Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Studium der Kabbala'

Das einzige Problem mit der Natur

Frage: Wie wird die neue Gesellschaft in einer Zeit der Wandlung aussehen? Was sollen wir tun?

Antwort: Studieren Sie die Kabbala und erforschen Sie, wie die Anfänge der neuen Gesellschaft aussehen. Nehmen Sie das an, passen Sie sich ihnen an, offenbaren Sie das in unserer Welt und erklären das allen anderen.

Frage: Haben Sie damit gerechnet, dass dies so schnell geschehen und wir mit der Natur konfrontiert werden würden?

Antwort: Das war unerwartet.

Anmerkung: Die Natur will plötzlich, dass wir jetzt eine Wahl treffen.

Antwort: Es ist die Natur, die sich auf diese Weise öffnet. Es gibt dort keine böse Absicht.

Frage: Verfügt die Kabbala über ein Wissen, wie man ein Heilmittel gegen das Coronavirus finden kann?

Antwort: Das einzige Problem der ganzen Natur ist Trennung, Spaltung und Konfrontation. Das einzige Heilmittel dagegen ist die Wiedervereinigung aller Teile. Dies ist das Arzneimittel gegen das Coronavirus.

Wohin man sich auch wendet, gibt es eine Antwort und eine Überprüfung auf die Frage- was Ihnen auch immer angeboten wird, untersuchen Sie es selbst: Führt Ihre Entscheidung die Menschen zu mehr Verbindung, dann ist es die richtige  Medizin. Wenn nicht, dann ist es das Böse und das Unheil.

Aus dem Unterricht, 12.04.2020

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Wohin lenkt uns die Korrektur?

Frage: Wie und warum versammelt ihr euch, um euch selbst zu korrigieren?

Meine Antwort: Wenn ich „wir“ sage, meine ich viele Menschen. Zusammen bilden wir die Bnei-Baruch-Gruppe auf der ganzen Welt.

Unsere Organisation setzt sich dafür ein, den Menschen aufzuzeigen, wie sehr unser Egoismus uns selbst und alles um uns herum zerstört. Wenn wir unseren Egoismus korrigieren, werden wir uns über uns selbst erheben und beginnen die nächste Welt zu fühlen: die höhere, ewige und vollkommene Welt.

Es ist eine besondere Welt, in der wir nur existieren können, wenn wir von egoistischen zu altruistischen Beziehungen gelangen. Und die Natur drängt uns dazu.

Die Weisheit der Kabbala erklärt, wie wir es schaffen ohne, dass uns irgendwelche Viren dazu zwingen. Wir können diesen Übergang leicht, bequem und angenehm gestalten.

Aus diesem Grund wurde uns diese Weisheit gegeben. Lasst sie uns nutzen und die nächste Stufe der menschlichen Entwicklung erlangen. Sie muss sowieso erreicht werden. Doch bisher gehen wir den falschen Weg. Es ist aber möglich den richtigen Weg zu gehen.

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Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Meine Antwort: Gerade nach dem Tod gibt es ein Leben. Und solange wir uns nicht von unserem Egoismus befreien, gibt es auch kein Leben. Wir spüren unsere Existenz im Innern des Egos. Sie ist nichtig, gemein und sehr begrenzt.

Auch wenn wir uns von unserem Egoismus befreien, ist es nur eine Befreiung auf der ersten egoistischen Stufe. Sogar der physische Tod ist nur eine sehr kleine Erlösung und eine sehr kleine Stufe des Aufstiegs. Dadurch können wir verstehen, dass die Natur und die Welt tatsächlich auf einer anderen Ebene, nämlich über dem Egoismus, existiert.

Frage: Menschen, die nur in ihrem kleinen Umfeld leben, haben keine Zeit über etwas anderes nachzudenken. Sie sind damit beschäftigt sich selbst und ihre Familien zu ernähren. Vielleicht ist das der Grund warum der Egoismus uns heutzutage wahrlich auffrisst. Wie können wir aus diesem Kreislauf entkommen?

Meine Antwort: Das muss erklärt und unterrichtet werden. Deswegen habe ich die Kabbala-Akademie gegründet. Mehrere Millionen Menschen studieren praktisch auf jedem Kontinent und in allen Sprachen der Welt. Wir halten Unterrichte und Vorträge, treffen uns, organisieren internationale Kongresse und weitere Veranstaltungen.

