Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

„Hängt die Freiheit davon ab, wo man lebt?“ (Quora)


Michael Laitman, in Quora: „Hängt die Freiheit davon ab, wo man lebt?“

Die Freiheit hängt nicht davon ab, wo Sie leben.

Die Umgebung, in der Sie leben, ist Ihnen von der Natur gegeben, d. h. von Kräften, die außerhalb Ihrer Kontrolle liegen. Sie suchen sich Ihre Umgebung nicht aus, genauso wenig wie Sie sich die Gesellschaft aussuchen, in die Sie hineingeboren werden, die Erziehung, die Sie erhalten und die Werte mit denen Sie aufwachsen.

Wir können unsere Freiheit unter einer einzigen Bedingung verwirklichen: Freiheit von unserer egoistischen menschlichen Natur. Wir können uns von nichts anderem befreien.

Freiheit von unserer egoistischen Natur bedeutet, außerhalb der Gesetze und Zwänge zu leben, die uns unser Egoismus d.h. die inneren Triebe der menschlichen Natur, in jedem Augenblick diktiert. Es ist möglich, eine solche Freiheit zu erreichen, wenn wir den Nutzen der menschlichen Gesellschaft über den Eigennutzen stellen. Mit anderen Worten: Freiheit entsteht, wenn wir uns über unsere egoistische Natur erheben, die automatisch und ständig in Richtung des eigenen Nutzens agiert, mit dem Ziel, anderen zu nützen.

Wenn wir in dem Wunsch leben, anderen zu nützen, erheben wir uns von der egoistischen Ebene des Lebens auf die altruistische, und dann erhalten wir Zugang zum Fluss der Natur mit ihrer Vollkommenheit und Ewigkeit. Auf diese Weise werden wir uns selbst als vollkommen, ewig und frei empfinden.

Die Verwirklichung dieses Bewusstseinswandels hängt nicht davon ab, wo wir leben, welche Nationalität oder welches Geschlecht wir haben. Es hängt davon ab, wie wir uns organisieren, um uns über unsere angeborene egoistische Natur zu erheben.

Basierend auf einer Frage und Antwort mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman am 9. September 2006. Geschrieben/editiert von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.

Neues Leben 1311 – Streitigkeiten zwischen Geschwistern

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Ohne das Empfinden von Grenzen und Konflikten mit anderen kann es keinen Kontakt und keine Verbindung geben. Geschwister spüren einander nicht, wenn sie sich nicht streiten, können aber Schwierigkeiten mit der Kommunikation haben. Kämpfe um Spielzeug sind unter Kleinkindern ganz normal, und Eltern sollten nicht eingreifen, solange es nicht zu körperlichen Übergriffen kommt. Weint sich das Kind bei seinen Eltern aus, weil sein Geschwisterkind ihm etwas angetan hat, können die Eltern es umarmen, sollten aber nicht Partei ergreifen.

Streit, um andere zu verletzen, ist inakzeptabel, aber ansonsten gehört er zum normalen Leben dazu. Streit stärkt die Verbindung und die Liebe zwischen uns, wenn wir es verstehen, uns über das Gefühl der Ablehnung hinwegzusetzen. Eltern sollten nicht streiten und mit ihren Kindern spielen, um ihnen ein Beispiel für richtiges Verhalten zu geben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man Geschwister sich frei entwickeln lassen sollte, damit sie erfahren und weise werden.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1311 – Streit unter Geschwistern“, 04/07/21

Neues Leben 1310 – Die Gründe für den Verlust des Zusammengehörigkeitsgefühls in der Familie

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Die Bindungen in der Familie schwinden, weil das Ego ständig wächst und von niemandem abhängig sein will. Dies ist ein natürlicher Prozess. Die Menschen fühlen sich nicht mehr ihren Geschwistern oder Eltern gegenüber verpflichtet.

Dennoch können wir lernen, eine warme menschliche Verbindung in der Familie zu entwickeln, wenn wir unsere Kinder über das Ego aufklären und ihnen zeigen, wie man mit Ablehnung und Neid richtig umgeht. Wir müssen ihnen zeigen, was ihnen die Verbindungen mit den anderen bringt, indem wir zum Beispiel jeden Tag einem anderen Geschwisterkind bei jeder sich bietenden Gelegenheit helfen.

Wir können positiven Wettbewerb erlernen, indem wir einander darin messen, wer sich am besten über seinen eigenen Egoismus erheben kann, um den anderen Familienmitgliedern näher zu kommen und Liebe in ihnen zu wecken. Wenn wir uns gemeinsam über das Ego erheben, sollte in der Familie ein Gefühl für gegenseitigen Unterstützung, Verständigung, Verantwortung und Zusammengehörigkeit auf einer neuen Ebene entstehen.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1310 – Die Gründe für den Verlust des Gefühls der Nähe in der Familie“, 27.06.2021

Können wir „Nie wieder“ zu den Anschlägen vom 11. September sagen?

