

Das ist falsch und wird nie etwas nützen, denn die Offenbarung des Schöpfers besteht nur darin, dass er durch seine Erkenntnisse von dieser Welt in die höhere Welt aufsteigt. Der Körper bleibt und der Geist der Erkenntnis beginnt, in die nächste Welt durchzubrechen.

Aus dem TV-Programm „Grundlagen der Kabbala“,  08.01.2019.

[254917]

Immer mit mir – Teil 2

 Gegen die Wand…

Eines Tages war ich nach der Arbeit bei meinem Freund Chaim Malka zu Besuch. Ich war erschöpft und ausgelaugt, und musste mich buchstäblich dorthin schleppen. Es war ein kühler Winterabend mit Nieselregen und starken Windböen. Chaim schlug vor, einen Kaffee zu kochen und wie üblich mit dem Lernen zu beginnen. Aber ich lehnte ab. „Ich kann einfach nicht mehr“, sagte ich zu ihm. Ich erinnere mich sehr lebhaft an diesen Zustand. Alles ist sinnlos, es gibt keinen Ausweg mehr, also warum sich überhaupt mit dem Leben beschäftigen?

Es ist ein Wunder, wenn ein Mensch in einen solchen Zustand gebracht wird und nicht mehr fliehen kann. Ich fragte mich, warum ich nicht einfach aufstehen, die Tür hinter mir zuschlagen und alles vergessen konnte? Ich verdiente gutes Geld, hatte eine wunderbare Familie, konnte reisen, wohin ich wollte, und leben, wie ich wollte. Aber nein. Ich stieß auf eine Wand – wurde buchstäblich in sie hineingestoßen. Und dann, ganz plötzlich, ein Hoffnungsschimmer!

Ich habe viele Jahre gebraucht, um zu erkennen, dass dies die wertvollsten Momente im Leben waren – wenn man das Gefühl hat, in einer Sackgasse zu landen. Das nennt man ein Gebet.

Und in diesem hoffnungslosen Zustand sprach ich die folgenden Worte.

„Chaim, wir gehen jetzt sofort los, um einen Lehrer zu suchen.“ Die Worte entsprangen dem dichten Nebel der Schwäche, der mich umhüllte. „Wir müssen ihn einfach finden. Heute!“

„Aber wo werden wir ihn finden?“ fragte er. „Wir haben schon überall gesucht!“

„Ich habe gehört, dass einige Leute in Bnei Brak[1] Kabbala studieren.“

Bis zu diesem Moment war mir dieser Gedanke nicht einmal in den Sinn gekommen. Ich war zuvor nur ein- oder zweimal in Bnei Brak gewesen. Ich kannte die Stadt überhaupt nicht. Und doch war es das, was aus meinem Mund kam. „Lass uns nach Bnei Brak fahren.“

Chaim seinerseits schien keine Sekunde zu zögern und stimmte bereitwillig zu. „Also gut, gehen wir!“

Wir stiegen ins Auto und fuhren los. Ich erinnere mich an den Regen, der auf die Windschutzscheibe trommelte. Ich fuhr praktisch blind, aber ich dachte nicht daran, umzukehren oder anzuhalten und das Ende des Regens abzuwarten. Nein, wir mussten weiterfahren, und zwar so schnell wie möglich.

[1] Bnei-Brak – liegt im Bezirk von Tel Aviv. Der größte Teil der Stadt besteht aus religiösen Einwohnern

[# 241757]

Fortsetzung folgt…