Aber das aktuelle Virus, dieses letzte System der Wahrnehmung der Natur, das jetzt allmählich in unser Bewusstsein dringt, drängt den Menschen dazu, zu erkennen, wo er lebt und warum er existiert. Und hier hat er keinen Ausweg.

Wir müssen das Gesamtbild der integralen Natur, entweder auf richtige oder auf falsche Weise, verstehen. Wir müssen verstehen, wie wir in ihr existieren können und zur richtigen ganzheitlichen Beziehung mit ihr gelangen. Wir müssen einfach selbst integral werden.

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Kabbalistische Begriffe „ Awiut“

Awiut ist ein egoistischer Wunsch, der den Menschen vom Schöpfer trennt. Dieser Wunsch muss überwunden werden, aber nicht, indem man ihn zerstört, sondern indem man sich über ihn erhebt und ihn richtig als Hebel einsetzt, um „die Erde umzudrehen“.

Deshalb wird der Egoismus im üblichen Zustand, wenn er uns vom Schöpfer trennt, Awiut“ genannt – die Dicke des Verlangens, und wenn wir ihn richtig einsetzen, verwandelt er sich in „ Sakut“, in Feinheit, und hilft uns nun den Schöpfer zu erkennen, zu erforschen und Ihm näher zu kommen.

Frage: Das heißt, Awiut ist also Grobheit, die Größe unserer Wünsche, die in vier Stufen unterteilt sind?

Antwort: Ja, in die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe und in die Stufe „Mensch“.

Frage. Ist es wünschenswert, kabbalistische Begriffe nicht zu übersetzen? Zum Beispiel Awiut – Grobheit, etc.

Antwort: Natürlich. Wie in der Medizin Begriffe in Latein, in der Musik auf Italienisch akzeptiert sind, genauso ist es in der Kabbala. Man muss sich einfach nur die Definition merken.

Aus der TV Sendung „ Die Grundlagen der Kabbala“ 17.06.2019

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Adam und Eva sind zwei Kommunikationssysteme

Frage: Wie waren Adam und Eva? Soll die Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau ähnlich wie ihre Beziehung sein?

Antwort: Adam und Eva sind keine Menschen, sondern zwei Kommunikationssysteme, die sich als egoistische (empfangende) und gebende Wünsche manifestieren. Das ist es, was uns die Tora sagt. Und wir müssen zu einem Zustand kommen, in dem sich beide Systeme zusammenschließen, sodass aus ihnen ein Mensch entsteht. 

Es gibt im Prinzip nur Adam. In der Tora steht geschrieben, dass es zuerst einen Adam gab, erst dann schuf Gott aus seiner Rippe eine Frau. All dies bedarf einer langen Erklärung, aber kurz gesagt, das System muss zu dem Punkt kommen, an dem wir, wenn wir uns zusammenschließen, wieder zu einem einzigen System, genannt „Adam“, werden. Und es ist nicht irgendein biologisches Wesen oder ein Mensch dieser Welt.

Schließlich stammen wir Menschen vom Affen ab. Diese Affenart entwickelte sich allmählich, bis sie ein wachsendes egoistisches Verlangen hatte, das uns zu Menschen gemacht hat.

Mit anderen Worten sind die Affen wesentlich besser als wir. Da wir unkorrigiert sind, ist unser Egoismus größer. Aber es macht keinen Sinn, sich darüber Sorgen zu machen, sondern um die eigene Korrektur. 

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Aus dem russischen Unterricht, 08.03.2020.

Was treibt uns voran

Aussage: Ein typischer Fehler von Kabbala-Anfängern, zumindest in den ersten Jahren, ist, dass man nach Wissen verlangt.

Antwort: Ja, er setzt auf Wissen, weil er in unserer Welt daran gewöhnt ist. Es ist eine natürliche, egoistische, verständliche Errungenschaft.

Frage: Er verlangt also die Empfindung des Schöpfers. Aber das ist falsch, wenn ich richtig verstehe?