Ich erinnere mich noch lebhaft daran, wie ich vor zwanzig Jahren die Terroranschläge vom 11.9. live im Fernsehen verfolgte. Meine damals jugendliche Tochter und ich blätterten gerade in einem neu erschienenen bunten Buch, als sie sich plötzlich von den Seiten erhob, auf den Fernsehbildschirm starrte und zu mir sagte: „Sieh mal, was da passiert!“ Ich sagte zunächst: „Nein, das ist ein Film“, erkannte aber bald, dass es real war. Amerika befand sich im Ausnahmezustand und die Welt trat in eine neue Ära terroristischer Bedrohungen großen Ausmaßes ein.

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Hurrikan Ida – Sechzehn Jahre nach dem einstigen Jahrhundertsturm Katrina

Vor sechzehn Jahren verwüstete der Hurrikan Katrina New Orleans und einen Großteil von Louisiana sowie Teile von Mississippi und Alabama. Als Katrina auf das Festland traf, war er ein starker Sturm der Kategorie 3, stark genug, um fast 2.000 Menschenleben zu fordern und die Schutzmauern zu durchbrechen, die den Lake Pontchartrain daran hinderten, einen Großteil von New Orleans zu überfluten.

Nach dem Sturm erklärten Meteorologen und andere Experten, Katrina sei ein  „Jahrhundertsturm“. Letzten Sonntag, auf den Tag genau 16 Jahre nach dem Eintreffen von Katrina, fegte der Hurrikan Ida fast an der gleichen Stelle über die Stadt. Auch hier wurden die Stadt New Orleans und weite Teile Louisianas heimgesucht, allerdings mit weitaus größerer Heftigkeit als bei dem Jahrhundertsturm.

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Wozu gibt es Menschen?

Frage: Was geschieht, wenn die Technik den größten Teil der Menschen überflüssig macht? Sie werden nicht überflüssig, weil sie schlecht oder erfolglos sind, sondern weil die sich entwickelnde Industrialisierung ebenso wie die Wirtschaft darauf ausgerichtet sind, die Kosten niedrig zu halten. 

Die höchsten Kosten verursachen heute natürlich die Menschen, die bezahlt und versorgt werden müssen, die eine Gesundheitsfürsorge benötigen und so weiter. Deshalb ist das derzeitige Wirtschaftssystem darauf ausgerichtet, die Arbeit von Maschinen und nicht von Menschen erledigen zu lassen.

Antwort: Ich kann nur eines sagen: Der Fortschritt hat kurioserweise tatsächlich dazu geführt, dass niemand mehr die Menschen braucht. Überhaupt niemand! Sie werden weder von den mächtigen Leuten an der Spitze noch von den Managern benötigt, die nur für sich selbst leben, während der Rest von uns für sie arbeitet.

Es stellt sich die Frage: “ Wo werden Menschen überhaupt benötigt?“

In Wirklichkeit werden die Menschen überhaupt nicht benötigt, um die Wirtschaft aufrechtzuerhalten, um sich selbst zu ernähren oder gar andere zu ernähren. Sie werden benötigt, um eine ganz andere Aufgabe zu erfüllen – die Offenbarung der Natur zu erreichen, ihren zweiten Teil zu entfalten.

Neben der egoistischen Eigenschaft des Empfangens, mit der wir geboren wurden und die in uns lebt und sich entwickelt, müssen wir auch die andere Seite der Natur entdecken – die altruistische Eigenschaft. Dann werden sich die beiden Eigenschaften gegenseitig ergänzen. Sie werden nicht zerstörerisch sein, wie zum Beispiel bei der Atombombe, sondern ergänzend. Dann werden wir eine komplett andere Natur sehen, eine andere Welt, wir werden entdecken und verstehen, was der Sinn unserer Existenz ist.

Wir werden sehen, dass alle Menschen notwendig sind. Die Natur ist vollkommen und absolut vollständig. Sie enthält nichts Überflüssiges. Wir müssen zu einem Zustand gelangen, in dem unsere gegenseitige Ergänzung zu einem solchen Verständnis der Natur führt, dass uns die Welt als ewiger, vollkommener, unendlicher, unermesslicher, absolut jeden beherbergender, höchster, herrlichster, wundersamer Teil erscheint, und nicht, wie wir uns jetzt wahrnehmen, weil wir uns nur in einer egoistischen Eigenschaft der Natur befinden.

Wir müssen unbedingt ihre zweite Hälfte enthüllen, und dann werden wir sehen, wie vollkommen alles ist.