Antwort: Kommt darauf an. Im Prinzip sollte er dem Schöpfer keine Befehle erteilen. Indem er voranschreitet, verliert er außerdem den Wunsch, den Schöpfer zu offenbaren. Dafür erwacht ein Wunsch in ihm, die Eigenschaft des Gebens zu erlangen, sich mehr auf der Eigenschaft des Schöpfers zu konzentrieren, statt Ihn in seinem Egoismus zu spüren.

Frage: Wir sind in der Lage, unseren jetzigen Zustand zu erklären, ebenso wie den zukünftigen Zustand: wie wir uns empfinden werden, wenn der Schöpfer sich in uns manifestiert. Aber der eigentliche Übergang vom Zustand „X“ zum Zustand „X plus eins“ ist nicht klar. Wie geschieht das? Welche Maßnahmen sollten wir ergreifen? Ich kann es nicht auffangen.

Antwort: Es wird darüber gesagt: „Was der Verstand nicht tut, tut die Zeit“. Man muss systematisch lernen, die Kraft in die Gruppe und in die Verbreitung einsetzen, an sich selbst arbeiten – mit anderen Worten: „Was immer du tun kannst, tu es“.

Am Ende erregt man mit all diesen Handlungen das hohe Licht, und es bringt einen weiter. Es strahlt ständig seine Kraft auf uns aus, da es eine Eigenschaft des Gebens, der Liebe und der Annäherung ist, und diese Qualitäten werden in uns offenbart. Man beginnt, sie zu begehren und zu fühlen, dass sie nicht in einem selbst sind. In diesem Licht empfindet man das Gegenteil von ihm. Man nennt es „Erkenntnis des Bösen“.

Und aus dem Grund, dass du das Gegenteil siehst und das Böse in dir selbst spürst, willst du es loswerden, sogar durch deine egoistischen Eigenschaften. Und trotz deines Egoismus willst du dich von deinem Ego befreien. Du empfindest es als schädlich. Hier beginnt die Arbeit des Menschen an sich selbst und seine konsequente Entwicklung hin zur Eigenschaft des Gebens.

Aus dem TV-Programm „Die Grundlagen der Kabbala“, 01.04.2019.

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Die Zeit der Annäherung des Schöpfers

Frage: Heutzutage gibt es ein verstärktes Interesse an der Kabbala. Bedeutet dies, dass der Schöpfer uns näher gekommen ist?

Antwort: Natürlich. Es ist an der Zeit, dass sich der Schöpfer uns annähert.

Auf der einen Seite ist es kein gutes Gefühl, denn in uns gibt es Eigenschaften, die dem Egoismus entgegengesetzt sind.

Andererseits regt es uns an, nach der richtigen Zusammenfügung mit diesen neu entstandenen Eigenschaften zu suchen.

Die Natur offenbart sich auf einer neuen Stufe und wir müssen anfangen, richtig mit ihr umzugehen. Es ist bestimmt nicht einfach. Deshalb offenbart sich die Wissenschaft der Kabbala, die erklärt, was mit uns geschieht.

Aus dem Unterricht, 26.01.2020

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Auftrieb durch die spirituelle Energie

Frage: Nach mehreren Jahren des Kabbalastudiums gibt es diejenigen, die mehr Freude haben, sie haben z.B. einen besseren Job und es gibt andere, die im Gegenteil dazu trauriger werden, sie haben keine Freude mehr an materiellen Dingen. Hängt es vom Charakter eines Menschen ab? Oder ist es eine Phase seiner Entwicklung, und es wird sich wieder verändern?

Antwort: Der Mensch geht durch viele, unterschiedliche Zustände. Ich kann diese Frage nicht eindeutig beantworten, jeder von uns verändert sich ständig.

Es hängt alles von der Gesellschaft ab, in der wir uns befinden. Wir erleben Auf- und Abstiege, es geht immer auf und ab, auf und ab.

Wenn wir uns klar absichern wollen und wissen, dass wir die Zustände von Höhen und Tiefen durchlaufen müssen, dann müssen wir die richtige Umgebung  organisieren, die uns im Falle eines Abstieges die Hand reicht und uns hochzieht. Alles hängt von der Umgebung ab.

Frage: Kann sich ein Mensch auch im Zustand des Abstiegs freuen, wenn er weiß, welche Zukunft ihm bevorsteht?

Antwort: Selbstverständlich. Wenn man versteht, dass der Abstieg um des zukünftigen Aufstiegs willen gegeben ist, so ist es kein Problem, sich darüber zu freuen.

Tatsache ist, dass das System wie ein Kondensator oder ein anderes Laufwerk funktioniert. Man handelt in einem bestimmten spirituellen Modus, man sammelt etwas an und dann entlädt sich das System wieder. Man muss sich mit der Umgebung verbinden und von ihr angetrieben werden.

Wenn diese Phase vorbei ist, wird man wieder zu neuen Erkenntnissen aufsteigen und so weiter. Das heißt, je nach den einzelnen Perioden muss man die spirituelle Energie an die Umgebung abgeben, bzw. die Umgebung gibt es an die anderen zurück. Aus solchen aufeinanderfolgenden, wellenförmig verlaufenden Situationen wird man sich vorwärtsbewegen.

Aus dem Unterricht, 02.02.2020

[260499]

Wonach verlangt der Punkt im Herzen?

Frage: Wie wächst die Seele des Menschen?

Antwort: Wenn ein Mensch beginnt, dass er oder sie das Verlangen hat, den Sinn des Lebens spüren zu wollen: wozu, wofür und wie – das sind die ersten Anzeichen der Seele.

Es lässt uns keine Ruhe und wir fühlen es in uns – jeder nach der Stärke seiner Seele. Zuerst denkt der Mensch, dass dieses Gefühl etwas sehr Kleines, Flaches ist, aber das ist nicht so.

Frage: Wir sagen die ganze Zeit „Seele“, „Seele“. Wie definiert der Mensch diesen Begriff?

Antwort: Leider versteht der Mensch nicht, was das ist. Er versteht nicht, worin der Sinn des Lebens liegt.

Die Frage nach dem Sinn des Lebens besagt im Prinzip, dass es keinen Sinn im Leben gibt. Denn wenn es ihn gäbe, würde man ihn im Bestreben der Menschen sehen: der eine will Konstrukteur sein, der andere Dichter, der Dritte jemand anderes. Sie wollen es nicht, um ein Stück Brot zu verdienen, sondern um sich darin zu verwirklichen.

Wenn ein Mensch das Gefühl bekommt, dass er sich nirgendwo verwirklichen kann, dass alles leer ist, beginnt er zu verstehen, dass der Sinn sich nicht in dieser Welt, sondern außerhalb von ihr, über ihn befindet. Wenn ihn das anzieht, dann begibt er sich auf eine ernsthafte Suche.

Das ist heutzutage möglich. Ich habe auch so angefangen. Ich brauchte viele Jahre, um herauszufinden, wo und wie: ein Jahrzehnt, bevor ich nach Israel ging und dann noch einige Jahre in Israel. Wie auch immer, es nimmt Zeit in Anspruch.

Jeder Mensch hat einen Punkt im Herzen. Er wird so oder so auf die eine oder andere Weise aufwachen, die Frage ist, wann. Heutzutage kann das mit vielen Menschen sehr deutlich und schnell geschehen. Früher offenbarte Er sich einmal in Dutzenden oder gar Hunderten von Jahren und nur in besonderen Menschen.

Frage: Gab es früher schon solche großen Gruppen wie Bnei Baruch?

Antwort: Nein. Sehen Sie, was wir für eine große Gruppe haben und wie weit sie über die Welt verstreut ist! Das ist eine sehr gewichtige Organisation, die es noch nie gab. Ich habe nicht einmal damit gerechnet.

Als ich anfing, Kabbala zu studieren, hat sich niemand ernsthaft damit beschäftigt. Es gab ein paar ältere Herren, buchstäblich zwei oder drei Menschen, das war alles. Ich habe ihre Unterrichte besucht, aber ich habe gesehen, dass ich von ihnen nichts lernen kann. Sie lasen lediglich die Quellen, ich brauchte aber Erklärungen mit Antworten auf Fragen, die in mir auftauchten.