Aus der TV-Sendung „Algorithmen statt Menschen“ von 04.08.2021

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Neues Leben 1306 – Beziehungen in der Großfamilie

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Die Familie ist das Nest, in dem ein Mensch aufwächst. Menschen, die ohne familiäre Fürsorge aufwachsen, haben ihr Leben lang Probleme. Ihnen fehlt die Stärke, die von der Familie ausgeht. Die moderne Zivilisation führt dazu, dass unsere Verbindung zur Familie zerstört wird. Es ist unmöglich, Familienprobleme zu lösen, wenn wir den Menschen nicht beibringen, wie sie durch die Überwindung des menschlichen Egos eine Verbindung und Liebe zwischen ihnen erreichen können. Alle Verbindungen zwischen Familienmitgliedern werden zerfallen, bis wir erkennen, dass wir eine neue Qualität der Verbindung im Allgemeinen brauchen.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1306 – Beziehungen in der Großfamilie“, 09/05/2021

 

„Wie können wir ein Gleichgewicht zwischen der Bewahrung lokaler Kulturen und der Entwicklung einer globalen Gemeinschaft schaffen?“ (Quora)


Michael Laitman, in Quora: „Wie können wir ein Gleichgewicht zwischen der Bewahrung lokaler Kulturen und der Entwicklung einer globalen Gemeinschaft schaffen?“

Wir können ein Gleichgewicht zwischen der Bewahrung lokaler Kulturen und der Entwicklung einer globalen Gemeinschaft schaffen, wenn wir einander nach dem Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ behandeln, d.h. mit gegenseitiger Liebe und wenn wir andere Menschen so wahrnehmen, wie Zellen andere Zellen in demselben Organismus empfinden. Jede Zelle hilft den anderen und ist verpflichtet, die anderen Zellen des Körpers zu unterstützen und zu ergänzen.

So müssen wir uns gegenseitig behandeln. Die Natur verlangt das auch von uns. Wir sind Teil eines gemeinsamen Dorfes, einer Menschheit und einer Spezies, also sind wir auch Teil eines einzigen Organismus. Fangen wir an, als solche miteinander umzugehen, dann werden wir uns optimal entwickeln, in der Form und Geschwindigkeit, die für uns geeignet ist. Auf diese Weise werden wir ein Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Kulturen und der Menschheit als Ganzes erreichen. Jeder von uns wird dann in der Lage sein, etwas von sich selbst in die Gemeinschaft einzubringen.

Basierend auf einer Fragerunde mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman am 9. September 2006. Geschrieben/bearbeitet von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.

„Was können wir tun, um die Menschheit auf die bevorstehenden Krisen vorzubereiten?“ (Quora)


Michael Laitman, In Quora: „Was können wir tun, um die Menschheit auf die bevorstehenden Krisen vorzubereiten?“

Wir müssen unsere Bildung verbessern, damit wir alle lernen, dass unsere Probleme und Krisen ein Ergebnis unseres Ungleichgewichts mit der Natur sind, da die Natur altruistisch und wir egoistisch sind.

Solange wir uns nicht vom Egoismus zum Altruismus wandeln und uns dadurch ins Gleichgewicht mit der Natur bringen, werden wir der Natur auf ihrer „menschlichen“ oder „sprechenden“ Ebene nicht ähneln. Auf allen anderen Ebenen – der unbelebten, der pflanzlichen und der tierischen Ebene – ähneln wir der Natur instinktiv. Auf der menschlichen Ebene haben wir jedoch die Freiheit der Wahl.

Durch unsere eigene freie Wahl, unsere persönlichen Bemühungen, können wir die Balance und Anpassung an die Natur erreichen. Dann werden wir die Ewigkeit, Vollkommenheit und Harmonie spüren, die in der altruistischen Sphäre der Natur außerhalb unserer engen egoistischen Natur vorhanden sind.

Sonst haben wir kein Gefühl für die Natur, sondern fühlen nur ihr Gegenteil, der sich in den negativen Phänomenen in der Natur manifestiert, die wir auf ökologischer, physischer und physiologischer Ebene (Krankheiten), auf sprachlicher Ebene (Depressionen, Angstzustände, Selbstmord, Drogenmissbrauch und Scheidungen) und im sozialen Bereich (Terrorismus, Kriege und Gewalt) erleben.

Wir müssen sofort Maßnahmen ergreifen, um die Kollision mit einem globalen Problem, einer Folge von Katastrophen, zu vermeiden. Der erste Schritt besteht darin, der Menschheit den Grund für unsere Probleme zu erklären, der allein in unserer Einstellung zueinander liegt.

Basierend auf einer Fragerunde mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman am 9. September 2006. Geschrieben/editiert von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.

Es ist an der Zeit, vom Inter-Net zum Inner-Net zu wechseln

Es ist etwas mehr als dreißig Jahre her, dass das Internet für jedermann zugänglich gemacht wurde. Seit der Erfindung des Rades hat keine Technologie unser Leben so schnell und tiefgreifend revolutioniert. Nichts von dem was wir heute als selbstverständlich ansehen, wäre ohne das Internet möglich gewesen.

Dennoch hat uns das Internet nicht glücklicher gemacht. Nach dreißig Jahren in denen wir versucht haben unser Glück in den virtuellen Verbindungen zwischen uns zu finden, ist es an der Zeit, voranzukommen. Es ist Zeit, vom Inter-Net zum Inner-Net überzugehen, einem Netz von Herzen die einander spüren und füreinander sorgen.

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