Schließlich fordert der Punkt im Herzen Wachstum. Wir müssen in jedem Augenblick spüren, was er will und ob wir auf seine Aufforderung reagieren können. Die Hauptsache ist, ihn richtig auszurichten, denn er befindet sich in einer egoistischen Umgebung. Der Punkt im Inneren ist absolut altruistisch.

Es ist die Frage, wie man diesen Punkt in einem egoistischen Umfeld zu einer altruistischen Wirkungsweise bringt, damit er Nahrung bekommt und zu keimen beginnen kann.

Frage: Ist das wie bei einer Frucht in der Schale?

Antwort: Ich würde ihn eher wie ein Korn im Stallmist sehen. In Wirklichkeit ist das so. Der Mensch muss in diesem Mist wühlen, um das Korn zu entnehmen und sich dann selbst entwickeln. Das ist nicht einfach.

Heute ist alles zugänglich. Wir haben ein riesiges Archiv mit verschiedenen Materialien vorbereitet. Wir müssen uns also weiter mit der Verbreitung beschäftigen.

Ich bin sehr froh, dass wir für unsere jüngeren Freunde, Unterrichte und Vorträge abhalten. Wir müssen es so einrichten, dass sie unser Archiv kennen lernen und uns sagen, wie wir es so verbessern können, dass es für alle die zu uns kommen wollen, bequem, verständlich und einfach zu verwenden ist.

Aus dem Unterricht, 09.02.2020

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Das Ziel der Spiele des Schöpfers

Frage:  Als Beispiel: Ein Mensch kommt mit einem Problem in die Klinik. Dort ist eine Schlange, in der er lange warten muss, um aufgenommen zu werden. Oder er geht zur Bank um Geld abzuheben. Er erfährt, dass sein Konto gesperrt wurde. Sind das alles Spiele des Schöpfers? Was soll ich dadurch verstehen?

Antwort: Der Mensch wird dazu gebracht, nach dem Sinn des Lebens und nach seinem gegenwärtigen Zustand zu fragen: Wozu und woher kommt er?

Wenn er danach fragt, kommt er in eine passende Gesellschaft von Menschen, Büchern oder er erlebt Ereignisse, die ihn zu der Frage nach dem Sinn des Lebens bringen.

Während er den halben Tag in der Klinik in der Schlange sitzt, oder Probleme mit seinem Geschäft oder andere Schwierigkeiten hat, beginnt er darüber nachzudenken: „Was soll dieses Leben?“.

All diese Probleme, wir haben immer mehr davon, holen uns auf Schritt und Tritt ein. Sie sind nur dazu gedacht, dass sich unsere Generation zu fragen beginnt: „Wozu sind wir da? Was ist der Sinn des Lebens“?

Menschen tun das. Sie sind deprimiert, sie nehmen Drogen, um irgendwie aus diesem Leben zu fliehen. Langsam werden sie dahingeführt, die Methode der Erkenntnis der höheren Kraft, die sie geschaffen hat, sie steuert und mit ihnen spielt, zu offenbaren. Sie wollen wissen, warum ihnen das wiederfährt, wo dieser Schöpfer ist der alles bestimmt und ob Er überhaupt existiert? Zu welchem Zweck, warum, wozu? 

Es gibt keinen Menschen, der zur Kabbala kommt ohne zuvor deprimiert oder vom Leben enttäuscht gewesen zu sein. Die Menschen kommen zu uns, da sie einen Mangel spüren: „Ich habe nicht das Wichtigste im Leben“. Wenn ein Mensch das empfindet, vielleicht sogar ohne seine Frage und die fehlende Antwort genau zu verstehen, dann nähert er sich der Kabbala an.

Frage: Findet er dann die richtige Umgebung, die richtigen Bücher und warum in der Kabbala?

Antwort: Er kann viele andere Kreise durchlaufen, aber im Endeffekt wird ihn das Schicksal dennoch zur Kabbala führen.

Bisher sind das immer noch Einzelne. Wir sind die erste Linie, die sich dem Schöpfer annähert. Wir werden aber noch viele Menschen mitnehmen, sie werden immer wieder kommen und gehen, auftauchen und verschwinden. Das ist der natürliche Weg, eine Art Start-Stopp-Bewegung.

Aus dem TV-Programm „Grundlagen der Kabbala“, 25.03.2019.

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